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Dokumentenidentifikation DE202006001546U1 24.08.2006
Titel Vorrichtung zum Festlegen einer Rohreinheit in Gebäuden
Anmelder Bächle, Dieter, Uttwil, CH
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Aktenzeichen 202006001546
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 01.02.2006
IPC-Hauptklasse F16L 3/08(2006.01)A, F, I, 20060201, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 17/02(2006.01)A, L, I, 20060201, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Festlegen einer Rohreinheit in Gebäuden, insbesondere von Abgasrohren, die in einem Schacht od.dgl. Verlegungsraum angeordnet werden, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei solchen Rohren kann es sich beispielsweise um eine Rohreinheit aus wenigstens zwei etwa koaxialen Leitungsrohren handeln, von denen ein Leitungsrohr zum Führen eines – insbesondere gasartigen – Strömungsmediums ausgebildet ist. Eine derartige Vorrichtung zeigt beispielhaft DE 202 12 078 U1.

Da es stets mit Problemen verbunden ist, Rohre dieser Art in Schächten oder in Gebäudeschlitzen unterzubringen, hat sich der Erfinder das Ziel gesetzt, eine Vorrichtung zu schaffen, welche eine besonders günstige Herstellung, eine einfache Handhabung sowie eine gute Fixierung ermöglicht.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Anspruches; die Unteransprüche geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale. Bei angegebenen Bemessungsbereichen sollen auch innerhalb der genannten Grenze liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig einsetzbar sein.

Bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung umfängt ein Klemmring oder Haltering die Rohreinheit als manschettenartiges Element, von dem Spann- oder Klemmelemente abragen; jener Klemmring kann zudem mit einem in seiner Klemmwirkung bestimmbar gestalteten Griffelement versehen sein, das erfindungsgemäß als Schraubrad ausgebildet sein mag.

Vom Klemmring ragen bei einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung an diesem festgelegte Haltestreben ab, die an ihrem freien Ende mit einem Klemmkopf versehen sind; diese Haltestreben sind einends am Klemmring festgelegt und verlaufen jeweils in einem Winkel von 30° bis 50° zu dessen Längsachse.

Als günstig hat es sich erwiesen, die Haltestreben außenseitig an den Klemmring anzuformen. Zudem können die stabilen Haltestreben jeweils einen streifenförmigen Flachstab aufweisen sowie ein zu diesen querschnittlich rechtwinkelig verlaufendes Kielprofil; Flachstab und/oder Kielprofil verjüngen/verjüngt sich vom Klemmring weg querschnittlich.

Jener Klemmkopf soll zwei sich kreuzende Platten etwa kreisförmigen Querschnitts enthalten, die querschnittlich ein Kreuz aus vier Profilscheiben jeweils etwa halbkreisartigen Umfangs bilden und die zueinander jeweils in einem rechten Winkel stehen. Dank dieser Formgebung liegt der Klemmkopf der Gegenfläche fest an.

Bevorzugt werden vier Haltestreben, die in gleichen Abständen um den Klemmring an diesem angeordnet sind. Auch können erfindungsgemäß vom Klemmring zwischen den Haltestreben außenseitig achsparallele Rinnenausformungen abragen.

Vorteilhafterweise besitzt der Klemmring einen veränderbaren Durchmesser, der durch das Griffelement bzw. das Schraubrad eingestellt werden kann. In einer anderen Ausgestaltung ist das Schraubrad mit einem Axialstift versehen, der in den Ringinnenraum des Klemmringes einführbar angeordnet ist und sich in Klemmstellung an die Außenfläche der Rohreinheit anschmiegt.

Insgesamt ergibt sich so eine effiziente Befestigungsvorrichtung, die leicht zu handhaben und außerordentlich betriebssicher gestaltet ist.

