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Dokumentenidentifikation DE60118468T2 07.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001174301
Titel Getriebesteuereinrichtung für ein Automobil
Anmelder Kabushiki Kaisha Atsumitec, Shizuoka, JP;
Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Matsuno, Takanori, Hamana-gun, Shizuoka-ken, JP;
Oda, Shigeaki, Hamana-gun, Shizuoka-ken, JP;
Nomura, Shigeki, Wako-shi, Saitama-ken, JP;
Sugiyama, Takashi, Wako-shi, Saitama-ken, JP;
Furusawa, Yoshinori, Wako-shi, Saitama-ken, JP;
Hanjono, Hiroshi, Wako-shi, Saitama-ken, JP
Vertreter COHAUSZ & FLORACK, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60118468
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.06.2001
EP-Aktenzeichen 011159068
EP-Offenlegungsdatum 23.01.2002
EP date of grant 05.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.09.2006
IPC-Hauptklasse B60K 20/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil, die an oder neben einem Armaturenbrett angeordnet ist, und insbesondere eine Getriebebedieneinrichtung, welche die Absorption einer Stoßlast erlaubt, wenn die Stoßlast auf den Bedienhebel der Einrichtung angelegt wird.

BESCHREIBUNG DES STANDS DER TECHNIK

Gewöhnlich ist eine Getriebebedieneinrichtung, die einen Schalthebel eines Handschaltgetriebes oder einen Wählhebel eines Automatikgetriebes (der Schalthebel und der Wählhebel werden nachstehend als „Bedienhebel" bezeichnet) aufweist, in einer Mittelkonsole zwischen einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz angeordnet. Es wurde aber vorgeschlagen, die Getriebebedieneinrichtung an oder neben einem Armaturenbrett anzuordnen, um einen großen Raum auf dem Vorderboden des Fahrzeugs zu gewährleisten und die Bedienbarkeit der Getriebebedieneinrichtung zu verbessern.

Die Anordnung der Getriebebedieneinrichtung auf oder neben dem Armaturenbrett erlaubt es, einen großen Raum neben den Vordersitzen zu gewährleisten und verhindert dadurch die versehentliche Berührung des Fahrers mit dem Bedienhebel. Da der Bedienhebel darüber hinaus benachbart zu einem Lenkrad angeordnet ist, ist es einem Fahrer möglich, seine Hand, die das Lenkrad greift, schnell zum Bedienhebel zu bewegen.

Zum Beispiel offenbart die japanische Patentoffenlegungsschrift JP 10067245 A, die der US 6029536 A entspricht, eine Technologie zum Absorbieren der Stoßlast, die auf den Bedienhebel der Getriebebedieneinrichtung angelegt wird, die auf oder neben dem Armaturenbrett angeordnet ist. Diese Technologie zielt darauf ab, die Stoßlast durch einen am Basisende des Bedienhebels geformten Drehabschnitt zu absorbieren, der gebrochen wird, wenn die Stoßlast auf den Bedienhebel angelegt wird.

Andere Technologien zum Absorbieren der Stoßlast, bei denen das Tragelement des Bedienhebels gebrochen wird, werden in den japanischen Patentoffenlegungsschriften JP 10129290 A, JP 10138778 A und JP 11278085 A offenbart.

Doch all diese früheren Techniken zielen darauf ab, die Stoßlast nur durch den Bruch des Tragelements des Bedienhebels zu absorbieren. Obwohl es möglich ist, die Primärstoßlast zu absorbieren, wird daher oft eine Sekundärstoßlast verursacht, nachdem der Bedienhebel gelöst worden ist.

Die japanische Patentoffenlegungsschrift JP 11278085 A offenbart eine Getriebebedieneinrichtung, bei dem eine Vielzahl von Mitteln vorgesehen sind, um die Stoßlast durch den Bruch des Tragelements des Bedienhebels zu absorbieren. Die Stoßlast wird durch Stoßabsorptionsmittel dieses Typs auf diskontinuierliche Weise absorbiert, und deshalb kann durch diese Mittel keine gleichmäßige Stoßabsorption erreicht werden. Da zudem alle stoßabsorbierenden Schritte durch den Bruch des Tragelements des Bedienhebels erfolgen, sind die Eigenschaften der Stoßabsorption von jedem Stoßabsorptionsmittels identisch, und daher ist der Freiheitsgrad bei der Einstellung der Stoßabsorptionseigenschaften eingeschränkt.

