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Dokumentenidentifikation WO2005045246 21.09.2006
Titel Vorrichtung zur Umwandlung Mechanischer Energien
Anmelder Ebert, Reinhard, 97332 Volkach, DE
DE-Aktenzeichen 10394359
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, AP, EA, EP, OA
Sprache des Dokument DE
WO-Anmeldetag 27.10.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/DE03/03557
WO-Veröffentlichungsnummer 2005045246
WO-Veröffentlichungsdatum 19.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.09.2006
IPC-Hauptklasse F03G 7/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]
VORRICHTUNG ZUR UMWANDLUNG MECHANISCHER ENERGIEN

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Umwandlung von potentieller Energie in Rotationsenergie mit einem Laufrad und mehre ren Federelementen und einem vorzugsweise horizontalen Untergrund, auf dem das Laufrad aufsitzt.

Im Stand der Technik sind etliche Vorrichtungen bekannt, die potentielle Energie in kinetische Energie, insbesondere Rotationsenergie, umwan deln. Sie werden in zahlreichen Anwendungen des täglichen Lebens genutzt.

Zu den Vorrichtungen der genannten Art gehört beispielsweise das Pendel, von denen das physikalische Pendel und das mathematische Pendel die bekanntesten Formen sind.

Beim physikalischen Pendel schwingt ein außerhalb des Schwerpunktes drehbar aufgehängter fester Körper unter dem Einfluß der Schwerkraft um seinen Aufhängepunkt. Bei dieser Vorrichtung wechseln potentielle Energie und Rotationsenergie in ständigem Wechsel einander ab. Be trachtet man die Schwingung des Pendels vom Nulidurchgang bis zum Maximum, dann weist das Pendel im Nulidurchgang eine maximale Drehgeschwindigkeit auf, die mit zunehmender Auslenkung geringer wird und im Maximalausschlag den Wert Null annimmt. Im gleichen Zug führt die zunehmende Auslenkung des Pendels zu einer Anhebung von dessen Schwerpunkt gegenüber seiner tiefst möglichen Position und einer hieraus resultierenden Zunahme der potentiellen Energie des Pendels. Die potentielle Energie erreicht ihr Maximum beim Maxi malausschlag des Pendels, d. h. in dem Augenblick, wenn die Dre henergie zu Null wird. In dieser Position wechselt die Drehrichtung des Pendels, der Körper führt dementsprechend eine Schwingung in die entgegengesetzte Richtung aus.

Das mathematische Pendel beschreibt eine spezielle Ausführung des physikalischen Pendels, bei welchem die Masse des Körpers in einem einzigen Punkt vereinigt angenommen wird. Der Abstand dieser Masse vom Drehpunkt wird durch eine gewichtslos angenommene Verbindung, beispielsweise einen Faden, hergestellt.

Sowohl beim physikalischen als auch beim mathematischen Pendel er weist sich bei kleinen Schwingungsamplituden die Schwingungsdauer als eine Konstante, die nur von den geometrischen Abmessungen des Pendels und der Erdbeschleunigung abhängt. Eine Hauptanwendung findet das Pendel daher als Zeitregler bei Pendeluhren, bei denen das mit gleichbleibender Schwingungsdauer hin- und hergehende Pendel ein Gangwerk regelmäBig freigibt und unterbricht.

Auch bei zahlreichen Spielgeräten werden Vorrichtungen genutzt, die potentielle Energie in Rotationsenergie umsetzen. Hierzu gehören bei spielsweise Aufziehautos oder-eisenbahnen. Die potentielle Energie wird hierbei in der Regel in einer Torsionsfeder gespeichert, die mit Hilfe eines Aufziehschlüssels von außen her spannbar ist. Die Feder ist über ein Räderwerk mit den Antriebsrädern des Spielzeugautos gekoppelt.

Nach dem Aufziehvorgang wird die Feder entsperrt und somit deren Drehmoment auf die Räder übertragen, wobei die in der Torsionsfeder gespeicherte potentielle Energie kontinuierlich in kinetische Energie der Translation und der Rotation umgewandelt wird.