Dies gilt auch für eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung, bei der von dem – ein Rohr aufnehmenden – Haltering als Spannelemente für diesen Fixierringe abragen, die jeweils in einer die Längsachse des Rohres durchsetzenden Radialebene angeordnet sind. Bevorzugt sind zwei Radialebenen für jeweils zwei Fixierringe vorgesehen.

Als günstig hat es sich erwiesen, dass der Haltering beliebig gestaltet sein kann, bevorzugt wird er aber als Schelle aus zumindest zwei querschnittlich teilkreisförmigen Teilringen. Letztere sind in den Bereichen einander benachbarter Stirnkanten durch einen lösbaren Verschluss verbunden.

An die der Stirnkante benachbarten Bereiche der Außenfläche der Außenwand des Teilringes soll jeweils ein haubenartiges Verschlussgehäuse so angeformt sein, dass in Verschlussstellung Verriegelungselemente benachbarter Verschlussgehäuse ineinander greifen. Der Außenabstand der beiden einander diametral gegenüberliegenden Verschlussgehäuse des Teilringes soll bevorzugt etwa 110 bis 120 mm betragen.

Aus dem einen Verschlussgehäuse ragt bevorzugt ein in der Ringkontur verlaufender Klemmhaken mit etwa radialer und zum Verschlussgehäuse weisender Hakenfläche, und in dem zugeordneten Verschlussgehäuse des anderen Teilringes ist eine etwa radiale Anschlagfläche vorgesehen, die der Klemmhaken in Fixierstellung hintergreift.

Die Außenwand des Teilringes ist erfindungsgemäß grundrisslich teilkreisförmig gebogen; im Bereich von den zueinander etwa parallelen Längskanten des Teilringes ist jeweils ein in Draufsicht teilringartiger Wandsteg angeformt, der etwa rechtwinkelig zur Außenwand und radial zum Ringzentrum verläuft. Zudem soll die Außenwand des Teilringes mit den Wandstegen eine Innenrinne des Teilringes begrenzen.

Als günstig hat es sich erwiesen, den unteren Wandsteg des Teilringes in Verschlussstellung eine Welle des Wellrohres hintergreifen zu lassen. Dazu sollen die beiden Wandstege bevorzugt als Begrenzung der Innenrinne bei einem Wellrohr jeweils in eine innere Wellenstirn benachbarter Wellen einsetzbar ausgebildet sein, d.h. die Innenrinnen der beiden Teilringe nehmen gemeinsam eine Welle des Wellrohres auf. Zudem können die beiden mit ihren Fußflächen aneinander liegenden Außenwulste vom Haltering bzw. von den Teilringen in Verbindungslage außenseitig umschlossen und aneinandergedrückt sein.

Im übrigen sind die Fixierringe jeweils nahe eines Verschlussgehäuses angeordnet, wobei jeder der Fixierringe in eine in die Außenfläche des Teilringes eingebrachte Einformung eingesetzt sein soll.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigen in:

1: eine Seitenansicht eines Rohres nach dem Stande der Technik mit wechselnd glatten zylindrischen Abschnitten einerseits und in sich gewellten Abschnitten andererseits;

2: die vergrößerte Seitenansicht eines aus dem Rohr der 1 abgelängten Rohrelementes;

3: eine Schrägsicht auf das Rohrelement der 2;

4: ein vergrößertes Detail aus 2 nach deren Feld IV;

5: den vergrößerten Diametralschnitt durch eine Schelle für einen Rohrstrang;

6, 7: jeweils eine Schrägsicht auf einen Teil der Schelle;

8: eine Seitenansicht einer anderen Ausgestaltung eines Rohrstranges aus mehreren, von ringförmigen Schellen zusammengehaltenen Rohrabschnitten;

9 bzw. 11: einen vergrößerten Ausschnitt aus 8 gemäß deren Feld IX bzw. 10 gemäß deren Feld XI mit einer – Verschlussgehäuse enthaltenden – Schelle;

10: den Längsschnitt durch den Rohrstrang der 8;

12, 13: jeweils eine Schrägsicht auf unterschiedliche Ausführungen von rohrförmigen Körpern mit einem Distanzgestell;

