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Dokumentenidentifikation DE102004060473B3 31.08.2006
Titel Anschlussblock für Lampen, insbesondere Ringlampen
Anmelder BJB GmbH & Co.KG, 59755 Arnsberg, DE
Erfinder Henrici, Dieter, Dipl.-Ing., 59757 Arnsberg, DE;
Vogt, Karl-Wilhelm, 59469 Ense, DE
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet, Wirths & Roche, 42275 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 16.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004060473
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.2006
IPC-Hauptklasse F21V 23/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 19/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H01R 13/633(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Dargestellt und beschrieben ist ein Anschlussblock für Lampen, insbesondere Ringlampen, mit einem Isolierkörper und darin angeordneten elektrischen Kontakten zum Anschluss von Leitern einerseits und Sockelkontaktstiften der Lampe andererseits sowie mit einem dem Anschlussblock zugeordneten schwenkbaren Sicherungsbügel für die mit dem Anschlussblock verbundene Lampe, die der Sicherungsbügel in der Gebrauchslage mit einem Halteschenkel zumindest teilumgreift. Die Erfindung bezweckt eine verbesserte Handhabbarkeit eines solchen Anschlussblocks und besteht im Wesentlichen darin, dass dem Sicherungsbügel ein Auswerferrorgan zugeordnet ist, das mit der Öffnungsbewegung des Sicherungsbügels den Sockel der Lampe und den Anschlussblock voneinander trennt. Schwenkt man den Sicherungsbügel von der Lampe weg, wirft das Auswerferorgan den Lampensockel aus. Zugleich ergibt sich umgekehrt der weitere Vorteil, dass beim Kuppeln des Lampensockels mit dem Anschlussblock der Sicherungsbügel automatisch in seine die Lampe haltende Wirkstellung gebracht wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Anschlussblock für Lampen, insbesondere Ringlampen, mit einem Isolierstoffkörper und darin angeordneten elektrischen Kontakten zum Anschluss von Leitern einerseits und Sockelkontaktstiften der Lampe andererseits sowie mit einem dem Anschlussblock zugeordneten schwenkbaren Sicherungsbügel für die mit dem Anschlussblock verbundene Lampe, die der Sicherungsbügel in der Gebrauchslage mit einem Halteschenkel zumindest teilumgreift.

Zum Stand der Technik sei auf Seite 161 des Hauptkatalogs 2004/2007 der Anmelderin verwiesen. Zu dem dort dargestellten System der "G 10 q Ringlampenfassungen" der Typenreihe 26.712 zählen Fassungen und Halter, wobei für jede Ringlampe eine Fassung und gegebenenfalls zusätzlich mehrere Halter verwendet werden. Die Fassung und die Halter weisen an ihren Gehäusen schwenkbar gelagerte, aus Draht gebogene sowie im wesentlichen C- oder U-förmige Sicherungsbügel auf. Die Sicherungsbügel werden nach Anstecken des Lampensockels an den Anschlussblock der Fassung über die Lampe geschwenkt und halten diese somit an der Fassung bzw. dem Halter fest.

Soweit hier von einer Fassung die Rede ist, so besteht diese aus einem Anschlussblock mit integrierten elektrischen Kontakten und einem ihn umgebenden Gehäuse, das auch den Sicherungsbügel schwenkbar lagert und mit Befestigungsorganen zur Anbringung an einem Leuchtenteil versehen ist. Anschlussblock und Gehäuse bilden also zusammen eine Fassung.

In der Praxis ist es üblich, solche Fassungen und ggf. einen oder mehrere Lampenhalter an einem Leuchtenblech fest zu montieren. Es ist aber auch eine sogenannte fliegende Anordnung möglich, bei der auf eine Fassung als solche verzichtet und nur ein Anschlussblock (und ggf. Halter) verwendet wird. Deshalb bezieht sich die vorliegende Erfindung nicht in erster Linie auf eine Lampenfassung, sondern einen Anschlussblock allein oder als Bestandteil einer Ringlampenfassung.

Das Anbringen einer Ringlampe in einer entsprechenden Leuchte vollzieht sich so, dass der Lampensockel mit einem Anschlussblock kontaktiert wird. Sodann schwenkt man den Sicherungsbügel und ggf. den oder die Sicherungsbügel des/der weiteren Halter über die Lampe. Bei der Demontage einer Lampe geht man in umgekehrter Reihenfolge vor.

