PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60116064T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001263666
Titel Gebogener Abschnitt eines Förderers mit Führungsschienen mit Einstellbarem Abstand
Anmelder Netra Systems, Marcq en Baroeul, FR
Erfinder DELAPORTE, Pascal, F-59113 Seclin, FR;
MALVOISIN, Herve, F-59700 Marcq en Baroeul, FR;
LAQUAY, Fabien, F-59510 Hem, FR
Vertreter Leonhard Olgemöller Fricke, 80331 München
DE-Aktenzeichen 60116064
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 08.02.2001
EP-Aktenzeichen 019077338
WO-Anmeldetag 08.02.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/FR01/00367
WO-Veröffentlichungsnummer 2001068491
WO-Veröffentlichungsdatum 20.09.2001
EP-Offenlegungsdatum 11.12.2002
EP date of grant 21.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B65G 51/03(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B65G 21/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich des Transports von Artikeln, die zwischen zwei Führungsschienen geführt werden, und findet ihre Anwendung insbesondere im Transport unter der Wirkung von Luftstrahlen von hängenden Artikeln, wie zum Beispiel Flaschen oder Flakons aus Kunststoff, Rohlinge, etc. In diesem Bereich ist die Aufgabe der Erfindung ein gebogener Abschnitt eines Förderers, der Führungsschienen einsetzt, deren Abstand einstellbar ist.

Um leichte Artikel zu transportieren, ist es bis heute bekannt, Luftförderer zu verwenden, die mit zwei parallelen Führungsschienen ausgerüstet sind, an denen die Artikel hängen. In einem derartigen Förderer werden die Artikel unter der Wirkung von Luftstrahlen transportiert, in dem sie an der Länge des Förderers durch die beiden Führungsschienen geführt werden. Wenn es sich insbesondere um den Transport von Kunststoffbehältern wie Flaschen oder Flakons handelt, werden die Artikel meistens mit Hilfe eines Vorsprungs ihres Halses an die beiden Führungsschienen gehängt, der allgemein Kragen genannt wird. Aus diesem Grund wird diese besondere Anwendungsart der Führungsschienen allgemein auch Unter-Hals-Führer genannt.

Es versteht sich, dass der Abstand zwischen den beiden Führungsschienen durch die Dimension des Artikels auf der Schienenebene bedingt ist. Wenn es sich beispielsweise um Flaschen handelt, die mit Hilfe ihres Kragens aufgehängt sind, muss der Abstand zwischen den beiden Führungsschienen notwendigerweise kleiner als der Durchmesser des Kragens sein, und etwas größer als der Durchmesser des Artikels unter dem Kragen, so dass die Flaschen senkrecht von den Führungsschienen gehalten werden.

Um den Transport auf einem selben Förderer von Artikeln mit verschiedenen Dimensionen zu erlauben, wurde bereits vorgeschlagen, Förderer zu realisieren, die mit Mitteln ausgerüstet sind, die ein Einstellen des Abstands zwischen den beiden Führungsschienen erlauben. In der Patentschrift US-A-5 246 314 (Spalte 5, Zeilen 3 bis 17), in der Patentschrift US-A- 5 516 239 (Spalte 5, Zeilen 26 bis 32), in der europäischen Patentanmeldung EP-A- 0 526 963 (Spalte 5, Zeilen 21 bis 34) und in der europäischen Patentanmeldung EP-A- 0 842 875 (Spalte 4, Zeilen 23 bis 33) wurden beispielsweise verschiedene Lösungen vorgeschlagen. In all diesen Lösungen werden mechanische Mittel eingesetzt, die eine Relativbewegung in einer horizontalen Ebene der beiden Führungsschienen erlauben.

Die vorgenannten Lösungen vom Stand der Technik weisen den Hauptnachteil auf, nicht dazu geeignet zu sein, den Abstand zwischen den beiden Führungsschienen in einem gebogenen Abschnitt (Kurve) eines Förderers einzustellen, und werden aus diesem Grund ausschließlich in geradlinigen Abschnitten eingesetzt.

Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, eine Lösung vorzuschlagen, um den Abstand zwischen den beiden Führungsschienen eines Förderers einzustellen, die für die gebogenen Abschnitte von Förderern geeignet ist.

