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Dokumentenidentifikation DE60026784T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001025825
Titel Wegwerfwindel
Anmelder Uni-Charm Corp., Shikokuchuo, Ehime, JP
Erfinder Otsubo, Technical Center, Toshifumi, Mitoyo-gun, Kagawa-ken 769-1602, JP
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60026784
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.02.2000
EP-Aktenzeichen 003007655
EP-Offenlegungsdatum 09.08.2000
EP date of grant 22.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse A61F 13/495(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61F 13/494(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61F 13/15(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Wegwerfwindel zum Aufnehmen und Zurückhalten von Körperausscheidungen.

Das US-Patent 3,605,746 beschreibt eine Windel mit einem Grundteil, das durch Schneiden einer Einkerbung in ein rechteckiges Stück Material und Verschweißen der Kanten der Einkerbung zum Bilden einer Naht hergestellt wird, wodurch ein kegelförmiges Aussehen des Grundteils erhalten wird. Die Windel weist auch ein Klappenteil auf, das im Bereich der Naht an dem Grundteil befestigt ist.

Die japanische Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift 1993-86320 beschreibt eine Wegwerfwindel mit einer flüssigkeitsdurchlässigen oberen Lage, einer flüssigkeitsundurchlässigen unteren Lage und einem zwischen diesen beiden Lagen angeordneten absorbierenden Kern. Der absorbierende Kern ist in einem Schrittbereich mit einer Tasche zur Aufnahme von Körperausscheidungen versehen. Die Tasche weist eine in Richtung von der oberen Fläche des absorbierenden Kerns nach unten verlaufende Vertiefung und einen von der oberen Fläche des absorbierenden Kerns ansteigenden Vorsprung auf, der eine Umfangskante der Vertiefung bildet.

Die japanische Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift 1994-21624 beschreibt eine Wegwerfwindel mit einer flüssigkeitsdurchlässigen oberen Lage, einer flüssigkeitsundurchlässigen unteren Lage und einem zwischen diesen beiden Lagen angeordneten absorbierenden Kern. Der absorbierende Kern ist in einem Taillenbereich mit einer Vertiefung zur Aufnahme von Körperausscheidungen versehen.

Mit beiden Vorschlägen wird beabsichtigt, den absorbierenden Kern mit der Vertiefung mit oder ohne den diese ringförmig umgebenden Vorsprung zu bilden und dadurch feste Körperausscheidungen wie zum Beispiel Stuhl in der Vertiefung zu halten.

Je nach der vorliegenden Situation können bei diesen bekannten Windeln jedoch verschiedene Probleme auftreten. Es wird angenommen, dass die auf dem absorbierenden Kern im Schrittbereich ausgebildete Tasche zur Aufnahme von Körperausscheidungen oder die auf dem absorbierenden Kern im Taillenbereich ausgebildete Vertiefung zur Aufnahme von Körperausscheidungen eventuell nicht an der richtigen Stelle liegt, um die Körperausscheidungen aufzunehmen. In diesem Fall können feste Körperausscheidungen nicht von der Tasche oder Vertiefung aufgenommen werden. Ist die Flüssigkeitsdurchlässigkeit der oberen Lage, die die obere Fläche der Windel bildet, nicht ausreichend, können flüssige Körperausscheidungen wie loser Stuhl aufgrund von Durchfall, nachdem sie von der Vertiefung oder Tasche aufgenommen wurden, wieder auf die Oberfläche der oberen Lage zurückfließen und sich seitwärts ausbreiten. Ist der absorbierende Kern relativ dünn, wie dies durch die jüngsten technischen Fortschritte ermöglicht wird, ist es schwierig, die Vertiefung oder Tasche zur Aufnahme einer gewünschten Menge von Körperausscheidungen auszubilden.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer dahingehend verbesserten Wegwerfwindel, dass Körperausscheidungen aufgenommen und in der Windel zurückgehalten werden können, ohne den absorbierenden Kern sowohl mit der Vertiefung als auch dem Vorsprung zu versehen.

