PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10130096B4 21.09.2006
Titel Umhüllungsverfahren für Tankschiffe, die auseinander zu brechen drohen
Anmelder Krebs, Werner, 88214 Ravensburg, DE
DE-Anmeldedatum 21.06.2001
DE-Aktenzeichen 10130096
Offenlegungstag 10.10.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse B63B 43/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Umhüllungsverfahren für Tankschiffe, die auseinander zu brechen drohen.

Es ist bekannt, daß Tankschiffunfälle sich sehr oft vor Küsten ereignen, die Tanker dabei auseinander brechen und das auslaufende Öl oder die Chemikalien, die die Ladung darstellen, großflächig die Küste und das Meer verschmutzen.

Bisher ist nur eine Möglichkeit bekannt, mithilfe von Planen und Zugseilrollen, die an Bord der Schiffe bereitgehalten werden, den Rumpf bei einer Leckage zu umhüllen, wie es die US 5 203 273 A aufzeigt.

Die DE 141 329 A beschreibt das Umschlingen des Schiffsrumpfes mit horizontalen Seilen, die im Zwischenraum von Außenhaut und Innenhaut des Schiffes mithilfe von Führungsblechen montiert sind, um das Auseinanderbrechen zu verhindern. Es muß dann aber jedes Schiff mit dieser Konstruktion ausgerüstet werden, und über längere Zeit ermüdet das Seilmaterial. Die Werften und Reeder wollen Kosten sparen und darum dieses Konstruktionsteil kaum montieren.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, in einem Teil der Havariefälle, mit einem Minimum an Materialaufwand und Zeit das Auseinanderbrechen der Schiffe und das Auslaufen von Öl oder Chemikalien zu verhindern oder deutlich zu verringern.

Das Problem wird durch die im Patentanspruch dargestellten Merkmale gelöst.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß im Falle des Auseinanderbrechens des Tankers auslaufendes Öl oder die Chemikalie innerhalb der Planenhülle an den Schiffsteilen zu halten, solange bis es abgepumpt werden kann. So wird die Verschmutzung des Meeres und der Küste weitgehend verhindert, so daß die Versicherungen, Schiffsbesitzer und Staaten Schadensersatzleistungen einsparen, aufwendige und lang anhaltende Reinigungsarbeiten werden vermieden. Die Materialkosten sind in Relation zum Nutzen gering.

Ein Ausführungsbeispiel wird in Verbindung mit der einzigen Figur näher erläutert.

Die Taue, Planen und Fixierbalken werden an einem strategisch günstigen Ort an der Küste, z. B. einem Hubschrauberstützpunkt in der Nähe einer viel befahrenen Wasserstraße wie der Kadettenrinne zwischen Deutschland und Dänemark bereitgehalten.

Wenn nun ein Tankschiff in der Kadettenrinne havariert, und auseinander zu brechen droht, werden die Materialien per Helikopter an den Havaristen verbracht.

Zuerst werden die Taue-Fixierbalken wie in der Schnittzeichnung angedeutet am Schiffsrumpf montiert. Dies kann mittels Schrauben, Klemmschrauben oder magnetisch erfolgen. Dann werden die Taue mittels Hubschrauber- oder Bootunterstützung um den Schiffsrumpf geschlungen und dabei in die Haltekerben der Taue-Fixierbalken gelegt (siehe Figur).

Als letztes werden die Planen ausgerollt und miteinander verbunden. Die Kanten der Planen sind mit Seilen oder anderen geeigneten Elementen zum Verbinden versehen und auch mit Gewichten, damit sie während des Verbindens nicht durch den Wind weggeweht und den Wellengang verschoben werden.

Am unteren Ende des Schiffsrumpfes werden die Planen durch Taucher gerafft oder mithilfe von Seilen an den Planenkanten eng an den Rumpf gezurrt, so daß auch dort kein Öl oder die Chemikalie in die offene See außerhalb der Umhüllung gelangen kann.

Nun ist der gesamte Schiffskörper von den Planen umhüllt und durch die Taue umschlungen. Wenn jetzt der Tanker auseinander bricht, können die Teile nicht auseinander treiben und die Tankinhalte verbleiben am Havaristen und können bei günstigen Bedingungen abgepumpt werden.

Die Schiffsschraube kann nicht bewegt werden, solange die Umhüllung notwendig ist, aber das Schleppen ist möglich. Selbst wenn der Havarist nach dem Umhüllen kentert, verbleiben die Tankinhalte am Schiff, sofern die Planen unten am Schiffsrumpf eng anliegen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Umhüllen von Tankschiffen, wobei im Falle einer Havarie Taue-Fixierbalken mittels Schrauben, Bolzen oder magnetisch am Schiffsrumpf befestigt werden, anschließend werden unter Mithilfe von Booten oder/und Hubschraubern Taue horizontal um den Schiffsrumpf geschlungen und in Haltekerben der Taue-Fixierbalken eingelegt und dort fixiert, um einzelne Teile des Schiffsrumpfes nach seinem Auseinanderbrechen zusammenzuhalten, danach werden Planen mit Verbindungselementen an den Kanten ausgerollt miteinander verbunden und, welche den gesamten Schiffskörper mit einer dichten Planenhülle umgeben, wobei an dem unteren Ende des Schiffsrumpfes die Planenenden durch gespannte Seile oder Magnete eng anliegend an dem Schiffsrumpf gehalten werden, wobei austretendes Öl oder Chemikalien von der Planenhülle aufgefangen und abgepumpt wird.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com