Demgemäß ist eine Aufgabe der Erfindung ein gebogener Abschnitt eines Förderers, der auf bekannte Art den Transport von Artikeln erlaubt, die zwischen zwei Führungsschienen geführt werden, und der Mittel zum Einstellen des Abstands (e) zwischen den beiden Führungsschienen umfasst.

Erfindungsgemäß ist auf kennzeichnende Weise zumindest eine der beiden Führungsschienen elastisch verformbar und die Einstellmittel sind konzipiert, um diese elastisch verformbare Führungsschiene derart zu bewegen und zu verformen, dass ihr ein gegebener Bogen verliehen wird, der von ihrer Position abhängt.

Wie aus dem Nachstehenden deutlicher hervorgehen wird, insbesondere unter Bezugnahme auf die 5, geht dank der Erfindung und im Gegensatz zu den Lösungen vom Stand der Technik das Einstellen des Abstands zwischen den beiden Führungsschienen derart mit der Anpassung des Bogens der Führungsschiene, die bewegt wird, einher, dass sich die beiden Enden dieser Führungsschiene stets in der Verlängerung der vor oder hinter angebrachten Führungsschienen befinden und dass die Einstellung des Abstands über den gesamten Bogen konstant ist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deutlicher aus der nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsvariante eines gebogenen Abschnitts eines Luftförderers der Erfindung ersichtlich, wobei die Beschreibung als nicht einschränkendes Beispiel und unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen gegeben wird. Es zeigen:

die 1 eine Perspektivansicht von oben eines gebogenen Abschnitts eines Förderers, der gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung realisiert ist,

die 2 eine ebene Draufsicht des Abschnitts der 1,

die 3 eine Querschnittansicht des Abschnitts der 2 gemäß der Ebene III-III

die 4 eine Schnittansicht des Abschnitts der 2 gemäß der Ebene IV-IV, die es erlaubt, die beiden einstellbaren Endanschläge eines Einstellzylinders im Detail zu zeigen,

und die 5 ein Schema, das das Verformungsprinzip der Führungsschienen bei einer Änderung ihres Abstands veranschaulicht.

Auf den 1 bis 3 wird ein gebogener Abschnitt 1 des Luftförderers gezeigt, der im veranschaulichten besonderen Beispiel ein Viertelbogen bildet. Diese besondere Form schränkt die Erfindung nicht ein, die nicht nur an jeden gebogenen Abschnitt in Kreisbogenform, sondern auch genereller an einen Abschnitt eines Förderers mit beliebiger Bogenform angewandt werden kann. Dieser gebogene Abschnitt 1 eines Förderers ist dazu vorgesehen, mit zwei geradlinigen vorderen 1' und hinteren 1'' Abschnitten (die schematisch auf der 5 dargestellt sind) verbunden zu werden, die im wesentlichen im rechten Winkel einer in Bezug auf den anderen orientiert sind und die jeweils in der Verlängerung der beiden Enden 1a und 1b des gebogenen Abschnitts 1 angeschlossen werden.

Dieser gebogene Abschnitt 1 umfasst einen gebogenen Blasbehälter 2, der symmetrisch im Verhältnis zur senkrechten Ebene AA (3) ist und der eine Kammer 3 abgrenzt, die vorgesehen ist, um auf übliche Weise mit Druckluft anhand eines Ventilators (nicht dargestellt) versorgt zu werden. Auf diesem Behälter 2 sind mehrere Brücken 8 befestigt. Der Blasbehälter 2 ist beispielsweise aus nicht rostendem Stahl realisiert und die Brücken 8 sind Profile aus nicht rostendem Stahl, die beispielsweise am Behälter 2 festgeschraubt sind.

Die Unterseite des Behälters 2 wird durch ein Blech 4 gebildet, das nachstehend als Abdeckblech bezeichnet wird und das einen zentralen Rücksprung 5 umfasst, der einen gebogenen longitudinalen Blaskanal 6 abgrenzt. Auf übliche Weise sind die beiden Seitenwände 5a und 5b von diesem Rücksprung 5 mit mehreren Blasschlitzen versehen, die ausgereift über die gesamte Länge des Rücksprungs 5 verteilt sind und die den Austritt der Druckluft in die Kammer 3 erlauben, und dies in Form von mehreren im Blaskanal 5 erzeugten Transport-Luftstrahlen.

