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Dokumentenidentifikation DE60027154T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001180007
Titel VERWENDUNG EINER KOMBINATION VON AMINOSÄUREN MIT ALIPHATISCHER SEITENKETTE UND MIT BASISCHER SEITENKETTE IN TOPISCHEN HAARBEHANDLUNGSMITTELN
Anmelder Unilever N.V., Rotterdam, NL
Erfinder TUCCORI, Sonia Regina Mangiavacchi, Wirral, Merseyside CH63 3JW, GB
Vertreter Lederer & Keller, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60027154
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.05.2000
EP-Aktenzeichen 009312331
WO-Anmeldetag 12.05.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/EP00/04420
WO-Veröffentlichungsnummer 2000071086
WO-Veröffentlichungsdatum 30.11.2000
EP-Offenlegungsdatum 20.02.2002
EP date of grant 05.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse A61Q 5/00(2006.01)A, F, I, 20060314, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 8/64(2006.01)A, L, I, 20060314, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung bezieht sich auf die Verwendung bestimmter ausgewählter Aminosäuren als Inhaltsstoffe zur Reparatur und/oder Vorbeugung von gespaltenen Spitzen im Haar in topischen Haarbehandlungszusammensetzungen, wie Shampoos und Spülungen.

Hintergrund der Erfindung

Gespaltene Spitzen sind ein Phänome, das sich im Haarschaft manifestiert, der an den Spitzen porös wird und sich spaltet. Gespaltene Spitzen werden unter anderem durch starkes mechanisches Strapazieren des Haars, zum Beispiel durch häufiges Bürsten, Toupieren oder Kämmen gegen einen hohen Kämmwiderstand, verursacht. Ein hoher Kämmwiderstand in trockenem Haar kann durch die Schädigung der Haaroberfläche, statische Aufladung oder Klebrigkeit aufgrund des Rückstandes von Stylinghilfsmitteln wie Haarsprayharzen hervorgerufen werden. Das Risiko für gespaltene Spitzen wird auch durch die Schwächung der Haarstruktur erhöht, die durch häufige Verwendung von scharfen chemischen Behandlungen wie Dauerwellen, Bleichpräparate oder Färbemittel hervorgerufen wird.

Demgemäß mangelte es nicht an Vorschlägen zur Behandlung von Haar, das durch gespaltene Spitzen beschädigt war, um das weitere Fortschreiten der Spaltung aufzuhalten und dem geschädigten Haar ein gesundes Aussehen wiederzugeben. Es sind verschiedene kosmetische Präparate zur Reparatur von geschädigtem Haar bekannt, einschließlich Heißölbehandlungen als Ersatz für durch Shampoo entfernte Öle, und viele andere Haarspülungen, die die durch die oben beschriebenen scharfen chemischen Behandlungen hervorgerufene Schädigung reparieren sollen.

Solche kosmetischen Präparate sind jedoch auf vielfältige Weise nicht zufriedenstellend. Viele der Behandlungen enthalten chemische Verbindungen, die für die Reparatur des Haars nicht gebraucht werden. Solche nutzlosen chemischen Verbindungen können eine zusätzliche Schädigung des Haars verursachen oder das Haar auf eine Weise beschichten, die das Aussehen des Haars nachteilig beeinträchtigt.

Andere Behandlungen zielen auf spezielle Arten von Schädigung und können die Kombination mit anderen kosmetischen Behandlungen erforderlich machen, um die gesamte Schädigung des Haars zu reparierten. Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen kosmetischen Behandlungen können zusätzliche Schwierigkeiten erzeugen. Menschen mit empfindlicher Haut können nachteilige Reaktionen auf Chemikalien, die in diesen kosmetischen Behandlungen vorhanden sind, erfahren.

Wir haben nunmehr herausgefunden, daß bestimmte ausgewählte Aminosäuren zur Reparatur und/oder Vorbeugung von gespalteten Spitzen im Haar besonders effektiv sind. Vorteilhafterweise sind dies sichere und natürliche Inhaltsstoffe, die einfach in topische Haarbehandlungszusammensetzungen wie Shampoos und Spülungen zu formulieren sind, und sich ferner nicht auf dem Haar absetzen oder es auf die oben, in bezug auf Formulierungen des Standes der Technik, die zur Behandlung gespaltener Spitzen im Haar vorgesehen sind, beschriebene Weise beschichten.

