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Dokumentenidentifikation DE102005001079B4 21.09.2006
Titel Verriegelungsvorrichtung für ein Fahrzeugteil
Anmelder Webasto AG, 82131 Gauting, DE
Erfinder Righetti, Claudio Ivano, Turin, IT;
Hegner, Stefan, 86510 Ried, DE;
Hahn, Ferdinand, 86911 Dießen, DE
Vertreter Patentanwälte Wiese & Konnerth, 82152 Planegg
DE-Anmeldedatum 08.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005001079
Offenlegungstag 27.07.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse B60J 7/185(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung eines bewegbaren Fahrzeugteils, insbesondere eines verlagerbaren Dachteils eines zu öffnenden Fahrzeugdaches, mit einem Verriegelungselement zum Festlegen des Fahrzeugteils in einer Bewegungsendstellung, sowie ein Verfahren zum Verriegeln eines solchen Fahrzeugteils.

Eine derartige Verriegelungsvorrichtung ist beispielsweise an einem Faltverdeck eines Cabriolets zum Arretieren des geöffneten Verdecks in seiner Ablagestellung in einem Ablageraum vorgesehen (siehe z. B. BMW Mini Cabrio). Die Verriegelungsvorrichtung, die auch das geschlossene Verdeck am Windlauf verriegelt, ist sowohl bei geschlossenem Verdeck wie auch bei geöffnetem Verdeck durch Verdeckbauteile abgedeckt und damit nicht im Sichtbereich. Andererseits liegen beispielsweise Verriegelungsvorrichtungen von Fahrzeugschiebetüren offen im Sichtbereich, was aus gestalterischen Gründen unerwünscht sein kann.

Aus der DE 199 44 615 C2 ist eine gattungsgemäße Verriegelungsvorrichtung bekannt geworden, die eine schwenkbar gelagerte Bügelfalle mit einer stirnseitig offenen Führungsbahn zum verriegelnden Aufnehmen eines Bügels eines Fahrzeugverdeckteils aufweist. Die Bügelfalle ist mittels eines Lenkers mit einem karosserieseitig schwenkbar gelagerten und kraftbeaufschlagbaren Hebel derart gelenkig verbunden, daß eine Kniehebelanordnung mit zwei Übertotpunktlagen gebildet ist. Beim Aufschlagen des Bügels des Verdeckteils auf die Bügelfalle der Verriegelungsvorrichtung erfolgt der Schließvorgang automatisch, wobei Sensoren nicht erforderlich sind.

Die DE 199 27 236 C1 offenbart eine Verriegelungsvorrichtung eines Fahrzeugdachteils an einem karosseriefesten Gegenlager, bei der ein Verriegelungshaken in zwei Rastpositionen bringbar ist und ein Sensor in einer vorderen Rastposition des Verriegelungshakens ein Signal liefert, das eine Zuziehbewegung des Verriegelungshakens zum Verriegeln des Fahrzeugdachteils auslöst.

Schließlich offenbart die DE 101 21 858 A1 eine Verriegelungseinrichtung für ein verstellbares Dachteil in einem Fahrzeugdach, wobei ein zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung verstellbarer Verschlußhaken und eine Sensoreinrichtung mit drei Sensoren zur Detektierung der Verriegelungsstellung des Verschlußhakens vorgesehen ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Verriegelungsvorrichtung zu schaffen, die durch ihren Aufbau besonders vorteilhaft in die Fahrzeugumgebung integrierbar ist und die hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit verbessert ist, sowie ein entsprechendes Verfahren anzugeben.

