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Dokumentenidentifikation DE102005014341A1 28.09.2006
Titel Flügel einer Tür oder eines Fensters
Anmelder GEZE GmbH, 71229 Leonberg, DE
Erfinder Neumann, Till, 70794 Filderstadt, DE
DE-Anmeldedatum 24.03.2005
DE-Aktenzeichen 102005014341
Offenlegungstag 28.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.09.2006
IPC-Hauptklasse E06B 3/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 3/66(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E06B 3/663(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird der Flügel einer Tür oder eines Fensters mit zwei voneinander beabstandet parallelliegenden Scheiben beschrieben, die randseitig durch ein zwischen den Scheiben liegendes und beide Scheiben verbindendes, einen Tragrahmen bildendes Tragprofil gehalten sind. Ferner ist ein Abstandshalterprofil zwischen den Scheiben angeordnet. Mindestens ein Beschlag ist zwischen den Scheiben zumindest abschnittsweise verdeckt montierbar, wobei das Tragprofil einen Aufnahmebereich aufweist, in welchem der Beschlag zumindest abschnittsweise anordenbar ist. Angrenzend an den Aufnahmebereich des Tragprofils ist mindestens ein weiterer Aufnahmeraum zur zumindest abschnittsweisen Anordnung des Beschlags zwischen den Scheiben vorhanden. Der weitere Aufnahmeraum ist zwischen dem Aufnahmebereich des Tragprofils und dem Abstandshalterprofil angeordnet, wobei der weitere Aufnahmeraum einteilig mit dem Tragprofil als Aufnahmekammer ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Flügel einer Tür oder eines Fensters nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 196 34 695 C1 ist ein Flügel einer Tür mit zwei voneinander beabstandet parallelliegenden Scheiben bekannt, die randseitig durch ein weitgehend zwischen den Scheiben liegendes und beide Scheiben verbindendendes Tragprofil gehalten sind. Bei diesem sogenannten Ganzglasflügel bildet das zwischen den Scheiben eingeklebte Tragprofil den Tragrahmen, welcher die Tragkraft für die Scheiben abstützt. Ein zusätzlicher Flügelrahmen ist damit nicht mehr notwendig, und die planen Oberflächen der Glasscheiben kommen optisch vorteilhaft zur Geltung. Ferner ist ein Abstandshalterprofil, beispielsweise bestehend aus einer in sich stabilen Aluminiumfolie, zwischen den Scheiben angeordnet. Ein Beschlag ist zwischen den Scheiben zumindest abschnittsweise verdeckt montierbar, wobei das Tragprofil einen Aufnahmebereich aufweist, in welchem der Beschlag zumindest abschnittsweise anordenbar ist. Angrenzend an den Aufnahmebereich des Tragprofils ist mindestens ein weiterer Aufnahmeraum zur zumindest abschnittsweisen Anordnung des Beschlags zwischen den Scheiben vorhanden.

Der weitere Aufnahmeraum wird dadurch gebildet, dass das Tragprofil abschnittsweise zum Schiebeninneren hin versetzt angeordnet ist. Dies ist in der Montage aufwändig, da das Tragprofil mehrmals unterbrochen und abgewinkelt wieder zusammengesetzt werden muss, und ist aufgrund des abgestuften Verlaufs des Tragprofils optisch nachteilig. Außerdem ist gegebenenfalls ein separates Klebeschutzprofil für in dem weiteren Aufnahmeraum angeordnete Beschläge erforderlich, welches verhindert, dass die Beschläge beim Verkleben des Tragprofils mit Klebstoff in Kontakt kommen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Flügel derart weiterzuentwickeln, dass das Tragprofil eine einfache und sichere Montage von Beschlägen ermöglicht und universell einsetzbar ist.

Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung.

