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Dokumentenidentifikation DE102005008002A1 14.09.2006
Titel Weihrauchcreme gegen Psoriasis
Anmelder Curtaz, Carolin, 97230 Estenfeld, DE
Erfinder Curtaz, Carolin, 97230 Estenfeld, DE
DE-Anmeldedatum 22.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005008002
Offenlegungstag 14.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2006
IPC-Hauptklasse A61K 36/324(2006.01)A, F, I, 20060626, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61P 17/06(2006.01)A, L, I, 20060626, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Heilmittel entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs I.

Kortisonhaltige Präparate haben bei der Anwendung an psoriatischen Hautleiden viele Nebenwirkungen. U.a. wird die Haut bei längerer Anwendung dünner und nimmt dadurch auch langfristig Schaden. Kortison ist zwar ein körpereigenes Hormon, was man jedoch in einer kortisonhaltigen Creme findet ist durch chemische Eingriffe um vieles verstärkt und hat auch nur einen kurzzeitigen Effekt der Besserung.

Aufgabe der Erfindung ist es kortisonhaltige Präparate bei der Behandlung von Psoriasis durch weihrauchhaltige Creme zu ersetzen.

Diese Aufgabe wird durch Beimischung der Creme mit Weihrauch des Anspruches I gelöst.

Weihrauch wird schon seit Jahrhunderten in der indischen Naturheilkunde Ayurveda verwendet. Weihrauch ist ein Naturheilmittel und enthält unter anderen auch sehr viel von Boswelliasäuren, von denen bekannt ist, dass sie das Enzym 5-Lypoxygenase hemmen. Psoriasis wird durch viele Faktoren hervorgerufen, das Enzym 5-Lypoxygenase ist jedoch mit so genannten Leukotrien der Hauptverursacher. Durch die Hemmung des Enzyms können nun auch keine psoriatsischen Entzündungen erscheinen.

Eine Creme mit Weihrauchbestandteilen unterstützt weiterhin den Wiederaufbau der Haut und den Prozess der Heilung.

Der Vorteil beim Einsatz von Cremen mit Weihrauchbestandteilen ist, dass es ein natürliches Heilmittel ist, keine chemisch veränderten Bestandteile enthält, die Allergien verursachen können, keine Veränderung des Hautbildes aufzeigt und gleichzeitig entzündungshemmend und desinfizierend wirkt. Auch ist eine Creme sehr gut aufzutragen und kann im Falle einer Weihrauchallergie sofort ohne Folgewirkungen abgesetzt werden.

Was ist eigentlich Weihrauch?

Auch wenn der in Europa angebotene Weihrauch fast ausschließlich aus Eritrea importiert wird, gilt der Süden der arabischen Halbinsel, das Gebiet der heutigen Staaten Jemen und Oman, traditionell als das Weihrauchland. Weihrauch wird als weißes Gummiharz aus dem Boswellia-Baum gewonnen.

... in der Religion

Jedes Kind erinnert sich, dass Weihrauch sowie Myrrhe und Gold von den Heiligen Drei Königen als Gaben zu dem Jesuskind nach Bethlehem mitgebracht wurden. Schon in der Antike war es eine Kostbarkeit und wurde bereits im 4.Jahrhundert n. Chr. von Bischöfen in Prozessionen verwendet. Doch Weihrauch wurde schon viel früher in andern Kulturen gebraucht. In Ägypten unter den Pharaonen benutze man Weihrauch nicht nur bei religiösen Handlungen, sondern ebenso als Räuchermittel, zum Einbalsamieren von Mumien und zu reinigenden Zwecken. Auch heute wird Weihrauch noch in der katholischen Kirche zur Verehrung Gottes und der Heiligen gebraucht. Bei Festgottesdiensten wird Weihrauch auf glühende Kohlen gelegt und verglüht, dadurch entsteht ein typischer und intensiver Geruch.

... in der Medizin

In der traditionellen indischen Naturheilkunde des Ayurveda (der „Wissenschaft vom gesunden Leben") wurde schon 1000 v. Chr. das Harz des dort wachsenden Weihrauchbaumes (Boswellia serrat) als Heilmittel gebraucht. Bis heute wird dort Weihrauch bei Entzündungen (z. B. Gelenkentzündung), Knochenbrüchen, Drüsenschwellungen und Geschwüren eingesetzt. Bei Darmerkrankungen und bei Entzündungen im Rachenbereich kann es auch eingenommen werden. Als Trockenextrakt wird es Ölen beigefügt, mit denen Pflaster getränkt werden.

Weihrauch enthält 5–8% Boswelliasäuren, von denen bekannt ist, dass sie entzündungshemmende Wirkungen haben. Auch weiß man, dass chronische Entzündungen durch das Enzym 5-Lipoxygenase hervorgerufen werden. Dieses Enzym ist die Ursache dafür, dass so genannte Leukotrien gebildet werden. Leukotrien sind Produkte des körpereigenen Stoffwechsels und sind für das dauerhafte Auftreten von chronischen Entzündungen verantwortlich. Die Leukotrien-Anzahl ist daher bei chronischen Krankheiten erhöht. Stoppt man nun die überhöhte Bildung an Leukotrien, so geht die chronische Erkrankung zurück. Leukotrien werden, wie oben schon erwähnt, durch das Enzym 5-Lipoxygenase gebildet, inaktiviert man nun dieses Enzym so können wiederum keine Leukotrien mehr entstehen. Die oben genannten Boswelliasäuren des Weihrauchharzes bewirken nun genau dies. Sie hemmen die Tätigkeit des Enzyms 5-Lipoxygenase.

