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Dokumentenidentifikation DE202006003033U1 24.08.2006
Titel Vorrichtung zur einstellbaren Befestigung einer Antenne an einer Tragkonstruktion
Anmelder Weidler, Peter, 66954 Pirmasens, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Aktenzeichen 202006003033
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.08.2006
Registration date 20.07.2006
Application date from patent application 25.02.2006
IPC-Hauptklasse H01Q 1/12(2006.01)A, F, I, 20060225, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur einstellbaren Befestigung einer Antenne an einer Tragkonstruktion gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

Antennen bilden einen notwendigen Bestandteil von Empfangsanlagen für von einem Sender ausgestrahlte analoge oder digitale Funksignale. In Verbindung mit der Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen sind beispielsweise Parabolantennen bekannt, die zum Empfang der über Satellit ausgestrahlten Sendungen dienen.

Damit die Empfangsanlage die Daten optimal und möglichst fehlerfrei empfangen kann, ist es notwendig, die Antenne der Empfangsanlage auf den Sender auszurichten. Dabei gilt, je genauer die Ausrichtung der Antenne erfolgt, um so höher ist die Qualität der Datenübertragung. Schon kleine Abweichungen von der Sollposition der Antenne führen zu einer spürbaren Verschlechterung des Empfangs und damit beispielsweise der Ton- und Bildqualität von Fernsehprogrammen.

Zur Befestigung und Ausrichtung von Antennen sind vertikale Antennenmasten mit rohrförmigem Querschnitt bekannt. Die Befestigung der Antenne am Antennenmast erfolgt dabei über einen Schwenkhalter, der mittels den Antennenmast umfassender Klemmschwellen an diesem fixierbar ist. Am Schwenkhalter ist die Parabolantenne um eine horizontale Achse schwenkbar und fixierbar befestigt um eine vertikale Ausrichtung der Antenne vornehmen zu können. Zur horizontalen Ausrichtung werden die Klemmschellen so weit gelöst, bis ein Verdrehen des Klemmhalters mit Antenne um die Längsachse des Antennenmastes möglich ist. Nach Auffinden der richtigen Position gegenüber dem Sender erfolgt eine Fixierung der Antenne in dieser Position durch Anziehen der Klemmschellen.

Das Problem bei dieser Vorgehensweise liegt darin, dass mit dem Anziehen der Klemmschellen zur Fixierung der Antenne am Mast eine Winkelverstellung des Schwenkhalters und damit der Parabolantenne einher geht. Die Antenne ist somit nicht mehr exakt zum Sender ausgerichtet, so dass Korrekturen notwendig werden. Diese erfordern erneut ein Lösen der Klemmschellen und Ausrichten der Antenne gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Verstelleffekts und anschließendes Wiederanziehen der Klemmschellen. Bis zur korrekten Montage der Antenne in Sollposition muß dieser Vorgang gegebenenfalls mehrmals wiederholen werden, was mit einem entsprechenden Arbeitsaufwand verbunden ist.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, Antennen an einer Tragkonstruktion möglichst exakt und schnell in der erforderlichen Position ausrichten und befestigen zu können.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Ein erster Vorteil der Erfindung ergibt sich aus der Entkoppelung des Ausrichtvorgangs vom Befestigungsvorgang der Antenne. Dies gelingt durch eine zweiteilige Ausbildung der Befestigungsvorrichtung in ein Ober- und Unterteil, die axial ineinander einsteckbar und um die gemeinsame Längsachse gegeneinander verdrehbar sind. Dadurch ist es möglich, die Antenne vorab am Oberteil der Befestigungsvorrichtung zu montieren und erst anschließend eine horizontale Ausrichtung und Fixierung in der Sollposition vorzunehmen. Für die Montage einer Antenne bedeutet das eine wesentliche Erleichterung und beträchtliche Zeitersparnis.

