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Dokumentenidentifikation DE60303082T2 31.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001374674
Titel Vorrichtung zur Behandlung eines Hinterbeines eines vierbeinigen Tieres
Anmelder Wopa B.V., Harreveld, NL
Erfinder Wopereis, Johannes Wilhelmus Antonius, 7135 JV Harreveld, NL
Vertreter König Szynka Tilmann von Renesse, 40549 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60303082
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.06.2003
EP-Aktenzeichen 030768816
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2004
EP date of grant 04.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.2006
IPC-Hauptklasse A01L 13/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61D 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung eines Hinterbeins eines vierbeinigen Tieres, insbesondere einer Kuh, wobei die Vorrichtung Haltemittel zum Festhalten des Tieres aufweist und die Haltemittel ein Rückhalteelement aufweisen, das sich während der Benutzung zumindest hinter das zu behandelnde Hinterbein des Tieres erstreckt, sofern sich dieses in einer Standposition befindet, wobei die Vorrichtung Hebemittel aufweist, um das Hinterbein zur Behandlung von der Standposition in eine erhobene Position und andersherum zu bringen.

Solche eine Vorrichtung ist aus DE-U-29713038 bekannt. Die Vorrichtung dient zum Pflegen eines Hinterbeins des Tiers, während das Hinterbein zur Behandlung in einer erhobenen Position ist. Mit der Vorrichtung kann insbesondere eine Klaue oder ein Huf des zu behandelnden Hinterbeins auf Krankheiten und/oder andere Leiden untersucht werden. Bekannte Rinderkrankheiten eines Hinterhufs sind interdigitale Dermatitis, Hufentzündung und die Mortellaro-Krankheit. Um solchen Krankheiten oder Leiden vorzubeugen oder sie zu heilen, kann dem Huf zum Beispiel eine Hufpflege angediehen werden lassen, welche das Zuschneiden des Hufs auf eine Länge, Wegschneiden einer Tragfläche unterhalb des Hufs und/oder eine andere Form von Beschlag umfassen.

Während der Benutzung der bekannten Vorrichtung wird das Tier durch Haltemittel zumindest in einer Position festgehalten, in welcher beide Hinterbeine in einer Standposition sind. Die Vorderbeine des Tieres können ebenfalls in einer Standposition sein, aber sie können jeweils auch in einer anderen Position sein, wie beispielsweise einer knienden Position. Mithilfe der Hebemittel wird das zu behandelnde Hinterbein zur Behandlung auf eine einfache Art und Weise von der Standposition in einer erhobene Position gebracht, derart dass die zuvor erwähnte Untersuchung, Pflege und/oder Behandlung des Hinterbeins, insbesondere des Hinterbeinhufs, durchgeführt werden kann. Nach der Behandlung dieses Hinterbeins wird das Bein in seine Standposition zurückgeführt. Dann kann zum Beispiel das andere Hinterbein mithilfe der Hebemittel zur Behandlung in eine erhobene Position gebracht werden, um auf eine ähnliche Weise gepflegt zu werden.

Das Rückhalteelement erstreckt sich zumindest hinter das zu behandelnde Bein des Tieres, sofern sich dieses in einer Standposition befindet. Demnach verhindert das Rückhalteelement, dass sich das Tier rückwärts bewegt, wenn sich dieses Bein in einer Standposition befindet, und trägt daher zum Festhalten des Tieres bei. Außerdem kann das Rückhalteelement zumindest das zu behandelnde Hinterbeins des Tieres am Ausschlagen nach hinten hindern, was zum Beispiel die Sicherheit eines Tierpflegers hinter dem Tier erhöht. DE-U-2971308 offenbart ein Rückhalteelement in der Form eines quer verlaufenden Rohres 12, von welchem die Höhe eingestellt werden kann und von welchem die Höhe nach dem Einstellen durch Stifte fixiert wird.

