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Dokumentenidentifikation DE202005003891U1 24.08.2006
Titel Fischmesser
Anmelder Steinberger, Barbara, 85737 Ismaning, DE;
Ziegler, Jörg, 85737 Ismaning, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005003891
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 10.03.2005
IPC-Hauptklasse A47G 21/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fischmesser mit einem Griff sowie einem damit verbundenen Klingenkorpus zum Zerschneiden bzw. Zerteilen eines Fisches.

Fischmesser sind als solche hinlänglich bekannt und haben meist gegenüber Fleisch- bzw. normalen Speisemessern einen am Kopfbereich verbreiterten Klingenkorpus, um das üblicherweise leicht zerfallende Fischfleisch besser zerteilen zu können. Die Schneide wird zumeist nicht besonders scharf geschliffen, da Fisch dem Zerteilen wesentlich weniger Widerstand entgegensetzt als Fleisch. Herkömmliche Fischmesser erfüllen die ihnen angedachte Funktion tadellos, solange sie für den Verzehr grätenarmer Fische verwendet werden. Das Verzehren von grätenreichen Fischen hingegen ist mit herkömmlichen Fischmessern oft ein zeitraubendes und diffiziles Unterfangen, da viele Gräten übersehen und erst beim Kauen des jeweiligen Fischstückes im Mund erspürt werden, was selbstverständlich ein erhebliches Gefahrenpotential mit sich bringt.

Hier versucht die vorliegende Erfindung Abhilfe zu schaffen. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Fischmesser der genannten Art zu schaffen, das Nachteile des Standes der Technik vermeidet und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Insbesondere soll der Verzehr von grätenreichen Fischen vereinfacht und die Entfernung von Gräten verbessert werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Fischmesser gemäß Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß zeichnet sich das Fischmesser also durch eine hakenförmige Entgräterspitze zum Einhaken und Herausziehen von Gräten aus. Durch Absenken des Messers und Durchziehen der hakenförmigen Entgräterspitze durch das Fleisch des Fisches werden innenliegende Gräten an die Oberfläche befördert und können mühelos entfernt werden. Die Gräten verfangen sich in der Hakenklinge und werden aus dem Fischfleisch gelöst.

In Weiterbildung der Erfindung kann die hakenförmige Entgräterspitze unmittelbar von einem Abschnitt des Klingenkorpus gebildet sein, der sozusagen in die hakenförmige Entgräterspitze übergeht. Hierdurch kann gleichzeitig der Klingenkorpus und die hakenförmige Entgräterspitze durch das Fischfleisch gezogen werden. Der Klingenkorpus zerteilt das Fischfleisch, während die Entgräterspitze sich in den im Fischfleisch befindlichen Gräten verhakt und diese herauszieht.

Die hakenförmige Entgräterspitze kann grundsätzlich an verschiedener Stelle angeordnet sein. Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung befindet sich die Entgräterspitze an der dem Griff abgewandten Spitze des Klingenkorpus. Hierdurch kann beim rückwärts Hindurchziehen des Klingenkorpus zunächst dieser das Fischfleisch zerteilen. Die hakenförmige Entgräterspitze fährt sozusagen nachfolgend in der von dem Klingenkorpus gezogenen Spur und fängt dort verbliebene Gräten ein und zieht diese heraus.

Alternativ kann die Entgräterspitze auch an dem dem Griff zugewandten Ende des Klingenkorpus angeordnet sein. Dies erlaubt sozusagen ein umgekehrtes Vorgehen, wonach mit einer vorwärts gerichteten Schiebebewegung zunächst mit dem Klingenkorpus das Fischfleisch zerteilt und beim Zurückziehen sodann mit dem Entgräterhaken die Gräten herausgezogen werden können.