Da die Befestigung der Antenne bereits vor der horizontalen Ausrichtung erfolgen kann, ist die Fehlerquelle eliminiert, die bei den eingangs beschriebenen Befestigungssystemen zu einem Verstellen der Antenne im Zuge des Spannens der Klemmschellen geführt hat. Da die Fixierung des Oberteils gegenüber dem Unterteil unabhängig von der Befestigung der Antenne erfolgt, ist eine präzise Fixierung in der gewünschten Sollposition leichter erreichbar.

Das Ober- und Unterteil besitzen zumindest im Einsteckbereich Querschnittsabmessungen, die ein im wesentlichen passgenaues Einstecken ineinander ermöglichen. Auf diese Weise bildet das Unterteil ein Radiallager für das Oberteil aus, das ein präzises Schwenken des Oberteils und damit der Antenne um die gemeinsame Längsachse gestattet.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird die Einschubtiefe durch einen axial wirkenden Anschlag begrenzt. Damit soll sichergestellt sein, dass eine Mindesteinstecktiefe zur Gewährleistung der erforderlichen Stabilität erreicht und ein Verklemmen des Oberteils im Unterteil infolge zu großer Einstecktiefe verhindert wird.

Eine technisch einfache, aber äußerst wirksame und auch optisch ansprechende Lösung zur Ausbildung eines axialen Anschlags besteht darin, das Oberteil mit dem außerhalb des Unterteils liegenden Längsabschnitt mit einem gegenüber dem Innendurchmesser des Unterteils größeren Durchmesser zu versehen. Dadurch ergibt sich nach dem Einstecken des Oberteils in das Unterteil eine ringförmige Lagerfläche auf der Stirnseite des Unterteils.

Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sieht zur Fixierung des Oberteils gegenüber dem Unterteil nach erfolgter horizontaler Ausrichtung der Antenne radial wirkende Klemmschrauben am Umfang des Unterteils vor. Diese bewirken eine Klemmung des Oberteils gegenüber dem Unterteil, ohne dabei ein auf das Oberteil wirkendes Drehmoment zu erzeugen, das Ursache für ein Verstellen der Antenne im Zuge des Befestigungsvorganges sein könnte.

Bevorzugt sind mehrere, vorzugsweise drei Klemmschrauben, die vorzugsweise nicht gleichmäßig über den Umfang des Unterteils verteilt sind, sondern auf einen Umfangsquadranten konzentriert sind. Auf diese Weise wird das Oberteil gegen die Innenwandung des Unterteils gepresst. Aufgrund der komplementären Flächenausbildung von Innenwandung des Unterteils und Mantelfläche des Oberteils erfolgt eine achsparallele Ausrichtung von Oberteil und Unterteil im Zuge des Anziehens der Klemmschrauben selbst bei toleranzbedingten Durchmesserdifferenzen zwischen Außendurchmesser des Oberteils und Innendurchmesser des Unterteils.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

1 eine Schrägansicht auf eine erfindungsgemäß befestigte Antenne,

2 eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung in Verbindung mit einem Antennenmast,

3 einen Horizontalschnitt durch die in 2 dargestellte Vorrichtung entlang der Linie III-III und

4 eine weitere Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Verbindung mit einer Wandmontage einer Antenne.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung 1 in Verbindung mit der Montage einer Parabolantenne 2. Die Befestigungsvorrichtung 1 umfasst ein Unterteil 3 und ein Oberteil 4, die über einen Abschnitt ihrer Länge axial ineinander gesteckt sind. Das Unterteil 3 ist zu diesem Zweck rohrförmig ausgebildet und kann beispielsweise von dem Endabschnitt eines vertikalen Antennenmastes, wie er später unter den 2 und 3 beschrieben ist, gebildet sein oder auf einer horizontalen Konsole stehen, wie in 4 gezeigt.

Auf dem Oberteil 4 sitzt ein mittels der Klemmschellen 5 befestigter Schwenkhalter 6, der im wesentlichen von zwei planparallelen Schenkeln gebildet wird, zwischen denen ein Haltebügel 7 um eine horizontale Achse 8 drehbar gelagert ist. Der Bügel 8 trägt mit seinem einen Ende die Parabolantenne 2, während am anderen Ende ein Konverter 9 befestigt ist, der die von der Parabolantenne 2 aufgefangenen Signale aufnimmt und an einen nicht dargestellten Empfänger weiterleitet.

