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Vorrichtung zum Umleiten oder Verteilen von Medien in einem Rohrleitungssystem - Dokument DE102005013333A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005013333A1 28.09.2006
Titel Vorrichtung zum Umleiten oder Verteilen von Medien in einem Rohrleitungssystem
Anmelder GroupInox GmbH, 26629 Großefehn, DE
Erfinder Soathoft, Günter, 26835 Hesel, DE;
Helmeos, Herwig, 26607 Aurich, DE
Vertreter Jabbusch und Kollegen, 26135 Oldenburg
DE-Anmeldedatum 23.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005013333
Offenlegungstag 28.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.09.2006
IPC-Hauptklasse B67D 5/36(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16L 39/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zum Umleiten oder Verteilen von Medien, vorzugsweise flüssigen Medien, in die Rohrleitungen eines Rohrleitungssystems, mit wenigstens einem Anschluß an einem der Enden einer jeweiligen Rohrleitung des Rohrleitungssystems, wobei die Enden der Rohrleitungen mit den Anschlüssen an einem Halteorgan angeordnet sind, ist zumindest ein Rohrstück, insbesondere dessen freien Enden, mit jeweils ausgewählten Anschlüssen jeweils vorbestimmter Rohrleitungen in eine ein Medium leitende Verbindung bringbar. Jedes Rohrstück ist in einer jeweils zugeordneten Rohrstückaufnahme derart aufgenommen, daß seine freien Enden in einer mit den Anschlüssen der jeweiligen Rohrleitung deckungsgleichen Ausrichtung angeordnet sind und durch mindestens ein Antriebsmittel ist eine zwangsgeführte Bewegung der Rohrstückaufnahme ermöglicht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Umleiten oder Verteilen von Medien, vorzugsweise flüssigen Medien, in die Rohrleitungen eines Rohrleitungssystems, mit wenigstens einem Anschluß an einem der Enden einer jeweiligen Rohrleitung des Rohrleitungssystems, wobei die Enden der Rohrleitungen mit den Anschlüssen an einem Halteorgan angeordnet sind, und mit zumindest einem Rohrstück, dessen freie Enden mit jeweils einem ausgewählten Anschluß einer jeweils vorbestimmten Rohrleitung in eine ein Medium leitende Verbindung bringbar sind.

Vorrichtungen bekannter Ausführungen, beispielsweise Verteilerpaneele, ermöglichen über einen Verbund von Rohrleitungen die Umleitung und/oder Verteilung von vorzugsweise flüssigen Medien. Die Verteilerpaneele werden eingesetzt, um in einer Brauerei bzw. einem pharmazeutischen Unternehmen bei der Herstellung eines Produktes die entstandenen Zwischenprodukte je nach vorbestimmter Weiterverarbeitung in die entsprechenden Behälter bzw. Tanks umleiten zu können. Üblicherweise sind mehrere Verteilerpaneele nebeneinander angeordnet, so daß mehrere Verfahren gleichzeitig durchgeführt werden können.

Zur Umleitung eines fertigen Zwischenproduktes mittels eines Verteilerpaneels ist es erforderlich, ein Rohrstück an den Anschlüssen der miteinander zu verbindenden Rohrleitungen anzubringen. Dazu wird das Rohrstück manuell auf die Anschlüsse der jeweiligen Rohrleitungen aufgesetzt und jede einzelne Verbindung mit einer Verschraubung, z. B. einer Überwurfmutter, so hergestellt, daß eine sichere, flüssigkeitsleitende Verbindung gegeben ist.

Bei Vorrichtungen eingangs genannter Gattung ist es notwendig, das Rohrstück, vor jedem Umleitvorgang des weiterzuverarbeitenden Zwischenproduktes in eine nächste Verarbeitungsstufe, jeweils von Hand zu lösen, auf die zu verbindenden Anschlüsse umzusetzen und die Verschraubungen für eine flüssigkeitsleitende Verbindung wieder anzuziehen. Der komplette Vorgang des Umsetzens des Rohrstückes erfolgt manuell und bedingt Betriebsstillegungen während des Umsetzens. Demzufolge kann es zu Verzögerungen in einem Verfahrensablauf kommen, was möglicherweise zu Beeinträchtigungen der Qualität eines Zwischenproduktes führt, wodurch wiederum ein gleichmäßiger Qualitätsstandard des Endproduktes nicht gegeben ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung so zu verbessern, daß ein Ablauf eines Umsetzvorganges des Rohrstückes beschleunigt und damit in kürzerer Zeit erfolgen kann.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 bis 10 angegeben.

