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Dokumentenidentifikation DE69034216T2 21.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000708420
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Echtheitsprüfung von Geld
Anmelder Mars Inc., McLean, Va., US
Erfinder Allan, Richard Douglas, Reading, Berkshire, RG5 3BG, GB;
Furneaux, David Michael, Reading, Berkshire, RG4 8SJ, GB
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69034216
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.10.1990
EP-Aktenzeichen 951182872
EP-Offenlegungsdatum 24.04.1996
EP date of grant 11.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse G07D 5/02(2006.01)A, F, I, 20060126, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Echtheitsprüfung von Zahlungsmitteln oder -einheiten wie Münzen oder Banknoten.

Es ist bekannt, dass dann, wenn Münzen echtheitsgeprüft werden, wobei zwei oder mehr unabhängige Prüfungen an der Münze vorgenommen werden, um zu ermitteln, ob eine Münze eine echte Münze von speziellem Typ oder Wert ist, dies nur dann gilt, wenn alle Prüfergebnisse den für eine Münze dieses Typs erwarteten Ergebnissen entsprechen oder diesen nahe kommen. Beispielsweise verfügen einige bekannte Echtheitsprüfer über Induktionsspulen, die elektromagnetische Felder erzeugen. Durch Ermitteln des Einflusses einer Münze auf diese Felder kann die Schaltung unabhängige Messwerte herleiten, die vor allem durch die Dicke, den Durchmesser und das in den Münzen enthaltene Material beeinflusst werden. Eine Münze wird nur dann als echt angesehen, wenn alle drei Messwerte eine Münze desselben Typs anzeigen.

Dies ist graphisch in 1 repräsentiert, bei der die drei zueinander senkrechten Achsen P1, P2 und P3 die drei unabhängigen Messungen repräsentieren. Für eine Münze von einem Typ A wird erwartet, dass der Messwert P1 in einen Bereich (oder ein Fenster) WA1 fällt, der innerhalb einer oberen und einer unteren Grenze UA1 und LA1 liegt. Auf ähnliche Weise wird erwartet, dass die Eigenschaften P2 und P3 innerhalb von Bereichen WA2 bzw. WA3 liegen. Wenn alle drei Messwerte innerhalb der jeweiligen Fenster liegen, wird die Münze als eine annehmbare Münze vom Typ A angesehen. In diesem Fall liegen die Messwerte innerhalb des durch RA in 1 gekennzeichneten Annahmebereichs.

In 1 ist der Annahmebereich RA dreidimensional, jedoch kann er selbstverständlich zweidimensional sein oder er kann mehr als drei Dimensionen aufweisen, abhängig von der Anzahl unabhängiger Messungen, wie sie an der Münze vorgenommen werden (siehe US-A-4349095).

Offenbar würde ein Münzenechtheitsprüfer, der so ausgebildet ist, dass er die Echtheit mehr als eines Typs von Münze prüft, verschiedene Annahmebereiche RB, RC usw. für verschiedene Münztypen B, C usw. aufweisen.

Es existiert eine Variation von Techniken, die zum Ermitteln der Echtheit verwendet werden. Beispielsweise kann jeder Münzeigenschaftsmesswert mit abgespeicherten oberen und unteren Grenzwerten verglichen werden, die die Annahmefenster festlegen. Alternativ kann jeder Messwert dahingehend überprüft werden, ob er innerhalb eines vorbestimmten Spielraums hinsichtlich eines speziellen Werts liegt. Alternativ kann jeder Messwert dahingehend überprüft werden, dass ermittelt wird, ob er einen speziellen Wert einnimmt, in welchem Fall die zulässige Abweichung des Messwerts vom erwarteten Wert durch die Toleranz der Schaltung bestimmt wird. GB-A-1 405 937 offenbart eine Schaltung, bei der die Toleranz durch die Auswahl der Stufen eines digitalen Zählers bestimmt wird, mit einer Decodierung, wenn der die Messung repräsentierende Zählwert überprüft wird.

Bei einem Echtheitsprüfer für Geld, der dazu vorgesehen ist, eine Anzahl von Münztypen oder -werten auf ihre Echtheit zu prüfen, kann jeder Messwert hinsichtlich des jeweiligen Bereichs für jeden Münztyp geprüft werden, bevor die Entscheidung getroffen wird, ob die getestete Münze echt ist und was, wenn dies der Fall ist, ihr Wert ist. Alternativ kann einer der Tests dazu verwendet werden, die Münze einer Vorklassifizierung zu unterziehen, so dass anschließende Testmessungen nur hinsichtlich Fenstern für diejenigen Münztypen ausgeführt werden, die durch den Vorklassifizierungsschritt bestimmt wurden. Beispielsweise teilt der erste Test gemäß GB-A-1 405 937 Münzen in einen von drei Typen abhängig vom von einem Zähler erreichten Zählwert ein. Dann wird dafür gesorgt, dass der Zähler mit einer Rate nach unten zählt, die durch die Ergebnisse des Vorklassifizierungstests bestimmt ist. Wenn der endgültige Zählwert einer vorbestimmten Zahl (z.B. null) entspricht, wird bestimmt, dass die Münze eine echte Münze desjenigen Typs ist, wie er im Vorklassifizierungstest bestimmt wurde.

Beim Stand der Technik wird immer jedes Annahmefenster vorbestimmt, bevor ein Test ausgeführt wird. Einige Echtheitsprüfer verfügen über eine Einrichtung zum Einstellen der Annahmefenster. Der Zweck der Einstellung besteht darin, entweder den Anteil echter Münzen, die als annehmbar ermittelt wurden (durch Vergrößern des Annahmefensters) zu erhöhen oder die Anzahl gefälschter Münzen zu verringern, die fälschlicherweise als echt angesehen werden (durch Verringern der Größe des Annahmefensters). Die Einstellung des Fensters wird entweder von Hand oder automatisch ausgeführt (wie z.B. gemäß EP-A-0155126). In jedem Fall ist das Ergebnis der Fenstereinstellung dasjenige, dass die obere und die untere Grenze des Annahmefensters vorbestimmt sind.