Ein beliebtes Spielgerät, das ebenfalls auf der Umwandlung von potenti eller Energie in kinetische Energie der Rotation beruht, ist das Jojo. Die ses Gerät umfaBt einen aus zwei gleichen Hälften ausgebildeten Dreh körper, die in geringen Abstand zu einander durch eine Achse miteinan der verbunden sind. Desweiteren gehört zu diesem Gerät eine Schur, deren eines Ende als Schlaufe ausgebildet ist, welche die genannte Achse umgreift, während das andere Ende in der Hand, vorzugsweise mit einer weiteren Schlaufe um einen Finger, gehalten wird. Dabei sind die Schlaufe und die Achse so bemessen, daß sich der Drehkörper ei nerseits in der Schlaufe frei drehen kann, andererseits sich die Schnur auf einen kurzen Zug an der Schnur bei rotierendem Drehkörper hin auf die genannten Achse aufwickelt.

Das Spiel wird so betrieben, daß zum Start die Schnur auf der Achse aufgewickelt ist, wobei der Drehkörper in der Hand des Spielenden ge halten wird. Nach dem Loslassen des Drehkörpers führt dessen Fallbe wequrig dazu, daß sich die Schnur von der Achse abspult und dabei den Drehkörper in Drehung versetzt. Hierbei wird die potentielle Energie des Drehkörpers, die er aufgrund seiner jeweiligen Höhenposition besitzt, in Rotationsenergie des Drehkörpers umgesetzt. Wenn sich die Schnur gänzlich von der Achse abgespult hat, ist die potentielle Energie des Drehkörpers zu Null geworden, während die Drehenergie einen maxi malen Wert erreicht hat. Durch einen kurzen Zug an der Schnur in die ser Position des Drehkörpers beginnt sich die Schnur wieder um die Achse des Drehkörpers aufzuwickeln. Hierbei verringert sich die Dreh geschwindigkeit und damit die Rotationsenergie kontinulerlich mit zu nehmender geometrischer Höhe des Drehkörpers und wird in der höchst möglichen Position des Drehkörpers schließlich gleich Null. Die potenti elle Energie des Systems hat in diesem Punkt wieder ihren maximalen Wert angenommen, worauf das Spiel in der geschilderten Weise fortge setzt werden kann.

Die Reihe der Vorrichtungen zur Umwandlung von potentieller Energie in Rotationsenergie ließe sich noch beliebig fortsetzten. Diesen Vorrich tung gemeinsam ist ein ständiger Wechsel zwischen potentieller und kinetischer Energie. Demgegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung anzugeben, bei welcher eine kontinulerliche Drehbewepung infolge einer kontinulerlichen Umsetzung von potentieller Energie in Drehenergie erzeugt wird, die zudem eine sehr kompakte und damit in der Herstellung kostengünstige Bauweise aufweist.

Ausgehend von einem Laufrad und mehreren Federn wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß - das Laufrad - einen äußeren und einen inneren, - jeweils mit einem Gewicht behafteten Reifen aufweist, - die konzentrisch zueinander in einer im wesentlichen vertikal ausgerichteten Ebeneangeordnetsind, - in derselben Drehrichtung drehbar sind, - und zwischen denen über den Umfang verteilt die Federele mente angebracht sind, wobei - das eine Federende jeweils in einem ersten Anlenkpunkt auf der Außenseite des inneren Reifens, - und das andere Federende jeweils in einem zweiten An lenkpunkt auf der Innenseite des äußeren Reifens fest gelegt ist, - und der zweite Anlenkpunkt gegenüber dem Schnittpunkt [ des vom Mittelpunkt des inneren Reifens zum ersten Anlenkpunkt weisenden Radiusvektors mit dem äußeren Reifen jeweils um einen bei allen Federn gleichen Betrag in Gegendrehrichtung verschoben ist, - der innere Reifen starr ausgebildet ist, - während der äußere Reifen aus einem elastischen Material ge fertigt ist, - das sich im Bereich der Berührung des Untergrundes des sen Oberfläche anpaSt.