14: die Draufsicht auf einen Rohrstrang mit diesen in einem Schacht fixierender erfindungsgemäßer Haltevorrichtung;

15: eine Schrägsicht auf die Haltevorrichtung in auseinandergenommenem Zustand;

16: ein gegenüber 15 vergrößertes Detail der Haltevorrichtung;

17 bzw. 18: die Haltevorrichtung in Schrägsicht an einem Wellrohr bzw. einem Rohr mit glatter Wandung;

19: die Haltevorrichtung in Draufsicht im Muffenbereich zweier Rohrabschnitte.

In 1 ist ein Abschnitt eines Rohres 10 wiedergegeben, das bevorzugt in 50 m- oder 100 m-Rollen ausgeliefert wird und wechselnd zylindrische Abschnitte 12 mit glatter Wandung 14 sowie längsschnittlich gewellte flexible Abschnitte 16 mit ringförmigen Wellen 18 aufweist. Die axiale Länge a, a1 der Abschnitte 16, 12 mit gemeinsamer Längsachse A ist hier etwa gleich.

Von diesem Rohr 10 konstanten Innendurchmessers d von hier 79 mm werden – als Bauteil in Anpassung an den Gebrauch als Abgasrohr an Gebäuden – einzelne Rohrelemente 20 abgelängt, die gemäß 2, 3 aus dem flexiblen Abschnitt 16 jener Länge a von hier 130 mm mit einem aus dem zylindrischen Abschnitt 12 gefertigten Steckstutzen 22 der Länge b von 70 mm und des Außendurchmessers d1 von 80 mm seiner glatten Wandung 14 einer Dicke e von 0,5 mm bestehen. Der Mündungsrand 24 des Steckstutzens oder Einsteckendes 22 ist an dessen Außenfläche angefast.

Wie vor allem 4 verdeutlicht, vermindert sich die Wanddicke e1 des Einsteckendes 22 zum Wellrohrabschnitt 16 hin in einem Bereich axialer Länge f von etwa 5 mm stetig auf die Hälfte ihres Maßes am Wellenbeginn, wobei der Mittenabstand h zwischen den Wellen 18 des Wellrohrabschnittes 16 etwa 3,5 mm sowie ihre radiale Kraglänge i etwa 3 mm messen. Diese – jeweils aus zwei Wellenwänden 17 sowie einer diese verbindenden, querschnittlich gekrümmten äußeren Wellenstirn 19 bestehenden – Wellen 18 erweitern sich querschnittlich von ihrem Krümmungszenit in der innenliegenden Wellenstirn 19i jeweils in einem Öffnungswinkel w von 12°. Der Abstand t des jener innenliegenden Wellenstirn 19i zugeordneten inneren Krümmungsmittelpunktes M von der Flucht der Innenfläche 15 der glatten Wandung 14 entspricht hier der doppelten Wanddicke e.

Benachbarte Rohre 12a eines Rohrstranges 11 sind gemäß 8, 11 mit ihren aneinanderliegenden Rohrenden oder Endkanten 26 koaxial zur Längsachse A des Rohrstranges 11 aneinandergefügt und werden durch eine ringförmige Schelle 28 der Höhe h1 von 33,2 mm und des Außendurchmessers a2 von 103 mm zusammengehalten. Wie vor allem die 5 bis 7 verdeutlichen, besteht die Schelle 28 aus zwei – hier grundrisslich bzw. querschnittlich halbkreisförmigen – Teilringen 30 gleicher Formgebung, die im Bereich einer das Ringzentrum Z querenden Diametrallinie D mit ihren – in Einbaustellung achsparallelen – Stirnkanten 32, 32a aneinandergefügt werden. Gemäß 5 entsteht dabei beidseits ein radialer Spalt 34 der Spaltweite i1 von 2 mm.

