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Dokumentenidentifikation DE60116218T2 31.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001197177
Titel Verfahren und Gerät zur Reinigung des Kanalinneren eines medizinischen Instruments
Anmelder Kawazoe, Kaoru, Nagasaki, JP;
Koga, Masahide, Fukuoka, JP
Erfinder Kawazoe, Kaoru, Nishisonogi-gun, Nagasaki-ken, JP;
Koga, Masahide, Fukuoka-shi, Fukuoka-ken, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60116218
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.10.2001
EP-Aktenzeichen 011232832
EP-Offenlegungsdatum 17.04.2002
EP date of grant 28.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.2006
IPC-Hauptklasse A61B 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die dargestellte Erfindung bezieht sich auf eine Methode und ein Gerät zur Reinigung von dünnen Schläuchen und Kanälen medizinischer Instrumente, etwa von dünnen Schläuchen und Kanälen eines Endoskops, eines OP-Gerätes oder ähnlichem. Insbesondere bezieht sich die dargestellte Erfindung auf eine Methode und ein Gerät zum zuverlässigen Entfernen von Materialien wie Schleim, Blut und ähnlichen Fluiden, die an der Innenwand des Kanals haften geblieben sind.

Der Gebrauch von Endoskopen hat sich schnell in vielen Bereichen der Medizin durchgesetzt und ist bei Operationen zur Routine geworden. Mit der steigenden Anzahl von endoskopischen Eingriffen ist in den letzten Jahren jedoch auch das Risiko einer Infektion gestiegen. Die meisten dieser Infektionen werden durch unzureichend gereinigte Endoskope verursacht.

Eine große Anzahl medizinischer Instrumente, die in Verbindung mit Endoskopen eingesetzt werden, wurde entwickelt. Oft haben diese spiralförmige, lange, dünne Röhrchen, die schwer zu reinigen sind. Infektionen, die durch die mangelhafte Reinigung dieser Geräte auftreten, werden immer häufiger und sind zu einem großen Problem geworden. Deshalb besteht ein großer Bedarf an der Entwicklung von Methoden zur Vermeidung von Infektionen, die durch die ärztliche Untersuchung und Behandlung herbeigeführt werden (vgl. etwa US 5830127 A1).

Der erste Schritt bei der Reinigung eines Endoskops ist die Entfernung von Schleim und Blut (Materialien, die größtenteils aus Protein- und Fettverbindungen bestehen) mit einer verdünnten Reinigungsmittellösung, die ein Enzym enthält, das Fette und Proteine zersetzt. Dieser erste Reinigungsschritt sollte vor dem anschließenden Sterilisieren des Endoskops durchgeführt werden.

An der Innenseite von Endoskopschläuchen, durch die optische und/oder andere Instrumente gehen, gibt es viele Unebenheiten. An diesen Schwachstellen bleiben organische Stoffe haften, die dann zum Wachstum von Bakterien und zu Infektionen von Patienten führen können. Darüber hinaus bleiben solche Verunreinigungen an den Innenwänden von Saugröhren haften. Weiter besteht die Möglichkeit, dass Bakterien in Hohlräume oder in Unebenheiten vordringen, die sich an den Verbindungsstellen von Schläuchen oder Kanälen befinden. So können sich die Bakterien auch auf den Innenwänden der angeschlossenen Kanäle oder Schläuche weiter ausbreiten. Deshalb ist die Säuberung der verschiedenen Kanäle eines medizinischen Instrumentes mit einem Reinigungsbürstchen allgemein hin als unumgängliche, grundlegende Reinigungsmethode anerkannt.

Zurzeit reinigt man Schläuche medizinischer Instrumente, wie zum Beispiel die von Endoskopen, manuell mit einer Reinigungsbürste, die ausschließlich zu diesem Zweck eingesetzt wird. Bei diesem Reinigungsprozess fließt Wasser durch die Kanäle (z. B. durch Klemmstellen oder Saugkanäle). Ein wiederholtes Hin- und Herbewegen der Bürste ist notwendig. Nachteilig wirkt sich dabei die Tatsache aus, dass durch den Kopf der Bürste Verunreinigungen ins Innere der Klemmanschlüsse und in den Saugkanal gelangen können. Weiterhin ist es schwer, Wasser gleichmäßig durch die Kanäle und Schläuche fließen zu lassen. Infolge dessen kann das Wasser die Verunreinigungen nicht abtransportieren. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Spitze der Reinigungsbürste die Innenseiten der Klemmstellen oder des Saugkanals beschädigt. In die so entstandenen Ausbuchtungen und Unebenheiten können Bakterien und Viren gelangen und sich dort festsetzen, was ein großes Problem darstellt. Ein weiteres Manko ist, dass die Borsten der im Handel erhältlichen Reinigungsbürsten erheblich größer als Bakterien und Viren sind. Krankheitserreger, die sich in kleinen Unebenheiten oder Hohlräumen der Kanalwände festgesetzt haben, können nicht entfernt werden, da die Borsten zu dick sind, um in diese Stellen vorzudringen.

Für medizinische Geräte wie Endoskope werden viele Reinigungsgeräte, die mit Ultraschall arbeiten, angeboten. Diese Reinigungsgeräte werden jedoch nur zur Reinigung der Außenflächen dieser medizinischen Instrumente genutzt. Die inneren, schmalen Kanäle können sie nicht reinigen.

Aufgrund der hohen Kosten von Endoskopen besitzen viele Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen nur wenige solcher Geräte. Dementsprechend besteht für eine sichere und kostengünstige Nutzung eines Endoskops die Notwendigkeit, Methoden und Geräte zu entwickeln, die in der Lage sind, die Innenwände der Schläuche und Kanäle von Endoskopen und anderen medizinischen Geräten verlässlich und in kurzer Zeit zu reinigen.

Die heute übliche Praxis, jeden einzelnen Schlauch des Endoskops mit handelsüblichen Chemikalien und einer Bürste manuell zu reinigen, ist unzureichend. Infolge der mangelhaften Reinigung werden nicht-sterile Endoskope am Patienten eingesetzt.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Methode und ein Gerät dar (wie in Punkt 1 bzw. 15 aufgeführt), die eine einfache und zuverlässige Reinigung des Inneren eines Kanals oder Schlauches eines medizinischen Gerätes, etwa eines Endoskops, ermöglichen.

Zum einen liefert die Erfindung eine Methode zum Reinigen der Innenwände eines Schlauches oder Kanals eines medizinischen Gerätes wie in folgenden Schritten beschrieben:

Einführen eines Reinigungskatheters, auf dem ein Ultraschallerreger angebracht ist, in das oben genannte medizinische Gerät und

Emittieren von Ultraschall durch den oben genannten Ultraschallerreger und Bewegen des oben genannten Reinigungskatheters in den oben genannten Schlauch oder Kanal, wobei die Ultraschallschwingungen auf die Innenflächen des Schlauches oder Kanals des medizinischen Gerätes übertragen werden, in Folge dessen unter Einwirkung der Ultraschallschwingungen sich unerwünschtes Material an den Innenflächen des genannten Schlauches oder Kanal von diesen Innenflächen löst.

Zum anderen stellt die Erfindung ein Reinigungsgerät für die Reinigung der Innenflächen eines medizinischen Gerätes dar, bestehend aus:

einem Reinigungskatheter mit Ultraschallgerät, der in den genannten Schlauch oder Kanal eingeführt werden kann und einem Ultraschalloszillator, mit dem das Ultraschallgerät betrieben wird.

Darüber hinaus liefert die Erfindung eine Methode zur Reinigung von Innenwänden eines Kanals eines medizinischen Gerätes, die folgende Schritte einschließt:

Einführen eines Reinigungskatheters mit einem Ultraschallerreger in den genannten Kanal oder Schlauch, wobei der genannte Katheter von einem Reinigungsmittelschlauch umgeben ist. Der Teil des Katheters, an dem der Ultraschallerreger angebracht ist, ragt dabei aus dem Reinigungsmittelschlauch heraus und in den Schlauch bzw. Kanal des medizinischen Instruments hinein (Bild 2).

