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Dokumentenidentifikation DE60210644T2 24.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001434914
Titel AUFZUGSRIEMEN MIT GERÄUSCHREDUZIERENDER NUTENANORDNUNG
Anmelder Otis Elevator Co., Farmington, Conn., US
Erfinder PITTS, John, Avon, CT 06001, US;
SWAYBILL, Bruce, Farmington, CT 06032, US;
DERWINSKI, A., Patricia, Farmington, CT 06032, US;
O'DONNELL, James, Hugh, Longmeadow, MA 01106, US
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 60210644
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.09.2002
EP-Aktenzeichen 027617521
WO-Anmeldetag 19.09.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/US02/29817
WO-Veröffentlichungsnummer 2003029556
WO-Veröffentlichungsdatum 10.04.2003
EP-Offenlegungsdatum 07.07.2004
EP date of grant 12.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.08.2006
IPC-Hauptklasse D07B 1/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D07B 1/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Lasttrageelemente zur Verwendung in Aufzugsystemen. Im Spezielleren bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Aufzuggurtanordnung mit einer speziellen Nutanordnung.

Aufzugsysteme beinhalten typischerweise eine Kabine und ein Gegengewicht, die sich in einem Aufzugschacht bewegen, um z.B. Fahrgäste oder Lasten zu verschiedenen Landezonen innerhalb eines Gebäudes zu befördern. Ein Lasttrageelement, wie z.B. ein Seil oder ein Gurt, bewegt sich typischerweise über einen Satz von Scheiben und trägt die Last der Kabine und des Gegengewichts. Es gibt verschiedene Arten von Lasttrageelementen, die bei Aufzugsystemen Verwendung finden.

Bei einem Typ eines Lasttrageelements handelt es sich um einen beschichteten Stahlgurt. Typische Anordnungen beinhalten eine Mehrzahl von Stahlsträngen, die sich über die Länge der Gurtanordnung erstrecken. Ein Mantel ist über den Strängen aufgebracht und bildet das Äußere der Gurtanordnung. Einige Vorgänge zum Aufbringen des Mantels führen zur Entstehung von Nuten in der Manteloberfläche auf mindestens einer Seite der Gurtanordnung. Einige Prozesse neigen auch zum Verursachen von Verwerfungen oder Unregelmäßigkeiten in der Position der Stahlstränge relativ zu dem Äußeren des Mantels entlang der Länge des Gurtes.

Beide dieser Erscheinungen sind z.B. in 8 veranschaulicht. Wie zu sehen ist, variiert die Beabstandung zwischen dem Äußeren des Mantels 200 und den Strängen 210 über die Länge des Gurts. Wie aus der Darstellung zu erkennen ist, sind die Stränge 210 innerhalb des Mantels derart angeordnet, als würden sie eine Serie von Strangsegmenten gleicher Länge entsprechend der Nutbeabstandung aufweisen. Die Darstellung der 8 veranschaulicht eine Übertreibung der typischen körperlichen Strangausbildung zum Zweck der Erläuterung. Die tatsächlichen Verwerfungen oder Veränderungen in der Position der Stränge relativ zu den Mantelaußenflächen sind in manchen Fällen möglicherweise für das menschliche Auge nicht erkennbar.

Wenn herkömmliche Prozesse für die Mantelaufbringung verwendet werden, führt die Art und Weise, in der die Stränge während der Mantelaufbringung abgestützt werden, tendenziell zur Entstehung von solchen Verwerfungen in der Geometrie oder Konfiguration der Stränge relativ zu den Mantelaußenflächen entlang der Länge des Gurtes.

Solche Anordnungen haben sich zwar als nützlich erwiesen, jedoch besteht ein Bedarf für Verbesserungen. Eine spezielle Schwierigkeit in Verbindung mit solchen Gurtanordnungen besteht darin, dass aufgrund der Bewegung des Gurtes in einem Aufzugsystem die Nuten und die Strangplatzierung in dem Mantel mit anderen Systemkomponenten, wie z.B. den Scheiben, in Wechselwirkung stehen und dadurch unerwünschte Geräusche, Vibration oder Beides erzeugt werden. Wenn sich die Gurtanordnung z.B. mit einer konstanten Geschwindigkeit bewegt, erzeugt eine eingeschwungene Frequenz des Nutkontakts mit den Scheiben einen störenden, hörbaren Ton. Man ist der Meinung, dass das sich wiederholende Muster von Veränderungen in der Strangbeabstandung von den Mantelaußenflächen zur Entstehung von solchen Geräuschen beiträgt.

