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Dokumentenidentifikation DE102004058051B3 31.08.2006
Titel Drahtlose Bewegungsmelder / Aktor - System
Anmelder ABB Research Ltd., Zürich, CH
Erfinder Zapp, Robert, Dipl.-Ing., 58579 Schalksmühle, DE;
Kramer, Beat, Dipl.-Ing., Windisch, CH;
Matter, Daniel, Dr.sc.nat., Brugg, CH;
Pretre, Philippe, Dr.sc.nat., Dättwill, CH
Vertreter Miller, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 68526 Ladenburg
DE-Anmeldedatum 01.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058051
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.2006
IPC-Hauptklasse G08B 29/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G08B 13/19(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G08C 17/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein drahtloses Bewegungsmelder/Aktor-System mit mindestens einem Bewegungsmelder (1, 4, 7) vorgeschlagen, welcher drahtlos über einen Sender (3, 6, 9) mit mindestens einem einen Empfänger (12) aufweisenden und mindestens einen Beleuchtungskörper (17) ansteuernden Aktor (10) kommuniziert. Der Anlagenstatus des Systems wird überwacht, indem dem Anlagenstatus entsprechende Meldesignale (SA) - betreffend den Aktivitäts-Zustand des Systems und/oder den Systemkomponenten-Zustand und/oder Systemeinstellung und/oder Systeminformationen - vom Bewegungsmelder (1, 4, 7) zum Aktor (10) übertragen werden. Die Meldesignale (SA) werden im Aktor (10) in einer Anzeigevorrichtung (13, 14, 15, 16) zur Anzeige gebracht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein drahtloses Bewegungsmelder/Aktor – System mit mindestens einem Bewegungsmelder, welcher drahtlos über einen Sender mit mindestens einem einen Empfänger aufweisenden und mindestens einen Beleuchtungskörper ansteuernden Aktor kommuniziert.

Aus der US 2003 00 20 611 A1 ist ein drahtloses Bewegungsmelder/Aktor – System mit mindestens einem Bewegungsmelder bekannt, welcher drahtlos über einen Sender mit mindestens einem einen Empfänger aufweisenden und mindestens einen Beleuchtungskörper ansteuernden Aktor kommuniziert. Das System weist eine Möglichkeit zur Überwachung des Anlagenzustands auf, indem der Betriebsstatus des Aktors mittels eines von einer Fernsteuereinheit ausgesendeten und vom Aktor empfangenen Signal überprüfbar ist. Eine Anzeigevorrichtung des Aktors dient zur Anzeige, welcher Bewegungsmelder infolge einer detektierten Bewegung ein Signal an den Aktor gesendet hat.

Aus der DE 38 03 277 A1 ist ein insbesondere für Bewegungsmelder geeigneter Infrarotstrahlungsempfänger bekannt, der eine Stromquelle und einen Sender (Funksender oder Infrarotsender) enthält, der von den Signalen des Strahlungsempfängers gesteuert wird und seinerseits drahtlose Steuersignale zu einem entfernt angeordneten Signalempfänger aussendet. Das Gerät ist von einem Versorgungsnetz unabhängig, weist eine Batterie (Akkumulator) auf und kann an beliebigen Stellen eines Raumes zur Beeinflussung unterschiedlicher Schaltkreise eingesetzt werden.

Aus der DE 101 50 128 C2 ist ein drahtloses Sensorsystem bekannt, welches eine Solarzelle mit nachgeschaltetem Energiespeicher aufweist und welches mittels eines Sendetelegramms Informationen drahtlos – z. B. über Funk – an ein stromnetzgebundenes Empfangs- und Auswertesystem – z. B. eine Beleuchtungssteuerung – weitergibt. Das Sensorsystem kann zur Positionsbestimmung oder zur Bestimmung einer Beleuchtungsstärke verwendet werden. Der Ladezustand des Energiespeichers wird überwacht. Es ist eine Timerschaltung vorhanden, die in Abhängigkeit von einem Spannungsniveau des Energiespeichers triggerbar ist und die nach einem bestimmten Zeitabstand das Sensorsystem zur Aussendung mindestens eines Sendetelegramms aktiviert, um derart eine verbesserte Zustandsabfrage bereitzustellen. Die Datenübertragung findet in festen oder variablen Zeitabständen auch ohne eine Bewegung der überwachten Einrichtungen statt.

