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Dokumentenidentifikation DE69929014T2 31.08.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000992212
Titel Vorrichtung zur Dekontamination mit rechnergesteuerter Verfolgung flexibler Endoskope
Anmelder Medinorme S.A.R.L., La Seyne sur Mer, FR
Erfinder Iffrig, Gerard, 83500 La Seyne sur Mer, FR
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69929014
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 30.09.1999
EP-Aktenzeichen 994300242
EP-Offenlegungsdatum 12.04.2000
EP date of grant 21.12.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.08.2006
IPC-Hauptklasse A61B 1/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61L 2/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A61L 2/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen Labortisch zur Dekontamination flexibler Endoskope.

Sie betrifft industrielle Anlagen, die im Allgemeinen für den Arbeitsbereich Krankenhaus bestimmt sind. Ihr Ziel ist es, eine vollständige und zuverlässige Antwort auf die spezifischen Probleme zu geben, die mit der Dekontamination und Desinfektion flexibler Fibroskope, Videoendoskope oder Echoendoskope aller Art (Gastroskope, Koloskope, Duodenoskope, Bronchoskope, Zystoskope usw.) verbunden sind.

Um die Übertragung einer exogenen Infektion durch Einbringung von Fremdkeimen in den Patienten während einer Endoskopie zu vermeiden, sieht die geltende Gesetzgebung (unter anderem der Runderlass DGS/DH Nr. 236 vom 02. April 1996) mehrere Protokolle für die Behandlung von Endoskopen vor: Ein langes Protokoll mit allen Schritten, das nach jeder Endoskopie ausgefüllt werden muss, ein kurzes Protokoll über die Sauberkeit eines Endoskops, wenn die letzte Desinfektion länger als zwölf Stunden her ist (Infektionsrisiko durch die Luft), und ein spezielles Protokoll, wenn die letzte Desinfektion mehr als sechzehn Stunden zurückliegt (Gefahr der Sporenbildung).

Das lange Protokoll sieht acht Schritte vor:

  • 1) Vorbehandlung. Sie erfolgt einzig und allein von Hand und umfasst das Abtrocknen mit Kompressen, um die sichtbaren Verunreinigungen zu entfernen, das Absaugen der Kanäle sowie einen Spülvorgang. Im Allgemeinen findet sie im Untersuchungsbereich statt.
  • 2) Reinigung. Es handelt sich um eine Handwäsche, zu der eine Abbürstung des äußeren Endes, aller Winkel und Vertiefungen des Endoskops sowie eine sorgfältige Reinigung aller Kanäle gehören, bei der diese auf Verstopfung geprüft werden.
  • 3) Dichtheitsprüfung. Muss schon beim ersten Eintauchen durch Einblasen von Luft – nicht mehr als 0,3 Bar Druck – in das Endoskop durchgeführt werden, um den distalen Kanal aufzublasen. Das Endoskop wird in Wasser eingetaucht und gemäß den Empfehlungen des Herstellers gehandhabt. Eine aufmerksame Beobachtung während des vorgeschriebenen Zeitraums ermöglicht es, Blasen und sogar Mikroblasen festzustellen, die auf Undichtheit hinweisen.
  • 4) Dekontamination. Das Endoskop muss in eine Reinigungslösung eingetaucht werden, die mit Wasser aus dem Netz verdünnt wurde. Diese Lösung muss in alle Öffnungen der Kanäle des Endoskops fließen und für jede Anwendung erneuert werden.
  • 5) Spülung. Durch die Spülung sollen zurückgebliebene organische Materialien und sämtliche Rückstände des Reinigungsmittels beseitigt werden, die sich mit dem später eingesetzten Desinfektionsmittel überlagern könnten. Für diesen ausgiebigen Spülvorgang unter dem Hahn genügt Wasser aus dem Netz.
  • 6) Desinfektion. Muss durch zwanzigminütiges Tränken in einem hermetisch verschlossenen Becken erfolgen, und zwar durch Eintauchen und Tränken in einer Lösung aus Kaltwasser aus dem Netz und einem keim-, pilz- und virentötenden Desinfektionsmittel ohne reinigende Wirkung wie beispielweise die zweiprozentige Glutaraldehydlösung.
  • 7) Endspülung. Sie muss ausgiebig sein und für die Lungen-Bronchoskopie mit Wasser, das durch eine sterilisierende Membran mit nachgewiesener Qualität gefiltert wurde, oder für die nicht-interventionelle obere und untere Verdauungsendoskopie mit Wasser aus dem Netz durchgeführt werden.
  • 8) Trocknung. Wird das Endoskop nicht sofort benutzt, muss es an medizinischer Luft getrocknet und vor jeder mikrobiellen Kontaminationsquelle geschützt an einem sauberen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Die anderen Protokolle verwenden nur einen Teil dieser Schritte, und zwar mit Parametern, die mitunter länger dauern.

