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Dokumentenidentifikation DE60208936T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001231044
Titel Blasformverfahren und Blasformvorrichtung mit Formförderwagen
Anmelder Graham Packaging Plastic Products Inc., York, Pa., US
Erfinder Krall, Thomas J., Toledo, OH 43614, US;
Geisinger, Gregory A., Toledo, OH 43617, US
Vertreter Blumbach Zinngrebe, 65187 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 60208936
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 08.02.2002
EP-Aktenzeichen 020028650
EP-Offenlegungsdatum 14.08.2002
EP date of grant 01.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse B29C 49/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B29C 49/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B29C 49/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B29C 49/42(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Blasformen von Behältern aus einem thermoplastischen Material entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Blasformen von hohlen Behältern aus einem thermoplastischen Material.

Hintergrund der Erfindung

Die Herstellung von thermoplastischen Behältern durch Shuttle-Blasformen ist beispielsweise in der US-A-3,614,807 (Lagoutte) beschrieben. Beim Shuttle-Blasformen werden zwei oder mehr Blasformensätze, welche jeweils aus einem Paar Formhälften bestehen, die sich in Bezug aufeinander öffnen und schließen, nacheinander derart bewegt, dass sie einen extrudierten Schlauch aus thermoplastischem Material mit einer die Formung ermöglichenden Temperatur in Eingriff nehmen, oder eine Mehrzahl solcher Schläuche im Abstand zueinander bei einer Maschine, die genutzt wird, um in jedem Formensatz um eine Mehrzahl von Behältern gleichzeitig herzustellen. Jeder Formensatz wird dann zu einer Station fortbewegt, an welcher der in dem Formensatz befindliche Abschnitt des Schlauchs in seine gewünschte Konfiguration geblasen wird, die durch die Konfiguration eines Hohlraums bestimmt ist, der von den Hälften des Formensatzes gebildet wird, wobei die Bewegung jedes Formensatzes entsprechend dem Patent US-A-3,614,807 eine erste Bewegung koaxial mit dem extrudierten Schlauch umfasst, um den Schlauch auf die richtige Größe zu dehnen und/oder das in diesem enthaltene Material axial auszurichten. Die Hälften des Formensatzes werden dann geöffnet, um das Entfernen des geblasenen Artikels zu gestatten, und danach wird der Formensatz zurück geführt, um einen weiteren Abschnitt des extrudierten Schlauchs oder der Schläuche in Eingriff zu nehmen, um den Prozess zu wiederholen. Die Formensätze einer gegebenen Shuttle-Blasformungsmaschine bewegen sich auf vorgegebenen Wegen relativ zueinander in solcher Weise, dass aufeinanderfolgende Abschnitte des extrudierten Schlauchs üblicherweise von dem einen oder dem anderen der Formensätze in Eingriff genommen werden, ohne dass die Extrusion des thermoplastischen Schlauchs oder der Schläuche unterbrochen zu werden braucht.

Bei der Herstellung von Behältern durch Shuttle-Blasformen ist es allgemein üblich geworden, Etiketten auf den Behältern anzubringen, indem ein Etikett oder ein sich gegenüberliegendes Paar von Etiketten in die offenen Formen eingefügt wird, bevor der/die Kübel von diesen in Eingriff genommen werden, und zwar mit Hilfe einer Vorrichtung, die Etiketten im Inneren der offenen Formhälften anbringt, und diese Vorrichtung wird im Allgemeinen als Vorrichtung zur forminternen Etikettierung bezeichnet. Bekannte Typen von Vorrichtungen zur forminternen Etikettierung haben die Kapazität, um den Formensätzen einer Shuttle-Blasformungsmaschine Etiketten mit einer Geschwindigkeit zuzuführen, die gleich der Gesamtproduktionsrate aller Formensätze der Shuttle-Blasformungsmaschine ist. Leider werden bei einigen der bekannten Typen von Shuttle-Blasformungsmaschinen die verschiedenen Formensätze an voneinander unterschiedlichen Positionen angeordnet, während in diesen Behälter geblasen werden. Dadurch wird dann für jeden Formensatz eine Maschine für die forminterne Etikettierung erforderlich, obgleich die Gesamtkapazität der mehreren Maschinen für die forminterne Etikettierung für eine gegebene Shuttle-Blasformungsmaschine bei weitem die Formungskapazität aller Formensätze der Maschinen übersteigt. Die Verwendung einer Vorrichtung zur forminternen Etikettierung in Verbindung mit einer Shuttle-Blasformungsmaschine ist beispielsweise in US-Patent 4,769,205 (Oles et al.) und in US-Patent 5,919,496 (Weber) beschrieben. Ferner ist eine Vorrichtung zur forminternen Etikettierung in Verbindung mit einer Spritzblas-Formungsmaschine in dem gemeinsam übertragenen US-Patent 4,808,366 (Kaminski et al.) beschrieben.

Eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der US-A-3,998,567 bekannt, welche zwei Gruppen von Blasform-Schließeinheiten aufweist. Jede Einheit umfasst Formhälften sowie einen Spannzylinder zum Öffnen und Schließen der Einheit. Jede Gruppe von Blasform-Schließeinheiten hat eine eigene Entnahmeposition, welche voneinander entfernt sind.

Eine Blasformungsvorrichtung ist aus der EP-A-0 666 162 bekannt, welche ein Paar Blasformungseinheiten aufweist, die jeweils ein Paar Formhälften sowie eine Kolbenzylindereinheit zum Öffnen und Schließen der Formungseinheiten umfassen. Die Blasformungseinheiten werden in entgegengesetzten Richtungen bewegt, und zwar nicht auf vierseitigen Wegen in Bezug auf den Extruder. Eine Endposition der Formungseinheiten stellt eine Entnahmeposition dar.

Eine Shuttle-Blasformungsmaschine, die vier (4) Formensätze verwendet, ist in der WO-A-0 123 164 beschrieben. Es gibt jedoch viele Vorgänge beim Shuttle-Blasformen, welche nicht die gesamte Produktionskapazität einer Vierformenmaschine erfordern.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein verbessertes Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Herstellung hohler Artikel aus einem thermoplastischen Material in einem Paar von Formensätzen, die sich nacheinander auf geschlossenen, vierseitigen Wegen relativ zu einem Extruder bewegen, zur Verfügung zu stellen, wobei jeder vierseitige Weg die gleiche Position zur Ineingriffnahme eines extrudierten Schlauchs und die gleiche Position zur Entnahme des geblasenen Artikels aufweist, aber ansonsten unterschiedliche Positionen aufweist.

Spezieller ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorstehenden Gattung zur Verfügung zu stellen, bei welchen fertige Artikel aus jedem der Formensätze an nur einer einzigen Stelle entnommen werden können. Es ist außerdem Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorstehenden Gattung zur Verfügung zu stellen, bei welchen Etiketten im Inneren der offenen Formensätze an einem einzigen Ort angebracht werden können, und zwar vor dem Blasen der abgetrennten Stücke des extrudierten Schlauchs zu Behältern in den Formensätzen.

Zusammenfassung der Erfindung

Kurz gesagt besteht das Problem darin, eine einzige Artikel-Entnahmevorrichtung zu verwenden. Die Erfindung ist in den Ansprüchen 1 und 9 definiert.