Der weitere Aufnahmeraum ist zwischen dem Aufnahmebereich des Tragprofils und dem Abstandshalterprofil angeordnet, wobei der weitere Aufnahmeraum einteilig mit dem Tragprofil als Aufnahmekammer ausgebildet ist. Hierdurch wird der Montageaufwand erheblich reduziert, da das Tragprofil, auch bei tief in das Scheibeninnere ragenden Beschlägen, einteilig über die gesamte Flügelkante verlaufen kann. Dieser durchgehende Verlauf des Tragprofils ist zudem optisch vorteilhaft. Außerdem erfüllt die mit dem Tragprofil einstückige, zu den Klebestellen abgeschlossene Aufnahmekammer auch die Funktion eines Klebeschutzes.

Der Aufnahmebereich des Tragprofils kann universell an verschiedene Beschlagtypen und/oder Befestigungsarten anpassbar sein, indem im Bereich des Aufnahmebereichs bedarfsweise Öffnungen in die Wandung der Aufnahmekammer einbringbar sind. Für die verschiedensten Anwendungsfälle muss somit nur ein Profiltyp vorgehalten werden, was die Herstellungs- und Lagerhaltungskosten senkt.

Der Aufnahmebereich des Tragprofils kann mehrere Aufnahmekammern aufweisen, wobei der zu montierende Beschlag, abhängig von der Größe und/oder dem Typ des Beschlags, in einer oder mehreren der Aufnahmekammern anordenbar sein kann.

Die in die Wandung der Aufnahmekammer einbringbaren Öffnungen können, abhängig von der Größe und/oder dem Typ des zu montierenden Beschlags, der Aufnahme und/oder der Befestigung des Beschlags im oder am Tragprofil dienen.

Der Beschlag kann mittels mindestens einer Klemmschraubenverbindung, ohne Verwendung weiterer Montageteile, direkt in dem Tragprofil montierbar sein.

Das Tragprofil kann eine Aufnahmeeinrichtung zur Montage einer Dichtungseinrichtung aufweisen, wobei die Dichtungseinrichtung durchgehend, d.h. auch im Bereich eines montierten Beschlags verlaufen kann.

Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung anhand der Figuren näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Flügel mit Schwenkbeschlag in Schrägansicht, dargestellt als Explosionszeichnung;

2 einen oberen horizontalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels in Schnittdarstellung;

3 einen oberen horizontalen, zur Beschlagaufnahme vorbereiteten Profilabschnitt gemäß 2 mit montierten Scheiben;

4 den Profilabschnitt gemäß 3 mit montiertem Schwenkbeschlag;

5 einen unteren horizontalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montiertem Schwenkbeschlag in Schnittdarstellung;

6 einen gegenüber 1 abgewandelten Flügel mit Schwenkbeschlag in Schrägansicht, dargestellt als Explosionszeichnung;

7 einen vertikalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montiertem Schlosskasten in Schnittdarstellung;

8 einen vertikalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montierter Treibstange in Schnittdarstellung;

9 einen vertikalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montiertem Puffer in Schnittdarstellung;

10 einen vertikalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montiertem Beschlag in Längsschnittdarstellung;

11 einen vertikalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montiertem Schließblech in Längsschnittdarstellung;

12 einen vertikalen Profilabschnitt des Tragprofils eines erfindungsgemäßen Flügels mit montiertem Schlosskasten in Längsschnittdarstellung;

1316 den Ablauf des Zusammenfügens der Profilabschnitte, dargestellt als Explosionszeichnung.

1 zeigt einen Flügel 1 mit Schwenkbeschlägen 27, 42 in Schrägansieht. Da die wesentlichen Bauteile des Flügels 1 zwischen den Glasscheiben 2, 3 verdeckt angeordnet sind, wird der Flügel 1 hier als Explosionszeichnung dargestellt.

Der Flügel 1 umfasst ein weitgehend zwischen den Scheiben 2, 3 angeordnetes Tragprofil 4, welches aus einem oberen horizontalen Profilabschnitt 5, vertikalen Profilabschnitten 6, 7 sowie einem unteren horizontalen Profilabschnitt 8 besteht (die Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 sind in dieser Abbildung nur vereinfacht dargestellt, während sie in den nachfolgenden Figuren detailliert anhand von Schnittdarstellungen beschrieben werden).

