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Dokumentenidentifikation DE69635921T2 21.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000744839
Titel Fernsteuergerät eines Audiosystems
Anmelder AT&T IPM Corp., Coral Gables, Fla., US
Erfinder Grewe, Anthony James, Holmdel, New Jersey 07733, US;
Singer, Howard M., Marlboro, New Jersey 07746, US;
Shelby, Kevin Alan, Red Bank, New Jersey 07701, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69635921
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.05.1996
EP-Aktenzeichen 963036140
EP-Offenlegungsdatum 27.11.1996
EP date of grant 15.03.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse H04B 1/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
VERWANDTE ANMELDUNGEN

Die vorliegende Patentanmeldung ist verwandt mit dem am 22. Mai 1995 eingereichten US-Patent US 5,724,482 mit dem Titel Smart Tray for Audio Player, wobei diese Anmeldung gemeinsame Erfinder und einen gemeinsamen Zessionär besitzt.

ERFINDUNGSGEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fernsteuereinheit für einen Konsumaudioplayer und insbesondere eine Fernsteuereinheit, die eine Dockinganordnung mit dem Audioplayer zum Herunterladen von Informationen zu der Fernsteuerung besitzt.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Der Stand der Technik ist voll von verschiedenen Fernsteuereinheiten, die dafür ausgelegt sind, mit einer Vielzahl verschiedener Steuereinrichtungen zu kommunizieren, einschließlich Fernsehgeräten, Videogeräten und Audiogeräten. Je nach der Anwendung für die Fernsteuereinheit können zu den üblichen funktionalen Fähigkeiten zählen: Ein/Aus, Lautstärkeregelung und Auswahlsteuerung, zum Beispiel Kanal- oder Musikspurauswahl, schnelles Vorlaufen, Zurückspulen, Scannen usw.. Hinsichtlich der Fernsteuerung von Audiogeräten ist es oftmals wünschenswert, die Fähigkeit zu haben, inhaltsbezogene Auswahlen aus einer Musiksammlung zu treffen, die in einer Einrichtung vom Jukebox-Typ gespeichert ist. Eine derartige Einrichtung kann beispielsweise die Form eines CD-(CD-ROM)-Players mit Mehrfachplattenspeicherkapazität annehmen.

CDs und andere Aufzeichnungsmedien weisen jedoch hinsichtlich des Fernzugriffs auf Inhaltsinformationen signifikante Nachteile auf. Zum einen enthalten gegenwärtige Aufzeichnungstechnologien normalerweise nicht die Fähigkeit, den Inhalt der darauf gespeicherten Informationen vor der Auswahl am Player zu registrieren. Mit anderen Worten muß diese Auswahl zuerst manuell am Player oder über die Fernsteuerung ausgewählt werden, um irgendwelche Informationen hinsichtlich des Inhalts einer bestimmten Musikauswahl zu erhalten. Als Alternative können einige Musikplayer manuell programmiert werden, auf der Basis einer Benutzereingabe bestimmte Auswahlen zu spielen, wobei die Auswahlen dann aus der Ferne aktiviert werden können.

In jedem Fall gibt es keine Möglichkeit, Musik nach Kategorie, beispielsweise nach Künstler, Musikart usw., automatisch zu suchen und zu spielen, sofern ein Benutzer keine Vorauskenntnis hinsichtlich der Auswahl besitzt. Ein derartiges Wissen muß mindestens die präzise Stelle einer Auswahl auf dem Aufzeichnungsmedium enthalten, eine Möglichkeit, wie die Playervorrichtung zu dieser Stelle gelenkt werden kann, und einen durchsuchbaren Index, der auf die Auswahl und die Stellen ausgerichtet ist. Größtenteils wegen Beschränkungen bei den Aufzeichnungsmedien können viele dieser Funktionen bei dem Player nicht kosteneffektiv oder kosteneffizient bewerkstelligt werden, und gewißlich nicht von einer Fernsteuerung aus.

