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Dokumentenidentifikation DE10246754B4 21.09.2006
Titel Differenzialgetriebe
Anmelder Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Ohta, Yoshitaka, Wako, Saitama, JP
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 07.10.2002
DE-Aktenzeichen 10246754
Offenlegungstag 28.08.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse F16H 48/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60K 17/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

➃Diese Erfindung betrifft eine Verbesserung in einem Differenzialgetriebe, das eine Differenzialhemmfunktion aufweist.

Ein Differenzialgetriebe mit einer Differenzialhemmfunktion gestattet die Verteilung der Antriebskraft von einem Kraftübertragungselement auf zwei Folgerwellen, während eine Drehung dieser Folgerwellen bei Geschwindigkeiten, die eine gegebene Drehzahldifferenz überschreiten, gehemmt wird. Ein solches Differenzialgetriebe ist z.B. aus der DE 8115191 [U] (U.S. Patent Nr. 4,509,388) mit dem Titel "DIFFERENZIALGETRIEBE" bekannt.

Das oben angegebene Differenzialgetriebe besteht aus zwei gegenüberliegenden Gehäusehälften und einem Kraftübertragungselement, das aus einem zwischen diesen Gehäusehälften angeordneten Zahnkranz aufgebaut ist. Es sind mehrere Sätze zweier tellerartigen Nocken in einem Innenraum zwischen den Gehäusehälften und dem Kraftübertragungselement angeordnet, sodass sie relativ zueinander drehbar sind. Die tellerförmigen Nocken haben jeweilige Folgerwellen. Die tellerartigen Nocken haben eine innere Nockennase und eine äußere Nockennase, die an einander entgegengesetzten Flächen der jeweiligen tellerartigen Nocken an einem Bereich, der der Drehmitte näher ist, bzw. einem diametral äußeren Bereich ausgebildet sind. Die innere Nockennase und die äußeren Nockennasen sind in Umfangsrichtung durchgehend. Die inneren Nockennasen und die äußeren Nockennasen variieren in einer radial auswärtigen Richtung. Zwischen den jeweiligen inneren Nockennasen sind vier kleine Wälzkörper angeordnet. Ähnlich sind zwischen den jeweiligen äußeren Nockennasen vier große Wälzkörper angeordnet. Der Zahnkranz trägt diese Wälzkörper.

Wenn die zwei Wellen dem gleichen Drehwiderstand unterliegen, wird die Antriebskraft von dem Zahnkranz über die Wälzkörper und die inneren und äußeren Nockennasen auf die zwei Wellen übertragen.

Wenn eine der Wellen einem größeren Drehwiderstand unterliegt als die andere der Wellen, werden die Wälzkörper gegen eine der inneren Nockennasen und eine der äußeren Nockennasen von der einen anderen der inneren Nockennasen und der einen anderen der äußeren Nockennasen gedrückt, was in einer Phasendifferenz in der einen der inneren Nockennasen und der einen der äußeren Nockennasen resultiert. Im Ergebnis werden die zwei Wellen daran gehindert, sich mit Geschwindigkeiten mit einer Drehzahldifferenz, die einen gegebenen Wert überschreitet, zu drehen.

Das oben angegebene Differenzialgetriebe hat das Merkmal, dass, um die Kraftübertragungsleistung zwischen dem Zahnkranz und den zwei Wellen zu verbessern, die Nockennase in einer doppelt strukturierten Konfiguration radial ausgebildet sind. Insbesondere sind die gegenüberliegenden äußeren Nockennasen von den gegenüberliegenden inneren Nockennasen mit einem Winkel von 45 Grad in der Umfangsperipherierichtung phasenversetzt, wobei zwei Arten der Wälzkörper in einer radialen Richtung ausgerichtet sind und mit dem Zahnkranz abgestützt sind.

Jedoch ist diese Struktur sehr kompliziert, und enthält eine große Anzahl von Bauteilen. Auch ist eine hohe Montagepräzision erforderlich. Zusätzlich bewirkt das Vorhandensein der zwei Arten von Wälzkörpern, die in der radialen Richtung angeordnet sind, dass das Kraftübertragungselement, das aus den Gehäusehälften und dem Zahnkranz zusammengesetzt ist, keinerlei Auswahl gestattet, sondern unvermeidlich in einem großen Durchmesser ausgebildet ist. Dies resultiert in einem Differenzialgetriebe mit einer groß bemessenen Struktur. Im Hinblick hierauf ist es erwünscht, dass das Differenzialgetriebe mit der Differenzialhemmfunktion eine Kraftverteilungsleistung zwischen dem Kraftübertragungselement und den zwei Wellen verbessert, während es eine miniaturisierte Struktur durch die Verwendung einer vereinfachten Konstruktion erreicht.

Aus der DE 10 39 373 A ist ein Differentialgetriebe nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt. Dort entspricht. die Breite der Eingriffsnuten des Kraftübertragungselements dem Durchmesser der als Kugeln ausgebildeten Nockenfolgerelemente.

Die DE 898 104 B zeigt ein Differentialgetriebe, dessen Nockenfolgerelemente in Eingriffsvertiefungen in axialen Stirnseiten der Nockenelemente eingreifen. Die Antriebskraft vom sie umgebenden Gehäuse wird über einen die Nockenfolgerelemente in Umfangsrichtung stützenden Käfig auf die Nockenfolgerelemente und von dort auf die Nockenelemente übertragen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Differenzialgetriebe nach Anspruch 1 angegeben.

Das Differenzialgetriebe verteilt die Antriebskraft von dem Kraftübertragungselement auf die zwei Wellen über die Nockenfolgerelemente und die zwei Nockenelemente, auch wenn die Nockenfolgerelemente irgendwelche Stellungen in Bezug auf die zwei Nockennasen einnehmen. Da insbesondere jedes der Nockenfolgerelemente an jeder der Eingriffsnuten des Kraftübertragungselements sitzt, sodass eine Längsachse in der Drehrichtung des Kraftübertragungselements orientiert ist, kann das Kraftübertragungselement einen reduzierten Durchmesser haben, was in einer Miniaturisierung des Differenzialgetriebes resultiert.