Allgemein befindet sich ein Bewegungsmelder während des Tages in einem Tagestiefschlaf. Erst nachdem ein vorgegebener Lichtwert (abhängig von der eingestellten Dämmerungseinstellung) unterschritten wird, befindet sich der Bewegungsmelder im aktiven Betriebszustand. Ist während der Dämmerung am Morgen oder am Abend ein Bewegungsmelder inaktiv, ist es für einen Benutzer nicht direkt ersichtlich, ob der Bewegungsmelder defekt ist oder ob sich der Bewegungsmelder aufgrund noch ausreichender Helligkeit im Tagestiefschlaf befindet. Desgleichen weisen allgemein bekannte drahtlose Bewegungsmelder/Aktor – Systeme keinerlei Möglichkeiten auf, rechtzeitig einen Defekt einer Systemkomponente zu erkennen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein drahtloses Bewegungsmelder/Aktor-System der eingangs genannten Art anzugeben, bei welchem für einen Benutzer der jeweils aktuelle Anlagenstatus des Systems ersichtlich ist.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Anlagenstatus des Systems überwacht wird, indem dem Anlagenstatus entsprechende Meldesignale betreffend

  • • den Aktivitäts-Zustand des Systems, wie Meldesignale "Sensor aktiv" und/oder
  • • den Systemkomponenten-Zustand, wie Meldesignale "Sensormodul defekt", "Batterie austauschen", "Beleuchtungskörper defekt", "Solarpanel säubern" und/oder
  • • Systemeinstellungen, wie vorgegebene Dämmerungseinstellung und Ausschaltverzögerung und/oder
  • • Systeminformationen, wie detektierte Temperaturwerte
vom Bewegungsmelder zum Aktor übertragen werden und dass die Meldesignale im Aktor in einer Anzeigevorrichtung zur Anzeige gebracht werden.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass das drahtlose Bewegungsmelder/Aktor – System für den Benutzer transparent wird, indem dem Benutzer am Aktor visuell der jeweilige Anlagenstatus – betreffend den Aktivitäts-Zustand und/oder den Systemkomponenten-Zustand und/oder Systemeinstellungen und/oder Systeminformationen – angezeigt wird. Einem Benutzer ist es deshalb beispielsweise in einfacher Weise möglich, einen defekten Bewegungsmelder zu ermitteln, um nachfolgend entsprechende Maßnahmen zur Behebung einer Störung einzuleiten.

Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung ersichtlich.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform eines drahtloses Bewegungsmelder/Aktor – Systems,

2 eine zweite Ausführungsform eines drahtlosen Bewegungsmelder/Aktor – Systems,

3 eine erste Möglichkeit zur Überprüfung eines vom Aktor angesteuerten Beleuchtungskörpers auf Funktionstüchtigkeit,

4 eine zweite Möglichkeit zur Überprüfung eines vom Aktor angesteuerten Beleuchtungskörpers auf Funktionstüchtigkeit.

In 1 ist eine erste Ausführungsform eines drahtlosen Bewegungsmelder/Aktor – Systems dargestellt. Es ist ein System mit drei Bewegungsmeldern 1, 4, 7 zu erkennen, welche einen Aktor 10 mit daran angeschlossenem Beleuchtungskörper 17 ansteuern. Jeder der drei Bewegungsmelder 1 bzw. 4 bzw. 7 weist eine Einstellvorrichtung 2 bzw. 5 bzw. 8 mit mehreren von außen zugänglichen Bedienelementen zur Einstellung des Dämmerungsschalters (Dämmerungseinstellung bzw. Lichtwert, bei dem das Gerät mit der Erfassung von Infrarotstrahlung im Erfassungsbereich beginnen soll) und der Ausschaltverzögerung (Nachlaufzeit, während der das Licht respektive der angesteuerte Beleuchtungskörper nach Verlassen des Erfassungsbereichs eingeschaltet werden soll) auf.