Aminosäuren sind bekanntermaßen für die Ernährung der menschlichen Haarwurzel und das Wachstum von menschlichem Haar bekannt.

GB 1 401 089 beschreibt Haarbehandlungszusammensetzungen, die natürliche Aminosäuren oder Proteinhydrolysate enthalten. Besonders bevorzugt sind Glycin, Glutaminsäure, Asparaginsäure, Lysin, Serin und Alanin, weil diese Aminosäuren in Form von Polypeptiden in den Substanzen Kollagen und Keratin, die als strukturelle Komponenten der menschlichen Haut und des Haars vorkommen, natürlich vereinigt zu finden sind. Es wird eine Shampoozusammensetzung beschrieben, die Proteinhydrolysate enthält, die aus der vollständigen Hydrolyse von Kollagen resultieren.

EP 0 186 025 offenbart kosmetische Präparate zur Pflege der Haut und des Haars mit einem Hydrolysat von Mandelprotein. Mandelprotein ist durch einen hohen Gehalt an sauren und basischen Aminosäuren gekennzeichnet und enthält 40–50 Gew.-% Glutaminsäure, Asparaginsäure und Arginin.

Zahlreiche Veröffentlichungen beschreiben die Verwendung einer Reihe von Aminosäuren, oftmals in „Cocktail"-Form, in Lotionen oder Tonika zur topischen Auftragung zur Behand-lung von Kahlheit und anderen Haut-, Kopfhaut- und Haarerkrankungen. Beispiele für solche Offenbarungen sind JP 59/007,111, das sich auf ein Haarkosmetikum mit schuppenvorbeugenden Eigenschaften, enthaltend Vitamin E Acetat und Methionin, bezieht, CA 888,689, das Haar- und Kopfhautpräparate zur Normalisierung der Kopfhautsekretionen und Förderung des Haarwachstums beschreibt, die unter anderem Cystein und Methionin in einer Base, die Bergamottöl und einen nicht-ionischen Emulgator enthält, enthalten können, und WO 92/00720, das eine Zusammensetzung, enthaltend L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin, die das Wachstum und die Regeneration von Haar und Nägeln stimulieren soll, beschreibt.

Der oben beschriebene Stand der Technik befaßt sich nicht mit der Reparatur und/oder Vorbeugung gespaltener Spitzen im Haar durch eine Kombination bestimmter ausgewählter Aminosäuren.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt die Verwendung einer Kombination aus

  • (i) einer Aminosäure mit einer aliphatischen Seitenkette; und
  • (ii) einer Aminosäure mit einer basischen Seitenkette
in einer topischen Haarbehandlungszusammensetzung zur Reparatur und/oder Vorbeugung gespaltener Spitzen im Haar.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung Aminosäure (i)

Aminosäuren (i) mit einer aliphatischen Seitenkette können aus Glycin, Alanin, Valin, Leucin und Isoleucin und Gemischen davon ausgewählt werden. Glycin weist ein Wasserstoffatom als seine Seitekette auf, Alanin eine Methylgruppe und größere Kohlenwasserstoffketten (mit einer Länge von drei und vier Kohlenstoffen) sind in Valin, Leucin und Isoleucin zu finden. Diese größeren aliphatischen Seitenketten sind hydrophob.

Bevorzugt wird die Aminosäure (i) aus Valin, Leucin und Isoleucin und Gemischen davon ausgewählt. Isoleucin ist die am stärksten bevorzugte Aminosäure (i) zur Verwendung gemäß der Erfindung.

Einfache Derivate der Aminosäure (i) können eingesetzt werden, wie Salze und Hydrosalze.

Die Gesamtmenge an Aminosäure (i) kann geeigneterweise im Bereich von 0,001 bis 5 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Haarbehandlungszusammensetzung, in der sie eingesetzt wird, liegen. Bevorzugt beträgt die Menge an Aminosäure (i) mindestens 0,01 Gew.-% und wird idealerweise im Bereich von 0,01 bis 2 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht liegen.