Ohne jede Möglichkeit, zu überprüfen, ob die verschiedenen Schritte (und insbesondere die Schritte 2 bis 8) wirklich unter den erforderlichen Bedingungen durchgeführt wurden, werden Endoskope bis heute oft weniger gewissenhaft behandelt.

Meist wird die Dichtheitsprüfung mittels eines Prüfgerätes durchgeführt, das den Luftdruck durch einen Handball sicherstellt, der mit einem mit dem Endoskop verbundenen Schlauch ausgestattet ist. Mit Hilfe eines Manometers wird visuell darauf geachtet, dass der Druck nicht zu hoch steigt.

Die heutigen Labortische verwenden für die Dekontamination im Allgemeinen Niederdruckpumpen, deren innere Desinfektion zu Problemen führt, die keinen Erfolg garantieren können. Die Spülung erfolgt mit derselben Pumpe. Das Endoskop wird in ein mit Leitungswasser gefülltes Becken gelegt, ohne von der Pumpe getrennt zu werden.

Die Spülung findet im geschlossenen Kreislauf statt, das heißt mit Wasser aus dem Becken, in dem die Reste des Dekontaminationsmittels aufgelöst sind, die trotz des Ablasses sowohl in den Schläuchen, im Pumpenkörper, in den Kanälen als auch auf der gesamten äußeren Partie des Endoskops enthalten sind.

Die Desinfektion ist mit dem Problem der giftigen Dämpfe des eingesetzten Mittels eng verbunden. Die Lebensdauer des Desinfektionsmittels hängt sowohl von der Anzahl der behandelten Geräte, seinem Neutralisationspotenzial, das durch jede Behandlung angegriffen wird, als auch von der Zeit im Desinfektionsbecken ab. Die heutigen Labortische verwenden Niederdruckpumpen, die an die Kanäle des Endoskops angeschlossen sind. Die giftigen Dämpfe werden durch die Öffnungen angesaugt, die sich oben am Becken unter einer lichtundurchlässigen Verschlussabdeckung befinden und zu Leitungen führen, die mit Aktivkohle gefüllt sind. Anschließend wird die Luft ohne weitere Behandlung nach außen abgegeben. Die Reinigung dieser Öffnungen ist schwierig. Die Erneuerung der Kohlepatronen ist nicht leicht und zufallsbedingt, was dazu führt, dass sie oft über ihre Wirkzeit hinaus verwendet werden. Bei vielen Labortischen ist das Desinfektionsbecken nicht hermetisch. Das Endoskop wird in die Desinfektionslösung eingetaucht und der Betrieb der Pumpe wird mit einem manuellen Zeitmesser kontrolliert. Die Dauer der Behandlung, die dennoch grundlegend ist, da der Hepatitisvirus, die Mykobakterien und der Schimmel erst nach 20 Minuten beseitigt sind, ist im Falle einer unabsichtlichen falschen Handhabung des Zeitmessers oder des festen Wunsches, Zeit zu gewinnen, nicht absolut sichergestellt. Die Erneuerung der Desinfektionsflüssigkeit erfolgt ohne genaue Aufschlüsselung der Anzahl der durchgeführten Behandlungen. Die Informationen der Hersteller hinsichtlich der Wirkzeiten ihres Produkts sind zu vage, als dass man sie zur Verantwortung ziehen könnte.