Das Abdeckblech 4 dient als Träger von zwei parallelen Führungsschienen 7, die nachstehend als Unter-Hals-Führer bezeichnet werden und die symmetrisch im Verhältnis zur Ebene AA montiert sind. Der Abstand e (3) zwischen den beiden Unter-Hals-Führern ist über die ganze Länge des gebogenen Abschnitts konstant und auf automatische Weise einstellbar. Die automatischen Einstellmittel von diesem Abstand e werden weiter unten näher beschrieben.

Unter Bezugnahme auf die 3 wird der Abschnitt 1 eingesetzt, um in einem gebogenen Abschnitt (Kurve) eines Luftförderers Artikel zu transportieren, die an den Unter-Hals-Führern 7 hängen, wie Flaschen B, die anhand ihres Kragens C an den Unter-Hals-Führern 7 hängen. Die Luftstrahlen, die im Blaskanal 6 erzeugt werden und die auf die Flaschen B über ihrem Kragen C gerichtet werden, erlauben es, auf pneumatische Weise die Flaschen in eine Transportrichtung vorzutreiben, die durch die Orientierung der Luftstrahlen festgelegt wird, wobei die Flaschen während ihres Transports sowohl senkrecht gehalten als auch seitlich geführt werden, und dies von den Unter-Hals-Führern 7.

Es versteht sich, dass in einem derartigen Förderer der Abstand e zwischen den beiden Unter-Hals-Führern 7 perfekt in Bezug auf die Dimension der Flaschen eingestellt sein muss, und noch genauer im Verhältnis zum Durchmesser d1 des Kragens C der Flaschen und zum Durchmesser unter dem Kragen d2, wobei dieser Abstand auf einen Wert festgelegt ist, der unter dem Durchmesser d1 des Kragens und leicht über dem Durchmesser unter dem Kragen d2 liegt. In der Praxis ist die Differenz zwischen dem Abstand e und dem Durchmesser unter dem Kragen d2 sehr gering, was ein Feineinstellen des Abstands e bedingt. Als Beispiel liegt diese Differenz in der Praxis bei 1 mm bis 2mm.

Die beiden Unter-Hals-Führer 7 bestehen aus zwei Profilen, die in Form eines Viertelbogens gebogen sind und die derart elastisch verformbar sind, dass es durch eine mechanische Wirkung möglich ist, ihnen einen Bogenradius zu verleihen und diesen zu ändern, und dies auf umkehrbare Weise. In einem besonderen Ausführungsbeispiel bestehen die beiden Unter-Hals-Führer 7 insbesondere aus zwei Profilen aus Kunststoff, und beispielsweise aus Polyethylen.

Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der automatischen Einstellmittel des Abstands e zwischen den Unter-Hals-Führern 7 näher beschrieben.

In einer bevorzugten Ausführungsvariante umfassen diese Einstellmittel für jeden Unter-Hals-Führer 7 eine Verformungsplatte 9 oder 9' mit einem anfänglichen in Ruhestellung gegebenen Bogenradius. Diese Verformungsplatte 9 oder 9' ist generell elastisch verformbar. Im veranschaulichten Beispiel ist diese Verformungsplatte 9 oder 9' insbesondere eine Platte mit geringer Dicke, beispielsweise aus Metall und ganz besonders aus nicht rostendem Stahl, die in mehrere Sektoren S1 bis S5 unterteilt ist, die durch verformbare Verbindungszonen verbunden sind. Ganz besonders im Ausführungsbeispiel der 1 bis 3 werden die Sektoren S1 bis S5 erhalten, indem in jeder Verformungsplatte 9 oder 9' durch Materialentfernen Verformungsschlitze 10a bis 10d realisiert werden, die sich in der Richtung der Breite der Platte von einem der beiden Längsränder 9a der Platte 9 oder 9' ausgehend erstrecken. Der verbleibende Materialabschnitt an jedem Verformungsschlitz 10a bis 10d bildet eine Verbindungszone zwischen zwei Sektoren, die eine gegenseitige Gelenkverbindung der beiden Sektoren durch den Abstand des Verformungsschlitzes erlauben.