Die Aufgabe wird durch eine Verriegelungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, daß ein Schwenkträger vorgesehen ist, der zwischen einer Ruhestellung und einer Betriebsstellung verschwenkbar ist, und daß das Verriegelungselement am Schwenkträger bewegbar gelagert ist, vom in Ruhestellung angeordneten Schwenkträger sichtseitig abgedeckt ist und vom in die Betriebsstellung verschwenkenden Schwenkträger in eine Annäherungsstellung bewegbar ist, aus der es in seine Riegelstellung bewegbar ist, um das in seine Bewegungsendstellung bewegte Fahrzeugteil festzulegen, kann die Verriegelungsvorrichtung am Fahrzeug optisch unauffällig integriert werden, so daß sie nur im Bedarfsfall mit zumindest einem Bauteil aus der umgebenden Karosseriefläche hervortritt. Das Design des Fahrzeugs kann somit unabhängig von der Verriegelungsmechanik gestaltet werden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Vorzugsweise ist ein Sensorhebel vorgesehen, der in Betriebsstellung des Schwenkträgers in Wirkstellung ist und vom in seine Bewegungsendstellung bewegten Fahrzeugteil in eine Signalstellung an einem Annäherungssensor bewegt wird. Mittels des Sensorhebels, der allgemein ein beliebiges Übertragungselement sein kann, kann die Position des Fahrzeugteils an der Verriegelungsvorrichtung erfaßt werden, ohne daß dieses in unmittelbarem Kontakt oder in unmittelbarer Nähe zu dem Annäherungssensor sein muß. Damit kann der Annäherungssensor in einer hinsichtlich des Bauraums günstigen und insbesondere verdeckten und nicht sichtbaren Stellung angeordnet sein.

Zweckmäßigerweise ist der Annäherungssensor ein Hall-Sensor, der zum Detektieren eines metallischen Teils des Sensorhebels vorgesehen ist. Damit kann das zu verriegelnde Fahrzeugteil zumindest teilweise aus beliebigem Material wie aus Glas oder Kunststoff bestehen, da das Fahrzeugteil nicht unmittelbar vom Hall-Sensor detektiert wird.

In einer bevorzugten Gestaltung ist der Sensorhebel mit dem Schwenkträger zwischen der Ruhestellung und der Betriebsstellung verschwenkbar und er weist ein in Betriebsstellung vom angenäherten Fahrzeugteil betätigtes Betätigungsende sowie ein gegenüberliegendes Sensorende mit einem vom Annäherungssensor detektierbaren Sensorteil auf. Der Sensorhebel ist insbesondere koaxial zur Schwenkachse des Schwenkträgers gelagert und zwischen zwei Anschlägen am Schwenkträger verstellbar.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Gestaltung sind ein Verriegelungssensor, der dem Verriegelungselement zugeordnet ist und zumindest eine Stellung des Verriegelungselements detektiert, und eine Antriebseinrichtung vorgesehen, die das Verriegelungselement aufgrund eines Signals des Annäherungssensors und des Verriegelungssensors in seine Riegelstellung bewegt. Bevorzugt ist auch der Verriegelungssensor ein Hall-Sensor, der das zumindest teilweise metallische Verriegelungselement detektieren kann. Das Verriegelungselement ist insbesondere ein schwenkbarer Riegelhaken, der an seinem freien Riegelende eine Beschichtung oder ein Aufsatzteil zum schonenden Erfassen des Fahrzeugteils aufweist, das ein Dachteil eines Hardtop-Daches sein kann, das vollständig oder zumindest teilweise aus Kunststoff oder Glas besteht.

Für einen einfachen und sicheren Betrieb ist es zweckmäßig, wenn mittels der beiden Sensoren eine Steuereinrichtung der Verriegelungsvorrichtung normierbar ist, indem mittels eines automatisch durchgeführten Normierungslaufs oder ohne einen solchen sichtbaren Normierungslauf eine Referenz zwischen der Position des Verriegelungselements und einer in der Steuereinrichtung gespeicherten Position hergestellt wird. Damit kann auf ein Normieren oder Nachnormieren entweder verzichtet werden oder dieses wird mittels der Steuerung ohne Zutun des Benutzers ausgeführt.

Eine optische und funktionale Integration der Verriegelungsvorrichtung ist in einfacher Weise möglich, wenn sie in einem Lagergehäuse aufgenommen ist, das unter einer Ausnehmung der Karosseriehaut angeordnet ist, so daß der Schwenkträger in seiner Ruhestellung in der Ausnehmung bündig zur Karosseriehaut angeordnet ist und beim Verschwenken in die Betriebsstellung das Verriegelungselement aus seiner abgedeckten Stellung durch die Ausnehmung über das Niveau der Karosseriehaut geschwenkt wird.

Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Dadurch, daß ein Verriegelungselement der Verriegelungsvorrichtung aus einer verdeckten Ruhestellung in eine Wartestellung bewegt wird, in der es von einem ersten Sensor unmittelbar detektiert wird, daß das in seine Riegelstellung an der Verriegelungsvorrichtung bewegte Fahrzeugteil mittels eines Übertragungsteils von einem zweiten Sensor mittelbar detektiert wird und daß aufgrund der Signale der beiden Sensoren das Verriegelungselement aus seiner Wartestellung in seine das Fahrzeugteil festlegende Riegelstellung bewegt wird, wird in einfacher Weise eine sichere Verriegelung mittels einer bei Nichtgebrauch optisch unauffälligen Verriegelungsvorrichtung bewirkt.

Vorteilhafte Verfahrensgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Bevorzugt ist vorgesehen, daß das Verriegelungselement an einem Schwenkträger der Verriegelungsvorrichtung gelagert ist, der in Ruhestellung die Verriegelungsvorrichtung abdeckt, in eine Betriebsstellung verschwenkt wird und dabei das Verriegelungselement aus einer abgedeckten Ruhestellung in eine Warte- oder Annäherungsstellung bewegt.

Wenn das Übertragungsteil von einem Sensorhebel gebildet wird, der am Schwenkträger gelagert ist und vom verschwenkenden Schwenkträger in eine Annäherungsstellung bewegt wird, in der der zugeordnete zweite Sensor den Sensorhebel noch nicht detektiert, ist ein ansonsten unmittelbarer Kontakt zwischen dem Fahrzeugteil und dem zweiten Sensor nicht erforderlich. Insbesondere wenn ein Hall-Sensor verwendet wird und der Sensorhebel ein dem Hall-Sensor zugeordnetes metallisches Teil aufweist, kann das den Sensorhebel betätigende Fahrzeugteil aus beliebigem Material gebildet werden. Während in dieser Stellung vom zweiten Sensor noch kein Signal erzeugt wird, kann zur Steuerung der Verriegelungsvorrichtung in zweckmäßigerweise vorgesehen sein, daß das seine Bewegungsendstellung an der Verriegelungsvorrichtung einnehmende Fahrzeugteil den Sensorhebel betätigt und aus seiner Annäherungsstellung in seine Riegelstellung bewegt, in der der zweite Sensor den Sensorhebel detektiert und damit ein Steuersignal erzeugt.

Nachfolgend wird eine erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:

1 in einer Seitenansicht eine Verriegelungsvorrichtung eines Fahrzeugs, die einen Schwenkträger und ein Verriegelungselement in Ruhestellung aufweist;

2 in einer perspektivischen Draufsicht die Verriegelungsvorrichtung in einer ersten Zwischenstellung beim Umschwenken des Schwenkträgers;

3 in einer Seitenansicht die Verriegelungsvorrichtung, wobei das Verriegelungselement mit dem umgeschwenkten Schwenkträger in eine Annäherungsstellung bewegt ist;

4 in einer Seitenansicht die Verriegelungsvorrichtung, wobei das zu verriegelnde Fahrzeugteil einen Sensorhebel betätigt hat;

5 in einer Seitenansicht die Verriegelungsvorrichtung, wobei das Verriegelungselement in seine das Fahrzeugteil haltende Riegelstellung verschwenkt ist; und

6 in einer Längsschnittansicht senkrecht zur Schwenkachse des Schwenkträgers Bauteile der Verriegelungsvorrichtung in einer Stellung gemäß 1.

Eine Verriegelungsvorrichtung 1 für ein bewegbares Teil eines Fahrzeugs, z. B. ein Glasdachteil 2 eines Cabriolets, enthält ein Verriegelungselement in Gestalt eines Riegelhakens 3, der mittels einer Schwenklagerachse 4 an einem Schwenkträger 5 schwenkbar gelagert ist. Der Schwenkträger 5 ist zwischen einer Lagerplatte 6 und einem Antriebsträger 7 um eine hieran abgestützte Schwenklagerachse 8 schwenkbar gelagert, die zur Schwenklagerachse 4 des Riegelhakens 3 parallel und von dieser beabstandet angeordnet ist. Die Lagerplatte 6 und der Antriebsträger 7 sind in einem Lagergehäuse 9 fest angebracht, das wiederum am Fahrzeug befestigt ist.