Eine Shuttle-Blasformungsvorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung umfasst einen Extruder, welcher fortlaufend einen Schlauch aus thermoplastischem Material mit einer geeigneten Temperatur zum Blasformen in einen nützlichen Artikel, oder eine Mehrzahl von Schläuchen aus solchem Material im Abstand zueinander, extrudiert, oder einen Blaskopf, welcher kontinuierlich Külbel für Behälter aus solchem Material erzeugt. Eine solche Vorrichtung ist insbesondere nützlich für die Herstellung von Behältern zur Verwendung bei verschiedenartigen Verpackungsanwendungen. In jedem Fall umfasst die Shuttle-Blasformungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung außerdem ein Paar Formensätze, oder übereinander angeordnet mehrere Paare von Formensätzen, wobei jeder Satz aus zwei einander gegenüberliegenden Formhälften besteht, die sich in Bezug aufeinander schließen und öffnen, und die Innenflächen der Formhälften sind derart konfiguriert, dass die Formhälften, wenn sie geschlossen sind, einen Hohlraum, oder, im Falle einer Vorrichtung mit einem Extruder für mehrere Schläuche, eine Mehrzahl von Hohlräumen bilden, in welchen aus einem Stück des extrudierten Schlauchs ein Artikel in solcher Weise geblasen wird, dass dessen Form mit der Konfiguration eines Hohlraums übereinstimmt.

Die Shuttle-Blasformungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung umfasst außerdem eine Vorrichtung zum Bewegen jedes Formensatzes nacheinander an eine erhöhte Position, an welcher dieser ein Stück des extrudierten Schlauchs in Eingriff nimmt, und danach nach außen, in einer ersten seitlichen Richtung, sowie nach unten, um zu gestatten, dass der andere Formensatz ein weiteres Stück des extrudierten Schlauchs in Eingriff nimmt. Der andere Formensatz, mit dem/den Stück(en) des extrudierten Schlauchs darin, wird dann ebenfalls nach außen bewegt, und zwar in einer zweiten, entgegengesetzt gerichteten Richtung, und ebenfalls nach unten. Das Stück (die Stücke) des extrudierten Schlauchs in jedem Formensatz werden aufgeblasen, während der Formensatz auf einem geschlossenen Weg zu der Schlauch-Ineingriffnahmeposition zurück bewegt wird, welche für jeden Formensatz die gleiche ist, für den Beginn eines weiteren Herstellungszyklus.

Bei der Bewegung der Formensätze zurück zu ihrer gemeinsamen Schlauch-Ineingriffnahmeposition bewegen sich die Formensätze zuerst entlang beabstandeter paralleler horizontaler Wege zu Positionen, die von ihrer Schlauch-Ineingriffnahmeposition horizontal beabstandet sind, und während dieser Bewegung werden die Stücke der extrudierten Schläuche in den Formensätzen zu Behältern oder anderen hohlen Artikeln geblasen. Zum Ende dieser horizontalen Bewegungen, welche für jeden Formensatz zu unterschiedlichen Zeiten erfolgen, wird dann jeder Formensatz nach oben und innen bewegt, um ihn für die Rückführbewegung zu seiner Ineingriffnahmeposition für den extrudierten Schlauch zu positionieren. Zum Ende dieser Bewegung nach oben und nach innen, durch welche jeder Formensatz nacheinander an einer gemeinsamen Position angeordnet wird, wird der Formensatz geöffnet und der/die darin befindliche(n) Behälter wird/werden entfernt, bevor der Formensatz zu seiner Schlauch-Ineingriffnahmeposition zurückgeführt wird. Somit kann eine einzige Artikel-Entnahmevorrichtung verwendet werden, um die geblasenen Behälter aus beiden Formensätzen zu entfernen, weil sich jeder Formensatz nacheinander an der gleichen Position zur Entnahme der Behälter befindet. Wenn bei der Vorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung eine forminterne Etikettierung praktiziert werden soll, ist es lediglich notwendig, eine einzige Vorrichtung zur forminternen Etikettierung an der Schlauch-Ineingriffnahmeposition für die Formensätze anzuordnen, um nacheinander ein Etikett oder ein sich gegenüberliegendes Paar von Etiketten in die Formensätze einzufügen, während die Hälften der Formensätze noch offen sind und bevor das Stück (die Stücke) des extrudierten Schlauchs (der extrudierten Schläuche) von dem Formensatz in Eingriff genommen wird/werden.

Für ein weitergehendes Verständnis der vorliegenden Erfindung und der Aufgaben derselben wird die Aufmerksamkeit auf die Zeichnungen und die folgende kurze Beschreibung derselben, auf die detaillierte Beschreibung der Erfindung sowie auf die anhängenden Ansprüche gelenkt.