Es ist eine alternative Anordnung zum Minimieren oder Eliminieren des Auftretens von Vibrationen oder störenden Geräuschen während des Aufzugsystembetriebs notwendig. Die vorliegende Erfindung versucht diesen Bedarf zu erfüllen.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Im Allgemeinen handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um eine Gurtanordnung zur Verwendung in einem Aufzugsystem. Die Gurtanordnung beinhaltet eine Mehrzahl von Strängen, die allgemein parallel zu einer Längsachse des Gurtes verlaufen. Ein über den Strängen angeordneter Mangel beinhaltet eine Mehrzahl von Nuten, die derart angeordnet sind, dass das Auftreten von störenden hörbaren Tönen während des Aufzugbetriebs minimiert ist.

Bei einem Beispiel sind die Nuten in Längsrichtung derart voneinander beabstandet, dass die Beabstandungen zwischen den Nuten entlang der Länge des Gurtes variieren. Die Ausbildung von unterschiedlichen Beabstandungen zwischen einander benachbarten Nuten eliminiert die eingeschwungene Frequenz des Nutkontakts mit anderen Systemkomponenten, wobei es sich um einen Faktor handelt, der wesentlich zur möglichen Entstehung von unerwünschten Geräuschen oder Vibrationen während des Aufzugbetriebs beiträgt.

Bei einem weiteren Beispiel erstrecken sich die Nuten über die Breite des Mantels. Zumindest ein Teil einer jeden der Nuten ist derart ausgerichtet, dass er nicht rechtwinklig zu der Längsachse des Gurtes verläuft. Bei einem Beispiel liegen die Nuten in Form von geraden Linien vor. Bei einem weiteren Beispiel weisen die Nuten eine Serie von Liniensegmenten auf, von denen jedes in einem anderen Winkel relativ zu der Längsachse des Gurtes angeordnet ist.

Eine gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete Gurtanordnung kann die erfindungsgemäßen unterschiedlichen Beabstandungen, die erfindungsgemäße winkelige Ausrichtung der Nuten oder eine Kombination aus beiden beinhalten. Die verschiedenen Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung erschließen sich dem Fachmann aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung der derzeit bevorzugten Ausführungsformen. Die Zeichnungen, die die ausführliche Beschreibung begleiten, lassen sich kurz wie folgt beschreiben.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Es zeigen

1 eine schematische Darstellung eines Bereiches einer exemplarischen Gurtanordnung, die gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist;

2 eine Schnittdarstellung entlang der Linien 2-2 in 1;

3 eine planare, schematische Darstellung einer im Vergleich zu dem Ausführungsbeispiel der 1 alternativen Nutausrichtung;

4 eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Nutausrichtung;

5 eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Nutausrichtung;

6 eine schematische Darstellung einer weiteren alternativen Nutausrichtung;

7 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung und eines Verfahrens, die für die Herstellung einer gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ausgebildeten Gurtanordnung verwendbar sind; und

8 eine schematische Darstellung einer typischen Stranggeometrie relativ zu Außenflächen eines Gurtmantels gemäß dem Stand der Technik.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Die 1 und 2 veranschaulichen in schematischer Weise eine Gurtanordnung 20, die für die Verwendung in einem Aufzugsystem ausgebildet ist. Eine Mehrzahl von Strängen 22 ist allgemein parallel zu einer Längsachse der Gurtanordnung 20 ausgerichtet. Bei einem Beispiel sind die Stränge 22 aus Stahldrahtsträngen gebildet.