Aus der Praxis ist ein Rückhalteelement bekannt, das als eine Kette ausgeführt ist, die sich an beiden Hinterbeinen des Tieres entlang erstreckt. Ein Vorteil einer Kette ist, dass damit Tiere verschiedener Größen, insbesondere mit verschiedenen Beinlängen, festgehalten werden können. Während der Benutzung werden die Enden der Kette an beiden Seiten des Tieres befestigt. Die Kette wird dann verhältnismäßig fest gegen die Hinterbeine des Tieres gezogen, derart dass das Tier durch die Kette verhältnismäßig fest zurückgehalten werden kann. Anschließend wird während des Hebens des zu behandelnden Hinterbeins ein Teil der Kette nach oben mitgenommen.

Es ist zu erwähnen, dass aus der Praxis auch die Benutzung eines unbeweglichen horizontalen Rohres bekannt ist, das sich hinter dem Tier erstreckt, um das Tier auf der Rückseite zurückzuhalten. Das bekannte Rohr erstreckt sich jedoch nicht hinter den Hinterbeinen, derart dass zum Beispiel die Sicherheit eines Tierpflegers, der hinter dem Tier steht, durch dieses Rohr nicht gewährleistet werden kann.

Ein Nachteil des Benutzens der Kette, die auf beiden Seiten befestigt und verhältnismäßig fest gezogen wird, ist, dass beim Anheben des einen Hinterbeins, was oft mit einem Hebezug oder derartigen mechanischen Hebemitteln erfolgt, ein anderer Teil der Kette eine teilweise vertikalen Verschiebung in der Richtung des zu behandelnden Hinterbeins erfährt, was dazu führt, dass beide Hinterbeine abgeklemmt werden. Ein zusätzlicher Nachteil der Kette ist, dass damit das zu behandelnde Hinterbein nicht oder kaum stabil in der Behandlungsposition fixiert werden kann, was die Pflege dieses Beins kompliziert.

Die Erfindung beabsichtigt, die Nachteile der bekannten Vorrichtung bei Aufrechterhalten ihrer Vorteile zu vermeiden. Konkret beabsichtigt die Erfindung eine Vorrichtung, welche zur Behandlung von Beinen verschiedener Tiere mit zumindest verschiedenen Beinlängen geeignet ist, während die Hinterbeine des Tieres durch das Rückhaltelement nicht abgeklemmt werden, wenn das eine Hinterbein in die Position für die Behandlung gebracht wird.

Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung, wie in Anspruch 1 definiert, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest während der Benutzung der Hebemittel, mit denen das Hinterbein von der einen in die andere Position gebracht wird, das Rückhalteelement so angeordnet ist, dass das Rückhalteelement ausschließlich im Wesentlichen vertikal bewegt werden, und die Haltemittel Mittel aufweisen, die dafür vorgesehen sind, einer nach oben gerichteten Bewegung des Rückhalteelements durch eine auf dieses Element wirkende, im Wesentlichen nach unten gerichtete Kraft entgegenzuwirken.

Daher kann sich das Rückhalteelement während der Benutzung zusammen mit dem zu behandelnden Hinterbein im Wesentlichen vertikal bewegen. Wenn sich das Rückhalteelement hinter beiden Hinterbeinen erstreckt, wird demnach verhindert, dass die Hinterbeine durch dieses Element abgeklemmt werden. Außerdem kann dieses Rückhalteelement eine sehr konstante Rückhaltekraft auf das Tier ausüben. Die im Wesentlichen vertikale Richtung kann einen Winkel mit einer vertikalen Ebene umfassen. Das Element kann während der Benutzung zum Beispiel in einer leicht geneigten Richtung vom Tier weg nach oben bewegt werden. Auf diese Weise kann zum Beispiel eine besondere Form der Rückseite des Tieres berücksichtigt werden, derart dass verhindert wird, dass sich das Rückhaltelement bei der Aufwärtsbewegung gegen einen Teil der Rückseite eines Tieres, zum Beispiel ein vorstehenden Hinterteil, verhakt. Natürlich hängt dies von der Größe des Tieres, zumindest der Rückseite des Tieres, wie beispielsweise des Hinterteils, ab.