Bei einem fliegenden Anschluss, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Anschlussblock nicht in der Leuchte befestigt ist, werden in der Regel – sofern vorhanden – die Sicherungsbügel der Halter mit der Lampe verbunden und der elektrische Anschluss am Anschlussblock vorgenommen. Bei der Abnahme der Lampe kann man entweder zunächst Lampensockel und Anschlussblock voneinander trennen und dann die Sicherungsbügel der zusätzlichen Halter öffnen oder umgekehrt.

Wesentlich ist hier jedoch, dass aufgrund des gewünschten festen Sitzes der Kontaktstifte der Lampe in den Kontakten des Anschlussblocks beim Lösen der Lampe hohe Auszugskräfte auftreten, nach deren plötzlicher Überwindung die Kontrolle über die entstehenden Bewegung verloren geht und man mit der Lampe an in der Nähe befindliche Teile anstößt. Dadurch kann die Lampe beschädigt werden oder gar zerbrechen.

Hier setzt die Erfindung ein. Ihr liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, einen Anschlussblock mit einem ihm zugeordneten Sicherungsbügel zur Verfügung zu stellen, der dem Benutzer in erster Linie beim Entfernen der Lampe vom Anschlussblock eine erleichterte Handhabung ermöglicht.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ist demzufolge dadurch gekennzeichnet, dass dem Sicherungsbügel ein Auswerferorgan zugeordnet ist, das mit der Öffnungsbewegung des Sicherungsbügels den Sockel der Lampe und den Anschlussblock voneinander trennt.

Der wesentliche Kern der Erfindung besteht also darin, dass mit dem Sicherungsbügel ein Auswerferorgan kombiniert ist, das dafür sorgt, dass mit dem Lösen (Offenschwenken) des Sicherungsbügel der Lampensockel aus dem Anschlussblock heraus bewegt wird. Dies verhindert das oben geschilderte zerstörerische Anschlagen der Lampe an Leuchenteilen oder sonstigen benachbarten Gegenständen und stellt daher insbesondere bei Leuchtentypen mit fliegenden Lampenanschlüssen eine erhebliche Verbesserung dar. Zugleich wird die Handhabung auch im übrigen wesentlich erleichtert, da sich der Sicherungsbügel mit einer Hand betätigen lässt, so das die zweite Hand des Benutzers die Lampe unterstützend halten kann. Ruckartige Bewegungen beim Entferner der Lampe aus dem Anschlussblock sind entsprechend der Lehre der Erfindung sicher vermieden. Auch ein Abziehen des Anschlussblocks durch Zug an den Leitungen kann hierdurch vermieden werden. Ein solches Ziehen birgt die Gefahr von Beschädigungen an den Anschlussstellen in sich.

Da das Auswerferorgan mit dem Anschlussblock bewegungsgekuppelt ist, ergibt sich zugleich auch ein neuartiger Vorteil beim Einsetzen einer Lampe in den Anschlussblock. Hierbei drückt nämlich deren Sockel gegen das Auswerferorgan, das nunmehr zwangsläufig den Sicherungsbügel bewegt. Infolgedessen wird erreicht, dass beim Einsatz einer Lampe der Sicherungsbügel automatisch in seine Wirkstellung an der Lampe gelangt. Dies ist nicht nur hinsichtlich des Aspekts vereinfachter Handhabung vorteilhaft, sondern auch aus dem Blickwinkel der mechanischen und elektrischen Sicherheit der gesamten Anordnung.

Aus dem heterogenen Stand der Technik ist die DE 42 14 016 C2 bekannt, welche einen Schutzkontaktstecker offenbart. Dieser weist einen um eine Achse beweglichen Hebel auf, mittels dessen der Schutzkontaktstecker aus einer Steckdose gehoben werden kann. Hierzu ist ein Schenkel des Hebels vorgesehen, welcher sich bei Betätigung des Hebels am Steckdosenboden abstützt.

