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Dokumentenidentifikation DE60026249T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001096104
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Testen und Bohren eines Bohrloches
Anmelder Halliburton Energy Services, Inc., Dallas, Tex., US
Erfinder Ringgenberg, Paul D., Spring,Texas 77379, US
Vertreter Weisse und Kollegen, 42555 Velbert
DE-Aktenzeichen 60026249
Vertragsstaaten DE, DK, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.10.2000
EP-Aktenzeichen 003093887
EP-Offenlegungsdatum 02.05.2001
EP date of grant 01.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse E21B 33/128(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E21B 49/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Geräte und Verfahren für das Servicing eines Bohrlochs, und insbesondere auf Geräte und Verfahren für das frühzeitige Auswerten eines Bohrlochs, nachdem das Bohrloch teilweise gebohrt wurde, und bevor eine Verrohrung in dasselbe Bohrloch einzementiert wird, so dass das Testen des Bohrlochs und weiteres Bohren während eines einzigen Trips des Werkzeugs in das Bohrloch durchgeführt werden kann. Die Erfindung bezieht sich auf Geräte und Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs, und bezieht sich insbesondere auf ein Test-, Bohr- und Ziehsystem und Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs.

Während des Bohrens und Komplettierens von Öl- und Gasbohrlöchern ist es oft notwendig, die Förderfähigkeiten des Bohrlochs zu testen oder auszuwerten. Dies wird normalerweise durch Isolieren einer Untergrundformation oder eines Abschnitts einer interessanten Zone durchgeführt, welche getestet werden soll, und durch das darauffolgende Einführen einer Probe eines Bohrlochfluids entweder in eine Probekammer oder durch eine Rohranordnung an die Erdoberfläche. Verschiedene Daten wie zum Beispiel Druck und Temperatur des geförderten Bohrlochfluids können im Bohrloch überwacht werden, um die Langzeitfördercharakteristiken der Formation auswerten zu können.

Ein oft angewendetes Bohrlochtestverfahren besteht aus dem anfänglichen Einzementieren einer Verrohrung in das Bohrloch, und dann dem Perforieren der Verrohrung neben der interessanten Formation oder Zone. Danach wird das Bohrloch durch die Perforierungen hindurch fließgetestet. Solche Fließtests werden oft mittels einer Schwerstangentesterkette durchgeführt, welche sich innerhalb der Verrohrung befindet. Die Schwerstangentesterkette führt Packer, Testerventile, Umlaufventile und ähnliches, um den Fluß von Fluid durch die Schwerstangentesterkette zu kontrollieren. Geräte nach dem aktuellen Stand der Technik gemäß der Präambel des beiliegenden unabhängigen Anspruchs 1 werden in WO 99/45236 geoffenbart.

Obwohl Schwerstangentesterketten in verrohrten Bohrlöchern sehr gute Testdaten liefern haben diese den Nachteil, dass das Bohrloch erst verrohrt werden muß, bevor der Test durchgeführt werden kann. Auch können oft bessere Reservoirdaten unmittelbar nach dem Bohren des Bohrlochs aufgezeichnet werden, und bevor die Formation durch Bohrschlamm und ähnliches zu sehr beschädigt worden ist.

Aus diesen Gründen ist es oft wünschenswert, die mögliche Förderfähigkeit eines Bohrlochs auszuwerten, ohne die Kosten und Verzögerungen des Verrohrens eines Bohrlochs tragen zu müssen. Dies hat zu einer Reihe von Versuchen geführt, einen erfolgreichen Test für ein unverrohrtes Bohrloch zu entwickeln, welcher in einem unverrohrten Bohrloch durchgeführt werden kann.

Ein Versuch, welcher für das Testen eines unverrohrten Lochs angewendet wurde, besteht aus dem Anwenden eines gewichtsfestgestellten Kompressionspackers für das Bohren in unverrohrten Bohrlöchern an einer Schwerstangentesterkette. Um einen gewichtsfestgestellten Kompressionspacker für unverrohrte Bohrlöcher zu betreiben muß eine feste Oberfläche bereitgestellt werden, auf welcher das Gewicht festgestellt werden kann. Tradionell wird dies mit Hilfe eines perforierten Ankers erzielt, welcher auf dem Boden abgesetzt wird. Vor einem solchen Schwerstangentest ist es erforderlich, das Bohrgestänge aus dem Bohrloch zu entfernen und dann die Testerkette in das Bohrloch einzuführen. Danach muß die Testerkette wieder entfernt werden, wenn ein weiteres Bohren des Bohrlochs erwünscht ist, so dass für das Fortsetzen des weiteren Bohrverfahrens das Bohrgestänge wieder in das Bohrloch eingeführt werden kann.

Es besteht daher ein Bedarf für das Reduzieren der Anzahl von Trips in ein Bohrloch hinein und aus demselben heraus, welches sowohl die Kosten des Testens und Bohrens reduziert wie auch das Testen zu einem frühen Zeitpunkt erlaubt, bevor der interessanten Formation oder Zone wesentliche Schäden zugefügt worden sind. Die vorliegende Erfindung erfüllt diese Aufgabe durch das Angebot eines Testsystems, welches das Durchführen eines Tests in einem unverrohrten Bohrloch, und dann ein weiteres Bohren während desselben Trips in das Bohrloch erlaubt.

Die vorliegende Erfindung umfasst ein Bohrlochtestsystem und ein Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs. Insbesondere wird das Gerät als ein Test-, Bohr- und Ziehwerkzeug bezeichnet. Dieses Gerät ist für die Anwendung an einer Werkzeugkette für das Testen in einem unverrohrten Bohrloch adaptiert.

Das Gerät umfasst einen Packer mit einer Feststellposition für den abdichtenden Eingriff in das Bohrloch und den Packer, und eine nicht festgestellte Position für das Lösen des Eingriffs aus dem Bohrloch, ein Testerventil in Verbindung mit dem Bohrgestänge, und mit einer geöffneten Position, so dass Fluid, welche aus dem Bohrloch fließt, während eines Bohrlochtests in das Bohrgestänge fliessen kann, wenn der Packer festgestellt ist und weiter eine geschlossene Position umfasst, und eine Bohrkrone, welche für das weitere Bohren des Bohrlochs nach dem Eingreifen der Packersperre adaptiert ist. Der Packer ist vorzugsweise ein Kompressions- oder Drückpacker, welcher durch das Auferlegen von Gewicht auf das Bohrgestänge festgestellt, und durch das Anheben des Bohrgestänges gelöst wird, wobei der Packer auf diese Weise ohne ein Entfernen desselben aus dem Bohrloch erneut festgestellt werden kann.