Die Vorrichtung ist besonders zur Behandlung von Tieren mit Beinen verschiedener Längen geeignet, da während des Anhebens eines Hinterbeins zumindest die Höhenposition des Rückhalteelements einfach auf die Länge des Beins eingestellt werden kann, indem es zumindest während der Benutzung der Hebemittel im Wesentlichen vertikal bewegt werden kann.

Wenn außerdem das zu behandelnde Hinterbein in der erhobenen Position ist, kann das Rückhalteelement in eine Höhe gebracht werden, welche auf die Höhenabmessungen des Tieres eingestellt ist, derart dass das Rückhalteelement eine gute wirksame Rückhaltekraft auf einen verhältnismäßig festen Teil des Tieres, zum Beispiel das Hüftgelenk der Kuh, ausüben kann. Demnach kann verhindert werden, dass das Rückhaltelement gegen einen schwachen Teil des Tieres wie beispielsweise ein Sprunggelenk des Hinterbeins, anliegt, wenn das zu behandelnde Bein in der Position für die Behandlung ist.

Das Rückhaltelement übt eine im Wesentlichen nach unten gerichtete Klemmkraft auf das zu behandelnde Hinterbein aus, nachdem dieses Bein durch die Hebemittel in die erhobene Position gebracht wurde, um dadurch das Rückhalteelement über eine Distanz nach oben mitzunehmen. Durch eine Kombination der Klemmkraft und der Hebekraft, welche durch das Rückhalteelement beziehungsweise die Hebemittel ausgeübt werden, wird das Hinterbein verhältnismäßig fest und sehr stabil in der Position für die Behandlung festgehalten, derart dass eine Untersuchung und/oder Pflege des Hinterbeins, insbesondere seines Hufs, leicht und sicher durchgeführt werden können.

Ein zusätzlicher Vorteil der zuvor erwähnten Mittel ist, dass, wenn das Hinterbein dermaßen erhoben wird, dass sich das Bein von einer Rückseite des Tieres in einer nach oben geneigten Richtung erstreckt, das sich Rückhalteelement unter dem Einfluss der im Wesentlichen nach unten gerichteten Kraft entlang des Hinterbeins wieder bis zu einer besonders stabilen Position gegen die Rückseite des Tieres nach unten bewegen kann. In dieser Position kann das Rückhalteelement eine wirksame Rückhaltekraft auf die Rückseite des Tieres ausüben, um das Tier zurückzuhalten.

Darüber hinaus kann das Rückhalteelement durch die im Wesentlichen nach unten gerichtete Kraft der zuvor erwähnten Mittel nach Beendigung der Behandlung auf eine verhältnismäßig einfache Art und Weise von der nach oben bewegten Position in eine Anfangsposition zurückgeführt werden, zumindest wenn das zu behandelnde Hinterbein von der Position für die Behandlung in die Standposition zurückbewegt wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Rückhaltelement so ausgeführt, dass das Rückhalteelement mit relativ geringer Reibung am Hinterbein des Tieres entlang bewegt werden kann.

Demnach kann sich das Rückhalteelement auf eine einfache Art und Weise am Hinterbein des Tieres entlang bewegen, wenn dieses Bein nach oben oder nach unten bewegt wird. Daher kann dieser Vorgang verhältnismäßig schnell durchgeführt werden, während die Gefahr, dass das Rückhalteelement das Hinterbein verletzt, verhältnismäßig gering ist. Zu diesem Zweck kann das Rückhalteelement mit zumindest einem Rollelement versehen sein, derart dass während der Benutzung das Rückhalteelement über das Bein rollen kann.

Gemäß einer weiteren Ausarbeitung der Erfindung ist das Rückhalteelement so ausgeführt, dass es sich während der Benutzung hinter beiden Beinen des Tieres erstreckt.

Dieses Rückhalteelement kann das Tier gegen beide Hinterbeine zurückhalten, wenn sich die Beine in der Standposition befinden. Dann kann eines der Hinterbeine von dieser Position in die Position für die Behandlung zur Untersuchung und/oder Pflege gebracht werden. Da das Rückhalteelement ausschließlich zu einer Bewegung in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung ausgelegt ist, wird verhindert, dass die Hinterbeine abgeklemmt werden.