Jeder der drei Bewegungsmelder 1 bzw. 4 bzw. 7 weist ferner einen Sender (vorzugsweise Funk-Sender) 3 bzw. 6 bzw. 9 auf, welcher eine drahtlose Kommunikation mit einem Empfänger 12 (vorzugsweise Funk-Empfänger) 12 des Aktors 10 ermöglicht. Der Aktor 10 weist neben einem Netzanschluss 11 eine Anzeigevorrichtung 13 mit beispielsweise drei Anzeigeleuchten – vorzugsweise Leuchtdioden – 14, 15, 16 auf.

Wird eine Bewegung innerhalb seines Erfassungsbereiches detektiert, sendet der Bewegungsmelder 1 bzw. 4 bzw. 7 ein entsprechendes Befehlssignal BS "Beleuchtung einschalten und noch während der vorgegebenen Nachlaufzeit eingeschaltet lassen" über seinen Sender 3 bzw. 6 bzw. 9 an den Empfänger 12 des Aktors 10, wodurch ein Einschalten des Beleuchtungskörpers 17 bewirkt wird.

Dies gilt jedoch nur, wenn die Umgebungshelligkeit den eingestellten kritischen Wert (Dämmerungseinstellung) unterschreitet, ab welchem die Bewegungsmelder im aktiven Betrieb sind, denn ansonsten befinden sich die Sensormodule der Bewegungsmelder in ihrem "Tagestiefschlaf'. Um den Benutzern anzuzeigen, ob das drahtlose Bewegungsmelder/Aktor – System momentan in Betrieb ist oder nicht (Aktivitäts-Zustands-Überwachung), sendet jeder der drei Bewegungsmelder 1 bzw. 4 bzw. 7 über seinen Sender 5 bzw. 6 bzw. 9 gegebenenfalls ein entsprechendes den Aktivitäts-Zustand betreffendes Meldesignal SA "Sensor aktiv" an den Empfänger 12 des Aktors 10, worauf die Anzeigeleuchten 14 bzw. 15 bzw. 16 der Anzeigevorrichtung 13 aufleuchten.

Außer dieser Aktivitäts-Zustands-Überwachung können zusätzlich

  • • die über die Einstellvorrichtungen 2, 5, 8 jeweils vorgegebene Dämmerungseinstellungen und Ausschaltverzögerungen als die Systemeinstellungen betreffenden Meldesignale SA an die Anzeigevorrichtung 13 des Aktors 10 übermittelt und dort zur Anzeige gebracht werden und/oder
  • • die über die Sensormodule detektierten Temperaturwerte als Systeminformationen betreffende Meldesignale SA an die Anzeigevorrichtung 13 des Aktors 10 übermittelt und dort zur Anzeige gebracht werden.

In 2 ist eine zweite Ausführungsform eines drahtlosen Bewegungsmelder/Aktor – Systems dargestellt. Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß 1 ist jeder Bewegungsmelder 1 bzw. 4 bzw. 7 zusätzlich mit einer Überwachungseinrichtung 18 bzw. 19 bzw. 20 ausgerüstet. Des weiteren ist gezeigt, dass zur autarken Energieversorgung der Bewegungsmelder 1 bzw. 4 bzw. 7 entweder Batterien oder Akkumulatoren 21 bzw. 22 bzw. 23 vorgesehen sind. Falls Akkumulatoren 21 bzw. 22 bzw. 23 zum Einsatz gelangen, dienen zweckmäßig Solarpanel 24 bzw. 25 bzw. 26 zur Energiegewinnung und Aufladung dieser Akkumulatoren.

Ferner kann auch der Aktor 10 mit einer Überwachungseinrichtung 31 versehen sein.