Ein am Schwenkträger 5 in dessen Längsausrichtung angeordneter Sensorhebel 10 ist zwischen seinen beiden Enden an dem Schwenkträger 5 insbesondere gleichfalls um die Schwenklagerachse 8 schwenkbar gelagert und gemeinsam mit dem Schwenkträger 5 verschwenkbar. Das als Sensorende 11 bezeichnete erste Ende des Sensorhebels 10, das in Ruhestellung der Verriegelungsvorrichtung 1 (siehe 1) an einem Anschlag 12 an der Unterseite des Schwenkträgers 5 (Unterseite bezüglich der Ruhestellung gemäß 1) anliegt, enthält ein metallisches Sensorteil 13, das vom Sensorhebel 10 in die dem Schwenkträger 5 gegenüberliegende Richtung absteht. Das als Betätigungsende 14 bezeichnete zweite Ende des Sensorhebels 10 ist gleichfalls unter dem Schwenkträger 5 angeordnet.

Am Lagergehäuse 9 sind zwei Sensoren 15 und 16, insbesondere Hall-Sensoren, angeordnet. Der erste Sensor 15, der auch als Verriegelungssensor bezeichnet wird, ist zum Erfassen der Stellung des Riegelhakens 3 vorgesehen, während der zweite Sensor 16, der auch als Annäherungssensor bezeichnet wird, zum Erfassen der Stellung des Sensorhebels 10 über dessen Sensorteil 13 dient.

Eine Antriebseinrichtung weist ein von einem Antriebsmotor 17 betätigbares Antriebskabel 18, z. B. ein Zug-Druckkabel, auf (nur in 1 dargestellt), das am Antriebsträger 7 in einer Kabelführung 19 aufgenommen und darin längs bewegbar ist und mit einer Koppeleinheit 20 verbunden ist, die zum Verstellen des Schwenkträgers 5 und des Riegelhakens 3 vorgesehen ist.

In der Ruhestellung der Verriegelungsvorrichtung (siehe 1) ist der Schwenkträger 5 mit seiner Ober- oder Außenseite 21 nach oben weisend angeordnet. Die Form der Oberseite des Schwenkträgers 5 ist an die benachbarte Karosseriehaut 22 angepaßt und der Schwenkträger 5 ist in einer Ausnehmung der Karosseriehaut 22 bündig zu dieser angeordnet. Der Riegelhaken 3 ist in einer nach unten gerichteten Schwenkstellung in dem sich z. B. halbkreisförmig nach unten erstreckenden Lagergehäuse 9 angeordnet.

Wenn das bewegbare Teil des Fahrzeugs bzw. das Glasdachteil 2 des Cabriolets in seine Offen- oder Ablagestellung bewegt und darin verriegelt werden soll, so wird zuvor durch Betätigung des Antriebsmotors 17 der Schwenkträger 5 um nahezu 180° über die in 2 gezeigte Zwischenstellung in die in 3 dargestellte Bereitschaftsstellung umgeschwenkt, in der ein Auflageelement 23, das an dem dem Anschlag 12 gegenüberliegenden Ende des Schwenkträgers 5 an dessen Unterseite angeordnet ist, nach oben weisend in einer Position oberhalb der benachbarten Karosseriehaut 22 angeordnet ist. Beim Verschwenken des Schwenkträgers 5 wird auch der Riegelhaken 3 mitgenommen, der dabei mit seinem Hakenende 24 gegenüber der Karosseriehaut 22 ausschwenkt (Bewegung im Uhrzeigerrichtung gemäß den 1 bis 3).

In der Bereitschaftsstellung ist der Sensorhebel 10 derart angeordnet, daß sein metallisches Sensorteil 13 noch außerhalb des Erfassungsbereichs des zweiten Sensors 16 ist. Der metallische Riegelhaken 3 ist hingegen im Erfassungsbereich des ersten Sensors 15 angeordnet. Das Betätigungsende 14 des Sensorhebels 10 steht nach oben über das Niveau des Auflageelements 23 hinaus.