Weitere Ausarbeitungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen beschrieben. Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf eine beispielhafte Ausführungsform und die Zeichnung erläutert, wobei:

1 eine schematisch dargestellte perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, wobei das Rückhalteelement in einer Löseposition ist;

2 zeigt eine ähnliche Ansicht wie 1, wobei das Rückhalteelement in einer unteren Rückhalteposition ist; und

3 zeigt eine ähnliche Ansicht wie in 2 dargestellt, wobei das Rückhalteelement in einer oberen Rückhalteposition ist.

Die Figuren zeigen einen relevanten Teil der Vorrichtung zum Behandeln der Hinterbeine 1, 2 eines vierbeinigen Tieres K, insbesondere einer Kuh. In den Figuren ist dargestellt, wie die Vorrichtung zum Pflegen des linken Hinterbeins 1 des Tieres K benutzt wird. Auf entsprechende Weise ist die Vorrichtung zum Behandeln des rechten Hinterbeins 2 des Tieres K geeignet. Der Klarheit der Zeichnung halber sind in den Figuren nur eine Rahmenrückseite 10 Vorrichtung und eine Rückseite des Tieres K dargestellt.

Die Vorrichtung ist mit Haltemitteln zum Festhalten des Tieres K in einer Standposition versehen. Die Haltemittel sind mit einem Rückhalteelement 3 versehen, wobei das Tier mit dem Element 3 an der Rückseite zurückgehalten werden kann. Außerdem können die Haltemittel zum Beispiel mit Mitteln (nicht dargestellt) zum Festhalten des Tieres an der Vorderseite versehen sein, wie beispielsweise einer Halskette, die auf dem oder gegen das Tier vorgesehen ist, einer Querstange, einem Rückhalteriemen und/oder zwei Stangen, die so angeordnet sind, dass sie zueinander hin und von einander weg bewegt werden können und sich in vertikaler Richtung erstrecken, womit der Hals oder Nacken des Tieres eingeklemmt werden kann.

Wie in 1 dargestellt, ist das Rückhalteelement 3 als ein U-förmiger Haltebügel ausgeführt, der mit einer Querstange 3a mit Seitenarmen 3b, sie sich in rechten Winkeln dazu erstrecken, versehen ist. Die Seitenarme 3b erstrecken sich teleskopisch in rohrförmigen Schwenkarmen 6. Diese Schwenkarme 6 sind mit einer Drehachse 4 verbunden, wobei die Achse mit einer oberen Seite einer schematisch dargestellten Rahmenrückseite 10 der Vorrichtung drehbar verbunden ist. Durch Drehen der Drehachse 4 schwenken die Schwenkarme 6 derart, dass das Rückhalteelement 3 von einer Löseposition in eine Rückhalteposition und andersherum bewegt werden kann. Die Schwenkarme 6 können mithilfe eines Elements 7 betätigt werden. Das Element 7 kann zum Beispiel eine hydraulisch betriebene Kolbenzylinderanordnung oder einen Hebel, der von Hand betätigt werden kann, umfassen.

1 und 2 stellen das Rückhalteelement 3 in der Löse- beziehungsweise in der Rückhalteposition dar. In der Löseposition des Rückhalteelements 3, die in 1 dargestellt ist, kann sich das Tier K zumindest über die Rahmenrückseite 10, die der Figur dargestellt ist, unterhalb des Rückhalteelements 3 in die Vorrichtung bewegen. In der Rückhalteposition des Rückhalteelements, die in 2 dargestellt ist, erstreckt sich eine Querstange 3a dieses Elements an beiden Hinterbeinen 1, 2 des Tieres K entlang, derart dass das Element 3 verhindert, dass sich das Tier rückwärts bewegt.