Durch den Spalt zwischen dem Katheter und dem Reinigungsmittelschlauch wird flüssiges Reinigungsmittel ausgestoßen und gelangt in den Kanal.

Der Ultraschallerreger emittiert Ultraschallwellen, die auf die Innenseite des Kanals auftreffen, wobei durch diesen Ultraschall dort unerwünschte Stoffe gelöst und durch den genannten Kanal bzw. Schlauch durch das Reinigungsmittel abtransportiert werden.

Des Weiteren liefert die Erfindung auch ein Gerät zur Reinigung der Innenflächen eines medizinischen Instruments bestehend aus:

einem Ultraschallreinigungsgerät einschließlich eines Reinigungskatheters mit Ultraschallerreger,

einem Ultraschalloszillator zum Betreiben des genannten Ultraschallgeräts, und

einem Gerät, das Reinigungsmittel abgibt, bestehend aus einem Reinigungsmittelschlauch, in den der genannte Reinigungskatheter mit dem vorstehenden Ultraschallerreger eingeführt wird, einer Düse, durch die Reinigungsmittel abgegeben wird, einem Vorratsbehälter für das Reinigungsmittel und einer Pumpe, die das Reinigungsmittel von diesem Tank bis zur Düse transportiert.

Kurze Beschreibung der Abbildungen

1 zeigt die schematische Anordnung der Teile des Reinigungsgeräts entsprechend der dargestellten Erfindung zur Reinigung der Innenwände eines Schlauches oder Kanals eines medizinischen Instruments.

2 erläutert die Wirkungsweise beim Gebrauch des Reinigungsgerätes von 1.

3 ist ein Schnitt durch einen Teil des Reinigungsgerätes der dargestellten Erfindung. Der geschnittene Teil stellt das hintere Ende des Reinigungsmittelschlauches dar.

4 ist ein Schnitt durch einen Teil des Reinigungsgerätes der vorliegenden Erfindung, der das vordere Ende des Reinigungskatheters darstellt.

5 ist eine Ansicht der Vorderseite eines weiteren Beispiels eines Reinigungsmittelschlauches des Reinigungsgerätes der dargestellten Erfindung.

6 ist eine Vergrößerung eines Schnitts durch ein weiteres Beispiel für den Reinigungskatheter des in der Erfindung dargestellten Reinigungsgerätes.

7 ist eine vergrößerte Ansicht, die die Vorderseite eines weiteren Beispiels für einen Reinigungskatheter des in der Erfindung dargestellten Reinigungsgerätes zeigt.

8 ist ein Schnitt durch den in 7 dargestellten Reinigungskatheter.

9 ist ein vergrößerter Schnitt, der die Vorderseite eines weiteren Beispiels für einen Reinigungskatheter des in der Erfindung dargestellten Reinigungsgerätes zeigt.

10 ist ein vergrößerter Schnitt, der die Vorderseite eines weiteren Beispiels für einen Reinigungskatheter des in der Erfindung dargestellten Reinigungsgerätes zeigt.

11 zeigt die Oberfläche der Frontseite des in 10 dargestellten Reinigungskatheters.

12 zeigt das Schaltbild des Ultraschalloszillators des Reinigungsgerätes der dargestellten Erfindung.

13 zeigt das Schaltbild eines weiteren Ultraschalloszillators des Reinigungsgerätes der dargestellten Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Abbildungen

Die Methode und das Gerät für die Reinigung der Innenflächen von Schläuchen und Kanälen medizinischer Instrumente, auf die sich die beschriebene Erfindung bezieht, werden für verschiedene Anwendungen mittels der folgenden Abbildungen beschrieben:

Die Reinigungsmethode vorliegender Erfindung für Innenflächen von Schläuchen und Kanälen medizinischer Instrumente schließt folgende Schritte ein: Einführen eines Teils des Reinigungsgerätes 1 in den Schlauch bzw. Kanal des medizinischen Gerätes, wobei das Reinigungsgerät 1 einen Reinigungskatheter 2, einen Ultraschallerreger 4, 5, sowie einen Reinigungsmittelschlauch 10, der den Reinigungskatheter 2 umgibt, umfasst. Der Ultraschallerreger 4, 5 ragt in den zu reinigenden Schlauch oder Kanal 21 hinein. Zwischen dem Katheter 2 und dem Reinigungsmittelschlauch 10 besteht ein Spalt. Während sich der Spalt und der Ultraschallerreger im zu reinigenden Kanal oder Schlauch des medizinischen Gerätes befinden, wird. dort durch den Spalt das flüssige Reinigungsmittel in den zu reinigenden Schlauch oder Kanal eingeführt und breitet sich radial und gleichmäßig aus. Das Ultraschallgerät 4, 5 sendet dabei Ultraschallwellen aus. Diese treffen auf die Innenwände des zu reinigenden Kanals oder Schlauches und lösen dort Verunreinigungen, die durch den Kanal oder Schlauch mittels des flüssigen Reinigungsmittels abtransportiert werden.

Die Ultraschallwellen, die vom Reinigungskatheter 2 ausgesendet werden, können auf die gesamte Innenfläche des zu reinigenden Kanals bzw. Schlauches 12 des medizinischen Instruments transmittiert werden, indem der Reinigungskatheter 2 in den Kanal 12 eingeführt und dort in axialer Richtung vorwärts und rückwärts entlang des Inneren des Schlauches oder Kanals bewegt wird. Dabei wird unerwünschte Materie (Verunreinigungen) an den Innenwänden des Schlauches oder Kanals des medizinischen Instruments den Ultraschallwellen ausgesetzt. Die Ultraschallwellen lösen die Verunreinigungen, indem sie diese zersetzen. Gereinigt werden die Innenflächen des Schlauches oder Kanals des medizinischen Instruments mit einem flüssigen Reinigungsmittel, etwa mit Reinigungswasser oder einer verdünnten Lösung, die chemische Reinigungsstoffe enthält, die in den Schlauch bzw. Kanal eingeleitet wird.

Das Reinigungsgerät 1 der dargestellten Erfindung zum Reinigen der Innenflächen des Kanals oder Schlauches 12 eines medizinischen Instrumentes besteht aus dem Reinigungskatheter 2, der so ausgeführt ist, dass er in den Kanal bzw. Schlauch 12 eingeführt werden kann und umfasst den Ultraschallerreger, der so ausgeführt ist, dass er von einem Ultraschalloszillator 8 betrieben werden kann. Das Reinigungsgerät besteht weiterhin auf dem Reinigungsmittelschlauch, durch den das flüssige Reinigungsmittel zugeführt wird, und der so ausgeführt ist, dass er an einen Reinigungsmitteltank 14 angeschlossen ist und durch die Pumpe 16 mit Reinigungsmittel versorgt werden kann. Der Reinigungsmittelschlauch 10 umgibt den Reinigungskatheter 2. Der Ultraschallerreger ragt aus dem Reinigungskatheter in den Schlauch oder Kanal hinein und der Spalt zwischen dem Reinigungsmittelschlauch und dem Reinigungskatheter 2 ist so ausgeführt, dass das Reinigungsmittel gleichmäßig und radial durch den Spalt in den zu reinigenden Kanal oder Schlauch hineinströmt.