Psoriasis wird auch durch Leukotrien gebildet, die dann auch dauerhaft eine Entzündung Verursachen.

Ich verwendete das Harz in meinen folgenden Salbenherstellungen.

Zu Beginn meiner Forschungsarbeiten überlegte ich mir, auf welchem Wege man die beiden verschiedenen Harze in ein Salbenpräparat einfügen könne. Daraufhin mörserte ich zuerst Weihrauch und gab verschiedene Mengen von diesen Pulver zu unterschiedlichen Basissalben, die ich in der selber hergestellt hatte. Nachdem ich die Creme gemischt hatte probierte ich sie an entzündeten psoriatischen Stellen einer Testperson aus.

Am Anfang machten mir die immer auftretenden groben Stückchen große Probleme, da ich glaubte, dass es die späteren Testpersonen stören würde. Diese Sorgen stellten sich jedoch später als falsch heraus, denn das Gegenteil trat ein. Der peelende Effekt dieser Creme wurde als besonders angenehm empfunden und der Heilprozess wurde dadurch nur verbessert.

In einem zweiten Schritt stellte ich selber Cremes auf Naturbasis her und mischte in diese Weihrauchöl, die man auch selber in einer Wasserdampfdestillation erzeugen kann. Da die Reinheitsgrade bei selbst hergestellten Ölen nicht so gut wie bei gekauften sind, verwendete ich dann zur weiteren Herstellung von Weihrauchsalben gekaufte Öle, um meine Testpersonen nicht zu gefährden.

Rezeptur der selbst hergestellten Creme:

Ich habe verschiedene Rezepte und Mengen ausprobiert. Mit folgendem Ansatz erzielte ich die besten Ergebnisse:

  • 10 g Bienenwachs oder Kakaobutter
  • 30 ml Öl
  • 12 g Tegomuls (Emulgator)
  • 80 ml dest. Wasser

Dabei ging ich folgendermaßen vor: Bienenwachs bzw. Kakaobutter, Öl und Tegomuls in einem Wasserbad erhitzen bis es in die Flüssigphase eintritt. Dieses Ölgemisch wird mit dem auf 60°C erhitzten destillierten Wasser gut vermischt. Beim Zuführen des Wassers verändert sich die Farbe des Öl-/Wasser-Gemisches von gelb nach weiß und die Struktur wird härter. Während der Abkühl- und Verfestigungsphase von Öl zu Creme muss die gesamte Masse dauernd gerührt werden, um die Flüssigkeiten gleichmäßig zu binden. Dieser Vorgang kann bis zu 45 min dauern. Nach Beendigung der Abkühlphase erhält man eine weiße, geruchsneutrale Salbe.

Herstellung einer Weihrauchsalbe:
  • Basissalbe + Weihrauchöl ⟹ Weihrauchcreme
Test an der Haut:

Nachdem ich die Salben hergestellt hatte, habe ich auch deren Wirksamkeit erforscht. Als Probanden dienten Personen, die unter Psoriasis leiden. Unter ärztlicher Beratung erprobte ich die verschiedenen Salbenpräparate. Zu Beginn meiner Tests an der Haut befragte ich jedoch die Personen nach ihren bisher ausprobierten Salben und ob diese eine langfristige Besserung gebracht hätten.

Von den Testpersonen erfuhr ich, dass sie bis jetzt fast nur mit kortisonhaltigen Präparaten behandelt worden waren. Diese jedoch hatten nur kurzzeitig die chronische Entzündung gebessert.

Zweimal am Tag wurden die betroffenen Stellen eingecremt und schon nach zwei Tagen ließen sich wirklich erste Besserungen erkennen. Diese photographierte und dokumentierte ich.

Wie man an Hand der Tabellen sehen kann, ist die chronische Entzündung stark abgeklungen. Bei den Testpersonen ergaben sich auch keine allergischen Reaktionen an der Haut, was das Präparat an seiner Wirksamkeit nur unterstütz.


Anspruch[de]
  1. Creme zur Behandlung psoriatischer Erscheinungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Creme Weihrauchbestandteile enthält.
  2. Creme nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Creme das Erscheinungsbild das psoriatische Erscheinungsbild rückbildet durch die Hemmung des Enzyms 5-Lypoxygenase.
  3. Creme nach Anspruch I oder II, dadurch gekennzeichnet, dass die Creme bei Psoriasis die zu schnell auftretende Zellerneuerung der Haut auf das normale Maß zurückgeführt wird.
  4. Creme nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Creme desinfizierend wirkt.
  5. Creme nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Regenerierung der Haut entzündete Hautstellen bei Weiterbenutzung psoriatische Entzündungen verhindert.
  6. Creme nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Beimischung von gemörserten Weihrauchpulver durch Peelingeffekt die abgetrockneten Hautschuppen sofort abgelöst werden und damit das Heilmittel mit Weihrauch besser einwirken kann.
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