Wie in 2 und 3 dargestellt, sind die Schwenkarme 6 mit Federn 8 versehen, die so ausgeführt sind, dass sie verhindern, dass sich die Seitenarme 3b des Haltebügels 3 in der Richtung der Drehachse 4 verschieben. 3 zeigt dar, dass die Vorrichtung mit einem Zugseil 5 versehen ist, welche als ein Hebemittel zum Anheben des Hinterbeins 1 zur Pflege davon dient. Das Zugseil 5 kann zum Beispiel mit einem Hebezug oder einer Winde verbunden sein.

Während der Benutzung der Vorrichtung wird zuerst das Tier K in die Vorrichtung gebracht. Der Haltebügel 3 ist dann in der Löseposition, wie in 1 dargestellt. Dann wird der Haltebügel 3 in die Rückhalteposition gebracht, während er sich zum Zurückhalten des Tieres K an der Rückseite hinter den beiden Hinterbeinen 1, 2 des Tieres K erstreckt. Daraufhin wird bei Benutzen des Zugseils 5 das zu behandelnde Hinterbein von der Standposition, die in 2 dargestellt ist, in die erhobene Position zur Behandlung, die in 3 dargestellt ist, gebracht. Der Haltebügel 3 wird dann durch das linke Hinterbein 1 gegen die Federwirkung der Feder 8 nach oben mitgenommen.

Wie in 3 dargestellt, wird das Bein 1 dermaßen angehoben, dass sich das Bein 1 von einer Rückseite des Tieres K in einer nach oben geneigten Richtung erstreckt. Die Federmittel 8 bewirken, dass sich der Rückhaltebügel 3 unter dem Einfluss einer im Wesentlichen nach unten gerichteten Federkraft am Hinterbein 1 entlang in eine besonders stabile Position gegen eine Rückseite des Tieres K wieder nach unten bewegt. In dieser Position kann das Rückhalteelement eine wirksame Rückhaltekraft auf die Rückseite des Tieres K ausüben, um das Tier K festzuhalten. Außerdem liegt der Rückhaltebügel 3 in der Nähe des anderen Hinterbeins 2 gegen das Tier K an, derart dass der Haltebügel 3 auch in dieser Stelle eine Rückhaltekraft auf das Tier ausüben kann. Vorzugsweise ist der Haltebügel 3 so ausgeführt, dass er mit relativ geringer Reibung an einem Hinterbein 1, 2 des Tieres entlang bewegt werden kann. Das Zurückbewegen entlang des Beins kann daher verhältnismäßig einfach geschehen, insbesondere durch es selbst.

Darüber hinaus ist die rückwirkende Kraft der Federmittel 8 äußerst vorteilhaft, da sie dazu führt, dass der Haltebügel 3 eine Klemmkraft auf das Hinterbein 1 des Tieres K ausübt, derart dass dieses Hinterbein 1 in der gewünschten Position für die Behandlung auf eine sehr stabile Art und Weise zurückgehalten werden kann. In 3 ist deutlich zu erkennen, dass unter dem Einfluss des Kräftezusammenspiels die Querstange 3a automatisch in der Gelenkpfanne des Hüftgelenks des Tieres zu liegen kommt, wo sie eine stabile Position findet, welche sicherstellt, dass das Tier gut eingeklemmt ist.

Es versteht sich von selbst, dass die Erfindung nicht auf die beschriebene beispielhafte Ausführungsform beschränkt ist. Es sind verschiedene Modifikationen innerhalb des Rahmens der Erfindung, der durch die folgenden Ansprüche abgegrenzt wird, möglich.

Zum Beispiel kann das Rückhalteelement aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, zum Beispiel aus Metall, Holz, Kunststoff, Glasfaser und/oder einer Kombination dieser oder anderer Materialien. Außerdem kann das Rückhalteelement auf verschiedene Arten und Weisen geformt sein, zum Beispiel gerade, gekrümmt, massiv, hohl oder in Kombinationen davon. Darüber hinaus kann das Rückhalteelement innerhalb des Rahmens der Erfindung so ausgeführt sein, dass es zum Teil flexibel ist, eine Kette umfasst oder dergleichen. Die Vorrichtung kann ferner mit einer Anzahl von Rückhalteelementen versehen sein, welche eine Rückhaltekraft auf eines oder beide der Hinterbeine des Tieres ausüben können. Es ist zum Beispiel möglich, dass für jedes Hinterbein ein getrenntes Rückhalteelement 3 verfügbar ist.