4 zeigt die Stellung der Verriegelungsvorrichtung, nachdem das Glasdachteil 2 in die Offen- oder Ablagestellung bewegt worden ist. Das Glasdachteil 2 liegt nun auf dem Auflageelement 23 des Schwenkträgers 5 auf und hat den Sensorhebel 10 über sein Betätigungsende 14 relativ zum Schwenkträger 5 verschwenkt. Dabei erreicht das Sensorende 11 eine Stellung, in der sein Sensorteil 13 im Erfassungsbereich des zweiten Sensors 16 angeordnet ist. Mit dem vom zweiten Sensor 16 erzeugten Signal kann eine Schwenkantriebseinrichtung des Cabrioletdaches bzw. des Glasdachteils 2 derart gesteuert werden, daß die Ablagebewegung des Glasdachteils 2 nun beendet ist.

Eine Steuereinrichtung der Verriegelungsvorrichtung ist derart ausgelegt, daß bei Vorhandensein der Signale des ersten Sensors 15 und des zweiten Sensors 16 der Antriebsmotor 17 der Verriegelungsvorrichtung den Riegelhaken 3 relativ zu dem Schwenkträger 5 in seine Riegelstellung (siehe 5) weiter verschwenkt, in der sein Hakenende 24 den Rand des Glasdachteils 2 umgreift und verriegelt hält.

Das Abschalten des Antriebsmotors 17 kann beispielsweise durch das ausbleibende Signal des ersten Sensors 15 gesteuert werden, wenn der Riegelhaken 3 beim Verschwenken in seine Riegelstellung den Erfassungsbereich des ersten Sensors 15 verläßt und/oder über die Messung eines Drehzahlgradienten des Antriebsmotors 17, wenn der Riegelhaken 3 am Glasdachteil 2 in Eingriff kommt und seine dadurch gestoppte Schwenkbewegung eine Rückwirkung auf den Antriebsmotor 17 erzeugt. Die Erfassung des Drehzahlgradienten kann auch als Einklemmschutz genutzt werden, wobei die motorisch angetriebene Schwenkbewegung des Riegelhakens 3 im Bedarfsfall durch die Steuereinrichtung gestoppt werden kann.

Zum Entriegeln wird der Antriebsmotor 17 von der Steuereinrichtung in entgegengesetzter Antriebsrichtung betätigt, so daß der Riegelhaken 3 in seine Wartestellung und dann mit dem Schwenkträger 5 in seine abgesenkte Ruhestellung zurück verschwenkt wird.

Zur Bewegungssteuerung des Riegelhakens 3 kann beispielsweise eine Führungskulisse 25 für einen vom Riegelhaken 3 seitlich hervorstehenden Führungszapfen 26 vorgesehen sein.

Die Verriegelungsvorrichtung ist beispielsweise zentral im Heckbereich eines Cabriolets angebracht oder es sind zwei dieser Verriegelungsvorrichtungen voneinander beabstandet, um das Glasdachteil 2 an seinem Querrand oder an gegenüberliegenden Seitenrändern zu verriegeln. Generell sind auch andere Fahrzeugteile wie Klappen, Deckel oder Türen mit dieser Verriegelungsvorrichtung verriegelbar.

1Verriegelungsvorrichtung 2Glasdachteil 3Riegelhaken 4Schwenklagerachse 5Schwenkträger 6Lagerplatte 7Antriebsträger 8Schwenklagerachse 9Lagergehäuse 10Sensorhebel 11Sensorende 12Anschlag 13Sensorteil 14Betätigungsende 15erster Sensor 16zweiter Sensor 17Antriebsmotor 18Antriebskabel 19Kabelführung 20Koppeleinheit 21Außenseite 22Karosseriehaut 23Auflageelement 24Hakenende 25Führungskulisse 26Führungszapfen

Anspruch[de]
  1. Verriegelungsvorrichtung eines bewegbaren Fahrzeugteils, insbesondere eines verlagerbaren Dachteils eines zu öffnenden Fahrzeugdaches, mit einem Verriegelungselement zum Festlegen des Fahrzeugteils in einer Bewegungsendstellung,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß ein Schwenkträger (5) vorgesehen ist, der zwischen einer Ruhestellung und einer Betriebsstellung verschwenkbar ist, und