Nach der vorliegenden Erfindung wird eine Wegwerfwindel mit einer geschichteten Stoffbahn bereitgestellt, die eine flüssigkeitsdurchlässige obere Lage, eine flüssigkeitsundurchlässige untere Lage und einen dazwischen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden Kern aufweist und einen vorderen Taillenbereich, einen hinteren Taillenbereich und einen dazwischen verlaufenden Schrittbereich bildet, wobei die geschichtete Stoffbahn eine Vertiefung mit einem Paar von entlang einer Längsmittellinie der Stoffbahn von dem hinteren Taillenbereich zu dem Schrittbereich verlaufenden verbundenen Kanten aufweist und in Richtung der von der Haut des Trägers entfernten Fläche der Stoffbahn vertieft ist, wobei die Vertiefung zwei entlang der verbundenen Kanten unterteilte Abschnitte aufweist, die einen Zwischenraum mit einer bestimmten Form zwischen den verbundenen Kanten bilden, bevor diese miteinander verbunden werden, und die Vertiefung, die gebildet wird, wenn die beiden Abschnitte näher zueinander gezogen und die verbundenen Kanten an der Längsmittellinie miteinander verbunden werden.

Nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nimmt der Zwischenraum vom hinteren Taillenbereich in Richtung des Schrittbereichs in Querrichtung allmählich ab und die Tiefe der Vertiefung nimmt vom hinteren Taillenbereich in Richtung des Schrittbereichs allmählich zu.

Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Paar von auslaufsicheren Manschetten vorgesehen, deren jede eine freie Seitenkante, die mit einem unter Spannung damit verbundenen Elastikteil versehen ist, und eine mit der oberen Fläche der oberen Lage verbundene proximale Seitenkante aufweist, so dass das Elastikteil die Manschette derart vorspannt, dass sie von der oberen Fläche der oberen Lage ansteigt, wobei die beiden Manschetten in der Längsrichtung nahe von in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten des absorbierenden Kerns verlaufen und wobei der Abstand zwischen den beiden Manschetten vom Schrittbereich in Richtung des hinteren Taillenbereichs allmählich abnimmt.

Nach noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung berühren die freien Seitenkanten der auslaufsicheren Manschetten einander im hinteren Taillenbereich.

Nach noch einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind in Längsrichtung entgegengesetzte Enden der auslaufsicheren Manschetten auf die Innenseite der Windel geklappt und mit der oberen Fläche der oberen Lage verbunden.

1 zeigt eine perspektivische Teilschnittansicht einer Wegwerfwindel nach einer typischen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 zeigt eine Aufsicht der Windel, bevor die in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten eines Ausschnitts miteinander verbunden werden.

3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Windel im Teilquerschnitt entlang der Linie A-A in 1.

4 zeigt eine Querschnittsansicht entlang der Linie B-B in 1.

Eine Wegwerfwindel nach der vorliegenden Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen ausführlich beschrieben.

1 zeigt eine perspektivische Teilschnittansicht einer Wegwerfwindel, und 2 zeigt eine Aufsicht der Windel, bevor die in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 24 (die zu verbindenden Kanten) eines Ausschnitts 23 (Zwischenraum) miteinander verbunden werden. Die Windel umfasst eine geschichtete Stoffbahn 1 mit einer flüssigkeitsdurchlässigen oberen Lage 2, einer flüssigkeitsundurchlässigen unteren Lage 3 und einem dazwischen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden Kern 4. Der flüssigkeitsabsorbierende Kern 4 ist mit der inneren Fläche mindestens einer der beiden Lagen 2 und 3 verbunden. Die Stoffbahn 1 ist mit einem Paar von auslaufsicheren Manschetten 5 versehen, die in Längsrichtung der Stoffbahn 1 verlaufen. Vom Aufbau her weist die Stoffbahn 1 einen vorderen Taillenbereich 20, einen hinteren Taillenbereich 22 und einen in Längsrichtung der Stoffbahn 1 zwischen dem vorderen und dem hinteren Taillenbereich 20 und 22 verlaufenden Schrittbereich 21 auf. Die Stoffbahn 1 ist durch in Querrichtung gegenüberliegende Seitenkanten 13 und 14, die nach innen in Richtung der Stoffbahn 1 im Schrittbereich 21 verlaufen, und in Längsrichtung entgegengesetzte Enden 11 und 12 konturiert, die in Querrichtung verlaufen, so dass sie die Seitenkanten 13 und 14 schneiden.

Die Stoffbahn ist mit einer von nahe der Längsmitte 21a des Schrittbereichs 21 bis nahe dem Ende 12 des hinteren Taillenbereichs 22 verlaufenden Tasche P (Vertiefung) versehen und in Richtung der von der Haut des Trägers entfernten Fläche der Stoffbahn 1 vertieft. Die Tasche P wird durch Verbindung der in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 24 und 24 des Ausschnitts 23 gebildet, die vom hinteren Taillenbereich 22 zum Schrittbereich 21 verlaufen.

