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Dokumentenidentifikation DE202005020749U1 24.08.2006
Titel Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für ein elektronisches Bauelement
Anmelder Kunze Folien GmbH, 82041 Oberhaching, DE
Vertreter Schroeter Lehmann Fischer & Neugebauer, 81479 München
DE-Aktenzeichen 202005020749
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 11.01.2005
File number of patent application claimed 10 2005 001 288.4
IPC-Hauptklasse H01L 23/40(2006.01)A, F, I, 20060425, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für ein auf einer Leiterplatte angebrachtes elektronisches Bauelement, entsprechend dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Die technische Entwicklung im Bereich der Elektronik führt zu immer leistungsfähigeren elektronischen Bauelementen, beispielsweise bei Halbleiterbauelementen oder Prozessoren für Computer. Durch ihre hohe Leistungsfähigkeit und Kapazität und die damit verbundene hohe Energieaufnahme erzeugen derartige Bauteile im Betrieb eine starke Wärmeentwicklung. Für eine ordnungsgemäße, sichere und dauerhafte Funktion der Bauteile muß die entstandene Wärme jedoch abgeführt werden, d.h. die Bauteile müssen gekühlt werden.

Für eine Kühlung bzw. eine sogenannte Entwärmung elektronischer Bauteile werden üblicherweise Kühlelemente oder Kühlkörper verwendet, die möglichst nah an und vorzugsweise in Kontakt mit dem zu kühlenden Bauteil angebracht werden. Für die Kühlung eines Computer-Prozessors (CPU wird das Kühlelement beispielsweise mittels einer Halte- oder Befestigungsvorrichtung und teilweise über ein Federsystem an den Prozessor angepresst. Für einen guten Wärmeübergang, d.h. eine gute Kühlleistung, kommt es hierbei auf einen guten Kontakt zwischen Bauelement (Prozessor) und Kühlelement über eine möglichst große Fläche an sowie im Fall des Einsatzes einer federartigen Anpressvorrichtung auf den richtigen Anpressdruck, um einerseits einen guten Wärmekontakt herzustellen, andererseits aber die federbelasteten Bauteile nicht durch einen zu hohen Druck zu beschädigen.

Im Stand der Technik sind verschiedene Befestigungsvorrichtungen für Kühlelemente für elektronische Bauelemente bekannt.

In der deutschen Fachzeitschrift "PC Games Hardware", Heft 09/2004, Seite 132, wird unter dem Titel "Wasserkühlung im Gehäuse" ein Wasserkühler als Kühlelement für Computer-Prozessoren beschrieben, der Zufür- und Abführleitungen für Kühlwasser aufweist. Der Wasserkühler wird dabei über eine Hakenklammer befestigt, die mit einem Federelement versehen ist und an einem auf der Leiterplatte (Motherboard) angebrachten, den Prozessor umgebenden Halterahmen angreift. Das Federelement, typischerweise eine Schrauben-Druck-Feder, übt dabei einen lediglich punktuell wirkenden Anpressdruck auf den Kühler aus, so dass kein gleichmässiger Flächenkontakt und keine gleichmässige, einheitliche Kräfteverteilung zwischen Kühler und Prozessor gewährleitet ist. Wenn die punktuelle Anpresskraft zu groß ist, können der Kühler und/oder der Prozessor und/oder der Halterahmen beschädigt werden.

Eine weitere Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für elektronische Bauelemente ist aus der DE 298 22 956 U1 bekannt. Hiernach weist ein Kühlkörperhalter ein flaches Basisteil, vier gekrümmte Seitenarme sowie vier, senkrecht an den Seitenarmen angebrachte Haltearme auf. Die Haltearme greifen in Durchgangslöcher in einer CPU und. einem Kühlkörper ein. Die Seitenarme übertragen dabei einen Druck auf die Basis, damit diese eng anliegend an der CPU gehalten wird. Auch hier ist jedoch keine gleichmässige, einheitliche Kräfteverteilung zwischen Kühlkörper und Prozessor gewährleitet, so dass der Wärmeübergang nicht ausreichend gut ist.