Bevorzugt umfasst jedes der Nockenfolgerelemente ein längliches Element, das aus kugelförmigen Endabschnitten und dem mittleren verengten Abschnitt zusammengesetzt ist, oder den zwei Kugeln. Das Vorhandensein der zwei Kugeln ermöglicht es, dass das Nockenfolgerelement in einer noch weiter vereinfachten Struktur ausgebildet wird, was in einer Kostenreduktion des Differenzialgetriebes resultiert.

Die Tiefe der Nut ist bevorzugt so festgelegt, dass ihre Größe angenähert die Hälfte des Durchmessers des kugelförmigen Abschnitts oder der Kugel jedes der Nockenfolgerelemente beträgt. Im Wesentlichen der halbe Abschnitt des kugelförmigen Abschnitts oder der Kugel steht aus der Innenraumseite von der zugeordneten Eingriffsnut vor. Dieser herausstehende Abschnitt greift zwischen die zwei Nockennasen ein.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung im Detail, nur als Beispiel, in Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, worin:

1 ist eine Querschnittsansicht, die ein Differenzialgetriebe einer Ausführung gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt;

2 ist eine Explosionsperspektivansicht, die ein Kraftübertragungselement, zwei Nockenelemente und eine Mehrzahl von Nockenfolgerelementen darstellt, die in 1 gezeigt sind;

3 ist eine schematische Ansicht, die einen Zustand darstellt, worin die Nockenfolgerelemente in Eingriffsnuten des in 2 gezeigten Kraftübertragungselements sitzen;

4 stellt Beziehungen zwischen einem mittleren Gehäuseabschnitt, den ersten und zweiten Nockenelementen und den Nockenfolgerelementen gemäß der vorliegenden Erfindung dar;

5 stellt eine Beziehung zwischen den zwei Nockenelementen und den Nockenfolgerelementen dar;

6 ist eine Seitenansicht einer Schneebeseitigungsmaschine, die ein Beispiel zeigt, das mit dem Differenzialgetriebe der Ausführung gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführt ist;

7 ist eine Querschnittsansicht entlang Linie 7-7 von 6;

8 ist eine Explosionsansicht, entsprechend 2, eines Differenzialgetriebes der anderen Ausführung gemäß der vorliegenden Erfindung; und

9 stellt eine Beziehung zwischen einem mittleren Gehäuseabschnitt, den ersten und zweiten Nockenelementen und den Nockenfolgerelementen des Differenzialgetriebes der in 8 gezeigten anderen Ausführung dar.

Wie in 1 gezeigt, ist ein Differenzialgetriebe 10, als wesentliche Bauteile zusammengesetzt aus einem drehbaren Kraftübertragungselement 20, zwei linken und rechten Nockenelementen (ein erstes Nockenelement 50, das an einer linken Seite in der Figur angeordnet ist, und ein zweites Nockenelement 50, das an einer rechten Seite in der Figur angeordnet ist), die in einem Innenraum Sp, der innerhalb des Kraftübertragungselements 20 ausgebildet ist, konzentrisch zu dessen Drehmittellinie Ro1 angeordnet sind, linke und rechte angetriebene Wellen (eine erste Welle 71, die an der rechten Seite in der Figur angeordnet ist, und eine linke Welle 72, die an der linken Seite in der Figur angeordnet ist), die jeweils an den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 konzentrisch zu der Drehmittellinie Ro2 der ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 angebracht sind, sowie eine Mehrzahl von Nockenfolgerelementen 80, die zwischen den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 angeordnet sind und die eine Differenzialhemmfunktion haben.

Das Kraftübertragungselement 20 enthält einen Drehkörper, der zusammengesetzt ist aus einem zylinderförmigen mittleren

Gehäuseabschnitt 21, dessen beide linken und rechten Enden offen sind, einer linken Gehäusehälfte 31, die eine linke Öffnung des mittleren Gehäuseabschnitts 21 verschließt, und einer rechten Gehäusehälfte 41, die eine rechte Öffnung des rechten Gehäuseabschnitts 21 verschließt.

Die linke Gehäusehälfte 31 enthält ein einheitlich geformtes Produkt, das einheitlich aus einer flach geformten Verschlussscheibe 32 ausgebildet ist, die die linke Öffnung des mittleren Gehäuseabschnitts 21 verschließt, sowie einen rohrförmigen Nabenabschnitt 34, der die erste Welle 71 über eine Mehrzahl von Lagern 33 drehbar hält.

Die rechte Gehäusehälfte 41 enthält ein einheitlich geformtes Produkt, das einheitlich aus einer flach geformten Verschlussscheibe 42 gebildet ist, das die rechte Öffnung des mittleren Gehäuseabschnitts 21 verschließt, einen rohrförmigen Nabenabschnitt 44, der die zweite Welle 72 über eine Mehrzahl von Lagern 43 drehbar hält, einen Verlängerungsabschnitt 45, der von der Verschlussscheibe 42 absteht, um einen Außenumfang des mittleren Gehäuseabschnitts 21 abzudecken, sowie ein Ringzahnrad 46, das am fernen Ende des Verlängerungsabschnitts 45 ausgebildet ist.

Das Ringzahnrad 46 enthält eine Gradverzahnung, die in Eingriff mit einem Antriebszahnrad 47 gehalten wird, zum Antrieb mit Antriebskraft, die von einer Antriebsquelle (wie etwa einem Elektromotor oder einer Brennkraftmaschine), die nicht gezeigt ist, abgegeben wird.

Der mittlere Gehäuseabschnitt 21, die linke Gehäusehälfte 31 und die rechte Gehäusehälfte 41 haben jeweilige Mitten, die mit der Drehmittellinie Ro1 fluchten. Die Montage der linken Gehäusehälfte 31 und der rechten Gehäusehälfte 41 in eine einheitliche Struktur mittels einer Mehrzahl von Befestigungsbolzen 48 ermöglicht es, dass der Innenraum Sp innerhalb des Kraftübertragungselements 20 definiert wird. Die Bezugszahlen 39, 49 bezeichnen jeweilige Öldichtungen.

Das erste Nockenelement 80 ist mit der ersten Welle 71 durch eine Längsverzahnungsverbindung gekoppelt. Das zweite Nockenelement 60 ist mit der zweiten Folgerwelle 72 durch eine Längsverzahnungsverbindung gekoppelt.