Aminosäure (ii)

Aminosäuren (ii) mit einer basischen Seitenkette können aus Lysin, Arginin und Histidin und Gemischen davon ausgewählt werden. Diese Aminosäuren sind aufgrund ihrer polaren Seitenketten hydrophil. Lysin und Arginin sind bei einem neutralen pH positiv geladen, wohingegen Histidin in Abhängigkeit seiner lokalen Umgebung ungeladen oder positiv geladen sein kann.

Bevorzugt wird die Aminosäure (ii) aus Lysin und Arginin und Gemischen davon ausgewählt. Lysin ist die am stärksten bevorzugte Aminosäure (ii) zur Verwendung gemäß der Erfindung.

Einfache Derivate der Aminosäure (ii) können eingesetzt werden, wie Salze und Hydrosalze.

Die Gesamtmenge an Aminosäure (ii) kann geeigneterweise im Bereich von 0,01 bis 10 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Haarbehandlungszusammensetzung, in der sie eingesetzt wird, liegen. Bevorzugt beträgt die Menge an Aminosäure (ii) mindestens 0,1 Gew.-% und wird idealerweise im Bereich von 0,1 bis 5 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht liegen.

Wir haben überraschend herausgefunden, daß die Kombination der Aminosäuren (i) und (ii) eine nützliche synergistische Wechselwirkung in bezug auf die Reparatur und/oder Vorbeugung von gespaltenen Spitzen im Haar hat, die die Wirksamkeit einer der beiden Klassen von Aminosäure signifikant übersteigt, wenn sie getrennt bei den gleichen Niveaus oder sogar bei höheren Niveaus verwendet werden.

Produktform

Vorteilhafterweise können Zusammensetzungen, die die Aminosäuren (i) und (ii) zur Verwendung gemäß der Erfindung umfassen, als ein Shampoo formuliert werden und werden dann demgemäß ein oder mehrere oberflächenaktive Reinigungsmittel umfassen, die kosmetisch akzeptabel und zur topischen Auftragung auf das Haar geeignet sind.

Geeignete oberflächenaktive Reinigungsmittel, die einzeln oder in Kombination verwendet werden können, werden aus anionischen, amphoteren und zwitterionischen oberflächenaktiven Mitteln und Gemischen davon ausgewählt.

Beispiele für anionische oberflächenaktive Mittel sind Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkarylsulfonate, Alkanoylisethionate, Alkylsuccinate, Alkylsulfosuccinate, N-Alkylsarcosinate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Alkylethercarboxylate und alpha-Olefinsulfonate, insbesondere deren Natrium-, Magnesium-, Ammonium- und Mono-, Di- und Triethanolaminsalze. Die Alkyl- und Acylgruppen enthalten im allgemeinen 8 bis 18 Kohlenstoffatome und können ungesättigt sein. Die Alkylethersulfate, Alkyletherphosphate und Alkylethercarboxylate können 1 bis 10 Ethylenoxid- oder Propylenoxideinheiten pro Molekül enthalten.

Bevorzugte anionische oberflächenaktive Mittel umfassen Natriumoleylsuccinat, Ammoniumlaurylsulfosuccinat, Ammoniumlaurylsulfat, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Triethanolamindodecylbenzolsulfonat, Natriumcocoylisethionat, Natriumlaurylisethionat und Natrium-N-laurylsarcosinat. Die am stärksten bevorzugten anionischen oberflächenaktiven Mittel sind Natriumlaurylsulfat, Triethanolaminmonolaurylphosphat, Natriumlaurylethersulfat 1EO, 2EO und 3EO, Ammoniumlaurylsulfat und Ammoniumlaurylethersulfat 1EO, 2EO und 3EO.

Beispiele für amphotere und zwitterionische oberflächenaktive Mittel umfassen Alkylaminoxide, Alkylbetaine, Alkylamidopropylbetaine, Alkylsulfobetaine (Sultaine), Alkylglycinate, Alkylcarboxyglycinate, Alkylamphopropionate, Alkylamphoglycinate, Alkylamidopropylhydroxysultaine, Acyltaurate und Acylglutamate, worin die Alkyl- und Acylgruppen 8 bis 19 Kohlenstoffatome aufweisen. Bevorzugte amphotere und zwitterionische oberflächenaktive Mittel umfassen Laurylaminoxid, Cocodimethylsulfopropylbetain und bevorzugt Laurylbetain, Cocamidopropylbetain und Natriumcocamphopropionat.