Eine auftauchende technologische Innovation für das Aufzeichnen von auf den Verbraucher abzielenden Audio ist die Speicherung von voraufgezeichnetem Audio auf einem Medium, das als Halbleitermusikchips bekannt ist. Auf digitale Daten, die auf den Musikchips gespeichert sind, wird mit Hilfe eines Halbleiteraudioplayers mit einem Digitalsignalprozessor zugegriffen, der die gespeicherten digitalen Daten in Audiosignale umwandelt. Bis in jüngster Zeit war die Speicherung von digitalen Daten zur Reproduktion von populären Musikalben auf einem einzelnen Halbleiterchip aufgrund der benötigten Speichermenge und der damit assoziierten Kosten nicht machbar. Mit der Weiterentwicklung von Datenkompressionstechniken jedoch ist die Speicherung von Alben ganzer Länge auf Halbleiterchips mit bescheidener Größe zu einer Realität geworden. Die Speicherung von Musikauswahlen auf Halbleitermusikchips gestattet größere Flexibilität hinsichtlich der Art von Informationen, die gespeichert werden kann, und auch der Weise, wie auf solche Informationen zugegriffen wird. Beispielsweise können Inhaltsinformationen hinsichtlich Musikkategorie und Künstler innerhalb der Halbleitermusikchips gespeichert werden, und es kann dann auf sie an dem Player zugegriffen werden, so daß die allgemeinen Musikauswahlen ohne Vorwissen von einem Benutzer getroffen werden können. Die Fähigkeit, Fernauswahlen auf der Basis allgemeiner Inhaltsinformationen durchzuführen, erhöht stark die Attraktivität eines Halbleitermusiksystems, das das Halbleiterchip-Musikspeicherungsmedium verwendet.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb in der Bereitstellung einer Fernsteuereinheit für ein Audiosystem, bei dem allgemeine Inhalts- und Auswahlinformationen von dem Aufzeichnungsmedium ohne weiteres für die Fernauswahl durch einen Benutzer zur Verfügung stehen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Fernsteuereinheit, bei der die an der Fernsteuerung zur Verfügung stehenden Auswahlinformationen leicht aktualisiert werden können.

Aus der veröffentlichten internationalen (P.C.T.) Patentanmeldung WO-A-92/10040 ist die Bereitstellung eines Audiosystems mit einer Fernsteuervorrichtung bekannt, wobei allgemeine Beschreibungsinformationen zu einem Audioplayer heruntergeladen werden, um das Treffen einer Musikauswahl zu unterstützen, wobei die Fernsteuervorrichtung zum Treffen einer Fernmusikauswahl an dem Audioplayer folgendes enthält:

Sendeempfangsmittel zum entfernten Senden von Informationen zu und Empfangen von Informationen von dem Audioplayer, wobei das Sendeempfangsmittel dafür ausgelegt ist, mit einem entsprechenden Sendeempfangsmittel an dem Audioplayer zu koppeln, Auswahlmittel, damit ein Benutzer Befehle an der Fernsteuervorrichtung hinsichtlich einer zu treffenden Musikauswahl eingeben kann, und Verarbeitungsmittel, an das Sendeempfangsmittel, das Auswahlmittel und einen Speicher gekoppelt, wobei das Verarbeitungsmittel bei Betrieb die Benutzerbefehle verarbeitet und ein entsprechendes Ausgangssignal an das Sendeempfangsmittel erzeugt.

Kurze Darstellung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist gegenüber der Offenbarung von WO-A-92/10040 dahingehend gekennzeichnet, daß in dem Audiosystem voraufgezeichnete Musik digital in einen adressierbaren Speicher von integrierten Musikschaltungschips codiert wird und Musik von den Chips auf dem Audioplayer abgespielt wird, wobei der Audioplayer ein Halbleiteraudioplayer ist,

wobei die allgemeinen Beschreibungsinformationen individuelle Spurauswahlen der Musikchips sind, und

der Speicher der Fernsteuervorrichtung die dorthin heruntergeladenen allgemeinen Beschreibungsinformationen speichert, um das Treffen einer Fernmusikauswahl irgendeiner der individuellen Spurauswahlen auf dem Audioplayer zu unterstützen.

