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Dokumentenidentifikation DE202005003901U1 24.08.2006
Titel Modulares Tischsystem
Anmelder Struppler, Andreas, 81541 München, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202005003901
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 10.03.2005
IPC-Hauptklasse A47B 37/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16B 12/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein modulares Tischsystem mit mindestens einer Tischplatte, die mindestens drei Ecken aufweist, mindestens zwei, jeweils an einer Ecke angeordneten Tischbeinen, mindestens zwei, jeweils mit einem Tischbein lösbar verbundenen Tischbeinstreben, die in verschiedenen Positionen am Tischbein anbringbar und mit der Tischplatte verbunden sind.

Ein verstellbares Tischsystem ist aus der EP 078070 B1 bekannt. Tischbeine, Tischbeinstreben und Tischplatten lassen sich so zueinander positionieren, dass mehrere Tischplatten aneinander angrenzend gruppiert werden können, wobei zumindest einige der Tischbeine gemeinsam für zwei oder mehrere Tischplatten verwendet werden. Hierzu sind mehrere Tischbeinstreben an einem einzigen Tischbein angeordnet. Jedes Tischbein weist ein Kopfstück auf, an dem jede Tischbeinstrebe in mehreren Positionen befestigbar ist. Das Kopfstück weist zwei rotationssymmetrische Spannteile auf, die jeweils gegenüberliegend eine Hinterschneidung aufweisen, die ein entsprechend angeformtes Anschlussstück der Tischbeinstrebe umgreift, so dass dieses zwischen den Spannteilen eingespannt wird. Des Weiteren ist eine Schnellverriegelungsvorrichtung zur Anbindung der Tischbeinstrebe an die Tischplatte vorgesehen, so dass das Tischbein in mehreren Positionen relativ zur Tischplatte anbringbar ist. Nachteilig bei dieser Konstruktion ist, dass bei der Anbindung mehrerer Tischplatten an einem Tischbein einiger Montageaufwand erforderlich ist, um das mit der Spannvorrichtung ausgestaltete Kopfstück des Tischbeins zur Aufnahme und Positionierung einer oder mehrerer Tischbeinstreben zu lösen und wieder zu befestigen.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein modulares Tischsystem der eingangs genannten Art hinsichtlich seiner Montagefreundlichkeit zu verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem obigen modularen Tischsystem dadurch gelöst, dass die mindestens zwei Tischbeine jeweils mindestens zwei mit einer Hinterschneidung versehene Längsnuten aufweisen und jede Tischbeinstrebe mittels einer, in eine Längsnut im Tischbein eingreifende Verbindungseinrichtung mit dem Tischbein lösbar verbunden ist, wobei die Verbindungseinrichtung ein Zugelement umfasst, das an einem Ende mit einem in eine Längsnut eingeführten und an der Hinterschneidung reibschlüssig anliegendem Profilteil und an dem anderen Ende mit einem in einen, an der Tischbeinstrebe schwenkbar angeordneten Exzenterschnellspannmechanismus eingreifenden Kopfteil versehen ist und der Exzenterschnellspannmechanismus mittels des Zugelements die Tischbeinstrebe an das Tischbein andrückt.