Ein Mantel 24 überdeckt die Stränge 22. Der Mantel 24 weist vorzugsweise ein Material auf Polyurethanbasis auf. Es sind verschiedene derartige Materialien im Handel erhältlich und in der Technik als für Aufzuggurtanordnungen verwendbar bekannt. In Anbetracht dieser Beschreibung werden die Fachleute in der Lage sein, ein geeignetes Mantelmaterial entsprechend den Bedürfnissen ihrer speziellen Situation auszuwählen.

Der Mantel 24 bildet eine äußere Länge L, eine Breite W und eine Dicke t der Gurtanordnung 20. Bei einem Beispiel beträgt die Breite W der Gurtanordnung 30 mm, die Dicke t beträgt 3 mm, und die Tiefe jeder Nut beträgt 0,7 mm. Bei dem gleichen Beispiel weisen die Stränge 22 einen Durchmesser von 1,65 mm auf. Die Stränge 22 erstrecken sich vorzugsweise über die gesamte Länge L der Anordnung.

Der Mantel 24 beinhaltet eine Mehrzahl von Nuten 30, 32, 34, 36, 38, 40 und 42 auf wenigstens einer Seite des Mantels 24. Bei dem dargestellten Beispiel erstrecken sich die Nuten über die gesamte Breite der Gurtanordnung.

Die Nuten resultieren aus verschiedenen Herstellungsprozessen, von denen viele in der Technik allgemein bekannt sind und die für die Bildung der Gurtanordnung 20 geeignet sind. Bei dem Ausführungsbeispiel der 1 und 2 sind die Nuten mit unterschiedlichen Entfernungen voneinander beabstandet, so dass zwischen den verschiedenen Nuten unterschiedliche Beabstandungen vorhanden sind. Zum Beispiel trennt ein erster Abstand 44 die Nut 30 von der benachbarten Nut 32. Ein anderer Abstand 46 trennt die Nut 32 von der benachbarten Nut 34. In ähnlicher Weise variieren auch die Abstände 48, 50, 52 und 54 in ihrer Größe.

Es ist nicht notwendig, dass alle der dargestellten Abstände verschieden sind, jedoch ist es bevorzugt, möglichst viele unterschiedliche Abstände entlang der Länge der Gurtanordnung vorzusehen. In der Praxis wird sich typischerweise ein sich wiederholendes Muster der unterschiedlichen Abstände über die gesamte Länge der Gurtanordnung 20 erstrecken. In Abhängigkeit von den Details der Gurtanordnung sowie den zum Bilden und Aufbringen des Mantels 24 verwendeten Gerätschaften wiederholt sich das Muster der unterschiedlichen Abstände in unterschiedlichen Intervallen. Vorzugsweise ist das Intervall der Musterwiederholung so groß, wie es die Herstellungsgerätschaften zulassen. Bei einem Beispiel wiederholt sich ein Muster unterschiedlicher Abstände in etwa alle 2 m. Innerhalb jedes Abschnitts von zwei Metern sind die Abstände zwischen einander benachbarten Nuten derart gewählt, dass diese variieren und nicht periodisch sind.

Durch Ändern der Abstände zwischen einander benachbarten Nuten wird die Geräuschkomponente, die durch die Berührung der Gurtanordnung mit anderen Aufzugsystemkomponenten, wie z.B. den Scheiben, während des Systembetriebs verursacht werden, über einen breiteren Frequenzbereich verteilt. Auf diese Weise werden eingeschwungene Frequenzen von Geräusch vermieden, und dadurch wird wiederum das Potenzial für die Entstehung eines hörbaren, störenden Tons eliminiert.

Zusätzlich zum Variieren der Beabstandung zwischen den Nuten sieht die erfindungsgemäße Anordnung die Möglichkeit zum Variieren der Längen von "Strangsegmenten" vor, die aus bestimmten Herstellungstechniken resultieren (jedoch nicht notwendigerweise Bestandteil der erfindungsgemäßen Anordnung sind). Eine gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildete Gurtanordnung kann eine Serie von Strangsegmenten beinhalten, entlang derer die Distanz zwischen dem Strang und den Mantelaußenflächen variiert. Die Enden von solchen "Strangsegmenten" stimmen mit der Position der Nuten überein. Ein Variieren der Abstände der Nuten führt auch zu einem Variieren der Länge der Segmente und somit zu einem Variieren des Musters der Stranggeometrie relativ zu den Mantelaußenflächen. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung variiert die Länge der Strangsegmente entlang der Länge des Gurtes.