Noch eine weitere Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für elektronische Bauelemente ist aus der DE 203 04 782 U1 bekannt, die den Oberbegriff von Patentanspruch 1 bildet. Hierbei ist ein Halterahmen (CPU-Basis) auf der Leiterplatte montiert, der das elektronische Bauelement (Prozessor) umgibt. Eine Haltevorrichtung, die einen Druckplattenabschnitt aufweist, greift in den Halterahmen ein, um eine zwischen Haltevorrichtung und Prozessor angeordnete Wärmesenke mit der CPU-Basis bzw. dem Prozessor in engem Kontakt zu halten. Insbesondere weist der Halterahmen Halteansätze oder -öffnungen auf, in die hakenartige Ansätze der Haltevorrichtung eingreifen.

Bei den bekannten Befestigungsvorrichtungen, insbesondere solchen, die von einer Feder vorgespannt werden oder die selbst federartig oder druckausübend wirken und die in einen auf einer Leiterplatte, z.B. einem Motherboard eines Computers, angebrachten Halterahmen eingreifen, wirken die erzeugten Zug- und Querkräfte auf den Halterahmen und werden von diesem aufgenommen. Der Halterahmen ist in der Regel mehr oder weniger in sich selbst flexibel, da er typischerweise aus einem plastischen Material, wie Kunststoff, besteht, so dass sich die Feder- und Kraftwirkung der Halte- oder Befestigungsvorrichtung mit der Feder- und Kraftwirkung des Halterahmens überlagert. Dadurch kommt es zu einer ungleichmässigen und damit ungünstigen Kraftwirkung auf den Halterahmen, insbesondere in Form von im wesentlichen parallel zu der Leiterplatte, seitlich oder auch schräg wirkenden Querkräften. Senkrecht zu der Leiterplatte gerichtete Zugkräfte treten nicht oder kaum auf oder werden betragsmässig von den Querkräften dominiert.

Aufgrund dieser ungünstigen Kräfteverhältnisse wird der Halterahmen ungleichmässig belastet, was zu einer Verbiegung oder Verwindung und einem Bruch des Rahmens führen kann. Aufgrund der Querkräfte kann der Rahmen dabei insbesondere zur Seite ausbrechen. Dieses erfolgt vor allem an denjenigen Stellen, an denen die Kraftübertragung zwischen Haltevorrichtung und Rahmen erfolgt, beispielsweise also an den Halteansätzen oder -öffnungen des Rahmens, in die die hakenartigen Ansätze der Haltevorrichtung eingreifen, wobei die Halteansätze durch die Querkräfte zunächst seitlich nach außen ausweichen.

Bedingt durch diese ungünstigen Kräfteverhältnisse wird ein gleichmässiger Kontakt zwischen elektronischem Bauelement und Kühlelement über eine möglichst große Fläche nicht gewährleistet, so dass ein guter Wärmeübergang, d.h. eine gute Kühlleistung, nicht erreicht werden kann. Dieses gilt insbesondere, wenn der Halterahmen in sich verbogen oder sogar ausgebrochen ist, wodurch darüber hinaus keine feste, sichere Halterung des Kühlelements mehr gegeben ist.

Somit ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben beschriebenen Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und insbesondere die ungünstigen Krafteinwirkungen auf den Halterahmen mit den dadurch bedingten nachteiligen Auswirkungen zu vermeiden. Daneben soll es durch die Erfindung ermöglicht werden, einen Ausgleich der Summe der Toleranzen der einzelnen Komponenten, wie Leiterplatte, Prozessor, Kühlelement, ggfs. Druckplatte und Federelement, zu schaffen, um auch dadurch einen werbesserten Wärmeübergang zu erreichen.

Diese Aufgabe wird durch eine Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für ein elektronisches Bauelement gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Demnach ist eine Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für ein auf einer Leiterplatte angebrachtes elektronisches Bauelement vorgesehen, wobei ein das elektronische Bauelement umgebender Halterahmen auf der Leiterplatte montiert ist, der die Befestigungsvorrichtung aufnimmt, und wobei die Befestigungsvorrichtung das Kühlelement gegen das elektronische Bauelement drückt. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung ist gekennzeichnet durch eine Aufnahmeplatte, die in den Halterahmen eingreift, und durch ein an der Aufnahmeplatte befestigtes Federelement, das eine vorgegebene Druckkraft auf das Kühlelement ausübt, wobei die Aufnahmeplatte und das Federelement so ausgebildet sind, dass an den Punkten des Eingriffs der Aufnahmeplatte in den Halterahmen nur zu der Leiterplatte im wesentlichen senkrecht gerichtete Zugkräfte wirken, wobei zu der Leiterplatte im wesentlichen parallel gerichtete Querkräfte von der Aufnahmeplatte aufgenommen werden.

