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Dokumentenidentifikation DE202006007374U1 31.08.2006
Titel Küchen-Arbeitstheke
Anmelder Poggenpohl Möbelwerke GmbH, 32051 Herford, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202006007374
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.08.2006
Registration date 27.07.2006
Application date from patent application 09.05.2006
IPC-Hauptklasse A47B 77/08(2006.01)A, F, I, 20060509, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 77/06(2006.01)A, L, I, 20060509, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Küchen-Arbeitstheke.

Kochen ist heute ein Vorgang, der in zunehmendem Maße als geselliges Ereignis verstanden und gestaltet wird. Die Beteiligung mehrerer Personen an der Zubereitung von Mahlzeiten kann sowohl innerhalb der Familie als auch zwischen Gastgebern und ihren Gästen stattfinden. Die zunehmende Zahl von Kochsendungen auf den verschiedenen Fernsehkanälen ist sowohl Ursache als auch Folge dieses Trends. In diesem Zuge wird vielfach die früher übliche strenge Trennung zwischen dem Wohnbereich und der Küche aufgegeben, damit die Zubereitung von Mahlzeiten nicht abseits des übrigen Familienlebens oder getrennt von Familienmitgliedern und Gästen erfolgen muß.

Andererseits gibt es nach wie vor Gründe, die dafür sprechen, einige der Küchenfunktionen, insbesondere solche, die mit starker Geruchsentwicklung verbunden sind, in einer vom Wohnbereich abtrennbaren Räumlichkeit durchführen zu können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Küchen-Arbeitstheke zu schaffen, die geeignet ist, den beiden genannten entgegengesetzten Zielen zu dienen, nämlich zum einen einen abgetrennten Bereich für die weniger angenehmen Küchenarbeiten beizubehalten und zum anderen die Kochtätigkeit stärker in den Wohnbereich zu integrieren als bisher.

Gegenstand der Erfindung ist eine Küchen-Arbeitstheke mit einer langgestreckten Rahmenkonstruktion, die zwei schmalseitige Endstücke in der Form von Rahmen aus Metallprofilen sowie obere und untere flache Verbindungselemente mit Trapezblechen als Kern umfaßt, von denen das obere Verbindungselement durch Verkleidung als Arbeitsplatte ausgestaltet ist.

Die erfindungsgemäße Arbeitstheke soll die Möglichkeit bieten, im Übergangsbereich zwischen dem Wohnbereich und dem Küchenbereich einen Ort zu schaffen, an dem zumindest diejenigen Tätigkeiten bei der Zubereitung von Speisen durchgeführt werden können, die, leicht vereinfacht, als saubere Küchentätigkeiten bezeichnet werden können.

Für einen derartigen Arbeitsplatz dient die erfindungsgemäße Küchen-Arbeitstheke als Kern-Bestandteil, der zum einen eine stabile Arbeitsplatte für die Durchführung von Küchenarbeiten umfaßt und zum anderen als Trägerstruktur für Küchengeräte aller Art von einer Kochplatteneinheit über einen Backofen, einen Mikrowellenherd, ein Spülbecken, usw. dienen kann.

So kann insbesondere ein Backofen oder Mikrowellenherd unter dem oberen Verbindungselement aufgehängt werden, während eine Kochplatteneinheit oder auch ein als Spüle dienendes Becken auf der auf dem oberen Verbindungselement angebracht werden kann. Zu diesem Zweck weist das obere Verbindungselement mit der sehr stabilen Trapezbleckstruktur eine Verkleidung mit oberer Arbeitsplatte und entsprechenden Montagemöglichkeiten für die genannten Küchengeräte auf.

Trapezbleche weisen eine hohe Biegesteifigkeit auf. Das bietet die Möglichkeit, die erfindungsgemäße Arbeitstheke mit einer relativ langen, freitragenden Arbeitsplatte zu versehen, die keine Unterschränke zur Abstützung benötigt. Der Raum unterhalb der Arbeitsplatte kann beliebig genutzt werden, und insbesondere können unterhalb der Arbeitsplatte Küchengeräte von erheblichem Gewicht aufgehängt werden, wie beispielsweise ein Backofen oder ein Kühlschrank.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 ist eine perspektivische Darstellung des tragenden Kerns einer erfindungsgemäßen Arbeitstheke;

2 ist eine Stirnansicht zu 1 von der Schmalseite der Arbeitstheke her;

3 zeigt die Arbeitstheke mit teilweiser Verkleidung;

4 zeigt die Arbeitstheke mit einem Teil der möglichen Anbaugeräte;

5 ist eine perspektivische Ansicht auf die Arbeitstheke im Bereich einer auf dieser angebrachten Spüle; und

6 ist eine perspektivische Ansicht der Arbeitstheke mit einem angebauten Funktionsturm.

Zunächst soll auf 1 und 2 Bezug genommen werden. Eine erfindungsgemäße Arbeitstheke weist als tragenden Kern eine langgestreckte, rechteckige Rahmenstruktur auf, die zwei schmalseitige, rechteckige Endstücke 10, 12 umfaßt, die durch obere und untere langgestreckte Verbindungselemente 14, 16 verbunden sind. Die Verbindungselemente sind auf Trapezblechen aufgebaut, die den Verbindungselementen eine hohe Biegesteifigkeit verleihen, so dass die erfindungsgemäße Arbeitstheke relativ lang und schmal ausgeführt sein kann.