Vorrichtung und ein Verfahren gemäß der Erfindung sind wie in den unabhängigen Ansprüchen dargelegt. Bevorzugte Formen sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung kann auf die folgende Beschreibung von Ausführungsbeispielen davon Bezug genommen werden bei Betrachtung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen. Es zeigen:

1 ein Blockdiagramm für eine bevorzugte Ausführungsform eines Halbleiteraudioplayers, verwendet in Verbindung mit der Fernsteuerung der vorliegenden Erfindung;

2 eine bevorzugte Ausführungsform eines Konsum-Halbleiteraudioplayers, gezeigt in Verbindung mit der Fernsteuerung der vorliegenden Erfindung;

3 eine Draufsicht auf die Audioplayer-Fernsteuerung der vorliegenden Erfindung;

4 ein Beispiel für ein Softwareschirmdisplay für die Fernsteuerung der vorliegenden Erfindung, bei dem der Navigationszeiger verwendet werden kann, um dort hindurchzuscrollen;

5 ein zweites Beispiel eines Schirmdisplays, das die Verwendung der Soft-Key-Funktionen veranschaulicht;

6 eine beispielhafte Darstellung eines in einem Musikchip gespeicherten individuellen Kopfteils und

7 ein Blockdiagramm für eine bevorzugte Ausführungsform der Fernsteuereinheit der vorliegenden Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorliegende Erfindung ist eine Fernsteuereinheit, die mit einem Halbleiteraudiosystem verwendet wird, das Musik abspielt, die auf einem Halbleitermusikchipaufzeichnungsmedium aufgezeichnet wurde. Unter Bezugnahme auf 1 wird ein Blockdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform eines Halbleiteraudiosystems 10 gezeigt, das die Fernsteuerung 30 der vorliegenden Erfindung verwendet. Eine oder mehrere Musikchips 16 sind mit Hilfe einer Musikspeicherungsschublade 20 an einen Audioplayer 12 gekoppelt. Der Audioplayer 12 wird mit Hilfe eines Digitalsignalprozessors (DSP) 14 betrieben, der durch die Musikschublade 20 kommuniziert, um auf Informationen von den Musikchips zuzugreifen.

Neben dem DSP 14 und der Musikschublade 20 sind als Teil der Haupthardwarearchitektur des Audioplayers ein Stereocodierer/-decodierer (Codec) 18, ein Tastenfeld 22, ein Display 24 und eine Fernsteuerschnittstelle 26 enthalten. Die Fernsteuereinheit 30 kommuniziert zu dem Audioplayer 12 mit Hilfe der Fernsteuerschnittstelle 26. Das Tastenfeld, das Display und die Fernsteuerschnittstelle sind an eine assoziierte Schnittstellenlogik in Form einer applikationsspezifischen integrierten Schaltung (ASIC) 27 gekoppelt und umfassen die Benutzerschnittstelle, die das Treffen von spezifischen Musikauswahlen gestattet. Der Audioplayer 12 ist verantwortlich für das Decodieren eines aus einem ausgewählten Musikchip 16 gelesenen Bitstroms und Ausgeben der Musik durch eine Ausgabeeinrichtung wie etwa Lautsprecher oder Kopfhörer 28.

Die mit dem Audioplayer 12 verwendeten Musikchips 16 sind im wesentlichen Speicherbauelemente mit darauf gespeicherten digitalen Daten, die voraufgezeichneter Musik entsprechen. Die voraufgezeichneten Audiodaten werden in einem komprimierten Format mit Hilfe eines Audiocodieralgorithmus auf dem Chip 16 gespeichert. Der Algorithmus reduziert die Menge digitaler Informationen, die von einer Uraufzeichnung gespeichert werden muß, während gleichzeitig beim Zurücklesen der Daten im wesentlichen die gleiche Audioqualität reproduziert wird. Codieren mit Hilfe des Algorithmus ist notwendig, um ausreichende Datenmengen zu speichern, so daß die Musik auf dem Chip 16 Spielzeiten aufweisen kann, die denen von heutigen Alben vergleichbar sind. Weitere Informationen hinsichtlich des musikalischen Inhalts des Chips, einschließlich einer Musikkategorie, Künstler- und spezifischen Adressierinformationen, sind in einer Reihe von Kopfteilen gespeichert, die zu dem Audioplayer heruntergeladen werden, nachdem der Chip geladen wird. Für eine ausführlichen Erläuterung des mit den Musikchips assoziierten Datenspeicherungsprotokolls siehe die verwandte eigene US-Patentanmeldung mit der laufenden Nummer 08/447321 mit dem Titel Data Protocol for a Music Chip.