In diesem früheren Stand der Technik liegt eine Offenbarung vor, die zum Absorbieren der Stoßlast eine Gasschicht in einem Hebelgriff vorsieht. Doch die Gasschicht wirkt nicht als Stoßdämpfer, wenn eine übermäßige momentane Stoßlast auf den zentralen Knauf angelegt wird, und daher kann nur die Stoßabsorption durch den Bruch des Tragelements des Bedienhebels erreicht werden, wodurch sich das gleiche Problem wie das oben erwähnte stellt.

Überdies ist es denkbar, daß ein Tragelement der ganzen Getriebebedieneinrichtung gebrochen werden kann, um die Stoßlast zu absorbieren, wenn die Stoßlast auf den Bedienhebel angelegt wird. Doch dies ist im Hinblick auf die Reduktion eines Raums für die Getriebebedieneinrichtung unerwünscht, da in diesem Fall die gesamte Getriebebedieneinrichtung einschließlich des Bedienhebels verschoben wird und es deshalb notwendig ist, den Raum dafür freizuhalten.

Das Dokument EP 1041313 A, das unter Artikel 54(3) EPÜ fällt, offenbart eine weitere Technologie zum Absorbieren der Stoßlast, die auf den Schalthebel einer Gangschaltung angelegt wird, durch Vorsehen eines ersten stoßabsorbierenden Elements, das geeignet ist, gebrochen zu werden, um eine Anfangsstoßlast zu absorbieren, sowie eines zweiten stoßabsorbierenden Elements, das geeignet ist, über einen bestimmten Hubweg hinweg verformt oder gebrochen zu werden, um eine der Anfangsstoßlast folgende Stoßlast zu absorbieren. Doch diese Vorrichtung ist eher voluminös.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der Erfindung ist daher die Bereitstellung einer Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil, die die Raumreduktion und den Freiheitsgrad bei der Einstellung der Stoßabsorptionseigenschaften verbessern kann sowie die der Absorption der Primärstoßlast folgende Sekundärstoßlast gleichmäßig absorbieren kann.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung kann gemäß der vorliegenden Erfindung von Anspruch 1 durch Bereitstellung einer Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil erreicht werden, die auf oder neben einem Armaturenbrett eines Fahrzeugs anzuordnen ist, umfassend eine Halterung zum Tragen einer Bedienhebeleinheit für den Drehzahlwechselvorgang; eine Platte, die an der Halterung befestigt wird; eine Welle, die sowohl durch die Halterung als auch durch die Platte geführt wird, um die Bedienhebeleinheit darum drehbar zu tragen; einen ersten stoßabsorbierenden Abschnitt, der geeignet ist, gebrochen zu werden, wenn eine Stoßlast, die einen vorgegebenen Wert übersteigt, an die Bedienhebeleinheit angelegt wird, um die Stoßlast zu absorbieren und den Halt der Welle in einem von der Halterung oder der Platte zu lösen; und einen zweiten stoßabsorbierenden Abschnitt, der geeignet ist, von der Welle verformt zu werden, die aus dem anderen von der Platte oder der Halterung gelöst wurde, und zusammen mit der Bedienhebeleinheit über einen vorgegebenen Hubweg hinweg verschoben zu werden, um die Stoßlast auf kontinuierliche Weise zu absorbieren.

Dem Aufbau von Anspruch 1 zufolge wird die angelegte Stoßlast zuerst durch den Bruch des ersten stoßabsorbierenden Abschnitts absorbiert und dann durch die Verformung des zweiten stoßabsorbierenden Abschnitts auf kontinuierliche Weise absorbiert.

In der vorliegenden Erfindung von Anspruch 2 kann der erste stoßabsorbierende Abschnitt einen Tragabschnitt umfassen, der eine Öffnung formt, durch welche die Welle geführt wird; der zweite stoßabsorbierende Abschnitt kann einen verformbaren Abschnitt umfassen, der durch einen Abschnitt geformt wird, durch welchen die Welle geführt werden kann, und einen Schlitz, der entlang der Verschiebungsrichtung der Welle verläuft und eine Breite aufweist, die kleiner ist als der Außendurchmesser der Welle; und der Tragabschnitt und der Schlitz können jeweils entweder in der Halterung oder in der Platte geformt sein.

Dem Aufbau von Anspruch 2 zufolge wird die Primärstoßlast zuerst durch den Bruch des Tragabschnitts absorbiert, und dann wird die Sekundärstoßlast auf kontinuierliche Weise durch die Verformung der Schlitze absorbiert.