Das Gerät kann auch eine Packersperre mit einer Eingriffposition umfassen, welche ein erneutes Feststellen des Packers verhindert, wenn Gewicht auf das Bohrgestänge und den Packer auferlegt wird, nachdem der Packer festgestellt und folgedessen gelöst worden ist. Die Packersperre wird vorzugsweise durch das Rotieren des Bohrgestänges ergriffen. Wenn diese Packersperre ergriffen wird, kann die Bohrkrone rotiert werden. Bei einer Ausführungsform kann die Bohrkrone durch das Rotieren des Bohrgestänges rotiert werden, und bei einer anderen Ausführungsform kann die Bohrkrone mittels eines Schlammmotors rotiert werden, welcher durch das Pumpen von Bohrschlamm in das Bohrgestänge aktiviert wird.

Das Testerventil kann aus einem an der Erdoberfläche ablesbaren Testerventil bestehen, und das Gerät kann weiter eine Ventilsonde umfassen, welche verriegelnd in das Testerventil eingreifen kann. Bei der dargestellten Ausführungsform kann die Ventilsonde mit einer Drahtleitung verbunden werden, an welcher die Ventilsonde in das Bohrloch eingeführt wird und in das Testerventil eingreifen kann. Ein Ziehen an der Drahtleitung wird das Testerventil für den Test öffnen, und ein Loslassen der Drahtleitung wird das Testerventil schliessen. Die Ventilsonde kann weiter einen Sampler umfassen, welcher für das Einschliessen einer Fluidprobe während des Bohrlochtests adaptiert ist, und/oder ein Durchflußmeßgerät oder einen „Spinner" für das Feststellen von Fluidfließraten während des Bohrlochtests.

Das Feststellen und Lösen des Packers und das Testen des Bohrlochs mit einem Testerventil kann vor dem Aktivieren der Packersperre beliebig oft durchgeführt werden.

Das Gerät kann weiter ein Isolierventil umfassen, welches mit dem Bohrgestänge in Verbindung steht und eine geschlossene Position für das Testen des Bohrlochs und eine geöffnete Position aufweist, wobei das Bohrgestänge während eines Bohrverfahrens mit dem Bohrloch in Verbindung gebracht wird. Das Isolierventil kann durch Rotieren des Bohrgestänges betätigt werden, oder das Isolierventil kann alternativ so konfiguriert werden, dass es durch Druck aktiviert wird.

Das Gerät umfasst weiter einen perforierten Anker zwischen dem Packer und der Bohrkrone. Der perforierte Anker steht mit dem Testerventil in Verbindung, und Fluid kann während eines Bohrlochtests durch den perforierten Anker in das Bohrgestänge fliessen. Ein Rückschlagventil ist in dem Anker vorhanden und für das Einfliessen von Fluid in das Bohrgestänge während des Bohrlochtests sowohl wie das Verhindern eines Abflusses von Fluid aus dem Anker während eines Bohrverfahrens mit der Bohrkrone adaptiert.

Auf eine andere Weise ausgedrückt ist das Gerät der vorliegenden Erfindung für die Anwendung an einem Bohrgestänge in einem unverrohrten Bohrloch adaptiert und umfasst einen Packer mit einer festgestellten Position für das abdichtende Eingreifen in das Bohrloch und einer nicht festgestellten Position, in welcher derselbe von dem Bohrloch gelöst ist, wobei ein Testerventil mit dem Bohrgestänge in Verbindung steht und eine geöffnete Position und eine geschlossene Position aufweist, wobei für das Betätigen des Testerventils zwischen der geöffneten und der geschlossenen Position desselben eine Ventilsonde mit dem Testerventil verbunden werden kann, und eine Bohrkrone, welche für das weitere Bohren des Bohrlochs adaptiert ist. Der Packer ist so adaptiert, dass derselbe nach einem ausgewählten Takt des Feststellens und Lösens desselben Packers nicht erneut festgestellt werden kann, und die Bohrkrone ist für das weitere Bohren nach dem ausgewählten Takt des Feststellens und Lösens des Packers adaptiert. Das Verhindern des erneuten Feststellens des Packers wird vorzugsweise mit einer Packersperre erzielt, welche ein erneutes Feststellen des Packers nach dem gewählten Takt des Feststellens und Lösens des Packers verhindert.

Die Erfindung umfasst weiter ein Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs, welches die Schritte des Einführens einer Werkzeugkette in das Bohrloch und des Positionierens der Werkzeugkette nahe des Bodens des Bohrlochs umfasst. Diese Werkzeugkette umfasst eine Länge von Bohrrohr, einen mit dem Bohrrohr verbundenen Packer, ein Testerventil, und eine Bohrkrone. Das Verfahren umfasst weiter die Schritte des Feststellens des Packers in einem abdichtenden Eingriff in ein unverrohrtes Bohrloch des Bohrlochs, das Öffnen des Testerventils, so dass Fluid aus einer interessanten Formation oder Zone in die Werkzeugkette fliessen kann, das Schliessen des Testerventils, das Verriegeln des Packers auf eine solche Weise, dass derselbe nicht erneut festgestellt werden kann, das Lösen des Packers, und das tiefere Bohren des Bohrlochs mittels der Bohrkrone.

Der Schritt des Öffnens des Testerventils kann das Einfliessen von Fluid in das Bohrrohr und das Fliessen von wenigstens einer Probe des Fluids durch das Bohrrohr an die Erdoberfläche des Bohrlochs umfassen.