Am oberen horizontalen Profilabschnitt 5 des Tragprofils 4 ist ein als Zapfenband ausgebildeter Schwenkbeschlag 27 montierbar. Das Zapfenband ist mit einem ortsfest angeordnetem, hier nicht dargestellten Gegenstück koppelbar, so dass hierdurch ein oberes Schwenklager des Flügels gebildet wird. Der Schwenkbeschlag 27 weist einen Befestigungsabschnitt 28 auf, welcher durch eine Aussparung 26 der größeren Scheibe 2 sowie durch eine Aussparung 25 des oberen horizontalen Profilabschnitts 5 in einen Aufnahmebereich 20 des oberen horizontalen Profilabschnitts 5 eingreift. Oberhalb des Aufnahmebereichs 20 befinden sich weitere, als Langlöcher ausgebildete Aussparungen 24 im oberen horizontalen Profilabschnitt 5. Die Aussparungen 24, 25, 26 werden vor dem Zusammenfügen der Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 mit den Scheiben 2, 3 eingebracht.

Zur Festlegung des Schwenkbeschlags 27 im oberen horizontalen Profilabschnitt 5 werden durch die langlochartigen Aussparungen 24 des oberen horizontalen Profilabschnitts 5 Schrauben 30 in Gewindebohrungen 29 des Befestigungsabschnitts 28 des Schwenkbeschlags 27 eingedreht. Der Befestigungsabschnitt 28 des Schwenkbeschlags 27 wird somit mit dem oberen horizontalen Profilabschnitt 5 des Tragprofils 4 verspannt. Durch die langlochartige Ausbildung der Aussparungen 24 ist der Schwenkbeschlag 27 entlang der Längsachse des oberen horizontalen Profilabschnitts 5 justierbar. Eine Schnittdarstellung dieser Festlegung des Schwenkbeschlags 27 ist in der 4 detailliert dargestellt.

Am unteren horizontalen Profilabschnitt 8 des Tragprofils 4 ist ein als sogenannte Türschiene ausgebildeter Schwenkbeschlag 42 montierbar. Die Türschiene ist an die Schließerwelle eines hier nicht dargestellten Bodentürschließers, welcher zugleich das untere Schwenklager des Flügels 1 bildet, ankoppelbar und leitet mit ihrem länglichen Befestigungsabschnitt 43 dessen Drehmoment in den Flügel 1. Anstelle des Bodentürschließers kann auch ein ortsfestes Bodenschwenklager verwendet werden. Die Scheibe 2 sowie der untere horizontale Profilabschnitt 8 weisen jeweils eine Aussparung 50, 49 auf, durch welche hindurch der Befestigungsabschnitt 43 des Schwenkbeschlags 42 in einen Aufnahmebereich 78 des unteren horizontalen Profilabschnitts 8 eingreift. Oberhalb des Aufnahmebereichs 78 befinden sich weitere, als Langlöcher ausgebildete, hier nicht sichtbare Aussparungen im unteren horizontalen Profilabschnitt 8. Die Aussparungen 49, 50 werden vor dem Zusammenfügen der Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 mit den Scheiben 2, 3 eingebracht. Zur Festlegung des Schwenkbeschlags 42 im unteren horizontalen Profilabschnitt 5 wird durch eine stirnseitige Aussparung 51 des angrenzenden vertikalen Profilabschnitts 7, welche in einen weiteren, oberhalb des Aufnahmebereichs 78 für den Befestigungsabschnitt 43 des Schwenkbeschlags 42 angeordneten, hier nicht sichtbaren Aufnahmebereich einmündet, ein Klemmstück 45 eingeschoben. Das Klemmstück weist mehrere Gewindebohrungen 46 auf, in welche Schrauben 47, welche die Bohrungen 44 des Befestigungsabschnitts 43 des Schwenkbeschlags 42 sowie die oberhalb des Befestigungsbereichs für den Befestigungsabschnitt 43 des Schwenkbeschlags 42 befindlichen Langlöcher durchgreifen, eingedreht werden. Der Befestigungsabschnitt 43 des Schwenkbeschlags 42 wird somit mit dem unteren horizontalen Profilabschnitt 8 des Tragprofils 4 verspannt. Durch die Langlöcher ist der Schwenkbeschlag 42 entlang der Längsachse des unteren horizontalen Profilabschnitts 8 justierbar. Eine Schnittdarstellung dieser Festlegung des Schwenkbeschlags 42 ist in der 5 detailliert dargestellt.