Unter Bezugnahme auf 2 in Verbindung mit 1 wird ein Ausführungsbeispiel des Audioplayers 12 gezeigt, der die Fernsteuereinheit 30 der vorliegenden Erfindung verwendet. Der Player 12 ist eine halbstationäre Einrichtung für den Heim- bzw. kommerziellen Gebrauch und ist dafür bestimmt, zu einem gegenwärtigen Unterhaltungssystem eines Benutzers zu passen und damit verbunden zu werden. Der Player 12 enthält einen Basisabschnitt 32 und einen abgestuften oberen Abschnitt 34, der die Musikschubladen 20 enthält. Der Basisabschnitt nimmt den DSP 14, den Codec 18 und eine assoziierte Logik zur Kopplung mit dem Benutzer auf. Die Fernsteuereinheit 30 ist mit dem System als Teil der Benutzerschnittstelle enthalten, um Benutzerfunktionen in einer Entfernung auszuführen. In der Basis ist ein Dockingport 38 enthalten, der dafür ausgelegt ist, die Fernsteuereinheit 30 aufzunehmen, worin Musikauswahlinformationen zu der Fernsteuerung heruntergeladen werden, damit der Benutzer intelligente Auswahlen treffen kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verwendet die in dem Dockingport angeordnete Fernsteuerschnittstelle 26 ein Infrarotkommunikationsverfahren, bei dem Informationen optisch zu und von der Fernsteuerung durch die Fernsteuerschnittstelle übertragen werden. Es versteht sich jedoch, daß eine Einsteck-Dockinganordnung ebenfalls verwendet werden kann, bei der die Fernsteuerung und der Audioplayer physischen Kontakt herstellen, um das Herunterladen zu bewerkstelligen.

Unter Bezugnahme auf 3 wird eine bevorzugte Ausführungsform für die Fernsteuereinrichtung 30 der vorliegenden Erfindung gezeigt. In der Fernsteuerung ist ein LCD-Display 40, ein Kommunikationsschnittstellenabschnitt 42 und eine Reihe von Auswahlknöpfen 44 enthalten. Die Auswahlknöpfe enthalten unter anderem einen Navigationszeiger 46, einen Lautstärke-/Stromsteuerkombinationsknopf 48 und eine Reihe von "Soft"-Funktionstasten 51-56. Der Navigationszeiger 46 steuert einen Cursor 47, der auf dem LCD-Display 40 erscheint, wobei Cursorbewegung in mindestens vier verschiedenen Richtungen entsprechend den Indikatoren auf dem Zeiger stattfindet. Je nach der in der Fernsteuerung 30 verwendeten Firmwareroutine kann auch eine mehrdirektionale, d.h. diagonale, Bewegung zur Verfügung stehen. Die Funktion des Navigationszeigers 46 ist ähnlich der eines Joystick-Mechanismus oder einer Maus, wobei ein Abschnitt des Displays nach einer Bewegung des Cursors 47 dorthin ausgewählt werden kann.

