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Dokumentenidentifikation DE202005003657U1 24.08.2006
Titel Beschlagelement und Beschlag umfassend ein solches Beschlagelement
Anmelder Bittner, Franz, 85567 Bruck, DE
Vertreter HUBER & SCHÜSSLER, 81825 München
DE-Aktenzeichen 202005003657
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 07.03.2005
IPC-Hauptklasse F16B 5/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 12/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Beschlagelement und einen Beschlag, umfassend ein solches Beschlagelement.

Aus der DE 196 04 243 C2 geht ein Beschlag zum Verbinden von Bauteilen hervor. Ein solcher Beschlag besteht aus zwei Beschlaghälften, die jeweils in einem der zu verbindenden Bauteile befestigt werden. Die Beschlaghälften sind miteinander in Eingriff bringbaren Elementen versehen, die die Verbindung der Bauteile bewirken. Die Besonderheit dieser bekannten Beschlaghälften liegt darin, dass sie jeweils aus einem kreisförmigen Abschnitt mit einer vorbestimmten Dicke ausgebildet sind, um in einer, in dem Bauteil vorgesehenen Ausnehmung gehalten zu werden, und an dem kreissegmentförmigen Abschnitt eine bogenförmig ausgebildete Kante parallel zur einer bogenförmigen Begrenzungskante des kreissegmentförmigen Abschnitts ausgebildet ist, so dass eine solche Beschlaghälfte unter einem vorbestimmten Winkel &agr; in eine kreissegmentförmige Nut bzw. Ausnehmung eingetrieben werden kann, wobei sich die Kante dabei in die Seitenwände der Ausnehmung schneidet.

Durch das Vorsehen einer solchen bogenförmigen Kante kann der Beschlag durch eine entsprechende bogenförmige Drehbewegung in das Bauteil eingebracht werden, wobei die Kante in deren Längsrichtung in das Material eingeschnitten wird und kein Material in Querrichtung zur Kante verdrängen muss. Hierdurch bleibt das an die Kante angrenzende Material unverletzt und bewirkt einen festen Halt der Beschlaghälfte bzw. des Beschlagelementes im Bauteil.

Sind diese bekannten Beschlaghälften einmal in ein Bauteil eingetrieben, so sitzen sie hierin sehr fest. Dies ist sehr vorteilhaft, da zwei mit diesen bekannten Beschlaghälften verbundene Bauteile sehr stabil miteinander verbunden sind und deren Position exakt festgelegt ist. Weiterhin können die Nuten zum Aufnehmen der Beschlaghälften in die Bauteile mit einem herkömmlichen Werkzeug wie z.B. einer Lamello-Nutfräsmaschine – erhältlich von der Lamello AG, Schweiz -, eingebracht werden, die üblicherweise in allen Schreinereibetrieben vorhanden sind.

Trotz dieser erheblichen Vorteile gegenüber herkömmlichen, vergleichbaren Beschlägen, haben sich diese Beschläge nicht auf dem Markt durchgesetzt. Dies liegt darin, dass es praktisch keinerlei Toleranzen beim Zusammenstecken mit diesen Beschlaghälften versehenen Bauteilen gibt. Dadurch ist es sehr mühsam, mit einer solchen Verbindung versehene Bauteile zusammen zu fügen. Zudem müssen die Nuten zum Aufnehmen der Beschlaghälften in dem Bauteil sehr präzise eingebracht sein. Eine Abweichung in der Position der Nut führt dazu, dass die Bauteile nicht mehr aneinander halten.

Diese Probleme wurden erkannt, weshalb eine Abwandlung des Beschlages am Markt vorgestellt worden ist. Diese Abwandlung umfasst ein Beschlagelement, das im wesentlichen einem der Beschlaghälften aus der DE 196 04 243 C2 entspricht, wobei anstelle den in Eingriff bringbaren Elementen ein am kreissegmentförmigen Abschnitt vorstehender Stift am Beschlagelement ausgebildet ist, der an seinem freien Ende mit einem verdickten Kopf versehen ist, um mit einem Exzenterverbinder zusammen zu wirken.