Diese zweite Ausführungsform gemäß 2 ermöglicht neben der vorstehend im Einzelnen erläuterten Überwachung des Aktivitäts-Zustandes des Bewegungsmelder/Aktor – Systems zusätzlich eine Überwachung des Systemkomponenten-Zustandes:

  • 1. Die Überwachungseinrichtungen 1820 überwachen die korrekte Funktionsweise der Bewegungsmelder 1, 4, 7, um beispielsweise Hardware-Fehler zu detektieren. Beispielsweise können diese Überwachungseinrichtungen detektierte Temperaturen oder detektierte Helligkeitswerte auf Plausibilität überprüfen. Werden Störungen erkannt, so erfolgt eine Übertragung von entsprechenden Meldesignalen SA an den Aktor, beispielsweise "Sensormodul defekt".
  • 2. Die Überwachungseinrichtungen 1820 messen die aktuelle Spannung der Batterien oder Akkumulatoren. Gegebenenfalls erfolgt eine Übertragung eines Meldesignals SA "Batterie oder Akkumulator stark entladen", um rechtzeitig einen erforderlichen Batteriewechsel oder erforderlichen Akkumulator-Ladevorgang anzuzeigen. Auf diese Weise wird verhindert, dass beispielsweise eine leere Batterie fälschlicherweise als Gerätedefekt interpretiert werden kann.
  • 3. Die Überwachungseinrichtungen 1820 prüfen, ob der Beleuchtungskörper 17 des Aktors 10 funktionstüchtig oder defekt ist. Gegebenenfalls erfolgt eine Übertragung eines Meldesignals SA "Beleuchtungskörper defekt" an den Aktor 10. Einzelheiten hierzu sind unter den 3 und 4 erläutert.
  • 4. Die Überwachungseinrichtungen 1820 überprüfen den Zustand – insbesondere den Verschmutzungsgrad – des Solarpanels. Gegebenenfalls erfolgt eine Übertragung eines Meldesignals SA "Solarpanel säubern" an den Aktor 10. Einzelheiten hierzu sind unter 4 erläutert.

In 3 ist eine erste Möglichkeit zur Überprüfung des Beleuchtungskörpers 17 des Aktors 10 auf Funktionstüchtigkeit dargestellt – siehe vorstehende Ziffer 3. Dabei wird vorausgesetzt, dass sich der Erfassungsbereich 27 des Bewegungsmelders 1 und der Beleuchtungsbereich 28 des Beleuchtungskörpers 17 abschnittsweise überdecken und einen Überlappungsbereich 29 bilden. Ziffer 30 bezeichnet einen zu überwachenden Weg. Stellt das Sensormodul (Infrarotsensor) des Bewegungsmelders 1 innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne TR nach dem Absenden des Befehlssignals BS "Beleuchtungskörper einschalten" eine signifikante Zunahme des im Erfassungsbereich 27 gemessenen Helligkeitswertes fest, so wird dies als Indiz dafür gewertet, dass der Beleuchtungskörper 17 funktionstüchtig ist.

In 4 ist eine zweite Möglichkeit zur Überprüfung des Beleuchtungskörpers 17 des Aktors 10 auf Funktionstüchtigkeit dargestellt – siehe vorstehende Ziffer 2. Dabei wird der Einsatz eines Solarpanels 24/Akkumulators 21 zur Energieerzeugung/Energiespeicherung für den Bewegungsmelder 1 vorausgesetzt. Des weiteren wird vorausgesetzt, dass das Solarpanel 24 teilweise im Beleuchtungsbereich 28 des Beleuchtungskörpers 17 angeordnet ist. Stellt der Bewegungsmelder 1 über das Solarpanel 24 inklusive Akkumulator 21 und Überwachungseinrichtung 18 innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne TR nach dem Absenden des Befehlssignals BS "Beleuchtungskörper einschalten" eine Zunahme des im Erfassungsbereich 28 gemessenen Helligkeitswertes fest – was selbstverständlich eine signifikante Erhöhung der Solarzellen-Spannung und -Energieerzeugung zur Folge hat – so wird dies als Indiz dafür gewertet, dass der Beleuchtungskörper 17 funktionstüchtig ist.