Bei einer Vorrichtung der vorbeschriebenen Gattung ist erfindungsgemäß wenigstens eine Rohrstückaufnahme vorgesehen, in der das jeweils zugeordnete Rohrstück so aufgenommen ist, daß seine freien Enden in einer mit den Anschlüssen der jeweiligen Rohrleitung deckungsgleichen Ausrichtung angeordnet sind, sowie durch mindestens ein Antriebsmittel für eine zwangsgeführte Bewegung der Rohrstückaufnahme.

Dazu ist das Rohrstück, welches als Umlenkbogen ausgebildet sein kann, mit seinen parallel zueinander ausgerichteten freien Enden in der Rohrstückaufnahme aufgenommen. Dabei sind die Enden des Rohrstücks parallel zur Ebene des Halteorgans, und somit gleichzeitig mit den Anschlüssen einer jeweiligen Rohrleitung fluchtend, ausgerichtet. Mit dem an der Rohrstückaufnahme angeordneten Antriebsmittel wird das Umsetzen des Rohrstückes auf ausgewählte Anschlüsse einer jeweiligen, vorbestimmten Rohrleitung vorgenommen. Da der Umsetzvorgang zweier Rohrstücke von nebeneinander angeordneten erfindungsgemäßen Vorrichtungen über die an jeder Rohrstückaufnahme angeordneten Antriebsmittel gleichzeitig erfolgen kann, und somit das Umleiten eines Zwischenproduktes aus einem Herstellungsprozeß optimiert durchführbar ist, lassen sich bestimmte Verfahrensschritte mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeitgenau steuern. Dadurch kann ein bei einem Herstellungsprozeß entstandenes Zwischenprodukt, je nach gewünschtem Verarbeitungsgrad, praktisch ohne Zeitverzögerung in eine weitere Verarbeitungsstufe umgeleitet werden.

Mit besonderem Vorteil ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß jede Rohrstückaufnahme wenigstens eine Führung aufweist, wobei Teile jeder Führung in vorbestimmten Bereichen des Halteorgans angeordnet sind. Durch die Führung ist jede Rohrstückaufnahme in vorbestimmten Koordinaten und Richtungen sowohl haltend aufgenommen als auch beweglich geführt. Durch die haltende Funktion der Führung können insbesondere Gewichts- bzw. Prozeßkräfte aufgenommen werden, wodurch der Abstand zwischen den freien Enden des Rohrstückes und den Anschlüssen einer jeweiligen Rohrleitung konstant gehalten werden kann. Das hat den Vorteil, daß, insbesondere beim Herstellen einer festen Verbindung zwischen den Enden des Rohrstückes und den Anschlüssen einer jeweiligen Rohrleitung, stets ein gleichmäßiger Abstand zu überbrücken ist, was mit einfachen mechanischen Mitteln beherrschbar ist.

Mit Hilfe des beweglich ausgebildeten Teils der Führung kann die Rohrstückaufnahme einschließlich des aufgenommenen Rohrstückes parallel zur Ebene des Halteorgans verschoben werden, wodurch ausgewählte Anschlüsse miteinander verbunden werden können. In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Führung ist eine Verschiebung der Rohrstückaufnahme in einer parallel zur Ebene des Halteorgans ausgerichteten Ebene ermöglicht, wodurch eine Bewegung der Rohrstückaufnahme über die gesamte Fläche des Halteorgans erreicht wird.