Ein solcher Exzenterverbinder wird z.B. unter der Artikelbezeichnung „MINIFIX" vertrieben. Er ist z.B. im Katalog der Firma Häfele „Der Große Häfele, 2004" auf Seite 2.5 gezeigt. Er wird hierin z. B. unter der Artikelnummer 262.17.014 angeboten. Ein solcher Exzenterverbinder weist einen etwa zylinderförmigen Körper auf, an dem eine vertikal nach unten mündende Öffnung vorgesehen ist, die in einen horizontalen Schlitz übergeht, der sich etwa um die Hälfte bis drei Viertel des Umfangs erstreckt. Die inneren Begrenzungskanten des horizontalen Schlitzes verlaufen beginnend bei der Mündung hin zum Mittelpunkt des Exzenterverbinders. Diese Begrenzungskanten bilden somit Exzenterkanten, die mit dem Kopf des Stiftes des Beschlagelementes in Eingriff treten können, so dass durch Drehen des Exzenterverbinders der Kopf des Stiftes in Richtung des Zentrums des Exzenterverbinders gezogen wird. Derartige Exzenterverbinder sind seit Jahrzehnten bekannt und werden vielfach zum Verbinden von Möbelteilen verwendet.

Die oben erläuterte abgewandelte Form des Beschlagelementes mit daran ausgebildetem Stift genießt die Vorteile der Beschlaghälften gemäß der DE 196 04 243 C2, d.h. dass dieses Beschlagelement einfach in einem Bauteil fixiert werden kann und dort fest sitzt. Da dieses Beschlagelement mit der an sich bekannten Exzenterverbindung zusammen wirkt, die es erlaubt, dass die Bauteile zunächst mit etwas Toleranz zusammen gesetzt werden und durch Drehen der Exzenterverbindung miteinander verspannt werden, werden die Nachteile des aus der DE 196 04 243 C2 bekannten Beschlages beseitigt. Denn mit diesem abgewandelten Beschlag können die Bauteile nun einfach mit einer gewissen Toleranz zusammen gesteckt werden und dann fest und präzise mit einander verspannt werden.

Jedoch haben sich diese Beschlagelemente in der Praxis auch nicht durchsetzen können, da, nachdem die Beschlagelemente einmal im Bauteil angebracht sind, die Stifte senkrecht an der Oberfläche vorstehen. Dies ist zum einen beim Transport der Bauteile sehr nachteilig, da die Stifte weitere Bauteile verkratzen können. Weiterhin sind die Stifte oftmals abgebrochen, wenn man beim Transport oder beim Handhaben mit einem anderen Bauteil an einen solchen Stift angestoßen ist. Da das Beschlagelement, wenn es einmal im Bauteil befestigt ist, von diesem nicht mehr gelöst und von neuem hinein gesteckt werden kann, besteht nicht die Möglichkeit, diese Stifte beim Transport zu entfernen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben erläuterten Beschlagelemente bzw. den oben erläuterten Beschlag derart weiter zu bilden, dass die beschriebenen Nachteile beseitigt sind.

Die Aufgabe wird durch ein Beschlagelement mit dem Merkmal des Anspruchs 1 und durch einen Beschlag mit dem Merkmal des Anspruchs 6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.

Das erfindungsgemäße Beschlagelement ist für einen Beschlag zum Verbinden zweier Bauteile vorgesehen, wobei das Beschlagelement mit Eingriffselementen zum In Eingriff bringen mit einem Beschlaggegenelement aufweist. Das Beschlagelement weist einen plättchenförmigen Grundkörper, an dem die Eingriffselemente angeordnet sind, und einen Stift, der in der Ebene des plättchenförmigen Grundkörpers an diesem ausgebildet ist und im Verbindungszustand mit dem Beschlaggegenelement diametral gegenüber liegend zum Beschlaggegenelement an dem plättchenförmigen Grundkörper abstehend angeordnet ist und an seinem freien Endbereich einen Kopf aufweist, der dicker als der übrige Bereich des Stiftes ist, so dass er mit einem Exzenterverbinder zusammen wirken kann.

Beim Verbinden zweier Bauteile wird in einem der Bauteile ein herkömmliches Beschlaggegenelement, wie es z.B. aus der DE 196 04 243 C2 bekannt ist, eingebracht. Dieses Beschlaggegenelement sitzt fest in dem jeweiligen Bauteil und weist Eingriffselemente auf. Am erfindungsgemäßen Beschlagelement sind korrespondierende Eingriffselemente vorgesehen, so dass die beiden Beschlagelemente miteinander in Verbindung gebracht werden können.