Nach dem Schritt des Schliessens des Testerventils und vor dem Schritt des Verriegelns des Packers kann das Verfahren weiter das Wiederholen der Schritte des Öffnens des Testerventils und des Schliessens des Testerventils so oft wie erwünscht umfassen. Nach dem Schritt des Schliessens des Testerventils und vor dem Schritt des Verriegelns des Packers kann das Verfahren weiter das Lösen des Packers und das Wiederholen der Schritte des Feststellens des Packers, des Öffnens des Testerventils, und des Schliessens des Testerventils so oft wie erwünscht umfassen. Das Verfahren kann weiter das Entfernen der Werkzeugkette aus dem Bohrloch, das Entriegeln des Packers, und das Wiederholen der oben aufgeführten Schritte umfassen.

Der Schritt des Verriegelns des Packers kann das Betätigen einer Packersperre in der Werkzeugkette umfassen, und bei der bevorzugten Ausführungsform kann dieser Schritt durch Rotieren der Werkzeugkette durchgeführt werden.

Das Verfahren des Testens und Bohrens eines Bohrlochs kann weiter die Schritte des Einführens einer Ventilsonde an einer Drahtleitung in das Bohrgestänge umfassen, und das Verklinken der Ventilsonde mit dem Testerventil. Der Schritt des Öffnens des Testerventils umfasst das Auferlegen von Spannung auf die Drahtleitung, und der Schritt des Schliessens des Testerventils umfasst das Loslassen der Drahtleitung.

Während des Schritts des Bohrens wird Fluid in die Werkzeugkette herunter gepumpt, während ein Fluß von Fluid aus dem Bohrloch in die Werkzeugkette verhindert wird. Das Bohren kann durch Rotieren der Werkzeugkette oder Pumpen des Fluids durch einen Schlammmotor durchgeführt werden, welcher mit der Bohrkrone verbunden ist.

Zusätzlich kann das Verfahren das Einschliessen einer Fluidprobe umfassen, während Fluid aus der interessanten Formation oder Zone fließt, und/oder das Messen einer Fließrate des Fluids, welcher aus der interessanten Formation oder Zone fließt.

Gemäß eines weiteren Aspektes bietet die Erfindung ein Gerät für die Anwendung an einem Bohrgestänge für das Testen eines unverrohrten Bohrlochs und umfasst: einen Packer mit einer festgestellten Position für das abdichtende Eingreifen in das Bohrloch, und einer nicht festgestellten Position für das Lösen desselben aus dem Bohrloch; ein Testerventil, welches mit dem Bohrgestänge in Verbindung steht und eine geöffnete Position aufweist, so dass während eines Bohrlochtests Fluid aus dem Bohrloch in das Bohrgestänge fliessen wird, wenn der Packer festgestellt ist, und weiter eine geschlossene Position aufweist; und eine Bohrkrone, welche für das weitere Bohren des Bohrlochs adaptiert ist, nachdem der Packer festgestellt und dann gelöst wurde.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter eine Packersperre mit einer Eingreifposition, welche eine erneutes Feststellen des Packers verhindert, nachdem derselbe Packer festgestellt und wieder gelöst wurde; die Bohrkrone kann rotiert werden, nachdem die Packersperre in Eingriff gebracht worden ist.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter eine Packersperre mit einer Eingreifposition, welche ein erneutes Feststellen des Packers verhindert, wenn ein Gewicht auf das Bohrgestänge und den Packer auferlegt wird, nachdem der Packer festgestellt und dann wieder gelöst wurde.

Bei einer Ausführungsform kann der Packer wie gewünscht vor dem Eingreifen der Packersperre festgestellt und wieder gelöst werden.

Bei einer Ausführungsform greift die Packersperre ein, wenn das Bohrgestänge rotiert wird.

Bei einer Ausführungsform wird der Packer in der festgestellten Position desselben platziert, wenn ein Gewicht auf das Bohrgestänge auferlegt wird; und der Packer wird in der gelösten Position desselben platziert, wenn das Gewicht von dem Bohrgestänge entfernt wird.

Bei einer Ausführungsform besteht das Testerventil aus einem an der Erdoberfläche ablesbaren Testerventil.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter eine Ventilsonde, welche verriegelbar in das Testerventil eingreifen kann. Die Ventilsonde kann mit einer Drahtleitung verbunden werden, an welcher die Ventilsonde in das Bohrloch eingeführt wird und in das Testerventil eingreifen kann, wobei ein Ziehen an der Drahtleitung das Testerventil für den Ventiltest öffnen, und ein Loslassen der Drahtleitung das Testerventil schliessen wird. Die Ventilsonde kann einen Sampler umfassen, welcher für das Einschliessen einer Fluidprobe während des Bohrlochtests adaptiert ist. Die Ventilsonde kann ein Durchflußmeßgerät für das Bestimmen von Fluidfließraten durch dieselbe während des Bohrlochtests umfassen.

Bei einer Ausführungsform kann der Packer erneut eingestellt werden, ohne aus dem Bohrloch entfernt werden zu müssen.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter ein Isolierventil, welches mit dem Bohrgestänge in Verbindung steht und eine geschlossene Position für das Testen des Bohrlochs sowohl wie eine geöffnete Position aufweist, in welcher das Bohrgestänge während des Bohrens mit dem Bohrloch in Verbindung gestellt wird. Das Isolierventil kann durch Rotieren des Bohrgestänges betätigt werden. Das Isolierventil kann durch Druck betätigt werden.

Bei einer Ausführungsform umfasst dieselbe weiter einen perforierten Anker, welcher mit dem Testerventil in Verbindung steht, und durch welchen Fluid während eines Bohrlochtests in das Bohrgestänge fliessen kann. Sie kann weiter ein Rückschlagventil in dem Anker umfassen, welches dafür adaptiert ist, während des Bohrlochtests einen Fluß von Fluid in das Bohrgestänge zu erlauben und ein Ausfliessen von Fluid aus dem Anker während des Bohrens mit der Bohrkrone zu verhindern.

Gemäß eines weiteren Aspektes bietet die Erfindung ein Gerät für die Anwendung in einem Bohrgestänge in einem unverrohrten Bohrloch, umfassend: einen Packer mit einer festgestellten Position für ein abdichtendes Eingreifen in das Bohrloch, und einer nicht festgestellten Position für das Lösen aus dem Bohrloch; ein Testerventil, welches mit dem Bohrgestänge in Verbindung steht und eine geöffnete Position und eine geschlossene Position aufweist; und eine Bohrkrone, welche für das Bohren des Bohrlochs adaptiert ist.