Wenn jedoch die Annahmefenster verkleinert werden, um die Annahme gefälschter Münzen zu verhindern, ist es möglich, dass sich echte Münzen als fasch herausstellen. Umgekehrt können durch Vergrößern der Annahmefenster, um sicherzustellen, dass sich die maximale Anzahl echter Münzen als echt herausstellt, mehr gefälschte Münzen ebenfalls als echt ermittelt werden. Die Folge ist die, dass die Einstellung von Fenstern nachteilige wie auch vorteilhafte Auswirkungen haben kann und sie das "Annahmeverhältnis" nicht erhöht (d.h. das Annahmeverhältnis des Prozentsatzes angenommener echter Münzen zum Prozentsatz angenommener falscher Münzen) oder dieses Verhältnis nur um ein kleines Ausmaß erhöht.

Auf dem Gebiet der Banknoten-Echtheitsprüfung werden Messwerte auch mit Annahmebereichen verglichen, die allgemein die in 1 dargestellte Form aufweisen. Demgemäß treten ähnliche Schwierigkeiten auf, wenn die Annahmefenster modifiziert werden, um zu versuchen, die Annahme gefälschter Noten oder die Zurückweisung echter Noten zu vermeiden.

Erfindungsgemäß sind ein Verfahren zur Echtheitsprüfung von Zahlungsmitteln gemäß den beigefügten Vorrichtungsansprüchen 1, 20 und Verfahrensansprüchen 13, 26 vorgesehen.

Die erste und die zweite Messung sind "verschiedene Messungen". Die Bezugnahme auf "verschiedene Messungen" soll die Messung verschiedener physikalischer Eigenschaften des geprüften Zahlungsmittels anzeigen, zur Unterscheidung vom Fall, dass lediglich derselbe Messvorgang zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeführt wird, wobei eine einzelne physikalische Eigenschaft oder eine Kombination derartiger Eigenschaften angezeigt wird. Beispielsweise wird gemäß GB-A-1 405 937 und gemäß einigen anderen bekannten Anordnungen die Zeit gemessen, die eine Münze dazu benötigt, zwischen zwei Punkten zu laufen. Obwohl dies so angesehen werden kann, dass zwei zeitliche Messungen vorgenommen werden und die Differenz durch Subtraktion gebildet wird, ist der Zweck lediglich der, einen einzelnen Messwert zu erhalten, der durch eine spezielle Kombination physikalischer Eigenschaften erhalten wurde, und daher repräsentiert dies keine "verschiedenen Messungen", wie dies im vorliegenden Fall zu verstehen ist. Auf ähnliche Weise ist es bekannt, zwei aufeinanderfolgende Messungen vorzunehmen, die von der Position einer Münze in bezug auf einen Sensor abhängen, wenn die Münze den Sensor passiert, und dann die Differenz zwischen den zwei Messwerten zu bilden. Erneut repräsentiert diese Differenz einen einzelnen Messwert, der durch eine einzelne Kombination physikalischer Eigenschaften ermittelt wurde (z.B. eine Variation der Oberflächenkontur der Münze).

In vielen Fällen gestattet die Anwendung der Erfindung die Wahl von Fenstern, die ein verbessertes Annahmeverhältnis ergeben. So lässt sich etwa empirisch feststellen, dass die Messungen P1 und P2 echter Zahlungsmittel des Typs A häufig in den Bereichen WA1 bzw. WA2 liegen. Es lässt sich jedoch empirisch feststellen, dass echte Gegenstände mit einem großen P1-Wert mit geringer Wahrscheinlichkeit auch einen großen P2-Wert haben. Bei Anwendung der Erfindung kann die Obergrenze des Bereichs WA2 bei Erfassung großen P1-Werte kleiner gemacht werden. Dies wird die Anzahl fehlerhaft zurückgewiesener echter Gegenstände nicht wesentlich beeinflussen, wohl aber bewirken, dass Fälschungen mit hohen P1- und P2-Werten zurückgewiesen werden.

Die Erfindung lässt sich auf viele Arten ausführen. Hier sind einige Beispiele:

  • (1) Für eine einzelne Messung P1 eines einzelnen Geldtyps A können mehrere Fenster (W'A1, W''A1 usw.) gespeichert werden. Das zu verwendende Fenster kann dabei aufgrund der Messung einer unterschiedliche Eigenschaft, z.B. P2, gewählt erden.
  • (2) Die Messwerte von Eigenschaften könnten mit einem Annahmefenster für einen bekannten Falschgeldtyp verglichen werden, und der geprüfte Gegenstand könnte zurückgewiesen werden, wenn sich herausstellt, dass die Eigenschaften innerhalb diese Annahmebereichs liegen. Überlappt sich der Annahmebereich mit dem für einen echten Gegenstand, so bedeutet das, dass der wirksame Annahmebereich für den echten Gegenstand um die Überlappung zwischen seinem normalen Bereich und dem Annahmebereich für die Fälschung kleiner ist. Wie weiter unten näher erläutert, ergibt sich folglich, dass ein oder mehrere den Annahmebereich für das Geld definierende Annahmefenster infolge der Tatsache effektiv kleiner werden, dass sich eine spezielle Kombination von Eigenschaftsmessungen gefunden hat.
  • (3) Es können zwei oder mehrere Eigenschaftsmessungen kombiniert werden, um einen Wert herzuleiten, der eine vorbestimmte Funktion dieser Messungen ist, und das Ergebnis kann mit einem vorbestimmten Annahmefenster verglichen werden. Da der hergeleitete Wert eine Funktion zweier Messwerte ist, hängt der zulässige Bereich für die Werte jeder Messung ersichtlich vom anderen Messwert (von den anderen Messwerten) ab.

Die Erfindung erstreckt sich auch auf Vorrichtungen zur Echtheitsprüfung von Geld, die so ausgebildet sind, dass sie nach einem erfindungsgemäßen Verfahren arbeiten.