In 2 ist der obere horizontale Profilabschnitt 5 des Tragprofils 4 im Ursprungszustand, d.h. vor dem Verkleben mit den Scheiben sowie vor dem Einbringen der Aussparungen dargestellt. Der Profilabschnitt 5 weist seitlich ebene Verbindungsbereiche 9, 10 auf, an welchen die Scheiben 2, 3 festlegbar sind, beispielsweise durch Verklebung.

Angrenzend an die Verbindungsbereiche 9, 10 weist der Profilabschnitt 5 randseitig jeweils Fortsätze 11, 12 auf, welche die Ränder der Scheiben weitgehend umgreifen. Die Fortsätze 11, 12 haben keine tragende Funktion, sondern dienen lediglich als Kantenschutz für die Ränder der Scheiben.

Ebenfalls randseitig sind an dem Profilabschnitt 5 zwei Stege 13, 14 angeformt, welche an ihren Enden jeweils Vorsprünge 15, 16 aufweisen.

Zwischen dem als Kantenschutz dienenden Fortsatz 11 und dem linken Steg 13 wird ein Aufnahmebereich 17 gebildet, welcher durch den Vorsprung 15 des Stegs 13 als hinterschnittene Nut geformt ist und beispielsweise zur Aufnahme einer hier nicht dargestellten Dichtungsleiste dienen kann, welche in der hinterschnittenen Nut verrastbar ist.

Zwischen den Stegen 13, 14 befindet sich ein weiterer, durch die Vorsprünge 15, 16 der Stege 13, 14 als hinterschnittene Nut geformter Aufnahmebereich 18, in welchen beispielsweise eine hier nicht dargestellte Abdeckleiste verrastbar ist.

Der Profilabschnitt 5 weist außerdem drei als geschlossene Profilkammern ausgebildete Aufnahmebereiche 19, 20, 21 auf, welche durch Zwischenböden 61, 62, 63 voneinander abgetrennt sind.

In 3 ist der vorangehend beschriebene Profilabschnitt 5 nach dem Einbringen der zur Montage des Schwenkbeschlags gemäß 1 notwendigen Aussparungen 23, 24, 25 sowie nach dem Verkleben mit den Scheiben 2, 3 dargestellt. Unterhalb des Profilabschnitts 5 ist in dem Zwischenraum zwischen den Scheiben 2, 3 ein Abstandshalter 22 angeordnet, welcher ein Lufttrocknungsmittel enthalten kann. Der zwischen dem Profilabschnitt 5 und dem Abstandshalter 22 befindliche Raum ist durch die Masse einer Verklebung 81 ausgefüllt.

Die seitliche Aussparung 25, welche mit der Aussparung 26 der Scheibe 2 weitgehend deckungsgleich ist und dem Durchgriff des Befestigungsbereichs des zu montierenden Schwenkbeschlags dient, weist gegenüber dem Querschnitt des Befestigungsbereichs des Schwenkbeschlags ein Übermaß auf, welches eine Justierbewegung zumindest entlang der Längsachse des Profilabschnitts 5 erlaubt. Oberhalb des Aufnahmebereichs 20, in welchen der Befestigungsbereich des Schwenkbeschlags eingreift, sind mehrere langlochartige Aussparungen 24 entlang der Längsachse des Profilabschnitts 5 in den Zwischenboden 62 des Profilabschnitts 5 eingebracht. Zum Durchgriff und zur Betätigung der Schrauben ist in den darüberliegenden Zwischenboden 61 des Profilabschnitts 5 mindestens eine Aussparung 23 eingebracht, deren Querschnitt den Durchgriff und die Betätigung der Schrauben in jeder möglichen Justierposition erlaubt. Die Aussparung 23 kann sich über alle darunterliegenden Aussparungen 24 gemeinsam erstrecken, oder jeder langlochartigen Aussparung 24 kann eine ebenfalls langlochartige separate Aussparung 23 zugeordnet sein.