Die beiden Endstücke 10, 12 sind Rahmen aus Metallprofilen. Beispielsweise kann es sich um rechteckige Hohlprofile, insbesondere aus Stahl handeln. Die senkrechten Räume dieser Profile sind durch eine Querzarge 18 in halber Höhe verbunden.

2 veranschaulicht in einer Stirnansicht die Querschnittsform der Trapezbleche der oberen und unteren Verbindungselemente 14, 16. Von der Unterseite her wird die gesamte Struktur an beiden Enden durch Füße 20, 22 abgestützt.

3 basiert auf 1, zeigt jedoch die erfindungsgemäße Arbeitstheke mit einer Verkleidung der Endstücke 10, 12 und der oberen und unteren Verbindungselemente 14, 16. Eine derartige Verkleidung kann im Fall des oberen Verbindungselements 14 eine Arbeitsplatte 24 umfassen, wie in 2 gezeigt ist.

4 zeigt die erfindungsgemäße Arbeitstheke von einer Längsseite her, die als Rückseite bezeichnet werden kann, da beispielsweise die Bedienung aller Geräte von der gegenüberliegenden Seite erfolgt. So zeigt 4 beispielsweise von der Rückseite her einen Backofen 26.

Außerdem ist in 4 an einem Ende der Arbeitstheke ein senkrechtes, bis zum Boden geführtes kastenförmiges Gehäuse 28, das zur Unterbringung von Wasser-, Strom- und Steuerleitungen dienen kann, die für die an der Arbeitstheke angebrachten Haushaltsgeräte zur Versorgung notwendig sind. In 4 sind zwei Wasserarmaturen 30, 32 gezeigt, die sich über ein flaches, kastenförmiges Spülbecken 34 erstrecken, das auf die Oberseite des oberen Verbindungselements 14 aufgesetzt ist. Das flache, kastenförmige Spülbecken weist einen Ablauf 36 auf, der durch das obere Verbindungselement 14 hindurchgeführt und über das erwähnte kastenförmige Gehäuse 28 nach unten geleitet wird.

Im übrigen zeigt 5, dass unterhalb des oberen Verbindungselements 14 Schubkästen 38, 40 aufgehängt werden können.

6 zeigt einen an der Rückseite der Arbeitstheke anzubringenden Funktionsmast, der über die Höhe der Arbeitsplatte nach oben hinausragt und am oberen Ende eine Leuchte 43 tragen kann. Als weitere Beispiele sind in 6 ein Monitor 44 und ein Telefon 46 gezeigt. Naturgemäß können an dem Funktionsmast auch Schalt- und Steuereinrichtungen angebracht werden.

In dem hier als Leuchter 43 bezeichneten Kopfstück des Funktionsmasts können Lautsprecher angeordnet sein. Als Leuchter kommt eine LED-Leuchte in Betracht. Es können auch Spot-Strahler zur Beleuchtung der Arbeitsfläche vorgesehen sein. An dem Mast können Einrichtungen für verschiedene Funktionen angebracht sein. Erwähnt wurden bereits ein Monitor und ein Telefon 46. Hier kann auch ein sogenannter MP3-Player mit einer geeigneten Halterung unterbracht werden.

Im übrigen zeigt 6 die bereits in 5 dargestellten Schubkästen 38, 40 sowie weitere Schubkästen 48, 50 sowie den bereits erwähnten Backofen 26 von der Vorderseite.

Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist in die Arbeitsplatte auch eine Kochplatteneinheit 52 integriert. Weitere Anbaugeräte sind naturgemäß möglich. In jedem Fall sind die Haushaltsgeräte so gestaltet, dass eine Unterbringung im Wohnzimmerbereich ohne weiteres möglich ist.


Anspruch[de]
  1. Küchen-Arbeitstheke mit einer langgestreckten Rahmenkonstruktion, die zwei schmalseitige Endstücke (10, 12) in der Form von Rahmen aus Metallprofilen sowie obere und untere flache Verbindungselemente (14, 16) mit Trapezblechen als Kern umfaßt, von denen das obere Verbindungselement (14) durch Verkleidung als Arbeitsplatte ausgestaltet ist.
  2. Küchen-Arbeitstheke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem oberen Verbindungselement (14) Küchengeräte (26), Schubkästen (38, 40, 48, 50) und dergleichen aufgehängt sind.
  3. Küchen-Arbeitstheke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem oberen Verbindungselement (14) eine Kochplatteneinheit (52) angebracht ist.
  4. Küchen-Arbeitstheke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des oberen Verbindungselements (14) ein Backofen (26) aufgehängt ist.
  5. Küchen-Arbeitstheke nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des oberen Verbindungselements (14) ein Mikrowellenherd aufgehängt ist.
  6. Küchen-Arbeitstheke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem oberen Verbindungselement (14) ein kastenförmiges Spülbecken (34) angebracht ist.
  7. Küchen-Arbeitstheke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite der erfindungsgemäßen Arbeitstheke ein aufragender Funktionsmast (42) angebracht ist, an dem sich eine Leuchte, ein Monitor, eine Telefonhalterung, eine Buchunterlage und/oder dergleichen befinden.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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