Das erfindungsgemäße Beschlagelement wird in das andere Bauteil eingesetzt. Hierzu ist im Bauteil eine Nut zur Aufnahme des plättchenförmigen Grundkörpers des Beschlagelementes sowie eine Bohrung zur Aufnahme des Stiftes des Beschlagelementes vorgesehen. Die Bohrung mündet mit einem Ende am Boden der Nut und mit dem anderen Ende in einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Exzenterverbinders. Das erfindungsgemäße Beschlagelement wird in das Bauteil derart eingesetzt, dass es mit seinem Kopf in die Ausnehmung für die Exzenterverbinder ragt. Hier wird das Beschlagelement zunächst mittels der Exzenterverbinder gegen ein Herausfallen gesichert, wobei das Beschlagelement mit Spiel in der die Nut und die Bohrung umfassenden Aussparung liegt. Die Bauteile mit den Beschlagelementen werden dann derart zusammengesetzt, dass die Eingriffselemente der Beschlagelemente miteinander in Eingriff kommen. Hierbei ist vorteilhaft, dass das erfindungsgemäße Beschlagelement mit Spiel in der entsprechenden Aussparung des Bauteils angeordnet ist, so dass die Beschlagelemente miteinander gekoppelt werden können ohne dass die Bauteile bereits exakt zueinander positioniert sind. Sind die Beschlagelemente miteinander gekoppelt, so wird die Exzenterverbindung weiter betätigt, um das erfindungsgemäße Beschlagelement im Bauteil zu verspannen, wobei das erfindungsgemäße Beschlagelement tiefer in die Nut gezogen wird. Hierdurch wird das Beschlagelement bezüglich des Bauteils fixiert und durch die Verbindung mit dem Beschlaggegenelement werden die beiden Bauteile zueinander exakt ausgerichtet.

Mit dem erfindungsgemäßen Beschlagelement können somit zwei Bauteile sehr exakt miteinander verbunden werden, wobei die Verbindung sehr stabil ist. Als Beschlaggegenelement kann ein Beschlagelement verwendet werden, wie es aus der DE 196 04 243 C2 bekannt ist, wodurch die darin beschriebenen Vorteile auch hier verwirklicht werden. Weiterhin ist das Zusammensetzen der Bauteile einfach, da das erfindungsgemäße Beschlagelement zunächst mit Spiel im Bauteil anordbar ist, was das Koppeln des Beschlagelementes mit dem entsprechenden Beschlaggegenelement wesentlich vereinfacht.

Das erfindungsgemäße Beschlagelement und der Exzenterverbinder sind lösbar im Bauteil angeordnet, wodurch sie zum einen beim Transport eines Bauteiles vom Bauteil entfernbar sind und einfach mit einem Schraubendreher vor Ort im Bauteil fixierbar sind. Es besteht daher keine Notwendigkeit, das erfindungsgemäße Beschlagelement und den korrespondierenden Exzenterverbinder vor dem Transport des Bauteils in dieses einzusetzen. Aber selbst wenn das erfindungsgemäße Beschlagelement und der Exzenterverbinder vor dem Transport des Bauteils in diesem eingesetzt wird, ist der Stift in der Bohrung des Bauteils angeordnet und somit vor Beschädigung geschützt. Das erfindungsgemäße Beschlagelement steht hierbei lediglich geringfügig mit dem plättchenförmigen Grundkörper etwas am Bauteil vor. Das Bauteil ist hier somit auch wenn es mit erfindungsgemäßen Beschlagelementen versehen ist, einfach zu transportieren ohne dass hierdurch weder das Beschlagelement noch das Bauteil Schaden nehmen.

Die Erfindung wird nachfolgend näher anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Die Zeichnungen zeigen:

In 1a bis 1i das erfindungsgemäße Beschlagelement in verschiedenen Ansichten,

2 zwei Bauteile und einen Beschlag mit dem erfindungsgemäßen Beschlagelement in seinen Einzelteilen in perspektivischer Ansicht, und

3 zwei Bauteile und einen Beschlag mit dem erfindungsgemäßen Beschlagelement in seinen Einzelteilen in perspektivischer Ansicht.