Zur vertikalen Ausrichtung wird der Bügel 7 mit der Parabolantenne 2 um die horizontale Achse 8 in die gewünschte Position geschwenkt und mittels der Feststellschraube 10 fixiert, die in den Bügel 6 greift und in einer Kulissenführung 11 am Schwenkhalter geführt ist.

Ein horizontales Ausrichten der Parabolantenne 2 wird erreicht, indem das Oberteil 4 gegenüber dem Unterteil 3 um die gemeinsame Längsachse schwenkbar ist, was im weiteren anhand der 2 bis 4 näher erläutert wird.

Die 2 und 3 zeigen eine Ausführungsform der Erfindung in Verbindung mit einem vertikalen Antennenmast 12, der fest in dem mit dem Bezugszeichen 22 angedeuteten Untergrund verbunden ist. Das obere Ende des Antennenmastes 12 bildet das Unterteil 3, das aus einem Rundrohr besteht.

Wie insbesondere aus 3 ersichtlich ist, sind am Ende des Unterteils 3 über eine Länge, die der Länge der Einstecktiefe des Oberteils 4 entspricht, drei radiale Bohrungen 13 eingebracht, die untereinander sowohl einen axialen Versatz als auch einen Winkelversatz aufweisen und so auf einer schraubenförmigen Umfangslinie bezüglich der Längsachse des Antennenmastes 12 angeordnet sind. Im vorliegenden Beispiel beträgt der Winkelversatz 45° und die schraubenförmige Umfangslinie schneidet die Längsachse in einem Winkel von ebenfalls 45°.

Die Bohrungen 13 sind an der Außenseite des Unterteils 3 von Schraubenmuttern 14 eingefasst, die zu diesem Zweck auf das Unterteil 3 geschweißt sind. In die Schraubenmuttern 14 sind Klemmschrauben 15 eingeschraubt, deren vorderes Ende sich durch die Öffnung 14 erstreckt.

In 2 ist ferner das Oberteil 4 der Befestigungsvorrichtung 1 dargestellt, dessen oberer Abschnitt 16 in der unter 1 beschriebenen Art und Weise zur Befestigung der Parabolantenne 2 dient. Aus Gründen der Übersichtlichkeit und um Wiederholungen zu vermeiden ist auf die Darstellung der Antenne 2 und des Schwenkhalters 6 in den 2 bis 4 verzichtet worden.

Der untere Abschnitt 17 des Oberteils 4 besteht wie das Unterteil 3 aus einem Rundrohr, dessen Außendurchmesser geringfügig kleiner als der Innendurchmesser des Unterteils 3 ist. Auf diese Weise lässt sich das Oberteil 4 mit seinem Abschnitt 17 in das Unterteil 3 einstecken und in diesem um seine Längsachse drehen.

Zur Begrenzung der Einstecktiefe ist ein axial wirkender Anschlag am Oberteil 4 vorgesehen, der dadurch gebildet ist, dass der obere Abschnitt 16 von einem Rundrohr mit dem Außendurchmessers des Unterteils 3 gebildet ist. Beim Einstecken des Oberteils 4 in das Unterteil 3 entsteht dabei eine ringförmige Auflagefläche in der Stoßfuge zwischen dem Unterteil 3 und dem Abschnitt 16 des Oberteils 4.

Zur Montage und zum Ausrichten einer Parabolantenne 2 wird das Oberteil 4 mit der bereits vorab am Abschnitt 16 befestigten Antenne 2 wie durch den Pfeil 23 angedeutet axial in das Unterteil 3 eingesteckt, bis der Abschnitt 16 des Oberteils 4 stumpf auf das Ende des Unterteils 3 stößt. Dabei kommt der Abschnitt 17 des Oberteils 4 vollständig innerhalb des Unterteils 3 zu liegen. Die Länge des Abschnitts 17 bildet somit die Einstecktiefe des Oberteils 4 im Unterteil 3.