Die Ultraschallwellen können auf die gesamte Innenfläche des Kanals oder Schlauchs 12 übertragen werden und die dort haften gebliebenen Verunreinigungen können von den Innenflächen gelöst werden, indem man den Reinigungskatheter 2 des Reinigungsgeräts 1 in den Kanal bzw. Schlauch 12 des medizinischen Gerätes einführt, und den Reinigungskatheter mit axialen Bewegungen in diesem Kanal bzw. Schlauch hin- und herschiebt. Während dessen werden die Ultraschallgeräte 4, 5 von einem Ultraschalloszillator 8 betrieben, der sukzessive oder periodisch Wellen aussendet. Die von den Innenflächen gelösten Verunreinigungen werden aus dem Schlauch bzw. Kanal abgeführt, indem ein flüssiges Reinigungsmittel, etwa Reinigungswasser oder eine verdünnte chemische Reinigungslösung in den Schlauch bzw. Kanal 12 eingeleitet wird, so dass das Reinigungsmittel durch den Kanal fließen und die Verunreinigungen abtransportieren kann.

Das Reinigungsgerät 1 aus 2 kann weiträumig Ultraschall in den Bereich vor dem Reinigungskatheter 2 emittieren, weil der Ultraschallerreger 4 an der Stirnseite des Reinigungskatheters 2 angebracht ist.

Darüber hinaus verfügt das Reinigungsgerät 1 aus 2 auch über mehrere Ultraschallerreger 5, die an der Außenseite des Reinigungskatheters 2 angebracht sind. Das ermöglicht eine Durchdringung der Innenflächen des Schlauches bzw. Kanals von einem Erreger, der nah an diesen Innenflächen positioniert ist und fast senkrecht Ultraschall auf diese Innenflächen emittiert. Dadurch kann der Ultraschall effektiv auf die Ablagerungen an den Innenflächen des Kanals bzw. Schlauches auftreffen und die Verunreinigungen können zuverlässig von den Innenflächen des Kanals bzw. Schlauches des medizinischen Gerätes gelöst werden.

Das Reinigungsgerät 1 aus 2 hat sowohl an der Stirnseite als auch an der Außenseite des Reinigungskatheters 2 Ultraschallerreger.

Durch axiales Bewegen des Reinigungskatheters 2 im Kanal bzw. Schlauch, ist es möglich, die von Erreger 4 an der Frontseite und von Erreger 5 an der Außenseite des Reinigungskatheters 2 emittierten Ultraschallwellen in verschiedenen Winkeln auf die Innenflächen des Kanals bzw. Schlauchs 12 auftreffen zu lassen. Somit werden die Ultraschallwellen einheitlich auf die Innenflächen des Kanals 12 übertragen und die Verunreinigungen können zuverlässig von diesen gelöst werden.

Die Methode der dargestellten Erfindung zur Reinigung der Innenflächen des Kanals oder Schlauches eines medizinischen Gerätes besteht aus folgenden Schritten: Einführen des Reinigungskatheters 2 mit an Stirn- und Außenseiten montierten Ultraschallerregern 4 und 5 und des Reinigungsmittelschlauches 10, der den Reinigungskatheter 2 umgibt und das Reinigungsmittel durch den Spalt zwischen Reinigungskatheter 2 und Reinigungsmittelschlauch 10 in den Kanal bzw. Schlauch 12 des medizinischen Gerätes einleitet, in den Kanal bzw. Schlauch 12.

Dabei ragen die Ultraschallerreger aus dem Reinigungsmittelschlauch 10 heraus in den Kanal bzw. Schlauch 12 und senden Ultraschallwellen auf die Innenflächen des Schlauches bzw. Kanals 12 des medizinischen Gerätes, die die dort haftenden Verunreinigungen lösen.

Durch das Reinigungsmittel werden diese abtransportiert.

Entsprechend der Reinigungsmethode werden die Ablagerungen an den Innenflächen des Kanals bzw. Schlauches 12 des medizinischen Instruments durch die von den Ultraschallerregern 4 und 5, die am Reinigungskatheter 2 angebracht sind, emittierten Ultraschallwellen gelöst. Das eingeleitete Reinigungsmittel transportiert die abgelösten Stoffe ab. Die Ultraschallwellen, die von den Ultraschallerregern 4 und 5 emittiert werden, schwächen die Bindungskräfte zwischen den im Schlauch oder Kanal 12 des medizinischen Instruments haftenden Verunreinigungen und dem Schlauch bzw. Kanal selbst. In Folge dessen trennt das fließende Reinigungsmittel die Ablagerungen von den Innenflächen und transportiert sie ab.

Der Reinigungsapparat 1 der dargestellten Erfindung besteht aus einer Vorrichtung zur Erzeugung von Ultraschallwellen und einem Reinigungskatheter 2, der mit Ultraschallerregern 4 und 5 ausgestattet ist, die mittels Ultraschallwellen die Ablagerungen von den Innenflächen des Kanals bzw. Schlauches 12 eines medizinischen Gerätes lösen. Des Weiteren gehören ein Oszillator, durch den die Ultraschallerreger 4 und 5 betrieben werden, sowie ein Zuleitungsgerät für das Reinigungsmittel 13, das den Reinigungsmittelschlauch 10 umfasst, in den wiederum der Reinigungskatheter 2 eingeführt wird, zu dem Reinigungsapparat. Vom Reinigungskatheter 2 ragen die Ultraschallerreger in den Kanal bzw. Schlauch 12 hinein, ohne dass sie vom Reinigungsmittelschlauch 10 umgeben sind. Vom in den Kanal 12 eingeführten Ende des Reinigungsmittelschlauches 10 wird flüssiges Reinigungsmittel in 12 durch einen Spalt zwischen 10 und 2 unter Hochdruck eingeleitet. Zur Erzeugung dieses Hochdruckes gehören zum Reinigungsapparat auch eine Pumpe 16 und ein Tank 14, von dem aus das Reinigungsmittel zum Reinigungsschlauch gefördert wird.

Wie in 5, die ein anderes Ausführungsbeispiel darstellt, gezeigt, kann der Reinigungsmittelschlauch 10 mit axialen Rippen (oder anders ausgedrückt: mit Trennwänden) 11 ausgestaltet sein. Diese erstrecken sich von der Innenfläche des Reinigungsmittelschlauches zur Mitte hin, um einen gleichmäßigen Zwischenraum zwischen Reinigungsmittelschlauch 10 und Reinigungskatheter 2 zu gewährleisten. Die Rippen 11 führen das flüssige Reinigungsmittel so, dass es unter Hochdruck gleichmäßig und radial an die Stirnseite des Reinigungskatheters 2 geleitet wird und von dort an die Innenflächen des Kanals oder Schlauches des medizinischen Gerätes gespült wird, um diesen zuverlässig und gleichmäßig von Ablagerungen zu reinigen.

Die Methode und der Apparat der vorliegenden Erfindung zur Reinigung der Innenwände eines Schlauches bzw. Kanals eines medizinischen Instruments wird im Folgenden am Beispiel eines Reinigungsgeräts zur Reinigung eines Saugkanals eines Endoskops, das die häufigste Quelle von Infektionen bei Untersuchungen ist, beschrieben.

Wie in den 1 bis 6 gezeigt, beinhaltet ein Reinigungsapparat 1 zur Reinigung der Innenflächen eines Saugkanals eines Endoskops einen Reinigungskatheter 2, der aus einer Ultraschall-Reinigungssonde und einem Ultraschalloszillator 8 besteht.

Wie in den 2 und 6, die vergrößerte Querschnittdarstellungen der Stirnseite des Reinigungskatheters 2 sind, zu sehen, ist ein großflächiger Ultraschallerreger 4 auf die Stirnseite des Katheterkörpers 21 angebracht, sowie mehrere kleine Ultraschallerreger 5 an der Außenseite 21 des Katheterkörpers in der Nähe der Stirnseite des Katheters. Weiterhin verbindet ein Anschlussstück 3, das an der Rückseite des Katheterkörpers 21 angebracht ist, den Reinigungskatheter 2 und den Oszillator 8. Falls mehrere kleine Ultraschallerreger auf der Außenseite des Reinigungskatheters 21 in der Nähe der Stirnseite montiert werden sollen, ist es vorteilhaft, die kleinen Erreger 5 ringförmig so auf den Umfang versetzt anzubringen, dass sie im gleichen Winkel zueinander stehen. Vorzugsweise sollten zwischen zwei und acht kleine Erreger 5 auf den Außenflächen des Katheterkörpers 21 montiert werden, im günstigsten Fall aber zwischen drei und sechs solcher Erreger.