Erfindungsgemäß wird zur Kühlung (Entwärmung) eines elektronischen Bauelements, beispielsweise eines Halbleiterbauelements oder eines Prozessors für einen Computer, ein Kühlelement über eine Befestigungsvorrichtung mit einem Federelement mit einem von dem Hersteller des elektronischen Bauelements und/oder des Kühlelements vorgegebenen, spezifizierten Druck (auch Druckbereich) an das elektronische Bauelement angepresst. Dabei ist das Federelement über eine Aufnahmeplatte an einem auf der Leiterplatte (Motherboard) angebrachten Halterahmen montiert. Erfindungsgemäß ist der die Befestigungsvorrichtung aufnehmende Halterahmen dabei im wesentlichen auf in senkrechter Richtung (Z-Richtung) wirkende Zugkräfte ausgelegt und nicht auf in seitlicher Richtung (X- und Y-Richtung) wirkende Querkräfte. Die Aufnahmeplatte ist durch ihre Dimensionierung (z.B. Dicke, Material, Steifigkeit, etc.) konstruktiv so ausgelegt, dass sie die durch das Federelement erzeugten, in X- und Y-Richtung wirkenden Querkräfte aufnimmt.

Die den Halterahmen ungleichmässig belastenden, ungünstigen Kräfteverhältnisse werden somit vermieden, so dass eine Verbiegung oder Verwindung und ein Bruch des Rahmens, insbesondere in seitlicher Richtung, verhindert wird. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung werden darüberhinaus die Bauteiltoleranzen berücksichtigt, wobei ein Ausgleich der Summe der Toleranzen der einzelnen Komponenten erfolgt. Die Berücksichtigung des herstellerseitig vorgegebenen Anpressdrucks ist für eine wirksame thermische Anbindung von Kühlelement und elektronischem Bauteil sowie für eine Funktionssicherheit der Befestigungsvorrichtung ausschlaggebend.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Aufnahmeplatte der Befestigungsvorrichtung Befestigungsansätze auf, die in Öffnungen des Halterahmens eingreifen, oder sie ist mit Befestigungsbügeln verbunden, deren Enden in diese Öffnungen eingreifen. Vorzugsweise hat der Halterahmen eine im wesentlichen rechteckige Grundform und weist an seinen Ecken Halteansätze auf, und die Aufnahmeplatte hat eine im wesentlichen rechteckige Grundform, wobei sie mit zwei Befestigungsbügeln verbunden ist, von denen jeweils ein Befestigungsbügel im Bereich einer Seite von zwei sich gegenüberliegenden Seiten der Aufnahmeplatte angebracht ist, und wobei jeweils ein Ende jedes Befestigungsbügels in einen Halteansatz des Halterahmens eingreift.

Die Aufnahmeplatte und der Halterahmen bilden eine funktionale Einheit, so dass in einer weiteren Ausführungsform die Aufnahmeplatte einstückig integriert mit dem Halterahmen ausgebildet sein kann, wobei auch die Befestigungsansätze oder die Befestigungsbügel in diese Ausführungsform integriert sind.

Das Federelement hat vorzugsweise eine Form derart, dass eine im wesentlichen gleichmässige Verteilung der auftretenden Biegespannungen über den Federquerschnitt und/oder die Federlänge erreicht wird. Zur noch besseren Erzielung der geforderten Eigenschaften hinsichtlich der Kräfteverteilungen und der Toleranzen ist das Federelement eine gebogene Blattfeder, insbesondere eine Blattfeder, die in ihrer Mitte tailliert ist. Das Federelement ist mit geeigneten Befestigungselementen an der Aufnahmeplatte befestigt, beispielsweise mit zwei Schrauben oder Bajonettverschlüssen. Schrauben haben den Vorteil, dass sie langsam auf die korrekte Haltekraft oder Montagekraft angezogen werden können.

Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung kann vorteilhafterweise in Verbindung mit standardmässig, herstellerseitig auf konventionellen Leiterplatten vorhandenen Halterahmen verwendet werden. Anstelle der im Stand der Technik bekannten Halte- oder Befestigungsvorrichtungen kann ein Kühlelement, z.B. ein Wasserkühler, somit nunmehr sehr einfach und effizient mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung an dem zu kühlenden elektronischen Bauelement bzw. dem Halterahmen angebracht werden. Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung kann daher für eine verbesserte Kühlung beispielsweise in einen konventionellen Computer oder eine vergleichbare elektronische Einrichtung eingebaut werden. Aufgrund der einfachen Handhabung der Befestigungsvorrichtung wird beim Einbau eine Beschädigung der betroffenen Bauteile vermieden.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beigefügten Zeichnung.

1 zeigt eine Ausführungsform einer Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement für ein auf einer Leiterplatte angebrachtes elektronisches Bauelement.

Auf einer elektronischen Leiterplatte 11 (z.B. Motherboard eines Computers) ist ein elektronisches Bauelement 1 angebracht. Das elektronische Bauelement 1 kann ein Halbleiterbauelement oder dergleichen sein, beispielsweise ein Prozessor (CPU) für einen Computer. Das elektronische Bauelement 1 wird von einem rahmenartigen Gebilde umgeben, insbesondere einem Halterahmen 3, der ebenfalls auf der Leiterplatte 11 montiert ist.

Ein Kühlelement 10 ist auf dem elektronischen Bauelement 1 angebracht, um die von dem Bauelement erzeugte Wärme abzuführen und dieses dadurch zu kühlen. Für einen guten Wärmeübergang zwischen diesen beiden Komponenten und eine dadurch bedingte gute Kühlleistung sollte das Kühlelement 10 über eine möglichst große Fläche einen möglichst guten Kontakt zu dem elektronischen Bauelement 1 haben, wie eingangs erläutert wurde. Das Kühlelement 10 kann ein Fluidkühlelement sein, beispielsweise ein Wasserkühler, bei dem ein Kühlfluid (Wasser) über geeignete Leitungen und Anschlüsse 10a, 10b zu dem Kühlelement 10 zugeführt bzw. von diesem abgeführt wird.

Eine Befestigungsvorrichtung ist dafür vorgesehen, das Kühlelement 10 an dem elektronischen Bauelement 1 zu halten und zu befestigen. Vorzugsweise wird das Kühlelement 10 unter einem vorgegebenen Druck bzw. einer Vorspannung gegen das elektronische Bauelement 1 gedrückt. Diese Vorspannung ist in der Regel ein spezifizierter, von dem Hersteller des elektronischen Bauelements und/oder des Kühlelements vorgegebener Druck bzw. Druckbereich. Wird dieser definierte Druck nicht eingehalten und ist er zu gering, so ist der Wärmekontakt zwischen Kühlelement und Bauelement nicht ausreichend gut. Ist der Druck zu groß, kann es zu einer Beschädigung des Kühlelements und/oder des elektronischen Bauelements kommen. Für einen guten Wärmeübergang darf der Druck darüberhinaus nicht punktuell wirken sondern sollte möglichst gleichmässig über die gesamte Kontaktfläche zwischen Kühlelement und Bauelement aufgebracht werden.

Zu diesem Zweck weist die Befestigungsvorrichtung eine Aufnahmeplatte 7 auf, die in den Halterahmen 3 eingreift. Gemäß der vorliegenden Ausführungsform hat der Halterahmen 3 eine im wesentlichen rechteckige Grundform, und er weist an seinen vier Ecken Halteansätze 9 auf, die jeweils eine Öffnung 9a, 9b, 9c, 9d für einen Eingriff eines korrespondierenden Befestigungsansatzes der Aufnahmeplatte 7 haben. Gemäß der vorliegenden Ausführungsform hat die Aufnahmeplatte 7 ebenfalls eine im wesentlichen rechteckige Grundform, die in etwa der Grundform des Halterahmens entspricht. Die Aufnahmeplatte 7 ist mit zwei Befestigungsbügeln 8 verbunden, wobei jeweils ein Befestigungsbügel 8 an einer Seite zweier sich gegenüberliegender Seiten der Aufnahmeplatte 7 angebracht ist. Die Enden 8a, 8b, 8c, 8d der Befestigungsbügel 8 sind so ausgebildet und angeordnet, dass sie in die Öffnungen 9a, 9b, 9c, 9d der Halteansätze 9 des Halterahmens 3 eingreifen. Die Enden 8a, 8b, 8c, 8d der Befestigungsbügel 8 sind beispielsweise als Rasthaken ausgebildet, die in die Öffnungen 9a, 9b, 9c, 9d einrasten.