Unter Bezugnahme auf die 1 und 2 sind die Platten 9 und 9' am Abdeckblech 4 des Blasbehälters 2 montiert, jeweils beiderseitig vom zentralen Rücksprung 5 dieses Abdeckblechs 4, wobei sich die Platte 9 außerhalb (Extrados) des gebogenen Abschnitts befindet und sich die Platte 9' innerhalb (Intrados) des gebogenen Abschnitts befindet. Die Verformungsplatte 9 (Extrados) ist derart orientiert, dass ihr longitudinaler Rand 9a nach außen (Extrados) orientiert ist und die Verformungsplatte 9' (Intrados) ist derart orientiert, dass ihr longitudinaler Rand 9a nach innen (Intrados) orientiert ist.

Jede Verformungsplatte 9, 9' ist derart mit der Abdeckblech 4 zusammengefügt, dass sie translatorisch mobil in einer waagerechten Ebene und nach einer Bewegungsrichtung ist, die in der 2 durch den Doppelpfeil D dargestellt wird. Diese Bewegungsrichtung D ist vorzugsweise fast parallel zur Winkelhalbierenden des winkelförmigen Sektors (im dargestellten Beispiel ein rechter Winkel), der durch den gebogenen Abschnitt 1 gebildet wird.

Um ihre Bewegung in die Richtung D zu erlauben, umfasst jede Verformungsplatte 9, 9' an jedem Sektor S1 bis S5 oblonge (längliche) Öffnungen 11 mit einer Achse 11a parallel zur Bewegungsrichtung D. Jede Verformungsplatte 9, 9' wird senkrecht zum Abdeckblech 4 durch Halteplatten 12 gehalten, die jeweils am Abdeckblech 4 durch Schrauben 13 angebracht sind, die jeweils durch die Öffnungen 11 der Verformungsplatte 9 oder 9' gesteckt werden.

Zum Reduzieren der Verschleißphänomene und Verbessern des Gleitens der Verformungsplatten 9, 9' gegenüber dem Abdeckblech 4 beim Einstellen des Abstands e zwischen Unter-Hals-Führern 7, zwischen der Oberseite von jeder Verformungsplatte 9, 9' und der Unterseite des Abdeckblechs 4 wird vorzugsweise eine Platte 33 mit niedrigem Reibungskoeffizienten zwischen gelegt, und beispielsweise eine Platte mit geringer Dicke aus Polytetrafluoroethylen.

Jeder Unter-Hals-Führer 7 ist starr an der entsprechenden Verformungsplatte 9 oder 9' befestigt und ist somit gemäß demselben Bogenradius wie die Platte gebogen. Im veranschaulichten Beispiel wird diese Befestigung anhand von mehreren Spannhalterungen 14 realisiert, die allgemein „Spannfinger" genannt werden, die es erlauben, jeden Unter-Hals-Führer 7 gegen die Unterseite der Verformungsplatte 9 oder 9' fest anzuziehen, wobei die Spannkraft an jedem Spannfinger 14 anhand eines Bolzens 15 eingestellt wird. Um das Positionieren des Unter-Hals-Führers 7 in Bezug auf die Platte zu erleichtern, weist dieser Unter-Hals-Führer 7 darüber hinaus einen Positionieransatz 7a (3) auf.

Die Translation von jeder Verformungsplatte 9, 9' nach Richtung D wird von mehreren Zylindern 16, 16' übernommen, die jeweils auf den Brücken 8 des gebogenen Abschnitts montiert sind. Im veranschaulichten besonderen Beispiel sind für jede Verformungsplatte 9, 9' zwei Zylinder 16 vorgesehen, die jeweils mit den Sektoren S2 und S4 der Verformungsplatte verbunden sind und zwei Zylinder 16', die jeweils mit den Sektoren S1 und S5 der Verformungsplatte verbunden sind. Jeder Zylinder 16, 16' ist derart orientiert, dass sein mobiler Schaft 17 parallel zur Bewegungsrichtung D orientiert ist. Es können elektrische oder auch pneumatische Zylinder eingesetzt werden.