Da die Segmente verschiedene Längen aufweisen, gibt es kein periodisches, sich wiederholendes geometrisches Muster der Stränge relativ zu den Mantelaußenflächen. Durch Variieren der Länge der Strangsegmente (d.h. durch Ändern der Beabstandung zwischen ähnlichen Verwertungen in der Position des Strangs relativ zu den Mantelaußenflächen) wird jeglicher Faktor, der Geräuschen oder Vibrationen bedingt durch die Stranggeometrie zuträglich ist, reduziert oder eliminiert.

Durch Eliminieren des periodischen Merkmals der Stranggeometrie schafft die vorliegende Erfindung einen signifikanten Vorteil zum Vermindern der Entstehung von Vibrationen und Geräuschen während des Aufzugsystembetriebs.

Die 3 bis 6 veranschaulichen verschiedene Strategien gemäß der vorliegenden Erfindung zum Vermeiden von Geräuschbedingungen aufgrund der Gurtbewegung während des Aufzugbetriebs. Das Beispiel der 3 beinhaltet einen Mantel 24a, der eine Mehrzahl von Nuten 56 aufweist. Bei diesem Beispiel sind einander benachbarte Nuten 56 mit einem gleichmäßigen Abstand 58 voneinander getrennt. Die Nuten 56 weisen gerade Linien auf, die sich über die Breite der Gurtanordnung erstrecken. Jede Nut 56 ist in einem spitzen Winkel 60 relativ zu der Längsachse des Gurtes angeordnet. Ob der Winkel der Nutausrichtung ein spitzer Winkel oder ein stumpfer Winkel ist, hängt lediglich von den Rahmenbedingungen oder Bezugsbedingungen ab. Durch das Anordnen zumindest eines Teils der Nuten 56 in nicht-rechtwinkliger Weise zu der Längsachse des Gurtes wird die eingeschwungene Frequenz der Geräuschentstehung vermieden, die ansonsten auftritt, wenn rechtwinklig ausgerichtete Nuten (und zugehörige Strangverwerfungen) entlang der Länge des Gurtes den gleichen Abstand voneinander aufweisen.

Das Beispiel der 4 beinhaltet einen Mantel 24b mit einer Mehrzahl von Nuten 56'. Die Nuten 56' sind z.B. unter Verwendung unterschiedlicher Abstände 62, 64 und 66 voneinander beabstandet. Die Nuten 56' sind in einem spitzen Winkel 60 relativ zu der Längsachse des Gurtes ausgerichtet. Das Beispiel der 4 kombiniert die erfindungsgemäße winkelige Ausrichtung der Nuten mit der erfindungsgemäßen variierenden Beabstandungsstrategie, wobei diese bei der vorliegenden Erfindung entweder einzeln oder gemeinsam verwendet werden können.

5 veranschaulicht ein weiteres Beispiel einer Gurtanordnung mit einem Mantel 24c. Bei diesem Beispiel weist eine Mehrzahl von Nuten 70 jeweils eine Mehrzahl von Liniensegmenten 72 und 74 auf. Bei dem Beispiel der 5 haben die Nuten 70 unter Verwendung eines Abstands 76 die gleiche Beabstandung. Da die Liniensegmente 72 und 74 nicht rechtwinklig zu der Längsachse des Gurtes verlaufen, führt die gleiche Beabstandung nicht zu den Geräuschentstehungsschwierigkeiten, die auftreten würden, wenn die Nuten 70 gerade Linien wären, die rechtwinklig zu der Längsachse des Gurtes verlaufen.

Das Beispiel der 6 beinhaltet einen Mantel 24d, der eine Mehrzahl von Nuten 70' aufweist, von denen jede Liniensegmente 72' und 74' beinhaltet. Bei diesem Ausführungsbeispiel trennen z.B. unterschiedliche Abstände 78 und 80 jede der Nuten von einer benachbarten Nut.