Das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 weist einen plättchenförmigen Grundkörper 2 auf, der mit Eingriffselementen 3 versehen ist.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Grundkörper 2 in der Draufsicht (1a) mit einer kreisbogenförmigen Begrenzungskante 4 ausgebildet. Der Bogen erstreckt sich etwa über einen Winkelbereich von 60° bis 80°. Diese Bogenform entspricht den mittels des Lamello-Systems in Bauteilen einbringbare Nute. Dieses System ist in den meisten Schreinereibetrieben vorhanden, weshalb die Verwendung des erfindungsgemäßen Beschlagelements kein zusätzliches Werkzeug erfordert. Der Grundkörper 2 weist somit etwa die Form eines Kreissegments mit der bogenförmigen Begrenzungskante 4 und einer geradlinigen Begrenzungskante 5 auf. Im mittigen Bereich der geradlinigen Begrenzungskante 5 ist ein plättchenförmiger Vorsprung 6 ausgebildet, der über die geradlinige Begrenzungskante 5 ein Stück vorsteht. Im Bereich des plättchenförmigen Vorsprungs 6 und im hierzu angrenzenden Bereich des Grundkörpers 2 ist von einer Flachseite her Material abgetragen, so dass der Bereich geringere Dicke als der übrige Bereich des Grundkörpers aufweist. Lediglich an den seitlichen Endbereichen des plättchenförmigen Vorsprungs sind zwei Eingriffsvorsprünge 7 belassen, die als Eingriffselemente fungieren und mit korrespondierenden Eingriffselementen eines Beschlaggegenelementes zum Verbinden des Beschlagelementes mit dem Beschlaggegenelement zusammenwirken können.

Am Scheitelpunkt der kreisbogenförmigen Begrenzungskante 4 ist ein Stift 8 am Beschlagelement 1 ausgebildet. Der Stift 8 ist in der Ebene des Grundkörpers 2 angeordnet und steht senkrecht zu einer durch den Scheitelpunkt der kreisbogenförmigen Begrenzungskante verlaufenden Tangentiallinie. Der Stift 8 ist somit diametral gegenüber liegend zu den Eingriffsvorsprüngen 7 an der kreisbogenförmigen Begrenzungskante abstehend angeordnet.

Der Stift 8 weist einen Schaft 9 und an seinem freien Ende einen Kopf 10 auf, der gegenüber dem Schaft 9 dicker ausgebildet ist. Angrenzend am Kopf 10 ist ein verjüngter Abschnitt 11 des Schaftes 9 ausgebildet.

Der Kopf 10 des Stiftes 8 dient zum Zusammenwirken mit einem Exzenterverbinder 12 (2, 3). Dieser Exzenterverbinder 12 weist einen etwa zylinderförmigen Körper auf mit einer Mantelfläche 13 und kreisförmigen Grund- bzw. Deckflächen 14. An diesem Exzenterverbinder ist eine an der Grund- bzw. Deckfläche 14 mündende Aussparung bzw. Öffnung 15 vorgesehen, die in einen horizontalen Schlitz 16 übergeht, der sich etwa um die Hälfte bis Dreiviertel des Umfangs des Exzenterverbinders 12 erstreckt. Hierdurch sind zwei innere Begrenzungskanten 17 des horizontalen Schlitzes ausgebildet, die beginnend bei der Mündung des Schlitzes 16 hin zum Mittelpunkt des Exzenterverbinders verlaufen. Diese Begrenzungskanten 17 bilden somit Exzenterkanten, die mit dem Kopf 10 des Stiftes 8 des Beschlagelementes 1 in Eingriff treten können, so dass durch Drehen des Exzenterverbinders 12 der Kopf 10 des Stiftes 8 in Richtung des Zentrums des Exzenterverbinders 12 gezogen wird. An einer der Grund- bzw. Deckflächen 14 weist der Exzenterverbinder einen Schlitz bzw.

Kreuzschlitz 18 (3) auf, an dem ein Schraubendreher zum Drehen des Exzenterverbinders angesetzt werden kann.