Als Körper des Reinigungskatheters dient ein biegsamer Schlauch. Die Länge des Kathederschlauches sollte vorzugsweise 50 bis 200 cm, am Besten aber 150 bis 200 cm betragen. Der äußere Durchmesser des Schlauches des Reinigungskatheters beträgt vorzugsweise 1 bis 5 mm, am Besten aber 1.8 bis 2.6 mm.

Als Material für den Schlauch des Reinigungskatheters sind folgende thermoplastischen Kunststoffe geeignet:

olefine Kunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen, Polybutylen, Ethylenvinylacetat-Copolymer oder polyolefine elastische Kunststoffe, Fluorkarbon-Kunststoff, Methacrylat-Kunststoff, Polyphenylen-Oxid, modifiziertes Polyphenylen-Äther, Polyethylen-Terephtalat, Polybutylen-Terephtalat, Polyurethan-Elastomer, Polyester-Elastomer, Polyamid oder Polyamid-Elastomer, Polykarbonat, Polyacetal, Styrene-Kunststoff oder Styrene-Elastomer und thermoplastische Polyimide. Es kann auch eine Polymer-Gemisch oder eine Polymer-Mischung, die einen oder mehrere der aufgeführten Kunststoffe als Basismaterial enthält, verwendet werden.

Auf den Katheterkörper 21 kann ein verstärkendes Element 22 zur größeren Starrheit des Schlauchs und zum Vermeiden von Verbiegungen desselben, sowie zur Erhöhung der Leistung des Drehmoments aufgebracht werden. Vorzugsweise wird das Verstärkungselement 22 vom hinteren Bereich des Katheterkörper 21 bis in die Nähe des Bereiches, wo der kleine Ultraschallerreger 5 angebracht ist.

Vorzugsweise sollte das verstärkende Element 22 eine netzartige Struktur haben. Vorzugsweise sollte das netzartige verstärkende Element darüber hinaus aus umflochtenem Draht bestehen. Das verstärkende Element 22 kann aus Metalldraht aus rostfreiem Stahl, elastischem Metall, einer ultra-hochelastischen Legierung oder einer nicht-verformbaren Legierung beschaffen sein. Der Durchmesser des Drahtes sollte vorzugsweise zwischen 0,01 und 0,2 mm betragen, idealerweise zwischen 0,03 und 0,1 mm. Das verstärkende Element kann aus synthetischen Fasern wie etwa Polyamid-Faser, Polyester-Faser oder Polypropylen-Faser hergestellt sein.

Benutzt werden können sowohl der Erreger mit großem Durchmesser (also der Erreger, der auf dem vorderen Ende des Katheterkörpers installiert ist) 4, der mit einer kurzwelligen Ultraschallenergie von einigen hundert Kilohertz bis einigen Megahertz sendet, als auch der Erreger mit großem Durchmesser 4, der mit einer relativ langwelligen Ultraschallenergie von einigen zehn Kilohertz sendet. Als Ultraschallerreger (Erreger mit großem Durchmesser) 4 kann ein piezoelekrtrischer Keramik-Erreger, ein magnetostriktiver Metall-Erreger oder ein magnetostriktiver Ferrit-Erreger verwendet werden. Empfohlen wird der piezoelektrische Keramik-Erreger. Am besten geeignet ist ein aus PZT (Blei-Zirkonat-Titanat) gefertigter Erreger.

Der auf dem vorderen Ende des Katheterkörpers installierte Erreger besitzt einen äußeren Durchmesser, der fast gleich dem inneren Durchmesser der Öffnung am vorderen Ende des Katheterkörpers 21 ist. Der Erreger ist in die Öffnung am vorderen Ende des Katheterkörpers 21 eingepasst. Auf dem äußeren Rand des Erregers 4 und auf dem inneren Rand der Öffnung am vorderen Ende des Katheterkörpers 21 befindet sich ein Haftvermittler (nicht abgebildet). Folglich ist der dazwischen liegende Spalt flüssigkeitsundurchlässig abgedichtet.

Benutzt werden können sowohl der kleine Erreger (also der Erreger, der auf den Außenflächen des Katheterkörpers installiert ist) 5, der mit einer kurzwelligen Ultraschallenergie von einigen hundert Kilohertz bis einigen Megahertz sendet, als auch der Erreger mit großem Durchmesser 4, der mit einer relativ langwelligen Ultraschallenergie von einigen zehn Kilohertz sendet. Als Ultraschalleneger (kleiner Erreger) 5 kann ein piezoelekrtrischer Keramik-Erreger, ein magnetostriktiver Metall-Erreger oder ein magnetostriktiver Ferrit-Erreger verwendet werden. Empfohlen wird der piezoelektrische Keramik-Erreger. Am Besten geeignet ist ein aus PZT (Blei-Zirkonat-Titanat) gefertigter Erreger.

Zur Benutzung von nur einem Schwingkreis sollen die Erreger 5 an der Außenfläche des Katheterkörpers Ultraschallwellen der gleichen Frequenz aussenden. Die Erreger 4 und 5 können Ultraschallwellen der gleichen Frequenz aussenden. Die Schwingungsfrequenz des Erregers 4 kann von der Schwingungsfrequenz des Erregers 5 verschieden sein.

Der an den Außenflächen des Katheterkörpers 21 angebrachte Erreger 5 befindet sich in einer festgelegten Entfernung vom vorderen Ende des Katheterkörpers 21. Genauer gesagt befindet sich der Erreger 5 in einem Abstand von 1–10 mm, idealerweise im Abstand von 2–3 mm vom vorderen Ende des Katheterkörpers 21. In der Außenfläche des Katheterkörpers 21 befinden sich einige seitliche Öffnungen genau an den Stellen, an denen auch die Erreger 5 angebracht sind und deren Gestaltung und Anordnung der der Erregers 5 entspricht. Ein nicht zu sehender Haftvermittler befindet sich jeweils zwischen dem äußeren Rand eines Erregers 5 und dem Innenrand einer seitlichen Öffnung. Folglich ist der dazwischen liegende Spalt flüssigkeitsundurchlässig abgedichtet.

Wie in 3 gezeigt, ist jeder Erreger 4 und 5 mit zwei Bleidrähten 6 verbunden. Die Bleidrähte 6 laufen durch das Innere des Katheterkörpers und sind mit den Kontakten 7 des Steckers 3 verbunden. Alle Bleidrähte können zu einem Strang gebündelt werden. Das Verbindungsstück 3 ist so beschaffen, dass es mit einer Verbindungsbuchse 9 des Ultraschalloszillators 8 verbunden werden kann. Wenn man den Stecker 3 mit dem Ultraschalloszillator 8 verbindet, wird eine vom Ultraschalloszillator 8 emittierte Wellenbewegung über die Kontakte 7 und den Bleidraht 6 auf die Erreger 4 und 5 transmittiert.

Wie in den 7 und 8 anhand eines weiteren Ausführungsbeispiels dargestellt, ist es möglich, mehrere ringförmig angeordnete Reihen, jeweils bestehend aus mehreren Erregern 5 auf der Außenfläche des Reinigungskatheters 2 anzubringen.

7 ist eine vergrößerte Vorderansicht der Frontseite des Reinigungskatheters 2, entsprechend eines weiteren Ausführungsbeispiels der dargestellten Erfindung. 8 ist ein Teilschnitt des Reinigungskatheters 2 aus 7.