Jeder der Halbringe 30 weist eine grundrisslich halbkreisförmige Wand 36 jenes Außendurchmessers a2 auf und an einer – angefasten – Längs- oder Teilringkante 38 einen von der Innenfläche 35 der Wand 36 rechtwinkelig nach innen ragenden Wandsteg 40 der Breite b1. An die andere Teilringkante 38t der Wand 36 ist ein um 45° einwärts geneigter Wandsockel 41 angeformt und an diesen – im axialen Abstand c zur Teilringkante 38t – ein schmaler teilringförmiger Wandsteg 42 der Breite b2. Dieser steht parallel zum oberen Wandsteg 40.

Die Endkanten 39 bzw. 39t der beiden Wandstege 40 bzw. 41/42 bestimmen mit der Endkante 33 der Wand 36 die oben erwähnte Stirnkante 32. Die andere Stirnkante 32a enthält – – statt der Endkante der Wand 36 – die Endkante 55 eines Verschlussgehäuses 54; dem an die jeder der diametralen bzw. achsparallelen Stirnkanten 32 bzw. 32a benachbarten Außenfläche 37 der Wand 36 des Halbringes 30 ist ein haubenartiges Verschlussgehäuse 44, 54 angeformt. Der Außenabstand y der Verschlussgehäuse 44, 54 misst hier 115 mm.

Das in 6, 7 rechte Verschlussgehäuse 44 des Halbringes 30 enthält als Verriegelungselement eine radial bewegbare Hakenzunge 46 mit an der Stirnkante 32 aus dem Verschlussgehäuse 44 ragendem Hakenende 47, das eine Hakenfläche 48 in Abstand i2 zur Hakenstirnkante 49 der Hakenzunge 46 anbietet. In Abstand i3 von der Hakenfläche 48 ist ein rippenartiger Gehäuseabschnitt 50 zu erkennen, der einen mit der Hakenfläche 48 etwa fluchtenden achsparallelen Schlitz 52 anbietet.

Das Hakenende 47 hintergreift in Verschlussstellung nach 5 einen in das angrenzende andere Verschlussgehäuse 54 eingeformten, als Wandleiste 56 ausgebildeten Wandvorsprung (7), der in Abstand zur Stirnkante 32 gemäß 5 einen in einem Winkel von 30° einwärts geneigten Hakenkopf 58 als Widerlager anbietet. Der inneren Endkante des Hakenkopfes 58 ist im Verschlussgehäuse 54 eine Rippenkante 62 einer in diesem Verschlussgehäuse 54 einends angeformten und elastisch bewegbaren Formzunge 60 zugeordnet, die mit jenem Hakenkopf 58 einen Einschubspalt für die Hakenzunge 46 begrenzt. Das freie Ende der Formzunge 60 überragt die freie Stirnkante des Verschlussgehäuses 54.

Im Verschlusszustand durchgreift gemäß 5 die Hakenzunge 46 des einen Halbringes 30 im benachbarten Verschlussgehäuse 54 des anderen Halbringes 30 jenen Spalt zwischen der inneren Endkante des Hakenkopfes 58 und der Formzunge 60; die Hakenfläche 48 hintergreift dann haltend den Hakenkopf 58.

Den 8, 10 ist – wie gesagt – eine andere strangartige Rohreinheit 11 mit drei glattwandig zylindrischen Rohren 12a des Außendurchmessers d1 zu entnehmen, die gemäß 10, 11 an jeder ihrer Endkanten 26 mit einem angeformten Außenwulst 66 i.w. rechteckigen Querschnitts der Kragweite k ausgestattet sind; dessen in der Ebene der Endkante 26 des Rohres 12a verlaufender – eine Ringrinne 68 für einen Dichtring 64 enthaltender – Fußfläche 67 liegt eine nach außen in einem flachen Neigungswinkel w2 geneigte Schulterfläche 67s des Außenwulstes 66 gegenüber. Die in Einbaulage benachbarten beiden Schulterflächen 67s der einander zugeordneten beiden Außenwulste 66 dienen als Auflagen für die entsprechend geneigten Wandstege 40 der Schelle 28 der Höhe h1.