Die 4 zeigt den vorangehend beschriebenen Profilabschnitt 5 nach der Montage des Schwenkbeschlags gemäß 1. Der Befestigungsabschnitt 28 des Schwenkbeschlags 27 greift, die Aussparung 26 der Scheibe 2 sowie die seitliche Aussparung 25 des Profilabschnitts 5 durchgreifend, in den Aufnahmebereich 20 des Profilabschnitts 5 ein. Durch die übereinanderliegenden, oberen Aussparungen 23, 24 hindurch ist eine Schraube 30 in die Gewindebohrung 29 des Befestigungsabschnitts 28 des Schwenkbeschlags 27 eingedreht. Die Breite der langlochartigen Aussparung 24 entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des Schraubenschafts der Schraube 30, während die Länge der langlochartigen Aussparung 24 den Justierbereich des Schwenkbeschlags 27 entlang der Längsachse des Profilabschnitts 5, also senkrecht zur Zeichnungsebene bestimmt. Der Schraubenkopf der Schraube 30 ist durch die darüberliegende Aussparung 23 hindurch, deren Breite größer ist als der Durchmesser des Schraubenkopfs der Schraube 30, betätigbar.

Bei angezogener Schraube 30 wird also der Zwischenboden 62 des Profilabschnitts 5 zwischen dem Schraubenkopf der Schraube 30 und dem Befestigungsabschnitt 28 des Schwenkbeschlags 27 kraftschlüssig verklemmt. Die Krafteinleitung in die Scheiben 2, 3 des Flügels erfolgt also nicht direkt, sondern über das Tragprofil 4.

Der untere Aufnahmebereich 21 des Profilabschnitts 5 wird bei dieser Festlegung des Schwenkbeschlags 27 nicht genutzt.

In 5 ist die Festlegung des unteren Schwenkbeschlags 42 im unteren horizontalen Profilabschnitt 8 des Tragprofils 4 detailliert dargestellt. Dieser Profilabschnitt 8 ist gegenüber dem vorangehend beschriebenen oberen horizontalen Profilabschnitt abweichend ausgebildet: Die beiden Scheiben 2, 3 schließen an ihrem unteren Rand bündig miteinander ab, während sie an ihren anderen Rändern einen Falz bilden. Der Profilabschnitt 8 weist randseitig vier Stege 31, 32, 33, 34 mit jeweils einem Vorsprung 35, 36, 37, 38 auf, wobei die äußeren Stege 31, 34 abgewinkelt sind und die Ränder der Scheiben 2, 3 als Kantenschutz weitgehend umgreifen. Die inneren Stege 32, 33 bilden mit den äußeren Stegen jeweils einen Aufnahmebereich 39, 40, welcher durch die Vorsprünge 35, 36, 37, 38 als hinterschnittene Nut ausgebildet ist und beispielsweise zur Aufnahme von hier nicht dargestellten Bodendichtungsleisten dienen kann, welche in der hinterschnittenen Nut verrastbar sind.

Der Profilabschnitt 8 weist außerdem zwischen den Scheiben 2, 3 zwei Aufnahmebereiche 41, 78 auf, wobei der untere Aufnahmebereich 78 als randseitig offene Nut und der obere Aufnahmebereich 41 als geschlossene Kammer ausgebildet ist.