Die Erfindung verkörpernde Anordnungen werden nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

1 einen Annahmebereich bei einem herkömmlichen Echtheitsprüfer schematisch veranschaulicht;

2 ein schematisches Diagramm eines erfindungsgemäßen Münzenechtheitsprüfers ist;

3 beispielhaft eine in einem Speicher des Echtheitsprüfers von 2 abgespeicherte Tabelle veranschaulicht, die Annahmebereiche definiert;

4 schematisch einen Annahmebereich für den Echtheitsprüfer von 2 veranschaulicht, wie zum Verstehen des Ausführungsbeispiels von 2 von Nutzen, wobei jedoch nicht selbst ein Ausführungsbeispiel der Erfindung vorliegt;

5 ein Flussdiagramm ist, das ein mögliches Betriebsverfahren für den Echtheitsprüfer von 2 veranschaulicht;

6 ein alternatives Betriebsverfahren veranschaulicht;

7 einen Annahmebereich in einem modifizierten Ausführungsbeispiel zeigt;

8 ein Flussdiagramm zur Arbeitsweise des modifizierten Ausführungsbeispiels ist;

9 einen Annahmebereich in einer weiteren Variante des Ausführungsbeispiels nach 2 zeigt;

10 ein Flussdiagramm zur Arbeitsweise der Variante nach 9 ist;

11 eine Grafik der Verteilung der Messwerte für mehrere Münzen desselben Typs wiedergibt; und

12 einen Annahmebereich in wieder einer anderen Variante des Ausführungsbeispiels nach 2 zeigt;

Die in 2 schematisch dargestellte Münztestvorrichtung 2 verfügt über einen mit 4 gekennzeichneten Satz von Münzsensoren. Jeder derselben kann so betrieben werden, dass er eine andere Eigenschaft einer in die Vorrichtung eingeführten Münzen auf für sich bekannte Weise misst. Jeder Sensor liefert auf einer eines Satzes 6 von Ausgangsleitungen ein Signal, das den Messwert für den jeweiligen Parameter anzeigt.

Eine LSI-Schaltung 8 empfängt diese Signale. Die LSI-Schaltung 8 enthält einen Festwertspeicher, der ein Betriebsprogramm abspeichert, das die Art steuert, auf die die Vorrichtung arbeitet. Statt einer LSI-Schaltung kann ein Standardmikroprozessor verwendet werden. Die LSI-Schaltung kann so betrieben werden, dass sie jeden auf einer jeweiligen der Eingangsleitungen 6 empfangenen Messwerte mit einem oberen und einem unteren Grenzwert vergleicht, wie an vorbestimmten Stellen in einem PROM 10 abgespeichert. Statt des PROM 10 könnte irgendein anderer Typ einer Speicherschaltung vorliegen, der durch eine einzelne oder mehrere integrierte Schaltungen gebildet sein könnte, oder es könnte Kombination mit der LSI-Schaltung 8 (oder dem Mikroprozessor) zu einer einzelnen integrierten Schaltung vorliegen.

Die LSI-Schaltung 8, die auf von einem Taktgeber 12 erzeugte zeitbezogene Steuersignale hin arbeitet, kann so betrieben werden, dass sie den PROM 10 dadurch adressiert, dass sie Adressensignale an einen Adressenbus 14 liefert. Die LSI-Schaltung erzeugt auch ein "PROM-Freigabe"-Signal auf einer Leitung 16 zum Freigeben des PROM.

Auf den Adressiervorgang hin wird über einen Datenbus 18 ein Grenzwert vom PROM 10 an die LSI-Schaltung 8 geliefert.

Beispielsweise kann eine Ausführungsform der Erfindung drei Sensoren umfassen, um die Leitfähigkeit, die Dicke bzw. den Durchmesser der eingeführten Münzen zu messen. Jeder Sensor umfasst eine oder mehrere Spulen in einem selbstschwingenden Kreis. Im Fall der Durchmesser- und Dickensensoren verursacht eine Änderung der Induktanz jeder Spule, wie durch die Annäherung einer eingeführten Münze hervorgerufen, eine Änderung der Frequenz des Oszillators, wodurch eine digitale Wiedergabe der jeweiligen Münzeigenschaft hergeleitet werden kann. Im Fall des Leitfähigkeitssensors verursacht eine Veränderung des Q-Werts der Spule, wie durch die Annäherung einer eingeführten Münze hervorgerufen, eine Änderung der über die Spule abfallenden Spannung, wodurch ein digitales Ausgangssignal hergeleitet werden kann, das für die Leitfähigkeit der Münze repräsentativ ist. Obwohl die Struktur, die Positionierung und die Ausrichtung jeder Spule sowie die Frequenz der an sie angelegten Spannung so zu wählen sind, dass die Spule ein Ausgangssignal liefert, das hauptsächlich von einer speziellen der Eigenschaften der Leitfähigkeit, des Durchmessers und der Dicke abhängt, ist es zu beachten, dass jeder Messwert in gewissem Ausmaß durch andere Münzeigenschaften beeinflusst wird.

Die insoweit beschriebene Vorrichtung entspricht derjenigen, wie sie in GB-A-2094008 offenbart ist. Bei dieser Vorrichtung werden beim Einführen einer Münze die durch die drei Sensoren 4 erzeugten Messwerte mit dem in 3 dargestellten Bereich des PROM 10 verglichen. Der Dickenmesswert wird mit den zwölf Werten verglichen, die die Grenzen von sechs Bereichen für die jeweiligen Münzen A bis F in der mit P1 markierten Zeile in 3 repräsentieren. Wenn der gemessene Dickenwert innerhalb der Ober- und Untergrenze des Dickenbereichs für eine spezielle Münze liegt (wenn er z.B. zwischen der Ober- und Untergrenze UA1 und LA1 für die Münze A liegt), ist der Dickentest für diese Münze bestanden. Auf ähnliche Weise wird der Durchmessermesswert mit den zwölf oberen und unteren Grenzwerten in der Zeile P2 verglichen, und der Leitfähigkeits-Messwert wird mit den Grenzwerten in der mit P3 markierten Zeile verglichen.

Dann und nur dann, wenn alle gemessenen Werte in die abgespeicherten Bereiche für einen speziellen Münzwert fallen, der gemäß der Konzeption der Vorrichtung anzunehmen ist, erzeugt die LSI-Schaltung ein Signal ACCEPT auf einem einer Gruppe von Ausgangsleitungen 24 sowie ein weiteres Signal auf einer anderen der Ausgangsleitungen 24, um den Wert der getesteten Münze anzuzeigen. Der Echtheitsprüfer verfügt über eine (nicht gezeigte) Annahmeweiche, die eine von zwei verschiedenen Stellungen abhängig davon einnimmt, ob das Signal ACCEPT erzeugt wird, so dass alle als echt angesehenen getesteten Münzen entlang eines Annahmepfads und alle anderen getesteten Zahlungsmittel entlang eines anderen Pfads gelenkt werden.