Zum Verbinden eines ersten Bauteils 19 und eines zweiten Bauteils 20 wird in das erste Bauteil 19 eine kreisbogenförmige Nut 21 eingebracht, die in etwa der Form des Grundkörpers 2 entspricht. In das erste Bauteil 19 wird im Bereich des Scheitelpunkts der Nut 21 eine Bohrung 22 eingebracht, deren Durchmesser etwa dem Durchmesser des Kopfes 10 entspricht und die Bohrung ist senkrecht zur Oberfläche 23 des ersten Bauteils und mittig zur Nut 21 ausgerichtet. Eine weitere Bohrung 24 zur Aufnahme des Exzenterverbinders 12 ist am ersten Bauteil 19 am Endbereich der ersten Bohrung eingebracht und zu dieser senkrecht ausgerichtet. Die erste Bohrung 22 mündet somit in der Bohrung 24 für den Exzenterverbinder.

In das zweite Bauteil 20 wird ein Beschlaggegenelement 25 eingebracht. Das Beschlaggegenelement kann ein Beschlagelement sein, wie es aus der DE 196 04 243 C2 bekannt und eingangs beschrieben ist. Es kann jedoch auch ein anderes Beschlagelement sein. Wesentlich ist, dass das Beschlaggegenelement Eingriffselemente 26 aufweist, die mit den Eingriffselementen 3 des erfindungsgemäßen Beschlagelementes 1 zusammenwirken können. Im oben beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Eingriffselemente Eingriffsvorsprünge 7. An Stelle der Eingriffsvorsprünge 7 können jedoch auch andere Eingriffselemente, wie z. B. hakenförmige Eingriffselemente, schienenförmige Eingriffselemente oder der gleichen vorgesehen sein. Das Beschlaggegenelement 25 ist vorzugsweise ortsfest im zweiten Bauteil 20 fixiert.

In die Bohrung 24 wird der Exzenterverbinder 24 eingesetzt. Das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 wird dann mit dem Kopf 10 voran in die Nut 21 und in die erste Bohrung 22 eingeführt, bis der Kopf 10 in der Aussparung 15 des Exzenterverbinders zu liegen kommt. Durch eine Drehung des Exzenterverbinders 12, so dass die Begrenzungskanten 17 den Kopf 10 hintergreifen, ist das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 im Bauteil 19 verriegelt.

Beim Zusammensetzen der beiden Bauteile 19, 20 wird das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 mit dem Beschlaggegenelement 25 derart in Verbindung gebracht, dass die Eingriffselemente 3, 26 miteinander gekoppelt werden. Hierbei ist das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 noch nicht durch den Exzenterverbinder 12 vorgespannt, so dass das erfindungsgemäße Beschlagelement mit einem Spiel in Längsrichtung des Stiftes 8 lagert und das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 einfach mit dem Beschlaggegenelement 25 in Verbindung bringbar ist.

Vor dem Verspannen des erfindungsgemäßen Beschlagelements 1 im ersten Bauteil 19 und mit miteinander gekoppelten Eingriffselementen 3, 26 kann das erste Bauteil 19 in Längsrichtung der Nut 21 bezüglich des zweiten Bauteils 20 ein Stück ausgerichtet werden. Vor dem Verspannen besteht somit ein Spiel in Längsrichtung der Nut 21. Dies ist sehr vorteilhaft, da Bauteile mit beschichteter Oberfläche nicht durch Hobeln aneinander angepasst werden können und bei nicht absolut perfekt angeordneter Nut sich bei herkömmlichen Beschlägen meistens ein Versatz bezüglich der Bauteile ergibt.

Nachdem die beiden Beschlagelemente 1, 25 miteinander verbunden und die Bauteile 19, 20 ausgerichtet sind, wird der Exzenterverbinder 12 gedreht, um das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 weiter in das erste Bauteil 19 zu ziehen. Hierdurch wird das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 im ersten Bauteil 19 verspannt, wodurch es zum einen fest im ersten Bauteil 19 sitzt und zum anderen durch das Hineinziehen in die kreisbogenförmige Nut exakt ausgerichtet wird.

Das erfindungsgemäße Beschlagelement 1 ist im Bauteil 19 lösbar angeordnet, da die Fixierung mittels des Exzenterverbinders 12 jederzeit gelöst werden kann. Das Fixieren des erfindungsgemäßen Beschlagelementes 1 kann mit einem Schraubendreher einfach und schnell vor Ort ausgeführt werden. Somit kann ein Bauteil ohne dass das erfindungsgemäße Beschlagelement transportiert werden, das dann vor Ort beim Zusammensetzen der Bauteile eingesetzt wird. Andererseits, falls das erfindungsgemäße Beschlagelement schon vor dem Transport als Bauteil eingesetzt ist, steht es nur geringfügig mit dem plättchenförmigen Vorsprung 6 am Bauteil vor. Dies beeinträchtigt weder den Transport noch führt es zu Beschädigung am Bauteil oder am Beschlagelement.