Weiterhin ist die DE 33 44 964 A1 bekannt, welche eine elektrische Steckverbindung, bestehend aus einem Stecker und einer zugehörigen Steckdose offenbart. Hier weist die Steckdose einen Sicherungsbügel auf, dessen Betätigungshebel im gesteckten Zustand den Stecker in seiner Stecklage in der Steckdose sichert. Der steckdosenseitige Sicherungsbügel weist darüber hinaus einen weiteren Hebelarm auf, welcher mit dem Betätigungshebel bewegungsgekoppelt ist und beim Lösen des Sicherungsbügels vom Boden der Steckdose her gegen den Stecker drückt und diesen aus der Steckdose heraus schiebt.

In konkreter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Prinzips können der Sicherungsbügel und das Auswerferorgan einander derart zugeordnet sein, dass in einer Zwischenstellung der Sicherungsbügel nicht mehr rückhaltend an der Lampe angreift, die lampenseitigen Sockelkontaktstifte jedoch noch nicht völlig aus den Kontakten des Anschlussblocks heraus bewegt sind. Hierdurch kann im gewünschten Fall erreicht werden, dass Lampensockel und Anschlussblock mechanisch noch insoweit locker verbunden bleiben, ohne dass die Lampe herausfallen kann. Dennoch ist ein im wesentliches kraftfreies Abziehen der Lampe von Hand möglich, ohne dass der Sicherungsbügel dies behindert. Insbesondere in diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, wenn der Sicherungsbügel federelastisch ausgebildet und/oder angeordnet ist, so dass er ausweichen kann, falls er noch im Auszugsbereich der Lampe stehen sollte. Im übrigen ist die Federelastizität des Sicherungsbügels im Interesse eines selbsttätigen Toleranzausgleichs von Vorteil.

Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel bilden Sicherungsbügel und Auswerferorgan ein einteiliges Bauteil aus. Dieses Bauteil kann ein relativ einfaches Spritzgießteil aus Kunststoff sein. Im Rahmen der Erfindung liegt es aber auch, ihn aus anderem Material auszubilden, z.B. aus Blech oder Draht.

In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass Sicherungsbügel und Auswerferorgan jeweils einen Arm eines zweiarmigen Schwenkhebels nach Art eines Kipphebels ausbilden. Dabei können die beiden Arme des Schwenkhebels in einer etwa C- oder L-förmigen Zuordnung zueinander stehen.

Hinsichtlich der An- und/oder Zuordnung des Sicherungsbügels zum Anschlussblock sieht eine Ausführungsform der Erfindung vor, dass der Schwenkhebel mit seiner Schwenkachse im Anschlussblock angeordnet ist. In diesem Zusammenhang kann der Schwenkhebel frontseitig des Anschlussblocks in einem Aufnahmespalt angeordnet und von einer auf die Frontseite des Anschlussblocks aufgesetzten Abdeckung am Platze gehalten sein. Die Abdeckung kann mit dem Anschlussblock – ggf. wiederlösbar – auf einfache und montagetechnisch günstige Weise steckverrastbar sein.

Im übrigen versteht sich die Erfindung am besten anhand der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels. Darin zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer Leuchte mit zwei Ringlampen, die jeweils mittels einer Lampenfassung elektrisch angeschlossen sind,

2 eine perspektivische Ansicht einer der Leuchte nach 1 ähnlichen Leuchte mit je einem Anschlussblock für die beiden Ringlampen,

3 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Anschlussblocks mit einem kombinierten Sicherungsbügel/Auswerferorgan und einer Abdeckplatte für den Anschlussblock,

4 eine perspektivische Explosionsdarstellung entsprechend 3 mit in den Anschlussblock eingesetztem Sicherungsbügel/Auswerferorgan,

57 Explosionsansichten eines fertig montierten Anschlussblocks mit kombiniertem Sicherungsbügel/Auswerferorgan in dessen verschiedenen Stellungen,

810 Seitenansichten eines Anschlussblocks mit kombiniertem Sicherungsbügel/Auswerferorgan in den Stellungen entsprechend den 57,

11 einen Anschlussblock im Längsschnitt mit weitgehend ausgeworfener Lampe, und

12 eine Ansicht eines Anschlussblocks zur Veranschaulichung unterschiedlicher Ausbildungen eines Sicherungsbügels.