Der Ausschnitt 23 ist V-förmig und verläuft von dem hinteren Taillenbereich 22 bis nahe der Längsmitte 21a des Schrittbereichs 21 symmetrisch um eine in Längsrichtung verlaufende Längsmittellinie Y, die eine Querabmessung der Stoffbahn 1 in zwei Hälften teilt. Der Abstand L zwischen den in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 24 und 24 des Ausschnitts 23 und der Längsmittellinie Y nimmt vom hinteren Taillenbereich 22 in Richtung des Schrittbereichs 21 allmählich ab. Es ist zu beachten, dass der Ausschnitt 23 nicht auf die V-Form beschränkt ist, sondern auch eine U-Form mit einem spitzen oder stumpfen Winkel an der Längsmitte 21a des Schrittbereichs 21 aufweisen kann.

Die Stoffbahn 1 ist weiter mit einem Paar von nach außen von in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 4a des absorbierenden Kerns 4 verlaufenden Seitenklappen 6 und 6 versehen, die im Schrittbereich 21 jeweils relativ schmal und im vorderen und hinteren Taillenbereich 20 und 22 jeweils relativ breit sind. Die Seitenklappen 6 und 6 sind mit mehreren Elastikteilen 7 und 7 versehen, die entlang der Seitenkanten 13 und 14 der Stoffbahn 1 verlaufen und unter Spannung an den jeweiligen Seitenklappen 6 und 6 befestigt sind. Diese Elastikteile 7 und 7 sind Beinöffnungen zugehörig.

Die Stoffbahn 1 ist zusätzlich auf ihrer inneren Fläche mit einem Paar von auslaufsicheren Manschetten 5 und 5 versehen, die in Längsrichtung nahe den Seitenkanten 4a und 4a des absorbierenden Kerns 4 verlaufen. Die Manschetten 5 weisen proximale Kanten 5b und 5b auf, die mit der oberen Fläche der oberen Lage 2 verbunden sind und deren in Längsrichtung entgegengesetzte Enden 5c und 5c kurz vor den entsprechenden Enden der Stoffbahn 1 liegen. Diese in Längsrichtung entgegengesetzten Enden 5c und 5c sind auf die obere Fläche der oberen Lage 2 geklappt und mit dieser verbunden. Die auslaufsicheren Manschetten 5 und 5 sind entlang ihrer freien Seitenkanten 5a und 5a mit Elastikteilen 10 und 10 versehen, die unter Spannung mit den freien Seitenkanten 5a und 5a verbunden sind, so dass die Elastikteile 10 und 10 sich zusammenziehen, wenn die Stoffbahn 1 in Längsrichtung mit der inneren Fläche der Stoffbahn 1 nach innen gewölbt wird. Das Zusammenziehen der Elastikteile 10 und 10 bewirkt, dass sich die Manschetten 5 und 5 auf der Stoffbahn 1 aufrichten und dass gleichzeitig die freien Seitenkanten 5a und 5a der Manschetten 5 und 5 Raffungen bilden. Der Abstand zwischen den beiden Manschetten 5 und 5 nimmt vom Schrittbereich 21 in Richtung des hinteren Taillenbereichs 22 allmählich ab. Im hinteren Taillenbereich 22 berühren die freien Seitenkanten 5a und 5a der Manschetten 5 und 5 einander, so dass diese Manschetten 5 und 5 die Tasche P in dem hinteren Taillenbereich 22 umgeben.

In dem vorderen und dem hinteren Taillenbereich 20 und 22 ist die Stoffbahn 1 entlang der in Längsrichtung entgegengesetzten Enden 11 und 12 mit einem Paar von folienartigen Elastikteilen 8 bzw. 9 versehen, die quer zu der Stoffbahn 1 verlaufen. Diese folienartigen Elastikteile 8 und 9 sind einer Taillenöffnung zugehörig. Diese folienartigen Elastikteile 8 und 9 sind zwischen der oberen Lage 2 und der unteren Lage 3 angeordnet und unter Spannung mit mindestens einer dieser Lagen 2 und 3 verbunden. In 1 sind diese Elastikteile 8 und 9 in ihrem entspannten Zustand gezeigt, so dass Raffungen entlang der in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 13 und 14 der Stoffbahn 1 im Schrittbereich 21 sowie entlang der in Längsrichtung entgegengesetzten Enden 11 und 12 der Stoffbahn 1 gebildet werden.

