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Dokumentenidentifikation DE102004026004B4 21.09.2006
Titel Endoskop mit visueller Einrichtung für Rundumblick
Anmelder STM Medizintechnik Starnberg GmbH, 69469 Weinheim, DE
Erfinder Pauker, Fritz, 86438 Kissing, DE;
Viebach, Thomas, 82282 Pischertshofen, DE;
Bob, Konstantin, Dr., 69469 Weinheim, DE
Vertreter TBK-Patent, 80336 München
DE-Anmeldedatum 27.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004026004
Offenlegungstag 22.12.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse G02B 23/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Endoskop mit einer visuellen Einrichtung in Form eines Optikverbunds gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Grundsätzlich sind Endoskope auch in Form von Kapseln oder Sonden, letztere stellen im Prinzip ein Endoskop ohne Endoskopschaft dar, zur Exploration von Körperhöhlen wie Darm, Magen, Blutgefäße etc. mit visuellen bzw. optischen Einrichtungen ausgestattet, die eine visuelle Inspektion oder auch die Bildaufnahme von Teilen der Körperhöhle erlauben, auf deren Basis Diagnosen von Krankheiten erstellt werden können.

Beispielsweise in der DE 101 16 056 A1 ist eine gattungsgemäße endoskopische Visualisierungsvorrichtung mit unterschiedlichen Bildsystemen bekannt. Konkret besitzt die bekannte Visualisierungsvorrichtung zwei Bildsysteme mit unterschiedlichem Blickwinkel und unterschiedlicher optischer Kenngröße (beispielsweise unterschiedliche Öffnungswinkel), deren nach vorn gerichtete Sichtfelder sich teilweise überschneiden und somit zwei unterschiedliche Perspektivedarstellungen eines zu untersuchenden Bereichs ermöglichen, ohne dass das Endoskop einem Positionswechsel unterzogen werden muss oder dass für unterschiedliche Aufnahmen ein Wechsel der Visualisierungseinrichtung erforderlich wird. Durch diese Maßnahme lässt sich eine stereoskopische Visualisierung erhalten, so dass einer Bedienerperson ein größeres Gesamt-Bildfeld zur Verfügung gestellt werden kann.

Grundsätzlich sind derartige Bildaufnahmen insbesondere im Bereich der Optik verfügbar und auch technisch nutzbar, seit entsprechende Rechnerkapazitäten und daran angepasste Rechenprogramme zur Verfügung stehen, die eine Rechner gestützte elektronische Bildbearbeitung ermöglichen, um aus einer Anzahl von bezüglich ihres Blickwinkels sich teilweise überlappenden Einzelaufnahmen ein Gesamt-Bild zu berechnen.

Insbesondere im Bereich der Endoskopie hat es sich gezeigt, dass beispielsweise bei der Exploration eines Darms die Fehlerquote bei der Auffindung von Polypen und Tumoren immer noch sehr hoch ist. Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Sichtfeld eines eingeführten Endoskops im wesentlichen nach vorn gerichtet ist und auch sein muss, um die Einführbewegung visuell überwachen und steuern zu können. Polypen und Tumore, welche im Anfangsstadium noch sehr klein sind und welche sich ggf. an der Hinterseite einer Darmfalte befinden, bleiben somit vielfach unentdeckt.

Die US 5,547,455 A betrifft ferner ein Endoskop mit einem Endoskopschaft sowie einer Optik bzw. einem Optikverbund am distalen Endabschnitt des Endoskopschafts.

In der US 5,547,455 A wird hierzu konkret ausgeführt, dass das distale Ende des Endoskopschafts durch eine Kugelkalotte verschlossen ist, auf der eine Anzahl von Optiken angeordnet sind. Die Optiken haben dabei eine solchen Öffnungswinkel, dass sich deren jeweilige Sichtfelder überlappen. Hierdurch wird eine Art „fisheye"-Anordnung erreicht.

Durch Verwendung einer Elektronik können so die Einzelbilder der Optiken zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden.

