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Dokumentenidentifikation DE202006006930U1 07.09.2006
Titel Verbinder und Verbindersystem
Anmelder Sartorius AG, 37075 Göttingen, DE
DE-Aktenzeichen 202006006930
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.09.2006
Registration date 03.08.2006
Application date from patent application 29.04.2006
IPC-Hauptklasse F16L 37/26(2006.01)A, F, I, 20060429, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16L 33/30(2006.01)A, L, I, 20060429, B, H, DE   A61M 39/10(2006.01)A, L, I, 20060429, B, H, DE   A61M 39/22(2006.01)A, L, I, 20060429, B, H, DE   F16K 13/00(2006.01)A, L, I, 20060429, B, H, DE   F16K 3/02(2006.01)A, L, I, 20060429, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verbinder, ein Verbindersystem zum fluiddichten Verbinden einer Fluidzufuhr eines Verbinders mit einer Fluidabfuhr eines komplementären Verbinders und die Verwendung eines Verbinders und eines komplementären Verbinders zum sterilen Verbinden einer Fluidzufuhr des Verbinders mit einer Fluidabfuhr des komplementären Verbinders.

Eine Vielzahl von Verbindern wurde entwickelt, um beispielsweise biologische Fluide bzw. Flüssigkeiten, wie Blutplasma handzuhaben. Hierbei spielt es eine wichtige Rolle, daß bei einem Durchführen des Fluids durch Verbinder Eigenschaften des Fluids unverändert bleiben. Insbesondere ist es häufig notwendig, die Fluide vor Umwelteinflüssen zu schützen, wenn die Verbinder beispielsweise in einer nicht sterilen Umgebung eingesetzt werden. Nach dem Verbinden der Verbinder miteinander muß meist sichergestellt werden, daß das Fluid, welches durch die Verbinder geführt wird, keinen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist und insbesondere nicht verunreinigt wird. In anderen Worten ist es häufig notwendig, daß, obwohl die Verbinder in einer nicht sterilen Umgebung gehandhabt werden, eine sterile Verbindung zwischen zwei Verbindern ermöglicht wird.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, in einfacher Weise eine sterile Verbindung zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird gelöst durch den Verbinder gemäß Anspruch 1, das Verbindersystem gemäß Anspruch 13 und die Verwendung eines Verbinders und eines komplementären Verbinders gemäß Anspruch 14. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Gemäß eines Aspekts der vorliegenden Erfindung wird ein Verbinder zur Herstellung einer sterilen Verbindung mit

  • – einer Fluiddurchführung
  • – einer Eingriffseinrichtung, welche ausgelegt ist, mit einer komplementären Eingriffseinrichtung eines komplementären Verbinders in Eingriff zu treten;
  • – einer Verschiebeeinrichtung mit einer im wesentlichen planen Verschiebefläche und einer Fluiddurchführungsöffnung, welche die Verschiebefläche durchstößt und mit der Fluiddurchführung verbunden ist, wobei

    – die Verschiebeeinrichtung ausgelegt ist, den Verbinder und den komplementären Verbinder nach Ineingrifftreten der Eingriffseinrichtung mit der komplementären Eingriffseinrichtung in einer Verschieberichtung relativ zueinander zu verschieben und wobei

    – die Verschieberichtung im wesentlichen parallel zu der Verschiebefläche ist, und
  • – einer sterilen Abdeckeinrichtung, welche ausgelegt ist, zumindest die Fluiddurchführungsöffnung steril zu bedecken,
bereitgestellt.

Der Verbinder gemäß der vorliegenden Erfindung kann in einfacher Weise mit einem komplementären Verbinder verbunden und davon gegebenenfalls wieder gelöst werden. Insbesondere ist es erfindungsgemäß möglich, den Verbinder an einem komplementären Verbinder anhand der Eingriffseinrichtung und der komplementären Eingriffseinrichtung zu fixieren. Anschließend kann der Verbinder relativ zu dem komplementären Verbinder verschoben werden, bis sich die Fluiddurchführungsöffnung des Verbinders und die Fluiddurchführungsöffnung des komplementären Verbinders im wesentlichen gegenüber liegen, wodurch ein Fluidfluß von dem Verbinder in den komplementären Verbinder ermöglicht wird. Insbesondere ermöglicht die Verschiebeeinrichtung den Verbinder und den komplementären Verbinder relativ zueinander entlang der Verschieberichtung zu verschieben, wobei die Verschiebeeinrichtung beispielsweise Führungseinrichtungen aufweisen kann, anhand welcher der Verbinder und der komplementäre Verbinder relativ zueinander verschoben werden können, aber jede Bewegung des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder in einer von der Verschieberichtung verschiedenen Richtung im wesentlichen verhindert wird.

Vorteilhafterweise ist es weiterhin auch möglich, beispielsweise nach Benutzung des Verbinders und des komplementären Verbinders, den Verbinder relativ zu dem komplementären Verbinder entgegen der Verschieberichtung, d.h. die Fluiddurchführungsöffnungen entgegen der Verschieberichtung, zu verschieben und daher einen Fluidfluß zwischen dem Verbinder und dem komplementären Verbinder zu verringern und insbesondere zu verhindern.

Der Ausdruck 'im wesentlichen plan' im Sinne der Erfindung bedeutet, daß die Verschiebefläche vorzugsweise eine plane Fläche ist. Die Verschiebefläche kann aber von einer im geometrischen Sinne idealen planen Fläche abweichen. Insbesondere ist die Verschiebefläche eine im Rahmen einer Herstellungsgenauigkeit plane Fläche. Der Begriff 'im wesentlichen' ist im Sinne der Erfindung ist in diesem Zusammenhang daher beispielsweise gleichbedeutend mit dem Begriff 'im Rahmen einer Herstellungsgenauigkeit'.

Der Begriff 'steril' wird in dieser Erfindung mit seiner herkömmlichen Bedeutung benutzt, d.h. beispielsweise keimfrei bzw. unfruchtbar bzw. infertil. Keimfrei muß aber nicht eine vollständige Abwesenheit von Keimen bzw. Fremdkörpern bedeuten, sondern kann eine vorbestimmte bzw. vorbestimmbare maximale Anzahl von Keimen bzw. Fremdkörpern beinhalten. Beispielsweise kann der Begriff 'steril' eine maximale Anzahl von Keimen bedeuten, wie sie nach herkömmlichen, industriellen Standards erlaubt bzw. erwünscht sind.

Vorzugsweise umfaßt der Verbinder eine Verriegelungseinrichtung, welche derart entlang einer Verriegelungsrichtung bewegbar angeordnet ist, um mit einer komplementären Verriegelungseinrichtung des komplementären Verbinders in Eingriff zu treten, wobei die Verriegelungsrichtung von der Verschieberichtung verschieden ist.