Das Einsetzen einer rohrförmigen Hülse 91, deren Außendurchmesser größer ist als jener der Längsverzahnung, zwischen linke und rechte Außenlängsverzahnungen 71a, 72a erlaubt es, einen Raum zwischen den ersten und zweiten Elementen 50, 60 sicherzustellen. Ferner sind ringförmige Reibplatten 92, 92 zwischen einer Innenfläche der Verschlussscheibe 32 der linken Gehäusehälfte 31 und einer Rückfläche des ersten Nockenelements 50 bzw. zwischen einer Innenfläche der Verschlussscheibe 42 der rechten Gehäusehälfte 41 und einer Rückfläche des zweiten Nockenelements 60 angeordnet.

Zwischen der Rückfläche des ersten Nockenelements 50 und der linken Reibplatte 92 bzw. zwischen der Rückfläche des zweiten Nockenelements 60 und der rechten Reibplatte 92 können extrem kleine Spalte vorgesehen sein.

Die ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 haben Nockennasen 51, 61, die an jeweiligen Flächen ausgebildet sind, die einander gegenüberliegen. Nachfolgend wird die Nockennase 51 des ersten Nockenelements 50 als "erste Nockennase" bezeichnet, und die Nockennase 61 des zweiten Nockenelements 60 wird als "zweite Nockennase" bezeichnet. Die Nockenfolgerelemente 60 sind zwischen den ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 angeordnet.

Wie in 2 gezeigt, nehmen die ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 die Form zylindrischer Elemente ein, die jeweils innenseitig mit Innenlängsverzahnungen 52, 63 ausgebildet sind. Die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 sind durchgängig an den jeweiligen Umfänge ausgebildet, sodass axiale Höhen der Nockennasen 51, 61 entlang den Umfängen geändert werden. D.h. die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 haben, in Bezug auf die axiale Längsrichtung der ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60, konkave und konvexe Konfigurationen. Die erste Nockennase 51 hat eine Form, die punktsymmetrisch in Bezug auf eine die Drehmittellinie Ro1 schneidende Mitte ausgebildet ist. Ähnlich hat die zweite Nockennase 61 eine Form, die punktsymmetrisch in Bezug auf die die Drehmittellinie Ro1 schneidende Mitte ausgebildet ist. Somit enthalten die ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 zwei Komponenten mit einander identischen Formen in identischen Dimensionen und sind einander gegenüberliegend angeordnet.

Jedes der Nockenfolgerelemente 80 hat insgesamt die Gestalt einer Erdnusskonfiguration, die aus einem einheitlich geformten länglichen Körper aufgebaut ist, der kugelförmige Endabschnitte 81, 81 und einen verengten Abschnitt 82 enthält. Die kugelförmigen Endabschnitte 81, 81 sind im Wesentlichen wahre Kugeln und haben die gleichen Durchmesser. Der verengte Abschnitt 82 hat einen kleineren Durchmesser als der kugelförmige Abschnitt 81 und dient als Verbindungsabschnitt zwischen den kugelförmigen Endabschnitten 81, 81. In einem in der Figur gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Stücke von Nockenfolgerelementen 80 zwischen den ersten und zweiten Nockenelementen 51, 61 angeordnet.

Das Kraftübertragungselement 20 hat eine Mehrzahl von Eingriffsnuten 23, die an einer Innenumfangsperipherie 22 ausgebildet sind, an einem Bereich, der den Leerraum Sp bildet, des mittleren Gehäuseabschnitts 21, parallel zur Drehmittellinie Ro1 (d.h. parallel zu den ersten und zweiten Wellen 71, 72 in 1). In einem in der Figur gezeigten Strukturbeispiel ist die Anzahl der Eingriffsnuten 23 als vier gewählt, in Übereinstimmung mit der Anzahl der Nockenfolgerelemente 80. Jede der Eingriffsnuten 23 hat eine Breite Wi, die kleiner ist als eine Gesamtlänge L1 des Nockenfolgers 80. Jede der Eingriffsnuten 23 hat eine Tiefe De, die im Wesentlichen die Hälfte eines Durchmessers d1 des kugelförmigen Abschnitts 81 ist.

3 zeigt eine Beziehung zwischen dem mittleren Gehäuseabschnitt 21 und den Nockenfolgerelementen 80. Die Nockenfolgerelemente 80 sind einzeln in die Eingriffsnuten 23 eingesetzt, sodass die kugelförmigen Endabschnitte 81, 81 in einer Umfangsrichtung (Drehrichtung) des mittleren Gehäuseabschnitts 21 orientiert sind. Diese kugelförmigen Abschnitte 81, 81 stehen teilweise in den Leerraum Sp vor. Um zu verhindern, dass sich die vorstehenden Abschnitte in den Leerraum Sp hineinbewegen, sind diese vorstehenden Abschnitte durch einen Außenumfang der Hülse 91 eingeschränkt. Wie man erwarten könnte, werden die Nockenfolgerelemente 80 in die Eingriffsnuten in einem Zustand eingesetzt, in dem die Nockenfolgerelemente 80 in einer Richtung (der Längsrichtung in der Figur) entlang der Drehmittellinie Ro1 schräggestellt sind.

Eine Relativdrehung jedes dieser mehreren Nockenfolgerelemente 80 wird in Bezug auf das Kraftübertragungselement 20 (siehe 1) unterbunden, während sie sich entlang jeder der Eingriffsnuten 23 in einer parallelen Beziehung relativ zur Drehmittellinie Ro1 bewegen können.

Hier sei nun angenommen, dass in dem mittleren Gehäuseabschnitt 21 ein Azimuthwinkel, der mit einer vertikalen Linie Lv und einer horizontalen Linie Lh indiziert ist, die zwischen den jeweiligen Eingriffsvertiefungen 23, 23 in Bezug auf die Drehmittellinie Ro1 hindurchgehen, in Uhrzeigerrichtung von oben her als 0 °, 90 °, 180 ° und 270 ° ausgedrückt wird.

(a) bis (d) von 4 zeigen die Beziehung zwischen dem mittleren Gehäuseabschnitt 21, den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 und den Nockenfolgerelementen 80. (a) von 4 zeigt eine Explosionsansicht, die die Beziehung zwischen den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 und den in (b) von 4 gezeigten Nockenfolgerelementen 80 darstellt, wenn von der Außenseite betrachtet. (c) von 4 zeigt eine Explosionsansicht, die die Beziehung zwischen dem mittleren Gehäuseabschnitt 21 und den in (d) von 4 gezeigten Nockenfolgerelementen 80 darstellt, wenn von einer Außenendseite her betrachtet.