Kurze Beschreibung der verschiedenen Zeichnungsansichten

1 stellt eine schematische Draufsicht der Vorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung zur Ausführung eines Verfahrens entsprechend der vorliegenden Erfindung dar;

2 stellt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung entsprechend 1 bei einem Schritt der Ausführung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung dar;

3 stellt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus 2 bei einem späteren Schritt während der Ausführung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung dar;

4 stellt eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus den 2 und 3 bei einem noch späteren Schritt während der Ausführung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung dar; und

5 stellt einen schematischen Aufriss einer Vorrichtung dar, die in bestimmten Situationen sinnvoll in Verbindung mit der Vorrichtung entsprechend den 14 verwendet werden kann.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Die Shuttle-Blasformungsvorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung ist in den 14 generell mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Vorrichtung 10 umfasst einen Extruder 12, der im Wesentlichen kontinuierlich im Abstand zueinander ein Paar Schläuche T1, T2 aus thermoplastischem Material nach unten extrudiert, und zwar mit einer Temperatur, die ausreichend hoch ist, damit endliche Stücke eines jeden solchen Schlauchs zu Behältern oder anderen sinnvollen hohlen Artikeln geblasen werden können. Das Blasen der aufeinander folgenden Stücke jedes der Schläuche T1, T2 erfolgt nacheinander durch ein Paar Formensätze 14, 16, die einen herkömmlichen Aufbau aufweisen können. Jeder Formensatz 14 besteht aus einem Paar Formhälften 14a, 14b, welche sich in Bezug aufeinander öffnen und schließen, um, wenn sie geschlossen sind, Formhohlräume zu bestimmen, in welchen die Stücke der Schläuche T1, T2 zu den gewünschten Artikeln geblasen werden. Analog besteht jeder Formensatz 16 aus einem Paar Formhälften 16a, 16b, welche sich in Bezug aufeinander öffnen und schließen, um, wenn sie geschlossen sind, Formhohlräume zu bestimmen, in welchen aufeinander folgende Stücke der Schläuche T1, T2 zu den gewünschten Artikeln geblasen werden. Obgleich das gleichzeitige Formen von Artikeln aus den Schläuchen T1, T2 beschrieben wird, sollte verstanden werden, dass in Erwägung zu ziehen ist, dass die Vorrichtung 10 auch genutzt werden kann, um zu einem Zeitpunkt nur einen Artikel aus einem einzigen extrudierten Schlauch herzustellen oder aus jedem Schlauch mehrere Artikel herzustellen, und auch, um gleichzeitig einen oder mehrere Artikel aus jedem von drei oder mehr extrudierten Schläuchen herzustellen.

Der Formensatz 14 ist auf zwei voneinander beabstandeten, schrägen Schienen 18 gelagert, und zwar zur Bewegung von einer Position unterhalb des Extruderkopfes 12a aus nach außen und nach unten, und die Schienen 18 sind auf einem hin und her pendelnden Schlitten 20 montiert. Der auch als Shuttle bezeichnete Pendelschlitten 20 ist im Hinblick auf eine Bewegung in einer horizontalen Ebene, und zwar von einer Stelle, die in einer vertikalen Ebene mit einem Extruderkopf 12a ausgerichtet ist, zu einer horizontal von dieser entfernten Stelle, auf zwei beabstandeten Schienen 22 montiert.

Der Formensatz 16 ist auf zwei beabstandeten, schrägen Schienen 24 gelagert, und zwar zur Bewegung nach außen und nach unten, von einer Stelle unterhalb des Extruderkopfes 12a fort, welche dieser nach der Wegbewegung des Formensatzes 14 von dieser Stelle einnimmt, und die Schienen 24 sind auf einem Pendelschlitten 26 montiert. In dieser Hinsicht verläuft die Bewegung des Formensatzes 16 von unterhalb des Extruderkopfes 12a nach außen in entgegengesetzter Richtung zu der Auswärtsbewegung des Formensatzes 14 von einer Stelle unterhalb des Extruderkopfes 12a. In jedem Fall ist der Pendelschlitten 26 im Hinblick auf eine Bewegung in einer horizontalen Ebene, und zwar von einer Stelle, die in einer vertikalen Ebene mit dem Extruderkopf 12a ausgerichtet ist, zu einer Stelle, die horizontal von dieser entfernt ist, auf zwei beabstandeten Schienen 28 gelagert.