Außerdem kann die Vorrichtung zum Beispiel mit einem Rahmen versehen sein, der zum Unterbringen des Tieres während der Behandlung des Hinterbeins ausgelegt ist, während die Rückhaltemittel mit dem Rahmen verbunden sind. Der Rahmen kann ferner eine Kastenstallbox oder dergleichen umfassen. Der Rahmen kann so ausgeführt sein, dass er bewegt werden kann, insbesondere auf Rädern.

Ferner können die Hebemittel der Vorrichtung auf verschiedene Arten und Weisen ausgeführt sein, zum Beispiel als ein Seil, Aufzugsmittel, Hebezugmittel oder andere Mittel, die zu diesem Zweck geeignet sind.

Außerdem kann die Vorrichtung ganz oder teilweise eine motorisierte Konstruktion sein. Die Vorrichtung kann zum Beispiel mit hydraulisch angetriebenen Hebemitteln, Haltemitteln und dergleichen versehen sein. Die Feder 8 kann als Gasfeder ausgeführt sein, deren Federkraft wahlweise einstellbar sein kann.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Behandlung eines Hinterbeins (1, 2) eines vierbeinigen Tieres, insbesondere einer Kuh, wobei die Vorrichtung Haltemittel zum Festhalten des Tieres aufweist und die Haltemittel ein Rückhalteelement (3) aufweisen, das sich während der Benutzung zumindest hinter das zu behandelnde Hinterbein des Tieres erstreckt, sofern sich dieses in der Standposition befindet, wobei die Vorrichtung Hebemittel (5) aufweist, um das Hinterbein zur Behandlung von der Standposition in eine erhobene Position und andersherum zu bringen, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement (3), zumindest während der Verwendung der Hebemittel (5), mit denen das Hinterbein von der einen in die andere Position gebracht wird, derart angeordnet ist, dass das Rückhalteelement (3) ausschließlich im wesentlichen vertikal bewegt werden kann und die Haltemittel (3) Mittel (8) aufweisen, die dafür vorgesehen sind, einer nach oben gerichteten Bewegung des Rückhalteelements (3) durch eine auf dieses Element (3) wirkende, im wesentlichen nach unten gerichtete Kraft entgegen zu wirken.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Mittel ein Federmittel (8) umfassen.
  3. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement (3) derart angeordnet ist, dass das Element (3) während der Benutzung in einer leicht geneigten Richtung nach oben von dem Tier wegbewegt werden kann.
  4. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement (3) so ausgeführt ist, dass dieses mit relativ geringer Reibung an dem Hinterbein des Tieres entlang bewegt werden kann.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, lass das Rückhalteelement (3) mindestens ein Rollelement aufweist, so dass das Rückhalteelement (3) während der Benutzung über das Bein rollen kann.
  6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement ein Element in Form einer Stange (3) aufweist.
  7. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltemittel so ausgeführt sind, dass das Rückhalteelement (3) von einer Halteposition in eine Löseposition und andersherum gebracht werden kann, wobei sich das Rückhalteelement (3) in der Rückhalte- und Löseposition entsprechend hinter das zu behandelnde Bein des Tieres erstreckt oder nicht erstreckt.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltemittel (3) mindestens einen Schwenkarm (6) aufweisen, mit dem das Rückhalteelement (3) verbunden ist, so dass das Rückhalteelement (3) durch das Schwenken des mindestens einen Schwenkarms (6) von der Rückhalteposition in die Löseposition und andersherum bewegt werden kann.
  9. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückhalteelement (3) so ausgeführt ist, dass sich dieses während der Benutzung hinter beide Hinterbeine (1, 2) des Tieres erstreckt.
  10. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Rahmen zur Aufnahme des Tieres während der Behandlung des Hinterbeins aufweist, wobei die Rückhaltemittel (3) mit dem Rahmen verbunden sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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