In der vorliegenden Erfindung von Anspruch 3 kann der Tragabschnitt in der Halterung geformt sein, und der verformbare Abschnitt kann in der Platte geformt sein.

Dem Aufbau von Anspruch 3 zufolge wird die Primärstoßlast zuerst durch den Bruch des Tragabschnitts absorbiert, der in der Halterung geformt ist, und dann wird die Sekundärstoßlast auf kontinuierliche Weise durch die Verformung des Verformungsabschnitts absorbiert, der in den zwei Platten geformt ist.

In der vorliegenden Erfindung von Anspruch 4 kann zusätzlich zum Schlitz neben dem Schlitz ein zweiter Schlitz oder eine Kerbe (ausgesparter Abschnitt) geformt sein, der im wesentlichen parallel zum Schlitz verläuft.

Dem Aufbau von Anspruch 4 zufolge kann das Material, aus dem der zweite stoßabsorbierende Abschnitt besteht, zum zweiten Schlitz oder zur Kerbe hin verformt werden.

In der vorliegenden Erfindung von Anspruch 5 kann die Halterung durch Formung geformt werden, und der erste stoßabsorbierende Abschnitt (oder Abschnitte) kann (können) mit der Halterung in einem Stück geformt sein.

In der vorliegenden Erfindung von Anspruch 6 kann die Platte aus einem Metall bestehen, das eine vorgegebene Dehnbarkeit aufweist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bevorzuge Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, wobei:

1 ein Seitenriß einer Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil nach einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;

2 eine perspektivische Ansicht der Getriebebedieneinrichtung von 1 ist;

3 eine perspektivische Ansicht einer Halterung in der Getriebebedieneinrichtung von 1 ist;

4 eine auseinandergezogene Ansicht der Getriebebedieneinrichtung von 1 ist;

5 ein Aufriß von einer Platte in der Getriebebedieneinrichtung von 1 ist;

6 ein Aufriß der anderen Platte in der Getriebebedieneinrichtung von 1 ist; und

7 eine perspektivische Ansicht der Getriebebedieneinrichtung von 1 ist, die ihren Zustand zeigt, nachdem die Stoßlast absorbiert worden ist.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Eine Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil 1, die als eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in den Zeichnungen gezeigt wird, ist ein Automatikgetriebe und umfaßt hauptsächlich eine Halterung 4, die in eine Region des Armaturenbretts 2 eingebaut wird, um eine Bedienhebeleinheit (Wählhebeleinheit) 3 zu tragen; Platten 5 und 6; eine Tragwelle 7; einen Tragabschnitt 8 als einen ersten stoßabsorbierenden Abschnitt; und Schlitze 5a und 6a, die einen zweiten stoßabsorbierenden Abschnitt formen, wie in 1 gezeigt.

Die Halterung 4 formt ein Hauptteil der Getriebebedieneinrichtung 1 und trägt die Bedienhebeleinheit 3, die vom Fahrer eines Fahrzeugs betätigt wird, um den Antriebsmodus des Fahrzeugs zu ändern. Die Halterung 4 ist als Aluminiumspritzgußstück und integral mit Tragabschnitten 8 geformt, wie in 3 gezeigt. Der Aluminiumspritzguß ermöglicht es, die Haltung mit hervorragender Temperaturbeständigkeit und vorgegebenen Brucheigenschaften der Tragabschnitte 8 zu formen.

Jeder Tragabschnitt 8 ist durch eine im wesentlichen ringförmige Konfiguration geformt, die einen Innendurchmesser aufweist, der im wesentlichen einem Außendurchmesser der Tragwelle 7 entspricht, was einen Durchgang der Welle 7 durch den Tragabschnitt 8 erlaubt. Der Tragabschnitt 8 ist ausgelegt, um durch die Welle 7 gebrochen zu werden, wenn eine Stoßlast, die ein vorgegebenes Niveau übersteigt, auf die Bedienhebeleinheit 3 angelegt wird, indem die Dicke des ringförmigen Abschnitts des Tragabschnitts 8 angepaßt wird. Der Dehnungsprozentsatz des Materials, aus dem der Tragabschnitt besteht, ist bevorzugt kleiner als 10%.