Zwar ist aus der DE 19641347 A1 eine Möbelstandsäule mit zumindest im oberen Bereich eingearbeiteten Längsnuten und darin vorhandener Hinterschneidung bekannt. Jedoch erfolgt dort die Anbindung zwischen einem Trägerteil und der Standsäule über eine Spreizhülse im Inneren der Nut. Die Fläche die hier zur Anbindung zwischen Träger und Tischbein zur Verfügung steht ist relativ klein (Innenfläche der Nut), so dass es zu Ausrichtproblemen kommen kann. Bei der vorliegenden Erfindung hingegen dient die Längsnut zur Einführung des Profilteils des Zugelementes. Diese öffnet vielfältige Möglichkeiten, wie sich die Tischbeinstrebe an dem Tischbein abstützen kann bzw. an diese angedrückt ist. Insbesondere stehen viel größere Flächenabschnitte zur Verfügung, was die gesamte Verbindung ausrichtsicherer, kippstabiler und belastbarer macht. Darüber hinaus können über einen Exzenterschnellspannmechanismus durch einfache Schwenkbewegungen sehr hohe Verriegelungskräfte aufgrund einer Keilwirkung erzeugt werden. In vielen Fällen reicht eine Verschwenkung um ca. 90° aus, um eine sichere Verbindung zu erzielen. Im Gegensatz hierzu müssen bei einem über eine Spindel betätigten Mechanismus wie in der EP 0780070 B1 und DE 19641347 A1 viele Umdrehungen des Spindelmechanismus durchgeführt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass im gespannten Zustand des Zugelementes zumindest die gedachten Verlängerungen der zwei in einer Ecke zusammenlaufenden Kanten der Tischplatte sich im Wesentlichen in der Mitte des Querschnitts des zugehörigen Tischbeins schneiden. Diese Anordnung ist insbesondere vorteilhaft bei einer aneinander angrenzenden Anordnung von Tischplatten, weil keine Zwischenelemente, wie Abdeckleisten, benötigt werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Ecken von Tischplatten nicht notwendigerweise spitz zulaufen müssen, sondern abgerundet oder abgeschrägt sein können, ist dieses Erfordernis auf die gedachten Verlängerungen der Kanten bezogen.

Bevorzugt kann der Exzenterschnellspannmechanismus eine Handhabe zur Handbedienung aufweisen. Hierdurch wird die Verwendung von zusätzlichem Werkzeug, wie dies bei dem oben zitierten bekannten Stand der Technik immer Fall sein muss, vermieden und die Montage und Demontage noch einmal vereinfacht.

Hierbei kann weiter vorgesehen werden, dass die Handhabe im gespannten Zustand des Exzenterschnellspannmechanismus im Wesentlichen parallel zur Tischplatte und im gelösten Zustand im Wesentlichen quer zur Tischplatte ausgerichtet ist. Hierdurch wird eine vorstehende Handhabe in der Gebrauchsstellung des Tisches weitgehend verhindert. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang auch eine vollständige Integration der Handhabe in die Tischbeinstrebe in der Gebrauchsstellung.

Der Exzenterschnellspannmechanismus kann bei einer Ausführungsform den Kopfteil des Zugelements mit zwei seitlich neben dem Kopfteil angeordneten Spannwangen, die eine exzentrische Innenkontur aufweisen, umgreifen. Bei einer vereinfachten Variante dürfte der Kopfteil eine Zylinderform aufweisen, so dass die beiden Spannwangen jeweils einen Endbereich des Zylinders umgreifen und diese Endbereiche beim Spannvorgang an der exzentrischen Innenkontur der Spannwangen entlang gleiten. Mittig zwischen den beiden Spannwangen ragt dann das eigentliche, die Zugspannung übertragende Element (z.B. stabförmiges Zugelement oder flexibles Zugelement, wie Seil etc.) heraus und greift am gegenüberliegenden Ende mit dem Profilteil in eine Nut am Tischbein ein.

Günstigerweise kann die mindestens eine Tischplatte an ihren Ecken so ausgeformt sein, dass die Tischplatte den Querschnitt des Tischbeins nicht überdeckt und das mindestens eine Tischbein in seinem oberen Abschnitt als Steckverbinder für Verlängerungsanbauten ausgestaltet ist. Hierdurch wird die Modularität des Tischsystems nochmals erhöht, da die Anbindung von weiteren Anbauten auch in unterschiedlichen Ebenen zur Tischplatte möglich ist. Zum Beispiel könnten zwei aneinander angrenzende Tischplatten auf unterschiedlichen Höhen angebracht werden. Aber auch Stehpulte, Ablageaufsätze, Telefon- oder Bildschirmtragarme können hier angeordnet werden.

Damit auch relativ dünnwandige Tischplatten oder gegen Biegung empfindliche Materialien für Tischplatten Verwendung finden können, sind gemäß einer weiteren Ausführungsform mehrere Tischbeinstreben mittels eines die Tischplatte unterstützenden Rahmens miteinander verbunden. Der Rahmen erhöht auch die Rastergenauigkeit des Modulsystems, da die Tischbeinstreben unmittelbar miteinander in Verbindung stehen.