Die Lautstärke-/Stromsteuerung wird unter Verwendung eines Kombinationsschalters 48 implementiert, der zu drei separaten Ausgaben in der Lage ist. Bei einer bevorzugten Anwendung entspricht das Niederdrücken des Kombinationsschalters 48 auf einer Seite des Schalters einer Verringerung der Lautstärke, während ein Niederdrücken des Schalters auf der gegenüberliegenden Seite eine Erhöhung der Lautstärke produziert. Das Niederdrücken des Kombinationsschalters 48 in einem Mittelgebiet 58 davon erzeugt eine Kontaktschließung auf beiden Seiten des Schalters, um eine dritte Ausgabe bereitzustellen, die den Audioplayer ein- und ausschaltet. Eine detaillierte Erläuterung des Kombinationsschaltermechanismus ist in der verwandten US-Patentanmeldung mit der laufenden Nummer 08/447328 mit dem Titel Button Interface For A State Machine enthalten.

Die Soft-Funktionstasten 51-56 werden dazu verwendet, verschiedene in der vom Menü angesteuerten Software der Fernsteuerung codierte Funktionen zu wählen. Die einzelnen Tasten nehmen je nach dem Menüstatus des LCD-Displays 40 verschiedene Funktionen an. 4 veranschaulicht eine beispielhafte Verwendung der Soft-Tasten 51-56, wobei das LCD 40 sechs üblicherweise verwendete Fernsteuerbefehle anzeigt. Auf dem Display 40 sind die Zeichen 61-66 gezeigt, die für jeden der Befehle repräsentativ sind, d.h. Vorlauf 61, Rücklauf 62, schneller Vorlauf 63, schneller Rücklauf 64, Abspielen 65 und Pause 66, und eine individuelle Soft-Taste 51-56 entspricht jedem der Befehle. Das Niederdrücken einer Soft-Taste wirkt dahingehend, daß die entsprechende Auswahl ausgeführt wird.

5 zeigt einen beispielhaften Displayschirm, bei dem der Navigationszeiger vorteilhafterweise verwendet würde. Eine Matrix ist auf dem Display 40 dargestellt, die den auf einer einzelnen Musikspeicherungsschublade enthaltenen Musikchips entspricht. Für jeden der in eine Schublade 20 geladenen Chips sind textliche und/oder graphische Repräsentationen 68 enthalten. Mit dem Navigationszeiger 46 wird der Cursor 47 zu einer gewünschten Auswahl innerhalb der Matrix manipuliert. Die Auswahl kann beispielsweise durchgeführt werden durch Anklicken oder Niederdrücken des Zeigers 46 zur Ausführung der Auswahl, ähnlich der Weise, wie Knöpfe an einem Mausperipheriegerät "angeklickt" werden. Der Auswahlbefehl bewegt entweder den Benutzer zu der nächsten Ebene des Menüdisplayprogramms innerhalb der Fernsteuerung 30 oder führt die Auswahl vollständig aus. Bei der Alternative zur Anzeige von Informationen in Matrixform versteht sich, daß Informationen in Tabellenform angezeigt werden, in denen ein Benutzer das Display unter Verwendung des Zeigers 46 durchscrollt. Außerdem versteht sich, daß das bezüglich 3 dargestellte Knopflayout lediglich beispielhaft ist und daß ein Fachmann andere Konfigurationen wählen kann, um ähnliche Funktionalität zu erreichen.

Wie bezüglich 2 erörtert, werden Inhaltsinformationen von dem Musikplayer zu der Fernsteuereinheit 30 heruntergeladen, wenn die Fernsteuerung innerhalb des Dockingports 38 des Audioplayers 12 gedockt wird. Eine Knopf- oder Befehlfolge wird an der Basis des Audioplayers 12 angegeben, um den Herunterladeprozeß einzuleiten. Als Alternative könnten zum Einleiten der Herunterladeprozedur auch eine oder mehrere Tasten an der Fernsteuereinheit verwendet werden.