1 zeigt eine Deckenleuchte 10 mit einem Leuchtengehäuse 11 und zwei ringförmigen Leuchtmitteln 12, 13, die man wegen ihrer Ringform gemeinhin als Ringlampen bezeichnet. Am Leuchtengehäuse 11 bzw. Leuchtenblech sind entsprechend der Anzahl der Ringlampen 12, 13 zwei Lampenfassungen 14 befestigt. Die Lampensockel sind mit 15 bezeichnet. Die Bezugsziffer 16 weist auf bügelförmige schwenkbare Halterungen hin, die nach dem Einsetzen der Lampen 12 und 13 in die zugehörigen Fassungen 14 teilweise um das jeweilige Lampenrohr gelegt werden, um die Ringlampen 12 und 13 am Platze zu halten.

Die in 2 dargestellte Leuchte 10 unterscheidet sich von der in 1 dargestellten Leuchte dadurch, dass keine Lampenfassungen 14 vorgesehen sind, sondern lediglich Anschlussblöcke 17, von denen in 2 der der inneren Ringlampe 12 zugeordnete Anschlussblock erkennbar ist. Mit 18 sind Sicherungsbügel bezeichnet, mit denen die Lampensockel 15 und der Anschlussblock 17 lösbar zusammengehalten werden. Darauf wird im einzelnen nachfolgend eingegangen.

Zum Gesamtverständnis sei erwähnt, dass in die Lampenfassungen 14 in 1, die auch als sog. Doppelstockfassungen ausgebildet sein können, Anschlussblöcke 17 derjenigen Art integriert sind, wie sie „nackt" bei dem Ausführungsbeispiel der 2 verwendet werden. Bei dem Ausführungsbeispiel der 1 handelt es sich um eine feste Zuordnung der Lampenfassungen 14 zum Leuchtenblech 11 mit definierter Zuführung der nicht dargestellten Leiter von der Rückseite der Leuchte 10 her. Im Gegensatz dazu ist der Leiteranschluss bei der in 2 dargestellten Leuchte „fliegend", da die Zuordnung des Anschlussblocks 17 zu irgendeiner definierten Stelle des Leuchtenblechs 11 relativ frei wählbar ist.

Für beide bislang beschriebenen Leuchten gilt hinsichtlich der Montage und Demontage der Ringlampen 12, 13, dass insbesondere das Abziehen der Lampensockel 15 aus den Fassungen 14 bzw. das Auseinanderziehen der Lampensockel 15 und der Anschlussblöcke 17 zumeist mit ruckartigen Bewegungen einhergeht, die zum Anstoßen einer Lampe 12 bzw. 13 an in der Nachbarschaft befindlichen Gegenständen führen und deren Bruch verursachen können.

Die Erfindung hat deshalb ein Auswerfersystem geschaffen, mit dessen Hilfe und mittels einfachster Handhabung die Trennung der Lampensockel 15 von den Anschlussblöcken 17 (entweder freiliegend (2) oder entsprechend 1 in ein Fassungsgehäuse integriert) sehr einfach vonstatten geht.

3 zeigt einen Anschlussblock 17, einen Sicherungshügel 18 und eine Abdeckplatte 39. Der Anschlussblock 17 ist ein Formkörper aus Isolierstoff, insbesondere Kunststoff oder auch aus Porzellan. Er beinhaltet Kontakte 20 (vgl. auch 11) zur elektrisch leitenden Verbindung nicht dargestellter elektrischer Anschlussleiter und von Sockelkontaktstiften 21 eines Lampensockels 15 (s. 11). Zu diesem Zweck weisen die Kontakte 20 an ihren rückwärtigen Leiteranschlussenden schraubenlose Anschlussklemmen 22 auf und an ihren gegenüberliegenden Enden Gabelfedern 23 zur Aufnahme der Lampenkontaktstifte 21. Die Gabelfedern 23 der Kontakte 20 sind auch in 3 zu sehen.

Der Sicherungsbügel 18 weist zwei Schwenklagerzapfen 24 auf, und der Anschlussblock 17 zugehörige, in 3 mit 25 bezeichnete Lagerzapfen-Aufnahmen 25, die zur Frontseite 38 des Anschlussblocks 17 hin offen sind, so dass die Lagerzapfen 24 des Sicherungsbügels 18 in die Lageraufnahmen 25 eingeclipst werden können. Dieser Zustand ist in 4 gezeigt.