Bei den heutigen Labortischen wird das Endoskop am Ende der Desinfektionszeit aus dem Bad genommen und in ein leeres Becken für die Endspülung gelegt, ohne den Anschluss an die Niederdruckpumpe zu trennen. Wie bei der ersten Spülung wird das Endoskop durch Ansaugen von Luft gesäubert. Anschließend wird das Becken mit gefiltertem Wasser gefüllt. Die Filterung erfolgt im geschlossenen Kreislauf, und zwar mit Wasser aus dem Becken, in dem die Reste des Dekontaminationsmittels aufgelöst sind. Die Trocknung geschieht durch einen von Hand betätigten Abblashahn, der über einen Schlauch an einen medizinischen Lufteinlass angeschlossen ist. Der Druck der Luft beseitigt die Feuchtigkeit aus den Vertiefungen des Endoskops, das anschließend mit sterilen Kompressen getrocknet wird.

Das Ziel der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Labortisches zur Dekontamination von Endoskopen, der effektiver und praktischer als die auf dem Markt befindlichen Labortische und mit Elementen ausgestattet ist, die eine Installation optionaler Module ermöglichen, um sich auf die Entwicklung der immer strengeren Vorschriften für die Krankenhaushygiene und die Vorbeugung nosokomialer Krankheiten einzustellen. Mit diesen Modulen kann einerseits eine immer höhere mikrobiologische Qualität sichergestellt und andererseits auf die immer größer werdenden Besorgnisse von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen reagiert werden – Besorgnisse hinsichtlich der Rückverfolgbarkeit (Kontrollen und Beweise bei Infragestellungen), des Schutzes des Personals (Hautprobleme und Kopfschmerzen aufgrund des Kontakts und der Dämpfe des Glutaraldehyds, das für die Desinfektion verwendet wurde) sowie des Umweltschutzes (Abführung von verunreinigtem Wasser und mit schädlichen Dämpfen verunreinigter Luft). Die beanspruchte Vorrichtung garantiert eine Rückverfolgbarkeit der Arbeitsgänge, eine große Genauigkeit und somit eine höhere Sicherheit der Desinfektion sowie eine bessere Arbeitsqualität durch Vereinfachung der Aufgaben.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht aus einem Labortisch mit Becken, die dazu bestimmt sind, nacheinander die zu behandelnden Endoskope aufzunehmen. Zu jedem Becken gehört ein Sensor, der einen Identifikationscode in einem elektronischen Chip lesen kann, der auf jedes Endoskop geklebt ist. Alle Schritte des Prozesses werden von einem EDV-System unter Kontrolle eines spezifischen Programms verwaltet, das automatisch jeden Vorgang mit allen Informationen wie zum Beispiel Name des Arztes, Name des Bedieners, Code des Patienten, Nummer des Endoskops, Datum, Uhrzeit zu Beginn des Vorgangs, Dauer, Uhrzeit am Ende des Vorgangs, Uhrzeit zur Herausnahme aus dem Becken usw. in einem unveränderbaren Verlauf speichert.

Auf den beigefügten Zeichnungen ist als Beispiel (nicht einschränkend) eine der Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Gegenstand der Erfindung umgesetzt werden kann:

1 veranschaulicht in ihrer Gesamtheit in axonometrischer Perspektive eine Anlage zur Dekontamination und Desinfektion von Endoskopen,

2 ist ein Längsschnitt der Arbeitsfläche des Labortisches gemäß den Pfeilen F1 der 1

und 3 stellt in einem anderen Maßstab schematisch ein Endoskop von der Seite gesehen dar.

Die Vorrichtung der 1 und 2 besteht aus einem Labortisch 1 mit Becken 2 bis 5, in denen verschiedene Arbeitsgänge stattfinden, und ist so gestaltet, dass die Vorschriften des Runderlasses der Generaldirektion für Gesundheit DGS/DH Nr. 236 vom 02.04.1996, der den Referenztext in Sachen Desinfektion von Endoskopen darstellt, eingehalten werden. Die Schritte des Behandlungsprotokolls werden in vier verschiedenen Becken durchgeführt. Ein Basis-Labortisch umfasst folglich mindestens 4 Becken. Pro Becken kann es nur ein Endoskop 6 geben, aber ein freies Becken kann sofort für das nächste Endoskop verwendet werden.