Zum seitlich gerichteten Einschieben des Befestigungsabschnitts 43 des unteren Schwenkbeschlags 42 in den unteren horizontalen Profilabschnitt 8 weisen die Glasscheibe 2 und der Profilabschnitt 8 weitgehend deckungsgleiche Aussparungen 50, 49 auf, welche gegenüber dem Quersehnitt des Befestigungsbereichs 43 des Schwenkbeschlags 42 ein eine Justierbewegung zumindest entlang der Längsachse des Profilabschnitts 8 erlaubendes Übermaß aufweisen.

In dem Zwischenboden 79 zwischen den mittigen Aufnahmebereichen 41, 78 des Profilabschnitts 8 sind mehrere langlochartige Aussparungen 48 eingebracht. Diese werden von Schrauben 47 durchgriffen, welche, jeweils Bohrungen im Befestigungsabschnitt 43 des unteren Schwenkbeschlags 42 durchgreifend, in Gewindebohrungen eines Klemmstücks 45 einschraubbar sind, welches in den oberen Aufnahmebereich 41 des Profilabschnitts 8 eingeschoben wird. Die Breite der langlochartigen Aussparung 48 entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des Schraubenschafts der Schraube 47, während die Länge der langlochartigen Aussparung 48 den Justierbereich des Schwenkbeschlags 42 entlang der Längsachse des Profilabschnitts 8, also senkrecht zur Zeichnungsebene bestimmt.

Bei angezogener Schraube 47 wird also der Zwischenboden 79 des Profilabschnitts 8 zwischen dem Befestigungsabschnitt 43 des unteren Schwenkbeschlags 42 und dem Befestigungsabschnitt 43 des Schwenkbeschlags 42 kraftschlüssig verklemmt. Die Krafteinleitung in die Scheiben 2, 3 des Flügels erfolgt also nicht direkt, sondern über das Tragprofil 4.

Das in 6 als Explosionszeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel unterschiedet sich von dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel insofern, als dass die Festlegung des unteren Schwenkbeschlags 42 im unteren horizontalen Profilabschnitt 8 des Tragprofils 4 analog zu der Befestigung des oberen Schwenkbeschlags 27 erfolgt, d.h. ohne zusätzliches Klemmstück, indem der Befestigungsabschnitt 43 des unteren Schwenkbeschlags 42 Gewindebohrungen 53 aufweist, in welche die Schrauben, langlochartige Aussparungen 52 im unteren horizontalen Profilabschnitt 8 durchgreifend, direkt einschraubbar sind. Durch die langlochartigen Aussparungen 52 wird eine Justierbarkeit des unteren Schwenkbeschlags 42 entlang der Längsachse des Profilabschnitts 8 ermöglicht.

In den 7 bis 13 werden die Befestigungen weiterer Beschläge in den vertikalen Profilabschnitten 6, 7 des Tragprofils 4 dargestellt.

Die Schnittdarstellungen der 7 bis 9 zeigen, dass die vertikalen Profilabschnitte 6, 7 im Querschnitt dem in den 2 bis 4 bereits beschriebenen oberen horizontalen Profilabschnitt 5 entsprechen können. Dies bedeutet konkret, dass für die vertikalen Profilabschnitte 6, 7 und den oberen horizontalen Profilabschnitt 5 dasselbe Grundprofil verwendbar ist, welches für die Montage der Beschläge bedarfsweise individuell anpassbar ist, indem vor dem Verkleben der Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 mit den Scheiben 2, 3 die entsprechenden Aussparungen in die Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 und die Scheiben 2, 3 eingebracht werden, beispielsweise durch Bohren oder Fräsen. Alternativ oder zusätzlich können die Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 bereits bei ihrer Herstellung mit Aussparungen, beispielsweise in einem vordefinierten Raster angeordnet, versehen werden, welche zur Montage der Beschläge verwendbar sind. Nicht benötigte Aussparungen, insbesondere in den stirnseitigen Randbereichen der Profilabschnitte 5, 6, 7, 8, können durch Abdeckprofile verschlossen werden. Alternativ oder zusätzlich können die Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 Sollbruchstellen zur bedarfsweisen Öffnung der Aussparungen aufweisen.