Wird der Verbinder ausgehend von einer ersten vorbestimmten Position entlang der Verschieberichtung relativ zu dem komplementären Verbinder verschoben, ist die Verriegelungseinrichtung vorzugsweise derart ausgelegt, ein Verschieben des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder über eine zweite vorbestimmte Position hinaus zu verhindern. Die erste vorbestimmte Position ist vorzugsweise eine Position des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder, an welcher die Eingriffseinrichtung des Verbinders und die komplementäre Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders gerade in Eingriff getreten sind, d.h. der Verbinder und der komplementäre Verbinder noch nicht relativ zueinander verschoben sind. Die zweite vorbestimmte Position ist beispielsweise eine Position, an welcher sich die Fluiddurchführungsöffnungen des Verbinders und des komplementären Verbinders im wesentlichen gegenüberliegen. In anderen Worten kann die Verriegelungseinrichtung ausgelegt sein, ein Verschieben des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder gerade soweit zu ermöglichen, bis ein maximaler Fluidfluß von dem Verbinder zu dem komplementären Verbinder ermöglicht wird oder ein maximaler Fluidfluß von dem komplementären Verbinder zu dem Verbinder ermöglicht wird.

Die Verriegelungseinrichtung ist vorzugsweise derart ausgelegt, ein Verschieben lediglich in einer Richtung, insbesondere entlang der Verschieberichtung zu begrenzen. Die Verriegelungseinrichtung kann aber auch so ausgelegt sein, ein Verschieben des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder an vorzugsweise der vorbestimmten zweiten Position sowohl entlang als auch entgegen der Verriegelungsrichtung zu verhindern. In anderen Worten werden der Verbinder und der komplementäre Verbinder vorzugsweise an der zweiten vorbestimmten Position gehalten, wobei die Verriegelungseinrichtung derart ausgelegt ist, daß die Verriegelung des Verbinders mit dem komplementären Verbinder wieder gelöst werden kann. Beispielsweise kann der Verbinder mit dem komplementären Verbinder derart verriegelt werden, daß sich die jeweiligen Fluiddurchführungsöffnungen im wesentlichen gegenüber liegen, d.h. ein maximaler Fluidfluß zwischen dem Verbinder und dem komplementären Verbinder ermöglicht wird. Eine Bewegung des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder entlang und/oder entgegen der Verschieberichtung wird anhand der Verriegelungseinrichtung, welche in Eingriff mit der komplementären Verriegelungseinrichtung steht, im wesentlichen verhindert. Sollen der Verbinder und der komplementäre Verbinder wieder voneinander getrennt werden, kann die Verriegelung der Verriegelungseinrichtung mit der komplementären Verriegelungseinrichtung gelöst werden, wodurch der Verbinder relativ zu dem komplementären Verbinder entlang oder entgegen der Verschieberichtung verschoben werden kann. Folglich können auch die jeweiligen Fluiddurchführungsöffnungen relativ zueinander verschoben werden und somit ein Fluidfluß von dem Verbinder zu dem komplementären Verbinder bzw. von dem komplementären Verbinder zu dem Verbinder eingeschränkt oder verhindert werden.

Die Verriegelungseinrichtung kann beispielsweise entlang der Verriegelungsrichtung bewegbare Bolzen bzw. Zapfen aufweisen, welche mit Öffnungen bzw. Aussparungen der komplementären Verriegelungseinrichtung eingreifen können. Die Verriegelungseinrichtung kann aber auch einen Vorsprung umfassen, welcher gegen eine Schulter der komplementären Verriegelungseinrichtung stoßen kann, um beispielsweise eine weitere Bewegung des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder entlang der Verriegelungsrichtung zu verhindern.

Weiterhin vorzugsweise ist die Verriegelungseinrichtung ausgelegt, entgegen der Verriegelungsrichtung vorgespannt zu sein.

Insbesondere kann es möglich sein, daß die Verriegelungseinrichtung einen Zapfen umfaßt, welcher entlang bzw. entgegen der Verriegelungsrichtung verschiebbar gelagert ist. Ferner kann die Verriegelungseinrichtung beispielsweise ein Federelement umfassen, welches den Zapfen entlang der Verriegelungsrichtung auslenkt. Anstelle des Federelements kann auch ein anderes Mittel verwendet werden, welches es ermöglicht, den Zapfen entlang der Verriegelungsrichtung zu bewegen. Befinden sich der Verbinder und der komplementäre Verbinder an einer Position, an welcher sie nicht verriegelt werden sollen, wird der Zapfen beispielsweise durch die Verschiebefläche entgegen der Kraftwirkung des Federelements an seiner Position gehalten. Befinden sich hingegen der Verbinder und der komplementäre Verbinder an einer Position, an welcher sie miteinander verriegelt werden sollen, kann die Führungsfläche des komplementären Verbinders beispielsweise eine Aussparung aufweisen, welche ermöglicht, den Zapfen aufgrund der Kraftwirkung des Federelements entlang der Verriegelungsrichtung zu bewegen, so daß der Zapfen in die Aussparung der Führungsfläche hinein ragt. Die Aussparung der Führungsfläche ist in diesem Fall ein Bestandteil der komplementären Verriegelungseinrichtung.

Besonders bevorzugt ist daher die Verriegelungseinrichtung ausgelegt mit der komplementären Verriegelungseinrichtung automatisch in Einriff zu treten, wenn der Verbinder und der komplementäre Verbinder in einer Verriegelungsposition angeordnet sind. Die Verriegelungsposition ist vorzugsweise eine Position des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder, welche einen Fluidfluß, insbesondere einen maximalen Fluidfluß von dem Verbinder zu dem komplementären Verbinder und umgekehrt ermöglicht.

Weiterhin vorzugsweise umfaßt die sterile Abdeckung eine verschiebbare Flächenabdeckung und/oder eine lösbare Kantenabdeckung.

Die verschiebbare Flächenabdeckung kann beispielsweise aus dem gleichen Material hergestellt sein, wie der Verbinder, wobei die verschiebbare Flächenabdeckung beispielsweise im wesentlichen gegenüber der Verschiebefläche angeordnet ist und entlang der Verschieberichtung verschiebbar ist. Die verschiebbare Flächenabdeckung kann beispielsweise die Fluiddurchführungsöffnung bedecken, wodurch insbesondere ein Fluidfluß durch die Fluiddurchführungsöffnung verhindert wird. Die verschiebbare Flächenabdeckung bedeckt die Fluiddurchführungsöffnung vorzugsweise steril. Die verschiebbare Flächenabdeckung kann aber auch unsteril sein und zwischen der Verschiebefläche und der verschiebbaren Flächenabdeckung kann ein weiteres steriles Element, zum Beispiel eine sterile Folie angeordnet sein, welches zumindest die Fluiddurchführungsöffnung steril bedeckt bzw. verschließt.

Die lösbare Kantenabdeckung kann beispielsweise eine sterile Folie sein, wobei lediglich die der Kante zugeordnete Seite steril sein muß. Die sterile Folie kann sowohl eine Kante und/oder Fläche des Verbinders als auch eine Kante und/oder Fläche der Flächenabdeckung steril bedecken.

Bevorzugt ist die verschiebbare Flächenabdeckung ausgelegt, die Verriegelungseinrichtung entlang der Verriegelungsrichtung zu fixieren.

In anderen Worten wird aufgrund der Flächenabdeckung eine Bewegung der Verriegelungseinrichtung entlang der Verriegelungsrichtung verhindert. Aufgrund einer Kraft des Federelements wird die Verriegelungseinrichtung gegen die Flächenabdeckung gepreßt, d.h. die Verriegelungseinrichtung vorgespannt, wodurch die Verriegelungseinrichtung entlang der Verriegelungsrichtung lösbar fixiert wird.