Um einen der beschriebenen Rohrstränge 10, 11, 11a in einem diesen aufnehmenden – in 13, 14 angedeuteten – Schacht 8 quadratischen Querschnittes eines nicht weiter dargestellten Gebäudes od.dgl. parallel zur Schachtachse fixieren zu können, wird eine erfindungsgemäße – als Distanzgestell 70 ausgebildete – Fixiereinrichtung aus feuerfestem Kunststoff eingesetzt. Diese ist in den

12, 13 einem – zylindrische Abschnitte 12 – aufweisenden Rohrstrang 11 mit endwärts angeformter Rohrmuffe 13 zugeordnet.

Dieses Distanzgestell 70 umfängt das Rohr 11 mit einem an der Rohraußenfläche 21 anliegenden Klemmring 72 der Höhe q, dessen Durchmesser mittels eines Griffelementes bzw. eines Schraubrades 76 verändert werden kann, um einen Klemmeffekt zu erzielen. Der Durchmesser dieses Schraubrades 76 ist größer als jene Höhe q des Klemmringes 72.

Bei einer anderen – nicht gezeigten – Ausgestaltung des Klemmringes 72 ist dessen Durchmesser nicht veränderbar; das Schraubrad 76 enthält dort einen in den Ringinnenraum führbaren Axialstift, der dem Rohrelement 11 klemmend zugeführt wird.

An den Klemmring 72, aus dessen Außenfläche 73 mehrere axial verlaufende Rinnenausformungen heraustreten, sind nahe eines Umfangrandes 74 in zueinander gleichen Abständen vier Haltestreben 78 angeformt, die radial abragen sowie in einem Winkel w3 von etwa 45° zur Längsachse A des Rohrelements 20 bzw. zur Längsachse des Klemmringes 72 geneigt sind.

Jede Haltestrebe 78 weist einen sich vom Klemmring 72 weg querschnittlich verjüngenden streifenförmigen Flachstab 80 mit Stabfläche auf, von dessen Rückenfläche mittig ein Kielprofil 82 abragt, dessen Höhe sich vom Klemmring 72 weg vermindert. In Abstand von der Ringaußenfläche 73 geht die Haltestrebe 78 in einen Klemmkopf 84 über. Dieser besteht aus zwei sich kreuzenden kreisförmigen Platten, welche vier jeweils halbkreisförmige Profilscheiben 83 etwa halbkreisförmigen Umfanges bilden, die zueinander in rechten Winkeln stehen.

Ist die Rohreinheit in einen Raum oder Gebäudeschaft 8 beispielsweise rechteckigen oder kreisförmigen Querschnitts eingeführt, so stützen die Haltestreben 78 das Distanzgestell 80 gegen die Innenfläche 9 der Schacht- oder Raumwände ab, wie 13 an einem beispielsweise rechteckigen Schachtquerschnitt verdeutlicht.

Die – bevorzugt ebenfalls aus feuerfestem Kunststoff gefertigte – Spannvorrichtung 86 der 14 besteht i.w. aus einem Umfangs- oder Haltering 88 des Innendurchmessers n sowie vier von diesem in zwei sein Ringzentrum Z kreuzenden Radialebenen E abragenden – in Draufsicht ein Kreuz bildenden – Fixierringen 100 besteht. Letztere ragen klemmend in die Ecken 6 des Schachtes 8 und halten so in diesem die Spannvorrichtung 86 fest.

Der Haltering 88 weist zwei Halbringe 90 des jeweiligen Radius r (Hälfte des Innendurchmessers n des Halteringes 88) sowie der Höhe z auf, deren jeder gemäß 15, 16 eine – von dessen achsparallelen Außenwand 91 sowie von zwei an diese innenseitig angeformten Wandstegen 92 begrenzte – teilkreisförmige Innenrinne 93 anbietet.