Wenn gemäß einer Variante jedes Tischbein ein Strangprofil mit den mindestens zwei Längsnuten aufweist und das Profilteil des Zugelements eine Einschubbegrenzung aufweist, die die Einschubtiefe des Profilteils in eine Längsnut festlegt, vereinfacht sich die Konstruktion noch einmal und die Gesamtkosten können reduziert werden. Strangprofile lassen sich durch bekannte Vorgänge einfach herstellen und müssen bei dieser Ausgestaltung nur in ihrer Länge konfektioniert werden. Die Einschubtiefe des Profilteils wird von dem Profilteil selbst durch die Einschubbegrenzung vorgegeben, so dass keine Modifikation des Tischbeins vorgenommen werden muss. Lediglich auf die Enden kann eine Fußkappe oder ein Abdeckkappe aufgesteckt werden. Auch die Ausgestaltung als Steckverbinder zum Anbringen weiterer Verlängerungsbauten ist bei einem solchen Grundelement sehr einfach möglich. Gegebenenfalls werden entsprechende Steckverbinder verwendet, so dass auch die Verlängerungsteile das gleiche Strangprofil aufweisen. Die Längsnuten erstrecken sich bei solchen Ausführungsformen dann über die gesamte Länge des Tischbeins. Bei teleskopierbar ausgestalteten Tischbeinen besteht aber auch die Möglichkeit, das mit Längsnuten versehene Strangprofil im Inneren eines Rohrkörpers anzuordnen, so dass nur im oberen Bereich das Strangprofil sichtbar ist.

Im Folgenden wird eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Tisch in einer perspektivischen Vorderansicht,

2 den Tisch aus 1 in einer Explosionsdarstellung, wobei die Verbindungseinrichtungen weggelassen sind,

3 eine perspektivische Darstellung des Tischgestells aus 1,

4 eine perspektivische Darstellung einer Aneinanderreihung von vier Tischgestellen,

5 eine perspektivische Darstellung einer Aneinanderreihung von vier Tischen unter Verwendung der Tischgestelle aus 4,

6 eine Draufsicht der vier Tische aus 5, wobei zur Verdeutlichung der Gestellrahmen durchscheinend dargestellt ist,

7 eine perspektivische Darstellung eines Tischbeins mit teilweise eingeschobenem Zugelement,

8 das Tischbein aus 7 mit vollständig eingeschobenem Zugelement und aufgesetzter Abdeckkappe,

9 das Tischbein aus 8 und eine daran anzuordnende Tischbeinstrebe mit durchscheinender Verbindungseinrichtung,

10 die Elemente aus 9, wobei die Tischbeinstrebe an das Tischbein angesetzt ist,

11 die Elemente aus 9 mit verriegelter Verbindungseinrichtung,

12 eine Ansicht ähnlich der 10 im Vollschnitt und

13 die Elemente aus 12 in einer vollgeschnittenen Explosionsdarstellung.

Der in 1 dargestellte Tisch 1 (siehe auch 2 und 3) umfasst eine im Wesentlichen rechteckige Tischplatte mit vier abgerundeten Ecken 3 und ein die Tischplatte 2 stützendes Tischgestell 4, das aus vier säulenförmigen Tischbeinen 5 und einem vier Tischbeinstreben 6 umfassenden Gestellrahmen 7 besteht. Wie insbesondere aus der 2 zu erkennen ist, weist jedes Tischbein 5 ein Innenrohr 8 (Strangprofil) und ein etwas kürzeres Außenrohr 9 auf, in das das Innenrohr 8 eingesteckt ist. Über einen hier nicht näher beschriebenen lösbaren Klemmmechanismus sind das Innenrohr 8 und Außenrohr 9 relativ zueinander teleskopierbar, so dass die Tischhöhe einstellbar ist. Auf das obere Ende des Innenrohres 8 sind Abdeckkappen 10 aufgesetzt.