Wesentliches Kennzeichen der vorgeschlagenen Vorrichtung sind zwei konzentrisch zu einander angeordnete Reifen, zwischen denen Fe derelemente, vorzugsweise Schraubenfedern, angeordnet sind. Hat man jeweils den Radiusvektor zwischen Mittelpunkt des inneren Reifens und dem jeweiligen Anlenkpunkt einer Feder am inneren Reifen vor Augen, dann ist der Anlenkpunkt des anderen Federendes gegenüber dem Schnittpunkt des betrachteten Radiusvektors mit dem äußeren Reifen jeweils um einen bei allen Federn gleichen Betrag in Gegendrehrichtung verschoben. Diese Festlegung der Federenden führt dazu, daß die Wir kungslinie einer jeden Feder sowohl gegen den Radiusvektor zwischen Mittelpunkt des inneren Reifens und dem ersten Anlenkpunkt als auch gegen den Radiusvektor zwischen Mittelpunkt des äußeren Reifens und dem zweiten Anlenkpunkt eine Neigung aufweist. Darüber hinaus er laubt die Festlegung der Federenden in Anlenkpunkten eine Ver schwenkung der Federn innerhalb eines gewissen Winkelbereichs.

In dem Zustand vor Kontakt des Laufrades mit dem Boden weisen beide Reifen eine kreisförmige Gestalt auf, alle Federn sind entspannt und bezüglich der Radiusvektoren vom jeweiligen Kreismittelpunkt zu den Anlenkpunkten gleich ausgerichtet. In diesem Zustand gehen von den Federn keinerlei Kräfte auf den inneren und äußeren Reifen aus.

Setzt man dagegen das Laufrad auf dem Boden auf, dann paBt sich der aus elastischem Material ausgebildete äußere Reifen aufgrund des Ge wichtes der beiden Reifen im Bereich des Kontaktes mit dem Boden an dessen Oberfläche an. Die in diesem Bereich sich einstellende Abfla chung des äußeren Reifens führt dann dazu, daß sich die Anlenkpunkte der Federn am äußeren Reifen zum inneren, starr ausgebildeten Reifen hin verschieben. Die Folge hiervon ist, daß sich die Länge der dort an gelenkten Federn verkürzt, die Federn in diesem Bereich daher zusam men gepresst werden und gleichzeitig eine Änderung ihrer Ausrichtung erfahren. Dabei erleiden die im Zentralbereich der Abflachung liegenden Federn sowohl die gröBte Pressung als auch die stärkste Richtungsän derung. Von der Mitte zum Randbereich derAbflachung hin nimmt die Pressung der Federn und deren Ausrichtung hingegen ab und gleicht sich zunehmend an die außerhalb der Abflachung gegebenen Werte an.

Betrachtet man die in den Federn wirkenden Kräfte, dann erkennt man, daß von den im Bereich der Abflachung angelenkten Federn auf den inneren Reifen Kräfte ausgehen. Dabei ist die Größe dieser Kräfte ab hängig von der Lage der Anlenkpunkte der Federn innerhalb des Abfla chungsbereichs. Von den im mittleren Bereich der Abflachung ange lenkten Federn gehen gröRten Kräfte aus, während der Beitrag der ein zelnen Federn um so geringer wird, je näher die Federn im Randbereich der Abflachung angelenkt sind. Ebenso kommt die Ausrichtung der Wir kungslinie bei den im mittleren Bereich der Abflachung angelenkten Fe dern der Tangentiairichtung des inneren Reifens am nächsten, während diese Ausrichtung bei den zum Rand des Abflachungsbereichs hin an gelenkten Federn zunehmend weiter von der Tangentiairichtung ab weicht, je näher die Federn am Rand der Abflachung angesiedelt sind.

Bezüglich des Mittelpunktes des inneren Reifens erzeugen die im Abfla chungsbereich angelenkten Federn ein Drehmoment mit je nach Lage des Anlenkungspunktes unterschiedlichen Beiträgen. Dabei nehmen die Beiträge zum Drehmoment bei den zum Rand des Abflachungsbereichs hin angelenkten Federn sowohl aufgrund der abnehmenden Federkräfte als auch der zunehmend von der Tangentiairichtung abweichenden Wir kungslinie ab. Im Ergebnis führt das Moment dieser Kräfte insgesamt zu einer Verdrehung des inneren Reifens. Die Folge hiervon ist eine Zu nahme der Federlänge aller außerhalb des Abflachungsbereichs liegen- [ der Federn und damit einhergehend die Entstehung von Zugkräften in diesen Federn. Das hierdurch auf den äußern Reifen ausgeübte Mo ment führt zu dessen Drehung in der vorgegebenen Drehrichtung.