Inhaltsinformationen, die zu der Fernsteuerung heruntergeladen werden, werden in den individuellen Musikchips 16 in einer Reihe von Kopfteilen gespeichert. Jeder Musikchip, der in dem Audioplayer eingeführt wird, hat eine Speichersektion, die einem Inhaltsverzeichnis zugeordnet ist. Spurauswahlen auf dem Chip werden von individuellen Kopfteilen als Teil dieses Inhaltsverzeichnisses aufgelistet. Das Inhaltsverzeichnis enthält Informationen über Spielzeiten, Liedertitel, Musikkategorie und Künstler. Durch die Bereitstellung dieser Informationen kann der Chip 16 sich selber registrieren, wenn er in eine Speicherungsschublade 20 des Audioplayers 12 geladen wird, so daß ein Benutzer nicht zuerst auf individuelle Chips zugreifen muß, um Inhaltsinformationen zu erhalten. Unter Bezugnahme auf 6 wird eine bevorzugte Ausführungsform eines individuellen Kopfteils 80 gezeigt, der einer einzelnen Spur auf einem der Musikchips 16 entspricht. Der individuelle Kopfteil enthält eine Musikkategorie 82, zu der die Spur gehört, beispielsweise klassisch, Jazz, Country, Rock usw.. In dem individuellen Kopfteil 80 ist auch ein Künstlerfeld 84 zur Anzeige des Künstlers und Adressierungsinformationen 86, aus denen Start- und Endadresse für jede Spurauswahl detailliert hervorgehen, enthalten. Individuelle Kopfteilinformationen registrieren sich selbst bei dem RAM an dem Audioplayer, nachdem ein Chip 16 eingesetzt und hochgefahren wird.

Das Konzept des individuellen Kopfteils gestattet einem Benutzer, Musikauswahlen nach Kategorie von Musik oder Künstler zu treffen, was dem System größere Gesamtflexibilität verleiht. Beispielsweise wählt ein Benutzer vielleicht aus, im Verlauf eines Abends Country-Western-Lieder nach dem Zufallsprinzip zu hören oder Lieder von einem spezifischen Künstler, beispielsweise Billy Joel, zu hören. Je nachdem, wie von dem Benutzer angefordert, kann das Spielen von Musik zufällig, sequenziell oder nach spezifischem Inhalt durchgeführt werden. Diese Kopfteilinformationen werden von den Musikchips in den Audioplayer heruntergeladen, beispielsweise in einen Speicher, der mit jedem der individuellen Speicherungsschubladen assoziiert ist. Die gleichen Informationen oder dementsprechende Informationen werden dann beim Docken und Ausführen der entsprechenden Herunterladebefehle auf die Fernsteuerung übertragen. Die Übertragung der Inhaltsauswahlinformationen ermöglicht es einem Benutzer, an der Fernsteuerung intelligente Auswahlen hinsichtlich allgemeinen oder spezifischen Inhalts vorzunehmen, ohne das Display auf dem Audioplayer sehen zu müssen.

Unter Bezugnahme auf 7 in Verbindung mit 1 wird ein Blockdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform für die Fernsteuereinheit 30 der vorliegenden Erfindung gezeigt. Wie bezüglich 3 beschrieben, enthält die Fernsteuerung die LDC 40 und Knöpfe 44 zur Eingabe von Benutzerbefehlen. Die LCD und die Knöpfe sind mit Hilfe einer Logikschnittstelle 92 an einen Prozessor 90 gekoppelt. Ein bidirektionaler Bus 94 ist von dem Prozessor 90 an eine Infrarot-Sendeempfangsschaltung 96 in der Kommunikationsschnittstelle 42 gekoppelt. Die Sendeempfangsschaltung 96 ist dafür ausgelegt, einen digitalen Bitstrom von der Fernsteuerung 30 umzuwandeln und entsprechende Infrarotenergie auf bekannte Weise und bei einer Frequenz zu übertragen, die von dem der Fernsteuerschnittstelle 26 des Audioplayers 12 empfangen werden kann. Die Fernsteuerschnittstelle empfängt die Infrarotenergie und wandelt die Informationen wieder in digitale Form um, wo sie von dem Prozessor 14 des Audioplayers 12 verarbeitet wird. Auf ähnliche Weise empfängt die Sendeempfangsschaltung 96 Infrarotkommunikationen von dem Audioplayer, wenn die Fernsteuerung 30 angedockt wird. Diese Informationen werden von der Fernsteuerung umgewandelt und digital verarbeitet. Das Infrarotübertragungsverfahren ist wegen des für Übertragungen erforderlichen relativ niedrigen Stromverbrauchs vorteilhaft. Wie zu verstehen ist, wird die Fernsteuerung 30 unter Verwendung kommerziell erhältlicher Batterien von Standardgröße bestromt. Eine im Speicher der Fernsteuerung gespeicherte Firmwareroutine ist für die Implementierung der von dem Menü angesteuerten Auswahlroutinen verantwortlich. Es versteht sich, daß die Auswahlkapazität der Fernsteuerung 30 entsprechend den Auswahlinformationen variiert, die während des Andockens heruntergeladen werden.