Anhand der 4 bis 6 ist zu erkennen, dass sich mehrere Tischgestelle 4 und Tische 1 nebeneinander mittels teilweise gemeinsamer Benutzung von Tischbeinen 5 aneinander gruppieren lassen. Die Gestellrahmen 7 sind so zueinander angeordnet, dass sie abwechselnd viereckige (Rechteck) und sechseckige Bereiche umgrenzen. Hierdurch entsteht eine sehr gute Tragstruktur. Anhand der 4 ist zu erkennen, dass das mittlere Tischbein 5 mit vier Tischbeinstreben 6 um jeweils 90° zueinander versetzt verbunden ist. Die jeweils mittig an einer Seitenkante der Gesamtstruktur angeordneten Tischbeine 5 sind jeweils mit zwei Tischbeinstreben 6 verbunden, während die Tischbeine 5 in den Ecken der Gesamtstruktur jeweils nur mit einer Tischbeinstrebe 6 verbunden sind. Die mit den Gestellrahmen 7 verbundene Tischplatten 2 können auf ihrer Anordnung relativ zu den Tischbeinen 5 unmittelbar aneinander angrenzend angeordnet werden (siehe 5 und 6). Die Ecken 3 sind dabei so abgerundet, dass der gesamte Querschnitt der Tischbeine 5 in den Eckenbereichen frei zugänglich ist (siehe insbesondere 6). In der Mitte der Gesamtstruktur entsteht hierdurch z.B. eine viereckige Öffnung mit nach innen gebogenen Seitenkanten, die jedoch den Querschnitt des Tischbeins 5 nicht überschneiden. Sämtliche anderen Querschnitte der Tischbeine 5 werden ebenfalls durch die Tischplatten 2 nicht verdeckt. Die Längskanten 11 und Querkanten 12 der Tischplatten 2 sind so an dem Gestellrahmen 7 befestigt, dass sich ihre gedachten Verlängerungen im Mittelpunkt eines Querschnitts eines Tischbeins 5 schneiden. Hierdurch ist die unmittelbare Aneinanderangrenzung der Tischplatten 2 gewährleistet.

Aus den 1 bis 6 ist die genaue Ausgestaltung der Anbringung der Tischbeinstreben 6 an einem Tischbein 5 nicht im Detail dargestellt. Im Folgenden wird anhand der 7 bis 13 die Anbringung der Tischbeinstrebe 6 an dem Tischbein 5 näher beschrieben. Dieser im Folgenden beschriebene Mechanismus findet bei jeder Verbindung einer Tischbeinstrebe 6 mit einem Tischbein 5 Anwendung.

Aus der 7 ist zu erkennen, dass das Innenrohr 8 des Tischbeins 5 als Strangpressprofil mit vier um jeweils 90° zueinander versetzt angeordneten Längskanälen bzw. Längsnuten 13 versehen ist. Der Kern des Strangpressprofils besteht aus einem zylindrischen Rohr 14. Aufgrund der Tatsache, dass die außen sichtbare Längsöffnung 15 schmaler ist als die Gesamtbreite einer Längsnut 13 entstehen auf beiden Seiten der Längsöffnungen 15 eine Hinterschneidung 16. Die Längsnut 13 umgebende Querschnittstruktur des Strangprofils ist im Wesentlichen C-förmig.

Die Verbindungseinrichtung zwischen einem Tischbein 5 und einer Tischbeinstrebe 6 umfasst ein Zugelement 17, das an einem Ende ein leistenförmiges Profilteil 18 aufweist, dessen Querschnitt so gewählt ist, dass es im Wesentlichen passgenau längs in die Längsnut 13 einschiebbar ist. Des Weiteren umfasst das Zugelement 17 einen im Querschnitt quadratischen Zugstab 19, der an seinem dem Profilteil 18 gegenüberliegenden Ende einen zylinderförmigen Kopfteil 20 aufweist.

Der Querschnitt des Zugstabes 19 ist so gewählt, dass er durch die Längsöffnung 15 der Längsnut 13 hindurchpasst. Der obere Abschnitt des Profilteils 18 kann mit einer Einschubbegrenzung (z.B. eine überstehende Kante) versehen sein, so dass die Einschubtiefe des Profilteils 18 in die Längsnut 13 vorgegeben ist.