Die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 sind mit zwei Rippen 53, 63 und zwei Füßen 54, 64 in jeweiligen Umfangsrichtungen mit jeweiligen 90 °-Abständen ausgebildet, sodass die Rippen und Füße abwechselnd angeordnet sind, unter Bildung eines Rippe-Fuß-Rippe-Musters. Die Rippen 53, 63 haben Scheitel, die in rechtwinkligen Formen mit scharfen Kanten ausgebildet sind. Die Füße 53, 63 haben Böden mit gerundeten Formen. Jede von Schrägflächen 55, 65, die sich zwischen den Scheiteln dieser Rippen 53, 63 und den jeweiligen Füßen 54, 64 anschließt, ist geradlinig. Ein Scheitelwinkel &thgr;1 zwischen den Rippen 53, 63 und ein Ausdehnungswinkel &thgr;2 und die Füße 54, 64 bilden stumpfe Winkel von angenähert 120 °. Die Rippen 53, 63 der ersten Nockennase 51 weisen im Wesentlichen zu den Füßen 54, 64 der zweiten Nockennase 61.

Hier sind, in Verbindung mit (a) und (c) von 4, die Azimuthwinkel der ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 in Bezug auf die Eingriffsvertiefungen 23 in einer Weise bestimmt, wie sie unten beschrieben wird.

Für die Azimuthwinkel 0 ° und 180 ° sind die Rippe 53 der ersten Nockennase 51 und die Rippe 63 der zweiten Nockennase 61 in umgekehrter Phase angeordnet. Z.B. ist für den Azimuthwinkel 0 ° der Scheitel der Rippe 53 der ersten Nockennase 51 um einen Phasenwinkel von &thgr;3 in Uhrzeigerrichtung versetzt. Andererseits ist für die Scheitelwinkel 0 ° der Scheitel der Rippe 63 der zweiten Nockennase 61 um den Phasenwinkel von &thgr;3 in Gegenuhrzeigerrichtung versetzt. Z.B. wird der Phasenwinkel von &thgr;3 so bestimmt, dass er einen Wert von 22,5 ° hat.

Die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 haben die folgende Dimensionsbeziehung.

  • (i) In einer Stellung zwischen den Azimuthwinkeln 0 ° und 180 ° ist ein Abstand L2 zwischen den Schrägflächen 55, 65 in der Dimension ein wenig größer als der Durchmesser d1 des kugelförmigen Abschnitts 81. D.h. der Abstand L2 ist so bestimmt, dass er eine Größe hat, um zu ermöglichen, dass das längliche Nockenfolgerelement 80, das wie in (a) von 4 schräggestellt ist, entlang der Schrägflächen 55, 65 in der Längsrichtung des Nockenfolgerelements 80 verschiebbar ist.
  • (ii) In einer Stellung zwischen den Azimuthwinkeln 90 ° und 270 ° ist ein Abstand zwischen den Schrägflächen 55, 65 so bestimmt, dass er eine Dimension hat, um zu ermöglichen, dass das längliche Nockenfolgerelement 80, das in (a) von 4 schräggestellt gezeigt ist, entlang den Schrägflächen 55, 65 in der Längsrichtung des Nockenfolgerelements 80 verschiebbar ist.
  • (iii) Ein Abstand L3 zwischen dem Scheitel der Rippe 53 und dem Scheitel der Rippe 63 ist kleiner als der Durchmesser d1 der Kugel 81 (d.h. L3 < d1). Zweckmäßigerweise ist der Abstand L3 kleiner als eine Breitendimension L4 (eine Breite L4 in einer Querrichtung in der Figur) des Nockenfolgerelements 80, das wie in (a) von 4 gezeigt schräggestellt ist.
  • (iv) In einer Stellung zwischen den Azimuthwinkeln 0 ° und 180 ° ist ein abgewickelter Abstand L5, entsprechend einem Winkelwert von zwei Mal dem Winkel &thgr;3 (2 × &thgr;3), d.h. ein Abstand L5 zwischen dem Scheitel der Rippe 53 und dem Scheitel der Rippe 63, die einander gegenüberliegen, gleich oder im Wesentlichen gleich dem Durchmesser d1 des kugelförmigen Abschnitts 81.

Die Nockenfolgerelemente 80 sind in Bezug auf die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 in einer Weise angeordnet, wie sie in (a) von 4 gezeigt ist. D.h. in einem Bereich zwischen den Azimuthwinkeln 0 ° und 180 ° ist das Nockenfolgerelement 80 in einem schräggestellten Zustand derart angeordnet, dass beide Enden der kugelförmigen Abschnitte 81, 81 der Rippe 53 bzw. dem Fuß 64 näher sind. In einem Bereich zwischen den Azimutwinkeln 90 ° und 180 ° ist das Nockenfolgerelement 80 parallel zu dem Nockenfolgerelement 80 angeordnet, das zwischen den Azimuthwinkeln 0 ° und 90 ° verbleibt. In einem Bereich zwischen den Azimuthwinkeln 180 ° und 270 ° ist das Nockenfolgerelement 80 in dem schräggestellten Zustand derart angeordnet, dass beide Enden der kugelförmigen Abschnitte 81, 81 den jeweiligen Schrägflächen 55, 65 näher sind. D.h. in dem Bereich zwischen den Azimuthwinkeln 180 ° und 270 ° ist das Nockenfolgerelement 80 in einer umgekehrten Orientierung in Bezug auf das Nockenfolgerelement 80 angeordnet, das zwischen den Azimuthwinkeln 0 ° und 90 ° verbleibt. In einem Bereich zwischen den Azimuthwinkeln 270 ° und 0 ° ist das Nockenfolgerelement 80 parallel zu dem Nockenfolgerelement 80 angeordnet, das zwischen den Azimuthwinkeln 180 ° und 270 ° verbleibt.

Noch einmal zurück zu 1 wird die Beschreibung fortgesetzt. Diese Figur zeigt die kugelförmigen Abschnitte der Nockenfolgerelemente 80, wobei Abschnitte, die von den Eingriffsnuten 53 in den Leerraum Sp vorstehen, zwischen die ersten und zweiten Nockennasen 51, 16 eingreifen, die nach radial auswärts geöffnet sind.