Eine dritte Möglichkeit zur Überprüfung des Beleuchtungskörpers 17 des Aktors 10 auf Funktionstüchtigkeit besteht darin, den Beleuchtungskörper 17 einer Durchgangsprüfung zu unterziehen, was zweckmäßig durch die Überwachungseinrichtung 31 des Aktors 10 erfolgt. Falls der Beleuchtungskörper 17 defekt ist, wird dies direkt durch die Anzeigevorrichtung 13 zur Anzeige gebracht.

Alternativ zu den vorstehenden Erläuterungen ist es selbstverständlich auch möglich, dass die erwähnten Plausibilitätsprüfungen hinsichtlich vom Bewegungsmelder detektierter und an den Aktor übermittelter Temperaturen und/oder übermitteltem Helligkeitswerte von der Überwachungseinrichtung 31 des Aktors 10 vorgenommen werden.

4 zeigt des weiteren die Möglichkeit der Überprüfung des Zustandes – insbesondere des Verschmutzungsgrades – des Solarpanels – siehe vorstehende Ziffer 4. Dabei wird wiederum vorausgesetzt, dass das Solarpanel 24 teilweise im Beleuchtungsbereich 28 des Beleuchtungskörpers 17 angeordnet ist. Wie vorstehend bereits ausgeführt, stellt der Bewegungsmelder 1 über das Solarpanel 24 inklusive Akkumulator 21 und Überwachungseinrichtung 18 innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne TR nach dem Absenden des Befehlssignals BS "Beleuchtungskörper einschalten" eine Zunahme &Dgr;H des im Erfassungsbereich 28 gemessenen Helligkeitswertes fest, da das auf das Solarpanel 24 vom Beleuchtungskörper abgestrahlte Licht eine Erhöhung der Solarzellen-Spannung und damit der Energieerzeugung zur Folge hat. Es ist verständlich, dass &Dgr;H bei sauberem Solarpanel 24 größer als bei verschmutztem Solarpanel 24 sein wird, d. h. &Dgr;H stellt eine aussagekräftige Größe bezüglich des Verschmutzungsgrades dar.

Eine weitere Möglichkeit der Überprüfung des Zustandes – insbesondere des Verschmutzungsgrades – des Solarpanels besteht darin, dass die Überprüfung durch Vergleich der vom Solarpanel 24 erfassten Signale mit den Signalen eines Helligkeitssensors des Bewegungsmelders 1 verglichen werden. Im neuwertigen Zustand weisen diese Signale einen bestimmten Signal-Zusammenhang auf, welcher abspeicherbar ist. Weicht der aktuell detektierte Signal-Zusammenhang vom abgespeicherten Signal-Zusammenhang signifikant ab, wird dies als Verschmutzung des Solarpanels interpretiert.

Die Anzeigevorrichtung 13 kann in unterschiedlicher Art und Weise ausgestaltet sein, um einen Anlagenstatus des Systems (Aktivitäts-Zustand, Systemkomponenten-Zustand, Systemeinstellungen) anzuzeigen:

  • • Es sind z. B. mehrere Leuchtdioden derart angeordnet, dass ein binärer Fehlercode angezeigt werden kann. In der Bedienungsanleitung des Gerätes sind weiterführende Informationen zu den verschiedenen gegebenenfalls zur Anzeige gebrachten Fehlercodes in Form einer Fehlercode-Tabelle enthalten.
  • • Es sind z. B. mehrere Leuchtdioden unterschiedlicher Farbe bzw. farbumschaltbare Leuchtdioden vorgesehen, beispielsweise zeigt eine grüne Leuchtdiode den Zustand "in Ordnung" und eine rote Leuchtdiode den Zustand "defekt" an. Eine grüne Leuchtdiode kann des weiteren den Zustand "Sensor aktiv" und eine rote Leuchtdiode den Zustand "Sensor inaktiv" anzeigen.
  • • Es ist z. B. eine LCD Anzeige vorgesehen, die eine direkte Angabe des Anlagestatus in unkodierter Form ermöglicht.
  • • Es ist z. B. eine LCD Anzeige vorgesehen, die eine indirekte Angabe des Anlagestatus in kodierter Form, z. B. in Form zweier Dezimalzahlen ermöglicht. In der Bedienungsanleitung des Gerätes sind weiterführende Informationen zu den verschiedenen gegebenenfalls zur Anzeige gebrachten Fehlercodes in Form einer Fehlercode-Tabelle enthalten.