Anhand des oben Gesagten versteht sich, daß die beschriebenen Ausführungsformen hinsichtlich der Zeichnungen lediglich beispielhaft sind und daß ein Fachmann an den gezeigten Ausführungsformen Variationen und Modifikationen vornehmen kann, ohne von dem Gedanken und Schutzbereich der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise kann als Alternative zu dem gezeigten Zweiweginfrarot-Übertragungsverfahren die Fernsteuereinheit dafür ausgelegt sein, in einer Einsteckanordnung physisch an dem Audioplayer angebracht zu werden, um das Herunterladen zu bewerkstelligen. Daten werden dann zwischen den gekoppelten Leitungen des Audioplayers und der Fernsteuerung übertragen. Fernsteuerbefehle werden jedoch weiterhin unter Verwendung von Infrarotenergie übertragen. Alle derartigen Variationen und Modifikationen sollen innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung enthalten sein, wie in den beigefügten Ansprüchen definiert.


Anspruch[de]
  1. Audiosystem (10) mit einer Fernsteuervorrichtung (30), wobei allgemeine Beschreibungsinformationen zu einem Audioplayer (12) heruntergeladen werden, um das Treffen einer Musikauswahl zu unterstützen, wobei die Fernsteuervorrichtung (30) zum Treffen einer Fernmusikauswahl an dem Audioplayer (12) folgendes enthält:

    Sendeempfangsmittel (42) zum entfernten Senden von Informationen zu und Empfangen von Informationen von dem Audioplayer (12), wobei das Sendeempfangsmittel (42) dafür ausgelegt ist, mit einem entsprechenden Sendeempfangsmittel (26) an dem Audioplayer (12) zu koppeln,

    Auswahlmittel (44), damit ein Benutzer Befehle an der Fernsteuervorrichtung (30) hinsichtlich einer zu treffenden Musikauswahl eingeben kann, und Verarbeitungsmittel (90), an das Sendeempfangsmittel (42), das Auswahlmittel (44) und einen Speicher gekoppelt, wobei das Verarbeitungsmittel (90) bei Betrieb die Benutzerbefehle verarbeitet und ein entsprechendes Ausgangssignal an das Sendeempfangsmittel (42) erzeugt,

    dadurch gekennzeichnet, daß:

    in dem Audiosystem (12) vorauf gezeichnete Musik digital in einen adressierbaren Speicher von integrierten Musikschaltungschips (16) codiert wird und Musik von den Chips (16) auf dem Audioplayer (12) abgespielt wird, wobei der Audioplayer (12) ein Halbleiteraudioplayer ist,

    wobei die allgemeinen Beschreibungsinformationen individuelle Spurauswahlen der Musikchips (16) sind, und