Ganz besonders unter Bezugnahme auf die 3 ist der Schaft 17 des Zylinders 16 mit Hilfe eines Befestigungssystems 18 am entsprechenden Sektor S2 oder S4 von der Verformungsplatte 9 oder 9' angebracht, vorzugsweise im zentralen Abschnitt von diesem Sektor. Jedes Befestigungssystem 18 umfasst einen Block 19, der beispielsweise ein Monoblockteil aus Kunststoff ist. Am Ende des Schafts 17 eines Zylinders 16 ist eine Kappe 21 geschraubt, die an ihrem Endteil 21a mit einem Loch versehen ist. Dieses Endteil 21a der Kappe 21 wird in den Block 19 geführt und ist fest verbunden mit dem Block 19 durch eine Achse 20, die senkrecht orientiert wird, wenn der Block 19 am Schaft 17 des Zylinders angebracht wird, und die ein Rotationsausschlagen nach dieser Achse des Blocks 19 in Bezug auf den Schaft 17 des Zylinders 16 erlaubt. Jedes Befestigungssystem 18 umfasst ebenfalls ein Winkelstück 22, beispielsweise aus nicht rostendem Stahl, von dem ein erster Flügel 22a in eine Nut des Blocks 19 gesteckt wird, und von dem der andere Flügel 22b starr an der Unterseite der entsprechenden Verformungsplatte 9, 9' befestigt ist, beispielsweise durch Schweißen.

Unter Bezugnahme auf die 2 ist der Schaft 17 des Zylinders 16' am entsprechenden Sektor S1 oder S5 der Verformungsplatte 9 oder 9' durch ein Befestigungssystem 18' befestigt, das leicht dadurch vom weiter oben beschriebenen Befestigungssystem 18 abweicht, dass hauptsächlich der Block 19 und das Winkelstück 22 durch ein einziges Monoblockteil aus Metall 23 ersetzt werden, das auf der Unterseite der Verformungsplatte 9, 9' geschweißt ist. Dieses Teil 23 umfasst darüber hinaus eine Achse 24, die das Äquivalent der Achse 20 des Befestigungssystems 18 ist, und an dem die Kappe 21 des Schafts 17 vom Zylinder 16 drehbar montiert ist. Dieser Einsatzunterschied ist nur durch Raumbedarfgründe gerechtfertigt. Demgemäß ist es vorstellbar, dass alle Zylinder an der Verformungsplatte 9 oder 9' anhand desselben Befestigungssystems 18, 18' oder eines äquivalenten Systems befestigt sind, wobei es wichtig ist, dass dieses Befestigungssystem ein leichtes Rotationsausschlagen gemäß einer im wesentlichen senkrechten Achse des Schafts 17 des Zylinders in Bezug auf die Verformungsplatte 9, 9' gestattet.

Jedem Zylinder 16, 16' ist ein System einstellbarer Anschläge zugewiesen, mit dem zwei Endpositionen des Schafts 17 vom Zylinder eingestellt werden können (ein- und ausgefahrene Positionen). Unter Bezugnahme auf die 4 umfasst dieses System einstellbarer Anschläge 25 in einem Ausführungsbeispiel einen Gewindeschaft 26, der an einem ersten Ende starr am Block 19 des Befestigungssystems 18 befestigt ist (oder am Teil 23 des Befestigungssystems 18' für die Zylinder 16'). Dieser Gewindeschaft 26 wird durch eine Öffnung 27 gesteckt, die in der Brücke 8 vorgesehen ist, auf der der Zylinder 16 oder 16' montiert ist. Beiderseitig von dieser Öffnung 27 ist folgendes am Gewindeschaft 26 montiert: eine erste Einheit Mutter/Gegenmutter 28a, die dazu dient einen inneren Anschlag in Bezug auf die Brücke 8 zu bilden (Einstellanschlag der eingefahrenen Endposition vom Schaft des Zylinders) und eine zweite Einheit Mutter/Gegenmutter 28b, die dazu dient, einen äußeren Anschlag in Bezug auf die Brücke 8 zu bilden (Einstellanschlag der ausgefahrenen Endposition vom Schaft des Zylinders). Durch das Einstellen der Position am Gewindeschaft von jeder Einheit Mutter/Gegenmutter 28a, 28b, werden die beiden Endanschläge des Schafts 17 von jedem Zylinder eingestellt.