Bei einer vorteilhaften Ausführung ist vorgesehen, daß jede Führung eine Geradführung mit Bett und Schlitten ist. Dabei sind die Führungsteile der Rohrstückaufnahme, die das ortsfeste Bett in Form einer Führungsschiene ausbilden, an dem Halteorgan angeordnet. Der bewegliche Schlitten, der von einem Fußteil der Rohrstückaufnahme gebildet ist, umgreift die Führungsschiene. Vorzugsweise sind auf beiden Seiten der Anschlüsse parallel zueinander angeordnete Führungsschienen vorhanden, wodurch insbesondere die haltende Funktion der Führung gegeben ist und eine parallele Ausrichtung der Rohrstückaufnahme entlang der Anschlüsse bewirkt. Als Geradführung wird eine Gleitführung eingesetzt, die den Vorteil hat, daß sie eine konstruktiv einfache Ausführungsform ist und außerdem die Kräfte, welche bei der Ausbildung einer kraftschlüssigen, ein Medium leitenden Verbindung auftreten, verformungsfrei aufnehmen kann. Es ist auch möglich, an Stelle der eingesetzten Geradführung eine Drehführung zu verwenden, wodurch die Rohrstückaufnahme gemeinsam mit dem aufgenommenen Rohrstück auf einer Kreisbahn um ein jeweils zugeordnetes Zentrum bewegt werden kann.

Um eine Bewegung in der durch die Geradführungen vorgegebenen Bewegungsrichtung ausführen zu können, ist jedes Antriebsmittel ein Arbeitszylinder, insbesondere ein doppelt wirkender Zylinder, welcher die Bewegungsrichtung des Kolbens über die vorherrschenden Druckverhältnisse auf beiden Seiten des Kolbens im geschlossenen Zylinder regelt. Der Einsatz eines Arbeitszylinders als Antriebsmittel hat den Vorteil, daß dieser, abhängig vom Druck in seinen angeschlossenen Druckleitungen, hohe Kräfte zum Bewegen der Bauteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufbringen kann. Als Arbeitszylinder können sowohl Hydraulik als auch Pneumatikzylinder eingesetzt werden. Jedoch hat der Einsatz eines Pneumatiksystems den Vorteil, daß im Falle eines Defekts an einer Druckleitung keine Verschmutzungen an der Apparatur bzw. im Arbeitsbereich durch eine austretende Hydraulikflüssigkeit entsteht. Hingegen läßt sich mit einem Hydrauliksystem eine zielgenaue Ansteuerung der anzufahrenden Positionen umsetzen, da die verwendete Hydraulikflüssigkeit ein inkompressibles Medium darstellt und bei einer Druckerhöhung eine vernachlässigbare Volumenverkleinerung des Mediums eintritt. Anstelle der verwendeten Arbeitszylinder sind auch andere gleichwirkende Antriebsmittel, wie z. B. ein Motor in Kombination mit einem geeigneten Getriebe, zur Erzeugung der zwangsgeführten Bewegung denkbar.

Zur Durchführung einer zwangsgeführten Bewegung der Rohrstückaufnahme ist vorgesehen, daß wenigstens ein erster Arbeitszylinder ein in einer parallel zur Ebene des Halteorgans ausgerichteten Arbeitsrichtung wirkender Schiebezylinder ist. Der Schiebezylinder greift an der Rohrstückaufnahme an und setzt dadurch eine Bewegung der Rohrstückaufnahme oberhalb der Anschlüsse einer jeweiligen Rohrleitung um. Jeder Schiebezylinder kann, beispielsweise über einen Ständer, am Halteorgan abgestützt sein, wodurch eine stabile Anlenkung des Schiebezylinders als Widerlager für die Kolbenbewegung gegeben ist. Der Einsatz des Schiebezylinders hat den Vorteil, daß er zusammen mit der als Gleitführung ausgebildeten Geradführung eine konstruktiv einfache Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß mindestens ein zweiter Arbeitszylinder ein etwa quer zur Ebene des Halteorgans wirkender Hubzylinder zum Heben und Senken des Rohrstückes ist. Bevorzugt werden vier Hubzylinder eingesetzt, um ein Verkanten zu vermeiden, wobei jeweils zwei der Hubzylinder parallel zu einander im Bereich des jeweiligen, zugeordneten freien Endes des Rohrstückes angeordnet sind. Die Hubzylinder greifen über jeweils einen Flansch an den freien Enden des Rohrstücks an und setzen somit die Hubbewegung des Rohrstückes relativ zur Rohrstückaufnahme verkantungsfrei um. Jeder Hubzylinder stützt sich an der Rohrstückaufnahme ab und bewirkt, nach dem Aufsetzen der freien Enden des Rohrstückes auf die vorbestimmten Anschlüsse einer jeweiligen Rohrleitung, die Geradhaltung der Rohrstückaufnahme mit einer der Anpreßkraft entgegengesetzten Haltekraft. Gleichzeitig bewirken die Hubzylinder eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den freien Enden des Rohrstücks und den vorbestimmten Anschlüssen. Durch die Hubzylinder wird vorteilhafterweise zum einen die Hubbewegung des Rohrstückes erzeugt und zum anderen übernehmen die Hubzylinder durch ihre eigens geführten Kolbenstangen die Führung und das Halten des Rohrstückes.