Um einen Rundumblick zu ermöglichen, ist eine zentral angeordnete Optik vorgesehen, die ausschließlich für ein Sichtfeld in Bewegungsrichtung des Endoskops sorgt. Hierdurch wird zwar die erwünschte Rundumoptik vervollständigt, es ist jedoch bei einer solchen Anordnung nicht mehr möglich, einen zentral verlaufenden Arbeitskanal auszubilden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Endoskop bzw. Sonde so weiterzubilden, dass eine verbesserte visuelle Exploration einer Körperhöhle ermöglicht wird, ohne die Funktion des Endoskops insbesondere bezüglich der Möglichkeit der Einführung von medizinischen Arbeitsgeräten zu beeinträchtigen.

Diese Aufgabe wird durch ein Endoskop mit den Merkmalen des anliegenden Patentanspruchs 1 gelöst.

Erfindungsgemäß ist die visuelle Einrichtung eines Endoskops mit zumindest einer Optik oder einem Optikverbund ausgebildet, welche(r) einen Öffnungswinkel von größer als 90° ermöglicht. Die Optik bzw. der Optikverbund ist so angeordnet, dass dessen Blickfeld sowohl über die Senkrechte zur Bewegungsrichtung bzw. zur Längsachse des Endoskops als auch vorzugsweise über die nach vorn weisende Längsachse (Bewegungsrichtung) des Endoskops hinaus reicht.

Der Vorteil einer besonderen Ausrichtung der zumindest einen Optik oder des zumindest einen Optikverbunds in einem Winkel zur Bewegungsrichtung des Endoskops ermöglicht bei entsprechend gewähltem Öffnungswinkel gemäß vorstehender Definition somit einen Rückblick bei gleichzeitiger Sicht nach vorn, so dass unter Beibehaltung optimaler visueller Steuerungskontrolle bei einer Vorwärtsbewegung des Endoskops gleichzeitig auch solche Stellen beispielsweise unmittelbar hinter Darmfalten, welche im toten Winkel einer ausschließlich nach vorn und/oder ggf. zur Seite gerichteten Optik lägen, nunmehr erfasst und somit untersucht werden können. Gleichzeitig bleibt ein nach vorn geöffneter Arbeitskanal wie bei einem konventionellen Endoskop erhalten.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen näher erläutert.

1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer visuellen Einrichtung eines Endoskops gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer prinzipiellen Perspektivenansicht,

2 zeigt eine Seitenansicht eines vorderen Bereichs eines Endoskops, ausgerüstet mit der erfindungsgemäßen visuellen Einrichtung,

3 ist eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-A aus 2 und

4 zeigt eine Schnittdarstellung einer Optik samt einer darin eingebauten visuellen Einrichtung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Vorab sei darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Ausführungsbeispiel das Endoskop aus einem Endoskopschaft (nicht dargestellt) sowie einem daran angeordneten Endoskopkopf 1 aufgebaut ist, von welchen ein vorderer Bereich in der 1 dargestellt ist. Alternativ hierzu ist es aber auch möglich, das Endoskop in Form einer Sonde oder Kapsel (ohne einen aus der Körperhöhle ragenden Schaft) auszubilden, in welchem die erfindungsgemäße visuelle Einrichtung vorzugsweise in einem vorderen Bereich der Kapsel untergebracht ist.

Wie aus der 1 gut zu erkennen ist, besteht die erfindungsgemäße visuelle Einrichtung vorliegend aus vier optischen Systemen 2 oder kurz (Einzel-)Optiken, die jeweils aus einer Linseneinheit 36 sowie einem unter der Linseneinheit angeordneten lichtempfindlichen Element 7 oder Mikrochip bestehen. Alternativ hierzu könnten aber auch nur zwei oder drei Optiken 2 dieser Art angeordnet sein. Weiter alternativ könnte jedes der dargestellten optischen Systeme jeweils durch eine Mehrzahl kleinerer Optiken ersetzt sein, die miteinander gekoppelt sind und deren Blickfeld zumindest dem eines der dargestellten Optiken entspricht.

Vorzugsweise ist jedes der in 1 gezeigten optischen Systeme als ein Zoomobjektiv konstruiert. Ein solches Zoomobjektiv besteht aus einem im Wesentlichen rohrförmigen Linsenzylinder 8. Dieser ist entweder mit dem vorderen Ende des dargestellten Endoskopkopfs 1 einstückig verbunden oder lösbar in diesem montiert.