Im hinteren Taillenbereich 22 sind die in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 13 und 14 mit einem Paar von Klebestreifen 15 und 15 versehen, die von den Seitenkanten 13 und 14 nach innen quer zu der Stoffbahn 1 verlaufen. Die proximalen Enden dieser Klebestreifen 15 und 15 sind mit dem hinteren Taillenbereich 22 verbunden, und ihre freien Enden sind mit Klebstoff beschichtet. Im vorderen Taillenbereich 20 ist die äußere Fläche der Stoffbahn 1 mit einem Paar von Befestigungszonen in Form von Aufnahmestreifen versehen, so dass die jeweiligen Klebestreifen 15 und 15 mit Hilfe des auf die inneren Flächen der Klebestreifen 15 und 15 aufgebrachten Klebstoffs an den entsprechenden Aufnahmestreifen befestigt werden können. Auf diese Weise werden eine Taillenöffnung und ein Paar von Beinöffnungen gebildet (nicht gezeigt).

3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Stoffbahn 1 im Teilquerschnitt entlang der Linie A-A in 1, und 4 zeigt eine Querschnittsansicht entlang der Linie B-B in 1. 3 zeigt die Manschetten 5 und 5 im auf der inneren Fläche der Stoffbahn 1 aufgerichteten Zustand. Entlang der in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten 24 und 24 des Ausschnitts 23 sind Abschnitte der oberen Fläche der oberen Lage 2 miteinander verbunden, und nach unten über die obere Lage 2 hinaus verlaufende Abschnitte der oberen Fläche der unteren Lage sind ebenfalls miteinander verbunden.

Bei der Stoffbahn 1 liegen die in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten der oberen Lage 2 nahe den jeweiligen Seitenkanten 4a und 4a des absorbierenden Kerns 4, und die in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten der unteren Lage 3 verlaufen weiter nach außen über die jeweiligen Seitenkanten der oberen Lage 2 hinaus. Die beiden Manschetten 5 und 5 sind durch ein von der in Querrichtung inneren Zone der Stoffbahn 1 nach außen verlaufendes Vlies gebildet. Entlang der freien Seitenkanten 5a und 5a der jeweiligen Manschetten 5 und 5 ist das Vlies auf die innere Fläche der Stoffbahn 1 umgeklappt, um die Elastikteile 10 und 10 einzuschließen, und diese Elastikteile 10 und 10 sind intermittierend mit den jeweiligen Manschetten 5 und 5 verbunden. Die Manschetten 5 und 5 sind in ihren von den proximalen Kanten 5b und 5b quer zur Stoffbahn 1 nach außen verlaufenden Zonen mit den jeweiligen Seitenkanten der unteren Lage 3 verbunden. Während die freien Seitenkanten 5a und 5a der jeweiligen Manschetten 5 und 5 im hinteren Taillenbereich 22 miteinander verbunden sein können, sind sie im hinteren Taillenbereich 22 vorzugsweise miteinander verbunden, damit ein Auslaufen von Körperausscheidungen im hinteren Taillenbereich 22 zuverlässiger verhindert werden kann.

Die Seitenkantenzonen der unteren Lage 3 sind jeweils mit einem Abschnitt der Manschette 5 kombiniert, um die jeweilige Seitenklappe 6 zu bilden, und das dazwischen angeordnete Elastikteil 7 für die Beinöffnung ist intermittierend mit mindestens der unteren Lage 3 oder der Manschette 5 verbunden.

Wie aus 4 ersichtlich, nimmt die Tiefe L2 der Tasche P vom hinteren Taillenbereich 22 in Richtung des Schrittbereichs 21 allmählich zu, und die Tiefe L2 erreicht ihr Maximum nahe der Mittelzone 21a des Schrittbereichs 21.

Die obere Lage 2 kann von einer flüssigkeitsdurchlässigen Lage wie zum Beispiel einem Vlies oder einer porösen Kunststofffolie gebildet werden, vorzugsweise aus einer Lage, die nicht nur flüssigkeitsdurchlässig, sondern auch hydrophob ist. Die untere Lage 3 kann von einer flüssigkeitsundurchlässigen Kunststofffolie oder einem Laminat aus einer solchen Kunststofffolie und einem hydrophoben Vlies gebildet werden, vorzugsweise aus einer atmungsfähigen und flüssigkeitsundurchlässigen Lage. Die auslaufsicheren Manschetten 5 können aus einem atmungsfähigen Vlies gebildet werden, vorzugsweise einer atmungsfähigen und flüssigkeitsundurchlässigen Vlieslage. Das Vlies kann ausgewählt werden aus einer Gruppe mit unter anderem einem Spinnvlies, einem Spunlaced-Vlies und einem Schmelzblasvlies, die jeweils Fasern mit einem Basisgewicht von 5 bis 150 g/m2 enthalten. Der absorbierende Kern 4 besteht aus einer Mischung von flauschigem Zellstoff und superabsorbierenden Polymerkörnern, die auf eine gewünschte Dicke zusammengepresst und vollständig mit einer wasserdurchlässigen Lage wie zum Beispiel Tissuepapier bedeckt ist. Das Verbinden dieser Elemente kann mit einem geeigneten Klebstoff wie zum Beispiel Schmelzkleber, Leim oder einem Heißsiegelverfahren erfolgen.