Bei einer Ausführungsform besteht der Packer aus einem Kompressionspacker, welcher in der festgestellten Position platziert wird, wenn ein Gewicht auf das Bohrgestänge auferlegt wird, und welcher in der nicht festgestellten Position platziert wird, wenn das Gewicht von dem Bohrgestänge entfernt wird.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter eine Packersperre, welche betätigt werden kann, um ein erneutes Feststellen des Packers nach einem gewählten Takt des Feststellens und Lösens des Packers zu verhindern.

Bei einer Ausführungsform greift die Packersperre durch Rotieren des Bohrgestänges ein.

Bei einer Ausführungsform besteht das Testerventil aus einem an der Erdoberfläche ablesbaren Testerventil.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter eine Ventilsonde, welche mit dem Testerventil verbunden werden kann, für das Betätigen desselben Testerventils zwischen der geöffneten und der geschlossenen Position desselben. Die Sonde kann mit einer Drahtleitung verbunden und für das Verklinken mit dem Testerventil adaptiert werden, so dass ein Ziehen an der Drahtleitung das Testerventil öffnen und einen Fluß von Fluid aus dem Bohrloch in das Bohrgestänge erlauben wird, wenn der Packer sich in der festgestellten Position befindet, und ein Loslassen der Drahtleitung das Testerventil schliessen wird. Die Ventilsonde kann einen Sampler umfassen, welcher für das Einschliessen einer Fluidprobe während des Bohrlochtests adaptiert ist. Die Ventilsonde kann ein Durchflußmeßgerät für das Bestimmen von Fluidfließraten durch dieselbe während des Bohrlochtests umfassen.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter ein Isolierventil mit einer geöffneten Position, in welcher die Bohrkrone mit dem Bohrloch in Verbindung steht, und einer geschlossenen Position für das Testen des Bohrlochs. Das Isolierventil kann durch Rotieren des Bohrgestänges aktiviert werden. Das Isolierventil kann durch Druck aktiviert werden.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter einen perforierten Anker, welcher mit dem Testerventil in Verbindung steht, durch welches während eines Bohrlochtests Fluid in das Bohrgestänge fliessen kann.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Gerät weiter ein Rückschlagventil in dem Anker, welches dafür adaptiert ist, während des Tests einen Fluß von Fluid in das Bohrgestänge zu erlauben und ein Ausfliessen von Fluid aus dem Anker während des Bohrens mit der Bohrkrone zu verhindern.

Bei einer Ausführungsform wird das Rotieren der Bohrkrone durch Rotieren des Bohrgestänges durchgeführt.

Der Packer ist vorzugsweise erneut feststellbar.

Gemäß eines weiteren Aspektes bietet die Erfindung ein Gerät für die Anwendung in einem Bohrgestänge in einem unverrohrten Bohrloch, welches umfasst: einen Packer mit einer festgestellten Position für das abdichtende Eingreifen in das Bohrloch, und einer nicht festgestellten Position, in welcher derselbe von dem Bohrloch gelöst ist; eine Packersperre, welche betätigt werden kann, um ein erneutes Feststellen des Packers nach einem gewählten Takt des Festellens und des Lösens des genannten Packers zu verhindern; ein Testerventil, welches mit dem Bohrgestänge in Verbindung steht und eine geöffnete Position und eine geschlossene Position aufweist; und eine Bohrkrone, welche für das Bohren des Bohrlochs nach dem Feststellen und Lösen des Packers adaptiert ist.

Bei einer Ausführungsform greift die Packersperre durch Rotieren des Bohrgestänges ein.

Bei einer Ausführungsform besteht der Packer aus einem Kompressionspacker, welcher in der festgestellten Position platziert wird, wenn ein Gewicht auf das Bohrgestänge auferlegt wird, und welcher in der nicht festgestellten Position platziert wird, wenn das Gewicht von dem Bohrgestänge entfernt wird.

Bei einer Ausführungsform kann die Bohrkrone für ein weiteres Bohren des Bohrlochs rotiert werden, nachdem die Packersperre eingegriffen hat.

Gemäß eines weiteren Aspektes bietet die Erfindung ein Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs, bestehend aus den folgenden Schritten:

  • (a) dem Einführen einer Werkzeugkette in das Bohrloch und dem Positionieren der Werkzeugkette nahe eines Bodenabschnitts des Bohrlochs, wobei die Werkzeugkette eine Länge eines Bohrrohrs, einen mit dem Bohrrohr verbundenen Packer, ein Testerventil, und eine Bohrkrone umfasst;
  • (b) dem Feststellen des Packers in abdichtendem Eingriff in ein unverrohrtes Bohrloch des Bohrlochs;
  • (c) dem Öffnen des Testerventils, so dass Fluid aus einer interessanten Zone innerhalb des Bohrlochs in die Werkzeugkette fliessen wird;
  • (d) dem Schliessen des Testerventils;
  • (e) dem Lösen des Packers; und
  • (f) dem tieferen Bohren des Bohrlochs mit der Bohrkrone.

Bei einer Ausführungsform umfasst Schritt (c) das Fliessen von Fluid in das Bohrgestänge und das Fliessen von wenigstens einer Probe des Fluids durch das Bohrgestänge an die Erdoberfläche des Bohrlochs.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter:

  • (g) das Entfernen der Werkzeugkette aus dem Bohrloch;
  • (h) das Entriegeln des Packers; und
  • (i) das Wiederholen der Schritte (a) bis (f).

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter: das Einführen einer Ventilsonde in das Bohrgestänge an einer Drahtleitung; und das Verklinken der Ventilsonde mit dem Testerventil; wobei Schritt (c) das Auferlegen von Spannung auf die Drahtleitung umfasst; und Schritt (d) das Loslassen der Drahtleitung umfasst.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter:

  • (g) während Schritt (f), das Herunterpumpen von Fluid in die Werkzeugkette, während ein Fluß von Fluid aus dem Bohrloch in die Werkzeugkette verhindert wird.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter das Einschliessen einer Fluidprobe, während Fluid aus einer interessanten Zone fließt.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter das Messen einer Fließrate des Fluids, welcher aus der interessanten Zone fließt.