Der Reinigungskatheter 2 des Ausführungsbeispiels ist mit zwei Reihen von Erregern 5 ausgestattet, die auf seiner Außenfläche installiert sind. Jedoch kann der Reinigungskatheter 2 auch drei oder mehr solcher Reihen von Erregern 5 auf seiner Außenfläche besitzen. Ist der Reinigungskatheter 2 auf seiner Außenfläche mit zwei Reihen solcher ringförmig angeordneten Erreger ausgestattet, so sollen die Erreger 5 der ersten Reihe (das bedeutet, die Erreger 5 in der Reihe zur Vorderseite des Reinigungskatheters 2 hin) in gleichen Abständen im Umkreis der Achse des Katheterkörpers 21 angeordnet sein. Entsprechend wird empfohlen, die kleinen Erreger 5 der zweiten Reihe (das bedeutet, die Erreger 5 in der Reihe zum hinteren Ende des Reinigungskatheters 2 hin) wie die in der ersten Reihe ebenfalls in gleichen Abständen im Umkreis der Achse des Katheterkörpers 21 anzuordnen. Des Weiteren wird empfohlen, dass die kleinen Erreger 5 der zweiten Reihe in einer axialen Verlängerung des Mittelpunktes des Zwischenraumes zweier benachbarter Erreger 5 der ersten Reihe angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel aus den 7 und 8 sind die vier kleinen Erreger 5 der ersten Reihe jeweils im 90-Grad-Winkel im Umkreis um die Achse des Katheterkörpers 21 angeordnet. Die vier kleinen Erreger 5 der zweiten Reihe sind ebenfalls jeweils im 90-Grad-Winkel im Umkreis um die Achse des Katheterkörpers 21 angeordnet, aber so, dass sie 45 Grad bezüglich der Erreger der ersten Reihe versetzt sind. Folglich sind die kleinen Erreger 5 der zweiten Reihe in einer axialen Verlängerung des Mittelpunktes des Zwischenraumes zweier benachbarter Erreger 5 der ersten Reihe angeordnet.

Wie in 9, die ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt, dargestellt, kann auf dem Reinigungskatheter 2 auch lediglich der Erreger 4 angebracht sein. Es ist also möglich, den Erreger 5 nicht auf den Reinigungskatheter 2 zu montieren.

Falls der Reinigungskatheter 2 nur mit dem Erreger 4 am vorderen Ende ausgestattet ist (wie in 10 gezeigt), kann eine Oszillationsoberfläche des Erregers 4 mit einem Schwingungsrichtungs-Konversionselement 23 ausgestattet sein, um eine longitudinale (in axialer Richtung des Reinigungskatheters) Schwingung in eine radiale (rechtwinklig zur axialen Richtung des Reinigungskatheters) Schwingung umzuwandeln. Das Schwingungsrichtungs-Konversionselement 23 sollte scheibenförmig oder wie eine vieleckige Platte geformt sein. Das scheibenförmige Schwingungsrichtungs-Konversionselement 23 ist empfehlenswerter als das vieleckige. 11 zeigt die Oberfläche des vorderen Endes des Reinigungskatheters 2 aus 10. Das Schwingungsrichtungs-Konversionselement 23 ermöglicht, dass die Ultraschallwelle zuverlässig auf die Innenwand des Kanals des medizinischen Instruments gelenkt wird. Auch wenn der Reinigungskatheter 2 mit Erreger 4 und Erreger 5 ausgestattet ist, kann eine Oszillationsoberfläche des Erregers 4 mit einem Schwingungsrichtungs-Konversionselement 23 ausgestattet sein, um eine longitudinale (in axialer Richtung des Reinigungskatheters) Schwingung in eine radiale (rechtwinklig zur axialen Richtung des Reinigungskatheters) Schwingung umzuwandeln.

Die Ultraschallerreger 4 und 5 können mit einem nicht dargestellten Schwingungs-Schutzfilm ausgestattet werden. Der Schwingungs-Schutzfilm besteht aus einem Ultraschallwellen transmittierendem Material. Das Ultraschallwellen transmittierendem Material sollte vorzugsweise aus Polyolefin-Kunststoff, Polyurethan-Kunststoff und Fluorkarbon-Kunststoff bestehen.

Der Ultraschalloszillator 8 ist ein Gerät, das den Erreger in Schwingung versetzt. Als Ultraschalloszillator 8 kann ein selbst schwingender Oszillator-Typ oder ein leistungsverstärkender Grundoszillator verwendet werden. Der leistungsverstärkende Grundoszillator ist dem selbst schwingenden Oszillator vorzuziehen. Im Besonderen, wie in 12 dargestellt, hat der Ultraschallosziallator 8 ein hochfrequentes Schwingungsbauteil 33 mit einem Hochfrequentenz-Ultraschallwellenoszillator 31 und einem Leistungsverstärker 32, sowie einen Ausgangsregulator 34. Der Ultraschallerreger 4 (5) ist über den Ausgangsregler 34 mit dem hochfrequenten Schwingungsbauteil 33 elektrisch verbunden. Die Schwingungsfrequenz des Hochfrequenz-Ultraschallwellenoszillators 31 ist gleich der Resonanzfrequenz des Ultraschallerregers. In dem Bereich, in dem im Belastungszustand unter Verbrauch einer vom Ultraschallerreger emittierten Ultraschallenerigie eine notwendige hochfrequente elektrische Leistung generiert wird, kann die am Ultraschallerreger angelegte Spannung erhöht werden, und die Schwingungsfrequenz des Hochfrequenz-Ultraschallwellenoszillators 31 kann etwas höher als die Resonanzfrequenz des Ultraschallerregers eingestellt werden. Das ist möglich, da die Resonanzfrequenz des Ultraschallerregers zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Verbraucher daran angelegt wird, etwas höher ist, als die des Ultraschallerregers, wenn daran kein Verbraucher angelegt ist. Wie in 13 gezeigt, kann jeder Ultraschallerreger 4 und 5 mit einem hochfrequenten Bauteil 33 und einem Ausgangsregler 34 ausgestattet werden. Die Schwingungsfreqeunz des Erregers 4 kann von der des Erregers 5 verschieden sein.

Der Ultraschalloszillator ist über die Steckverbindung (Verbindungsbuchse 9 und Stecker 3) mit dem Reinigungskatheter 2 verbunden.

Der Bleidraht 6 eines jeden Erregers ist mit Kontakten 7 des Steckers 3 verbunden. Indem man den Stecker 3 mit der Verbindungsbuchse 9 des Ultraschalloszillators 8 verbindet, werden die Erreger 4 und 5 mit dem Ausgangsregler 34 des Ultraschallwellenoszillators 8 elektrische verbunden.

Der Ultraschalloszillator 8 kann dazu fungieren, den Zustand, in dem die Ultraschallwellen generiert werden, zu regulieren. Der Ultraschalloszillator 8 kann mit einer Funktion zur Veränderung des zu der Ultraschallwelle des Ultraschallerregers abgegebenen Tons ausgestattet werden, sowie mit einer Funktion zum Wechsel von sukzessivem auf periodischen Betrieb des Ultraschallerregers.

Das Reinigungsgerät 1 (zum Reinigen des Inneren des Kanals oder Schlauches des medizinischen Instruments) des Ausführungsbeispiels umfasst das Zuleitungsgerät für das flüssige Reinigungsmittel 13 mit dem Reinigungsmittelschlauch 10, in den der Reinigungskatheter 2 mit vorstehendem Ultraschallerreger eingeführt werden kann. Am Vorderen Ende desselben wird das Reinigungsmittel abgegeben. Weiterhin umfasst das Reinigungsgerät 1 den Reinigungsmitteltank 14 sowie die Flüssigkeitszuführungspumpe 16.