Jeder Stirn- oder Endkante 94 bzw. 94a des Halteringes 90 ist ein Verschlussgehäuse 96 bzw. 96a zugeordnet; an dem einen Verschlussgehäuse 96 ragt mittig ein mit einer zur Innenrinne 93 weisenden Hakenfläche 97 versehener Klemmhaken 98 heraus; die Hakenfläche 97 verläuft in einem Abstand g zur benachbarten Endkante 94. Im übrigen wird zum Außenabstand y1 der beiden Verschlussgehäuse 96, 96a auf die Schilderung des Außenabstandes y zu 5 verwiesen.

Nach dem Zuordnen und Anlagen des Verschlussgehäuses 96a des anderen Halbringes 90 hintergreift der Klemmhaken 98 mit seiner Hakenfläche 97 fixierend eine im Verschlussgehäuse 96a achsparallel verlaufende, in 16 angedeutete Anschlagfläche 99. Diese verläuft in Abstand g1 zur zugehörenden Endkante 94a.

Die vom Haltering 88 radial abstehenden Fixierringe 100 des Außendurchmessers n1 und einer – der Höhe z des Halteringes 88 etwa entsprechenden – Höhe z1 ihrer Ringwand 102 sitzen im übrigen in ihren Maßen jeweils dem Querschnitt der Ringwand 102 entsprechend in radialen Einformungen 89 der Außenfläche des Halbringes 90 (16).

Die Spannvorrichtung 86 wird nach 17 für Wellrohre, also flexible Rohrstränge, eingesetzt; der Haltering 88 wird dabei so um den Wellrohrabschnitt 16 gelegt, dass die von der Außenwand 91 in Abstand zueinander abragenden Wandstege 92 jeweils einer inneren Wellenstirn 19i eines Rohrelements 20 zugeordnet werden, die Innenrinnen 93 der Halbringe 90 also eine Welle 18 aufnehmen.

Die Spannvorrichtung 86 wird auch für glatte Rohre 12 eingesetzt und um deren glatte Wandung 14 gelegt. Dieser liegen die Halteringe 90 klemmend an (18).

