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Dokumentenidentifikation DE202005017094U1 24.08.2006
Titel Befestigung von metallischen Oberflächen aller Art durch Magnetfolie, auf allen handelsüblichen Heizkörpern
Anmelder Kreis, Joachim, 70825 Korntal-Münchingen, DE
DE-Aktenzeichen 202005017094
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 30.10.2005
IPC-Hauptklasse F24D 19/06(2006.01)A, F, I, 20051030, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verkleidung für Heizkörper und ein Verfahren zur Befestigung einer Verkleidung an einem Heizkörper.

Heizkörperverkleidungen sind bekannt und dienen in der Regel dazu, das Aussehen eines Heizkörpers, insbesondere der großen Flächen, die von Außen nach Einbau des Heizkörpers sichtbar sind, unter ästhetischen Gesichtspunkten zu verbessern. Solche Verkleidungen sind häufig als Blechverkleidungen, häufig mit Lochung, oder als Tragrahmenkonstruktionen mit Materialbespannung, häufig Textilien oder anderen Geweben, ausgeführt.

Diese bisherigen Verkleidungen werden in der Regel am Heizkörper eingehängt oder daran festgeklemmt. Es besteht dabei aber der Nachteil, dass zwischen der Heizkörperfläche und der Verkleidung ein mehr oder weniger großer Zwischenraum besteht, in dem sich eine Luftschicht befindet, welche wiederum den Wärmeübergang einschränkt.

Ferner ist es bekannt, eine Verkleidung auf einer Heizkörperfläche aufzukleben. Diese Lösung hat aber den Nachteil, dass Klebemittel unter Wärmeeinwirkung im Laufe der Zeit ihre Haftwirkung verlieren können und die Materialexpansion des Heizkörpers einerseits und des Verkleidungsmaterials andererseits unter dem Einfluss der Wärme in der Regel unterschiedlich ist und zu einer Verminderung der Haftung führen kann. Ferner kann eine solche Verklebung nur im Werk bei der Herstellung des Heizkörpers oder nach Abbau durch eine Fachwerkstatt durchgeführt werden und verlangt umfangreiche Anlagentechnik. Schließlich besteht auch beim Verkleben der Nachteil, dass die üblicherweise relativ dicke Klebeschicht einen deutlich geringeren Wärmeübertragungskoeffizienten besitzt als das Heizkörper- und Verkleidungsmaterial, die in der Regel aus thermisch gut leitendem Metall gefertigt sind, so dass der Wärmeübergang verschlechtert ist.

Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer in verbesserten Verkleidung für Heizkörper und eines Verfahrens zur Befestigung einer Verkleidung an einem Heizkörper.

Zur Lösung der Aufgabe bringt die Erfindung eine Verkleidung für Heizkörper gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zur Befestigung einer Verkleidung an einem Heizkörper gemäß Anspruch 9 in Vorschlag. Bevorzugte Ausgestaltungen der Verkleidung und des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die erfindungsgemäße Verkleidung für Heizkörper umfasst eine flächige Verkleidungsschicht und eine flächige Magnetfolie, die mit einer Seite der flächigen Verkleidungsschicht verbunden ist.

Vorzugsweise wird die flächige Verkleidungsschicht durch ein Blech gebildet, das ferner vorzugsweise an einem oder mehreren Randbereichen abgebogen ist.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Befestigung einer Verkleidung an einem Heizkörper wird eine flächige Verkleidungsschicht vorgesehen und eine flächige Magnetfolie zwischen einer Oberfläche des Heizkörpers und einer Seite der Verkleidungsschicht angeordnet.

Die erfindungsgemäße Verkleidung für Heizkörper und das Befestigungsverfahren haben zunächst in der Anwendung den Vorteil, dass jede Art von Material, unabhängig von der chemischen Zusammensetzung und Eigenschaft sehr einfach an einem Heizkörper angebracht werden kann. Es besteht im Prinzip die Möglichkeit nahezu jede gewünschte Oberfläche – Metall, Holz, Glas, Stein, Kunststoffe, Kunststeine, Porzellan, bedrucktes Papier – durch vollflächiges Aufbringen der Magnetfolie in verschiedenen Ausführungen und Schichtstärken an einem Heizkörper zu befestigen und damit einem kostengünstig und in Großserie herstellbarem Standardheizkörper ein individuelles und ggf. auch höherwertiges Aussehen zu verleihen.

Die flächige Ausbildung der Magnetfolie liefert eine hohe Haftkraft an dem üblicherweise magnetischen Heizkörper aus Metall, insbesondere bei den heute weit verbreiteten Flächenheizkörpern, und erhöht die Steifigkeit der Verkleidung, wenn beispielsweise dünne Folien oder Papierschichten oder auch nur Farbschichten als Verkleidung dienen sollen.