Unter Bezugnahme auf 7 ist das Verfahren zum Herstellen einer Aufzuggurtanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung schematisch anhand von Maschinerie 100 dargestellt. Die Stränge 22 bewegen sich durch die Maschinerie 100, die eine Form zum Bilden des Mantels 24 vorsieht.

Die Maschinerie 100 beinhaltet eine Vielzahl von Strangabstützeinrichtungen 110. Im Fall der Bildung der Gurtanordnungen der 1, 4 und 6 ist die Beabstandung zwischen den Strangabstützeinrichtungen variabel. Obwohl der Abstand zwischen zwei einander benachbarten Strangabstützeinrichtungen 110 gleich sein kann, ist es bevorzugt, dass die Beabstandung zwischen den Strangabstützeinrichtungen 110 nicht in einem sich wiederholenden Muster angeordnet ist. Vorzugsweise sollte die Beabstandung innerhalb eines akzeptablen Bereichs, der von der Maschinerie abhängig ist, zufallsmäßig gewählt sein.

Wenn die Stränge 22 durch die Maschinerie 100 befördert werden, sind sie auf jeder der Strangabstützeinrichtungen abgestützt. Bei Beispielen, in denen die Stränge 22 kontinuierlich befördert werden, bewegen sich die Strangabstützeinrichtungen 110 mit der Beförderung der Stränge 22 durch die Maschinerie 100. Ein Mantelmaterial auf Polyurethanbasis wird von einem Reservoir 122 in herkömmlicher Weise in die Maschinerie eingebracht. Während das Mantelmaterial die Stränge 22 umhüllt, verursachen die Strangabstützeinrichtungen die Bildung der Nuten in dem Mantel. Die Maschinerie ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass eine entgegengesetzte Seite des Mantels 24 flach ist. Die Maschinerie 100 arbeitet in bekannter Weise zum Extrudieren, Formen oder anderweitigen Bilden des Mantels 24 um die Stränge 22.

Durch Vorsehen einer unterschiedlichen Beabstandung zwischen den Strangabstützeinrichtungen ergeben sich unterschiedliche Beabstandungen zwischen den Nuten entlang der Länge des Gurtes.

Bei einem weiteren Beispiel, wie z.B. beim Bilden der Gurtanordnungen der 3 bis 6, haben die Strangabstützeinrichtungen eine Konfiguration, die eine gewünschte Nutausrichtung an der Außenfläche des Mantels 24 schafft. Exemplarische Nutkonfigurationen und Ausrichtungen sind in den 3 bis 6 veranschaulicht, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt.

Durch Platzieren der Nuten in einer gewünschten Ausrichtung können die Schwierigkeiten der Entstehung von hörbaren Geräuschen, die bei herkömmlichen beschichteten Gurtanordnungen auftreten, zumindest stark reduziert und normalerweise eliminiert werden. Die Ausbildung unterschiedlicher Abstände zwischen den Nuten oder eine geeignet ausgewählte winkelige Ausrichtung von zumindest einem Teil jeder Nut oder eine Kombination aus beiden führt zu einer viel ruhigeren Anordnung.

Die vorstehende Beschreibung ist exemplarisch und nicht einschränkend zu verstehen. Den Fachleuten können sich Variationen und Modifikationen der offenbarten Beispiele erschließen, die nicht notwendigerweise vom Wesen der vorliegenden Erfindung abweichen. Der der vorliegenden Erfindung zuteil werdende Rechtschutzumfang kann nur durch Studium der nachfolgenden Ansprüche bestimmt werden.


Anspruch[de]
  1. Aufzuggurtanordnung (20), aufweisend:

    eine Mehrzahl von Strängen (22), die allgemein parallel zu einer Längsachse des Gurtes ausgerichtet sind; und