Bei den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispielen wird davon ausgegangen, dass die Nachlaufzeit/Ausschaltverzögerung über die Einstellvorrichtung des Bewegungsmelders vorgegeben wird. Alternativ hierzu ist es auch möglich, die Nachlaufzeit/Ausschaltverzögerung beim Aktor einzustellen. In diesem Fall wird im normalen Betrieb im drahtlos übertragenen Signal (Funkprotokoll) vom Bewegungsmelder (Sensor) zum Aktor lediglich ein reiner "EIN-Befehl" (Befehl "Beleuchtungskörper einschalten") übermittelt. Im Aktor wird das verlängerte Einschalten des Beleuchtungskörpers während der durch die Ausschaltverzögerung vorgegebenen Zeitspanne zusätzlich initiiert.

Bei den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispielen wird von drei Bewegungsmel dern ausgegangen, welche drahtlos mit einem Aktor kommunizieren. Das drahtlose Bewegungsmelder/Aktor – System ist selbstverständlich auch bei Einsatz nur eines Bewegungsmelders (oder bei Einsatz von zwei, vier usw. Bewegungsmeldern) anwendbar.

1Bewegungsmelder 2Einstellvorrichtung 3Sender (Funk-Sender) 4Bewegungsmelder 5Einstellvorrichtung 6Sender (Funk-Sender) 7Bewegungsmelder 8Einstellvorrichtung 9Sender (Funk-Sender) 10Aktor 11Netzanschluss 12Empfänger (Funk-Empfänger) 13Anzeigevorrichtung 14Anzeigeleuchte 15Anzeigeleuchte 16Anzeigeleuchte 17Beleuchtungskörper 18Überwachungseinrichtung 19Überwachungseinrichtung 20Überwachungseinrichtung 21Batterie oder Akkumulator 22Batterie oder Akkumulator 23Batterie oder Akkumulator 24Solarpanel 25Solarpanel 26Solarpanel 27Erfassungsbereich des Bewegungsmelders 28Beleuchtungsbereich des Beleuchtungskörpers 29Überlappungsbereich von Erfassungsbereich und Beleuchtungsbereich 30Weg 31Überwachungseinrichtung BSBefehlssignal SAMeldesignal TRZeitspanne &Dgr;HZunahme des Helligkeitswertes