Nachdem jeder der Formensätze 14, 16 Stücke des extrudierten Schlauchs T1, T2 aufgenommen und sich um diese herum geschlossen hat, wird ein Blaskopf, der in 3 als der Blaskopf 30 für den Formensatz 14 gezeigt ist, mit den in diesem vorhandenen Stücken der Schläuche T1, T2 ausgerichtet. Der Blaskopf 30 bewegt sich zusammen mit dem Formensatz 14, wenn der Formensatz 14 mit dem Pendelschlitten 20 nach hinten läuft, und führt Blasluft oder ein anderes Fluid in die in dem geschlossenen Formensatz 14 befindlichen Schlauchstücke T1, T2 ein, um diese Stücke zu fertigen Artikeln aufzublasen.

Wenn die Formensätze 14, 16 ihre hintersten Positionen auf den Schienen 22 bzw. 28 erreichen, oder kurz danach, wird der diesen zugeordnete Blaskopf aus diesen entfernt, und diese Formensätze 14, 16 werden dann nacheinander auf den Schienen 18 bzw. 24 nach oben und nach innen bewegt, zu einer Entnahmeposition, die in 1 als die Position P gezeigt ist. Danach werden die Formensätze 14, 16 geöffnet, und eine Entnahmevorrichtung 32 nimmt die in den Formensätzen 14, 16 befindlichen geblasenen Behälter oder anderen Artikel in Eingriff, um die Artikel aus diesen zu entfernen. Wie anhand 1 klar wird, ist die Position P für jeden der Formensätze 14, 16 die gleiche, wodurch die Nutzung einer einzigen Entnahmevorrichtung 32 für beide Formensätze 14, 16 ermöglicht wird. Ferner befindet sich die Position P entfernt von einer unterhalb des Extruderkopfes 12a liegenden Position, und zwar aus einem Grund, der nachfolgend detaillierter beschrieben werden soll. In jedem Fall wird der Pendelschlitten 20 oder der Pendelschlitten 26, auf welchem der Formensatz 14 oder der Formensatz 16 montiert ist, danach zu einer Position unterhalb des Extruderkopfes 12a bewegt, um eine Wiederholung des Zyklus in Verbindung mit nachfolgenden endlichen Stücken der extrudierten Schläuche T1, T2 zu starten.

Wenn gewünscht wird, die mittels der Blasformungsvorrichtung 10 hergestellten Behälter vorzuetikettieren, wird eine Vorrichtung 34 zur forminternen Etikettierung bereitgestellt, um ein Etikett oder ein sich gegenüberliegendes Paar von Etiketten in den Formensatz 14, 16 einzufügen, während sich die Formhälften 14a, 14b oder 16a, 16b an einer Position unterhalb des Extruderkopfes 12a befinden, aber während diese Formensätze noch geöffnet sind. Was dies betrifft, ist eine Vorrichtung zur forminternen Etikettierung in Verbindung mit einer Shuttle-Blasformungsmaschine beispielsweise in US-Patent 4,769,205 (Oles et al.) beschrieben. In jedem Fall ist es wichtig, dass die Position, an welcher die Etiketten in die Formensätze 14, 16 eingefügt werden, die für jeden der Formensätze 14, 16 nacheinander die gleiche ist, eine andere als diejenige Position P ist, an welcher die Artikel aus den Formensätzen 14, 16 entfernt werden, und zwar um Probleme zu minimieren, bei dem Versuch, mehrere Vorrichtungen an der gleichen Stelle der Blasformungsvorrichtung 10 anzuordnen, auftreten würden.