Unter jetziger Bezugnahme auf die 1 und 2 ist an jeder Verformungsplatte 9, 9' im zentralen Teil, d.h. am Sektor S3, eine Anschlagplatte 29 montiert, die starr an der Verformungsplatte 9, 9' befestigt ist, beispielsweise anhand von Bolzen 30. In jeder Anschlagplatte 29 ist eine oblonge Öffnung 31 realisiert, die nach der vorgenannten Bewegungsrichtung D orientiert ist. Jede Anschlagplatte 29 wird anhand ihrer Öffnung 31 auf einen senkrechten Schaft 32 gesteckt, der auf starre Weise am Abdeckblech 4 des Blasbehälters 2 befestigt ist, und der dazu dient, der Bewegung der Anschlagplatte 29 als Anschlag zu dienen.

Das automatische Einstellen des Abstands zwischen den Unter-Hals-Führern 7 des gebogenen Abschnitts 1 eines Förderers, das weiter oben unter Bezugnahme auf die 1 bis 4 beschrieben wurde, wird jetzt insbesondere unter Bezugnahme auf die 5 erläutert. Auf der 5 schematisiert ein dicker Strich den gebogenen Abschnitt 1 eines Förderers in einer ersten Einstellposition der Unter-Hals-Führer 7, in der der Abstand e zwischen den beiden Unter-Hals-Führern 7 auf einen ersten maximalen Wert (emax) eingestellt ist, der im wesentlichen konstant über die ganze Länge der Unter-Hals-Führer ist. Die beiden Unter-Hals-Führer 7 bilden somit jeweils einen Kreisbogen mit einem gegebenen Bogenradius. Unter Bezugnahme auf die 5 befindet sich der Unter-Hals-Führer 7 im Intrados des gebogenen Abschnitts 1 in der sofortigen Verlängerung der Unter-Hals-Führer der geradlinigen vorderen 1' und hinteren 1'' Abschnitte. Der Unter-Hals-Führer 7 im Extrados des gebogenen Abschnitts 1 befindet sich ebenfalls in der Verlängerung der Unter-Hals-Führer der geradlinigen vorderen 1' und hinteren 1'' Abschnitte, dies jedoch mit einem leichten Abstand 34 zwischen den Unter-Hals-Führern.

Die vorgenannte Konfiguration (Abstand emax) entspricht ebenfalls derjenigen des gebogenen Abschnitts 1 von der 2. In dieser Konfiguration befinden sich die Schäfte 17 der Einheit der Zylinder 16, 16' in eingefahrener Position, wobei sich die Mutter/Gegenmutter 28a im Anschlag gegen die entsprechende Brücke 8 befindet. Die Schäfte des Anschlags 32 berühren die Anschlagplatten 29 nicht. In dieser Konfiguration sind die Unter-Hals-Führer 7 vorzugsweise nicht beansprucht und sie befinden sich in ihrer anfänglichen gebogenen Ruheposition. Dies ist jedoch keine unabdingbare Bedingung der Erfindung; in einer anderen Variante könnten die Unter-Hals-Führer 7 in dieser Konfiguration anhand der Zylinder 16, 16' und der zugewiesenen Verformungsplatte 9 oder 9' einer mechanischen Verformungsbeanspruchung unterzogen werden, um den notwendigen Bogenradius zu erhalten.