Bei der sich einstellenden Drehbewegung des Laufrades wird jeweils ein neuer Bereich des äußeren Reifens in Kontakt mit dem Untergrund ge bracht. Hierbei entsteht aufgrund des Gewichtes der beiden Reifen je weils eine kontinulerlich über den Umfang des äußeren Reifens wan dernde Abflachung mit der Folge immer neuer Beeinflussung der jeweils im Abflachungsbereich angelenkten Federn in der oben dargelegten Art.

Die in diesen Federn gespeicherte potentielle Energie wird hierbei in vorteilhafterWeise kontinulerlich in eine Drehbewegung des Laufrades umgesetzt. Ein weitere Vorteil der Vorrichtung ist in der überaus kom pakten Bauweise zu sehen. Das Laufrad mit den beiden Reifen und den zwischen den Reifen angeordneten Federn stellt für sich einen kom- ! pletten Antrieb dar. Als Folge der kompakten Bauweise ergibt sich eine kostengünstige Fertigung des Laufrades.

Die Erfindung sieht noch eine weitere Vorrichtung zur kontinuierlichen Umwandlung von potentieller Energie in Rotationsenergie mit einem Laufrad und mehreren Federelementen vor. Dabei unterscheidet sich dieser Lösungsansatz in mehreren konstruktiven MaBnahmen und Komponenten von der vorbeschriebenen Vorrichtung.

Die zweite Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß - das Laufrad - einen äußeren und einen inneren, - jeweils starr ausgebildeten Reifen aufweist, - die exzentrisch zueinander angeordnet sind, - in derselben Drehrichtung drehbar sind, - und zwischen denen über den Umfang verteilt die Federele mente angebracht sind, wobei - das eine Federende jeweils in einem ersten Anlenkpunkt auf der Außenseite des inneren Reifens - und das andere Federende jeweils in einem zweiten An lenkpunkt auf der Innenseite des äußeren Reifens fest gelegt ist, - und der zweite Anlenkpunkt gegenüber dem Schnittpunkt des vom Mittelpunkt des inneren Reifens zum ersten t Anlenkpunkt weisenden Radiusvektors mit dem äußeren Reifen jeweils um einen gewissen Betrag in Gegendreh richtung verschoben ist, - und die Exzentrizität bei einer Lageänderung der Vorrichtung nach Größe und Richtung erhalten bleibt.

Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Lösungen besteht in der Anordnung der beiden Reifen relativ zueinander. Bei vorliegender Aus führung sind beide Reifen exzentrisch zueinander angeordnet, wobei die Exzentrizität bei einer Lageänderung der Vorrichtung, d.h. bei einer Dre hung des Laufrades, erhalten bleibt. Darüber hinaus ist neben dem inne ren auch der äußere Reifen als starrer Körper ausgebildet. Beide Reifen sind, wie bei der ersten Lösung, in gleichem Drehsinn drehbar angeord net.

Die Aufgabe der Abflachung bei der ersten Ausführung fällt bei vorlie gender Vorrichtung der Exzentrizität zu. Diese sorgt dafür, daß die zwi- ; schen beiden Reifen angeordneten Federn über den Umfang des Lauf rades betrachtet unterschiedliche Auslenkungen erfahren. Die hierdurch erzeugten Kräfte führen zu einem Drehmoment auf den äußeren Reifen und versetzen ihn in der vorgegebenen Drehrichtung in eine Drehbewe gung. Die in den Federn gespeicherte potentielle Energie wird hierbei ebenfalls kontinuierlich in eine Drehbewegung des Laufrades umgesetzt. :

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der beiden vorbenannten Lösungen sind die Federn einander baugleich ausgeführt und die Anlenkpunkte der Federn am äußeren Reifen jeweils untereinander und die am inne ren Reifen ebenfalls jeweils untereinander äquidistant ausgebildet. Die se Ausbildung führt in vorteilhafter Weise zu einer gleichförmigen An ordnung der Federn zwischen den beiden Reifen, wodurch die von den Federn auf die beiden Reifen ausgehenden Kräfte sich in gleichem Sin ne gleichförmig gestalten. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß durch die äquidistante Anordnung der Anlenkpunkte die Herstellung der Vorrichtung vereinfacht wird. t 20! Eine bevorzugte Verwendung findet vorliegende Vorrichtung als Rad eines Fahrzeuges. Hierbei wird die in den Federn zwischen beiden Rei fen gespeicherte potentielle Energie kontinulerlich in eine Rotation des Rades und diese in eine Translation des Fahrzeuges umgesetzt. 25:

Prinzipiell unerheblich hierbei ist die Anzahl der Räder des Fahrzeuges.