Der Linsenzylinder 8 nimmt in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Linseneinheiten 35 auf. Die erste Linseneinheit 3 besteht aus einer Linse 9, welche am äußersten Ende des Linsenzylinders 8 in diesem, senkrecht zur Mittellinie des Linsenzylinders 8 sowie fluiddicht fixiert ist.

Die zweite und dritte Linseneinheit 4, 5 sind jeweils im Wesentlichen kreisförmig und senkrecht zur Mittellinie des Linsenzylinders 8 angeordnet. Sie bestehen jeweils aus einer Linse 10, 11, einer Linsenfassung 12, 13, in welcher die entsprechende Linse 10, 11 fixiert ist, sowie einem die jeweilige Linsenfassung 12, 13 umgebenden Dichtungsring 14, 15. Die Außendurchmesser der Linsenfassungen 12, 13 sind minimal kleiner als der Innendurchmesser des Linsenzylinders 8, so dass die Linsenfassungen 12, 13 in der Axialrichtung des Linsenzylinders 8 bewegbar sind. Die Dichtungsringe 14, 15 dichten zwischen den peripheren Außenflächen der entsprechenden Linsenfassungen 12, 13 und der Innenfläche des Linsenzylinders 8, so dass fluiddichte Fluidkammern 1618 zwischen den Linseneinheiten 36 entstehen.

Die hintere Öffnung des Linsenzylinders wird durch eine weitere vierte sowie fest fixierte Linseneinheit 6 fluiddicht verschlossen. Des Weiteren weist die vierte Linseneinheit 6 auf ihrer Vorderseite eine mittige konkave Mulde auf, durch die das von den Linsen 911 gebündelte Licht gestreut und an den optischen Sensorchip 7 weitergegeben wird. Die hintere Hälfte der Linseneinheit 6 hat eine kubische Form, wobei deren Seitenlängen in der Ebene senkrecht zur Längsachse des Linsenzylinders 8 der Größe des optischen Sensorchips 7 angepasst ist.

Dieser optische Sensorchip 7 ist mit seiner lichtempfindlichen Seite an der Hinterseite der Linseneinheit 6 angeordnet und wandelt visuelle Informationen in elektrische Signale um. Der optische Sensorchip 7 ist auf seiner dem Linsenzylinder 8 abgewandten Seite auf einem Funktionsträger 19 montiert, der wiederum innerhalb des vorderen Bereichs des Endoskops fixierbar ist.

Durch die fluiddichte Anordnung der vier Linseneinheiten 36 entstehen zwischen diesen die drei fluiddicht voneinander getrennten Fluidkammern 1618.

An jede der Fluidkammern 1618 ist eine nicht weiter dargestellte flexible Fluidleitung 2022 angeschlossen, die von den Fluidkammern 1618 durch den Endoskopschaft (nicht dargestellt) nach hinten zu einem Bedienungsende des Endoskopschafts führen. In jede Fluidkammer ist eine ebenfalls nicht weiter dargestellte Feder eingefügt, die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als Spiralfeder ausgeführt und so angeordnet ist, dass deren Längsachse mit der Längsachse des Linsenzylinders 8 zusammenfällt. Zweckmäßigerweise ist der Außendurchmesser der Federn minimal kleiner als der Innendurchmesser des Linsenzylinders 8, so dass die Bewegungen der Federn nicht gebremst oder blockiert werden, wenn diese zusammengedrückt werden oder sich ausdehnen. Die Enden der jeweiligen Federn sind an den Linseneinheiten 66 abgestützt und bilden eine ringförmige Auflagefläche mit diesen aus. Diese Federn können in einer gewünschten Art und Weise vorgespannt sein, um die verstellbaren Linseneinheiten 4, 5 in einer Ausgangs- oder Konstruktionslage zu positionieren. Eine Montage des Objektivs wird dadurch vereinfacht, dass die Federn zwei benachbarte Linseneinheiten 36 voneinander beabstanden, so dass sich die empfindlichen Linsen 911 nicht berühren können, wenn noch kein Fluid in die Fluidkammern 1618 gefüllt ist. Des Weiteren sorgen die Federn durch ihr gleichmäßiges Andrücken in der Ebene senkrecht zur Längsachse des Linsenzylinders 8 gegen die Linseneinheiten 36 für eine gleichmäßige Axialbewegung und vermeiden somit beim Bewegen ein Schrägstellen oder Verkanten der Linseneinheiten 36 in dem Linsenzylinder 8.