Der Labortisch 1 wurde entwickelt, um die Qualität der Desinfektion zu erhöhen und dabei die Arbeit des Bedieners zu vereinfachen. Die Arbeitsflächen sind aus einem nicht-porösen Syntheseprodukt wie zum Beispiel „Corian" (Methylmethacrylat mit dichtem mineralischem Füllstoff Aluminiumhydroxid), das vor allem gegen das aggressive Verhalten chemischer Erzeugnisse widerstandsfähig ist und den erforderlichen Normen im Kampf gegen Infektionsrisiken entspricht. Die gesamte Vorrichtung wurde entwickelt, um die Stagnation zu vermeiden und die Reinigung zu vereinfachen: Rückwand 7 mit Hohlkehle, um die Verschmutzung des Bodens der Arbeitsfläche zu vermeiden, erhöhte Platte 8, um die Armaturen 9 der Arbeitsfläche entfernen zu können, alle Kanten sind abgerundet, an der Rückwand 7 senkrechte Anordnung der Knöpfe zum Öffnen der Siphons. Die feststehenden Einrichtungen sind aus Edelstahl oder verchromtem Messing. Die beweglichen Einrichtungen sind autoklavierbar.

Die Becken 2, 3, 4, und 5 des Labortisches haben mit Ausnahme der Öffnung 10 des Siphons kein Loch – Überlauf oder Ansaugöffnung -, um die Kontaminationsgefahr durch Hohlräume zu vermeiden, die schwer zu erreichen sind und nicht zuverlässig desinfiziert werden können. Der Überlauf wird durch eine autoklavierbare Muffe 11 aus Edelstahl sichergestellt, die senkrecht auf dem Siphon angebracht ist.

Alle Schritte werden durch einen Computer 12 gesteuert und von einem spezifischen EDV-Programm verwaltet, das für diese Anwendung entwickelt wurde. Jeder Vorgang wird zusammen mit allen Angaben automatisch in einem unveränderbaren Verlauf gespeichert: Name des Arztes, Name des Bedieners, Code des Patienten, Nummer des Gerätes, Datum, Uhrzeit zu Beginn des Vorgangs, Dauer, Uhrzeit am Ende des Vorgangs, Uhrzeit zur Herausnahme aus dem Becken, Information (Pause, Validierung, Unterbrechung usw.). Dieser Verlauf kann täglich ausgedruckt und auf Festplatte und Diskette oder einem anderen Datenträger archiviert werden.

Die Erfassung einer Codenummer des Patienten, die nur für die jeweilige Einrichtung gilt, ermöglicht es, im Falle benötigter Beweise eine Verbindung mit dem Gerät und somit – dank des Verlaufs – mit der vorherigen Desinfektion herzustellen. Die Gesetzgebung zum Datenschutz wird hierbei eingehalten.

Alle vom Programm benötigten Informationen sind Parameter, die abhängig von der Entwicklung der Gesetzgebung (zum Beispiel Behandlungszeit) oder von den Bedürfnissen des Nutzerservices (neues Gerät, das gespeichert werden muss, Namen der Mitarbeiter, neues Protokoll usw.) durch eine befugte Person geändert werden können.

Ein Bildschirm, der die Becken des Labortisches darstellt, informiert den Bediener über den ordnungsgemäßen Ablauf der Arbeitsgänge.

Das von Hand zu bedienende Dichtheitsprüfgerät (Schritt 3) wird durch einen integrierten Minikompressor 17 ersetzt, der vom Programm verwaltet wird. Der Druck wird auf den erforderlichen Druck tariert, um jede Gefahr der Beschädigung des Endoskops auszuräumen. Der Bediener schließt einen eintauchbaren Schlauch an das Endoskop an und legt es ins Wasser. Ein akustisches Signal fordert ihn auf, mit Hilfe einer Funkmaus Informationen in ein Eingabefeld einzutragen, das auf dem Bildschirm erscheint: Name des Arztes, der die Endoskopie durchgeführt hat, und Name der Person, die die Desinfektion durchführt (in eine Liste klicken), sowie der Code des Patienten (ins Eingabefeld klicken).