    der Speicher der Fernsteuervorrichtung (30) die dorthin heruntergeladenen allgemeinen Beschreibungsinformationen speichert, um das Treffen einer Fernmusikauswahl irgendeiner der individuellen Spurauswahlen auf dem Audioplayer zu unterstützen.
  2. Audiosystem nach Anspruch 1, weiterhin mit einem Displaymittel (40), an das Verarbeitungsmittel gekoppelt, wobei das Displaymittel (40) dem Benutzer ermöglicht, die zu der Fernsteuerung heruntergeladenen allgemeinen Beschreibungsinformationen zu betrachten.
  3. Audiosystem nach Anspruch 1, wobei das Sendeempfangsmittel ein Infrarotschnittstellenmittel (96) enthält, wobei das Infrarotschnittstellen-(96)-Mittel bei Betrieb die Informationen unter Verwendung von Infrarotenergie an den Audioplayer sendet und von ihm empfängt.
  4. Audiosystem nach Anspruch 1, wobei das Auswahlmittel einen Kombinationsschalter (48) enthält, wobei der Kombinationsschalter (48) dafür ausgelegt ist, je nach der Art und Weise, wie der Schalter (48) gedrückt wird, drei getrennte Ausgangssignale zu erzeugen.
  5. Fernsteuervorrichtung (30) zur Verwendung mit einem Heimaudioplayer (12), wobei der Heimaudioplayer (12) dafür ausgelegt ist, voraufgezeichnete Musik abzuspielen, wobei die Fernsteuervorrichtung (30) gekennzeichnet ist durch: eine in der Fernsteuerung enthaltene Dockingstation, wobei die Dockingstation dafür ausgelegt ist, in unmittelbarer Nähe zu einem entsprechenden Dockingport (38) an dem Audioplayer (12) zu koppeln, wobei der Audioplayer (12) dafür ausgelegt ist, Musik aus einem Speichermedium des Audioplayers aus Halbleitermusikchips (16) abzuspielen und wobei Inhaltsinformationen in Form einer Reihe von Kopfteilen hinsichtlich individueller Audiospuren auf den Musikchips (16) in dem Audioplayer (12) registriert werden, wodurch die Inhaltsinformationen hinsichtlich der individuellen Audiospuren zu der Fernsteuerung (30) heruntergeladen werden, wodurch eine intelligente Musikauswahl durch einen Benutzer von einer beliebigen der individuellen Spuren auf dem Audioplayer erleichtert wird.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei die Dockingstation eine Infrarot-Sendeempfangsschaltung zum Kommunizieren mit dem Audioplayer über Infrarotenergie enthält.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5, weiterhin mit einem Auswahlmittel (44), damit ein Benutzer Befehle an der Fernsteuervorrichtung hinsichtlich der anstehenden Musikauswahl eingeben kann.
  8. Verfahren zum Treffen einer Fernmusikauswahl an einem Audioplayer (12), wobei das Verfahren folgendes beinhaltet:

    Speichern von den Inhalt beschreibenden Informationen im Speicher des Audioplayers (12),

    Herunterladen der den Inhalt beschreibenden Informationen zu einer mit dem Audioplayer (12) assoziierten Fernsteuereinheit (30) und

    manuelles Eingeben von Auswahlbefehlen an der Fernsteuereinheit (30) auf der Basis der den Inhalt beschreibenden Informationen, wobei die Auswahlbefehle aus der Ferne an den Audioplayer (12) übertragen werden,

    gekennzeichnet durch

    Docken der Fernsteuereinheit an einen Dockingport (38) des Audioplayers (12) für das Herunterladen, Speichern der den Inhalt beschreibenden Informationen in der Fernsteuereinheit (30), wobei das Speichern von einem Benutzer der Fernsteuereinheit gesteuert wird,

    wobei der Audioplayer (12) dafür ausgelegt ist, auf integrierten Musikschaltungschips (16) aufgezeichnete Musik abzuspielen, wobei sich die den Inhalt beschreibenden Informationen auf individuelle Audiospuren beziehen, die in einer Reihe von Kopfteilen in jedem der Musikchips (16) gespeichert sind, und die den Inhalt beschreibenden Informationen bei Freigabe der Musikchips (16) an den Audioplayer (12) übertragen werden, wobei das Speichern dem Benutzer gestattet, eine beliebige der auf dem Audioplayer gespeicherten individuellen Spuren aus der Ferne auszuwählen.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, weiterhin mit dem Schritt des Betrachtens der den Inhalt beschreibenden Informationen auf einem Displaymittel (40) auf der Fernsteuerung.
  10. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die den Inhalt beschreibenden Informationen und die Befehlsauswahlen unter Verwendung von Infrarotenergie übertragen werden.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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