7 zeigt die zwischen den Scheiben 2, 3 weitgehend verdeckte Anordnung eines Schlosskastens 57. Der Schlosskasten 57 erstreckt sich über alle mittigen Aufnahmebereiche 18, 19, 20, 21 des vertikalen Profilabschnitts 6, wozu in die zwischen den Aufnahmebereichen 18, 19, 20, 21 befindlichen Zwischenböden 61, 62, 63 Aussparungen 54, 55, 56 eingebracht sind, deren Querschnitt ein Einschieben und gegebenenfalls eine Justierung des Schlosskastens 57 erlaubt. Hier nicht dargestellt sind die Anschlüsse von Rosetten und Schließzylindern an den Schlosskasten 57. Für diese werden in den Profilabschnitt 6 sowie in die Scheiben einander weitgehend deckungsgleiche Aussparungen eingebracht, wobei auch diese gegenüber dem Querschnitt der Rosetten und Schließzylinder Übermaß aufweisen können, welches deren Justierung ermöglicht.

In der 8 ist die Aufnahme einer Treibstange 58 in dem inneren Aufnahmebereich 21 des vertikalen Profilabschnitts 6 dargestellt. Diese kann durch nicht dargestellte, in den inneren Aufnahmebereich 21 einmündende Ausnehmungen in den an den vertikalen Profilabschnitts 6 angrenzenden horizontalen Profilabschnitten in den Aufnahmebereich 21 eingeschoben werden. Die Treibstange 58 kann im Bereich dieser in den inneren Aufnahmebereich 21 einmündenden Ausnehmungen im Sinne einer Verriegelung des Flügels aus diesem austreten (nicht dargestellt). Alternativ oder zusätzlich können Riegel an der Treibstange befestigt sein (nicht dargestellt), welche, die äußeren Aufnahmebereiche 19, 20 durchgreifend, an der vertikalen Stirnseite aus dem Flügel austreten. Hierzu werden in den Zwischenböden 61, 62, 63 zwischen den Aufnahmebereichen 19, 20, 21 Aussparungen eingebracht, deren Querschnitt vom Querschnitt und Bewegungsweg des Riegels abhängig ist. Die Treibstange 58 kann an den in 7 gezeigten Schlosskasten anschließbar sein (nicht dargestellt).

Die in den beiden vorangehenden 7 und 8 dargestellte Anordnung der Beschläge innerhalb von geschlossenen Ausnehmebereichen 19, 20, 21 des Profilabschnitts 6 bedeutet außerdem, dass auf zusätzliche Profile, welche die Beschlagteile beispielsweise als Klebeschutz umgeben, verzichtet werden kann.

9 zeigt die Anordnung eines Puffers 60 in einem Randbereich des Flügels. Die dem Puffer 60 zugewandte Scheibe 2 weist in dem Bereich, in welchem der Puffer 60 angeordnet wird, eine dem Querschnitt des Puffers 60 entsprechende Aussparung 59 auf. Der Puffer wird in diese Aussparung 59 eingesetzt und an dem Profilabschnitt 6 befestigt, beispielsweise durch eine Klebeverbindung.

In den 10 bis 12 wird die Befestigung eines Beschlags im vertikalen Profilabschnitt 6 dargestellt. Ein Befestigungsabschnitt 70 des Beschlags wird in dem nach außen offenen Aufnahmebereich 18 des vertikalen Profilabschnitts 6 angeordnet, wobei der Befestigungsabschnitt 70 auf dem den Aufnahmebereich 18 begrenzenden Zwischenboden 61 aufliegt.

Zum Durchgriff von Schrauben 75, 76 weist der Befestigungsabschnitt 70 in seinen stirnseitigen Randbereichen Bohrungen 71, 72 auf, welche als Senkbohrungen ausgebildet sein können, so dass der Schraubenkopf bei angezogener Schraube 75, 76 nicht über die Oberfläche des Befestigungsabschnitts 70 herausragt.