Nach einigen Sekunden (parametrisierbar) wird für die gewünschte Zeit der Dichtheitsprüfung Luft eingeblasen (parametrisierbare Zeit, Hersteller empfehlen zwei bis drei Minuten). Danach muss der Bediener die Dichtheitsprüfung validieren, indem er auf den Knopf drückt, der auf dem Bildschirm erscheint.

Für die Dekontamination (Schritt 4) verwendet der Labortisch 1, der Gegenstand der Erfindung ist, ausschließlich selbstansaugende peristaltische Pumpen 13. Sie saugen die Flüssigkeit in einen Schlauch, der, nachdem er im Kopfstück der Pumpe um einen Läufer führt, der mit Rollen bestückt ist, die ihn verdichten, zum Endoskop 6 zurückführt und eine Zirkulation der Flüssigkeit ohne Kontakt mit dem Pumpenkörper ermöglicht. Dieses System räumt alle Desinfektionsprobleme im Inneren der Niederdruckpumpen aus. Die Schläuche und der Mehrfachadapter werden täglich durch eine Autoklavbehandlung sterilisiert. Dieses Verfahren erhöht die Zuverlässigkeit dieses Schrittes im Hinblick auf den Kampf gegen nosokomiale Risiken beachtlich.

Die Überdruckgefahr der Flüssigkeit in den Kanälen wird entweder durch die Federrollen oder durch einen elektronischen Ausgleich vollständig unterbunden. Nachdem der Adapter montiert und das Endoskop in das Becken gelegt wurde, wird die Zirkulation für die vorgesehene Dauer (parametrisierbar) automatisch durch das Programm gestartet.

Das Spülbecken 3 (Schritt 5) ist mit einem Schlauch ausgestattet, der über einen Mehrfachadapter verfügt und mit einem unabhängigen Wasseranschluss verbunden ist, der auf einen Druck von 1 Bar tariert ist. Sobald die Dekontamination abgeschlossen ist, wird das verunreinigte Endoskop an diesen Mehrfachadapter angeschlossen. Einige Sekunden, nachdem das Gerät in das Becken gelegt wurde, beginnt die Spülung automatisch. Sobald das Endoskop von der dekontaminierenden Flüssigkeit gesäubert wurde, verschließt der Bediener das Becken mit der senkrechten Muffe 11 des Überlaufs und füllt es mit Hilfe eines Hahns, der vom Wasseranschluss des Schlauchs unabhängig ist, mit Wasser. Das saubere Wasser aus dem Netz, das kontinuierlich in die Kanäle des Endoskops fließt, kommt zum Wasser im Becken hinzu und lässt es durch den Überlauf überfließen, wodurch die Reste des Dekontaminationsmittels nach und nach beseitigt werden.

Der Wasseranschlussschlauch ist mit einem Y-Stück versehen, dessen zweiter Zweig an einen medizinischen Lufteinlass 18 angeschlossen ist. Am Ende des Spülvorgangs (parametrisierbar, derzeit 5 Minuten) wird automatisch medizinische Luft in die Kanäle geblasen. Dadurch werden eine Entleerung sowie eine anschließende Trocknung des Inneren des Endoskops sichergestellt. Durch dieses Verfahren werden die Reste des Reinigungsmittels viel sicherer beseitigt als zuvor.