    daß das Verriegelungselement (3) am Schwenkträger (5) bewegbar gelagert ist, vom in Ruhestellung angeordneten Schwenkträger (5) sichtseitig abgedeckt ist und vom in die Betriebsstellung verschwenkenden Schwenkträger (5) in eine Annäherungsstellung bewegbar ist, aus der es in seine Riegelstellung bewegbar ist, um das in seine Bewegungsendstellung bewegte Fahrzeugteil festzulegen.
  2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Sensorhebel (10), der in Betriebsstellung des Schwenkträgers (5) in Wirkstellung ist und vom in seine Bewegungsendstellung bewegten Fahrzeugteil (2) in eine Signalstellung an einem Annäherungssensor (16) bewegt wird.
  3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Verriegelungssensor (15), der dem Verriegelungselement (3) zugeordnet ist und zumindest eine Stellung des Verriegelungselements (3) detektiert, und durch eine Antriebseinrichtung (17, 18), die das Verriegelungselement (3) aufgrund eines Signals des Annäherungssensors (16) und des Verriegelungssensors (15) in seine Riegelstellung bewegt.
  4. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensorhebel (10) mit dem Schwenkträger (5) zwischen der Ruhestellung und der Betriebsstellung verschwenkbar ist und ein in Betriebsstellung vom angenäherten Fahrzeugteil (2) betätigtes Betätigungsende (14) sowie ein gegenüberliegendes Sensorende (11) mit einem vom Annäherungssensor (16) detektierbaren Sensorteil (13) aufweist.
  5. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren (15 und 16) Hall-Sensoren sind.
  6. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der beiden Sensoren (15 und 16) eine Steuereinrichtung der Verriegelungsvorrichtung normierbar ist, indem mittels eines automatisch durchgeführten Normierungslaufs oder ohne einen solchen sichtbaren Normierungslauf eine Referenz zwischen der Position des Verriegelungselements (3) und einer in der Steuereinrichtung gespeicherten Position hergestellt wird.
  7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem Lagergehäuse (9) aufgenommen ist, das unter einer Ausnehmung der Karosseriehaut (22) angeordnet ist, so daß der Schwenkträger (5) in seiner Ruhestellung in der Ausnehmung bündig zur Karosseriehaut (22) angeordnet ist und beim Verschwenken in die Betriebsstellung das Verriegelungselement (3) aus seiner abgedeckten Stellung durch die Ausnehmung über das Niveau der Karosseriehaut (22) geschwenkt wird.
  8. Verfahren zum Verriegeln eines bewegbaren Fahrzeugteils, insbesondere eines verlagerbaren Dachteils eines zu öffnenden Fahrzeugdaches, mittels einer Verriegelungsvorrichtung,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß ein Verriegelungselement (3) der Verriegelungsvorrichtung (1) aus einer verdeckten Ruhestellung in eine Wartestellung bewegt wird, in der es von einem ersten Sensor (15) unmittelbar detektiert wird,

    daß das in seine Riegelstellung an der Verriegelungsvorrichtung (1) bewegte Fahrzeugteil (2) mittels eines Übertragungsteils (10) von einem zweiten Sensor (16) mittelbar detektiert wird und

    daß aufgrund der Signale der beiden Sensoren (15 und 16) das Verriegelungselement (3) aus seiner Wartestellung in seine das Fahrzeugteil (2) festlegende Riegelstellung bewegt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungselement (3) an einem Schwenkträger (5) der Verriegelungsvorrichtung (1) gelagert ist, der in Ruhestellung die Verriegelungsvorrichtung (1) abdeckt, in eine Betriebsstellung verschwenkt wird und dabei das Verriegelungselement (3) aus einer abgedeckten Ruhestellung in eine Annäherungsstellung bewegt.
  10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungsteil (10) von einem Sensorhebel (10) gebildet wird, der am Schwenkträger (5) gelagert ist und vom verschwenkenden Schwenkträger (5) in eine Annäherungsstellung bewegt wird, in der der zugeordnete zweite Sensor (16) den Sensorhebel (10) noch nicht detektiert.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das seine Bewegungsendstellung an der Verriegelungsvorrichtung (1) einnehmende Fahrzeugteil (2) den Sensorhebel (10) betätigt und aus seiner Annäherungsstellung in seine Riegelstellung bewegt, in der der zweite Sensor (16) den Sensorhebel (10) detektiert.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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