Zwei axiale Rohre 12a mit aneinanderliegenden Muffenbereichen 27 deutet 19 an. Die beiden Muffenbereiche 27 werden durch den Haltering 88 zusammengehalten. Hierzu sei auf die oben beschriebene und entsprechende Funktion der Schelle 28 hingewiesen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Festlegen einer Rohreinheit (10, 11, 11a) in Gebäuden, insbesondere von Abgasrohren, die in einem Schacht od.dgl. Verlegungsraum angeordnet sind, wobei die Rohreinheit bevorzugt zumindest zwei miteinander verbundene, etwa koaxiale Rohrelemente (12, 16) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmring oder Haltering (72, 88) als die Rohreinheit (10, 11, 11a) umfangendes manschettenförmiges Element mit von diesem abragenden Spann- oder Klemmelementen (78, 100) versehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom Klemmring (72) an diesem festgelegte Haltestreben (78) abragen, die an ihrem freien Ende mit einem Klemmkopf (84) versehen sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestrebe (78) an den Klemmring (72) angeformt ist sowie in einem Winkel (w3) zu dessen Längsachse verläuft.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Winkel (w3) von etwa 30° bis 50°, bevorzugt etwa 45°.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestrebe (78) außenseitig an den Klemmring (72) angeformt ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestrebe (78) einen streifenförmigen Flachstab (80) aufweist sowie ein zu diesen querschnittlich rechtwinkelig verlaufendes Kielprofil (82).
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Flachstab (80) und/oder das Kielprofil (82) vom Klemmring (72) weg querschnittlich verjüngen/verjüngt.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Klemmkopf (84) am freien Ende der Haltestrebe (78), der zwei sich kreuzende Platten etwa kreisförmigen Umfanges enthält, die querschnittlich ein Kreuz aus vier Profilscheiben (83) etwa halbkreisartigen Umfangs bilden und die zueinander jeweils in einem rechten Winkel stehen.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch vier Haltestreben (78), die in gleichen Abständen um den Klemmring (72) an diesem angeordnet sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass vom Klemmring (72) zwischen den Haltestreben (78) außenseitig achsparallele Rinnenausformungen abragen (13).
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring (72) mit die Klemmwirkung erstellendem Griffelement (76) versehen ist (12, 13).
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch ein Schraubrad (76) als Griffelement.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring (72) einen veränderbaren Durchmesser aufweist, der durch das Griffelement bzw. das Schraubrad (76) einstellbar ausgebildet ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubrad (76) mit einem Axialstift versehen und dieser in den Ringinnenraum des Klemmringes (72) einführbar angeordnet ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialstift in Klemmlage an der Außenfläche der Rohreinheit (10, 11, 11a) festliegt.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom Haltering (88) zur Aufnahme eines Rohres (10, 11, 11a) als Spannelemente für den Haltering Fixierringe (100) abragen, die jeweils in einer die Längsachse (A) des Rohres durchsetzenden Radialebene (E) angeordnet sind.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltering (88) von einer Schelle aus zumindest zwei querschnittlich teilkreisförmigen Teilringen (90) gebildet ist und letztere in den Bereichen einander benachbarter Stirnkanten (94, 94a) durch einen lösbaren Verschluss verbunden sind.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass an die der Stirnkante (32 bzw. 32a) benachbarten Bereiche der Außenfläche der Außenwand (91) des Teilringes (90) jeweils ein haubenartiges Verschlussgehäuse (96, 96a) so angeformt ist, dass in Verschlussstellung Verriegelungselemente (98, 99) benachbarter Verschlussgehäuse ineinander greifen.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem einen Verschlussgehäuse (96) ein in der Ringkontur verlaufender Klemmhaken (98) mit etwa radialer und zum Verschlussgehäuse weisender Hakenfläche (97) ragt und in dem zugeordneten Verschlussgehäuse (96a) des anderen Teilringes (90) eine etwa radiale Anschlagfläche (99) vorgesehen ist, die der Klemmhaken in Fixierstellung hintergreift.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenabstand (y1) der beiden einander diametral gegenüberliegenden Verschlussgehäuse (96, 96a) des Teilringes (90) etwa 110 bis 120 mm beträgt.
  21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass an die grundrisslich teilkreisförmig gebogene Außenwand (91) des Teilringes (90) im Bereich von dessen zueinander etwa parallelen Längskanten jeweils ein in Draufsicht teilringartiger Wandsteg (92) angeformt ist.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandsteg (92) etwa rechtwinkelig zur Außenwand (91) und radial zum Ringzentrum (7) verläuft.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (91) des Teilringes (90) mit den Wandstegen (92) eine Innenrinne (93) des Teilringes begrenzt.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Wandsteg (92) des Teilringes (90) in Verschlussstellung eine Welle (18) des Wellrohres (16) hintergreift.
  25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wandstege (92) als Begrenzung der Innenrinne (93) bei einem Wellrohr (16) jeweils in eine innere Wellenstirn (19) benachbarter Wellen (18) einsetzbar ausgebildet sind.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenrinnen (93) der beiden Teilringe (90) gemeinsam eine Welle (18) des Wellrohres (16) aufnehmen.
  27. Vorrichtung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden mit ihren Fußflächen (67) aneinander liegenden Außenwulste (66) vom Haltering (88) bzw. den Teilringen (90) in Verbindungslage außenseitig umschlossen und aneinandergedrückt sind.
  28. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass an dieser zwei Radialebenen (E) für jeweils zwei Fixierringe (100) vorgesehen sind.
  29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierringe (100) jeweils nahe eines Verschlussgehäuses (96, 96a) angeordnet sind.
  30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Fixierringe (100) in eine in die Außenfläche des Teilringes (90) eingebrachte Einformung (89) eingesetzt ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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