Der Echtheitsprüfer gemäß GB-A-2094008 verfügt über Annahmebereiche, wie sie durch die im PROM 10 abgespeicherten Werten, im allgemeinen in der in 1 dargestellten Form, definiert sind. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung ist jedoch einer der sechs Annahmebereiche auf eine Art modifiziert, die der Art ähnlich, jedoch nicht mit ihr identisch, ist, wie sie unter RA in 4 dargestellt ist, mit demjenigen Unterschied gegenüber dem Bereich von 1, dass eine Verringerung um das mit RA dargestellte Volumen vorliegt. Demgemäß werden alle empfangenen Zahlungsmittel, die innerhalb das Volumen RA fallende Eigenschaften aufweisen, vom Echtheitsprüfer nicht angenommen. Es sei angenommen, dass es sich statistisch herausstellt, dass eine relativ große Wahrscheinlichkeit besteht, dass gefälschte Münzen Eigenschaften innerhalb RA aufweisen und dass eine relativ geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass echte Münzen des Typs A mit Eigenschaften innerhalb dieses Bereichs hineinfallen, wodurch das Annahmverhältnis verbessert ist.

Die Annahmebereiche RB, RC usw. weisen jeweils die in 1 dargestellte Form auf, wobei jedoch jeder, falls erwünscht, auf die in 4 dargestellte Version oder gemäß der Erfindung auf eine nichtlineare Version hierzu modifiziert sein könnte.

Eine mögliche Art zum Betreiben des Echtheitsprüfers wird nachfolgend unter Bezugnahme auf 5 erläutert. Im Schritt 50 nimmt die LSI-Schaltung alle drei Messwerte P1, P2 und P3 auf. Im Schritt 51 schreitet das Programm zu der Prüfung fort, ob der Messwert P1 innerhalb des in 4 bei W'A1 bezeichneten Annahmebereichs liegt. Dieser wird von den in dem PROM 10 nach 3 gespeicherten oberen und unteren Grenzwerten UA1 und LA1 definiert. Liegt der Messwert P1 außerhalb dieses Bereichs, so fährt das Programm im Schritt 52 mit der Prüfung fort, ob die Messwerte P1, P2 und P3 auf einen der weiteren Münztypen B, C usw. zutreffen.

Andernfalls prüft das Programm im Schritt 53, ob der Messwert P2 innerhalb des betreffenden Bereichs WA2 liegt, und im Schritt 54, ob der Messwert P3 innerhalb des betreffenden Bereichs WA3 liegt. Liegen alle drei Eigenschaftsmesswerte innerhalb der betreffenden Bereiche für den Münztyp A, so fährt das Programm mit dem Schritt 55 fort, in dem es prüft, ob der Eigenschaftsmesswert P1 kleiner oder gleich ist mit dem in 4 gezeigten vorbestimmten Wert P'1. Ist dies der Fall, so bedeutet das, dass die Eigenschaftsmesswerte innerhalb des nicht-schraffierten Bereichs von RA liegen, und die Münze wird als annehmbar betrachtet. Entsprechend fährt das Programm mit Schritt 56 fort, in dem die entsprechenden, eine gültige Münze des Nennwertes A angebenden Signale erzeugt werden.

Ist P1 ≥ P'1, so prüft das Programm im Schritt 57, ob P3 ≤ P'3 ist. Trifft dies zu, so hat sich gezeigt, dass die Eigenschaftsmesswerte innerhalb des schraffierten Bereichs in 4 liegen, und die Münze wird als annehmbar betrachtet. Dementsprechend fährt das Programm mit Schritt 56 fort.

Ist jedoch P3 > P'3, so hat sich herausgestellt, dass die Eigenschaftsmesswerte innerhalb des Bereichs rA liegen, und der eingeworfene Gegenstand wird dementsprechend nicht als Münze des Typs A betrachtet. Dann fährt das Programm mit Schritt 52 fort.

Der zulässige Fensterbereich für die Eigenschaft P3 hängt also davon ab, ob der Messwert P1 größer oder kleiner ist als ein vorbestimmter Wert P'1. In ähnlicher Weise hängt der Bereich für P1 davon ab, ob P3 größer oder kleiner ist als P'3. Bei Anordnungen nach dem Stand der Technik mit den in 1 gezeigten Annahmebereichen wäre es möglich, das Annahmefenster W'A1 für die Eigenschaft P1 auf W''A1 zu reduzieren. Allerdings würde der modifizierte Bereich für alle Werte von P3 gelten, was zu einem Annahmebereich entsprechend dem nicht-schraffierten Teil von RA führen würde. In 4 umfasst der Annahmebereich auch das schraffierte Volumen, so dass eine Abweisung echter Münzen weniger wahrscheinlich ist.

6 zeigt in einem Flussbild ein alternatives Verfahren zur Erzielung des in 4 gezeigten Annahmebereichs. Im Schritt 60 werden die Eigenschaftsmesswerte P1, P2 und P3 erfasst. Im Schritt 61 wird der Eigenschaftsmesswert P3 mit einem vorbestimmten Wert P'3 verglichen. Ist P3 größer als P'3, so fährt das Programm mit Schritt 62, andernfalls mit Schritt 63 fort. Im Schritt 62 wird der Fensterbereich WA1 für den Eigenschaftsmesswert P1 gleich W''A1, im Schritt 63 gleich W'A1 gesetzt. Der PROM-Speicher 10 kann so ausgelegt sein, dass er an Stelle des einzigen Satzes von Grenzwerten UA1 und LA1 gemäß 3 zwei solche Sätze U'A1, L'A1, U''A1 und L''A1 speichert, so dass sich zwei Fensterbereiche W'A1 und W''A1 ableiten lassen.

Im Schritt 64 wird der Eigenschaftsmesswert P1 mit dem in Schritt 62 oder 63 bestimmten geeigneten Fensterbereich verglichen; stellt sich heraus, dass er außerhalb dieses Bereichs liegt, so fährt das Programm mit Schritt 65 fort. Danach prüft das Programm, ob die Eigenschaftsmesswerte für die übrigen Münzen B, C usw. geeignet sind.

Andernfalls ermittelt das Programm im Schritt 66, ob die Eigenschaft P2 innerhalb des zugehörigen Fensters WA2 liegt, und prüft im Schritt 67, ob der Eigenschaftsmesswert P3 innerhalb des Bereichs WA3 liegt. Liegen alle drei Eigenschaften innerhalb der jeweiligen Bereiche, so fährt das Programm mit Schritt 68 fort, in dem Signale erzeugt werden, die die Annahme einer echten Münze des Nennwerts A angeben.