Bei einer Ausführungsform besteht der Packer aus einem Kompressionspacker; der Schritt des Feststellens des Packers umfasst das Auferlegen eines Gewichts auf die Werkzeugkette; und der Schritt des Lösens des Packers umfasst das Entfernen des Gewichts von der Werkzeugkette.

Bei einer Ausführungsform umfasst der Schritt (f) das Rotieren der Werkzeugkette.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter zwischen Schritten (d) und (e) den Schritt des Verriegelns des Packers, so dass derselbe nicht erneut festgestellt werden kann.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter nach Schritt (d) und dem Schritt des Verriegelns das Wiederholen der Schritte (c) und (d) wie erwünscht.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter nach Schritt (d) und vor dem Schritt des Verriegelns das Lösen des Packers und das Wiederholen der Schritte (b), (c) und (d).

Bei einer Ausführungsform umfasst der Schritt des Verriegelns das Betätigen einer Packersperre in der Werkzeugkette.

Bei einer Ausführungsform umfasst der Schritt des Betätigens des Packers das Rotieren der Werkzeugkette.

Bei einer Ausführungsform bietet die Erfindung ein Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs, welches die folgenden Schritte umfasst:

  • (a) das Einführen einer Werkzeugkette in das Bohrloch und das Positionieren der Werkzeugkette nahe eines Bodenabschnitts des Bohrlochs, wobei die Werkzeugkette eine Länge eines Bohrrohrs, einen mit dem Bohrrohr verbundenen Packer, ein Testerventil, und eine Bohrkrone umfasst;
  • (b) das Feststellen des Packers in abdichtendem Eingriff in ein unverrohrtes Bohrloch des Bohrlochs;
  • (c) das Verriegeln des Packers, so dass derselbe nicht erneut festgestellt werden kann;
  • (d) das Lösen des Packers; und
  • (e) das tiefere Bohren des Bohrlochs mit der Bohrkrone.

Bei einer Ausführungsform umfasst Schritt (c) das Betätigen einer Packersperre in der Werkzeugkette.

Bei einer Ausführungsform umfasst der Schritt des Betätigens der Packersperre das Rotieren der Werkzeugkette.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter nach Schritt (b) und vor Schritt (c) die folgenden Schritte: das Öffnen des Testerventils, so dass Fluid aus einer interessanten Zone in dem Bohrloch in die Werkzeugkette fliessen wird; und das Schliessen des Testerventils.

Bei einer Ausführungsform können die Schritte des Öffnens und des Schliessens des Testerventils vor Schritt (c) wiederholt werden.

Bei einer Ausführungsform umfasst das Verfahren weiter nach Schritt (b) und vor Schritt (c) das Lösen des Packers und das Wiederholen von Schritt (b) und der Schritte des Öffnens und Schliessens des Testerventils.

Wir beziehen uns nun auf die beiliegenden Zeichnungen, wobei:

1 eine Ausführungsform eines Systems gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt, während dasselbe in ein Bohrloch eingeführt und nahe des Bodens desselben positioniert wird;

2 das Schwerstangentestsystem in einer Testposition innerhalb des Bohrlochs neben einer interessanten Formation oder Zone darstellt;

3 das Schwerstangentestsystem während der Anwendung desselben für das weitere Bohren des Bohrloch nach dem Testen desselben darstellt.

Unter Bezugnahme auf diese Zeichnungen, und insbesondere auf 1 und 2, wird das Test-, Bohr- und Ziehsystem oder Gerät der vorliegenden Erfindung hier dargestellt und allgemein mit der Referenznummer 10 ausgezeichnet.

Das Gerät 10 wird während des Servicings eines Bohrlochs 12 angewendet, welches ein unverrohrtes Bohrloch 14 aufweist, welches eine interessante Untergrundformation 16 oder Zone durchschneidet. Ein Bezug auf ein Verfahren für das Servicing eines Bohrlochs wie hierin angewendet soll sich im weitesten Sinne sowohl auf das Testen eines Bohrlochs, bei welchem Fluid aus dem Bohrloch fliessen kann, wie auch auf das Behandeln eines Bohrlochs beziehen, wobei Fluid in das Bohrloch eingepumpt wird. „Servicing" schließt auch ein weiteres Bohren ein. Ein Bezug auf eine „interessante Zone", wie auch hierin angewendet, schließt eine Untergrundformation ein.

Das Gerät 10 befindet sich an dem unteren Ende des Bohrrohrs 18, welches sich an die Erdoberfläche erstreckt. Eine vorbestimmte Anzahl von Meißelschäften 20 wird angewendet, um ein Bohrgestänge einschließlich des Bohrrohrs 18 und des Geräts 10 einer gewünschten Länge herzustellen.

Unter den Meißelschäften 20 definiert ein Backup-Umkehrventil 22 eine Umkehröffnung 24, welche wie weiter unten noch eingehender beschrieben wird mit dem Bohrrohr 18 in Verbindung gestellt werden kann.

Das Gerät 10 umfasst auch ein Paar von getrennt angeordneten Meißelschäften 26 und 28, von welchen ein jeder jeweils einen Stabilisierer 30 und 32 aufweist. Die Stabilisierer 30 und 32 leiten das Gerät 10, wenn dasselbe in das Bohrloch 14 herabgelassen wird, und halten das Gerät im Wesentlichen innerhalb des Bohrlochs zentralisiert. Die Stabilisierer 30 und 32 können auch als oberer Stabilisierer 30 und unterer Stabilisierer 32 bezeichnet werden.

Zwischen den oberen und unteren Stabilisierern 30 und 32 ist das Gerät 10 positioniert und umfasst ein an der Erdoberfläche ablesbares (SRO-) Testerventil und ein Umkehrventil 36, sowohl wie einen Packer 38 für unverrohrte Bohrlöcher. Bei der dargestellten Ausführungsform wird der Packer 38 als ein Kompressionspacker mit einem daran befindlichen elastomerischen Packerelement 40 gezeigt. Andere Typen von Packern können auch angewendet werden, und die Erfindung soll nicht auf einen Kompressionspacker beschränkt werden. Das Gerät 10 umfasst außerdem einen perforierten Anker 42, welcher eine Vielzahl von Perforierungen 43 definiert.