Um die zweite Konfiguration mit minimalem Abstand (emin) zwischen Unter-Hals-Führern 7 zu erhalten, werden die Zylinder 16 und 16' für jeden Unter-Hals-Führer 7 (Intrados und Extrados) simultan betätigt. Somit wird jede Verformungsplatte in die Richtung D bewegt, indem sie der anderen Verformungsplatte genähert wird (2/Bewegung nach dem Pfeil F1 für die Platte 9' und nach dem Pfeil F2 für die Platte 9), was es erlaubt, den Abstand zwischen den beiden Platten 9, 9' zu reduzieren und somit den Abstand e zwischen den beiden Unter-Hals-Führern 7. Während dieser Bewegung unterliegen in einer erste Phase die starre Einheit, die durch die Verformungsplatte 9 (oder 9') gebildet wird, und den Unter-Hals-Führer 7 keiner Verformung und werden einfach translatiert (translatorisch bewegt). Diese erste Phase endet, wenn die Anschlagplatte 29, die an der Verformungsplatte 9 (oder 9') befestigt ist, an ihrer Öffnung 31 den Schaft des Anschlags 32 berührt, der ihr zugewiesen ist. Ab diesem Augenblick ist der zentrale Sektor S3 der Verformungsplatte 9 (oder 9') in Position durch den Schaft des Anschlags 32 blockiert, und in einer zweiten Phase bewirkt die Fortsetzung des Herausfahrens vom Schaft 17 der Zylinder 16, 16' in Verbindung mit der Blockierung, die vom Schaft des Anschlags 32 sicher gestellt wird, die Verformung des Bogen der Platte 9 (oder 9') an ihren Sektoren S1, S2, S4 und S5, was es erlaubt, den Bogenradius des Unter-Hals-Führers 7, der von dieser Verformungsplatte getragen wird, zu ändern. Diese zweite Phase endet mit dem Endanschlag aller Zylinder 16, 16' anhand der Mutter/Gegenmutter 28b. Am Ende dieser zweiten Phase weist jeder Unter-Hals-Führer 7 einen neuen Bogenradius auf, der etwas kleiner als derjenige der 2 für den Unter-Hals-Führer 7 ist, der an der Verformungsplatte 9 (Extrados) befestigt ist, und der etwas größer als derjenige der 2 für den Unter-Hals-Führer 7 ist, der an der Verformungsplatte 9' (Intrados) befestigt ist.

Nach Annäherung und Verformung der beiden Unter-Hals-Führer 7 erhält man letztlich einen gebogenen Abschnitt eines Förderers in einer zweiten Konfiguration, in der der Abstand e zwischen den beiden Unter-Hals-Führern 7 automatisch auf einen zweiten minimalen Wert (emin) eingestellt ist, der im wesentlichen konstant über die ganze Länge der Unter-Hals-Führer 7 ist. In dieser Konfiguration mit einem feinen Strich in 5 dargestellt, befinden sich die beiden Unter-Hals-Führer 7 des gebogenen Abschnitts 1 dank der von ihrem Bogenradius ertragenen Änderung in der Verlängerung der Unter-Hals-Führer der geradlinigen Abschnitte 1' und 1'', wenn der Abstand der Unter-Hals-Führer dieser geradlinigen Abschnitte 1' und 1'' ebenfalls auf den minimalen Wert (emin) eingestellt wurde. In dieser zweiten Konfiguration weichen die Enden des Unter-Hals-Führers 7 am Intrados leicht von den Enden der Unter-Hals-Führer der geradlinigen vorderen 1' und hinteren 1'' Abschnitte (Abstand 35) ab. Im Gegensatz dazu haben sich die Enden des Unter-Hals-Führers 7 am Extrados den Enden der Unter-Hals-Führer der geradlinigen vorderen 1' und hinteren 1'' Abschnitte genähert. Es muss bemerkt werden, dass diese Relativbewegung der Enden der Unter-Hals-Führer (Abstände 34 und 35) in der Praxis sehr klein ist und nicht die reibungslose Beförderung der Artikel stört. Dies ist umso richtiger, wenn dieser Abstand 34 oder 35 für eine gegebene Konfiguration nur an einem der Unter-Hals-Führer 7 vorliegt.

Um den Sinn der Änderung des Bogenradius der Unter-Hals-Führer 7 bei der Änderung des Abstands zwischen den Führern besser zu verstehen, wurde in 5 einer der Unter-Hals-Führer 7 im Fall einer Annäherung ohne Änderung seines Bogenradius punktiert dargestellt. Es ergibt sich unmittelbar, dass sich dieser Unter-Hals-Führer 7 des gebogenen Abschnitts 1 bei einer derartigen Vorraussetzung nicht mehr in der Verlängerung der Unter-Hals-Führer der geradlinigen vorderen 1' und hinteren 1'' Abschnitte befindet, was die Beförderung der Artikel beim Übergang von einem Abschnitt des Förderers zum anderen vollkommen stören würde.