Die Befestigungsbügelenden 8a, 8b, 8c, 8d können fest mit der Aufnahmeplatte 7 verbunden sein oder von dieser lösbar sein. In einer anderen, nicht in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform kann die Aufnahmeplatte 7 einstückig integriert mit dem Halterahmen 3 ausgebildet sein, wobei auch die Befestigungsbügel 8 und die Befestigungsansätze 8a, 8b, 8c, 8d in diese Ausführungsform integriert sind. Die Aufnahmeplatte 7 und der Halterahmen 3 bilden in diesem Fall eine Einheit und sind als einstückiges Bauteil ausgeführt.

Des Weiteren weist die Befestigungsvorrichtung ein Federelement 4 auf, das an der Aufnahmeplatte 7 befestigt ist und das in geeigneter Weise an dem Kühlelement 10 anliegt, um eine Druckkraft in der vordefinierten Stärke auf das Kühlelement 10 auszuüben, wie oben beschrieben wurde. In der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform hat das Federelement 4 die Form einer durchgebogenen Blattfeder, die eine Öffnung 7a in dem mittleren Bereich der Aufnahmeplatte 7 von oben durchgreift. Dabei liegt das Federelement 4 mit seinen beiden Enden auf der Oberseite der Aufnahmeplatte 7 auf, wo es mittels Schrauben 2a, 2b befestigt ist. Bei dieser Formgebung und Anordnung des Federelements 4 ist eine im wesentlichen gleichmässige Verteilung der auftretenden Biegespannungen über den Federquerschnitt und/oder die Federlänge gewährleistet, was für die Zwecke der Erfindung von Vorteil ist.

Je nach Art des zu kühlenden elektronischen Bauteils 1 sowie des verwendeten Kühlelements 10 kann es von Vorteil sein, auf dem Kühlelement zusätzlich eine Druckplatte 6 anzuordnen, auf die die Feder 4 zunächst einwirkt. Die Druckplatte 6 sorgt dabei insbesondere für eine noch bessere, gleichmässige Druckverteilung zwischen Kühlelement 10 und Bauteil 1. Wenn eine Druckplatte 6 bei einem Wasserkühler verwendet wird, werden Beschädigungen der Wasserzuführ- und -abführleitungen 10a, 10b verhindert. Die Druckplatte 6 weist in diesem Fall Ausnehmungen auf, durch die die Wasserzuführ- und -abführleitungen 10a, 10b hindurchtreten.

Mit der beschriebenen Befestigungsvorrichtung erfolgt eine Druckaufbringung auf das Kühlelement 10 im wesentlichen in einer zur Leiterplatte 11 senkrechten Richtung (Z-Richtung). Insbesondere aufgrund der konstruktiven Ausführung der Aufnahmeplatte 7, des Federelements 4 und des Halterahmens 3 sowie aufgrund des Zusammenwirkens dieser Komponenten miteinander wirken im wesentlichen nur senkrecht gerichtete Zugkräfte (Z-Richtung) an den Punkten des Eingriffs der Aufnahmeplatte 7 in den Halterahmen 3, also an den Öffnungen 9a, 9b, 9c, 9d der Halteansätze 9 des Halterahmens 3. Im wesentlichen alle durch das Federelement 4 erzeugten, in X- und Y-Richtung wirkenden Querkräfte werden von der Aufnahmeplatte 7 aufgenommen.