Weiterhin ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, daß ausgewählte Anschlüsse zu wenigstens einer Gruppe von Anschlüssen zusammengefaßt sind, und daß jeder Gruppe von Anschlüssen wenigstens eine Rohrstückaufnahme zugeordnet ist. Die ausgewählten Anschlüsse sind innerhalb einer Gruppe bevorzugt in einer Reihe hintereinander angeordnet und ermöglichen dadurch eine einfache Ausrichtung der zugeordneten Rohrstückaufnahme mit dem aufgenommenen Rohrstück bezüglich der Anschlüsse der jeweiligen Rohrleitungen. Gleichzeitig kann in Kombination mit der verwendeten Gleitführung die den Anschlüssen einer jeweiligen Rohrleitung zugeordnete Rohrstückaufnahme optimal entlang der Reihe der Anschlüsse bewegt werden.

Jede Gruppe von Anschlüssen und die jeweils zugeordnete Rohrstückaufnahme haben eine Längsachse gemeinsam, wobei mehrere Längsachsen zueinander benachbarter Gruppen von Anschlüssen radial zu einem mehreren Längsachsen gemeinsamen Mittenbereich ausgerichtet sind. Die in einer Reihe angeordneten Anschlüsse jeder Gruppe sind, insbesondere um einen ein gemeinsames Zentrum ausbildenden Anschluß, sternförmig ausgerichtet. Der das Zentrum der Anordnung bildende Anschluß kann z. B. als Sammelleitung für ein Ausgangs- bzw. Endprodukt eines Verfahrens verwendet werden. Das hat den Vorteil, daß das Zu- bzw. Abführen eines Ausgangs- bzw. Endproduktes lediglich über einen Anschluß erfolgt. Durch die sternförmige Anordnung der Gruppen von Anschlüssen ist es möglich, eine Kombination der vorhandenen Geradführung mit einer Drehführung vorzusehen, durch welche die Anzahl der eingesetzten Rohrstückaufnahmen mit dem jeweils aufgenommenen Rohrstück reduziert ist. Die Anzahl der verwendeten Rohrstückaufnahmen kann je nach Dimensionierung der eingesetzten Vorrichtung auf wenigstens zwei Rohrstückaufnahmen begrenzt werden. Dies ergibt ein redundantes System, wobei im Falle, daß zwei Umleitvorgänge gleichzeitig durchgeführt werden müssen, eine Absicherung durch eine zweite Rohrstückaufnahme gegeben ist.

Sollte für die Aufstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nur ein beschränktes Platzangebot vorhanden sein, kann in Betracht gezogen werden, die jeweiligen Gruppen der in einer Längsachse ausgerichteten Anschlüsse auch parallel nebeneinander auf dem Halteorgan anzuordnen.