In aufgestecktem Zustand wird zunächst eine vertikale Ausrichtung der Parabolantenne 2 um die Achse 8 bei gelöster Feststellschraube 10 vorgenommen und durch Eindrehen der Feststellschraube 10 nach Erreichen der Sollposition fixiert.

Durch Schwenken des Oberteils 4 gegenüber dem Unterteil 3 um seine Längsachse findet ein horizontales Ausrichten der Parabolantenne 2 statt. Nach Erreichen der erwünschten Sollposition findet eine Fixierung des Oberteils 4 gegenüber dem Unterteil 3 durch Eindrehen der Klemmschrauben 15 statt, wobei die Klemmschrauben 15 mit ihrem vorderen Ende auf die Außenfläche des Abschnitts 17 treffen und diesen gegen die Innenwandung des Unterteils 3 pressen.

4 zeigt schließlich, dass die Anwendung der Erfindung nicht auf vertikale Antennenmaste beschränkt ist, sondern auch in Verbindung mit einer Wandhalterung zur Anwendung kommen kann.

Mit 18 ist ein Abschnitt eines vertikalen Bauteils gekennzeichnet, beispielsweise einer Betonwand oder Betonstütze. An der Oberfläche des Bauteils 18 ist eine vertikale Montageplatte 19 mit Hilfe der Dübel 20 befestigt. Aus der Vorderseite der Montageplatte 19 ragt ein horizontaler Kragarm 20, der biegesteif mit der Montageplatte 19 verschweißt ist. Das freie Ende des Kragarms 20 trägt das vertikal ausgerichtete Unterteil 3 einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 1, mit dem es starr verbunden ist. In das Unterteil 3 ist wiederum das Oberteil 4 gesteckt und über die Klemmschrauben 15 in der gewünschten Position fixiert, wie es bereits unter den 2 und 3 ausführlich beschrieben ist. Insofern wird auf die dortigen Ausführungen Bezug genommen.

1Befestigungsvorrichtung 2Antenne 3Unterteil 4Oberteil 5Klemmschellen 6Schwenkhalter 7Bügel 8Horizontale Achse 9Konverter 10Feststellschraube 11Kulissenführung 12Antennenmast 13Bohrung 14Schraubenmutter 15Klemmschraube 16Oberer Abschnitt Oberteil 17Unterer Abschnitt Oberteil 18Bauteil 19Montageplatte 20Dübel 21Kragarm 22Untergrund 23Pfeil

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur einstellbaren Befestigung einer Antenne (2) an einer Tragkonstruktion (12), mit einem rohrförmigen Unterteil (3), das fest mit der Tragkonstruktion (12) verbunden ist und mit einem Oberteil (4), an dem die Antenne (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (4) mit einem Teil (17) seiner Länge axial in das Unterteil (3) einschiebbar und um seine Längsachse drehbar ist und dass am Unterteil (3) Befestigungsmittel (15) zur klemmenden Fixierung des Oberteils (4) gegenüber dem Unterteil (3) angeordnet sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (4) einen dem Innendurchmesser des Unterteils (3) entsprechenden rohrförmigen Querschnitt besitzt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Unterteil (3) oder Oberteil (4) ein Anschlag angeordnet ist, der die axiale Einstecktiefe des Oberteils (4) in das Unterteil (3) begrenzt.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung eines axial wirkenden Anschlags das Oberteil (4) über einen Längsabschnitt (17) einen Außendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der Innendurchmesser des Unterteils (3) und einen Längsabschnitt (16) aufweist dessen Außendurchmesser etwa dem des Unterteils (3) entspricht.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel mindestens eine radial zur Längsachse wirkende Klemmschraube (15) umfassen.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel zwischen zwei und vier, vorzugsweise drei Klemmschrauben (15) umfassen.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (15) in einem Querschnittsquadranten des Unterteils (3) angeordnet sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (15) bezüglich der Längsachse des Unterteils (3) mit einem axialen Versatz und/oder Winkelversatz angeordnet sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (15) auf einer den Umfang des Unterteils (3) umlaufenden Schraubenlinie angeordnet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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