Unter dem unteren Stabilisierer 32 befindet sich eine Bohrkrone 44. Die Bohrkrone 44 kann durch Rotieren des Bohrrohrs 18, und daher des Geräts 10, betätigt werden. Alternativ kann die Bohrkrone 44 durch Pumpen von Fluid durch einen Schlammmotor (nicht dargestellt) eines dem Fachmann bekannten Typs betätigt werden.

Das Umkehrventil 35 umfasst ein Isolierventil 45 und außerdem wenigstens eine Umkehröffnung 46. Das Isolierventil 45 ist ein Ventil, welches das trockene Bohrrohr 18 von der interessanten Formation 16 oder Zone isoliert. Die Umkehröffnungen 46 sind normalerweise geschlossen, wenn das Gerät 10 in das Bohrloch 12 eingeführt wird, wie auch das Isolierventil 45. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird das Umkehrventil 36 durch Rotieren betrieben, und das Isolierventil 45 und die Umkehröffnung 46 können mittels einer vorbestimmten Anzahl von Umdrehungen des Bohrrohrs 18 betrieben werden. Bei einer spezifischen Ausführungsform werden zwanzig Umdrehungen für das Öffnen des Isolierventils 45 und der Umkehröffnung 46 angewendet, obwohl die Erfindung diesbezüglich nicht eingeschränkt werden soll. Weitere Einzelheiten bezüglich des Betriebs des Umkehrventils 36 werden weiter unten aufgeführt.

Auch wird die Kompressionspackerausführungsform des Packers 38 wie weiter unten noch eingehender beschrieben wird in ihre abdichtende oder festgestellte Position platziert, indem ein Gewicht auf das Bohrrohr 18 auferlegt wird, so dass das Packerelement 40 kompressiert oder zusammengedrückt wird, bis es sich nach außen ausdehnt und in das Bohrloch 14 eingreift, wie am besten in 2 ersichtlich ist. Für andere Packertypen wird der Packer auf die normale Weise, wie zum Beispiel durch Aufblasen eines Packerelements eines aufblasbaren Packers, festgestellt.

Das Gerät 10 umfasst außerdem eine Packersperre 48, welche wie in 1 und 2 dargestellt eine nicht eingreifende Position aufweist, in welcher der Packer 38 in seiner abdichtenden Position festgestellt werden kann. Die Packersperre 40 weist weiter wie in 3 dargestellt eine eingreifende Position auf, in welcher der Packer 38 verriegelt wird, so dass derselbe nicht erneut festgestellt werden kann, wenn wieder ein Gewicht auf das Bohrrohr 18 auferlegt wird.

Bei der dargestellten Ausführungsform umfasst die Packersperre 48 einen Meißelschaftabschnitt 50 des Packers 38, welcher an einer Gewindeverbindung 54 über ein Gewinde mit einer Sperrhülse 52 verbunden ist. Die Sperrhülse ist an dem Umkehrventil 36 befestigt, so dass ein Rotieren des Bohrrohrs 18 ein Rotieren der Sperrhülse 52 im Verhältnis zu dem Meißelschaftabschnitt 50 verursachen wird. Ein Ansatz 56 ist an dem unteren Abschnitt des Packers 38 geformt, und ein unteres Ende 58 der Sperrhülse 52 wird in den Ansatz 56 eingreifen, wenn die Packersperre 48 sich wie weiter unten noch eingehender beschrieben in ihrer eingreifenden Position befindet.

Der perforierte Anker 42 umfasst ein Rückschlagventil 60, welches einen Fluß von Fluid durch die Perforierungen 44 erlaubt, wenn Fluid aus der interessanten Formation 16 oder Zone fließt, welches jedoch einen Fluß durch die Perforierungen während des Bohrens verhindert. Durch das Gerät 10 nach unten gepumpter Bohrschlamm wird daher während des Bohrverfahrens wie weiter unten noch eingehender beschrieben aus den Düsen 62 in der Bohrkrone 44 gedrückt.

Das SRO-Testerventil 34 umfasst eine daran geformte Verklinkungsfläche 64, welche für eine verriegelte Verbindung mit einer an der Erdoberfläche ablesbaren Testerventilsonde 68 adaptiert ist, welche an einer Drahtleitung 70 in das Gerät 10 eingeführt wird. Siehe 2. Die Testerventilsonde 68 kann einen Sampler 72 und/oder ein Durchflußmeßgerät oder einen „Spinner" 74 umfassen.

Das Gerät 10 ist an dem Bohrrohr 18 befestigt und wie vorher beschrieben konfiguriert. Das Bohrrohr 18 und das Gerät 10 werden bis an den Boden 76 des Bohrlochs 14 des Bohrlochs 12 eingeführt, ohne das Bohrrohr 18 zu füllen. Das heißt, das Isolierventil 45 wird geschlossen, und die Werkzeugkette wird zusammen mit dem Bohrrohr 18 trocken, oder wenigstens zum Teil trocken eingeführt, um eine Unterbalance für das Testen zu erzeugen. Das Bohrloch 14 wurde vorher auf eine herkömmliche Weise bis auf die Tiefe des Bodens 76 gebohrt.

Der Packer 38 wird nun festgestellt. Für den hier dargestellten Kompressionspacker wird dies durch Auferlegen eines Gewichts auf das Bohrrohr 18 und die Meißelschäfte 20 erzielt, und daher durch das Expandieren des Packerelements 40 in einen abdichtenden Eingriff mit dem Bohrloch 14. Andere Typen von Packer außer dem Kompressionspacker können auf ihre herkömmliche Weise festgestellt werden, zum Beispiel durch das Einpumpen von Fluid in ein aufblasbares Packerelement. Der Packer kann wie erwünscht vor dem Betätigen der Packersperre beliebig oft festgestellt und gelöst werden.