Dadurch werden ungleichmässige und ungünstige Kräfteverteilungen, vor allem an dem Halterahmen 3, vermieden, so dass eine Verbiegung und ein Bruch des Rahmens, insbesondere in seitlicher Richtung, verhindert wird. Darüberhinaus erfolgt ein Ausgleich der Summe der Toleranzen der einzelnen Komponenten. Als zusätzliche Vorteile sind die erforderlichen Montagekräfte der Komponenten der Befestigungsvorrichtung klein und die Befestigungsvorrichtung hat insgesamt nur ein minimales Gewicht.


Anspruch[de]
  1. Befestigungsvorrichtung für ein Kühlelement (10) für ein auf einer Leiterplatte (11) angebrachtes elektronisches Bauelement (1), wobei ein das elektronische Bauelement (1) umgebender Halterahmen (3) auf der Leiterplatte (11) montiert ist, der die Befestigungsvorrichtung aufnimmt, und wobei die Befestigungsvorrichtung das Kühlelement (10) gegen das elektronische Bauelement (1) drückt, gekennzeichnet durch

    – eine Aufnahmeplatte (7), die in den Halterahmen (3) eingreift, und

    – ein an der Aufnahmeplatte (7) befestigtes Federelement (4), das eine vorgegebene Druckkraft auf das Kühlelement (10) ausübt,

    – wobei die Aufnahmeplatte (7) und das Federelement (4) so ausgebildet sind, dass an den Punkten des Eingriffs der Aufnahmeplatte (7) in den Halterahmen (3) nur zu der Leiterplatte (11) im wesentlichen senkrecht gerichtete Zugkräfte wirken, wobei zu der Leiterplatte (11) im wesentlichen parallel gerichtete Querkräfte von der Aufnahmeplatte (7) aufgenommen werden.
  2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeplatte (7) Befestigungsansätze (8a, 8b, 8c, 8d) aufweist, die in Öffnungen (9a, 9b, 9c, 9d) des Halterahmens (3) eingreifen.
  3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeplatte (7) mit Befestigungsbügeln (8) verbunden ist, deren Enden (8a, 8b, 8c, 8d) in Öffnungen (9a, 9b, 9c, 9d) des Halterahmens (3) eingreifen.
  4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (3) eine im wesentlichen rechteckige Grundform hat und an seinen Ecken Halteansätze (9) aufweist, und dass die Aufnahmeplatte (7) eine im wesentlichen rechteckige Grundform hat, wobei sie mit zwei Befestigungsbügeln (8, 8) verbunden ist, von denen jeweils ein Befestigungsbügel (8) im Bereich einer Seite von zwei sich gegenüberliegenden Seiten der Aufnahmeplatte (7) angebracht ist, und wobei jeweils ein Ende (8a, 8b, 8c, 8d) jedes Befestigungsbügels (8) in einen Halteansatz (9) des Halterahmens (3) eingreift.
  5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsansätze (8a, 8b, 8c, 8d) oder Befestigungsbügel (8) einstückig mit der Aufnahmeplatte (7) ausgebildet sind.
  6. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeplatte (7) einstückig mit dem Halterahmen (3) ausgebildet ist.
  7. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) eine Form derart hat, dass es eine im wesentlichen gleichmässige Verteilung der Biegespannungen über den Federquerschnitt aufweist.
  8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) eine gebogene Blattfeder ist, insbesondere eine Blattfeder, die in ihrer Mitte tailliert ist.
  9. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) mit mindestens zwei Befestigungselementen (2a, 2b) an der Aufnahmeplatte (7) befestigt ist.
  10. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente Schrauben (2a, 2b) sind.
  11. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeplatte (7) in ihrer Mitte eine Öffnung (7a) aufweist, die von dem Federelement (4) von oben durchgriffen wird, wobei das Federelement (4) mit seinen beiden Enden auf der Oberseite der Aufnahmeplatte (7) aufliegt.
  12. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlelement (10) ein Fluidkühlelement ist, insbesondere ein Wasserkühler, an dem eine Fluidzuführleitung (10a) und eine Fluidabführleitung (10b) angeschlossen sind.
  13. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckplatte (6) auf dem Kühlelement (10) angeordnet ist, wobei das Federelement (4) auf die Druckplatte (6) einwirkt.
  14. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Bauelement (1) ein Halbleiterbauelement ist, insbesondere ein CPU-Prozessor für einen Computer.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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