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Dokumentenidentifikation DE102005032510A1 14.09.2006
Titel Basismodul zur Aufnahme von Kocheinrichtungen
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Segers, Hermann-Reinhard, 81679 München, DE
DE-Anmeldedatum 12.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005032510
Offenlegungstag 14.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.09.2006
IPC-Hauptklasse A47B 77/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Basismodul zur Aufnahme von zumindest einer Kocheinrichtung (21) und zum bedienerseitigen Auswechseln der Kocheinrichtung (21). Der Benutzer der Vorrichtung (20) soll in der Auswahl und Anordnung der Kocheinrichtungen völlig frei sein. Deshalb schlägt die Erfindung vor, das Basismodul als ein Gehäuse (10) mit zumindest einer Montageöffnung (9) zum Einsetzen der Kocheinrichtung (21) auszubilden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Basismodul zur Aufnahme von zumindest einer Kocheinrichtung und zum bedienerseitigen Auswechseln der Kocheinrichtung.

Kücheneinrichtungen sind kostenintensive Investitionen. Deshalb müssen junge Haushalte oder Studenten bei ihrer Kücheneinrichtung häufig auf wichtige Bestandsteile der Kücheneinrichtung verzichten. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man eine qualitativ hochwertige Kücheneinrichtung kaufen möchte.

Die EP 0 823 231 B1 beschreibt ein aus Küchengeräten- und/oder Küchenmöbeleinheiten bestehendes System, wobei die Küchengeräte- und/oder Küchenmöbeleinheiten eine stapelfähige Tragestruktur aufweisen und mittels Kopplungselementen miteinander verbunden sind. Die EP 0 697 567 B1 beschreibt eine Kombinationseinrichtung zum Zubereiten warmer Speisen mit mehreren unterschiedlich beheizbaren Einzelgeräten, wobei mindestens zwei fest installierte Einzelgeräte in einer unveränderlichen Größenanordnung in Form eines Sockels fest miteinander verbunden sind. Nachteilig bei diesen aus dem Stand der Technik bekannten Einrichtungen ist, dass sie den Benutzer dieser Einrichtungen von vornherein auf eine bestimmte Mindestausstattung und Grundanordnung festlegen. Diese Einrichtungen sind deshalb in ihrer Flexibilität stark eingeschränkt.

Die Erfindung hat deshalb die Aufgabe, ein Basismodul der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass der Benutzer dieser Vorrichtung völlig frei in der Anordnung und bei der Auswahl der Kocheinrichtungen ist.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Basismodul als ein Gehäuse mit zumindest einer Montageöffnung zum Einsetzen der Kocheinrichtung ausgebildet ist. Das Basismodul kann erweiterbar und modifizierbar sein sowie mit mindestens einem Boden, zwei Seitenteilen und einem Rückteil ausgebildet sein. Das Basismodul kann alle bekannten Kocheinrichtungen, wie beispielsweise Backöfen, Herdplatten, Friteusen, Dampfgarer, Wok-Kochstellen, Grills, Ablagen, Schubladen, Roste und dergleichen aufnehmen. Sollte das Basismodul im Laufe der Zeit nicht mehr genügend Erweiterungsmöglichkeiten aufweisen, dann kann es selbstverständlich auch mit weiteren Basismodulen kombiniert werden. Das Basismodul ist somit das kleinste Grundelement einer beliebig umfangreich ausbaubaren Kücheneinrichtung. Das Basismodul ermöglicht also dem Benutzer eine völlig freie Auswahl und Anordnung der gewünschten Kocheinrichtungen in und an dem Basismodul. Es ermöglicht dem Benutzer im Laufe der Zeit die Kücheneinrichtung gemäß seinen Wünschen zu erweitern oder auch entsprechend seinen Vorstellungen neu anzuordnen. Da der Benutzer seine Kücheneinrichtung mit dem Basismodul ganz klein beginnen kann, ermöglicht ihm das Basismodul seine Kücheneinrichtung von Anfang an mit qualitativ hochwertigen Kocheinrichtungen auszustatten.