Indem somit die Nockenfolgerelemente 80 dazu gebracht werden, in der Drehrichtung an das Kraftübertragungselement 20 anzugreifen, wird die Antriebskraft von dem Kraftübertragungselement 20 auf die ersten und zweiten Wellen 71, 72 über die Nockenfolgerelemente 80 und die ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 verteilt, um eine gegebene Drehdifferenz zwischen den ersten und zweiten Wellen 71, 72 zu erlauben.

Nun wird der Betrieb des oben angegebenen Differenzialgetriebes 10 unten in Bezug auf 1 und (a) bis (d) von 5 beschrieben. Um für ein leichteres Verständnis der Beschreibung zu sorgen, tragen die vier Nockenfolgerelemente 80 auch Bezugszahlen "A", "B", "C" und "D" aufeinanderfolgend, beginnend von der Phase 0 °.

Zuerst wird eine Beschreibung in Verbindung mit (a), (b) von 5 angegeben, für einen Fall, worin auf die ersten und zweiten Wellen 71, 72 (siehe 1) einander der gleiche Drehwiderstand ausgeübt wird. In einem solchen Fall ist, wie in einem gewöhnlichen Differenzialgetriebe, keine Drehdifferenz zwischen der ersten Welle 71 und der zweiten Welle 72 vorhanden. Aus diesem Grund tritt zwischen dem ersten Nockenelement 50 und dem zweiten Nockenelement 60 keine Drehdifferenz auf.

Da sich das Kraftübertragungselement 20 in der mit Pfeil &#10112; gezeigten Richtung dreht, drehen sich auch die Nockenfolgerelemente 80 in derselben Richtung, um zu bewirken, dass jeder kugelförmigen Abschnitte 81 auf die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 in die periphere Umfangsrichtung drückt. Insbesondere drückt das Nockenfolgerelement "C" auf beide ersten und zweiten Nockennasen 51, 61. Im Ergebnis werden die ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 in derselben Richtung in Drehung versetzt (mit den Pfeilen &#10113;, &#10114; gezeigt), wie jene des Kraftübertragungselements 20, mit der gleichen Drehzahl.

Anschließend wird eine Beschreibung für einen Fall angegeben, wo die zweite Welle 72 einem größeren Drehwiderstand unterliegt als die erste Welle 71. In diesem Fall tritt eine Drehdifferenz zwischen der ersten Welle 71 und der zweiten Welle 72 auf. Wenn dies stattfindet, unterliegt das zweite Nockenelement 60 demselben großen Drehwiderstand (unter großer Last) wie dem der zweiten Welle 72. Im Gegensatz hierzu unterliegt das erste Nockenelement 50 einem kleinen Drehwiderstand (unter leichter Last).

Auch in diesem Fall werden, wie in (a) und (b) von 5 gezeigt, wenn das Kraftübertragungselement 20 in der mit dem Pfeil &#10112; gezeigten Richtung gedreht wird, die Nockenfolgerelemente 80 in derselben Richtung gedreht, um zu bewirken, dass die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 in der peripheren Umfangsrichtung gedrückt werden. Da jedoch das zweite Nockenelement 60 der hohen Last ausgesetzt ist, werden die Nockenfolgerelemente 80 dazu gebracht, in der mit Pfeil &#10115; gezeigten Richtung entlang der zweiten Nockennase 61 zu gleiten, d.h. in der axialen Längsrichtung der ersten und zweiten Wellen 71, 72. Anders gesagt, die Nockenfolgerelemente 80 werden dazu gebracht, auf der sich mit geringer Geschwindigkeit drehenden zweiten Nockennase 61 zu gleiten, während sie in den Eingriffsnuten 23 gedreht werden. Im Ergebnis tragen einige der kugelförmigen Abschnitte 81 der Nockenfolgerelemente 80 dazu bei, auf die erste Nockennase 51, die unter der leichten Last verbleibt, in der mit dem Pfeil &#10113; gezeigten Richtung zu drücken, um hierdurch das erste Nockenelement 50 in Drehung zu versetzen.

Auf diese Weise wird eine Stellung der ersten Nockennase 51 relativ zu der zweiten Nockennase 61 in der mit dem Pfeil &#10113; gezeigten Richtung verändert. Gleichzeitig läuft der Scheitel der Rippe 53 der ersten Nockennase 51 über den Scheitel der Rippe 63 der zweiten Nockennase 61 hinweg. Diese Ergebnisse sind in (c) und (d) von 5 gezeigt. In (c) von 5 stellt eine durchgehende Linie einen Zustand dar, in dem die erste Nockennase 51 eine ursprüngliche Stellung einnimmt, die in (a) von 5 gezeigt ist, und ein versetzter Zustand ist mit einer gepunkteten Linie angegeben. (d) von 5 bezeichnet einen Zustand, worin die erste Nockennase 51 die Stellung einnimmt, die durch eine gepunktete Linie in (c) von 5 angegeben ist.

Übrigens drücken, wie in (d) von 5 gezeigt, einige der kugelförmigen Abschnitte 81 der Nockenfolgerelemente 80 auf die Schrägflächen 55 der ersten Nockennase 51. Insbesondere drückt das Nockenfolgerelement "A" auf beide ersten und zweiten Nockennasen 51, 61. Im Ergebnis wird auf das erste Nockenelement 50 ein Schub in der mit dem Pfeil 0 gezeigten Richtung ausgeübt. Das erste Nockenelement 50 reagiert auf diesen Schub und wird gegen die Reibplatte 92 gedrückt, die an der Innenwandseite der linken Gehäuseendplatte 31 angeordnet ist (siehe 1). Im Ergebnis unterliegt das erste Nockenelement 50 einem Drehwiderstand aufgrund der Reibkraft, die zwischen dem ersten Nockenelement 50 und der Reibplatte 92 auftritt. Dieser Drehwiderstand bildet eine Differenzialhemmkraft.

(d) von 5 zeigt einen Zustand, worin, aufgrund der Differenzialhemmkraft, die Drehung des ersten Nockenelements 50 relativ zu dem zweiten Nockenelement 60 gehemmt ist. Im Ergebnis werden die ersten und zweiten Wellen 71, 72 daran gehindert, sich mit Geschwindigkeiten mit einer einer gegebenen wertüberschreitenden Differenz zu drehen.