Es kann möglich sein, die Halterung 4 und die Tragabschnitte 8 aus separaten Elementen zu formen und die Tragabschnitte 8 mit Bolzen oder Nieten an der Halterung 4 zu befestigen. In diesem Fall sollte die Verbindung zwischen der Halterung 4 und den Tragabschnitten 8 nicht durch eine Kraft gebrochen werden, die kleiner als dieses vorgegebene Niveau ist.

Wie in 4 gezeigt, umfaßt die Bedienhebeleinheit 3 eine Öffnung 10, in welche die Tragwelle 7 eingeführt wird, einen Stellungshalteabschnitt 11 unter einer Wirkung einer Blattfeder (nicht gezeigt), die darunter angeordnet ist, um die Bedienhebeleinheit 3 in ihrer Schaltstellung zu halten, und einen Verbindungsglied-Befestigungsabschnitt 12 zum Befestigen eines Verbindungsglieds, um die Hebelbewegung der Bedienhebeleinheit 3 auf das Getriebe (nicht gezeigt) zu übertragen. Im Hinblick auf die Festigkeit und die Herstellungskosten sind diese Abschnitte bevorzugt aus einem Stück mit Harz geformt. Ein Hebelgriff 3a ist auf dem oberen Ende der Bedienhebeleinheit 3 befestigt.

Die Platten 5 und 6 sind mit Schrauben 13 auf entgegengesetzten Seiten der Halterung 4 befestigt. Die Platte 5, die eine L-förmige Konfiguration aufweist, ist auch mit Bolzen „b" (1), die durch Öffnungen 5b (2) geführt sind, am Rahmen eines Fahrzeugs befestigt. Die Platte 5 weist eine Befestigungsöffnung 9a auf, die einer Öffnung 9b entspricht, die in der Halterung 4 geformt ist. Die Halterung 4 ist über einen Lenksäulenhalter (nicht gezeigt), der durch die Öffnungen 9a und 9b geführt ist, am Rahmen eines Fahrzeugs befestigt.

Die Platten 5 und 6 weisen Schlitze 5a und 6a auf, die jeweils entlang einer Richtung „a" (1) der Verschiebung der Tragwelle 7 während ihres Stoßabsorptionshubs verlaufen. Wie in 5 und 6 gezeigt, weist jeder Schlitz 5a und 6a eine Abmessung „w" an seinem oberen Ende auf, die im wesentlichen dem Außendurchmesser der Tragwelle 7 entspricht, und eine Abmessung „u" an seinem Verlängerungsabschnitt unter dem oberen Ende, die kleiner ist als die Abmessung „w" des Außendurchmessers der Tragwelle 7. Die Schlitze 5a und 6a verformen sich an ihren Rändern, um die Sekundärstoßlast während des Stoßabsorptionshubs zu absorbieren.

Obwohl die Breite „u" der Schlitze 5a und 6a konstant sein kann, ist es vorzuziehen, ihre Breite kontinuierlich nach unten hin zu reduzieren, wie in 5 und 6 gezeigt. Solch ein Design erlaubt die kontinuierliche Zunahme der zu absorbierenden Stoßlast und daher die gleichmäßige Absorption der Sekundärstoßlast. Wenn die Platten 5 und 6 aus Metall mit einer vorgegebenen Dehnbarkeit bestehen, ist es möglich, während der Verformung der Schlitze 5a und 6a eine ideale Absorption der Sekundärstoßlast zu erhalten. Daher sind die Platten 5 und 6 bevorzugt aus SP-Metall wie z.B. SPCC mit einem Dehnungsprozentsatz von über 30% herzustellen.

Die Platte 5 ist mit einem zweiten Schlitz 5c und einer Kerbe oder einem ausgesparten Abschnitt 5d neben dem Schlitz 5a geformt, der im wesentlichen parallel dazu verläuft, um das Material während der Verformung des Schlitzes 5a freizugeben. Dementsprechend sind zweite Schlitze 6b auf jeder Seite des Schlitzes 6a der Platte 6 angeordnet. Es ist möglich, den Wert der vom zweiten stoßabsorbierenden Abschnitt zu absorbierenden Stoßlast einzustellen, indem der Abstand zwischen den Schlitzen 5a und 6a und den zweiten Schlitzen 5b und 6b oder der Kerbe 5 vorbestimmt wird.