Damit eine lecksichere, ein Medium leitende Verbindung erreicht wird, weist jeder Anschluß der Rohrleitungen ein mit den Enden des jeweiligen Rohrstückes in abdichtende Wirkverbindung bringbares Dichtelement auf. Jedes Dichtelement kann eine kreisringförmige Flachdichtung sein, deren Innendurchmesser gleich dem Innendurchmesser jedes Anschlusses ist und am Stutzen jedes Anschlusses einer jeweiligen Rohrleitung angeordnet ist. Dabei ist das Dichtelement aus einem weichelastische Eigenschaften aufweisenden Werkstoff hergestellt. Durch das entsprechend geformte Gegenstück an den freien Enden des Rohrstückes wird, neben der kraftschlüssigen Verbindung beim Aufsetzen des Rohrstückes auf die Anschlüsse einer jeweiligen Rohrleitung, ein Formschluß zwischen dem Dichtelement und dem Gegenstück der freien Enden des Rohrstückes erreicht. Somit ist in vorteilhafter Weise eine optimale Abdichtung zwischen den Enden jedes Rohrstückes und den Anschlüssen einer jeweiligen Rohrleitung gewährleistet.

Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß jedes Ende eines Rohrstückes wenigstens einen Sensor zur Detektion seiner Ausrichtung für eine deckungsgleiche, ein Medium leitende Verbindung mit dem zugeordneten Anschluß einer jeweiligen Rohrleitung aufweist. Dazu kann an jedem Anschluß der Rohrleitungen wenigstens ein vorstehender Nocken angeordnet sein, der jeweils in eine Bohrung an den freien Enden des Rohrstückes eingreift. Der Sensor tritt jedoch erst in Funktion, nachdem das Rohrstück vollends auf dem Anschluß einer jeweiligen Rohrleitung aufgesetzt wurde und ein ausreichender Druck mit Hilfe der Hubzylinder auf die Verbindung ausgeübt wird. Der Einsatz eines Sensors zur Detektion für eine deckungsgleiche, ein Medium leitende Verbindung hat den Vorteil, daß in den Rohrleitungen angeordnete Absperrorgane erst betätigt werden, wenn der Sensor ein Signal zur Freigabe und zum Umleiten eines vorzugsweise flüssigen Mediums gibt. Dadurch kann das unbeabsichtigte Austreten des Mediums aus der Verbindung zwischen den Anschlüssen und dem aufgesetzten Rohrstück verhindert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt.

Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Rohrstückaufnahmen und daran angeordneten Rohrstücken.