Der Begriff 'lösbar fixiert' im Sinne der Erfindung bedeutet, daß die Verriegelungseinrichtung im wesentlichen imobilisiert bzw. an einer vorbestimmbaren Position gehalten wird. Die Verriegelungseinrichtung kann aber auch entlang bzw. entgegen der Verriegelungsrichtung bewegt werden, wenn beispielsweise die Flächenabdeckung von der Verriegelungseinrichtung entfernt wird, d.h. kein Kontakt mehr zwischen der Verriegelungseinrichtung und der Flächenabdeckung besteht. In anderen Worten wird aufgrund der Flächenabdeckung die Verriegelungseinrichtung in der Verriegelungsrichtung entgegen der Federkraft des Federelements vorgespannt.

Insbesondere ist es möglich, die Verriegelungseinrichtung zumindest teilweise entlang bzw. in der Fluiddurchführung anzuordnen. Besonders bevorzugt kann die Verriegelungseinrichtung auch ein Bestandteil der Fluiddurchführung sein.

Weiterhin vorzugsweise bedeckt die lösbare Kantenabdeckung ein Ende der verschiebbaren Flächenabdeckung steril, welches im wesentlichen formschlüssig mit dem komplementären Verbinder in Kontakt tritt.

Anders ausgedrückt kann die Eingriffseinrichtung sowohl Bestandteil des Verbinders als auch der verschiebbaren Flächenabdeckung sein. Die verschiebbare Flächenabdeckung kann daher mittels der Eingriffseinrichtung mit der komplementären Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders in Eingriff treten. Bevorzugt tritt eine Kante bzw. eine Fläche der Flächenabdeckung mit der Eingriffseinrichtung, insbesondere einer Kante bzw. Fläche der Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders vorzugsweise formschlüssig in Kontakt. Die Kante bzw. Fläche der Flächenabdeckung ist bevorzugt von der sterilen Kantenabdeckung vorzugsweise steril bedeckt.

Die sterile Kantenabdeckung bedeckt vorzugsweise auch eine Kante bzw. eine Fläche des Verbinders, welche mit einer komplementären Eingriffseinrichtung der Flächenabdeckung des komplementären Verbinders in Eingriff tritt. Insbesondere ist es möglich, daß die sterile Kantenabdeckung zweiteilig ausgelegt ist, wobei ein Teil die Kante bzw. Fläche der verschiebbaren Flächenabdeckung bedeckt und der andere Teil die Kante bzw. Fläche des Verbinders. Die sterile Kantenabdeckung kann auch einstückig ausgebildet sein und sowohl die Kante und/oder Fläche der Flächenabdeckung steril bedecken als die entsprechende Kante und/oder Fläche des Verbinders steril bedecken. In anderen Worten bedeckt die sterile Kantenabdeckung eine Fläche bzw. Kante der Eingriffseinrichtung, welche mit der Fläche bzw. Kante der komplementären Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders vorzugsweise formschlüssig in Eingriff tritt. Folglich bedeckt die lösbare Kantenabdeckung vorzugsweise zumindest ein Ende des Verbinders, welches ausgelegt ist, mit einem Ende der Flächenabdeckung des komplementären Verbinders in Kontakt zu treten, wobei insbesondere die Flächenabdeckung des komplementären Verbinders entlang und/oder entgegen der Verschieberichtung verschiebbar angeordnet ist.

Weiterhin vorzugsweise ist die verschiebbare Flächenabdeckung mit der Verschiebefläche in flächigem Kontakt ist.

Folglich weist die Flächenabdeckung eine der Verschiebefläche entsprechende, im wesentlichen plane Kontaktfläche auf, wobei die Kontaktfläche die Verschiebefläche zumindest bereichsweise kontaktiert. Die Kontaktfläche ist beispielsweise derart ausgelegt, die Verriegelungseinrichtung entgegen der Verriegelungsrichtung vorzuspannen bzw. zu fixieren.

Besonders bevorzugt ist die Fluiddurchführung ein Bestandteil der Verriegelungseinrichtung.

Vorzugsweise ist die Verriegelungseinrichtung ausgelegt, einen fluiddichten Kontakt des Verbinders mit dem komplementären Verbinder bereitzustellen.

Weiterhin vorzugsweise ist der Verbinder fluiddicht mit einem Behälter verbindbar.

Der Verbinder kann hierbei direkt mit dem Behälter verbunden sein. In anderen Worten ist die Fluiddurchführung des Verbinders direkt mit dem Behälter, vorzugsweise steril verbunden. Es ist möglich, daß der Verbinder anhand der Kupplungseinrichtung mit dem komplementären Verbinder verbunden ist, d.h. eine Öffnung der Fluiddurchführung mit der Fluiddurchführung des komplementären Verbinders vorzugsweise steril verbunden ist. Eine weitere Öffnung der Fluiddurchführung ist mit dem Behälter vorzugsweise steril verbunden. Die Verbindung zwischen dem Behälter und dem Verbinder kann zum Beispiel anhand eines Schlauches erfolgen. Der Verbinder kann beispielsweise lösbar an dem Behälter angeordnet bzw. damit verbunden sein.

Folglich kann Fluid von dem Behälter gegebenenfalls mittels eines Schlauches durch den Verbinder und den komplementären Verbinder hindurch treten und beispielsweise in einen an den komplementären Verbinder angeschlossenen Behälter überführt werden. Der komplementäre Verbinder kann aber auch an das Blutsystem eines Lebewesens, beispielsweise eines Säugetieres, insbesondere eines Menschen, vorzugsweise mittels eines Schlauchs oder eines Schlauchsystems angeschlossen sein. Insbesondere kann die Flußrichtung durch den Verbinder und/oder den komplementären Verbinder auch in die entgegengesetzte Richtung erfolgen, d.h. beispielsweise ausgehenden von ein einem Behälter in dieser Reihenfolge durch den komplementären Verbinder, durch den Verbinder und anschließend in den mit dem Verbinder verbundenen Behälter. In anderen Worten kann der mit dem Verbinder verbundene Behälter mittels Fluidflusses durch den Verbinder befüllt und/oder entleert werden.

Der Behälter ist vorzugsweise ein Bioreaktor, ein Beutel oder ein Filtergehäuse, besonders bevorzugt eine Filtercapsule. Weiterhin vorzugsweise ist die Verbindung zwischen dem Verbinder und dem Behälter steril.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verbindersystem zum fluiddichten Verbinden einer Fluidzufuhr eines Verbinders mit einer Fluidabfuhr eines komplementären Verbinders, wobei der Verbinder und der komplementäre Verbinder jeweils gemäß eines der vorangegangenen Ansprüche ausgestaltet ist.

Ferner betrifft ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung die Verwendung eines Verbinders und eines komplementären Verbinders zum sterilen Verbinden einer Fluidzufuhr des Verbinders mit einer Fluidabfuhr des komplementären Verbinders mit folgenden Schritten:

  • – Bereitstellen eines Verbinders und eines komplementären Verbinders jeweils gemäß der Erfindung;
  • – in Eingriff bringen der Eingriffseinrichtung des Verbinders mit der komplementären Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders;
  • – Verschieben des Verbinders relativ zu dem komplementären Verbinder entlang der Verschieberichtung.