Das Basismodul kann an den beiden Seitenteilen Befestigungseinrichtungen bzw. Halterungselemente zum lösbaren Einhängen von Kocheinrichtungen und/oder Schubladen und/oder Ablagen oder dergleichen aufweisen. Somit kann das Basismodul entsprechend bestimmten Vorstellungen mit wenigen Handgriffen auch von Personen ohne besonderes handwerkliches Geschick erweitert werden. Es kann beispielsweise durch einen Dampfgarer, eine Friteuse, einen Grill oder dergleichen ergänzt werden. Es ist auch möglich, seitlich mehrere Kocheinrichtungen untereinander lösbar einzuhängen. Diese Kocheinrichtungen sind dann in der Reihenfolge ihrer Anordnung auswechselbar. Sie können auch ganz von dem Basismodul entfernt werden und an einem bestimmten Ort aufbewahrt werden.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann das Basismodul auf Rollen stehen. Im Bedarfsfall kann das Basismodul somit mühelos im Raum verschoben werden. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn an dem mindestens einen Basismodul viele schwere Kocheinrichtungen angeordnet sind.

Die Kocheinrichtungen können ohne ein Werkzeug an das Basismodul montiert oder von dem Basismodul demontiert werden. Dies ist bei einem Umzug sehr praktisch, oder wenn die Kücheneinrichtung öfters verändert oder erweitert werden muss.

Auf dem Basismodul kann vorteilhafterweise ein Kochfeld oder eine Arbeitsplatte aufgesetzt werden. Das Kochfeld oder die Arbeitsplatte bilden dann einen oberen Abschluss des mindestens einen Basismoduls.

Ein aufklappbarer Deckel kann zweckmäßigerweise das Kochfeld oder die Arbeitsplatte verschließen. Er schützt somit außerhalb des Gebrauchs die Arbeitsplatte oder das Kochfeld vor Verschmutzungen. Außerdem sieht die Kücheneinrichtung bei verschlossenem Deckel aufgeräumt aus. Der aufgeklappte Deckel schützt eine Wand vor unerwünschten Spritzern beim Kochen.

In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der Deckel Einrichtungen zur Aufbewahrung von Kochutensilien auf. Solche Kochutensilien können beispielsweise Schneebesen, Kochlöffel oder dergleichen sein, die in einer Klemmleiste oder mit Magnetschnappern am Deckel befestigt werden. Sobald man den Deckel öffnet, hat man dann sofort die erforderlichen Kochutensilien zur Hand.

Zwischen die beiden Seitenwände können vorteilhafterweise ein Backofen und/oder Schubladen und/oder Ablagen lösbar montiert sein.

Der Boden und/oder das Rückteil des Basismoduls können jeweils zwei ineinander schiebbare Flächenelemente aufweisen. Dann kann bei einem Umzug oder bei der Anschaffung eines neuen Backofens oder Herdes das Basismodul an ein neues Rastermaß angepasst werden.

Wenn die Seitenteile und das Rückteil mit einer dekorativen Oberfläche versehen sind, kann das erfindungsgemäße Basismodul frei in den Raum gestellt werden. Sie benötigt dann keine Stellwand. Diese Möglichkeit eröffnet eine sehr freie kreative Gestaltung des Raums, in dem die erfindungsgemäße Vorrichtung untergebracht ist.

Sehr kostengünstig und robust ist das Basismodul, wenn die Seitenteile und das Rückteil aus Stahlblech gefertigt sind. Die Stahlblechteile können dann bevorzugterweise geschweißt sein.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Basismoduls anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Basismoduls;

2 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

1 zeigt ein Basismodul mit einem Gehäuse 10, das eine frontseitige Montageöffnung 9 aufweist. Das Gehäuse 10 ist im wesentlichen geschlossen mit einem Boden 11, Seitenteilen 12, einem Rückteil 13 und einem Abdeckelement 14 ausgebildet. Das Abdeckelement 14 kann beispielsweise eine Arbeitsplatte oder ein Kochfeld sein. Die Seitenteile 12 weisen Befestigungseinrichtungen bzw. Halterungselemente 15 auf, mit denen weitere Kocheinrichtungen, wie beispielsweise Friteusen, Dampfgarer, Grills oder dergleichen, an den Seitenteilen 12 angebracht werden können. Die Halterungselemente 15 können als Aussparungen ausgebildet sein. Dabei sind die Halterungselemente 15 in der Weise ausgebildet, dass sie eine Montage und eine Demontage der zusätzlichen Kocheinrichtungen an die Seitenteile 12 und von den Seitenteilen 12 ermöglichen. Dies ist besonders dann praktisch, wenn die Kücheneinrichtung variiert oder erweitert werden soll. Die Abmessungen des Basismoduls 10 entsprechen den gängigen Rastermaßen von Kücheneinrichtungen. Sollte das Rastermaß, beispielsweise infolge eines Umzuges, geändert werden müssen, so ist es auch möglich, den Boden 11 und das Rückteil 13 durch einen anderen Boden und ein anderes Rückteil, das dem neuen Rastermaß entspricht, zu ersetzen. Ferner kann es auch möglich sein, dass der Boden 11 und das Rückteil 13 jeweils zwei ineinander schiebbare hier nicht näher gezeigte Flächenelemente aufweist, so dass der Boden 11 und das Rückteil 13 entsprechend dem neuen Rastermaß variiert werden können.