Die Desinfektion der Endoskope 6 (Schritt 6) geschieht mit Hilfe einer peristaltischen Pumpe 13. Das Ansaugen erfolgt über den oberen Teil des Desinfektionsbeckens 4. Die Abdeckung dieses Beckens, die für eine komfortablere Sicht transparent ist, ist ein wenig kürzer als die Länge des Beckens. Der hinten freigelassene Raum wird durch ein Verbindungsstück 14 abgedeckt, das aus demselben Material wie die Arbeitsfläche besteht. Dieses Verbindungsstück ist schräg angebracht und mit dem Rücken an die Rückwand gelehnt, an der sich die Ansaugöffnung befindet. Ein Dichtstopfen, der sich vorn an der Abdeckung befindet, ermöglicht – sobald er entfernt wurde – durch Zirkulation ein besseres Ansaugen der Dämpfe. Die Dichtheit des Systems wird durch angepasste Rillen sichergestellt, um das Entweichen des Dampfes. in die Raumluft während der Nichtbenutzung der Ansaugung zu verhindern.

Ein Filtergerät, das oberhalb des Labortisches 1 platziert ist, ermöglicht durch mehrere Behandlungssysteme nicht nur die vollständige Rückführung der Luft des Beckens, indem sie von giftigen Dämpfen und Gerüchen gereinigt wird, sondern auch der Raumluft, indem Staubteilchen sowie Mikrofasern beseitigt werden, die aus Kleidungsstücken, Kompressen, Tüchern und Papier stammen, die in der Station verwendet wurden. Ein waschbarer elektrostatischer Filter, der sich im vorderen Bereich befindet, ermöglicht eine dauerhafte Verlängerung der Lebensdauer von Einwegfiltern.

Die Rückführung der Luft statt der Abführung nach außen ist ein Beitrag zum Umweltschutz sowie eine Lösung für die Räumlichkeiten, die von anderen Räumen umgeben werden. Die Luftreinigung durch Beseitigung von Staubteilchen und Mikrofasern erhöht die Lebensdauer teurer Filter und erleichtert die Reinigung der Filter an den Enden der Ansaugschläuche. Sie sorgt für strenge Reinheitsbedingungen, die für eine gefahrlose Lagerung von Endoskopen erforderlich sind.

Bei der Erneuerung der Desinfektionsflüssigkeit wird das Datum gespeichert, indem das vorgesehene Feld auf dem Bildschirm markiert wird. Das EDV-Programm übernimmt die Verrechnung der Zeit und der Behandlungen und teilt dem Bediener mit, wenn das Ende der Lebensdauer oder die Anzahl der Endoskopbehandlungen erreicht ist.

Für die Endspülung (Schritt 7) wird das Endoskop 6 am Ende der Desinfektion von seinem Verbindungsstück getrennt und an den Mehrfachadapter des Beckens für die Endspülung 5 angeschlossen. Wie das erste Spülbecken verfügt auch dieses Becken über einen Schlauch mit einem Y-Stück, das einerseits an einen Wasseranschluss mit auf 2 Mikron gefiltertem Wasser und andererseits an einen medizinischen Lufteinlass 18 angeschlossen wird. Einige Sekunden, nachdem das Endoskop auf den Boden des Beckens gelegt wurde, beginnt die Spülung automatisch. Die Spülung der Kanäle erfolgt kontinuierlich. Nachdem das Gerät von der Desinfektionslösung gesäubert wurde, wird das Becken durch die senkrechte Muffe 11 des Überlaufs verschlossen. Das Füllen des Beckens durch einen unabhängigen Hahn 9, der ebenfalls mit einem 2-Mikron-Filter ausgestattet ist, erfolgt über einen Druckknopf, der sich an der Rückwand befindet. Dank einer einstellbaren Schaltzeit endet dieses Füllen automatisch ohne Eingreifen des Bedieners, wenn die Höhe des Überlaufs erreicht ist. Die Zufuhr des gefilterten Wassers, das in die Kanäle des Endoskops fließt, führt dazu, dass das Wasser aus dem Becken, das immer weniger Verdünnungsrückstände des Desinfektionsmittels enthält, durch den Überlauf abfließt. Am Ende des Spülvorgangs (parametrisierbar, derzeit 5 Minuten) wird durch den zweiten Zweig des Y-Stücks mehrere Sekunden lang automatisch medizinische Luft in das Endoskop geblasen (Zeit ebenfalls parametrisierbar). Dies hat nicht nur den Vorteil, dass das Wasser vollständig aus den Kanälen entfernt wird, sondern auch, dass die Kanäle getrocknet werden. Wie in allen vorhergehenden Phasen wird der Bediener durch ein akustisches Signal und ein visuelles Signal auf dem Bildschirm über das Ende der Arbeitsgänge informiert.