Das/Die oberflächenaktive(n) Reinigungsmittel können in Shampoozusammensetzungen zur Verwendung gemäß der Erfindung in einer Gesamtmenge von etwa 1 bis etwa 40 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Shampoozusammensetzung, bevorzugt etwa 2 bis etwa 30 Gew.-%, optimalerweise etwa 10 bis 30 Gew.-% vorhanden sein.

Shampoos zur Verwendung gemäß der Erfindung können auch nicht-ionische oberflächenaktive Mittel umfassen, die der Zusammensetzung ästhetische, physikalische oder Reinigungseigenschaften verleihen sollen. Das nicht-ionische oberflächenaktive Mittel kann in einer Menge im Bereich von 0 bis etwa 5 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht, vorhanden sein.

Beispielsweise umfassen repräsentative nicht-ionische oberflächenaktive Mittel Kondensationsprodukte von aliphatischen primären oder sekundären, linearen oder verzweigtkettigen (C8-C18)-Alkoholen oder Phenolen mit Alkylenoxiden, für gewöhnlich Ethylenoxid und im allgemeinen mit 6 bis 30 Ethylenoxidgruppen.

Andere repräsentative nicht-ionische Mittel umfassen Mono- oder Di-alkylalkanolamide. Beispiele umfassen Cocomono- oder -di-ethanolamid und Cocomono-isopropanolamid.

Weitere nicht-ionische oberflächenaktive Mittel, die enthalten sein können, sind die Alkylpolyglycoside (APGs). Typischerweise ist APG eines, das eine Alkylgruppe umfaßt, die (gegebenenfalls über eine Brückengruppe) an einen Block aus einer oder mehreren Glycosylgruppen gebunden ist. Bevorzugte APGs werden durch die folgende Formel definiert: RO-(G)n worin R eine verzweigte oder geradkettige Alkylgruppe ist, die gesättigt oder ungesättigt sein kann, und G eine Saccharidgruppe ist.

R kann geeigneterweise eine mittlere Alkylkettenlänge von etwa C5 bis etwa C20 darstellen. Bevorzugt stellt R eine mittlere Alkylkettenlänge von etwa C8 bis etwa C12 dar. Am stärksten bevorzugt liegt der Wert für R zwischen etwa 9,5 und etwa 10,5. G kann aus C5- oder C6-Monosaccharidresten ausgewählt werden und ist bevorzugt ein Glucosid. G kann aus der Gruppe, umfassend Glucose, Xylose, Lactose, Fructose, Mannose und Derivate davon, ausgewählt werden. Bevorzugt ist G Glucose.

Der Polymerisationsgrad, n, kann einen Wert von etwa 1 bis etwa 10 oder mehr haben. Bevorzugt liegt der Wert für n im Bereich von etwa 1,1 bis etwa 2. Am stärksten bevorzugt liegt der Wert für n im Bereich von etwa 1,3 bis etwa 1,5.

Geeignete Alkylpolyglycoside sind kommerziell erhältlich und umfassen zum Beispiel die Materialien, die als: Oramix NS10, von Seppic; Plantaren 1200 und Plantaren 2000, von Henkel identifiziert sind.

Überdies können Shampoos zur Verwendung gemäß der Erfindung andere Emulgatoren, Konditionierungsmittel, anorganische Salze, Feuchthaltemittel und ähnliche Materialien umfassen, um die Zusammensetzung mit den gewünschten ästhetischen oder physikalischen Eigenschaften auszustatten.

Repräsentative Konditionierungsmittel umfassen Silikone. Silikone sind besonders bevorzugte Konditionierungsmittel für das Haar. Repräsentative Silikone umfassen flüchtige und nicht flüchtige Silikone, wie zum Beispiel Polyalkylsiloxane (gegebenenfalls mit einer oder mehreren Hydroxylgruppen endgruppengeschützt), Polyalkylarylsiloxane, Siloxangummis und Harze, Cyclomethicone, aminofunktionelle Silikone, quartäre Silicone und Gemische davon.