Falls Stücke der extrudierten Schläuche T1, T2 von nachfolgenden Abschnitten dieser Schläuche aktiv abgetrennt werden sollen, wird ein einziehbares Abschneidmesser 36 ( 4) vorgesehen, um die Schläuche T1, T2 durchzutrennen, nachdem Stücke derselben je nachdem von dem Formensatz 14 oder dem Formensatz 16 sicher in Eingriff genommen worden sind. In jedem Fall unterstützt die Abwärtsbewegung der Formensätze 14, 16 während der Auswärtsbewegung der Formensätze das Abtrennen der in Eingriff genommenen Schlauchstücke T1, T2 von den Abschnitten oberhalb dieser in Eingriff genommenen Stücke.

5 stellt eine generell mit dem Bezugszeichen 40 bezeichnete Vorrichtung zum Greifen der extrudierten Schläuche T1, T2 dar, bevor diese von den Formensätzen 14, 16 in Eingriff genommen werden, und zum sicheren Halten der extrudierten Schläuche T1, T2, während sich die Formensätze 14, 16 um diese herum schließen. Dies kann beispielsweise sinnvoll sein, um die extrudierten Schläuche T1, T2 zu dehnen, um, ausgehend von den extrudierten Dicken, die Wanddicke derselben zu reduzieren, oder um die Lage der extrudierten Schläuche T1, T2 zu kontrollieren, welche ansonsten relativ zu den Formensätzen 14, 16 frei schwingen können, während sie von den Formensätzen 14, 16 in Eingriff genommen werden. Dieser Faktor erhält mit zunehmender Länge der von den Formensätzen 14, 16 in Eingriff genommenen Schlauchstücke mehr Gewicht. In jedem Fall weist die Vorrichtung 40 ein sich vertikal hin und her bewegendes Klemmelement 42 auf, welches die Schläuche T1, T2 an Stellen direkt unterhalb des Extruderkopfes 12a greift. Das Klemmelement 32 bewegt sich dann an einem Rahmen 44 nach unten zu einer Position unterhalb derjenigen Position, an welcher je nachdem der Formensatz 14 oder 16 die Schläuche T1, T2 in Eingriff nimmt. Das Klemmelement 42 lässt dann die extrudierten Schläuche T1, T2 los, und der Rahmen 44 wird auf Schienen 46 nach hinten bewegt, zu einer Position, bei welcher das Klemmelement 42 nicht mehr mit den Schläuchen T1, T2 ausgerichtet ist. Danach wird das Klemmelement 42 nach oben bewegt, an seine den extrudierten Schlauch greifende Position, um nachfolgende Stücke der Schläuche T1, T2 zu greifen, und der Rahmen 44 wird dann, nach dem Öffnen des Klemmelements 42, nach innen bewegt, damit das Klemmelement 42 diese Stücke greifen kann, nachdem sich der Formensatz 14 oder 16 von seiner Schlauch-Ineingriffnahmeposition fort bewegt hat.

Obgleich vorliegend die von den Erfindern zum Einreichungsdatum als beste angesehene Art und Weise zur Ausführung der vorliegenden Erfindung aufgezeigt und beschrieben worden ist, wird für Fachleute auf dem Gebiet offensichtlich sein, dass geeignete Modifikationen, Varianten und Äquivalente ausgeführt werden können, ohne von dem Schutzumfang der Erfindung abzuweichen, wobei dieser Schutzumfang allein durch die Merkmale der folgenden Ansprüche und deren legale Äquivalente beschränkt ist.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Blasformen von Behältern aus einem thermoplastischen Material, wobei die Vorrichtung umfasst:

    einen Extruder (12) zum fortlaufenden Extrudieren zumindest eines Schlauchs (T1, T2) aus dem thermoplastischen Material nach unten, entlang einer vertikalen Achse;

    einen ersten Formensatz (14), wobei der erste Formensatz einen ersten Satz von Formhälften (14a, 14b) aufweist, die sich in Bezug aufeinander öffnen und schließen, um, wenn sie geschlossen sind, einen ersten Formhohlraum zu bestimmen;

    einen zweiten Formensatz (16), wobei der zweite Formensatz einen zweiten Satz von Formhälften (16a, 16b) aufweist, die sich in Bezug aufeinander öffnen und schließen, um, wenn sie geschlossen sind, einen zweiten Formhohlraum zu bestimmen;