Die Trocknung (Schritt 8) entfällt, denn die Kanäle des Endoskops 6 wurden bereits am Ende des vorherigen Arbeitsgangs durch einen Luftkreislauf in einem dichten Verbindungsstück sorgfältig getrocknet.

Jedes Endoskop 6 ist mit einem elektronischen Chip 15 versehen, der in ein Synthesematerial eingebettet wurde, an das Gerät geklebt ist und den Code des Endoskops enthält. Dieser Chip ist vorzugsweise ein Sender ohne Energiequelle. Der Strom, der für die Ausgabe der zu übertragenden Informationen benötigt wird, wird durch Induktion der Wellen gewonnen, die von den Sende-/Empfangssensoren 16 ausgegeben werden, die unter jedem Becken 2 bis 5 montiert sind. Somit wird das Endoskop 6 in jedem Becken durch eine berührungslose Ablesung erkannt. Dadurch ist es möglich, Protokoll- oder Handhabungsfehler zwischen Geräten zu vermeiden, wenn zur selben Zeit mehrere Geräte auf dem Labortisch behandelt werden. Das Programm verwaltet für jedes Endoskop die Behandlungszeiten sowie die genaue Einhaltung der Reihenfolge der Arbeitsgänge. Im Falle eines Fehlers des Beckens wird ein akustisches Signal ausgegeben und auf dem Bildschirm des Computers 12 erscheint eine Information, die auf die durchzuführende Berichtigung hinweist. Der Arbeitsgang beginnt erst nach der Berichtigung.

Das Datum und die Uhrzeit der letzten Desinfektion eines Endoskops werden von der EDV gespeichert. Das System wählt das richtige Desinfektionsprotokoll (vollständig, kurz oder speziell), sobald das Gerät erkannt wurde.

Der Verlauf der durchgeführten Arbeitsgänge kann auch für statistische Informationen über die Anzahl der behandelten Patienten, die Häufigkeit der Benutzung der Geräte (zum Beispiel für eine vorausplanende Wartung), die Einschätzung des Bedarfs an Produkten im Lager usw. verwendet werden.

Die Neuerungen und Verbesserungen, die die beschriebene Vorrichtung mit sich bringt, sind zahlreich.

  • – Die Rückverfolgbarkeit mit Hilfe des elektronischen Chips 15 ist unbestreitbar das innovativste Element. Durch ihn können Pflegeeinrichtungen und -räumlichkeiten der neuen Verpflichtung nachkommen, die Einhaltung der Desinfektionsnormen im Falle der vermuteten Kontamination eines Patienten nachzuweisen.
  • – Der Einsatz peristaltischer Pumpen stellt eine Neuerung im Bereich Desinfektion dar. Das Aufheben des Kontakts der Flüssigkeit im Inneren der Pumpe ist die Lösung für das Problem der Dekontamination nach dem Gebrauch und das Ende der Gefahr, die die heutigen Pumpen darstellen. Die Überdruckgefahr verschwindet dank der Federrollen oder des Druckreglers.
  • – Die Nutzung des Computerprotokolls garantiert die Einhaltung der obligatorischen Desinfektionsverfahren. Die schrittweise Speicherung aller Schritte ermöglicht ein Qualitätsprotokoll durch den Verantwortlichen.
  • – Die kontinuierliche Spülung, das heißt durch ständige Erneuerung des Wassers, findet bei den heutigen Labortischen keine Anwendung. Dies ist eine wichtige Verbesserung im Hinblick auf die Qualität der Spülung.
  • – Die Arbeit des Bedieners wird vereinfacht. Grund dafür sind die Automatisierung mehrerer Arbeitsgänge, die Erkennung von Fehlern und die Informationen, die ständig auf dem Bildschirm angezeigt werden.
  • – Der Zeitgewinn hinsichtlich der Dauer einer Desinfektion sowie die Verlängerung der Lebensdauer teurer Filter ist nicht unwesentlich.
  • – Die Anpassungsfähigkeit des Systems im Falle geänderter Verfahren, die durch die systematische Parametrisierung der Werte sowie durch die modulare Gestaltung möglich ist, führt zu mehr Flexibilität und zu einer Minimierung der Kosten im Falle der Weiterentwicklung.