Die an der Erdoberfläche ablesbare Testerventilsonde 68 wird an einer Drahtleitung 70 in das Gerät 10 eingeführt und mit der Verklinkungsfläche 64 des SRO-Testerventils 34 verklinkt. Spannung wird dann auf die Drahtleitung 70 auferlegt, welche das Testerventil 34 durch die verklinkte Interaktion der Testerventilsonde 68 öffnet, welches wiederum der interessanten Formation 16 oder Zone erlaubt, Fluid in das bisher „trockene" Bohrrohr 18 weiterzuleiten. Da das Bohrrohr 18 leer ist, oder wenigstens einen niedrigeren Druck aufweist als die Formation, wenn das Testerventil 34 geöffnet ist, kann Fluid frei aus der interessanten Formation 16 oder Zone durch die Perforierungen 44 in dem perforierten Anker 42, und durch das Gerät 10 nach oben fliessen. Das Testen kann daher auf eine dem Fachmann bekannte Weise durchgeführt werden. Durch Loslassen der Drahtleitung 70 wird das Testerventil 34 für eine als „Einschlußperiode" bekannte Zeit geschlossen. Die Schritte des Auferlegens von Spannung auf die Drahtleitung 70 für das Öffnen des Testerventils 34 und des Loslassen der Drahtleitung für das Schliessen des Testerventils können beliebig oft wiederholt werden. Während des Tests kann ein Durchflußmeßgerät 74 angewendet werden, um Fließraten zu bestimmen, und ein Sampler 72 kann betätigt werden, um eine Fluidprobe in denselben einzuschliessen.

Nach Abschluß des Testverfahrens wird die Testerventilsonde 68 aus der Verklinkungsfläche 64 des Testerventils 34 ausgeklinkt und durch Ziehen an der Drahtleitung 70 von dem Werkzeug entfernt. Die Testerventilsonde 68 kann auch so konfiguriert werden, dass während des Herausziehens der Sonde Fluidtiefen bestimmt werden können.

Der Packer 38 kann nun gelöst werden, wie zum Beispiel durch Entfernen des Gewichts von dem Bohrrohr 18. Andere Typen von Packer können auf eine herkömmliche Weise, wie zum Beispiel durch das Ablassen eines aufblasbaren Packerelements, gelöst werden. Der Packer 38 kann für einen weiteren Test erneut festgestellt, und die Testerventilsonde 68 wieder mit dem Testerventil 34 verklinkt werden. Dieser Kreis des Feststellens des Packers 38, des Testens, und des Lösen des Packers 38 kann so oft wie gewünscht wiederholt werden.

Wenn keine weiteren Tests durchgeführt werden sollen wird das Bohrrohr 18 dann ungefähr zwanzig Umdrehungen nach rechts rotiert, welches die Umkehröffnungen 46 öffnet und auch das Isolierventil 45 innerhalb des durch Rotieren geöffneten Umkehrventils 36 öffnet. Die Fluidprobe oder das „Entfernte" kann dann aus dem Bohrloch 12 herausgeholt und analysiert werden.

Nach dem Herausholen wird das Bohrrohr 18 ungefähr zwanzig weitere Umdrehungen nach rechts rotiert. Dies verursacht ein Schliessen der Umkehröffnungen 46 in dem durch Rotieren betriebenen Umkehrventil 36, während das Isolierventil 45 offen gehalten wird.

Diese zusätzlichen zwanzig Umdrehungen verursachen außerdem ein Eingreifen der Packersperre 48. Dank der Gewindeverbindung 54 wird die Packersperrhülse 52 während des Rotierens nach unten bewegt, so dass dieselbe wie in 3 dargestellt in den Ansatz 56 des Packers 38 eingreift. Die Packersperre 48 ist so adaptiert, dass ein Gewicht wieder auf den illustrierten Kompressionspacker auferlegt werden kann, wenn Spannung wieder auf den Packer 38 auferlegt wird, um denselben aus dem Bohrloch 14 zu lösen ohne das Packerelement 40 wieder zusammen zu drücken und den Packer erneut festzustellen. Das Eingreifen des unteren Endes 58 der Sperrhülse 52 in den Ansatz 56 absorbiert das Gewicht, so dass das Packerelement 40 nicht wieder zusammengedrückt wird.

Da der Packer 38 gesperrt ist und nicht erneut festgestellt werden kann, kann nun ein Gewicht auf die Bohrkrone 44 auferlegt werden, so dass ein weiteres Bohren durchgeführt werden kann. Während des Bohrverfahrens wird Bohrschlamm durch das Bohrrohr 18 und das Gerät 10 nach unten gepumpt, um Schnittstücke auszuschwemmen. Das Bohren kann durch Rotieren des Bohrrohrs 18 und des Geräts 10, oder alternativ durch das Pumpen von Fluid durch einen Schlammmotor (nicht dargestellt) wie weiter oben beschrieben durchgeführt werden.

Das Rückschlagventil 60 in dem perforierten Anker 42 schließt die Perforierungen und leitet den Schlamm wie weiter oben beschrieben durch die Bohrkrone 44 und die Düsen 62. 3 zeigt die mittels der Packersperre 48 erzeugte Sperrposition des Packers 38 und zeigt das weitere Bohren mit der Bohrkrone 44 bis auf einen neuen Boden 78 des Bohrlochs 12.

Wenn das weitere Bohren abgeschlossen ist können das Bohrrohr 18 und das Gerät 10 aus dem Bohrloch 12 heraus an die Erdoberfläche gezogen werden. Das durch Rotieren betriebene Umkehrventil 36 und die Packersperre 48 können dann erneut in ihren Originalpositionen festgestellt werden. Danach kann das Gerät 10 wieder in das Bohrloch 12 eingeführt werden, um den neu gebohrten Abschnitt des Bohrlochs 14 zu testen, und um wenn erwünscht weiter zu bohren.

Das Backup-Umkehrventil 22 wurde hier als durch Rotieren aktivierbar beschrieben, aber es könnte auch aus einem durch internen Druck betreibbaren Umkehrventil bestehen. Das Backup-Umkehrventil 22 in einer solchen, durch Druck betriebenen Konfiguration könnte höher eingestellt werden als der während des Bohrens zu erwartende Umlaufdruck. Wenn das Bohrrohr 18 geöffnet wird, würde dasselbe herausgezogen werden müssen, da Fluid nicht bis an die Bohrkrone 44 herunter zirkuliert werden kann.