Unter einem solchen Zustand werden das Kraftübertragungselement 20 und die Nockenfolgerelemente 80 weiter in der mit dem Pfeil &#10112; gezeigten Richtung gedreht, um hierdurch zu bewirken, dass die kugelförmigen Abschnitte 81 auf die ersten und zweiten Nockenelemente 51, 61 in der peripheren Umfangsrichtung drücken. Insbesondere drückt das Nockenfolgerelement "A" auf beide ersten und zweiten Nockennasen 51, 61. Im Ergebnis werden die ersten und zweiten Nockenelemente 50, 60 mit der gleichen Geschwindigkeit in der gleichen Richtung (wie mit den Pfeilen &#10113;, &#10114; gezeigt) wie der des Kraftübertragungselements 20 in Drehung versetzt.

Anschließend wird eine Beschreibung für einen Fall angegeben, in dem das Kraftübertragungselement 20 in einer Richtung gedreht wird, die der mit dem Pfeil 10 gezeigten Richtung entgegengesetzt ist.

  • (i) Wenn keine Drehdifferenz zwischen den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 auftritt, drückt insbesondere das Nockenfolgerelement "D" auf beide ersten und zweiten Nockennasen 51, 61.
  • (ii) Wenn eine Drehdifferenz zwischen den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 auftritt, drückt insbesondere das Nockenfolgerelement "D" auf beide ersten und zweiten Nockennasen 51, 61.

Aus diesen Wirkungen ist ersichtlich, dass die Anzahl der Nockenfolgerelemente 80 vier oder ein Mehrfaches von vier sein kann. In Übereinstimmung mit einem solchen Konzept kann die Anzahl der Eingriffsnuten 23 die gleiche sein wie jene der Nockenfolgerelemente. Ferner kann die Anzahl der Rippen 53 und der Füße 54 der ersten Nockennase 51 bzw. die Anzahl der Rippen 63 und der Füße 64 der zweiten Nockennase 51 zwei oder ein Mehrfaches von zwei sein.

Nun wird ein weiterer Betrieb des Differenzialgetriebes 10 unten in Bezug auf die 2, 4 und 5 beschrieben.

Da, wie in 2 gezeigt, die Nockenfolgerelemente 80 die kugelförmigen Endabschnitte 81 und den mittleren verengten Abschnitt 82 enthalten, besteht kein Risiko, dass die Nockenfolgerelemente 80 auf den Rippen 53, 63 jeweils hängen bleiben (siehe 4), auch wenn sie in jeweiligen länglichen Elementen ausgebildet sind. Demzufolge sind die Nockenfolger 80 in der Lage, sich glattgängig in einem Weg zwischen den ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 zu bewegen.

Da ferner, wie in 2 gezeigt, die Breite Wi jeder der Eingriffsnuten 23 so ausgewählt ist, dass sie kleiner ist als die Gesamtlänge L1 des Nockenfolgerelements 80, ist keine Änderung im Neigungsgrad jeder der Nockenfolgerelemente 80 vorhanden, auch in einem solchen Fall, in dem das mittlere Gehäuse 21 gedreht wird.

Wie in (a) von 4 gezeigt, ist der Abstand L zwischen den Rippen 53, 63 in der axialen Längsrichtung so bestimmt, dass er kleiner ist als die Breite L4 des schräggestellten Nockenfolgerelements 80. Ferner ist der Abstand L5 zwischen den Scheiteln der benachbarten Rippen 53, 63 in der peripheren Umfangsrichtung so ausgestaltet, dass er im Wesentlichen identisch ist mit dem Durchmesser d1 des kugelförmigen Abschnitts 81.

Wie in 5 gezeigt, wird dementsprechend zumindest eines der Nockenfolgerelemente 80 in Stützeingriff mit den Schrägflächen 55, 65 der ersten und zweiten Nockennasen 51, 52 gehalten, unabhängig von Phasenveränderungen zwischen den ersten und zweiten Nockennasen 51, 52. D.h. dass es keine Notwendigkeit für die Nockenfolgerelemente 80 gibt, den Spalt zwischen den aufeinander zuweisenden Rippen 53, 63 zu überwinden.

Wenn das Mittelgehäuse 21 in der mit dem Pfeil &#10112; gezeigten Richtung gedreht wird, dienen die Eingriffsvertiefungen 23 dazu, eine einfache Drehbewegung in der gleichen Richtung der Nockenfolgerelemente 80 zu verursachen, wie in (a) von 5 gezeigt, oder eine Bewegung der Nockenfolgerelemente 80 entlang den ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 zu bewirken, in paralleler Beziehung von der mit der durchgehenden Linie gezeigten Stellung zu der mit der gepunkteten Linie gezeigten Stellung, wie in (c) von 5 gezeigt.

Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass, auch wenn die Nockenfolgerelemente 80 irgendeine Stellung in Bezug auf die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 einnehmen, die Antriebskraft von dem Kraftübertragungselement 20 auf beide ersten und zweiten Wellen 71, 72 über die Nockenfolgerelemente 80 und die ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 verteilt werden kann (um eine Antriebskraftverteilungseigenschaft sicherzustellen). Auch kann ein solcher Vorteil in der vereinfachten Struktur erreicht werden.

Da zusätzlich die jeweiligen kugelförmigen Endabschnitte 81, 81 der Nockenfolgerelemente 80 so angeordnet sind, dass sie in der Drehrichtung orientiert sind, um zu ermöglichen, dass die jeweiligen mehreren Nockenfolgerelemente 80 in die jeweiligen Eingriffsnuten 23 des Kraftübertragungselements 20 passen, ist das Kraftübertragungselement 20 in der Lage, in einem kleinen Durchmesser hergestellt zu werden. Dies resultiert in einer Miniaturisierung des Differenzialgetriebes 10.

Nachfolgend wird ein Anwendungsbeispiel des Differenzialgetriebes 10 der oben genannten Struktur unten in Bezug auf die 6 und 7 beschrieben.