Besonders bevorzugt umfaßt die Verwendung eines Verbinders und eines komplementären Verbinders zum sterilen Verbinden einer Fluidzufuhr des Verbinders mit einer Fluidabfuhr des komplementären Verbinders den Schritt:

Verriegeln der Verriegelungseinrichtung des Verbinders mit der komplementären Verriegelungseinrichtung des komplementären Verbinders.

Vorzugsweise wird vor dem Schritt des Verriegelns der Verriegelungseinrichtung des Verbinders mit der komplementären Verriegelungseinrichtung des komplementären Verbinders ein Schritt eines Entfernens der sterilen Abdeckungen durchgeführt.

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden anhand nachfolgender Figuren beispielhaft beschrieben. Es zeigt

1: eine perspektivische Schemaansicht eines Systems eines bevorzugten Verbinders mit einem bevorzugten komplementären Verbinder;

2: eine Schnittansicht gemäß 1;

3: eine perspektivische Schemaansicht eines bevorzugten Verbinders gemäß 1;

4: eine perspektivische Schemaansicht eines bevorzugten komplementären Verbinders gemäß 1;

5: eine perspektivische Schemaansicht einer bevorzugten Abdeckeinrichtung gemäß 1;

6: eine perspektivische Schemaansicht einer weiteren bevorzugten Abdeckeinrichtung gemäß 1.

1 zeigt einen Verbinder 10 und einen komplementären Verbinder 12. Der Verbinder 10 ist mittels einer Eingriffseinrichtung 14 mit dem komplementären Verbinder 12 verbunden. Insbesondere steht die Eingriffseinrichtung 14 mit einer komplementären Eingriffseinrichtung 16 einer Abdeckeinrichtung 18 des komplementären Verbinders 12 in Eingriff. Ferner ist in 1 eine Abdeckeinrichtung 20 des Verbinders 10 dargestellt, wobei die Abdeckeinrichtung 20 anhand einer Eingriffseinrichtung 22 mit einer komplementären Eingriffseinrichtung 24 des komplementären Verbinders 12 in Eingriff steht. Die Eingriffseinrichtung des Verbinders 10 ist in der in 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsform zweigeteilt, sie umfaßt die Eingriffseinrichtung 14 und die Eingriffseinrichtung 22 der Abdeckeinrichtung 20. Analog ist die Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders 12 zweigeteilt. Die Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders 12 umfaßt die komplementäre Eingriffseinrichtung 16 der Abdeckeinrichtung 18 und die komplementäre Eingriffseinrichtung 24.

Ferner umfaßt der Verbinder 10 eine Verschiebeeinrichtung 26. Die Verschiebeeinrichtung 26 weist zwei Führungswände 28 und eine Verschiebefläche 30 auf. Die Führungswände 28 sind hinsichtlich einer Normalenrichtung der Verschiebefläche 30 geneigt, d.h. die Führungswände 28 stehen nicht senkrecht zu der Verschiebefläche 30. Ferner weist der Verbinder 10 eine Fluiddurchführung in Form eines Rohres 32 auf. Das Rohr 32 ist im wesentlichen senkrecht zu der Verschiebefläche 30 angeordnet. Die Fluiddurchführung kann aber auch eine andere Form und Anordnung aufweisen. Weiterhin ist an einer Außenfläche 34 der Verschiebeeinrichtung 26 eine Rohrbefestigung 36 angeordnet. Die Rohrbefestigung 36 umfängt das Rohr 32 entlang eines Teilbereichs in einer Längsrichtung bzw. einer Achsrichtung 38 des Rohres 32. Ferner ist in der Verschiebeeinrichtung 26 eine Fluiddurchführungsöffnung (gezeigt in 3) angeordnet. Die Rohrbefestigung 36 ist vorzugsweise derart an der Außenfläche 34 der Verschiebeeinrichtung 26 angeordnet, daß ein Mittelpunkt der vorzugsweise kreisförmigen Fluiddurchführungsöffnung mit einem Mittelpunkt der Rohrbefestigung 36 zusammenfällt. Besonders bevorzugt sind die Verschiebeeinrichtung 26 und die Rohrbefestigung 36 einstückig hergestellt. Die Rohrbefestigung 36 kann auch auf eine andere Art und Weise mit der Verschiebeeinrichtung verbunden sein. Beispielsweise kann die Rohrbefestigung mit der Verschiebeeinrichtung verschraubt sein.

Die Abdeckeinrichtung 20 ist vorzugsweise verschiebbar an dem Verbinder 10 angeordnet. Insbesondere ist die Abdeckeinrichtung 20 verschiebbar an der Verschiebeeinrichtung 26 des Verbinders 10 angeordnet. Die Abdeckeinrichtung 20 kann entlang einer Verschieberichtung 40 verschoben werden. Ist die Eingriffseinrichtung 22 der Abdeckeinrichtung 20 mit der komplementären Eingriffseinrichtung 24 des komplementären Verbinders 12 in Eingriff, können die Abdeckeinrichtung 20 und der komplementäre Verbinder 12 entlang der Verschieberichtung 40 verschoben werden.

Ferner zeigt 1 eine Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12. Die Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12 weist geneigte, komplementäre Führungswände 44 und eine komplementäre Verschiebefläche 46 auf. Die geneigten Führungswände 44 sind vorzugsweise unter einem von 90° verschiedenen Winkel gegen die komplementäre Führungsfläche 46 geneigt. Besonders bevorzugt sind die Führungswände 28 der Verschiebeeinrichtung 26 des Verbinders 10 und die entsprechenden komplementären geneigten Führungswände 44 der komplementären Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12 im wesentlichen parallel angeordnet, wenn die Eingriffseinrichtungen 14, 22 mit den entsprechenden komplementären Eingriffseinrichtungen 16, 24 in Eingriff sind. In einer solchen Position sind auch die Verschiebefläche 30 und die komplementäre Verschiebefläche 46 im wesentlichen parallel. Besonders bevorzugt treten die geneigten Führungswände 28 mit den entsprechenden komplementären, geneigten Führungswänden 44 in Eingriff, wenn der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 gegeneinander verschoben werden, d.h. beispielsweise kann der Verbinder 10 festgehalten werden und der komplementäre Verbinder 12 entlang der Verschieberichtung 40 verschoben werden. Alternativ kann aber auch der komplementäre Verbinder 12 festgehalten werden und der Verbinder 10 entgegen der Verschieberichtung 40 verschoben werden. Zum Beispiel ist auch möglich, daß der komplementäre Verbinder 12 entlang der Verschieberichtung 40 und zeitgleich der Verbinder 10 entgegen der Verschieberichtung 40 verschoben werden.

Wenn die Verschiebeeinrichtung 26 mittels der Eingriffseinrichtung 14 mit der komplementären Eingriffseinrichtung 16 der Abdeckeinrichtung 18 in Eingriff ist, sind der Verbinder 10 und die Abdeckeinrichtung 18 des komplementären Verbinders 12 miteinander als Einheit verschiebbar. Ebenso sind der komplementäre Verbinder 12 und die Abdeckeinrichtung 20 des Verbinders 10 miteinander als Einheit verschiebbar, wenn die Eingriffseinrichtung 22 der Abdeckeinrichtung 20 und die komplementäre Eingriffseinrichtung 24 des komplementären Verbinders 12 in Eingriff sind.