Wie 3 und 4 außerdem noch erkennen lassen, weist der Anschlussblock 17 einen zu seiner Frontseite hin offenen Spalt 26 auf, der einen Abschnitt des Sicherungsbügels 18 aufnimmt und ihm den nötigen Bewegungsspielraum zum Verschwenken um seine Schwenkachse S ermöglicht, die von den Schwenklagerzapfen 24 definiert ist.

Um den Sicherungsbügel 18 im Anschlussblock 17 am Platz zu halten, ist die bereits erwähnte Abdeckplatte 39 vorgesehen. Sie weist seitlich in einander gegenüberliegender Anordnung Rasthaken 27 auf, die von innen her hinter den Rand 28 des Anschlussblocks 17 greifen und in dort befindliche Rastöffnungen 29 eintauchen können. Die Abdeckplatte 39 weist im übrigen entsprechend der Anzahl und Anordnung der Lampenkontaktstifte 21 (11) vier Durchstecköffnungen 40 für diese auf.

Bezogen auf die von den Schwenklagerzapfen 24 definierte Schwenkachse S ist der Sicherungsbügel 18 als zweiarmiger Hebel ausgeführt, dessen einer Arm 30 den eigentlichen Sicherungsbügel 18 darstellt und dessen anderer Arm 31 ein Auswerferorgan 32 darstellt, dessen Funktion nachfolgend im einzelnen beschrieben werden wird.

Die 5 bis 7 veranschaulichen einen Anschlussblock 17 mit einem darin schwenkbeweglich integrierten Sicherungsbügel 18 in drei charakteristischen Stellungen desselben.

5 zeigt den Sicherungsbügel in seiner Wirkstellung, in der er die hier nicht dargestellte Lampe bzw. deren Lampensockel oben und auf der vom Anschlussblock 17 wegweisenden Seite teilumgreift. In dieser ersten Extremstellung befindet sich wie ersichtlich das Auswerferorgan 32 in einer im Spalt 26 des Anschlussblocks 17 zurückgezogenen unwirksamen Ruhestellung.

Die andere extreme Endstellung ist in 7 dargestellt. Hier ist der Sicherungsbügel 18 so weit zurückgeschwenkt, dass er die Lampe nicht mehr kontaktiert. Hingegen befindet sich das Auswerferorgan 32 in seiner am weitesten aus dem Anschlussblock 17 vorstehenden Stellung, der eigentlichen Auswerferstellung.

Eine Mittelstellung zeigt 6. Hier ist das Auswerferorgan 32 so weit aus dem Anschlussblock 17 herausgetreten, dass es den Lampensockel so weit vom Anschlussblock 17 abgedrückt hat, dass dessen Kontaktstifte gerade noch die Kontakte im Anschlussblock kontaktieren, während der Sicherungsbügel 18 so weit aufgeschwenkt ist, dass man nun die Lampe im wesentlichen kraftfrei von Hand vom Anschlussblock 17 trennen könnte.

Die in den 5 bis 7 perspektivisch dargestellten Situationen zeigen in schematischen Ansichten auch die 8 bis 10, die aufgrund der ausführlichen Erläuterung der 5 bis 7 keiner ins Einzelne gehenden Beschreibung mehr bedürfen. Erwähnt sei jedoch mit Blick auf 9, dass es vorteilhaft sein kann, wenn der Sicherungsbügel 18 aus elastischem Werkstoff besteht oder federelastisch ausgestaltet ist, so dass das Herausziehen des Lampensockels 15 aus dem Anschlussblock 17 ohne Behinderung durch den teilweise ja noch hinter der Lampe 12 befindlichen Sicherungsbügel 18 möglich ist.

Aufgrund der vorstehenden Beschreibung ist nun klar ersichtlich, dass mit dem Öffnen des Sicherungsbügels 18 in Richtung des Pfeiles 33 das Auswerferorgan 32 in Richtung des Pfeiles 34 bewegt wird. Dies führt zur Freigabe der Lampe 12 und gleichzeitigem Trennen des Lampensockels 15 vom Anschlussblock 17, bis die in den 7 bzw. 10 dargestellte Stellung erreicht ist, in der die Lampensockelstifte 21 praktisch keinen Kontakt mehr zu den Kontakten 20 im Inneren des Anschlussblockes 17 aufweisen, so dass die Lampe 12 ohne weiteres ergriffen und kraftlos und somit absolut behinderungsfrei entfernt werden kann.