7 zeigt den Annahmebereich RA für eine Münze des Typs A in einem Echtheitsprüfer entsprechend einem modifizierten Ausführungsbeispiel der Erfindung. 7 zeigt ferner einen Bereich RN für eine unechte Münze. Der Echtheitsprüfer arbeitet so, dass dann, wenn die Eigenschaftsmesswerte innerhalb des Bereichs RN liegen, der die gleiche Form hat wie der Bereich RA in 1, die Münze als unecht betrachtet und abgewiesen wird. Wie aus 7 ersichtlich, überlappen die Bereiche RN und RA einander. Münzen, deren Eigenschaften innerhalb dieses Überlappungsbereichs rA liegen, werden als unecht betrachtet und abgewiesen. Entsprechend verringert sich der effektive Annahmebereich RA für eine Münze A um das Überlappungsvolumen rA.

Ein Verfahren, mit dem sich dies bewerkstelligen lässt, wird anhand des Flussbildes nach 8 beschrieben. Danach werden im Schritt 80 die Messwerte P1, P2 und P3 erfasst. Im Schritt 81 wird der Messwert P1 mit jedem der Fensterbereich WA1, WB1, ... usw. für die betreffenden Münzen verglichen. Der Eigenschaftsmesswert wird ferner mit einem Fenster WN1 verglichen, der die oberen und unteren Grenzwerte für den Eigenschaftswert P1 des unechten Annahmebereichs RN definiert. Das Fenster WN1 kann durch obere und untere Grenzwerte definiert werden, die ähnlich wie die oberen und unteren Grenzwerte für echte Münzennennwerte in dem PROM-Speicher 10 gespeichert sind. In ähnlicher Weise sind obere und untere Grenzwerte für weitere Eigenschaften zur Definition der Fenster WN2 und WN3 gespeichert.

Im Laufe des Schrittes 81 wird dann, wenn sich zeigt, dass der Eigenschaftsmesswert P1 innerhalb eines der jeweiligen Fenster WA1, WB1, ... oder WN1 liegt, ein zugehöriges Flag FA1, FB1, ..., FN1 gesetzt. Andernfalls bleiben die zugehörigen Flags gelöscht.

Im Schritt 82 wird der Eigenschaftsmesswert P2 mit jeweiligen Fenstern WA2, WB2, ..., WN2 verglichen, um die Zustände zugehöriger Flags FA2, FB2, ..., FN2 zu steuern.

Ähnlich wird im Schritt 83 der Eigenschaftsmesswert P3 mit jeweiligen Fensterbereichen WA3, WB3, ..., WN3 verglichen, um die Zustände zugehöriger Flags FA3, FB3, ..., FN3 zu steuern.

Im Schritt 84 werden die Zustände der Flags FN1, FN2 und FN3 überprüft. Sind alle gesetzt, so bedeutet dies, dass sich die Eigenschaften als innerhalb des Bereichs RN erwiesen haben, und das Programm fährt mit Schritt 85 fort, der bewirkt, dass der eingeworfene Gegenstand als unechte Münze abgewiesen wird. Andernfalls fährt das Programm mit der Prüfung fort, ob die gemessenen Eigenschaften innerhalb der Fenster für gültige Münzen liegen. Dabei werden zunächst im Schritt 86 die Flags FA1, FA2 und FA3 geprüft. Sind alle gesetzt, so bedeutet dies, dass sich die Eigenschaften als innerhalb des Bereichs RA (unter Ausschluss des Überlappungsbereichs rA) liegend erwiesen haben, und das Programm fährt mit dem Schritt 87 fort, in dem Signale ausgegeben werden, die eine echte Münze des Nennwerts A angeben. Andernfalls fährt das Programm mit Schritt 88 fort, um für eine Münze des Nennwertes B ähnliche Prüfungen durchzuführen. Liegen die Eigenschaften innerhalb des jeweiligen Annahmebereichs RB, so werden im Schritt 89 entsprechende Signale ausgegeben. Andernfalls fährt das Programm mit der Prüfung der weiteren Münznennwerte fort, bis der Schritt 90 erreicht wird, der Prüfungen für eine Münze des Nennwerts F durchführt. Zeigt sich, dass die Eigenschaften innerhalb des entsprechenden Annahmefensters RF liegen, so werden im Schritt 91 entsprechende Signale ausgegeben. Andernfalls erzeugt das Programm im Schritt 92 ein Signal, das anzeigt, dass der eingeworfene Gegenstand abzuweisen ist.

Falls gewünscht, können weitere Bereiche RN für unechte Münzen vorhanden sein, die sich möglicherweise mit demselben Annahmebereich RA und/oder weiteren Annahmebereichen RB... RF überlappen. Dabei würden in den Schritten 81 bis 83 entsprechende Flags selektiv gesetzt. Die Zustände dieser Flags könnten etwa im Schritt 84 geprüft werden, und das Programm könnte dann, wenn alle Flags für einen bestimmten Bereich einer unechten Münze gesetzt sind, im Schritt 85 die Ausgabe eines Abweissignals bewirken.

In der obigen Anordnung werden die Eigenschaftsmesswerte mit einem Bereich RN verglichen, um das Vorliegen einer unechten Münze zu ermitteln, bevor die Bereiche RA usw. geprüft werden. Falls gewünscht, könnte das Programm aber auch als herkömmlicher Echtheitsprüfer arbeiten und nur dann, wenn eine annehmbare Münze ermittelt wurde (oder möglicherweise nur dann, wenn eine annehmbare Münze eines bestimmten Nennwerts ermittelt wurde), prüfen, ob die Eigenschaften in einen oder mehrere Bereiche RN fallen.

Wie ersichtlich, gehört zu dem Verfahren nach 8 die Prüfung jedes Eigenschaftsmesswerts anhand der entsprechenden Fenster für jeden Nennwert, bevor ermittelt wird, welcher Münznennwert angenommen wurde. In 5 und 6 wird jede Eigenschaft anhand eines Bereichs für einen bestimmten Nennwert geprüft, wobei die Bereiche für weitere Nennwerte nur dann geprüft werden, wenn die Münze die Prüfung für diesen Nennwert nicht besteht. Offensichtlich könnte jedes Ausführungsbeispiel mit einem dieser Verfahren oder auch mit einer anderen Folge von Vorgängen arbeiten.

9 zeigt den Annahmebereich RA nach wieder einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Der Annahmebereich RA ist ähnlich dem in 1 gezeigten, mit der Ausnahme, dass er um das bei rA gezeigte Volumen an einer Ecke verkleinert ist. Das Volumen rA ist durch den Schnitt des Bereichs RA und eine mit PL bezeichnete Ebene definiert.