Die oben genannten Komponenten werden wie in 4 gezeigt zusammengebaut. Zuerst werden die Platten 5 und 6 durch Schrauben 13 an der Halterung 4 befestigt, und dann wird die Tragwelle 7 in den Schlitz 5a der Platte 5, die Tragabschnitte 8 der Halterung 4, die Öffnung 10 der Bedienhebeleinheit 3 und den Schlitz 6a der Platte 6 eingeführt, und wird schließlich an ihrem fernen Ende durch einen Clip 15 gesichert. Dadurch wird die Bedienhebeleinheit 3 von der Tragwelle 7 drehbar auf der Halterung 4 getragen.

Der Hebelabschnitt der Bedienhebeleinheit 3 wird durch eine Aussparung 14a in einer Verkleidung 14 geführt, die auf konventionelle Weise mit Zeichen beschriftet ist (z.B. P, R, N, D, 2, 1, usw.). Der Zusammenbau der Hauptkomponenten der Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil 1 wird abgeschlossen, indem schließlich Hilfsteile wie z.B. ein Magnetventil eingebaut werden.

Das Stoßabsorptionsverhalten der Getriebebedieneinrichtung für ein Automobil 1 der vorliegenden Erfindung wird nachstehend beschrieben.

Wenn eine Stoßlast „F", die einen vorgegebenen Wert übersteigt, auf die Bedienhebeleinheit 3 angelegt wird, werden die Tragabschnitte 8, die die Welle 7 tragen, zuerst gebrochen, und dadurch wird die Anfangstoßlast absorbiert. Die bruchbedingte Absorption der Stoßlast kann die statische Festigkeit im Vergleich zur verformungsbedingten Absorption erhöhen. Dieser vorgegebene Wert der Stoßlast „F" kann festgelegt werden, indem die Dicke des Tragabschnitts 8 auf geeignete Weise eingestellt wird.

Da die Tragwelle 7 aus dem Halt durch die Halterung 4 gelöst ist, wenn die Tragabschnitte 8 gebrochen sind, wird die Tragwelle 7 zusammen mit der Bedienhebeleinheit 3 an den Schlitzen 5a und 6a entlang verschoben (die Richtung „a" in 1, 2 und 7). Der Zustand, nachdem die Bedienhebeleinheit 3 verschoben worden ist, ist in 7 dargestellt. Dabei werden die Schlitze 5a und 6a durch die Tragwelle 7 gedehnt und absorbieren dadurch die Sekundärstoßlast nach der Absorption der Anfangsstoßlast, die durch den Bruch der Tragabschnitte 8 bedingt ist. Das Material neben den Schlitzen 5a und 6a kann zu den zweiten Schlitzen 5c und 6b und der Kerbe 5d hin verschoben werden. Der verformte Zustand des Schlitzes 6a wird in 6 durch gepunktete Linien dargestellt. Ein Bezugszeichen 7' bezeichnet die Position der Tragwelle 7, nachdem sie verschoben wurde.

Da die Sekundärstoßlast durch die Verformung der Schlitze 5a und 6a absorbiert wird, kann die Sekundärstoßlast durch einen einfachen Aufbau gleichmäßig absorbiert werden. Da die Stoßlast F zudem nur durch die Bedienhebeleinheit 3 und die die Bedienhebeleinheit 3 tragende Welle 7 absorbiert werden kann, ist es möglich, den Raum, der zur Verschiebung der tragenden Bauteile vorzusehen ist, im Vergleich zu dem Fall, wo die ganze Getriebebedieneinrichtung zur Absorption der Stoßlast verschoben werden muß, wie in den früheren Techniken, erheblich zu reduzieren.

Es ist vorzuziehen, daß die Richtung der Schlitze 5a und 6a, d.h. die Richtung „a", in eine Richtung eingestellt wird, in die der Hebel der Bedienhebeleinheit 3 verläuft, wenn das Fahrzeug vorwärts fährt, wobei sie unter Berücksichtigung der Positionen des Lenkrads oder der Sitze auf der Fahrzeugbasis bestimmt werden kann.

Da die Anfangsstoßlast durch den Bruch der tragenden Bauteile absorbiert wird und die Sekundärstoßlast durch die Verformung der tragenden Bauteile absorbiert wird, ist es der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gemäß möglich, die Stoßabsorptionseigenschaften leicht anzupassen. Da die Sekundärstoßlast kontinuierlich über einen vorgegebenen Hubweg hinweg absorbiert werden kann, ist es darüber hinaus möglich, die Absorption der Sekundärstoßlast gleichmäßig durchzuführen.