Bei der Wegwerfwindel nach der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Tasche zum Aufnehmen und Zurückhalten von Körperausscheidungen in der Windel auszubilden, ohne den absorbierenden Kern mit einer Vertiefung und einem Vorsprung zu versehen. Feste Körperausscheidungen werden in der tiefsten Zone der Tasche nahe der Mitte des Schrittbereichs aufgenommen und zurückgehalten. Dadurch wird ein Auslaufen der Körperausscheidungen zurück aus der Windel verhindert. Flüssige Körperausscheidungen fließen in die tiefste Zone der Tasche und werden von dem absorbierenden Kern durch die obere Lage aufgenommen, wobei nicht zu befürchten ist, dass die Körperausscheidungen zur oberen Fläche der oberen Lage zurückfließen und sich durch diese verteilen.

Der Abstand zwischen den beiden auslaufsicheren Manschetten nimmt vom Schrittbereich in Richtung des hinteren Taillenbereichs, in dem die freien Seitenkanten der Manschetten einander berühren, um die Tasche zu umgeben, allmählich ab. Auf diese Weise dienen die Manschetten als wirksame Sperren, um das Auflaufen von Körperausscheidungen im hinteren Taillenbereich zu verhindern.


Anspruch[de]
  1. Wegwerfwindel mit einer geschichteten Stoffbahn (1), das eine flüssigkeitsdurchlässige obere Lage (2), eine flüssigkeitsundurchlässige untere Lage (3) und einen dazwischen angeordneten flüssigkeitsabsorbierenden Kern (4) aufweist und einen vorderen Taillenbereich (20), einen hinteren Taillenbereich (22) und einen in Längsrichtung dazwischen verlaufenden Schrittbereich (21) mit einer Längsmitte (21a) bildet, wobei die geschichtete Stoffbahn (1) mit einer Vertiefung (P) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (P) von nahe der Längsmitte (21a) des Schrittbereichs (21) bis nahe einem in Längsrichtung gelegenen und in Querrichtung verlaufenden Ende (12) des hinteren Taillenbereichs (22) verläuft, wobei die Vertiefung (P) in Richtung der von der Haut des Trägers entfernten Fläche der Stoffbahn (1) vertieft ist und durch Haften von in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten (24) eines vom hinteren Taillenbereich (22) zum Schrittbereich (21) verlaufenden Ausschnitts (23) gebildet ist.
  2. Windel nach Anspruch 1, wobei der Ausschnitt (23) vom hinteren Taillenbereich (22) in Richtung des Schrittbereichs (21) in Querrichtung allmählich abnimmt und in der Tiefe (L2) allmählich zunimmt.
  3. Windel nach Anspruch 2 mit einem Paar von auslaufsicheren Manschetten (5), deren jede eine freie Seitenkante (5a), die mit einem unter Spannung damit verbundenen Elastikteil (10) versehen ist, und eine mit der oberen Fläche der oberen Lage (2) verbundene proximale Seitenkante (5b) aufweist, wobei das Elastikteil (10) die Manschette (5) derart vorspannt, daß sie von der oberen Fläche der oberen Lage (2) ansteigt, wobei die beiden Manschetten (5) in der Längsrichtung nahe von in Querrichtung gegenüberliegenden Seitenkanten (4a) des absorbierenden Kerns (4) verlaufen, und wobei der Abstand zwischen den beiden Manschetten (5) vom Schrittbereich (21) in Richtung des hinteren Taillenbereichs (22) allmählich abnimmt.
  4. Windel nach Anspruch 3, wobei die freien Seitenkanten (5a) der auslaufsicheren Manschetten (5) in den hinteren Taillenbereich (22) einander berühren.
  5. Windel nach Anspruch 3, wobei die in Längsrichtung entgegengesetzten Enden (5c) der auslaufsicheren Manschetten (5) auf eine Innenseite der Windel geklappt und mit der oberen Fläche der oberen Lage (2) verbunden sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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