    Mittel (18, 20) zum Bewegen des ersten Formensatzes (14) entlang eines ersten geschlossenen Weges, um den ersten Formensatz an einer ersten Position anzubieten, um, wenn dieser geöffnet ist, ein erstes endliches Stück des thermoplastischen Schlauchs (T1, T2) in Eingriff zu nehmen;

    Mittel (30) zum Blasen des ersten endlichen Stücks des thermoplastischen Schlauchs zu einem Behälter, während sich der erste Formensatz (14) von der ersten Position zu eine r zweiten Position (P) des ersten geschlossenen Weges bewegt;

    Mittel (24, 26) zum Bewegen des zweiten Formensatzes (16) entlang eines zweiten geschlossenen Weges, um die zweite Form an der ersten Position anzubieten, um, während diese offen ist, ein zweites endliches Stück des thermoplastischen Schlauchs (T1, T2) in Eingriff zu nehmen; und

    Mittel zum Blasen des zweiten endlichen Stücks des thermoplastischen Schlauchs zu einem Behälter, während sich die zweite Form (16) entlang des zweiten geschlossenen Weges zu einer zweiten Position (P) bewegt; wobei die erste Position des ersten geschlossenen Weges und die erste Position des zweiten geschlossenen Weges gleich sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die zweite Position (P) des ersten Formensatzes (14) auf dem ersten geschlossenen Weg und die zweite Position (P) des zweiten Formensatzes (16) auf dem zweiten geschlossenen Weg gleich sind und die zweite Position (P) von der ersten Position beabstandet ist.
  2. Vorrichtung zum Blasformen von Behältern aus einem thermoplastischen Material nach Anspruch 1, wobei eine einzige Einrichtung zur forminternen Etikettierung (34) unterhalb des Extruders (12) angeordnet ist, um Etiketten in die erste (14) und die zweite (16) Form einzufügen, während die erste und die zweite Form entlang des ersten geschlossenen Weges bzw. des zweiten geschlossenen Weges fortbewegt werden.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, und ferner umfassend: eine einzige Behälterherausnahmeeinrichtung (32), um nacheinander an der zweiten Position (P) geblasene Behälter aus dem ersten Formensatz (14) und dem zweiten Formensatz (16) zu entfernen.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zweite Position (P) horizontal von der ersten Position beabstandet ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die zweite Position (P) und die erste Position auf der gleichen Höhe vorgesehen sind.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei

    der erste geschlossene Weg eine erste Teilstrecke beinhaltet, die sich von der ersten Position aus in einer ersten Richtung nach außen und nach unten erstreckt; und

    der zweite geschlossene Weg eine erste Teilstrecke beinhaltet, die sich in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung der ersten Teilstrecke des ersten geschlossenen Weges nach außen und nach unten erstreckt.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei

    Mittel (40) separat von dem ersten Formensatz (14) und dem zweiten Formensatz (16) vorgesehen sind, um den extrudierten Schlauch (T1, T2) zu greifen und um sich nach unten zu bewegen, bevor ein endliches Stück des extrudierten thermoplastischen Schlauchs von dem ersten Formensatz (14) oder dem zweiten Formensatz (16) in Eingriff genommen wird,

    wobei die Mittel (40) zum Greifen derart konstruiert sind, dass sie den extrudierten thermoplastischen Schlauch freigeben und sich von dem thermoplastischen Schlauch zurückziehen, nachdem das endliche Stück des thermoplastischen Schlauchs von dem ersten Formensatz oder dem zweiten Formensatz in Eingriff genommen ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Vorrichtung nicht mehr als zwei Formen (14, 16) umfasst.
  9. Verfahren zum Blasformen von Behältern aus einem thermoplastischen Material, wobei das Verfahren umfasst:

    im Wesentlichen kontinuierliches Extrudieren eines thermoplastischen Materials nach unten, entlang einer vertikalen Achse;