Obwohl oben bevorzugte Ausführungsformen veranschaulicht und beschrieben wurden, ist anzumerken, daß die vorliegende Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt ist. Zum Beispiel ist sie auf eine Getriebebedieneinrichtung für ein Handschaltgetriebe anwendbar, die an einem Armaturenbrett eines Fahrzeugs angeordnet ist. Darüber hinaus ist es möglich, den ersten stoßabsorbierenden Abschnitt an den Platten und den zweiten stoßabsorbierenden Abschnitt an der Halterung anzuordnen. Dies kann erreicht werden, indem der Tragabschnitt zur Durchführung der bruchbedingten Stoßabsorption, auf den Platten vorgesehen wird, und auch, indem der Verformungsabschitt zur Durchführung der verformungsbedingten Stoßabsorption, auf der Halterung vorgesehen wird.

Ferner kann die Halterung aus jedem anderen geeigneten Material (z.B. Kunststoffe) als Aluminium geformt werden, in solch einem Fall sind glasfaserverstärkte Kunststoffe mit einem Dehnungsprozentsatz von unter 10% vorzuziehen. Darüber hinaus kann die Halterung direkt am Rahmen eines Fahrzeugs befestigt werden, in solch einem Fall wird den Platten die Funktion zweiter stoßabsorbierenden Elemente zugewiesen.

Es ist auch möglich, die Getriebebedieneinrichtung nicht nur in einer Region des Armaturenbretts anzuordnen, wie in der bevorzugten Ausführungsform dargestellt, sondern in einer Region neben dem Armaturenbrett.


Anspruch[de]
  1. Getriebebedieneinrichtung (1) für ein Automobil, die auf oder neben einem Armaturenbrett (2) eines Fahrzeugs angeordnet wird, umfassend:

    eine Halterung (4) zum Tragen einer Bedienhebeleinheit (3) für den Drehzahlwechselvorgang;

    eine Platte (5, 6), die an der Halterung (4) befestigt wird;

    eine Welle (7), die sowohl durch die Halterung (4) als auch durch die Platte (5, 6) geführt wird, um die Bedienhebeleinheit (3) darum drehbar zu tragen;

    einen ersten stoßabsorbierenden Abschnitt, der geeignet ist, gebrochen zu werden, wenn eine Stoßlast, die einen vorgegebenen Wert übersteigt, auf die Bedienhebeleinheit (3) angelegt wird, um die Stoßlast zu absorbieren und den Halt der Welle (7) in einem von der Halterung (4) oder der Platte (5, 6) zu lösen; und

    einen zweiten stoßabsorbierenden Abschnitt, der geeignet ist, von der Welle (7) verformt zu werden, die aus dem anderen von der Platte (5, 6) oder der Halterung (4) gelöst wurde, und zusammen mit der Bedienhebeleinheit über einen vorgegebenen Hubweg hinweg verschoben wird, um die Stoßlast auf kontinuierliche Weise zu absorbieren.
  2. Getriebebedieneinrichtung nach Anspruch 1, wobei

    der erste stoßabsorbierende Abschnitt einen Tragabschnitt (8) umfaßt, der eine Öffnung (10) formt, durch welche die Welle (7) geführt wird;

    der zweite stoßabsorbierende Abschnitt einen verformbaren Abschnitt umfaßt, der durch einen Abschnitt geformt wird, durch welchen die Welle (7) geführt werden kann, und einen Schlitz (5a, 6a), der entlang der Verschiebungsrichtung der Welle (7) verläuft und eine Breite aufweist, die kleiner ist als der Außendurchmesser der Welle (7); und

    der Tragabschnitt und der Schlitz (5a, 6a) jeweils entweder in der Halterung (4) oder in der Platte (5, 6) geformt sind.
  3. Getriebebedieneinrichtung nach Anspruch 2, wobei der Tragabschnitt (8) in der Halterung (4) geformt ist und der verformbare Abschnitt in der Platte (5, 6) geformt ist.
  4. Getriebebedieneinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, wobei neben dem Schlitz (5a, 6a) zusätzlich ein zweiter Schlitz (5b, 6b) oder eine Kerbe geformt ist, der im wesentlichen parallel zum Schlitz (5a, 6a) verläuft.
  5. Getriebebedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Halterung (4) durch Formung geformt wird und der erste stoßabsorbierende Abschnitt mit der Halterung aus einem Stück geformt ist.
  6. Getriebebedieneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Platte (5, 6) aus einem Metall besteht, das eine vorgegebene Dehnbarkeit aufweist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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