Das vorgeschlagene Laufrad läBt sich gleichermaßen sowohl in Zweirä dern als auch in mehrrädrigen Fahrzeugen einbauen. Von Vorteil hierbei ist jedoch, wenn alle Räder des Fahrzeuges in Art des genannten Lauf rades ausgebildet sind. Bei dieser Anwendung wird durch die vorge schlagene Vorrichtung mit einfachen Mitteln ein Allradantrieb realisiert.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich dem nachfolgenden Teil der Beschreibung entnehmen. In diesem Teil wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor richtung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt; Figur 1: Vorrichtung mit zwei konzentrisch angeordneten Reifen vor dem Aufsetzen auf den Boden Figur 2: die Vorrichtung nach Figur 1 nach dem Aufsetzen auf den Boden Das Laufrad 1 nach Figur 1 weist zwei Reifen auf, einen inneren 2 und einen äußeren 3, die konzentrisch zueinander um die Achse 4 drehbar angeordnet sind. Die mögliche Drehrichtung beider Reifen 2, 3 ist durch den Pfeil 5 gekennzeichnet. Zwischen beiden Reifen 2, 3 sind Federn 6 angeordnet, wobei die Anlenkpunkte 7 am inneren Reifen 2 untereinan der und die Anlenkpunkte 8 am äußeren Reifen 3 untereinander jeweils äquidistant zu einander gewählt sind. Die Winkelabstände dieser An- I lenkpunkte sind mit den Bezugszeichen 9 bzw. 10 gekennzeichnet. Wie der Figur 1 zu entnehmen ist, liegen die Anlenkpunkte 7 und 8 einer Feder 6 nicht auf demselben Radiusvektor 11, sondern der jeweilige Anlenkpunkt 8 am äußerern Reifen 3 ist gegenüber dem jeweiligen t Schnittpunkt 12 des Radiusvektors 11 mit dem äußeren Reifen 3 um! einen bei allen Federn gleichen Betrag 13 in Gegendrehrichtung ver schoben ist, Figur 1 gibt die Form des Laufrades 1 vor einem Aufsetzen auf den Bo den 14 an. In diesem Zustand weisen beide Reifen 2, 3 eine kreisförmi ge Gestalt auf, alle Federn 6 sind entspannt und nehmen bezüglich der durch den jeweiligen Anlenkpunkt 7 am inneren Reifen 2 angenomme nen Radiusvektoren 11 die gleiche Ausrichtung ein. Da die Federn ent spannt sind, gehen von ihnen keinerlei Kräfte auf den inneren und äuße ren Reifen 2 bzw. 3 aus.

In Figur 2 ist das Laufrad 1 nach Aufsetzen auf den Boden 14 wiederge geben. Die Ausbildung des äußeren Reifens 3 aus elastischem Material und das Gewicht der Reifen 2, 3 haben dazu geführt, daß in dem Be reich 15 des Bodenkontaktes sich der äußere Reifen 3 der Bodenober fläche 14 angepaGt hat. Als Folge hiervon haben die Anlenkpunkte 8 der Federn 6', 6", 6"' am äußeren Reifen 3 sich zum inneren, starr ausgebil deten Reifen 2 hin verschoben und die in Figur 2 wiedergegebenen Po sitionen 8', 8", 8"' eingenommen. In dieser Position weisen die Federn 6', 6", 6"' eine geringere Länge als die restlichen Federn 6 auf, ebenso liegen ihre Längsrichtungen näher in Azimutrichtung als die der restli chen Federn.

Das Zusammenpressen der Federn 6' - 6"'führt zur Entstehung von Kräften, die am inneren Reifen 2 ein Drehmoment hervorrufen. Die Fol ge hiervon ist eine Verdrehung des inneren Reifens 2 in Drehrichtung 5, eine daraus resultierende Zunahme der Federlänge aller außerhalb des Bereichs 15 angelenkten Federn 6 und damit einhergehend die Entste hung von Zugkräften in diesen Federn. Das hierdurch auf den äußern Reifen 3 ausgeübte Moment führt zu dessen Drehung in der vorgegebe nen Drehrichtung 5.