Anspruch[de]
  1. Drahtloses Bewegungsmelder/Aktor – System mit mindestens einem Bewegungsmelder (1, 4, 7), welcher drahtlos über einen Sender (3, 6, 9) mit mindestens einem einen Empfänger (12) aufweisenden und mindestens einen Beleuchtungskörper (17) ansteuernden Aktor (10) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagenstatus des Systems überwacht wird, indem dem Anlagenstatus entsprechende Meldesignale (SA) – betreffend den Aktivitäts-Zustand des Systems und/oder den Systemkomponenten-Zustand und/oder Systemeinstellungen und/oder Systeminformationen – vom Bewegungsmelder (1, 4, 7) zum Aktor (10) übertragen werden und dass die Meldesignale (SA) im Aktor (10) in einer Anzeigevorrichtung (13, 14, 15, 16) zur Anzeige gebracht werden.
  2. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachung des Aktivitäts-Zustandes des Systems erfolgt, indem ein Meldesignal (SA) "Sensor aktiv" vom Bewegungsmelder (1, 4, 7) an den Aktor übertragen wird, sobald der Bewegungsmelder (1, 4, 7) in Betrieb ist.
  3. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Übermittlung des Meldesignals (SA) "Sensor aktiv" eine Anzeigeleuchte (14, 15, 16) der Anzeigevorrichtung (13) aufleuchtet.
  4. Bewegungsmelder/Aktor – System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die über eine Einstellvorrichtung (2, 5, 8) des Bewegungsmelders (1, 4, 7) vorgegebene Dämmerungseinstellung und/oder Ausschaltverzögerung als den Systemeinstellungen entsprechende Meldesignale (SA) übertragen werden.
  5. Bewegungsmelder/Aktor – System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass detektierte Temperaturwerte als Systeminformationen betreffende Meldesignale (SA) übertragen werden.
  6. Bewegungsmelder/Aktor – System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungsmelder (1, 4, 7) mit einer den Systemkomponenten-Zustand überwachenden Überwachungseinrichtung (18, 19, 20) ausgerüstet ist, wobei dem Systemkomponenten-Zustand entsprechende Meldesignale (SA) übertragen werden.
  7. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (18, 19, 20) die aktuelle Spannung einer zur Energieversorgung des Bewegungsmelders dienenden Batterie oder eines Akkumulators (21, 22, 23) erfasst und bei stark entladenem Energiespeicher ein entsprechendes Meldesignal (SA) "Batterie austauschen" übertragen wird.
  8. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 6; dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (18, 19, 20) detektierte Temperaturen und/oder detektierte Helligkeitswerte auf Plausibilität überprüft und gegebenenfalls ein entsprechendes Meldesignal (SA) "Sensormodul defekt" übertragen wird.
  9. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (18, 19, 20) den Beleuchtungskörper (17) auf Funktionstüchtigkeit überprüft und gegebenenfalls ein entsprechendes Meldesignal (SA) "Beleuchtungskörper defekt" übertragen wird.
  10. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfung durch Auswertung der vom Sensormodul erfassten Zunahme des Helligkeitswertes nach Einschalten des Beleuchtungskörpers (17) erfolgt.
  11. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Solarpanel zur autarken Energieversorgung des Bewegungsmelders (1, 4, 7) dient, das teilweise im Beleuchtungsbereich (28) des Beleuchtungskörpers (17) angeordnet ist, und die Überprüfung durch Auswertung der vom Solarpanel (24, 25, 26) erfassten Zunahme des Helligkeitswertes nach Einschalten des Beleuchtungskörpers (17) erfolgt.
  12. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Solarpanel zur autarken Energieversorgung des Bewegungsmelders (1, 4, 7) dient, und die Überwachungseinrichtung (18, 19, 20) den Zustand, insbesondere Verschmutzungsgrad, des Solarpanels (24, 25, 26) überprüft und gegebenenfalls ein entsprechendes Meldesignal (SA) "Solarpanel säubern" übertragen wird.
  13. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überprüfung die vom Solarpanel (24, 25, 26) erfassten Signale mit den Signalen eines Helligkeitssensors des Bewegungsmelders (1, 4, 7) verglichen werden.
  14. Bewegungsmelder/Aktor – System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Solarpanel teilweise im Beleuchtungsbereich (28) des Beleuchtungskörpers (17) angeordnet ist und die Überprüfung durch Auswertung der vom Solarpanel (24, 25, 26) erfassten Zunahme des Helligkeitswertes nach Einschalten des Beleuchtungskörpers (17) erfolgt.
  15. Bewegungsmelder/Aktor – System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (13) mehrere Leuchtdioden aufweist, durch welche ein ermittelter Anlagenstatus als binärer Fehlercode anzeigbar ist.
  16. Bewegungsmelder/Aktor – System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (13) mehrere Leuchtdioden unterschiedlicher Farbe oder farbumschaltbare Leuchtdioden aufweist, um derart einen ermittelten Anlagenstatus anzuzeigen.
  17. Bewegungsmelder/Aktor – System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (13) als LCD-Anzeige ausgebildet ist, durch welche ein ermittelter Anlagenstatus direkt in unkodierter Form anzeigbar ist.
  18. Bewegungsmelder/Aktor - System nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (13) als LCD-Anzeige ausgebildet ist, durch welche ein ermittelter Anlagenstatus indirekt in kodierter Form anzeigbar ist.
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