Bevorzugte Silikone umfassen Polydimethylsiloxane (mit der CTFA-Bezeichnung Dimethicon), Siloxangummis, aminofunktionelle Silikone (mit der CTFA-Bezeichnung Amodimethicon) und hydroxylierte Polydimethylsiloxane (mit der CTFA-Bezeichnung Dimethiconol).

Es sind verschiedene Verfahren zur Herstellung von Emulsionen aus Teilchen von Silikonen verfügbar und in der Technik allgemein bekannt und dokumentiert.

Geeignete Silikonemulsionen sind kommerziell in voremulgierter Form erhältlich. Dies ist besonders bevorzugt, da die voremulgierte Emulsion in die Shampoozusammensetzung durch einfaches Mischen eingeführt werden kann.

Beispiele für geeignete vorgeformte Emulsionen umfassen die Emulsionen DC2-1310, DC2-1865, DC2-1870, DC2-1766 und DC2-1784, erhältlich von Dow Corning. Dies sind Emulsionen aus Dimethiconol. Siloxangummis sind auch in voremulgierter Form erhältlich, was für die Formulierung von Vorteil ist. Ein bevorzugtes Beispiel ist das Material, das von Dow Corning als DC X2-1787 erhältlich ist, das eine Emulsion aus vernetztem Dimethiconolgummi ist.

Die Menge an Silikon, das in die Zusammensetzungen zur Verwendung gemäß der Erfindung eingeführt wird, hängt von dem Niveau an gewünschter Konditionierung und dem verwendeten Material ab. Eine bevorzugte Menge beträgt 0,01 bis etwa 10 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, obgleich diese Grenzwerte nicht absolut sind. Der untere Grenzwert wird durch das minimale Niveau zur Erreichung von Konditionierung und der obere Grenzwert durch das maximale Niveau zur Verhinderung, daß das Haar und/oder die Haut inakzeptabel fettig gemacht werden, bestimmt. Wir fanden heraus, daß eine Menge an Silikon von 0,5 bis 1,5 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung ein besonders geeignetes Niveau ist.

Eine weitere bevorzugte Klasse an Konditionierungsmitteln sind Peralk(en)ylkohlenwasserstoffmaterialien, die zur Verbesserung der Fülle, des Volumens und der Formbarkeit des Haars verwendet werden.

EP 567 326 und EP 498 119 beschreiben geeignete Per-alk(en)ylkohlenwasserstoffmaterialien die dem Haar Formbarkeit verleihen und dessen Fülle verbessern sollen. Bevorzugte Materialien sind Polyisobutylenmaterialien, erhältlich von Presperse, Inc. unter dem Markennamen PERMETHYL.

Die Menge an Per-alk(en)ylkohlenwasserstoffmaterial, das in die Zusammensetzungen zur Verwendung gemäß der Erfindung eingeführt wird, hängt von dem Niveau der gewünschten Fülle und Volumenverbesserung und dem speziell verwendeten Material ab. Eine bevorzugte Menge beträgt 0,01 bis etwa 10 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung, obgleich diese Grenzwerte nicht absolut sind. Der untere Grenzwert wird durch das minimale Niveau zur Erreichung der Fülle- und Volumenverbesserungswirkung und der obere Grenzwert durch das maximale Niveau zur Vermeidung, daß das Haar inakzeptabel steif gemacht wird, bestimmt. Wir fanden heraus, daß eine Menge an Per-alk(en)ylkohlenwasserstoffmaterial von 0,5 bis 2 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung ein besonders geeignetes Niveau ist.

Shampoozusammensetzungen zur Verwendung gemäß der Erfindung können auch eine polymere kationische Konditionierungsverbindung umfassen, die für das Haar wichtig ist und dem Haar Konditionierungseigenschaften verleiht.