6 zeigt eine Schneebeseitigungsmaschine, die das Differenzialgetriebe nach der vorliegenden Erfindung anwendet. Die Schneebeseitigungsmaschine 10 ist eine selbstfahrende Arbeitsmaschine, die einen Schneebeseitigungsabschnitt 102 enthält, der an einem Frontabschnitt eines Hauptrahmens 101 angebracht ist, dessen rückwärtiger Teil Antriebsräder 103 zum Fahren trägt. Ein Motor 104 ist an einem oberen Abschnitt des Hauptrahmens 101 angebracht. Linke und rechte Bedienungsgriffe 105, 106 stehen von dem Hauptrahmen 101 nach hinten ab.

Der Schneebeseitigungsabschnitt 102 enthält eine Fräse 106, die mit einer aus dem Motor 104 aufgebauten Antriebsquelle angetrieben wird, eine Schleuder 107, ein Schneebeseitigungsgehäuse 108 und einen Auswurf 109. Durch Drehung der Schleuder 106 mit der Antriebskraft des Motors 104 wird Schnee in einer Längsrichtung der Figur aufgekratzt und gesammelt, um zu der Schleuder 107 abgegeben zu werden, von der der Schnee über den Auswurf 109 durch Zentrifugalkraft ausgeworfen wird.

Ein Fahrabschnitt 111 ist aus einer stufenlos verstellbaren Kraftübertragung 112 aufgebaut, die mit der aus dem Motor 104 aufgebauten Antriebsquelle verbunden ist, sowie Antriebsrädern 103. Die Antriebsausgangskraft wird von dem Motor 104 auf die Antriebsräder 103 über die stufenlos verstellbare Kraftübertragung 112 übertragen, wodurch die Antriebsräder 103 in Drehung versetzt werden.

7 zeigt einen Zustand, worin das Differenzialgetriebe 10 gemäß der vorliegenden Erfindung zwischen der stufenlos verstellbaren Kraftübertragung 112, die strichpunktiert gezeigt ist, und Antriebsrädern 103, 104 angeordnet ist. Insbesondere ist der Nabenabschnitt 44 des rechten Halbabschnitts 41 des Gehäuses über ein Lager 113 an dem Hauptrahmen 101 drehbar gelagert, und die erste Welle 71 ist an dem Hauptrahmen 101 über ein Lager 114 drehbar gelagert, sodass das Ringrad 46 des Differenzialgetriebes 10 mit dem Antriebszahnrad 47 in Eingriff gehalten wird, das an der Ausgangswelle 112a der stufenlos verstellbaren Kraftübertragung 112 ausgebildet ist, wobei die ersten und zweiten Wellen 71, 72 jeweils mit den Antriebsrädern 103, 103 gekoppelt sind.

Indem man das Differenzialgetriebe 10 der vorliegenden Erfindung auf eine Schneebeseitigungsmaschine anwendet, ist es für das Differenzialgetriebe 10 möglich, zu unterbinden, dass die Drehdifferenz zwischen den Antriebsrädern 103, 103 den gegebenen Wert überschreitet, wenn, aufgrund der Straßenoberflächenbedingungen, eines der Antriebsräder 103 leerläuft oder einem größeren Widerstand unterliegt als das andere Antriebsrad 103.

Als Nächstes wird die andere Ausführung des in den 1 bis 5 gezeigten Differenzialgetriebes unten in Bezug auf die 8 und 9 beschrieben. Gleiche Teile tragen die gleichen Bezugszahlen wie jene des Differenzialgetriebes 10 der in den 1 bis 5 gezeigten Ausführung, um eine redundante Beschreibung wegzulassen.

Ein Differenzialgetriebe 200 einer in 8 gezeigten modifizierten Form hat das Merkmal, dass die Nockenfolgerelemente 280 jeweils zwei Kugel 281, 281 enthalten. Die Kugel 281 hat einen Durchmesser, der gleich dem Durchmesser d1 des kugelförmigen Abschnitts 81 des in 2 gezeigten Nockenfolgerelements ist. Die Gesamtlänge der zwei nebeneinanderliegenden Kugeln 281, 281 ist im Wesentlichen gleich der Gesamtlänge L1 des in 2 gezeigten Nockenfolgerelements 80.

Die Breite Wi jeder der Eingriffsnuten 23 des mittleren Gehäuseabschnitts 21 ist kleiner als die Länge der nebeneinanderliegenden Kugeln 281, 281, d.h. ein Produkt des Zweifachen des Durchmessers d1 der Kugel 281 (ausgedrückt durch Wi < 2 × d1). Die Tiefe De jeder der Eingriffsnuten 23 hat einen Wert gleich im Wesentlichen der Hälfte des Durchmessers d1 der Kugel 281.

Ferner hat das Differenzialgetriebe 200 der anderen Ausführung eine Struktur, in der die zwei Kugeln 281, 281 einzeln die jeweiligen Eingriffsvertiefungen 23 eingesetzt sind, sodass sie in der nebeneinanderliegenden Beziehung in der Drehrichtung orientiert sind, wobei Abschnitte der Kugeln 281, 281, die von den Eingriffsvertiefungen in der Leerraum Sp vorstehen, zwischen den ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 angeordnet sind, die nach radial auswärts offen sind.

(a) bis (d) von 9 zeigen die Beziehung zwischen dem mittleren Gehäuseabschnitt 21, den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 und den Nockenfolgerelementen 280. (a) von 9 zeigt die Beziehung zwischen den ersten und zweiten Nockenelementen 50, 60 und den Nockenfolgerelementen 280, die in (b) von 9 gezeigt sind, in einem abgewickelten Zustand. (c) von 9 zeigt die Beziehung zwischen dem mittleren Gehäuseabschnitt 21 und den Nockenfolgerelementen 280, die in (d) von 9 gezeigt sind, in einem abgewickelten Zustand.

Die Nockenfolgerelemente 280 sind relativ zu den ersten und zweiten Nockennasen 51, 61 derart angeordnet, wie in (a) von 9 gezeigt. D.h. die Nockenfolgerelemente 280 sind in derselben Anordnung wie jene der Nockenfolgerelemente 80 angeordnet, die in 4 gezeigt ist. Die jeweiligen Kugeln 281 der Nockenfolgerelemente 280 der anderen Ausführung spielen die gleichen Rollen wie jene der jeweiligen kugelförmigen Abschnitte 81 der Nockenfolgerelemente 80 der in 4 gezeigten Ausführung.