Eine Bewegung der Abdeckeinrichtung 20 relativ zu der Verschiebeeinrichtung 26 in einer Richtung, welche nicht im wesentlichen gleich der Verschieberichtung 40 ist, nicht möglich, wenn die Verschiebeeinrichtung 26 und die Abdeckeinrichtung 20 in Eingriff sind. Analog ist eine Bewegung der Abdeckeinrichtung 18 relativ zu der komplementären Verschiebeeinrichtung 42, in einer Richtung verschieden zu der Verschieberichtung 40 nicht möglich, wenn die Abdeckeinrichtung 18 und die komplementäre Verschiebeeinrichtung 42 in Eingriff sind. Gleiches gilt für den Verbinder 10 und den komplementären Verbinder 12, wenn die Verschiebeeinrichtung 26 und die komplementäre Verschiebeeinrichtung 42 in Eingriff sind.

Vorzugsweise sind die Eingriffseinrichtungen 14, 22 und die komplementären Eingriffseinrichtungen 12, 24 derart ausgelegt, daß der Verbinder und der komplementäre Verbinder entlang einer Eingriffsrichtung (nicht gezeigt) verbindbar sind. Die Eingriffsrichtung kann beispielsweise parallel zu der Verschieberichtung 40 sein. Die Eingriffsrichtung kann aber auch parallel zu der Achsrichtung 38 sein.

Sind die Eingriffseinrichtungen 14, 22 und die komplementären Eingriffseinrichtungen 16, 24 in Eingriff, können der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 22 parallel zu der Verschieberichtung 40 verschoben werden, bis die Fluiddurchführungsöffnungen (nicht gezeigt) übereinander liegen. In anderen Worten können der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 verschoben werden, bis die Achsrichtung 38 des Rohrs 32 und eine Achsrichtung 48 eines Rohrs 50 des komplementären Verbinders 12 aufeinander fallen. Das Rohr 50 ist beispielsweise an einer Außenfläche 52 des komplementären Verbinders 12 angeordnet, wobei die Achsrichtung 48 mit einem Mittelpunkt der Fluiddurchführungsöffnung (nicht gezeigt) des komplementären Verbinders 12 bzw. der Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12 zusammenfällt. Das Rohr 50 und die Verschiebeeinrichtung 42 können beispielsweise einstückig hergestellt sein, d. h. der komplementäre Verbinder 12 kann beispielsweise einstückig hergestellt sein.

Sobald die Achsrichtung 38 des Rohrs 32 des Verbinders 10 und die Achsrichtung 48 des Rohrs 50 des komplementären Verbinders 12 aufeinander liegen, sind der Verbinder 10 der komplementären Verbinder 12 derart verbunden, daß ein maximaler Fluidfluß durch das Rohr 32 des Verbinders 10 in das Rohr 50 des komplementären Verbinders 12 möglich ist, wobei die Verbindung des Rohrs 32 des Verbinders 10 mit dem Rohr 50 des komplementären Verbinders 12 nach außen fluiddicht ist. In anderen Worten kann Fluid, welches sich in dem Rohr 32 befindet in das Rohr 50 eintreten, wobei kein Fluid durch die Kontaktstelle der beiden Rohre 32, 50 nach außen, d.h. an die Umgebung austreten kann. Ebensowenig kann Fremdmaterial der Umgebung durch die Kontaktstelle der beiden Rohre 10, 50 in das Innere der Rohre 10, 50 eintreten.

2 zeigt eine Schnittansicht der 1 entlang einer Schnittebene, welche senkrecht zu der Verschieberichtung 40 ist und die Achsrichtung 38 enthält. Die Schnittansicht der 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Verbinders 10 und eine bevorzugte Ausführungsform des komplementären Verbinders 12. Insbesondere ist in der Schnittansicht das Rohr 50 des komplementären Verbinders 12 und die Abdeckeinrichtung 20 des Verbinders 10 gezeigt, wobei das Rohr 50 nicht in der Schnittebene liegt. Die Abdeckeinrichtung 20 ist, wie in 1 gezeigt, mit dem komplementären Verbinder 12, insbesondere der Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12 mittels der Eingriffseinrichtung 22 und der komplementären Eingriffseinrichtung 24 verbunden. Die Verschiebefläche 30 der Verschiebeeinrichtung 26 des Verbinders 10 ist hierbei in einem vorzugsweise flächigen Kontakt mit einer Verschiebefläche 54 der Abdeckeinrichtung 20. Ferner weist die Abdeckeinrichtung 20 geneigte Führungswände 56 auf. Die Führungswände 56 der Abdeckeinrichtung 20 greifen mit den Führungswänden 28 der Verschiebeeinrichtung 26 derart ein, daß die Abdeckeinrichtung 20 entlang der Verschieberichtung 40 relativ zu dem Verbinder 10 verschoben werden kann. Die Abdeckeinrichtung 20 hat im Querschnitt vorzugsweise eine im wesentlichen identische Form wie die Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12. Sind der komplementäre Verbinder 12 und die Abdeckeinrichtung 20 mittels der Eingriffseinrichtung 22 und der komplementären Eingriffseinrichtung 24 miteinander verbunden, können die Abdeckeinrichtung 20 und der komplementäre Verbinder 12 miteinander entlang bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 verschoben, um eine kontinuierliche Fluiddurchfuhr zu ermöglichen.

Ferner ist in 2 ein Dichtmittel beispielhaft in Form eines O-Rings 58 dargestellt. Der O-Ring ist vorzugsweise in einer Vertiefung der Verschiebefläche 30 angeordnet, so daß der O-Ring zumindest teilweise über die Verschiebefläche 30 hinausragt. Ist die Abdeckeinrichtung 20 an dem Verbinder 10, insbesondere an der Verschiebeeinrichtung 26 des Verbinders 10 angeordnet, ist der O-Ring 58 vorzugsweise in Preßkontakt mit der Verschiebefläche 54 der Abdeckeinrichtung 20. Ferner ist der O-Ring vorzugsweise zentrisch um das Rohr 32 bzw. einer Fluiddurchführungsöffnung 60 der Verschiebeeinrichtung 26 angeordnet. Anhand der O-Rings 58 wird daher ein fluiddichter Kontakt zwischen der Verschiebeeinrichtung 26 und der Abdeckeinrichtung 20 hergestellt. Befindet sich Fluid in einem Inneren des Rohrs 32, kann das Fluid nicht durch die Fluiddurchführungsöffnung 60 aus dem Verbinder 10 heraustreten. Ebenso können Fremdkörper der Umgebung nicht in das Innere des Rohres 32 eindringen, d.h. ein Kontakt des Fluids in dem Inneren des Rohrs 32 mit der Umgebung ist verhindert.

Ferner ist in 2 eine Feder 62 gezeigt. Die Feder 62 ist derart angeordnet, daß sie einerseits gegen eine Schulter 64 der Rohrbefestigung 36 drückt und andererseits gegen eine Schulter 66 des Rohres 50. Folglich wird das Rohr entgegen der Achsrichtung 38, als bevorzugte Verriegelungsrichtung, weg von der Schulter 64 gedrückt. Eine Bewegung des Rohrs wird insbesondere durch die Verschiebefläche 54 der Abdeckeinrichtung 20 begrenzt, wobei das Rohr 32 in die Fluiddurchführungsöffnung 60 ragt und vorzugsweise bündig mit einer Unterkante 68 der Fluiddurchführungsöffnung 60 mit der Verschiebefläche 54 der Abdeckeinrichtung 20 in Kontakt tritt.