Die polymere kationische Konditionierungsverbindung wird im allgemeinen bei Niveaus von 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt etwa 0,05 bis 1 Gew.-%, stärker bevorzugt etwa 0,08 bis etwa 0,5 Gew.-% vorliegen. Synthetische oder natürliche Polymere mit einem quaternisierten Stickstoffatom sind nützlich. Das Molekulargewicht des Polymers wird im allgemeinen zwischen 5.000 und 10.000.000, typischerweise mindestens 10.000 und bevorzugt im Bereich von 100.000 bis etwa 2.000.000 betragen.

Repräsentative synthetische quaternisierte Polymere umfassen zum Beispiel: kationische Copolymere von 1-Vinyl-2-pyrrolidin und 1-Vinyl-3-methyl-imidazoliumsalz (z. B. Chloridsalz) (in der Industrie von der Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association, „CTFA", als Polyquaternium-16 bezeichnet); Copolymere von 1-Vinyl-2-pyrrolidin und Dimethylaminoethylmethacrylat (in der Industrie von der CTFA als Polyquaternium-11 bezeichnet); kationische Diallylquartärammonium-enthaltende Polymere, einschließlich beispielsweise Dimethyldiallylammoniumchloridhomopolymer (in der Industrie (CTFA) als Polyquaternium 6 bezeichnet); Mineralsäuresalze von Amino-alkylestern von Homo- und Copolymeren von ungesättigten Carbonsäuren mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie in US-Patent Nr. 4,009,256 beschrieben; und kationische Polyacrylamide, wie in WO95/22311 beschrieben.

Repräsentative natürliche quaternisierte Polymere umfassen quaternisierte Celluloseverbindungen und kationische Guargummiderivate, wie Guarhydroxypropyltrimoniumchlorid. Beispiele sind JAGUAR C-13S, JAGUAR C-15 und JAGUAR-C17, kommerziell von Meyhall in deren JAGUAR-Reihe erhältlich.

Die Zusammensetzungen zur Verwendung gemäß der Erfindung können auch als eine Haarspülung zur Behandlung des Haars (typischerweise nach dem Shampoonieren) und das anschließende Spülen formuliert werden. Solche Formulierungen werden dann demgemäß eines oder mehrere oberflächenaktive Konditionierungsmittel umfassen, die kosmetisch akzeptabel und zur topischen Auftragung auf das Haar geeignet sind.

Geeignete oberflächenaktive Konditionierungsmittel werden aus kationischen oberflächenaktiven Mitteln ausgewählt, die einzeln oder in einer Beimischung verwendet werden. Beispiele umfassen quartäre Ammoniumhydroxide oder Salze davon, z. B. Chloride.

Geeignete kationische oberflächenaktive Mittel umfassen Cetyltrimethylammoniumchlorid, Behenyltrimethylammoniumchlorid, Cetylpyridiniumchlorid, Tetramethylammoniumchlorid, Tetraethylammoniumchlorid, Octyltrimethylammoniumchlorid, Dodecyltrimethylammoniumchlorid, Hexadecyltrimethylammoniumchlorid, Octyldimethylbenzylammoniumchlorid, Decyldimethylbenzylammoniumchlorid, Stearyldimethylbenzylammoniumchlorid, Didodecyldimethylammoniumchlorid, Dioctadecyldimethylammoniumchlorid, Talgtrimethylammoniumchlorid, Cocotrimethylammoniumchlorid und die entsprechenden Hydroxide davon. Weitere geeignete kationische oberflächenaktive Mittel umfassen die Materialien mit den CTFA-Bezeichnungen Quaternium-5, Quaternium-31 und Quaternium-18. Gemische aus allen der vorstehenden Materialien sind auch geeignet. Ein besonders nützliches kationisches oberflächenaktives Mittel zur Verwendung in Haarspülungen der Erfindung ist Cetyltrimethylammoniumchlorid, das kommerziell zum Beispiel als GENAMIN CTAC, von Hoechst Celanese erhältlich ist.

In Haarspülungen zur Verwendung gemäß der Erfindung beträgt das Niveau an kationischem oberflächenaktivem Mittel bevorzugt 0,01 bis 10 Gew.-%, stärker bevorzugt 0,05 bis 5 Gew.-%, am stärksten bevorzugt 0,1 bis 2 Gew.-% der Zusammensetzung.