In der beschriebenen Ausführungsvariante wurde der gebogene Abschnitt 1 des Förderers vorgesehen, um nur zwei Konfigurationen aufzuweisen (Abstände emax und emin zwischen Unter-Hals-Führern 7). Diese vereinfachte Variante ist jedoch nicht einschränkend für die Erfindung und kann vom Fachmann angepasst werden, um einen gebogenen Abschnitt zu realisieren, dessen Abstand zwischen Unter-Hals-Führern 7 mit einer größeren Anzahl an verschiedenen Werten eingestellt werden kann. Die Erfindung kann ebenfalls an jedem Förderertyp eingesetzt werden, in dem die Artikel transportiert werden, indem sie geführt werden und vorzugsweise an zwei Führungsschienen hängen, und ist nicht auf den Bereich der Luftförderer eingeschränkt.


Anspruch[de]
  1. Gebogener Abschnitt eines Förderers für den Transport von Artikeln, die zwischen zwei Führungsschienen (7) geführt sind, und welcher Mittel zum Einstellen des Abstands (e) zwischen den zwei Führungsschienen umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Führungsschienen elastisch verformbar ist, und dass die Einstellmittel konzipiert sind, um diese elastisch verformbare Führungsschiene zu verstellen und verformen, so dass sie eine gegebene Krümmung erhält, die von ihrer Position abhängt.
  2. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel für eine Führungsschiene (7) eine Verformungsplatte (9, 9') umfassen, die elastisch verformbar ist, und dass die Führungsschiene (7) starr an dieser Verformungsplatte befestigt ist.
  3. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformungsplatte (9, 9') in mehrere Sektoren (S1, ...) unterteilt ist, die durch verformbare Verbindungszonen verbunden sind.
  4. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformungsplatte (9, 9') mindestens einen Verformungsschlitz (10a) umfasst, der sich in die Richtung der Breite der Platte von einem der zwei Längsränder (9a) der Platte (9, 9') ausgehend erstreckt.
  5. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (7) und die Verformungsplatte (9, 9'), die ihr zugewiesen ist, jeweils eine Kreisbogenform aufweisen, und dass die Verformungsplatte (9, 9') in mindestens drei Sektoren, darunter ein zentraler Sektor (S3) unterteilt ist.
  6. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (7) und die Verformungsplatte (9, 9'), die ihr zugewiesen ist, jeweils eine Form eines Viertelbogens aufweisen, und dass die Verformungsplatte (9, 9') in mindestens fünf Sektoren unterteilt ist.
  7. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel für eine Führungsschiene (7) mindestens einen stationären Anschlag (32), und Mittel zum Bewegen der Führungsschiene (7) in Bezug auf diesen Anschlag, die es erlauben, die Führungsschiene (7) durch ihr Aufliegen auf diesen Anschlag zu verformen, umfassen.
  8. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der stationäre Anschlag (32) durch ein Langloch (31) verläuft, das direkt in der Verformungsplatte (9, 9') oder in einer Platte zum Anlegen im Anschlag (29), die starr an der Verformungsplatte (9, 9') befestigt ist, hergestellt ist.
  9. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel konzipiert sind, um eine Führungsschiene (7) zu bewegen und mechanische Verformungskräfte auf diese Führungsschiene (7) in eine Richtung (D) parallel zu der Winkelhalbierenden des Winkelsektors, der von der Führungsschiene (7) definiert wird, auszuüben.
  10. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellmittel mehrere Zylinder (16, 16') umfassen.
  11. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 10 und einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sektor einer Verformungsplatte (9, 9'), eventuell mit Ausnahme des zentralen Sektors (S3), mit dem Schaft (17) mindestens eines Zylinders (16, 16') verbunden ist.
  12. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach Anspruch 10 oder 11 und einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (17) jedes Zylinders (16, 16') auf der Verformungsplatte (9, 9') mittels einer Verbindung (18, 18') befestigt ist, die ein Rotationsausschlagen gemäß einer im Wesentlichen senkrechten Achse des Schafts (17) in Bezug auf die Verformungsplatte (9, 9') gestattet.
  13. Gebogener Abschnitt eines Förderers nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Führungsschienen (7) elastisch verformbar sind, und dass die Einstellmittel konzipiert sind, um jede Führungsschiene zu versetzen und verformen.
  14. Förderer für den Transport von Artikeln, der mehrere aufeinander folgende Abschnitte (1', 1, 1'') umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer dieser Abschnitte ein gebogener Abschnitt gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com