    einen Mantel (24) über den Strängen, wobei der Mantel eine Mehrzahl von Nuten (30 bis 42) aufweist, die auf wenigstens einer Seite des Mantels in Längsrichtung voneinander beabstandet sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass Abstände (44, 54) zwischen einander benachbarten Nuten entlang einer Länge der Gurtanordnung variieren.
  2. Anordnung (20) nach Anspruch 1, wobei drei aufeinander folgende Abstände (44, 46, 48) der Beabstandungen zwischen den Nuten (30, 32, 34) alle voneinander verschieden sind.
  3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die Nuten (56, 70) über die Breite des Mantels (24) erstrecken und wobei zumindest ein Bereich einer jeden der Nuten derart ausgerichtet ist, dass er nicht rechtwinklig zu der Längsachse des Gurtes verläuft.
  4. Anordnung (20) nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die Nuten (30 bis 42) über die Breite des Mantels (24) erstrecken und wobei die Nuten allgemein rechtwinklig zu der Längsachse des Gurtes ausgerichtet sind.
  5. Anordnung nach Anspruch 7, 2 oder 3, wobei jede Nut (70) eine Mehrzahl von Liniensegmenten (72, 74) aufweist und zumindest eines der Segmente nicht in einem rechten Winkel relativ zu der Längsachse des Gurts angeordnet ist.
  6. Anordnung nach Anspruch 3, wobei sich die Nuten über die Breite des Mantels erstrecken und wobei jede Nut eine Mehrzahl von Liniensegmenten aufweist, wobei wenigstens eines der Segmente in einem spitzen Winkel relativ zu der Längsachse des Gurtes angeordnet ist.
  7. Anordnung nach Anspruch 6, wobei jedes Liniensegment (72, 74) einer jeweiligen Nut (70) in einem anderen Winkel relativ zu der Längsachse angeordnet ist.
  8. Anordnung nach Anspruch 3, wobei sich die Nuten (56) über die Breite des Mantels (24) erstrecken und wobei jede Nut in Form einer im Allgemeinen geraden Linie ausgebildet ist.
  9. Anordnung nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Stränge (22) Stahldrähte aufweisen und der Mantel (24) ein Elastomer aufweist.
  10. Anordnung nach Anspruch 9, wobei das Elastomer Polyurethan aufweist.
  11. Verfahren zum Herstellen einer Aufzuggurtanordnung mit einer Mehrzahl von Strängen (22) in einem Mantel (24), wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

    (a) Ausrichten der Mehrzahl von Strängen in einer ausgewählten Anordnung; und

    (b) Aufbringen des Mantels auf die Stränge unter Abstützung der Stränge unter Verwendung von Strangabstützeinrichtungen (110), die dazu führen, dass der aufgebrachte Mantel eine Mehrzahl von in dem Mantel gebildeten, in Längsrichtung voneinander beabstandeten Nuten (56' bis 70') aufweist, wobei die Strangabstützeinrichtungen derart orientiert werden, dass die Nuten zumindest teilweise nicht in einem rechten Winkel zu der Längsachse angeordnet werden sowie in unterschiedlichen Intervallen in Längsrichtung voneinander beabstandet werden.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Nuten (56') derart voneinander beabstandet werden, dass drei aufeinander folgende Abstände (62, 64, 66) zwischen den Nuten (56') alle voneinander verschieden sind.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei zumindest ein Teil jeder der Nuten (56'; 70') in einem spitzen Winkel zu der Längsachse des Gurtes ausgerichtet wird.
  14. Aufzuggurt, aufweisend:

    eine Mehrzahl von Strängen (22), die allgemein parallel zu einer Längsachse des Gurtes ausgerichtet sind; und

    einen Mantel (24) über den Strängen, der eine Mehrzahl von in Längsrichtung voneinander beabstandeten Nuten (56'; 70') aufweist, die in eine Seite des Mantels eingebracht sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten teilweise nicht in einem rechten Winkel zu der Längsachse angeordnet sind sowie in unterschiedlichen Intervallen in Längsrichtung voneinander beabstandet sind.
  15. Aufzuggurt (20) nach Anspruch 14, wobei drei aufeinander folgende Intervalle der in Längsrichtung vorhandenen Intervalle (62, 64, 66) alle voneinander verschieden sind.
  16. Aufzuggurt nach Anspruch 14 oder 15, wobei ein erster Bereich (22) jeder Nut in einem ersten, nicht rechten Winkel zu der Längsachse angeordnet ist und ein zweiter Bereich (74) jeder Nut in einem zweiten nicht rechten Winkel zu der Längsachse angeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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