Grundsätzlich wäre es denkbar, die hakenförmige Entgräterspitze auf der der Schneide des Klingenkorpus abgewandten Seite vorzusehen. Hierbei würde der Klingenkorpus wie bei einem herkömmlichen Fischmesser arbeiten. Zum Herausziehen von Gräten könnte das Messer sodann gedreht werden, um die Entgräterspitze zu verwenden. In Weiterbildung der Erfindung jedoch schließt die hakenförmige Entgräterspitze an die Schneide des Klingenkorpus an und ist mit ihrer Einfangöffnung zu der Schneidenseite des Klingenkorpus hin offen.

In Weiterbildung der Erfindung weist die Entgräterspitze zumindest in ihrem hakenförmigen Einfangabschnitt und auch der Klingenkorpus eine scharf geschliffene Schneide auf. Vorzugweise geht die scharf geschliffene Schneide des Klingenkorpus in die Schneide der Entgräterspitze über. Durch die geschliffene Schneide der Entgräterspitze können die Gräten besser eingefangen und präzise herausgezogen werden, da letztere an der scharten Hakenschneide besser hängen bleiben. Zudem wird verhindert, dass beim Durchziehen des Fischmessers durch das Fischfleisch dieses nur zum Teil zerteilt wird und die Gräten lediglich nach unten weggedrückt werden.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung kann das Fischmesser zusätzlich oder alternativ zu der hakenförmigen Entgräterspitze einen pinzettenartigen Grätengreifer aufweisen. Dieser Grätengreifer kann in Weiterbildung der Erfindung eine erste Greifspitze, die starr mit dem Griff verbunden, insbesondere an der Spitze des Klingenkorpus vorgesehen ist, sowie eine zweite Greiferspitze aufweisen, die an einem Federbügel vorgesehen und gegen die erste Greiferspitze drückbar ist, so dass eine Gräte zwischen den beiden Greiferspitzen geklemmt werden und herausgezogen werden kann. Der Federbügel ist vorteilhafterweise auf der der Schneide des Klingenkorpus abgewandten Oberseite vorgesehen, so dass der Grätengreifer durch einfachen Druck des Zeigefingers auf den Federbügel betätigt werden kann. Üblicherweise liegt der Zeigefinger einer den Griff des Fischmesser greifenden Hand sozusagen in Verlängerung des Griffes auf der Oberseite, die der Schneide des Klingenkorpus abgewandt ist. In diesem Bereich ist ein Betätigungsabschnitt des Federbügels angeordnet, so dass die beiden Greiferspitzen zusammengedrückt werden können, um eine Gräte zu fassen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier bevorzugter Ausführungsformen und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1: eine Draufsicht auf ein Fischmesser mit einer an der Spitze vorgesehenen hakenförmigen Entgräterspitze nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in schematischer Darstellung, und

2: eine Draufsicht auf ein Fischmesser mit einem pinzettenartigen Grätengreifer nach einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung in schematischer Darstellung.

Das in 1 gezeigte Fischmesser 1 besitzt in an sich üblicher Weise einen Griff 2, der einen Klingenkorpus 3 zum Zerschneiden bzw. Zerteilen eines Fisches trägt. Der Klingenkorpus 3 ist vorteilhafterweise aus Metall hergestellt und kann an den Griff 2 angeformt oder separat ausgebildet und mit dem Griff 2 durch eine Steckverbindung verbunden sein. Wie 1 zeigt, besitzt der Klingenkorpus 3 eine geschliffene Schneide 4.

An der dem Griff 2 abgewandten Spitze des Klingenkorpus 3 ist eine hakenförmige Entgräterspitze 5 vorgesehen, die in der gezeichneten Ausführung integral einstückig an den Klingenkorpus 3 angeformt ist. Die Entgräterspitze 5 ist mit ihrer offenen Einfangseite zur Schneide 4 des Klingenkorpus 3 hin gewandt. Sie ist gegenüber dem Eintauch- bzw. Einschneidbereich 6 des Klingenkorpus 3 etwas zu der der Schneide 4 abgewandten Oberseite des Klingenkorpus 3 zurückgesetzt. Die Schneide 4 des Klingenkorpus 3 ist von dem genannten Einschneidbereich 6 zur Spitze des Klingenkorpus 3 hin relativ stark bauchig gekrümmt.