Das vordere Ende des Reinigungsmittelschlauchs 10 ist offen und das hintere Ende ist in ein L-förmiges fixierendes Stützrohr eingepasst. Die Länge des Reinigungsmittelschlauches 10 sollte zwischen 50 und 200 cm betragen, am Besten jedoch zwischen 150 bis 180 cm. Der äußere Durchmesser des Reinigungsmittelschlauches 10 sollte zwischen 1,5 und 5,5 mm betragen, besser jedoch zwischen 2,2 und 2,8 mm. Der innere Durchmesser des Reinigungsmittelschlauches 10 sollte zwischen 1,4 und 5,4 mm betragen, besser jedoch zwischen 2,1 und 2,7 mm.

Als Material für den Reinigungsmittelschlauch 10 eignen sich folgende thermoplastischen Kunststoffe: olefine Kunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen, Polybutylen, Ethylenvinylacetat-Copolymer oder polyolefine Elastomere daraus, Fluorkarbon-Kunststoff oder weicher Fluorkarbon-Kunststoff, Methacrylat-Kunststoff, Polyphenylen-Oxid, modifiziertes Polyphenylen-Äther, Polyethylen-Terephtalat, Polybutylen-Terephtalat, Polyurethan-Elastomer, Polyester-Elastomer, Polyamid oder Polyamid-Elastomer, Polykarbonat, Polyacetal, Styrene-Kunststoff oder Styrene-Elastomer und thermoplastische Polyimide. Es kann auch eine Polymer-Gemisch oder eine Polymer-Mischung, die einen oder mehrere der aufgeführten Kunststoffe als Basismaterial enthält, verwendet werden.

Ein nicht dargestelltes verstärkendes Element kann auf den Reinigungsmittelschlauch 10 aufgebracht werden, um ein Verbiegen oder Ausdehnen desselben zu vermeiden. Vorzugsweise sollte das Verstärkungselement vom hinteren Bereich des Reinigungsmittelschlauches 10 bis zum vorderen Bereich desselben angebracht werden.

Vorzugsweise sollte das verstärkende Element eine netzartige Struktur haben. Vorzugsweise sollte das netzartige verstärkende Element darüber hinaus aus umflochtenem Draht bestehen. Das verstärkende Element kann aus Metalldraht aus rostfreiem Stahl, elastischem Metall, einer ultra-hochelastischen Legierung oder einer nicht-verformbaren Legierung beschaffen sein. Der Durchmesser des Drahtes sollte vorzugsweise zwischen 0,01 und 0,2 mm betragen, idealerweise zwischen 0,03 und 0,1 mm. Das verstärkende Element kann aus synthetischen Fasern wie etwa Polyamid-Faser, Polyester-Faser oder Polypropylen-Faser hergestellt sein.

Wie in 5 dargestellt, hat der Reinigungsmittelschlauch 10 mehrere Rippen 11, die sich von der Innenfläche des Reinigungsmittelschlauches 10 zur Mitte hin erstrecken, um über die gesamte Umfangslänge einen gleichmäßigen Zwischenraum zwischen Reinigungsmittelschlauch 10 und Reinigungskatheter 2 zu gewährleisten. In dem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel sind mehrere Rippen (nämlich die Trennwände 11) longitudinal, und zueinander parallel an der Innenfläche des Reinigungsmittelschlauches ausgeformt. Die Rippen 11 können an der Innenfläche des Reinigungsmittelschlauches punktförmig sein. In diesem Fall sollten die Rippen 11 in axialer Richtung zum Reinigungsmittelschlauch 10 verlaufen.

Die Rippen 11 ermöglichen, dass der Reinigungskatheter 2 und der Reinigungsmittelschlauch 10 nahezu koaxial zueinander verlaufen, und dass der Abstand zwischen beiden über die gesamte Umfangslänge nahezu gleichmäßig ist. Entsprechend wird die verdünnte Lösung, die chemische Reinigungsmittel enthält, nahezu gleichmäßig um die äußere Oberfläche der Frontseite des Reinigungskatheters 2 herum abgegeben. Dadurch kann die gesamte Innenfläche des Kanals oder Schlauches des medizinischen Instrumentes zuverlässig und gleichmäßig gespült werden.

Am vorderen Ende des L-förmigen fixierenden Stützrohrs 20 ist eine Halterungsöffnung ausgeformt, in die der Reinigungsmittelschlauch 10 eingepasst wird. Gegenüber der Halterungsöffnung des L-förmigen fixierenden Stützrohrs 20 ist eine Einschuböffung ausgebildet, in die der Reinigungskatheter 2 eingeführt wird. Die Einschuböffnung ist mit einem nicht abgebildeten O-Ring ausgestattet, um den Spalt zwischen dem eingeführten Reinigungskatheter 2 und der Einschuböffnung abzudichten. Am hinteren Ende des L-förmigen fixierenden Stützrohrs ist ein männlicher Teil 19a einer Röhrensteckverbindung ausgeformt.

Der Reinigungskatheter 2 wird so in den Reinigungsmittelschlauch 10 eingeführt, dass die Frontseite des Reinigungskatheters 2, auf die die Ultraschallerreger 4 und 5 montiert sind, aus dem vorderen Ende des Reinigungsmittelschlauches 10 hinausragt. Dann wird der Reinigungskatheter 2 fixiert.

Das Zuleitungsgerät für das Reinigungsmittel 13 umfasst den Tank 14, der das Reinigungsmittel enthält, sowie eine Ansaugdüse für das Reinigungsmittel 15, die in den Tank 14 eingefügt ist, und eine Flüssigkeitszuführungspumpe 16, die mit dem oberen Teil der das Reinigungsmittel ansaugenden Düse 15 verbunden ist. Das Zuleitungsgerät für das Reinigungsmittel 13 besitzt des Weiteren einen Knopf 17 zur Druckregulierung des flüssigen Reinigungsmittels, das von der Pumpe 16 angesaugt wird. Das eine Ende eines Zuleitungsschlauches 18 ist mit der Flüssigkeitszuleitungspumpe 16 an ihrer zuleitenden Seite verbunden. Ein weiblicher Teil 19b der Röhrensteckverbindung ist am anderen Ende des Zuleitungsschlauches installiert. Der Zuleitungsschlauch 18 und der Reinigungsmittelschlauch 10 stehen über den männlichen Teil 19a der Röhrensteckverbindung des Reinigungsmittelschlauchs 10, den sie mit dem weiblichen Teil 19b der Röhrensteckverbindung verbinden, in Beziehung. Das Reinigungsmittel wird mit hohem Druck von dem das Reinigungsmittel zuleitenden Gerät 13 durch den Spalt zwischen dem Reinigungskatheter 2 und dem Reinigungsmittelschlauch 10 in den Zuleitungsschlauch 18 und den Reinigungsmittelschlauch 10 ausgestoßen.

Die Methode der dargestellten Erfindung zum Reinigen des Inneren des Schlauches eines medizinischen Instruments wird nachstehend erläutert.

Die Methode der dargestellten Erfindung zum Reinigen des Inneren des Schlauches eines medizinischen Instruments umfasst das Einführen des Reinigungskatheters 2 mit den darauf montierten Ultraschallerregern 4 und 5 und des Reinigungsmittelschlauches 10 (zum Ausstoß der Reinigungsmittel), der den Reinigungskatheter 2 umgibt, von dem aus wiederum der Ultraschallerreger in den Kanal oder Schlauch 12 des medizinischen Instruments ragt. Des Weiteren umfasst die Methode der dargestellten Erfindung zum Reinigen des Inneren des Schlauches eines medizinischen Instruments folgende drei Schritte: den Ausstoß des Reinigungsmittels durch den Spalt zwischen dem Reinigungskatheter 2 und dem Reinigungsmittelschlauch 10, sowie das Betreiben der Ultraschallerreger 4 und 5 dahingehend, dass Ablagerungen von der ablagerungsbehafteten Innenwand des Kanals oder Schlauchs 12 des medizinischen Instruments mittels der Ultraschallwellen gelöst werden und schließlich das Abführen der gelösten Ablagerungen durch das ausgestoßene flüssige Reinigungsmittel.