Gemäß der 1 ist das Rückteil 13 doppelwandig mit einem darin vorgesehenen Energieschacht 29 ausgebildet. In dem Energieschacht 29 können Versorgungsleitungen für die Kocheinrichtungen 21 angeordnet werden. Mittels der Halterungselemente 15 können auch weitere Basismodule mit dem Basismodul 10 verbunden werden.

2 zeigt das erfindungsgemäße Basismodul mit mehreren seitlich daran lösbar angeordneten Kocheinrichtungen 21. Die Kocheinrichtungen 21 können beispielsweise Gaskocher, Wok-Kochstellen, Dampfgarer, Friteusen, Grills oder dergleichen sein. Es ist auch möglich, weniger häufig verwendete Kocheinrichtungen 21 in dem unteren Bereich anzuordnen (gestrichelt dargestellt), und häufiger verwendete Kocheinrichtungen 21 im oberen Bereich anzuordnen. Dann sind die weniger häufig verwendeten Kocheinrichtungen 21 immer aufgeräumt und doch bei Bedarf schnell griffbereit. Es ist auch möglich, dass anstelle der Kocheinrichtungen 21 Ablageflächen oder Schubladen angeordnet sind. Im oberen Bereich des Basismoduls 10 ist ein Regal 22 vorgesehen, in dem beispielsweise Roste, Ablagen oder Schubladen oder dergleichen angeordnet sind. Das Regal 22 kann entweder, wie hier dargestellt, an einer Wand befestigt sein oder, wie hier nicht gezeigt, auch mittels eines entsprechenden Gestells mit dem Basismodul 10 zu einer Einheit verbunden sein. Die Verbindung des Regals 22 des hier nicht gezeigten Gestells mit dem Basismodul 10 ist besonders dann interessant, wenn es frei im Raum aufgestellt werden soll. Für eine freie Aufstellung im Raum sind die Seitenteile 12 und das Rückteil 13 mit einer dekorativen Oberfläche versehen. In das Basismodul 10 kann zwischen die Seitenteile 12 ein Backofen und/oder Schubladen und/oder Ablagen oder dergleichen angeordnet sein. Somit ermöglicht die Vorrichtung 20 eine konzentrierte Anordnung vieler Kocheinrichtungen auf engstem Raum.


Anspruch[de]
  1. Basismodul zur Aufnahme von zumindest einer Kocheinrichtung (21) und zum bedienerseitigen Auswechseln der Kocheinrichtung (21), dadurch gekennzeichnet, dass das Basismodul als ein Gehäuse (10) mit zumindest einer Montageöffnung (9) zum Einsetzen der Kocheinrichtung (21) ausgebildet ist.
  2. Basismodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) im wesentlichen geschlossen ist.
  3. Basismodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) zumindest ein Halterungselement (15) zur Halterung weiterer Kocheinrichtungen aufweist.
  4. Basismodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterungselement (15) eine im Gehäuse (10) vorgesehene Aussparung zum Einhängen einer Kocheinrichtung ist.
  5. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageöffnung (9) frontseitig im Gehäuse (10) ausgebildet ist.
  6. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) einen Energieschacht (25) aufweist, in dem eine Versorgungsleitung zu der Kocheinrichtung (21) angeordnet ist.
  7. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) zumindest an einer seiner Seitenteile (12) mit dem zumindest einen Halterungselement (15) ausgebildet ist.
  8. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basismodul (10) bodenseitig mit Rollen ausgebildet ist.
  9. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kocheinrichtung (21) werkzeugfrei in dem Basismodul (10) eingesetzt ist.
  10. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuses (10) mit einer Oberseite (14) zum Aufsetzen eines Kochfeldes oder einer Arbeitsplatte ausgebildet ist.
  11. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) zumindest teilweise aus einem Stahlblech gefertigt ist.
  12. Basismodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) zumindest ein Verbindungselement zur Kombination mit weiteren Basismodulen aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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