Es wird daher deutlich, dass das Test-, Bohr- und Ziehsystem und das Verfahren der vorliegenden Erfindung ausreichend für das Erfüllen der erwähnten Ziele und Erreichen der Vorteile sowohl wie von solchen adaptiert ist, die darin inhärent sind. Während eine zurzeit bevorzugte Ausführungsform des Geräts und des Verfahrens hier aus Veranschaulichungsgründen aufgeführt wurden können von einem Fachmann auf diesem Gebiet zahlreiche Änderungen der Anordnung und Konstruktion der Teile des Geräts und der Schritte des Verfahrens durchgeführt werden. Alle diese Änderungen sind in den Umfang und den Geist der beiliegenden Ansprüche eingeschlossen.


Anspruch[de]
  1. Ein Gerät (10) für die Anwendung an einem Bohrgestänge für das Testen eines unverrohrten Bohrlochs (14), umfassend: einen Packer (38) mit einer festgestellten Position für das abdichtende Eingreifen in das Bohrloch, und einer nicht festgestellten Position für das Lösen von dem Bohrloch; ein Testerventil (34) in Verbindung mit dem Bohrgestänge, und mit einer geöffneten Position, so dass Fluid von dem Bohrloch während eines Bohrlochtests in das Bohrgestänge fliessen wird, wenn der Packer festgestellt wird, und weiter mit einer geschlossenen Position; und eine Bohrkrone (44), welche für ein weiteres Bohren des Bohrlochs adaptiert ist, nachdem der Packer festgestellt und gelöst worden ist; dadurch gekennzeichnet, dass der Packer (38) in die festgestellte Position platziert wird, wenn Gewicht auf das Bohrgestänge aufgelegt wird, und in die nicht festgestellte Position platziert wird, wenn Gewicht von dem Bohrgestänge entfernt wird.
  2. Ein Gerät nach Anspruch 1, wobei der Packer (38) ein Kompressionspacker ist.
  3. Ein Gerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Packer (38) neu eingestellt werden kann, ohne denselben aus dem Bohrloch entfernen zu müssen.
  4. Ein Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend einen perforierten Anker in Verbindung mit dem Testerventil (34), durch welchen Fluid während des Bohrlochtests in das Bohrgestänge fliessen kann.
  5. Ein Gerät nach Anspruch 4, weiter umfassend ein Rückschlagventil in dem Anker, welches dafür adaptiert ist, während des Bohrlochtests einen Eintritt von Fluid in das Bohrgestänge zu erlauben und ein Ablassen von Fluid aus dem Anker während des Bohrens mit der Bohrkrone (44) zu verhindern.
  6. Ein Gerät nach Anspruch 1, weiter umfassend: eine Packersperre, welche betätigt werden kann, um das Neueinstellen des Packers (38) nach einem gewählten Zyklus des Feststellens und Lösens des Packers (38) zu verhindern.
  7. Ein Gerät nach Anspruch 6, wobei die Packersperre in einer Eingreifposition platziert wird, wenn dieselbe betätigt wird, was ein Neueinstellen des Packers (38) verhindert, wenn Gewicht auf das Bohrgestänge aufgelegt wird, und nachdem der Packer (28) festgestellt und danach gelöst worden ist.
  8. Ein Gerät nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Bohrkrone (44) rotiert werden kann, nachdem die Packersperre betätigt worden ist.
  9. Ein Gerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Packersperre (19) durch Rotieren des Bohrgestänges betätigt wird.
  10. Ein Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Testerventil (34) ein an der Erdoberfläche ablesbares Testerventil ist.
  11. Ein Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend ein Isolierventil (45) in Verbindung mit dem Bohrgestänge, und mit einer geschlossenen Position für das testen des Bohrlochs, und einer geöffneten Position, wobei das Bohrgestänge während des Bohrens in Verbindung mit dem Bohrloch platziert wird.
  12. Ein Gerät nach Anspruch 11, wobei das Isolierventil (45) durch Rotieren des Bohrgestänges betätigt wird.
  13. Ein Gerät nach Anspruch 11, wobei das Isolierventil (45) druckaktiviert ist.
  14. Ein Verfahren für das Testen und Bohren eines Bohrlochs, welches die folgenden Schritte umfasst:

    (a) das Einführen einer Werkzeugkette in das Bohrloch, und das Positionieren der Werkzeugkette neben einem untersten Abschnitt des Bohrlochs, wobei die Werkzeugkette umfasst: eine Länge eines Bohrgestänges (18); einen Packer (38), welcher mit dem Bohrgestänge verbunden ist; ein Testerventil (34); und eine Bohrkrone (44);

    (b) das Feststellen des Packers in einem abdichtenden Eingriff in einem unverrohrten Bohrloch (14) des Bohrlochs;

    (c) das Feststellen des Packers auf eine solche Weise, dass derselbe nicht neu eingestellt werden kann;

    (d) das Lösen des Packers; und

    (e) das tiefere Bohren des Bohrlochs mit der Bohrkrone.
  15. Ein Verfahren nach Anspruch 14, wobei Schritt (c) das Betätigen einer Packersperre in der Werkzeugkette umfasst.
  16. Das Verfahren nach Anspruch 15, wobei der Schritt des Betätigens der Packersperre das Rotieren der Werkzeugkette umfasst.
  17. Das Verfahren nach Anspruch 14, weiter umfassend, nach Schritt (b) und bevor Schritt (c), die folgenden Schritte: das Öffnen des Testerventils, so dass Fluid von einer interessanten Zone in dem Bohrloch in die Werkzeugkette fliessen wird; und das Schliessen des Testerventils.
  18. Das Verfahren nach Anspruch 17, wobei die Schritte des Öffnens und Schliessens des Testerventils vor Schritt (c) wiederholbar sind.
  19. Das Verfahren nach Anspruch 17, weiter umfassend, nach Schritt (b) und bevor Schritt (c), das Lösen des Packers, und das Wiederholen von Schritt (b) und der Schritte des Öffnens und Schliessens des Testerventils.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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