An dem Bedienungsende jeder Fluidleitung 2022 ist jeweils ein nicht dargestellter Zylinder angeschlossen, in dem ein Kolben gleitfähig eingefügt ist und dabei einen Aktuatorraum abgegrenzt, der über die entsprechende Fluidleitung mit der Fluidkammer in Verbindung steht.

Die Fluidkammern 1618, die Fluidleitungen 2022 sowie die Aktuatorräume sind jeweils mit einem inkompressiblen Fluid gefüllt, dem aufgrund des Vorhandenseins zwischen den Linseneinheiten, die Eigenschaft innewohnt, die Lichtübertragung zwischen den Linseneinheiten möglichst wenig zu beeinflussen.

Bezüglich der Zylinder-Kolben-Einheit ist es vorteilhaft, wenn der Außendurchmesser des Kolbens deutlich kleiner als der Innendurchmesser des Zylinders ist. Auf diese Weise wird eine Untersetzung für die Bewegung der Kolben realisiert, indem für eine bestimmte vorgegebene Druckänderung im jeweiligen Aktuatorraum eine entsprechend größere Kolbenbewegung erforderlich ist, verglichen mit der Kolbenbewegung, wenn der Innendurchmesser der Zylinder gleich dem Außendurchmesser der Kolben wäre. Die Kolben werden jeweils von einem Aktuator bewegt, für welche beispielsweise elektrische Schrittmotoren oder Magnetspulen zum Einsatz kommen können.

Wie in der 1 dargestellt ist, sind die dort gezeigten vier Optiken 2 in gleichem Winkelabstand zueinander in Umfangsrichtung des Endoskops verteilt und dabei schräg nach außen gerichtet. Gemäß der 2 beträgt der Schrägwinkel im vorliegenden Ausführungsbeispiel 45° bezüglich einer Längsachse des Endoskops während der Öffnungswinkel jeder Optik auf 140° festgelegt ist. Hierdurch ergibt sich ein Blickfeld für jede der Optiken 2, welches jeweils über die Senkrechte zur Bewegungsrichtung nach hinten sowie über die Längsachse nach vorn hinaus reicht. Wie insbesondere aus der 2 zu erkennen ist, überlappen sich die Blickfelder im vorderen Bereich des Endoskops, so dass sich über ein bestimmtes Kugelsegment 23 um das Endoskop herum ein geschlossenes visuelles Abtastfeld ausbildet, welches sich teilkreisförmig nach hinten über die Senkrechte zur Bewegungsrichtung des Endoskops im Bereich der vier Optiken verlängert.

Vorzugsweise ist der Funktionsträger 19, an welchem die Optiken 2 montiert sind, in Form eines vierkantigen Pyramidenstumpfs ausgebildet, in dessen Mitte weiter vorzugsweise ein Arbeitskanal vorgesehen ist.

Jede Optik 2 ist an eine Bildverarbeitungsstation angeschlossen. Je nach dem ob es sich bei dem Endoskop um eine konventionelle Konstruktion mit Endoskopschaft handelt oder um eine vom Ein-/Ausgang der zu untersuchenden Körperhöhle getrennte Sonden- oder Kapselausführung wird der vorstehend genannte Anschluss mittels elektrisch oder Licht leitenden Kabeln oder per Funk hergestellt. Die Bildverarbeitungsstation umfasst einen Computer mit einem Ausgabegerät wie beispielsweise einem Monitor und/oder einer Bilderzeugungseinrichtung. Die Bildverarbeitung erfolgt über herkömmliche, im Stand der Technik bereits seit einiger Zeit zur Verfügung stehende Bildverarbeitungsprogramme, mittels deren Hilfe aus den simultanen Einzelaufnahmen der verwendeten Optiken ein Gesamtbild erzeugt werden kann.