Anhand von 10 wird ein mögliches Verfahren zur Erzielung des in 9 gezeigten Annahmebereichs beschrieben. Danach werden im Schritt 100 die Eigenschaftsmesswerte P1, P2 und P3 erfasst. Im Schritt 102 überprüft das Programm, ob die folgenden Bedingungen erfüllt sind: c1P1 + c2P2 + c3P3 + c4 ≤ 0, wobei c1, c2, c3 und c4 vorbestimmte, in einem Speicher (z. B. dem PROM 10) des Echtheitsprüfers abgespeicherte Koeffizienten sind. Wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind, zeigt dies an, dass die Eigenschaftsmesswerte einen Punkt definieren, der auf der Seite S1 der in 4 dargestellten Fläche PL liegt, weswegen das Programm zu einem Schritt 104 weitergeht, in dem die Eigenschaftsmesswerte auf herkömmliche Weise mit den Annahmebereichen für Münzwerte B, C usw. verglichen werden. Andernfalls geht das Programm zu einem Schritt 105 weiter, in dem die Eigenschaftsmesswerte auf normale Weise mit dem Annahmebereich RA verglichen werden. Dieser Schritt wird nur dann erreicht, wenn die Eigenschaftsmesswerte auf der Seite S2 der Fläche PL liegen. Wenn es sich zeigt, dass die Messwerte innerhalb des Bereichs RA liegen, geht das Programm zu einem Schritt 106 weiter, in dem Signale ausgegeben werden, die den Empfang einer echten Münze vom Wert A anzeigen. Andernfalls geht das Programm zu einem Schritt 104 weiter, um eine Prüfung hinsichtlich anderer Werte vorzunehmen.

In den obigen Beispielen liegen die Verkleinerungen rA im unmodifizierten Annahmebereich RA in einer Ecke oder entlang einer Kante des Bereichs RA. Dies ist unwesentlich. In manchen Fällen kann es erwünscht sein, den Bereich RA näher an das Zentrum des Bereichs RA oder zum Zentrum einer Fläche desselben hin zu verlegen. Beispielsweise könnte, wobei auf 1 Bezug genommen wird, der Verringerungsbereich rA in Form eines Durchgangsloch vorliegen, das sich entlang dem Zentrum einer der den Bereich RA festlegenden Flächen erstreckt. Dies kann bei der Echtheitsprüfung von Münzen von Nutzen sein, die abhängig von ihrer Ausrichtung innerhalb des Echtheitsprüfers bei der Messung verschiedene Messwerte ergeben, z.B. abhängig davon, ob die "Wappen"-Seite einer eingeführten Münze links oder rechts liegt. Derartige Messwerte können abhängig von der Ausrichtung in einen oder zwei Hauptbereiche gruppiert werden, so dass Eigenschaften, für die es sich herausstellt, dass sie in einem zentralen Bereich liegen, anzeigen, dass es unwahrscheinlich ist, dass das getestete Zahlungsmittel echt ist.

Bei sämtlichen obigen Ausführungsbeispielen sind die Grenzen des Annahmebereichs RA eben. Dabei ist klar, dass die auch anders konfiguriert sein könnten. Dies gilt auch für alle Nicht-Annahmebereiche RN, wie sie etwa; so in den Ausführungsbeispielen nach 7 und 8, verwendet werden. In den Ausführungsbeispielen nach 9 und 10 könnten nicht-ebene Grenzen unter Verwendung einer nicht-linearen Gleichung im Schritt 102 erzeugt werden. Hier sind Beispiele für andere mögliche Gleichungen: c1P1 + c2P2 + c3P3 + c4 + c5 – P12 ≤ 0, P1P2 ≤ k, wobei c1 bis c5 und k vorbestimmte Werte sind.

Offensichtlich können zwei oder mehrere derartige Gleichungen verwendet werden.

Bei jedem der beschriebenen Ausführungsbeispiele ist es möglich, so viele der Münzannahmebereiche RA, RB, ..., RF der in 1 dargestellten allgemeinen Form zu modifizieren, wie dies erwünscht ist. Außerdem kann jeder der Annahmebereiche um mehr als ein Volumen rA verringert werden. Beim Beispiel der 4, bei dem der unmodifizierte Annahmebereich RA in einer seiner Ecken um den Bereich rA verringert ist, könnte zusätzlich eine Verringerung um andere Volumina an gesonderten Positionen vorliegen, d.h., dass andere Flächen den Schnittbereich RA schneiden könnten, um zusätzliche Nicht-Annahmebereiche rA festzulegen.

Bei den obigen Ausführungsbeispielen ist der effektive Annahmebereich durch Sätze von Fenstern (die den unmodifizierten Bereich RA repräsentieren) zusammen mit zusätzlichen Parametern gebildet, die die Verringerung rA in diesem Bereich repräsentieren. Jedoch ist es nicht wesentlich, dass die Grenzen eines unmodifizierten Fensters verwendet werden. Statt dessen kann der gesamte effektive Annahmebereich RA z.B. durch Formeln definiert werden, wie sie beim Ausführungsbeispiel nach 9 und 10 verwendet sind.

Ein Beispiel dafür wird anhand von 11 und 12 beschrieben. 11 zeigt die Verteilung zweier Messwerte einer Vielzahl vom Münzen desselben Typs, die denselben Echtheitsprüfer durchlaufen. Die Messwerte M1 und M2 sind jeweils an den Achsen der Grafik in 11 aufgetragen. I gibt den Leer-Messwert wieder, d.h. die Werte M1 und M2, die erhalten werden, wenn sich keine Münze in dem Echtheitsprüfer befindet. Die Punkte P geben die Messwerte der jeweiligen Münzen wieder. Wie ersichtlich, sind alle Punkte, auch wenn sich ihre Lagen erheblich unterscheiden, längs der Linie L1 gruppiert und liegen innerhalb eines von den Linien L2 und L3 begrenzten Bereichs. Die Gruppierung könnte sich aus der Beziehung zwischen den in den Messungen M1 und M2 gemessenen Eigenschaften ergeben oder auch nur ein empirisch beobachtetes Ergebnis statistischer Analyse sein.

Es ist daher möglich, das Vorliegen einer echten Münze dadurch zu prüfen, dass ermittelt wird, ob die Messwerte M1 und M2 der Münze innerhalb der Grenzen L2 und L3 liegen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel geschieht dies durch Berechnen weiterer Messwerte P1 und P2 derart, dass P1 den Betrag angibt, um den der Messwert M1 den Leerlaufwert dieser Messung überschreitet, und P2 den Betrag, um den M1 unter dem Leerlaufwert liegt. Sodann wird der folgende Test durchgeführt: LL ≤ P2/P1 ≤ UL, wobei LL und UL jeweils vorbestimmte obere und untere Grenzwerte entsprechend den Linien L2 und L3 sind.