Der Abstand L3 zwischen dem Scheitel der Rippe 53 und dem Scheitel der Rippe 63 ist kleiner als die Gesamtgröße L4 (eine Breite L4 in einer seitlichen Richtung, wenn in der Figur betrachtet), der zwei nebeneinanderliegenden Kugeln 281, 281, die in einem schräggestellten Zustand verbleiben, wie in (a) von 9 gezeigt.

Da das Differenzialgetriebe 200 der oben angegebenen anderen Ausführung die gleiche Grundfunktion und die Vorteile hat wie jene des Differenzialgetriebes 10 der in den 1 bis 5 gezeigten Ausführung, wird eine Beschreibung derselben hierin weggelassen. Das Differenzialgetriebe 200 der anderen Ausführung hat einen weiteren Vorteil, der unten beschrieben wird.

Die Nockenfolgerelemente können konstruiert werden, indem eine gerade Anzahl von Kugeln 281 angeordnet wird. Aus diesem Grund kann das Nockenfolgerelement 280 eine einfachere Struktur haben als die des Nockenfolgerelements 80 des Differenzialgetriebes 10 der oben zuvor beschriebenen Ausführung. Dementsprechend ist es möglich, dass die Kosten des Differenzialgetriebes 200 reduziert werden.

Ferner brauchen die Differenzialgetriebe 10, 200 der obigen zwei Ausführungen nicht auf die Anwendung in einer Schneebeseitigungsmaschine beschränkt sein und können in anderen unterschiedlichen Maschinen angewendet werden, die Arbeitsmaschinerien enthalten, wie etwa einen Rasenmäher und ein Transportfahrzeug, Industriemaschinen, Kraftfahrzeuge und Schiffe.

Ein Differenzialgetriebe (10) enthält ein zylindrisches Kraftübertragungselement (20), zwei Nockenelemente (50, 60), die in einem Innenraum (Sp) des Kraftübertragungselements untergebracht sind, und eine Mehrzahl von Nockenfolgerelementen (80, 280). Jedes der Nockenfolgerelemente ist in jeweils eine einer Mehrzahl von Eingriffsnuten (23) eingesetzt, die an einer Innenumfangsfläche des Kraftübertragungselements in einer axialen Längsrichtung davon ausgebildet sind, sodass jedes der Nockenfolgerelemente teilweise aus dem Innenraum vorsteht. Die vorstehenden Abschnitte der Nockenfolgerelemente sind zwischen Nockennasen (51, 61) eingesetzt, die an gegenüberliegenden Flächen der zwei Nockenelemente ausgebildet sind. Die Antriebskraft des Kraftübertragungselements wird auf die zwei Nockenelemente über die Nockenfolgerelemente verteilt.


Anspruch[de]
  1. Differenzialgetriebe, in dem Antriebskraft von einem Kraftübertragungselement (20) auf zwei angetriebene Wellen (71, 72) derart verteilt wird, dass die zwei Wellen (71, 72) mit einer gegebenen Drehdifferenz drehbar sind, wobei das Differenzialgetriebe (10) umfasst:

    das Kraftübertragungselement (20), das relativ zu den zwei Wellen (71, 72) drehbar ist und einen Innenraum (Sp) enthält;

    zwei Nockenelemente (50, 60), die in dem Innenraum (Sp) des Kraftübertragungselements (20) konzentrisch zu dessen Drehmittellinie (Ro1, Ro2) angeordnet sind, sodass sie relativ zueinander drehbar sind und an ihren einander gegenüberliegenden axialen Flächen Nockennasen (51, 61) aufweisen;

    wobei die Wellen (71, 72) mit den zwei Nockenelementen (50, 60) konzentrisch zur Drehmittellinie (Ro1, Ro2) der jeweiligen Nockenelemente (50, 60) drehfest verbunden sind;

    eine Mehrzahl von Nockenfolgerelementen (80, 280), die zwischen den zwei Nockennasen (51, 61) angeordnet sind, um entlang den Nockennasen (51, 61)beweglich zu sein und in Eingriff mit dem Kraftübertragungselement (20) gehalten zu werden;

    wobei jede der zwei Nockennasen (51, 61) in ihrer peripheren Umfangsrichtung durchgehend ist und in einer axialen Längsrichtung der Nockenelemente (50, 60) eine veränderliche Höhe hat;

    wobei das Kraftübertragungselement (20) eine den Innenraum (Sp) definierende zylindrische Innenumfangsfläche aufweist, die mit einer Mehrzahl von Eingriffsnuten (23) ausgebildet ist, die parallel zu den zwei Wellen (71, 72) liegen;

    wobei jedes der Nockenfolgerelemente (80, 280) in eine entsprechende der Eingriffsnuten (23) eingesetzt ist, um zu bewirken, dass eine Längsrichtung jedes Nockenfolgerelements (80, 280) in einer Drehrichtung orientiert wird; und

    wobei die Nockenfolgerelemente (80, 280) von den Eingriffsnuten (23) in den Innenraum vorstehende Abschnitte (22) aufweisen, die zwischen den zwei Nockennasen (51, 61) angeordnet sind,

    dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (Wi) jeder der Mehrzahl von Eingriffsnuten (23) kleiner ist als eine Gesamtlänge (L1) jedes der Mehrzahl von Nockenfolgerelementen (80, 280).
  2. Differenzialgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Mehrzahl von Nockenfolgerelementen (80) ein längliches Element enthält, das aus kugelförmigen Endabschnitten (81) und einem mittleren verengten Abschnitt (82) zusammengesetzt ist.
  3. Differenzialgetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tiefe (De) jeder der Eingriffsnuten (23) so ausgebildet ist, dass sie eine Größe von im Wesentlichen dem halben Durchmesser (d1) des kugelförmigen Abschnitts (81) jedes der Nockenfolgerelemente (80, 280) aufweist.
  4. Differenzialgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Nockenfolgerelemente (280) zwei Kugeln (281) enthält.
  5. Differenzialgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite (Wi) jeder der Eingriffsnuten (23) kürzer ist als eine Länge der nebeneinanderliegenden Kugeln (281).
  6. Differenzialgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Tiefe (De) jeder der Eingriffsnuten (23) eine Größe von im Wesentlichen dem halben Durchmesser (d1) der Kugel (281) jedes der Nockenfolgerelemente (280)aufweist.
  7. Differenzialgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Kugeln (281) in Drehrichtung des Folgerelements (20) nebeneinanderliegend in die Eingriffsnuten (23) eingesetzt sind.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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