Die Funktionsweise der vorstehend beschriebenen visuellen Einrichtung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Bei Einführen des Endoskops in einen Körperkanal muss ein behandelnder Arzt eine permanente visuelle Orientierungsmöglichkeit haben, um die Einführbewegung zu überwachen und das Endoskop entsprechend so zu betätigen, dass dieses möglichst sanft um die natürlichen Kanalbiegungen geführt wird. Hierfür weisen solche Endoskope, die mit einem Schaft ausgebildet sind, an ihrem distalen Ende ein sogenanntes Deflecting auf (hierbei handelt es sich um einen abkrümmbaren Finger, an dessen freiem Ende der Endoskopkopf 1 angeordnet ist), welches manuell über den Endoskopschaft abgekrümmt wird, um den einzelnen Kanalbiegungen angepasst zu werden. Es ist also erforderlich, dass der Blick nach vorn, d.h. in Bewegungsrichtung ständig gegeben ist.

Gleichzeitig jedoch sind die Kanalwände auf Abnormalitäten zu inspizieren, ohne dass hierfür eine Abkrümmbewegung des Deflecting erforderlich wird. Durch die erfindungsgemäße visuelle Einrichtung ist dies möglich, indem die Bildsignale der einzelnen Optiken 2 von der digitalen Bildverarbeitungsstation so zusammengesetzt werden, dass ein Panoramabild entsteht, auf welchem zusätzlich zu der Sicht nach Vorn eine Rundumsicht um 360° bezüglich der Bewegungsrichtung sowie die Sicht schräg nach hinten dargestellt ist. Ein Übersehen von Abnormalitäten wird so nahezu ausgeschlossen.

In dem vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel sind insgesamt vier Optiken gezeigt, die in einem jeweils vorbestimmten Winkelabstand zueinander angeordnet sind. Alternativ hierzu können natürlich auch mehr oder weniger Optiken vorgesehen sein. Bei Verwendung von nur einer oder ggf. zwei Optiken, kann/können diese rotatorisch bewegbar gelagert sein. In diesem Fall könnte beispielsweise der vorstehend beschriebene Kegelstumpf des bevorzugten Ausführungsbeispiels drehbar gelagert sein, so dass die eine oder zwei Optiken, die auf der mantelfläche des Kegelstumpfs angeordnet sind, auf einer Kreisbahn mit vorbestimmter Geschwindigkeit laufen und so einen 360° Rundblick aufnehmen.


Anspruch[de]
  1. Endoskop mit einem einen zentralen Arbeitskanal aufweisenden Endoskopschaft, an dessen distalem Endabschnitt ein Endoskopkopf ausgebildet ist, der vom Arbeitskanal durchzogen wird, um den herum ein Optikverbund, bestehend aus einer Anzahl von Einzeloptiken (2), auf einer Kreisbahn angeordnet ist, welche jeweils einen Öffnungswinkel von größer als 90° aufweisen und bezüglich der Längsachse des Endoskops unter einem solchen Winkel nach außen ausgerichtet sind, dass deren jeweilige Blickfelder über die Senkrechte zur Endoskoplängsachse nach hinten sowie über die Längsachse nach vorn hinaus reichen, wodurch sich im Vorfeld des Endoskopkopfs ein gemeinsamer Überlappungsbereich aller Blickfelder ergibt.
  2. Endoskop nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Optikverbund aus zumindest drei Einzeloptiken besteht, die in gleichem Winkelabstand in Umfangsrichtung des Endoskops gesehen angeordnet sind, derart, dass sich deren Blickfelder zumindest teilweise überlappen.
  3. Endoskop nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einzeloptik einen Öffnungswinkel von 140° realisiert.
  4. Endoskop nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeloptiken in einem Winkel von zwischen 40° und 50° zur Vorwärts-Bewegungsrichtung des Endoskops ausgerichtet sind.
  5. Endoskop nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeloptiken in einem Winkel von 45° zur Vorwärts-Bewegungsrichtung des Endoskops ausgerichtet sind.
  6. Endoskop nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einzeloptik ein Einzelbild aufnimmt, welches über eine Bildübertragungseinrichtung an eine Bildverarbeitungsstation zur digitalen Erstellung eines Gesamtbildes übertragbar ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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