Sobald das Zugelement mit dem Tischbein 5 verbunden ist (siehe 8) wird eine Abdeckkappe 10 aufgesetzt. Anhand der 9 ist zu erkennen, dass eine im Inneren hohle Tischbeinstrebe 6, die an ihrem Stirnende an die Außenkontur des Tischbeins 5 angepasst ist mit einem Exzenterschnellspannmechanismus 21 versehen ist. Der Exzenterschnellspannmechanismus 21 umfasst einen Winkelhebel 22, dessen unterer Schenkel als Handhabe 23 ausgeformt ist. Der obere Schenkel ist mit einem zylindrischen Fortsatz 24 versehen, der zwei nebeneinander liegende Spannwangen 25 formt. Zwischen den beiden Spannwangen 25 ist ein Schlitz 26 vorhanden, dessen Breite etwas größer ist als die Breite des Zugstabs 19. Angrenzend an den Winkelhebel 22 ist der zylindrische Fortsatz 24 mit einer Aufnahmeöffnung 27 versehen, in die der Kopfteil 20 des Zugelementes 17 eingeführt werden kann. Im Inneren der Tischbeinstrebe 6 ist ein Spannblock 28 als Verschwenkbasis für den zylindrischen Fortsatz 24 angebracht. Die Spannwangen 25 sind auf ihrer Innenseite mit einer exzentrischen Innenkontur versehen. Diese Innenkontur ist so gewählt, dass beim Verschwenken des Winkelhebels 22 bzw. beim Drehen des zylindrischen Fortsatzes 24 eine Zugspannung auf das Zugelement 17 aufgebracht wird.

Unterhalb des Spannblocks 28 weist die Tischbeinstrebe 6 eine Öffnung 29 zur Durchführung des Winkelhebels 22 und somit der Handhabe 23 auf.

Im Folgenden wird anhand der 7 bis 13 die Wirkungs- und Funktionsweise des oben Tischsystems näher erläurtert.

Ausgehend von der 7 wird zuerst in das von oben zugängliche Innenrohr 8 des Tischbeins 5 das Zugelement 17 eingesteckt, bis es seine gewünschte Position einnimmt. Anschließend wird die Abdeckkappe 10 aufgesetzt (siehe 8). Gemäß 9 wird eine Tischbeinstrebe 6 mit daran angeordneten Stellrahmen 7 (nicht dargestellt in

9) und geöffnetem Exzenterschnellspannmechanismus 21 so an das Tischbein 5 herangeführt, dass der seitlich überstehende Zugstab 19 mit dem Kopfteil 20 in den Hohlraum der Tischbeinstrebe 6 eingeführt wird. Wie in 10 zu sehen ist, wird bei weiterem Heranführen der Tischbeinstrebe 6 der Kopfteil 20 des Zugelementes 17 von der Aufnahmeöffnung 27 des zylindrischen Fortsatzes 24 aufgenommen. Die Stirnseite der Tischbeinstrebe 6 kommt mit der Außenfläche des Tischbeins 5 in Berührung und weist hier eine entsprechende Anformung auf. Anschließend wird gemäß 11 mittels der Handhabe 23 der Exzenterschnellspannmechanismus 21 in seine Verriegelungsstellung gebracht. Hierbei dreht sich der zylindrische Fortsatz 24 entgegen dem Uhrzeigersinn und die Spannwangen 25 übergreifen seitlich den Zugstab 19. Aufgrund der exzentrischen Innenkontur wird nunmehr der Kopfteil 20 nach rechts in die Tischbeinstrebe 6 hineinbewegt, wodurch eine Zugspannung auf den Zugstab 19 aufgrund der Anlage des Profilteils 18 in den Hinterschneidungen 16 übertragen wird. Durch die Abstützung des Exzenterschnellspannmechanismus 21 über den Spannblock 28 und die feste Verbindung mit der Tischbeinstrebe 6 wird die Stirnfläche der Tischbeinstrebe 6 fest an die Außenfläche des Tischbeins 5 angepresst. Dieser Vorgang wird für alle vier Ecken des Tisches wiederholt. Aufgrund der großkonturigen Anpressung der Tischbeinstrebe 6 an die Außenkontur der Tischbeine 5 entsteht eine relativ stabile Verbindung, die auf sehr einfache Weise verriegelt und entriegelt werden kann.