Das Zusammensetzen der Bauteile ist wesentlich einfacher als mit dem aus der DE 101 19 038 C1 bekannten Beschlag, wobei mit dem erfindungsgemäßen Beschlagelement eine genauso präzise und feste Verbindung erzielt wird.

1Beschlagelement 2Grundkörper 3Eingriffselement 4kreisbogenförmige Begrenzungskante 5geradlinige Begrenzungskante 6plättchenförmiger Vorsprung 7Eingriffsvorsprung 8Stift 9Schaft 10Kopf 11verjüngter Abschnitt 12Exzenterverbinder 13Mantelfläche 14Grund- bzw. Eckfläche 15Aussparung 16horizontaler Schlitz 17Begrenzungskante 18(Kreuz-)Schlitz 19Bauteil (erstes) 20Bauteil (zweites) 21kreisbogenförmige Nut 22Bohrung 23Oberfläche 24Bohrung 25Beschlagelement 26Eingriffselement

Anspruch[de]
  1. Beschlagelement für einen Beschlag zum Verbinden zweier Bauteile (19, 20), wobei das Beschlagelement (1) mit Eingriffselementen (3, 7) zum in Eingriff bringen mit einem Beschlaggegenelement (25) aufweist, mit

    – einem plättchenförmigen Grundkörper (2), an dem die Eingriffselemente (3, 7) angeordnet sind, und

    – einem Stift (8), der in der Ebene des plättchenförmigen Grundkörpers (2) an diesem ausgebildet ist und im Verbindungszustand mit dem Beschlaggegenelement (25) diametral gegenüberliegend zum Beschlaggegenelement (25) an dem plättchenförmigen Grundkörper (2) abstehend angeordnet ist und an seinem freien Endbereich einen Kopf (10) aufweist, der dicker als der übrige Bereich des Stiftes (8) ist, so dass er mit einem Excenterverbinder (12) zusammenwirken kann.
  2. Beschlagelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der plättchenförmige Grundkörper (2) in der Draufsicht kreissegmentförmig ausgebildet ist.
  3. Beschlagelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am kreissegmentförmigen plättchenförmigen Grundkörper (2) ein plättchenförmiger Vorsprung (6) ausgebildet ist, der über eine geradlinige Begrenzungskante (5) des kreissegmentförmigen Grundkörpers (2) ein Stück vorsteht, und im Bereich des plättchenförmigen Vorsprungs (6) Eingriffsvorsprünge (7) angeordnet sind, die als Eingriffselemente (3) dienen.
  4. Beschlagelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (8) einstückig am plättchenförmigen Grundkörper (2) ausgebildet ist.
  5. Beschlagelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift (8) lösbar, beispielsweise mit einer Schraubverbindung, am plättchenförmigen Grundkörper (2) befestigt ist.
  6. Beschlag umfassend ein Beschlagelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, ein Beschlaggegenelement (25), das Eingriffselemente (26) aufweist, die mit den Eingriffselementen (3) des Beschlagelementes koppelbar sind, und ein Exzenterverbinder (12).
  7. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterverbinder (12) ein etwa zylinderförmigen Körper mit einer Mantelfläche (13) und kreisförmigen Grund- bzw. Deckflächen (14) aufweist, wobei eine an der Grund- bzw. Deckfläche mündende Aussparung (15) vorgesehen ist, die in einen horizontalen Schlitz (16) übergeht, wodurch zwei innere Begrenzungskanten (17) des horizontalen Schlitzes (16) ausgebildet sind, die beginnend bei der Mündung des Schlitzes (16) hin zum Mittelpunkt des Exzenterverbinders (12) verlaufen und mit dem Kopf (10) des Stiftes (8) des Beschlagelementes (1) in Eingriff bringbar sind, so dass durch Drehen des Exzenterverbinders (12) der Kopf (10) des Stiftes (8) in Richtung des Zentrums des Exzenterverbinders (12) gezogen wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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