Durch die Positionierung der verschiedenen Grundbestandteile erhält der Gegenstand der Erfindung einen äußerst hohen Nutzeffekt, der bis heute mit keiner ähnlichen Vorrichtung erzielt wurde.


Anspruch[de]
  1. Labortisch zur Dekontamination flexibler Endoskope, der im Allgemeinen für Krankenhauseinrichtungen bestimmt ist und für die Dekontamination und Desinfektion von flexiblen Fibroskopen, Videoendoskopen oder Echoendoskopen aller Art (Gastroskope, Koloskope, Duodenoskope, Bronchoskope, Zystoskope usw.) verwendet werden kann. Gekennzeichnet durch die Kombination eines Labortisches (1) mit mindestens vier Becken (2, 3, 4, 5), die dazu bestimmt sind, nacheinander die zu behandelnden Endoskope aufzunehmen und von denen jedes über einen Sensor (16) verfügt, der berührungslos einen Identifikationscode in einem elektronischen Chip (15) lesen kann, der auf jedes Endoskop (6) geklebt ist. Alle Schritte des Prozesses werden von einem EDV-System (12) unter Kontrolle eines spezifischen Programms verwaltet, das automatisch jeden Vorgang und alle nützlichen Informationen in einem unveränderbaren Verlauf speichert.
  2. Labortisch zur Dekontamination gemäß Anspruch 1, der sich durch die Tatsache auszeichnet, dass der elektronische Chip (15) ein Sender ohne Energiequelle ist. Der Strom, der für die Ausgabe der zu übertragenden Informationen benötigt wird, wird durch Induktion der Wellen gewonnen, die von den Sensoren (16) ausgegeben werden, die unter jedem Becken (25) montiert sind. Diese Sensoren sind Sende-/Empfangssensoren.
  3. Labortisch zur Dekontamination gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, der sich durch die Tatsache auszeichnet, dass sowohl die Dekontamination als auch die Desinfektion mit Hilfe selbstansaugender peristaltischer Pumpen (13) durchgeführt werden, die die Behandlungsflüssigkeit in einen Schlauch saugen, der, nachdem er im Kopfstück der Pumpe um einen Läufer führt, der mit Rollen bestückt ist, die ihn verdichten, zum Endoskop (6) zurückführt und eine Zirkulation der Flüssigkeit ohne Kontakt mit dem Pumpenkörper ermöglicht. Die Überdruckgefahr der Flüssigkeit wird entweder durch die Federrollen oder durch einen elektronischen Ausgleich unterbunden. Wasseranschluss mit auf 2 Mikron gefiltertem Wasser, einen medizinischen Lufteinlass (18) und einen unabhängigen Hahn (9) verfügt, der ebenfalls mit einem 2-Mikron-Filter zum Füllen des Beckens ausgestattet ist.
  4. Labortisch zur Dekontamination gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, der sich durch die Tatsache auszeichnet, dass ein Filtergerät, das oberhalb des Labortisches (1) platziert ist, durch mehrere Behandlungssysteme mit Einwegfiltern nicht nur die vollständige Rückführung der Luft des Desinfektionsbeckens (5) ermöglicht, indem sie von giftigen Dämpfen und Gerüchen gereinigt wird, sondern auch der Raumluft, indem Staubteilchen sowie Mikrofasern beseitigt werden, die aus Kleidungsstücken, Kompressen, Tüchern und Papier stammen, die in der Station verwendet wurden. Dieses Filtergerät verfügt über einen waschbaren elektrostatischen Filter, der sich im vorderen Bereich befindet und eine dauerhafte Verlängerung der Lebensdauer von Einwegfiltern ermöglicht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
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H Elektrotechnik

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