Aufgrund der mehreren Längsnuten eines Innenrohres 8 lassen sich an ein und demselben Tischbein 5 mehrere Zugelemente 17 und somit mehrere Tischbeinstreben 6 anordnen, so dass eine große Flexibilität des Tischsystems gegeben ist. Entfernt man die Abdeckkappe 10 können darüber hinaus aufgrund der Kontur des Strangpressprofils Verlängerungselemente eingesteckt werden, so dass hier die verschiedensten Aufbauten zur Ergänzung des Systems anbringbar sind. Als Beispiele seien hier lediglich ein Stehpult, Ablagesysteme, Halterung für Telefon und Monitor eines Computers etc. genannt.


Anspruch[de]
  1. Modulates Tischsystem mit mindestens einer Tischplatte (2), die mindestens drei Ecken (3) aufweist, mindestens zwei, jeweils an einer Ecke (3) angeordneten Tischbeinen (5), mindestens zwei mit entsprechend einem Tischbein (5) lösbar verbundenen Tischbeinstreben (6), die in verschiedenen Positionen an dem Tischbein (5) anbringbar und mit der Tischplatte (2) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Tischbeine (5) jeweils mindestens zwei mit einer Hinterschneidung (16) versehene Längsnuten (13) aufweisen und jede Tischbeinstrebe (6) mittels einer in eine Längsnut (13) im Tischbein (5) eingreifende Verbindungseinrichtung mit dem Tischbein (5) lösbar verbunden ist, wobei die Verbindungseinrichtung ein Zugelement (17) umfasst, das an einem Ende mit einem in eine Längsnut (13) eingeführten und an der Hinterschneidung (16) reibschlüssig anliegendem Profilteil (18) und an dem anderen Ende mit einem, einen an der Tischbeinstrebe (6) schwenkbar angeordneten Exzenterschnellspannmechanismus (21) eingreifendem Kopfteil (20) versehen ist und der Exzenterschnellspannmechanismus (21) mittels des Zugelementes (17) die Tischbeinstreben (6) an das Tischbein (5) andrückt.
  2. Modulares Tischsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im gespannten Zustand zumindest die gedachten Verlängerungen der zwei in einer Ecke (3) zusammenlaufenden Kanten (11,12) der mindestens einen Tischplatte (2) sich im Wesentlichen in der Mitte des Querschnitts des zugehörigen Tischbeins (5) schneiden.
  3. Modulares Tischsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterschnellspannmechanismus (21) eine Handhabe (23) zur Handbedienung aufweist.
  4. Modulares Tischsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabe (23) im gespannten Zustand des Exzenterschnellspannmechanismus (21) im Wesentlichen parallel zur Tischplatte (2) und im gelösten Zustand im Wesentlichen quer zur Tischplatte (2) ausgerichtet ist.
  5. Modulares Tischsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Exzenterschnellspannmechanismus (21) den Kopfteil (20) des Zugelements (17) mit zwei seitlich neben dem Kopfteil (20) angeordneten Spannwangen (25) mit exzentrischer Innenkontur umgreift.
  6. Modulares Tischsystem nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Tischplatte (2) an ihren Ecken (3) so ausgeformt ist, dass die Tischplatte (2) den Querschnitt des Tischbeins (5) nicht überdeckt und das mindestens eine Tischbein (5) in seinem oberen Abschnitt als Steckverbinder für Verlängerungsanbauten ausgestaltet ist.
  7. Modulares Tischsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Tischbeinstreben (6) mittels eines die Tischplatte (2) unterstützenden Rahmens (7) miteinander verbunden sind.
  8. Modulares Tischsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Tischbein (5) ein Strangprofil mit dem mindestens zwei Längsnuten (13) aufweist und das Profilteil (18) des Zugelements (17) eine Einschubbegrenzung aufweist, die die Einschubtiefe des Profilteils in einer Längsnut (13) festlegt.
Es folgen 13 Blatt Zeichnungen






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