Wie die Detailansicht der Entgräterspitze 5 in 1 zeigt, geht die geschliffene Schneide 4 des Klingenkorpus 3 in die Entgräterspitze 5 über. Diese besitzt ebenfalls eine scharf geschliffene Schneide 7. Zumindest um die Hakenöffnung herum ist die Entgräterspitze 5 scharf geschliffen.

Bei der in 2 dargestellten Ausführungsform besitzt das Fischmesser 1 ebenfalls einen Griff 2, der mit dem Klingenkorpus 3 über einen stabförmigen Träger 8 verbunden ist. Der Klingenkorpus 3 ist in diesem Fall sozusagen nur auf die Messerspitze begrenzt und vom Griff 2 durch den Träger 8 beabstandet. Auch bei dieser Ausführung weist der Klingenkorpus 3 eine scharf geschliffene Schneide 4 auf. Die Entgräterspitze 5 ist an dem dem Griff 2 zugewandten Ende des Klingenkorpus 3 vorgesehen, der auch in diesem Fall in die hakenförmige Entgräterspitze 5 übergeht bzw. einen Teil dieser bildet. Insbesondere ist auch die Entgräterspitze 5 scharf geschliffen. Die die Einfangöffnung umgebende Schneide 7 geht in die Schneide 4 des Klingenkorpus 3 über.

Zusätzlich besitzt das in 2 gezeigte Fischmesser 1 einen pinzettenartigen Grätengreifer 9, mithilfe dessen hartnäckige Gräten aus dem Fischfleisch herausgezogen werden können. Der Grätengreifer 9 umfasst hierbei eine erste Greiferspitze 10, die an der dem Griff 2 abgewandten Spitze des Klingenkorpus 3 angeordnet und integral an diesen angeformt ist. Eine zweite Greiferspitze 11 ist an einer Federspange 12 vorgesehen, die sich bogenförmig von dem Griff 2 weg zur Messerspitze hin erstreckt und sich mit einem Federbügel 13 auf dem den Klingenkorpus 3 tragenden Träger 8 abstützt. Durch Druck auf den Betätigungsabschnitt 14 der Federspange 12 wird die zweite Greiferspitze 11 auf die erste Greiferspitze 10 gedrückt, wodurch eine entsprechende Gräte geklemmt wird und herausgezogen werden kann. Durch Lösen des Drucks auf den Betätigungsabschnitt 14 stellt sich die Federspange 12 selbsttätig zurück, wodurch sich der Grätengreifer 9 öffnet.


Anspruch[de]
  1. Fischmesser mit einem Griff (2) sowie einem damit verbundenen Klingenkorpus (3) zum Zerschneiden bzw. Zerteilen eines Fisches gekennzeichnet durch eine hakenförmige Entgräterspitze (5) zum Einhaken und Herausziehen von Gräten.
  2. Fischmesser nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Entgräterspitze (5) an dem Klingenkorpus (3) vorgesehen und/oder von einem Abschnitt des Klingenkorpus (3) gebildet ist.
  3. Fischmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Entgräterspitze (5) an der Spitze des Klingenkorpus (3) vorgesehen ist.
  4. Fischmesser nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Entgräterspitze (5) an dem dem Griff (2) zugewandten Ende des Klingenkorpus (3) angeordnet ist.
  5. Fischmesser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Klingenkorpus (3) und/oder die Entgräterspitze (5) zumindest in ihrem hakenförmigen Einhakabschnitt eine scharf geschliffene Schneide (4, 7) besitzen.
  6. Fischmesser insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein pinzettenartiger Grätengreifer (9) vorgesehen ist.
  7. Fischmesser nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Grätengreifer (9) eine erste Greifspitze (10), die starr mit dem Griff (2) verbunden, insbesondere an der Spitze des Klingenkorpus (3) vorgesehen ist, sowie eine zweite Greifspitze (11) aufweist, die an einem Federbügel (12) vorgesehen und gegen die erste Greifspitze (10) zum Greifen einer Fischgräte drückbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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