Es wird empfohlen, das flüssige Reinigungsmittel als Medium zur Übertragung der Wellen des Ultraschallerregers auf die Innenwand des Kanals oder Schlauchs zu benutzen.

Das Einführen des Reinigungskatheters 2 mit den darauf montierten Ultraschallerregern 4 und 5 und des Reinigungsmittelschlauches 10 zum Ausstoß der Reinigungsmittel, der den Reinigungskatheter 2 mit in den Kanal oder Schlauch 12 des medizinischen Instruments ragendem Ultraschallerreger umgibt, ist beschrieben.

Zunächst wird eine vorgegebene Menge des flüssigen Reinigungsmittels in den Tank 14 eingespritzt. Als Reinigungsmittel kann eine verdünnte Lösung, die Reinigungschemikalien (wie etwa Lipid zersetzende Enzyme oder Protein zersetzende Enzyme), destilliertes Wasser, ethylalkoholhaltiges Wasser oder zersetzendes Salz enthält, benutzt werden.

Es ist auch möglich, eine Vorbehandlung durchzuführen, die daraus besteht, die verdünnte Lösung, die die Reinigungschemikalien (beispielsweise Lipid zersetzende Enzyme sowie Protein zersetzende Enzyme) enthält, in den Kanal oder Schlauch des medizinischen Instruments zu füllen und die verdünnte, chemische Reinigungsstoffe enthaltende Lösung für eine gewisse Zeit darin wirken zu lassen, bevor der Reinigungsmittelschlauch 10, indem der Reinigungsmittelkatheter 2 befestigt wurde, in den Kanal oder Schlauch 12 eingeführt wird. Der Vorbehandlungsprozess kann ausgeführt werden, indem das zu reinigende medizinische Instrument in ein Bad mit der verdünnten, chemische Reinigungsstoffe enthaltenden Lösung eingetaucht wird. Die Reinigungsmethode der dargestellten Erfindung kann mittels der Durchführung des Vorbehandlungsprozesses zuverlässig durchgeführt werden.

Danach wird der Reinigungsmittelschlauch 10, in dem der Reinigungskatheter 2 befestigt wurde, (nachstehend auch Reinigungsmittelschlauch mit eingesetztem Reinigungskatheter genannt) mit dem vorstehenden Ultraschallerreger in ein Ende des zu reinigenden Schlauch oder Kanal (beispielsweise den Klemmkanal, den Saugkanal Flüssigkeitszuleitungsschlauch oder Luftzuleitungsschlauch) eingeführt. Die Reinigungsmethode der dargestellten Erfindung wird nachstehend exemplarisch am Beispiel der Reinigung der Innenwände eines Saugkanals beschrieben.

Es wird beschrieben, wie das flüssige Reinigungsmittel durch den Spalt zwischen Reinigungskatheter 2 und Reinigungsmittelschlauch 10 ausgestoßen wird, wie der Ultraschallerreger 4, 5 betrieben wird, um die Ablagerungen von der ablagerungsbehafteten Innenwand des Schlauchs oder Kanals 12 mittels Ultraschallwellen zu lösen und wie die gelösten Ablagerungen durch die abgegebene Reinigungsmittel aus dem Schlauch oder Kanal gespült werden.

Im Besonderen wird die Pumpe, die das flüssige Reinigungsmittel zuleitet, zum Ansaugen des Reinigungsmittels durch die Ansaugdüse 15 betrieben. Dann wird das unter Druck stehende flüssige Reinigungsmittel in den Zuleitungsschlauch 18 eingespeist, um das unter hohem Druck stehende Reinigungsmittel über den männlichen und den weiblichen Teil 19a und 19b der Steckverbindung und das L-förmige fixierende Stützrohr 20 in den Reinigungsmittelschlauch 10 zu leiten. Darüber hinaus wird der Ultraschalloszillator 8 betrieben, um die Ultraschallwellen der Ultraschallerreger 4 und 5 zu emittieren.

Die von den Ultraschallerregern 4 und 5 emittierten Ultraschallwellen werden über das flüssige Reinigungsmittel, das durch den Spalt zwischen dem vorderen Ende des Reinigungsmittelschlauchs und dem angrenzenden Teil des Reinigungskatheters 2, der als übertragendes Medium dient, auf die Innenfläche des Saugkanals übertragen. Die Ultraschallwellen zersetzen jegliche, an der Innenwand des Saugkanals haften gebliebene Materie. Infolgedessen wird die verunreinigende Substanz nach und nach von der Innenwand des Saugkanals gelöst und fließt im Saugkanal ab. Das vom Reinigungsmittelschlauch 10 ausgestoßene flüssige Reinigungsmittel fließt durch das zu reinigende Medium und führt dabei die abgelösten Verunreinigungen mit sich. Zwangsläufig wäscht das durch den Saugkanal strömende Reinigungsmittel die Innenflächen desselben sauber, indem sie Bakterien, Viren, Sekrete und Blut abführt. Auf diese Weise werden die Innenflächen des Saugkanals gereinigt.

Wenn die Ultraschallwelle auf das flüssige Reinigungsmittel übertragen wird, findet sozusagen eine Kavitation statt, wodurch sich die an der Innenfläche des Saugkanals haften gebliebene Materie von demselben ablöst. Anders ausgedrückt ist es wünschenswert, die Ultraschallwelle des Ultraschalloszillators so zu emittieren, dass sich nahe der Innenfläche des Kanals oder Schlauchs des medizinischen Instruments eine Kavitation bildet; mit dem gleichen Ziel soll das flüssige Reinigungsmittel entsprechend in den Reinigunsmittelschlauch 10 eingespeist werden.

Nachdem der Reinigungsmittelschlauch mit eingesetztem Reinigungskatheter in das Ende des Schlauchs oder Kanals des medizinischen Instruments eingebracht wurde, wird er vor und zurückbewegt und dabei gedreht. Dadurch kann die Ultraschallerregung auf die Innenfläche des Saugkanals übertragen werden.

Das Reinigungsgerät kann beispielsweise die Innenfläche folgender medizinischen Instrumente reinigen: die eines Laparoskop-Kanals und von Atemschläuchen, die während der Untersuchung und Behandlung verwendet werden, die Innenfläche am Patienten benutzter und verunreinigter Untersuchungs-/ und Behandlungsutensilien, die Innenfläche bei Operationen benutzter chirurgischer Instrumente, die Innenwände der Instrumente, die bei bakteriellen Untersuchungen benutzt werden, Innenwände verunreinigter Instrumente, die für biologische Experimente benutzt werden, sowie die Innenflächen mechanischer Instrumente, die mit Bakterien oder Viren verunreinigt sind.

Das Reinigungsgerät der dargestellten Erfindung zum Reinigen des Inneren eines Schlauchs oder Kanals eines medizinischen Instruments ist auf oben beschriebene Weise verkörpert und hat nachfolgend beschriebene Wirkungsweisen.

Entsprechend der Methode und dem Gerät der dargestellten Erfindung zur Reinigung des Inneren eines Kanals oder Schlauchs eines medizinischen Instruments, ist es möglich, den Reinigungskatheter mit darauf installiertem Ultraschallerreger in den Kanal oder Schlauch des medizinischen Instruments einzauführen, und den Reinigungskatheter im Kanal oder Schlauch zu bewegen, während vom Ultraschallerreger Ultraschellwellen emittiert werden. Dadurch ist es möglich, die Ultraschallerregung aus nächster Nähe zu der verunreinigten Innenfläche des Kanals oder Schlauchs des medizinischen Instruments auf diese auftreffen zu lassen. Folglich ist es möglich, eine Verunreinigung von der Innenfläche des Kanals oder Schlauchs, an dem sie haften geblieben ist, zu lösen.