Die Verkleidung kann durch die Magnetfolie sehr einfach von Jedermann ohne Spezialkenntnisse oder Werkzeuge und andere Hilfsmittel an einem Heizkörper auch nachträglich angebracht werden. Dadurch ist es möglich, einen Heizkörper zunächst einzubauen und die sichtbare Oberfläche in Form der Verkleidung erst nach Baufertigstellung anzubringen. Es werden hier kostenträchtige und häufig auftretende Beschädigungen der Heizkörper in der Bauphase vermieden. Ferner ist mit der einfach anzubringenden Verkleidung und deren vielseitiger Gestaltungsmöglichkeit ein einfaches und kostengünstiges Austauschen der sichtbaren Oberfläche bei Beschädigung, Umzug oder Änderung des Einrichtungsstiles möglich, ohne dass wie bisher der gesamte Heizkörper ausgetauscht werden muss.

Neben diesen Vorteilen in der Anwendung bietet die erfindungsgemäße Verkleidung den technischen Vorteil, dass die Magnetfolie eine verhältnismäßig hohe Wärmeleitfähigkeit besitzt und dadurch ein Wärmeverlust aufgrund der Verkleidung sehr gering ist. Die Magnetfolie haftet an den Anbringungsflächen des Heizkörpers, insbesondere bei einem Flächenheizkörper vollflächig und ohne nennenswerte Lufteinschlüsse an, so dass keine Isolations- oder Luftschicht wie bei herkömmlichen Befestigungsarten (Kleben oder Einhängen) auftritt. Schließlich erlaubt die magnetische Anhaftung eine Relativbewegung an den Haftflächen, so dass Wärmedehnungen des Heizkörpers und/oder des Verkleidungsmaterials möglich sind und nicht zu einer Minderung der Haftung, einer Erhöhung von Materialspannungen oder zu optischen Beeinträchtigung führen.

Das erfindungsgemäße Verfahren bietet darüber hinaus auch den Vorteil, dass beispielsweise ein Heizkörper aus einem nicht-magnetischen Material wie thermisch leitendem Kunststoff hergestellt und die Magnetfolie auf diesen aufgeklebt oder eingespritzt und die Verkleidung in Form eines magnetischen Materials, beispielsweise eines Eisenblechs mit guter Wärmeleitung und der gewünschten "Metalloptik" dann magnetisch an der Folie angeheftet werden kann.

Die vorzugsweise Abkantung an einem oder mehreren Randbereichen eines Blechs als Verkleidungsschicht bietet den Vorteil der einfachen Handhabung, indem eine Oberseite bei der Anbringung eingehängt und die Verkleidung bis zur Anlage an der Vorderfläche des Heizkörpers geführt werden kann. Ferner kann mit der Abkantung ein perfektes Design erreicht werden, da die Abkantung auch eine mehr oder weniger weit reichende seitliche Abdeckung eines Heizkörpers ermöglicht.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert, in der zeigen:

1a bis 1c eine Vorderansicht, eine Seitenansicht und eine Draufsicht eines Flächenheizkörpers mit angebrachter Verkleidung, und

2 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs X aus 1c.

Die 1a bis 1c zeigen einen handelsüblichen aus Flachprofilen hergestellten Flächenheizkörper 1 in den unterschiedlichen Ansichten. An der Vorderseite, also an der nach Einbau des Heizkörpers von einer Raumwand abgewandten Seite desselben ist eine erfindungsgemäße Verkleidung 2 angebracht.

Die Verkleidung ist als Blechbiegeteil ausgeführt, indem ein Blechzuschnitt an den vier Seitenkanten abgebogen wird.

Die Abkantung dient im wesentlichen dem Schutz vor Verletzungen an den Schnittkanten und ggf. ästhetischen Zwecken, indem ein seitlicher Einblick verhindert wird, wie das in 2 ersichtlich ist. Die Abkantung kann erforderlichenfalls auch eine größere Tiefe besitzen als dargestellt, um einen größeren Seitenbereich des Heizkörpers abzudecken.