An dem Rohr 32 ist ferner ein weiteres Dichtelement in Form eines O-Rings 70 angeordnet. Insbesondere ist der O-Ring in einer Vertiefung des Rohrs 32 angeordnet, wobei der O-Ring 70 eine fluiddichte Verbindung zwischen der Verschiebeeinrichtung 26 und dem Rohr 32 herstellt. Insbesondere kann das Rohr 32 entlang bzw. entgegen der Achsrichtung 38 relativ zu der Rohrbefestigung 36 und der Verschiebeeinrichtung 26 bewegt werden. Wird insbesondere der komplementäre Verdichter 12 derart relativ zu dem Verbinder positioniert, daß die Achsrichtung 38 des Rohrs 32 und die Achsrichtung 48 des Rohrs 50 aufeinander liegen, wird das Rohr 32 aufgrund der Federkraft der Feder 62 entgegen der Achsrichtung 38, als bevorzugte Verriegelungsrichtung, zu dem komplementären Verbinder 12 hin bewegt, wobei das Rohr 32 vollständig durch die Fluiddurchführungsöffnung 60 hindurch tritt und in eine Eingriffsöffnung (nicht gezeigt) des komplementären Verbinders 12, insbesondere der Verschiebeeinrichtung 42, eingreift. Die Eingriffsöffnung kann beispielsweise die Fluiddurchführungsöffnung (nicht gezeigt) des komplementären Verbinders sein. Eine Bewegung des Verbinders 10 relativ zu dem komplementären Verbinder 12 entlang bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 wird daher verhindert. Das Rohr 32 dient folglich sowohl als Fluiddurchführung als auch als Verriegelungseinrichtung. Analog dient das Rohr 50 des komplementären Verbinders 12 als Fluiddurchführung und eine Öffnung (nicht gezeigt) in der komplementären Verschiebeeinrichtung 42 (nicht gezeigt) als komplementäre Eingriffseinrichtung des komplementären Verbinders 12. Die Verriegelungseinrichtung kann aber auch von dem Rohr 32 unabhängig sein. Insbesondere ist es somit möglich, daß die Verschiebeeinrichtung 26, die Rohrbefestigungseinrichtung 36 und das Rohr 32 einstückig hergestellt sind. Die Verriegelungseinrichtung kann beispielsweise in Form zumindest eines Bolzens ausgebildet sein, welcher entlang der Achsrichtung 38 bewegbar angeordnet ist. Der Bolzen kann beispielsweise anhand einer Feder entgegen der Achsrichtung 38 gedrückt werden, und mit zumindest einer Öffnung des komplementären Verbinders 12, insbesondere in der komplementären Verschiebefläche 46 der komplementären Verschiebeeinrichtung 42 in Eingriff treten, wodurch eine Bewegung des Verbinders 10 relativ zu dem komplementären Verbinder 12 entlang bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 blockiert wird. Eine Bewegung des Verbinders 10 relativ zu dem komplementären Verbinder 12 entlang bzw. entgegen der Achsrichtung 38 wird anhand der geneigten Führungswände 28, 56 und der geneigten, komplementären Führungswände 44 verhindert. Folglich können der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 anhand der Verschiebeeinrichtung 26 und der komplementären Verschiebeeinrichtung 42 in bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 relativ zueinander bewegt werden, wobei zeitgleich die Abdeckeinrichtungen 18, 20 mit bewegt werden. Sind der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 derart relativ zueinander positioniert, daß eine maximale Fluiddurchführung durch das Rohr 32 und das Rohr 50 ermöglicht ist, wobei durch Dichtmittel, beispielsweise durch den O-Ring 58 ein Fluidaustritt an die Umgebung bzw. ein Kontakt des Fluids mit der Umgebung im wesentlichen verhindert wird, werden der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 verriegelt. Eine Relativbewegung entlang bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 ist anschließend nicht mehr möglich. Folglich ist ein sicherer Fluidaustausch zwischen dem Rohr 32 und dem Rohr 50 möglich. Insbesondere kann das Rohr 32 beispielsweise anhand eines Schlauches (nicht gezeigt) oder direkt mit einem Behälter (nicht gezeigt) verbunden sein, wobei der Behälter ein Fluid enthält, welches aus dem Behälter durch den Verbinder 10 und den komplementären Verbinder 12 hindurch tritt. Alternativ kann der Behälter aber auch durch die Fluidzufuhr mittels des komplementären Verbinders 12 und des Verbinders 10 befüllt werden.

Insbesondere kann ferner die Abdeckeinrichtung 20 derart an der Verschiebeeinrichtung 26 des Verbinders 10 angeordnet sein, daß das Innere des Rohres 32 steril von der Umgebung abgeschlossen ist. Die Abdeckeinrichtung 20 kann ferner so angeordnet sein, daß zumindest ein Teilbereich der Verschiebefläche 30 steril von der Umgebung abgeschlossen ist, wobei die Abdeckeinrichtung 20 insbesondere derart ausgebildet ist, daß die Fluiddurchführungsöffnung 60 steril von der Umwelt bzw. einem umgebenden Medium getrennt ist.

Alternativ kann zwischen der Führungswand 28 und der Abdeckeinrichtung 20 eine weitere sterile Abdeckung (nicht gezeigt), beispielsweise in Form einer sterilen Folie angeordnet sein, wodurch das Innere des Rohres 32 bzw. die Fluiddurchführungsöffnung 60 steril von der Umwelt abgegrenzt ist. Es ist somit nicht notwendig, daß die Abdeckeinrichtung 20 eine derartige sterile Abdeckung ermöglicht. Vielmehr kann die Abdeckeinrichtung nicht steril sein und die sterile Folie das Innere des Rohrs 32 bzw. die Fluiddurchführungsöffnung 60 steril von der Umwelt verschließen. Die sterile Folie kann auch einen Teilbereich der Verschiebefläche 30 bzw. die Verschiebefläche 30 vollständig steril von der Umgebung abtrennen bzw. die Verschiebefläche 30 vollständig steril bedecken.

3 zeigt die Verschiebeeinrichtung 26 und die Rohrbefestigung 36 des Verbinders 10. In der Verschiebefläche 30 der Verschiebeeinrichtung 26 ist die Fluiddurchführungsöffnung 60 angeordnet. Die Fluiddurchführungsöffnung 60 wird von einer Eintiefung bzw. einem kreisförmigen Graben 72 umgeben. Der kreisförmige Graben 72 dient zur Aufnahme des O-Rings 58 (nicht gezeigt). Ferner ist in 3 eine sterile Folie 74 gezeigt. Die sterile Folie bedeckt einen Teilbereich der Verschiebefläche 30 der Verschiebeeinrichtung 26 sowie die Fluiddurchführungsöffnung 60. Ferner bedeckt die sterile Folie 74 auch den kreisförmigen Graben 72. Ist der O-Ring 58 in dem kreisförmigen Graben 72 angeordnet, bedeckt die sterile Folie 74 auch den O-Ring 58. Das Rohr 32 ist in 3 nicht gezeigt. Ferner ist in 3 eine Fläche 76 dargestellt. Ist beispielsweise die Abdeckeinrichtung 20 (nicht gezeigt) derart ausgebildet, daß die Abdeckeinrichtung 20 die Fluiddurchführungsöffnung und gegebenenfalls den kreisförmigen Graben 72 mit darin angeordnetem O-Ring 58 und gegebenenfalls in den Bereich der Verschiebefläche 30 steril bedeckt, kann die sterile Folie 74 auch lediglich entlang der Fläche 76 angeordnet sein.