Bei der sich einstellenden Drehbewegung des Laufrades 1 wird jeweils ein neuer Bereich des äußeren Reifens 3 in Kontakt mit dem Untergrund 14 gebracht und die jeweils dort angelenkten Federn 6 erneut in der beschriebenen Weise beeinflußt. Die in den Federn 6' - 6"' gespeicherte potentielle Energie wird hierbei kontinuierlich in eine Drehbewegung des Laufrades 1 umgesetzt.


Anspruch[de]
PATENTANSPRUCHE
  1. 1. Vorrichtung zur Umwandlung von potentieller Energie in Rotationse nergie mit einem Laufrad (1) und mehreren Federelementen (6) und einem vorzugsweise horizontalen Untergrund (14), auf dem das Laufrad (1) aufsitzt, dadurch gekennzeichnet, daß - das Laufrad (1) - einen äußeren (3) und einen inneren (2), - jeweils mit einem Gewicht behafteten Reifen aufweist, - die konzentrisch zueinander in einer im wesentlichen vertikal ausgerichteten Ebene angeordnet sind, - in derselben Drehrichtung (5) drehbar sind, - und zwischen denen über den Umfang verteilt die Federelemente (6) angebracht sind, wobei - das eine Federende jeweils in einem ersten Anlenk punkt (7) auf der Außenseite des inneren Reifens (2) - und das andere Federende jeweils in einem zweiten Anlenkpunkt (8) auf der Innenseite des äußeren Reifens (3) festgelegt ist, - und der zweite Anlenkpunkt (8) gegenüber dem Schnittpunkt (12) des vom Mittelpunkt (4) des inne ren Reifens (2) zum ersten Anlenkpunkt (7) weisen- ; den Radiusvektors (11) mit dem äußeren Reifen (3) jeweils um einen bei allen Federn gleichen Betrag (13) in Gegendrehrichtung verschoben ist, - der innere Reifen (2) starr ausgebildet ist, - während der äußere Reifen (3) aus einem elastischen Material gefertigt ist, - das sich im Bereich (15) der Berührung des Untergrundes (14) dessen Oberfläche anpaBt.
  2. 2. Vorrichtung zur Umwandlung von potentieller Energie in Rotationsenergie mit einem Laufrad (1) und mehreren Federelementen (6) und einem vorzugsweise horizontalen Untergrund (14), auf dem das Laufrad (1) aufsitzt, dadurch gekennzeichnet, daß - das Laufrad (1) - einen äußeren (3) und einen inneren (2), - jeweils starr ausgebildeten Reifen aufweist, - die exzentrisch zueinander angeordnet sind, - in derselben Drehrichtung (5) drehbar sind, I - und zwischen denen über den Umfang verteilt die Fe derelemente (6) angebracht sind, wobei - das eine Federende jeweils in einem ersten Anlenk punkt (7) auf der Außenseite des inneren Reifens (2) - und das andere Federende jeweils in einem zweiten Anlenkpunkt (8) auf der Innenseite des äußeren Reifens (3) festgelegt ist, - und der zweite Anlenkpunkt (8) gegenüber dem Schnittpunkt (11) des vom Mittelpunkt (4) des inne ren Reifens (2) zum ersten Anlenkpunkt (7) weisen den Radiusvektors (11) mit dem äußeren Reifen (3) jeweils um einen gewissen Betrag (13) in Gegen drehrichtung verschoben ist, - und die Exzentrizität bei einer Lageänderung derVorrichtung nach Größe und Richtung erhalten bleibt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß - die Federn (6) einander baugleich ausgeführt sind - und die Anlenkpunkte (8) der Federn am äußeren Reifen (3) je weils untereinander - und die Anlenkpunkte (7) am inneren Reifen (2) jeweils unter- ; einander äquidistant (10 bzw. g) ausgebildet sind.
  4. 4. Verwendung des Laufrades nach einem derAnsprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß - es als Rad eines Fahrzeuges genutzt wird.
  5. 5. Verwendung des Laufrades nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß - alle Ruder sines Fahrzeuges in Art des genannten Laufrades ausgebildet sind.






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