Mit 1 ist ein Halteorgan bezeichnet, welches als plattenförmiges Bauteil ausgebildet ist. An dem Halteorgan 1 sind Anschlüsse 2 mit einer vorbestimmten Anordnung und einem definierten Abstand zueinander mit ihren jeweiligen Rohrleitungen 3 angeordnet. In vorbestimmten Bereichen des Halteorgans 1 sind parallel zu den auf einer Längsachse ausgerichteten Anschlüssen 2 jeweils zwei Führungsschienen 4 angeordnet. Diese bilden zusammen mit den Fußteilen 5 jeder Rohrstückaufnahme 6 Führungen 7 aus, über die eine translatorische Bewegung der Rohrstückaufnahmen 6 möglich ist. Damit eine zwangsgeführte Bewegung jeder Rohrstückaufnahme 6 erfolgt, ist jeweils eine Kolbenstange 8 eines Schiebezylinders 9 an einem nicht weiter dargestellten Übertragungselement der Rohrstückaufnahme 6 angelenkt. Dabei stützt sich der Schiebezylinder 9 über einen Bolzen 10 an einem nicht dargestellten Ständer ab, der wiederum über in die Bohrungen 11 setzbare Bolzen mit dem Halteorgan 1 verbunden werden kann. Damit zwischen jeweils vorbestimmten Anschlüssen 2 einer jeweiligen Rohrleitung 3 eine vorzugsweise flüssigkeitsleitende Verbindung geschaffen ist, weist jede Rohrstückaufnahme 6 ein Rohrstück 12 auf, welches bevorzugt als Umlenkbogen ausgebildet ist. Jedes Rohrstück 12 besitzt zwei parallel zueinander ausgerichtete freie Enden 13, die mit Hilfe von Hubzylindern 14 auf die jeweiligen Anschlüsse 2 der Rohrleitungen 3 aufgesetzt werden können. Dazu weist jede Rohrstückaufnahme 6 wenigstens vier Hubzylinder 14 auf, die an der Rohrstückaufnahme 6 angeordnet bzw. abgestützt sind und jeweils an einem Flansch 15 des Rohrstückes 12 angreifen. Dabei führen die Hubzylinder 16 neben der Hubbewegung auch die Führung des Rohrstückes 14 aus. Um eine lecksicher abgedichtete, ein Medium leitende Verbindung zwischen den Flanschen 15 und den Anschlüssen 2 zu erzeugen, weist jeder Anschluß 2 ein mit dem Innendurchmesser des Anschlusses 2 abschließendes Dichtelement 16 auf. Der Werkstoff des Dichtelementes 16 ist insbesondere ein weichelastische Eigenschaften aufweisender Gummiwerkstoff, der, neben der durch die Hubzylinder 14 bewirkten kraftschlüssigen Verbindung, durch die vorteilhafte Ausgestaltung der freien Enden 13 des Rohrstückes 12 auch eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Dichtelement 16 und den freien Enden 13 des Rohrstückes 12 ermöglicht.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Umleiten oder Verteilen von Medien, vorzugsweise flüssigen Medien, in die Rohrleitungen eines Rohrleitungssystems, mit wenigstens einem Anschluß an einem der Enden einer jeweiligen Rohrleitung des Rohrleitungssystems, wobei die Enden der Rohrleitungen mit den Anschlüssen an einem Halteorgan angeordnet sind, und mit zumindest einem Rohrstück, dessen freie Enden mit jeweils einem ausgewählten Anschluß einer jeweils vorbestimmten Rohrleitung in eine ein Medium leitende Verbindung bringbar sind, gekennzeichnet durch, wenigstens eine Rohrstückaufnahme (6), in der das jeweils zugeordnete Rohrstück (12) so aufgenommen ist, daß seine freien Enden (13) in einer mit den Anschlüssen (2) der jeweiligen Rohrleitung (3) deckungsgleichen Ausrichtung angeordnet sind und durch mindestens ein Antriebsmittel für eine zwangsgeführte Bewegung der Rohrstückaufnahme (6).
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Rohrstückaufnahme (6) wenigstens eine Führung (7) aufweist, wobei Teile jeder Führung (7) in vorbestimmten Bereichen des Halteorgans (1) angeordnet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Führung eine Geradführung mit Bett und Schlitten ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Antriebsmittel ein Arbeitszylinder ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein erster Arbeitszylinder ein in einer parallel zur Ebene des Halteorgans (1) ausgerichteten Arbeitsrichtung wirkender Schiebezylinder (9) ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein zweiter Arbeitszylinder ein etwa quer zur Ebene des Halteorgans (1) wirkender Hubzylinder (14) zum Heben und Senken des Rohrstückes (12) ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ausgewählte Anschlüsse zu wenigstens einer Gruppe von Anschlüssen zusammengefaßt sind, und daß jeder Gruppe von Anschlüssen wenigstens eine Rohrstückaufnahme (6) zugeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Gruppe von Anschlüssen und die jeweils zugeordnete Rohrstückaufnahme (6) eine Längsachse gemeinsam haben, wobei mehrere Längsachsen zueinander benachbarter Gruppen von Anschlüssen radial zu einem mehreren Längsachsen gemeinsamen Mittenbereich ausgerichtet sind.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Anschluß (2) der Rohrleitungen (3) ein mit den freien Enden (13) des jeweiligen Rohrstückes (12) in abdichtende Wirkverbindung bringbares Dichtelement (16) aufweist.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Ende (13) eines Rohrstückes (12) wenigstens einen Sensor zur Detektion seiner Ausrichtung für eine deckungsgleiche, ein Medium leitende Verbindung mit dem zugeordneten Anschluß (2) einer jeweiligen Rohrleitung (3) aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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