    In-Eingriff-Nehmen eines ersten endlichen Stücks des thermoplastischen Materials in einem ersten Formensatz (14) an einer ersten Position des ersten Formensatzes;

    Bewegen des ersten Formensatzes (14) auf einem geschlossenen Weg, der eine erste Teilstrecke aufweist, auf welcher der erste Formensatz (14) von der ersten Position aus in einer ersten Richtung nach außen und nach unten bewegt wird;

    In-Eingriff-Nehmen eines zweiten endlichen Stücks des extrudierten thermoplastischen Materials in einem zweiten Formensatz (16) an der Position, an welcher das erste endliche Stück des extrudierten thermoplastischen Materials von dem ersten Formensatz in Eingriff genommen wurde, und zwar nachdem sich der erste Formensatz entlang der ersten Teilstrecke seines ersten geschlossenen Weges bewegt hat;

    Bewegen des zweiten Formensatzes (16) entlang eines zweiten geschlossenen Weges, der eine erste Teilstrecke aufweist, welche sich von der ersten Position aus in einer zweiten Richtung nach außen und nach unten erstreckt, wobei die zweite Richtung der ersten Richtung entgegengesetzt ist;

    Entfernen der geblasenen Behälter aus dem ersten Formensatz (14) an einer zweiten Position (P) des ersten geschlossenen Weges und danach Entfernen der geblasenen Behälter aus dem zweiten Formensatz (16) an einer zweiten Position (P) des zweiten geschlossenen Weges,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die zweite Position des zweiten Formensatzes gleich der zweiten Position des ersten Formensatzes ist und die zweite Position (P) von der ersten Position beabstandet ist.
  10. Verfahren zum Blasformen von Behältern aus einem thermoplastischen Material nach Anspruch 9, wobei das Verfahren umfasst:

    Anbringen von Etiketten nacheinander im Inneren des ersten Formensatzes (14) und des zweiten Formensatzes (16), wobei die Etiketten an der ersten Position des ersten Formensatzes im Inneren des ersten Formensatzes angebracht werden und an der ersten Position des zweiten Formensatzes im Inneren des zweiten Formensatzes angebracht werden.
  11. Verfahren zum Blasformen von Behältern aus einem thermoplastischen Material nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Verfahren umfasst:

    Ergreifen des extrudierten thermoplastischen Schlauchs (T1, T2) mittels einer Einrichtung (40), die separat von dem ersten Formensatz (14) und dem zweiten Formensatz (16) vorgesehen ist, und zwar bevor das erste endliche Stück des thermoplastischen Schlauchs oder das zweite endliche Stück des thermoplastischen Schlauchs von dem ersten Formensatz oder dem zweiten Formensatz in Eingriff genommen wird;

    Bewegen der Einrichtung (40) nach unten;

    In-Eingriff-Nehmen des ersten endlichen Stücks des thermoplastischen Schlauchs (T1, T2) oder des zweiten endlichen Stücks des thermoplastischen Schlauchs, während dieses von der Einrichtung (40) in Eingriff genommen ist;

    Freigeben des thermoplastischen Schlauchs durch die Einrichtung; und

    Zurückziehen der Einrichtung (40) von dem thermoplastischen Schlauch (T1, T2), um zu gestatten, dass sich das erste endliche Stück des thermoplastischen Schlauchs in dem ersten Formensatz (14) oder das zweite endliche Stück des thermoplastischen Schlauchs in dem zweiten Formensatz (16), je nach Fall, entlang des ersten geschlossenen Weges oder des zweiten geschlossenen Weges bewegt.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei welchem nicht mehr als zwei Formensätze (14, 16) verwendet werden.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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