Entsprechend dem Ausführungsbeispiel des Apparats ist der Reinigungskatheter am Frontende mit dem Ultraschallerreger ausgestattet. Dadurch ist es möglich, die Ultraschallerregung so auf die verunreinigte Innenfläche des Kanals oder Schlauchs auftreffen zu lassen, dass sie einen weiten Bereich vor dem Reinigungskatheter abdeckt.

Entsprechend einem Ausführungsbeispiel des Apparats ist der Reinigungskatheter auf der Außenfläche mit einem Ultraschallerreger ausgestattet. Folglich wirkt die Ultraschalleerregung aus geringem Abstand und nahezu senkrecht zu der verunreinigten Innenfläche des Kanals oder Schlauchs auf selbige. Dadurch ist es möglich, haften gebliebene Materie verlässlich aus einem Hohlraum oder einer Unebenheit der materiebehafteten Innenflächen des Kanals oder Schlauchs zu lösen.

Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel des Apparats werden sowohl am Frontende des Reinigungskatheters als auch auf den Außenflächen des Reinigungskatheters Ultraschallerreger installiert. Dadurch ist es möglich, die Ultraschallerregung wiederholt aus mehreren Richtungen auf die verunreinigte Innenfläche des Kanals oder Schlauchs auftreffen zu lassen. Somit wird gewährleistet, dass die an der Innenwand des Schlauchs oder Kanals des medizinischen Instruments haften gebliebene Materie sicher von der Innenwand abgelöst wird.

Entsprechend einem Aspekt der Methode der Erfindung kann zusätzlich zu der Ultraschallerregung das Reinigungsmittel im Inneren des engen Kanals ausgestoßen oder abgegeben werden. Infolge dessen ist es möglich, unerwünschte Materie effektiv von der Innenfläche des Kanals oder Schlauchs zu entfernen.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel des Apparats ist der Abstand zwischen dem Reinigungsmittelschlauch und dem Reinigungskatheter entlang des gesamten Umfangs von Reinigungsmittelschlauch und Reinigungskatheter nahezu gleich. Dadurch kann das Reinigungsmittel schnell und gleichmäßig durch den Spalt ausgestoßen werden die gesamte Innenfläche des Kanals oder Schlauchs reinwaschen.


Anspruch[de]
  1. Eine Reinigungsvorrichtung (1) zum Reinigen einer Innenseite eines Durchgangs bzw. Kanals (12) eines medizinischen Instruments, wobei die Reinigungsvorrichtung umfasst:

    ein Reinigungskatheter (2) angepasst zum Einführen in den Kanal (12) und einen Ultraschall-Vibrator, der dazu angepasst ist, durch einen Ultraschall-Oszillator (8) betrieben zu werden,

    ein Rohr (10) zum Zuführen von Reinigungsflüssigkeit zum Ausstoßen einer Reinigungsflüssigkeit, so angepasst, dass die Reinigungsflüssigkeit von einem Behälter (14) zum Bevorraten einer Reinigungsflüssigkeit mittels einer Pumpe (16) zugeführt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit das Reinigungskatheter (2) umschließt, wobei der Ultraschall-Vibrator zu dem Kanal hin bloß liegt und wobei ein Zwischenraum zwischen dem Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit und dem Reinigungskatheter (2) gebildet wird,

    und dadurch dass der Zwischenraum so angepasst ist, dass die Reinigungsflüssigkeit radial und gleichförmig bzw. gleichmäßig ausgestoßen werden kann.
  2. Die Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Zwischenraum um den gesamten Umkreis des Rohrs (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit und dem des Reinigungskatheters (2) herum nahezu gleichförmig ist.
  3. Die Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Reinigungskatheter (2) koaxial mit dem Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit ist.
  4. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorderseite des Reinigungskatheters (2) über das vordere Ende des Rohrs (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit hinausragt.
  5. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit eine Vielzahl von Rippen (10) umfasst, wobei sich die Rippen von einer inneren Oberfläche des Rohrs in Richtung zu dessen Mitte hin erstrecken, um einen Abstand zwischen dem Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit und dem Reinigungskatheter (2) zu ermöglichen, wobei der Abstand entlang eines gesamten Umfangs dazwischen nahezu gleichförmig ist.
  6. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Ultraschall-Vibrator (4) an einem vorderen Ende des Katheters (2) bereitgestellt ist.
  7. Die Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 6, wobei der Ultraschall-Vibrator (4) das vordere Ende einer Katheterröhre (21) des Reinigungskatheters (2) verschließt.
  8. Die Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, wobei der Ultraschall-Vibrator (4) am vorderen Ende des Reinigungskatheters (2) ferner ein Schwingungsrichtungs-Umwandlungs-Element (23) an einer Oszillationsoberfläche des Vibrators (4) zum Umwandeln einer longitudinalen Schwingung in eine radiale Schwingung umfasst.
  9. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Ultraschall-Vibrator (5) an einer Umfangsfläche des Katheters (2) bereitgestellt ist.
  10. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reinigungskatheter eine Vielzahl von Ultraschall-Vibratoren umfasst, und wobei ein erster Ultraschall-Oszillator (4) an einem vorderen Ende des Katheters (2) und ein zweiter Ultraschall-Vibrator (5) an einer Umfangsfläche des Katheters (2) bereitgestellt ist.
  11. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reinigungskatheter (2) auf seiner Umfangsfläche eine Vielzahl von Ultraschall-Vibratoren (5) umfasst, die in einer Vielzahl von jeweils aus einer Vielzahl von Vibratoren (5) bestehenden Reihen angeordnet sind.
  12. Die Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 11, wobei jeder der Vibratoren (5) einer zweiten Reihe auf einer axial zwischen den Vibratoren einer benachbarten ersten Reihe gezogenen Erstreckung bzw. Verlängerung angeordnet ist.
  13. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend einen Behälter (14) zum Bevorraten einer Reinigungsflüssigkeit und eine Pumpe (16) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit.
  14. Die Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend eine Ultraschall-Oszillator-Vorrichtung (8), die elektrisch mit dem einen Ultraschall-Vibrator oder mehreren Ultraschall-Vibratoren (4, 5) zum Betreiben der letzteren verbunden ist.
  15. Ein Verfahren zum Reinigen einer Innenseite einer Durchführung bzw. eines Kanals (12) eines medizinischen Instruments, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

    Einführen eines Teils einer Reinigungsvorrichtung (1) in den Kanal des medizinischen Instruments, wobei die Reinigungsvorrichtung (1) ein Reinigungskatheter (2) mit einem Ultraschall-Vibrator (4, 5), ein das Reinigungskatheter (2) umringendes Rohr (10) zum Zuführen einer Reinigungsflüssigkeit umfasst, wobei der Ultraschall-Vibrator (4, 5) zu dem Kanal (12) hin bloß liegend ist und ein Zwischenraum zwischen dem Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit und dem Reinigungskatheter (2) gebildet ist, und wobei der eingeführte Teil der Reinigungsvorrichtung den Ultraschall-Vibrator und den Zwischenraum umfasst;

    Ausstoßen von Reinigungsflüssigkeit radial und gleichförmig bzw. gleichmäßig aus dem entsprechend angepassten Zwischenraum zwischen dem Reinigungskatheter (2) und dem Rohr (10) zum Zuführen der Reinigungsflüssigkeit; und

    Betreiben des Ultraschall-Vibrators (4, 5), um zu bewirken, dass Ultraschallschwingungen auf die Innenseite des Kanals auftreffen,

    wodurch ungewünschtes Material von einer inneren Oberfläche des Kanals durch die Ultraschallschwingungen abgesondert und mittels der Reinigungsflüssigkeit durch den Kanal transportiert wird.
  16. Das Verfahren nach Anspruch 15, wobei die Reinigungsflüssigkeit als ein Medium zum Übertragen der Schwingungen des Ultraschall-Vibrators (4, 5) auf die innere Oberfläche des Kanals (12) wirkt.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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