Diese Ergebnisse in einem Annahmebereich RA nehmen in 12 den Bereich zwischen den schrägen Linien ein. Durch diese Anordnung werden den Absolutwerten von P1 und P2 keine Grenzen auferlegt. In der Praxis mag es allerdings zweckmäßig sein, solche Grenzen vorzusehen, indem beispielsweise auf P1L ≤ P1 ≤ P1U, geprüft wird, wobei P1L und P1U untere bzw. obere vorbestimmte Grenzwerte sind. Dies führt zu einem Annahmebereich RA, der nur den schraffierten Bereich in 12 einnimmt.

Wie ersichtlich, können die zur Durchführung dieser Maßnahmen vorgenommenen Schritte denen entsprechen, die gewöhnlich in Echtheitsprüfern angewendet werden, mit Ausnahme der Berechnung von P2/P1, die erfolgt, bevor der sich ergebende Wert bezüglich der Fenstergrenzen geprüft wird.

Die Bezugnahmen auf Fenster oder Bereiche in der gesamten Beschreibung sollen Bereiche mit einer unteren Grenze von null oder einer oberen Grenze unendlich umfassen. D.h., dass angenommen werden kann, dass ein Eigenschaftsmesswert in einem zugehörigen Bereich liegt, wenn lediglich ermittelt wird, dass er über (oder unter) einem speziellen Wert liegt. In dem Beispiel nach 7 und 8 gilt dies auch für den Bereich RN für die unechte Münze. Das Programm kann so arbeiten, dass die Eigenschaftsmesswerte nur dann bezüglich des Bereichs RN geprüft werden, wenn sich bereits herausgestellt hat, dass sie innerhalb des Bereichs RA (einschließlich des Bereichs rA) liegen. In diesen Fällen sind die Obergrenzen der den Annahmebereich RN definierenden Fenster wertlos, so dass sie sich bis unendliche erstrecken können.

Hier erfolgte Bezugnahmen auf Münzen sollen auch Berechtigungsmarken und andere münzähnliche Zahlungsmittel umfassen.

Obwohl die vorangehende Beschreibung das Gebiet der Münzechtheitsprüfung umfasst, ist es zu beachten, dass die Techniken in ähnlicher Weise auf die Echtheitsprüfung von Banknoten anwendbar sind.


Anspruch[de]
  1. Münzprüfgerät (2) mit

    einer Sensoreinrichtung (4) zum Erfassen einer Münze und Erzeugen mindestens eines ersten und eines davon verschiedenen zweiten Münzmesswertes (P1, P2, P3),

    einer Speichereinrichtung (10), die für einen speziellen Münzentyp (A, B, C, ..., F) Daten speichert, die in dem Koordinatensystem, das durch von dem ersten und dem zweiten Messwert (P1, P2, P3) angegebenen Achsen definiert ist, ein Annahmegebiet (UA1, LA1, ...) definieren, das von geradlinigen Grenzen definiert und so gestaltet ist, dass es längs der den zweiten Messwert wiedergebenden Achse einen ersten und einen davon verschiedenen zweiten effektiven Bereich des ersten Messwerts und umgekehrt umfasst, wobei jeder erste effektive Bereich längs einer Messwertachse einen Bereich von Messwerten umfasst, die mit Wahrscheinlichkeit gültigen Münzen des speziellen Typs entsprechen, wobei sich der erste effektive Bereich über den entsprechenden zweiten effektiven Bereich hinaus erstreckt, wobei das Annahmegebiet ein Gebiet, in dem der zweite effektive Bereich für den ersten Messwert mit dem ersten effektiven Bereich für den zweiten Messwert zusammenfällt, sowie ein Gebiet enthält, in dem der zweite effektive Bereich für den zweiten Messwert mit dem ersten effektiven Bereich für den ersten Messwert zusammenfällt und ein geradliniges Ausschließungsgebiet ausschließt, das zwischen den ersten effektiven Bereichen und außerhalb der zweiten effektiven Bereiche liegt und von Kombinationen des ersten und des zweiten Messwerts definierte Punkte enthält, denen gültige Münzen des speziellen Typs ohne Wahrscheinlichkeit und/oder ungültige Münzen mit Wahrscheinlichkeit entsprechen, und