Die Frontplatte der Verkleidung, welche die Vorderseite des Heizkörpers abdeckt, wird als flächige Verkleidungsschicht bezeichnet. Die nach außen gewandte Fläche ist die "Schauseite" der Verkleidung und an der von der Schauseite abgewandten Seite ist eine flächige Magnetfolie 3 angebracht. Die Verbindung zwischen Magnetfolie und Rückseite der Verkleidungsschicht erfolgt normalerweise durch Verkleben. Alternativ wäre es aber auch möglich, die Verbindung zwischen Magnetfolie und Verkleidungsschicht herzustellen, indem das die Verkleidungsschicht bildende Material direkt auf die flächige Magnetfolie aufgedruckt, aufgemalt, aufgesprüht oder galvanisch aufgebracht wird. Als Verkleidungsschicht kommt demnach nahezu jedes gewünschte Material und jede gewünschte Oberflächenstruktur und Bearbeitung in Frage wie metallische (magnetische oder nicht-magnetische) Materialien in Form von Platten, Blechen oder Folien, Holz, Glas, Stein, Kunststoffe, Kunststeine, Porzellan, bedrucktes oder beschichtetes Papier (sog. "Overlaypapiere") usw. sowie Lackierung, Prägung Beschichtung, Ätzung, Bemalung und anderweitige Behandlung und Bearbeitung der Materialien.

Die Magnetfolie ist so an der Rückseite angebracht, dass die magnetisch wirksame Seite der Magnetfolie von der Verkleidungsschicht abgewandt ist. Mit dieser Seite wird die Verkleidung dann an einem Heizkörper magnetisch befestigt.

Die Stärke der Magnetfolie ist entsprechend der gewünschten Haftkraft und Festigkeit bzw. Steifigkeit der Verkleidung zu wählen. Die Rückfläche der Verkleidungsschicht muss nicht notwendig in ihrer Gesamtheit bzw. vollflächig mit der Magnetfolie bedeckt sein.

Vorteilhaft ist es wenn im wesentlichen die gesamte Fläche der Seite der Verkleidungsschicht, welche parallel zu einer Fläche des Heizkörpers ist, an der die Verkleidung anzubringen ist, mit der Magnetfolie bedeckt ist. Für die Befestigung ausreichend kann auch eine abschnittweise Abdeckung oder die Verwendung einer mehrteiligen Magnetfolie sein. Allerdings besteht dann der Nachteil, dass in den nicht mit der Magnetfolie abgedeckten Abschnitten nach dem Anbringen an einem Heizkörper ein Luftpolster entstehen kann, das bei Erwärmung expandiert und die Folie abhebt und in jedem Fall den Wärmeübergang in diesen Bereichen verschlechtert und dadurch zu Wärmeverlusten führt.

Als Beispiel ist eine einteilige Verkleidung für den gesamten Heizkörper gezeigt. Es ist aber auch möglich, die Verkleidung für einen Heizkörper mehrteilig auszuführen, um entweder eine große Vorderseite mehrteilig abzudecken und/oder Seitenflächen zusätzlich zu einer Vorderfläche zu verkleiden. Damit können unterschiedliche Baugrößen, Bautiefen und Baubreiten von Heizkörpern mit einer geringeren Anzahl von unterschiedlichen Verkleidungen abgedeckt werden.

In einer nicht dargestellten Abwandlung kann die flächige Verkleidungsschicht allein oder die flächige Verkleidungsschicht zusammen mit der Magnetfolie perforiert sein, um optische oder thermische Wirkungen zu erzielen.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Befestigung einer Verkleidung an einem Heizkörper wird zunächst eine flächige Verkleidungsschicht aus den o.g. genannten vielfältigen Materialien vorbereitet. Sodann wird eine flächige Magnetfolie zwischen einer Oberfläche des Heizkörpers und einer Seite der Verkleidungsschicht angeordnet. Hierbei kann die Magnetfolie mit der Verkleidungsschicht oder der Oberfläche des Heizkörpers verklebt und mit der jeweils anderen, der Verkleidungsschicht oder der Oberfläche des Heizkörpers, magnetisch verbunden werden. Die Verklebung der Magnetfolie mit dem Heizkörper bietet sich dann an, wenn die Verkleidungsschicht selbst zumindest bereichsweise magnetisch ist.

Magnetfolien sind im Handel erhältlich und einfach zu verarbeiten, insbesondere zuschneidbar und verklebbar. Die Magnetfolie ist ggf. auch direkt bedruckbar oder mit einem Verkleidungsmaterial beschichtbar. Wird eine beidseitig magnetische Folie verwendet kann, sofern sowohl der Heizkörper als auch das Verkleidungsmaterial magnetisch sind, das Verkleben mit einem der beiden entfallen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung für die Befestigung auf metallischen Oberflächen die aus verschiedenen Legierungen wie (Messing geätzt, Kupfer geätzt, Aluminium und Edelstahl in verschiedenen Ausführungen wie gebürstet, matt oder poliert, sowie Glasoberflächen), und auf Heizkörpern die auf der Rückseite mit einer vollflächigen Magnetfolie befestigt ist.
  2. Oberfläche wie in Anspruch 1, wobei die flächige Magnetfolie in Größe und Stärke variabel ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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