4 zeigt den komplementären Verbinder 12. An dem komplementären Verbinder 12 ist eine sterile Folie 78 angeordnet. Die sterile Folie 78 bedeckt eine Fluiddurchführungsöffnung 80 des komplementären Verbinders 12. Insbesondere entspricht die Fluiddurchführungsöffnung 80 einem Inneren des Rohres 50. Besonders bevorzugt sind die komplementäre Verschiebeeinrichtung 42, das Rohr 50 und die Fluiddurchführungsöffnung 80 einstückig ausgebildet. Ferner umgibt die Fluiddurchführungsöffnung 80 ein kreisförmiger Graben 82. Der kreisförmige Graben 82 ist insbesondere ausgelegt, um eine Dichtmittel, beispielsweise einen O-Ring (nicht gezeigt) aufzunehmen. Ferner ist in 3 eine Schulter 84 dargestellt, welche in dem Inneren des Rohrs 50 angeordnet ist. Sind der Verbinder 10 (nicht gezeigt) und der komplementäre Verbinder 12 derart positioniert, daß ein maximaler Fluidfluß von dem Rohr 32 des Verbinders 10 in das Rohr 50 möglich ist, wird das Rohr 32 aufgrund der Federkraft der Feder 62 entgegen die Achsrichtung 38 gedrückt und greift mit dem Inneren des Rohrs 50 ein. Insbesondere schlägt eine Unterkante des Rohres 32 an die Schulter 84 an, wodurch eine weitere Bewegung des Rohres 32 entgegen der Achsrichtung 38 blockiert wird. Folglich wird eine Relativbewegung des Verbinders 10 zu dem komplementären Verbinder 12 entlang bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 verhindert. In dieser Position können beispielsweise auch der O-Ring (nicht gezeigt), welcher in dem kreisförmigen Graben 82 angeordnet ist und der O-Ring 58, welcher in dem kreisförmigen Graben 72 angeordnet ist, einander kontaktieren, wodurch ein Fluidaustritt aus dem Inneren des Rohres 32 bzw. dem Inneren des Rohres 50 bzw. den Fluiddurchführungsöffnungen 60, 80 an die Umgebung verhindert wird. Ebenso kann Fremdmaterial nicht in das Innere der Rohre 32, 50 bzw. der Fluiddurchführungsöffnungen 60, 80 gelangen.

Die sterile Folie 78 kann, wie in 2 gezeigt, im wesentlichen eine plane Folie sein, welche entlang der komplementären Führungswand 44 angeordnet ist und über ein Ende 86 der komplementären Führungswand 44 hinausragt, wobei das Ende 86 der Eingriffseinrichtung 24 gegenüber liegt. Wie in 4 ferner gezeigt ist, kann die sterile Folie 78 aber auch um eine Kante 88 gebogen sein und eine Fläche 90 zumindest teilweise bedecken, wobei die sterile Folie 78 über die komplementäre Verschiebeeinrichtung 42 hinausragt. Die Kante 88 und die Fläche 90 sind an einem Ende des komplementären Verbinders angeordnet, an welchem die komplementäre Eingriffseinrichtung 24 angeordnet ist. Ist die Abdeckeinrichtung 20 (gezeigt in 1 und 2) an der komplementären Verschiebeeinrichtung 42 angeordnet, befindet sich somit die sterile Folie 78 zwischen der Abdeckeinrichtung 20 und der komplementären Verschiebeeinrichtung 42.

Der Verbinder 10 kann folglich mit dem komplementären Verbinder 12 derart gekoppelt werden, daß die Eingriffseinrichtung 14 mit der komplementären Eingriffseinrichtung 16 (der Abdeckeinrichtung 18) des komplementären Verbinders 12 in Eingriff gebracht wird. Zeitgleich wird auch die Eingriffseinrichtung 22 (der Abdeckeinrichtung 20) des Verbinders 10 mit der komplementären Eingriffseinrichtung 24 des komplementären Verbinders 12 in Eingriff gebracht, wobei die sterile Folie 74 zwischen der Abdeckung 20 und dem Verbinder 10 angeordnet ist und die sterile Folie 78 zwischen der Abdeckeinrichtung 18 und dem komplementären Verbinder 12. Ferner ist die sterile Folie 74 derart angeordnet, daß sie um eine Kante des Verbinders 10 geknickt ist und sich zwischen dem Verbinder 10 und der Abdeckeinrichtung 18 des komplementären Verbinders 12 befindet. Die sterile Folie 74 ragt daher im wesentlichen parallel zu der Achsrichtung 38 zwischen dem Verbinder 10 und der Abdeckeinrichtung 18 des komplementären Verbinders 12 hervor.

Analog ist die sterile Folie 78 zwischen dem komplementären Verbinder 12 und der Abdeckeinrichtung 18 angeordnet, wobei die Folie um die Kante 88 geknickt ist. Die sterile Folie 78 ist ferner zwischen der Abdeckeinrichtung 20 des Verbinders 10 und der komplementären Verschiebeeinrichtung 42 des komplementären Verbinders 12 angeordnet, so daß die sterile Folie 78 im wesentlichen parallel zu der Achsrichtung 48 des Rohrs 50 zwischen der Abdeckeinrichtung 20 und dem komplementären Verbinder 12 hervorragt. Der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 können relativ zueinander entlang der Verschieberichtung 40 verschoben werden, bis beispielsweise das Rohr 32 mit dem Rohr 50 in Eingriff tritt und eine weitere Bewegung entlang bzw. entgegen der Verschieberichtung 40 verhindert. Das Rohr 32 kann hierbei die sterilen Folien 74, 78 durchstoßen. Alternativ können jedoch vor Verschieben des Verbinders 10 relativ zu dem komplementären Verbinder 12 die sterile Folie 74 und die sterile Folie 78 entfernt werden, indem an den hervorragenden Enden der sterilen Folie 74 bzw. der sterilen Folie 78 gezogen wird.

Sind der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 in einem verriegelten Zustand, welcher einen Fluidfluß durch die Rohre 32, 50 und die Fluiddurchführungsöffnungen 60, 80 ermöglicht, können die Abdeckeinrichtungen 18, 20 entfernt werden.

Um den Verbinder 10 von dem komplementären Verbinder 12 zu lösen, können beispielsweise die Abdeckungen 18, 20 wieder an dem komplementären Verbinder 12 bzw. dem Verbinder 10 angeordnet werden und mit dem Verbinder 10 bzw. dem komplementären Verbinder 12 in Eingriff gebracht werden. Anschließend können der Verbinder 10 und der komplementäre Verbinder 12 relativ zueinander entgegen der Verschieberichtung 40 verschoben werden, wobei aufgrund der Abdeckeinrichtungen 18, 20 ein Fluidaustritt aus dem komplementären Verbinder 12 und dem Verbinder 10 verhindert wird. Beispielsweise kann daher ein Fluidaustausch mit Behältern, welche jeweils an dem Verbinder 10 bzw. dem komplementären Verbinder 12 angeschlossen sind, ermöglicht und auch unterbrochen werden, wobei ein Fluidaustritt an die Umgebung bzw. ein Kontakt des Fluids mit der Umgebung vermieden wird.