    einer Einrichtung, die ermittelt, ob der erste und der zweite Messwert einen Punkt innerhalb des Annahmegebiets definieren, eine Münze als dem speziellen Typ entsprechend annimmt, wenn der erste und der zweite Messwert einen innerhalb des Annahmegebiets liegenden Punkt definieren, sowie die Münze als nicht dem speziellen Typ entsprechend behandelt, wenn der erste und der zweite Messwert einen außerhalb des Annahmegebiets gelegenen Punkt definieren.
  2. Gerät nach Anspruch 1, wobei das Ausschließungsgebiet an einer Ecke oder Kante des Annahmegebiets liegt.
  3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Speichereinrichtung Daten speichert, die mehrere, mehreren unterschiedlichen Münzen entsprechende Annahmegebiete definieren.
  4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Speichereinrichtung Daten speichert, die den ersten und den zweiten effektiven Bereich für sowohl den ersten als auch den zweiten Messwert definieren.
  5. Gerät nach Anspruch 4, wobei die Speichereinrichtung obere und untere Fenstergrenzwerte zur Angabe jedes effektiven Bereichs speichert.
  6. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ermittlungseinrichtung so ausgelegt ist, dass sie ermittelt, ob der erste und der zweite Messwert einen Punkt innerhalb des Annahmegebiets definieren, indem sie ermittelt, ob der erste Messwert in seinen zugehörigen ersten effektiven Bereich und der zweite Messwert in seinen zugehörigen zweiten effektiven Bereich fällt oder ob der erste Messwert innerhalb seines zugehörigen zweiten effektiven Bereichs und der zweite Messwert innerhalb seines zugehörigen ersten effektiven Bereichs liegt.
  7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Sensoreinrichtung mehrere induktive Spulen aufweist.
  8. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Speichereinrichtung einen programmierbaren Festspeicher (PROM) aufweist.
  9. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste und der zweite Messwert im Wesentlichen voneinander unabhängig sind.
  10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Messwerte die Änderung von einem Leerlaufwert eines Parameters zu dem Parameterwert beim Messen einer Münze wiedergeben.
  11. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste und der zweite Messwert mindestens vorwiegend Messwerte jeweiliger Eigenschaften, ausgewählt aus der Gruppe Leitfähigkeit, Dicke und Durchmesser der geprüften Münze, sind.
  12. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein erster, ein zweiter und ein dritter Messwert abgeleitet werden, die vorwiegend Messungen der Leitfähigkeit, der Dicke und des Durchmessers der geprüften Münze sind.
  13. Münzprüfverfahren, wobei mindestens ein erster und ein davon verschiedener zweiter Münzmesswert einer geprüften Münze erfasst werden, bestimmt wird, ob die Messwerte einen Punkt in einem einem speziellen Münzentyp entsprechenden Annahmegebiet in dem Koordinatensystem definieren, das durch von dem ersten und dem zweiten Messwert angegebenen Achsen definiert ist, und ein Signal erzeugt wird, das anzeigt, dass eine Münze des speziellen Typs geprüft wurde, wenn der Punkt innerhalb des Annahmegebiet liegt, wobei das Annahmegebiet von geradlinigen Grenzen definiert und so gestaltet ist, dass es längs der den zweiten Messwert wiedergebenden Achse einen ersten und einen davon verschiedenen zweiten effektiven Bereich des ersten Messwerts und umgekehrt umfasst, wobei jeder erste effektive Bereich längs einer Messwertachse einen Bereich von Messwerten umfasst, die mit Wahrscheinlichkeit gültigen Münzen des speziellen Typs entsprechen, wobei sich der erste effektive Bereich über den entsprechenden zweiten effektiven Bereich hinaus erstreckt, wobei das Annahmegebiet ein Gebiet, in dem der zweite effektive Bereich für den ersten Messwert mit dem ersten effektiven Bereich für den zweiten Messwert zusammenfällt, sowie ein Gebiet enthält, in dem der zweite effektive Bereich für den zweiten Messwert mit dem ersten effektiven Bereich für den ersten Messwert zusammenfällt und ein geradliniges Ausschließungsgebiet ausschließt, das zwischen den ersten effektiven Bereichen und außerhalb der zweiten effektiven Bereiche liegt und von Kombinationen des ersten und des zweiten Messwerts definierte Punkte enthält, denen gültige Münzen des speziellen Typs ohne Wahrscheinlichkeit und/oder ungültige Münzen mit Wahrscheinlichkeit entsprechen.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Ausschließungsgebiet an einer Ecke oder Kante des Annahmegebiets liegt.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, wobei bestimmt wird, ob der Punkt innerhalb eines von mehreren, mehreren unterschiedlichen Münzen entsprechenden Annahmegebieten liegt.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, wobei der erste und der zweite Messwert im Wesentlichen voneinander unabhängig sind.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, wobei die Messwerte die Differenz zwischen einem Leerlaufwert eines Parameters und dem Parameterwert beim Messen einer Münze wiedergeben.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, wobei der erste und der zweite Messwert mindestens vorwiegend Messwerte jeweiliger Eigenschaften, ausgewählt aus der Gruppe Leitfähigkeit, Dicke und Durchmesser der geprüften Münze, sind.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, wobei ein erster, ein zweiter und ein dritter Messwert abgeleitet werden, die vorwiegend Messwerte der Leitfähigkeit, der Dicke und des Durchmessers der geprüften Münze sind.
  20. Verfahren zum Prüfen von Zahlungsmitteln, wobei von einen geprüften Zahlungsmittel ein erster und ein zweiter Messwert abgeleitet werden, ermittelt wird, ob diese in einem ersten bzw. einem zweiten, einem speziellen Zahlungsmitteltyp zugeordneten Bereich liegen, und ein Signal erzeugt wird, das anzeigt, dass ein Zahlungsmittel dieses Typs geprüft wurde, wenn alle Messwerte in die jeweiligen Bereiche für diesen Typ fallen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens der erste Bereich für den Zahlungsmitteltyp in Abhängigkeit von mindestens dem zweiten Messwert variiert.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei der erste Bereich aus mehreren für diesen Zahlungsmitteltyp möglichen ersten Bereichen ausgewählt wird, wobei die Auswahl auf mindestens dem ersten Messwert beruht, und wobei ermittelt wird, ob der erste Messwert innerhalb des ausgewählten ersten Bereichs liegt.
  22. Verfahren nach Anspruch 20, wobei ermittelt wird, ob jeder Messwert des Zahlungsmittels innerhalb eines jeweiligen, einem ungültigen Zahlungsmitteltyp zugeordneten Bereichs liegt, wobei die Bereiche ein Gebiet definieren, das das von den jeweiligen Bereichen für einen gültigen Zahlungsmitteltyp definierte Gebiet überlappen, und wobei die Erzeugung eines Signals verhindert wird, das anzeigt, dass ein Zahlungsmittel des gültigen Typs geprüft wurde, wenn die Messwerte innerhalb der Bereiche für den ungültigen Zahlungsmitteltyp liegen.
  23. Verfahren nach Anspruch 20, wobei ein Wert, der eine Funktion mindestens des ersten und des zweiten Messwerts ist, abgeleitet und ermittelt wird, ob der abgeleitete Wert ein Annahmekriterium erfüllt.
  24. Verfahren nach Anspruch 23, wobei der abgeleitete Wert das Verhältnis zwischen dem ersten und dem zweiten Messwert wiedergibt.
  25. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 24, wobei die Messwerte die Differenz zwischen einem Leerlaufwert eines Parameters und dem Parameterwert beim Messen eines Zahlungsmittels wiedergeben.
  26. Zahlungsmittelprüfgerät mit

    einer Einrichtung zum Prüfen eines Zahlungsmittels und Ableiten eines ersten und eines zweiten Messwerts des Zahlungsmittels,

    einer Einrichtung zum Bestimmen, ob der erste und der zweite Messwert in einem ersten bzw. einem zweiten Bereich liegen, und

    einer Einrichtung zum Erzeugen eines Signals, das anzeigt, dass ein Zahlungsmittel eines speziellen Typs geprüft wurde, wenn bestimmt wird, dass der erste und der zweite Messwert in den ersten bzw. den zweiten Bereich fallen,

    wobei die Bestimmungseinrichtung so ausgelegt ist, dass der erste Bereich von mindestens dem zweiten Messwert abhängt.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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