Spülungen zur Verwendung gemäß der Erfindung enthalten vorteilhafterweise ein Fettalkoholmaterial. Es wird angenommen, daß die kombinierte Verwendung von Fettalkoholmaterialien und kationischen oberflächenaktiven Mitteln in Spülzusammensetzungen besonders vorteilhaft sind, da dies zur Bildung einer lamellaren Phase führt, in der das kationische oberflächenaktive Mittel dispergiert ist.

Repräsentative Fettalkohole umfassen 8 bis 22 Kohlenstoffatome, stärker bevorzugt 16 bis 20. Beispiele für geeignete Fettalkohole umfassen Cetylalkohol, Stearylalkohol und Gemische davon.

Das Niveau an Fettalkoholmaterialien beträgt günstigerweise 0,01 bis 10, bevorzugt 0,1 bis 5 Gew.-% der Zusammensetzung. Das Gewichtsverhältnis von kationischem oberflächenaktivem Mittel zu Fettalkohol beträgt geeigneterweise 10 : 1 bis 1 : 10, bevorzugt 4 : 1 bis 1 : 8, optimalerweise 1 : 1 bis 1 : 4.

Spülungen zur Verwendung gemäß der Erfindung können andere Emulgatoren, Konditionierungsmittel, anorganische Salze, Feuchthaltemittel und ähnliche Materialien umfassen, um die Zusammensetzung mit den gewünschten ästhetischen oder physikalischen Eigenschaften auszustatten. Silikone, wie oben für die Shampoozusammensetzungen beschrieben, sind besonders bevorzugte Konditionierungsmittel für das Haar.

Als weitere optionale Komponenten zum Einschluß in Shampoo- oder Spülzusammensetzungen zur Verwendung gemäß der Erfindung, zusätzlich zu Wasser, können die folgenden üblichen Zusatzmaterialien, die zur Verwendung in kosmetischen Zusammensetzungen bekannt sind, genannt werden: Suspendiermittel, Verdickungsmittel, Perligmacher, Trübungsmittel, Salze, Duftstoffe, Puffer, Färbemittel, Erweichungsmittel, Feuchthaltemittel, Schaumstabilisatoren, Sonnenschutzmaterialien, antimikrobielle Mittel, Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, natürliche Öle und Extrakte, Treibmittel.

Die Erfindung wird nun durch die folgenden nicht einschränkenden Beispiele weiter veranschaulicht.

Beispiele Beispiele 1 & 2

Die folgenden Formulierungen veranschaulichen Shampoozusammensetzungen gemäß der Erfindung.

Die Shampoos aus den Beispielen 1 und 2 sind beides eingetrübte Flüssigkeiten mit einer Viskosität von 4000 bis 6000 cP und einem pH von 4,5 bis 5. Beide Shampoos verliehen dem behandelten Haar eine hervorragende Verringerung gespaltener Spitzen.

Beispiel 3 & 4

Die folgenden Formulierungen veranschaulichen Nachwäsche-Haarspülungszusammensetzungen gemäß der Erfindung.

Die Spülungen aus Beispiel 2 haben einen pH von 4,5–5,0 und die aus Beispiel 3 hat einen pH von 3,0 bis 3,5. Beide sind eingetrübte Flüssigkeiten mit einer Viskosität von 7000–11000 cP.

Beide Spülungen verliehen dem behandelten Haar eine hervorragende Verringerung gespaltener Spitzen.


Anspruch[de]
  1. Verwendung einer Kombination aus

    (i) einer Aminosäure mit einer aliphatischen Seitenkette; und

    (ii) einer Aminosäure mit einer basischen Seitenkette

    in einer topischen Haarbehandlungszusammensetzung zur Reparatur und/oder Vorbeugung gespaltener Spitzen im Haar.
  2. Verwendung nach Anspruch 1, worin (i) Isoleucin ist.
  3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, worin die Menge an Aminosäure (i) mindestens 0,01 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht, beträgt.
  4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin (ii) Lysin ist.
  5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin die Menge an Aminosäure (ii) mindestens 0,1 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht, beträgt.
  6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin die topische Haarbehandlungszusammensetzung als eine Shampoozusammensetzung formuliert wird.
  7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin die topische Haarbehandlungszusammensetzung als eine Harrspülung formuliert wird.
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