5 zeigt die Abdeckeinrichtung 20 des Verbinders 10 (nicht gezeigt). Die Abdeckeinrichtung 20 weist die Verschiebefläche 54 auf, sowie die geneigten Führungswände 56. Ferner ist in 5 die Eingriffseinrichtung 22 der Abdeckeinrichtung 20 gezeigt. Die Eingriffseinrichtung 22 ist ausgelegt, um mit der komplementären Eingriffseinrichtung 24 (nicht gezeigt) des komplementären Verbinders 12 in Eingriff zu treten.

6 zeigt die Abdeckeinrichtung 18 des komplementären Verbinders 12 (nicht gezeigt). Die Abdeckeinrichtung 18 umfaßt eine Verschiebefläche 92 sowie geneigte Führungswände 94. Ferner ist in 6 die komplementäre Eingriffseinrichtung 16, welche mit der Eingriffseinrichtung 14 des Verbinders 10 (nicht gezeigt) in Eingriff gebracht werden kann.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr kann ein Verbinder gemäß der vorliegenden Erfindung auch von obigen bevorzugten Ausführungsformen abweichen. Beispielsweise können der Verbinder und der komplementäre Verbinder identisch ausgebildet sein. In anderen Worten kann der komplementäre Verbinder als Verbinder bezeichnet werden und der Verbinder als komplementärer Verbinder. Ferner kann die Abdeckeinrichtung des Verbinders oder des komplementären Verbinders mehrstückig, beispielsweise zweistückig ausgebildet sein, wie dies beispielsweise auch 1 und 6 gezeigt ist.

Die Eingriffseinrichtung kann von der in der obigen Beschreibung ausgeführten bevorzugten Eingriffseinrichtung abweichen. Beispielsweise kann die Eingriffseinrichtung eine Schraubvorrichtung umfassen. Ferner kann die Verriegelungseinrichtung von der obigen bevorzugten Ausführungsform abweichen. Die Verriegelungseinrichtung kann beispielsweise unabhängig von dem Rohr angeordnet sein.

10Verbinder 12komplementärer Verbinder 14Eingriffseinrichtung 16komplementäre Eingriffseinrichtung 18Abdeckeinrichtung 20Abdeckeinrichtung 22Eingriffseinrichtung 24komplementäre Eingriffseinrichtung 26Verschiebeeinrichtung 28Führungswand 30Verschiebefläche 32Rohr 34Außenfläche 36Rohrbefestigung 38Achsrichtung, Verriegelungsrichtung 40Verschieberichtung 42komplementäre Verschiebeeinrichtung 44komplementäre Führungswand 46komplementäre Verschiebefläche 48Achsrichtung 50Rohr 52Außenfläche 54Verschiebefläche 56Führungswand 58O-Ring 60Fluiddurchführungsöffnung 62Feder 64Schulter 66Schulter 68Unterkante 70O-Ring 72kreisförmiger Graben 74sterile Folie 76Fläche 78sterile Folie 80Fluiddurchführungsöffnung 82kreisförmiger Graben 84Schulter 86Ende 88Kante 90Fläche 92Verschiebefläche 94Führungswand

Anspruch[de]
  1. Verbinder (10) zur Herstellung einer sterilen Verbindung mit

    – einer Fluiddurchführung (32)

    – einer Eingriffseinrichtung (14, 22), welche ausgelegt ist, mit einer komplementären Eingriffseinrichtung (16, 24) eines komplementären Verbinders (12) in Eingriff zu treten;

    – einer Verschiebeeinrichtung (26) mit einer im wesentlichen planen Verschiebefläche (30) und einer Fluiddurchführungsöffnung (60), welche die Verschiebefläche (30) durchstößt und mit der Fluiddurchführung (32) verbunden ist, wobei

    – die Verschiebeeinrichtung (26) ausgelegt ist, den Verbinder (12) und den komplementären Verbinder (12) nach Ineingrifftreten der Eingriffseinrichtung (14, 22) mit der komplementären Eingriffseinrichtung (16, 24) in einer Verschieberichtung (40) relativ zueinander zu verschieben und wobei

    – die Verschieberichtung (40) im wesentlichen parallel zu der Verschiebefläche (30) ist, und

    – einer sterilen Abdeckeinrichtung (20, 74), welche ausgelegt ist, zumindest die Fluiddurchführungsöffnung (60) steril zu bedecken.
  2. Verbinder (10) nach Anspruch 1, mit einer Verriegelungseinrichtung (32), welche derart entlang einer Verriegelungsrichtung (38) bewegbar angeordnet ist, um mit einer komplementären Verriegelungseinrichtung (50, 80) des komplementären Verbinders (12) in Eingriff zu treten, wobei die Verriegelungsrichtung (38) von der Verschieberichtung (40) verschieden ist.
  3. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Verriegelungseinrichtung (32) ausgelegt ist, entgegen der Verriegelungsrichtung (38) vorgespannt zu sein.
  4. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Verriegelungseinrichtung (32) ausgelegt ist mit der komplementären Verriegelungseinrichtung (50, 80) automatisch in Einriff zu treten, wenn der Verbinder (10) und der komplementäre Verbinder (12) in einer Verriegelungsposition angeordnet sind.
  5. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die sterile Abdeckeinrichtung (20, 74) eine verschiebbare Flächenabdeckung (20) und/oder eine lösbare Kantenabdeckung (74) umfaßt.
  6. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die verschiebbare Flächenabdeckung ausgelegt (20) ist, die Verriegelungseinrichtung (32) entlang der Verriegelungsrichtung (38) zu fixieren.
  7. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die lösbare Kantenabdeckung (74) ein Ende der verschiebbaren Flächenabdeckung steril bedeckt, welches im wesentlichen formschlüssig mit dem komplementären Verbinder (12) in Kontakt tritt.
  8. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die lösbare Kantenabdeckung (74) ein Ende des Verbinders (10) bedeckt, welches ausgelegt ist, mit einem Ende einer Flächenabdeckung (18) des komplementären Verbinders (12) in Kontakt zu treten.
  9. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die verschiebbare Flächenabdeckung (20) mit der Verschiebefläche (30) in flächigem Kontakt ist.
  10. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Fluiddurchführung (32) ein Bestandteil der Verriegelungseinrichtung (32) ist.
  11. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Verriegelungseinrichtung (32) ausgelegt ist, fluiddichten Kontakt des Verbinders (10) mit dem komplementären Verbinder (12) bereitzustellen.
  12. Verbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Verbinder (10) fluiddicht mit einem Behälter verbindbar ist.
  13. Verbindersystem zum fluiddichten Verbinden einer Fluidzufuhr eines Verbinders (10) mit einer Fluidabfuhr eines komplementären Verbinders (12), wobei der Verbinder (10) und der komplementäre Verbinder (12) jeweils gemäß eines der vorangegangenen Ansprüche ausgestaltet sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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