Stellt man sich umgekehrt das Einsetzen einer Lampe 12 mit ihrem Sockel 15 in einen Anschlussblock 17 vor, so wird, ausgehend von den 7 oder 10 mit dem Einsetzen des Lampensockels 15 das Auswerferorgan 32 in Pfeilrichtung 35 bewegt mit der Folge, dass der Sicherungsbügel 18 in Pfeilrichtung 36 synchron mitschwenkt. Das bedeutet, dass das Einsetzen eines Lampensockels 15 in einen Anschlussblock 17 den Sicherungsbügel 18 zwangsweise und damit automatisch in eine die Lampe 12 sichernde Position (vgl. 5 und 8) bringt.

Der die beiden Hebelarme 30 und 31 aufweisende, etwa wie ein Kipphebel gestaltete Sicherungsbügel 18 ist – wie in sämtlichen Zeichnungen dargestellt – einstückig und besteht beim gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem Kunststoff-Spritzgießteil. Zu erwähnen ist noch, dass der Sicherungsbügel 18 zwei Anschlagnasen 37 aufweist, die das Offenschwenken des Sicherungsbügels 18 in Pfeilrichtung 33 sinnvoll begrenzen.

12 zeigt schließlich, dass man – bei ansonsten identischem Anschlussblock 17 – alternativ unterschiedlich große Sicherungsbügel 18 und 18' einsetzen kann, um Lampen mit unterschiedlichen Röhren- und Sockeldurchmessern Rechnung zu tragen.


Anspruch[de]
  1. Anschlussblock (17) für Lampen, insbesondere Ringlampen (12, 13), mit einem Isolierstoffkörper (19) und darin angeordneten elektrischen Kontakten (20) zum Anschluss von Leitern einerseits und Sockelkontaktstiften (21) der Lampe (12 bzw. 13) andererseits sowie mit einem dem Anschlussblock (17) zugeordneten schwenkbaren Sicherungsbügel (18) für die mit dem Anschlussblock (17) verbundene Lampe (12 bzw. 13), die der Sicherungsbügel (18) in der Gebrauchslage mit einem Halteschenkel (30) zumindest teilumgreift, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sicherungsbügel (18) ein Auswerferorgan (32) zugeordnet ist, das mit der Öffnungsbewegung (Pfeil 33) des Sicherungsbügels (18) den Sockel (15) der Lampe (12 bzw. 13) und den Anschlussblock voneinander trennt.
  2. Anschlussblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungsbügel (18) und das Auswerferorgan (32) einander derart zugeordnet sind, dass in einer Zwischenstellung der Sicherungsbügel (18) nicht mehr rückhaltend an der Lampe (12 bzw. 13) angreift, die lampenseitigen Sockelkontaktstifte (21) jedoch noch nicht völlig aus den Kontakten (20) des Anschlussblocks (17) heraus bewegt sind.
  3. Anschlussblock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Sicherungsbügel (18) und Auswerferorgan (32) ein einteiliges Bausteil ausbilden.
  4. Anschlussblock nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Sicherungsbügel (18) und Auswerferorgan (32) jeweils einen Arm (30, 31) eines zweiarmigen Schwenkhebels nach Art eines Kipphebels ausbilden.
  5. Anschlussblock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arme (30, 31) des Schwenkhebels etwa in einer C- oder L-förmigen Zuordnung zueinander stehen.
  6. Anschlussblock nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Sicherungsbügel (18) federelastisch ausgebildet und/oder angeordnet ist.
  7. Anschlussblock nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel mit seiner Schwenkachse (S) im Anschlussblock (17) angeordnet ist.
  8. Anschlussblock nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel frontseitig des Anschlussblocks (17) in einem Aufnahmespalt (26) angeordnet und von einer auf die Frontseite (38) des Anschlussblocks (17) aufgesetzten Abdeckung (39) am Platze gehalten ist.
  9. Anschlussblock nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (39) mit dem Anschlussblock (17) – ggf. wiederlösbar – steckverrastbar ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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