Unterhalb der Bohrungen 71, 72 des Befestigungsabschnitts 70 weist der Zwischenboden 61 des vertikalen Profilabschnitts 6 Aussparungen 66, 68 auf, welche langlochartig ausgebildet sein können, um eine Justierbarkeit des Befestigungsabschnitts 70 zu ermöglichen.

Im Bereich zwischen den Aussparungen kann der Zwischenboden 61 des vertikalen Profilabschnitts 6 eine Aussparung 64 zum Durchgriff von Beschlagteilen aufweisen.

Deckungsgleich mit den Aussparungen 66, 68 des oberen Zwischenbodens 61 des vertikalen Profilabschnitts 6 weist auch der darunterliegende Zwischenboden 62 des vertikalen Profilabschnitts 6 Aussparungen 67, 69 auf.

Angrenzend an diese Aussparungen ist in diesem Zwischenboden 62 des vertikalen Profilabschnitts 6 mindestens eine weitere Aussparung 65 vorhanden. Diese Aussparung 65 dient zum Einsetzen von Klemmmuttern 73, 74 über die Aussparungen 67, 69 und kann außerdem bei Bedarf auch den Durchgriff von Beschlagteilen ermöglichen.

Zur Festlegung des Befestigungsabschnitts 70 des Beschlags am vertikalen Profilabschnitt 6 werden Klemmmuttern 73, 74 über die Aussparungen 67, 69 des Zwischenbodens 62 des vertikalen Profilabschnitts 6 geschoben. Die Schrauben 75, 76 werden, die Bohrungen 71, 72 des Befestigungsabschnitts 70 sowie die Aussparungen 66, 67, 68, 69 durchgreifend, in die Klemmmuttern 73, 74 eingeschraubt. Nach der Justierung des Befestigungsabschnitts 70 entlang der langlochartigen Aussparungen 66, 67, 68, 69 werden die Schrauben 75, 76 angezogen und hierdurch der Befestigungsabschnitt 70 mit dem Profilabschnitt 6 kraftschlüssig verspannt.

11 zeigt als konkretes Einbaubeispiel die Befestigung eines Schließblechs 77 im vertikalen Profilabschnitt 6, wobei das Schließblech 77 sich, durch die Aussparungen 64, 65 hindurch, in den oberen Aufnahmebereichen 18, 19, 20 des vertikalen Profilabschnitts 6 erstreckt.

In 12 ist der Einbau eines Schlosskastens 57 im vertikalen Profilabschnitt 6 dargestellt, wobei der Schlosskasten 57 sich, durch die Aussparungen 64, 65, 80 hindurch, in den allen Aufnahmebereichen 18, 19, 20, 21 des vertikalen Profilabschnitts 6 erstreckt.

Die 13 bis 16 zeigen schematisch das Herstellungsverfahren eines erfindungsgemäßen Flügels. Die vier Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 werden in ihre Montageposition gebracht (Pfeile in 13). Die als Eckwinkel ausgebildeten Fixierelemente 82 werden mit den Profilabschnitten 5, 6, 7, 8 in Anlage gebracht (Pfeile in 13). Es wird die in 14 dargestellte Montageposition erreicht. Die Fixierelemente 82 werden mittels einer Spanneinrichtung 83 in dieser Position gehalten. (15). Jetzt werden die Scheiben 2, 3 aufgeklebt. Nach Aushärten des Klebers wird zuerst die Spanneinrichtung 83 und dann die Fixierelemente 82 entfernt (Pfeile in 16), wonach die Profilabschnitte 5, 6, 7, 8 allein durch die Scheiben 2, 3 aneinander gehalten werden.

1Flügel 2Scheibe 3Scheibe 4Tragprofil 5Profilabschnitt 6Profilabschnitt 7Profilabschnitt 8Profilabschnitt 9Verbindungsbereich 10Verbindungsbereich 11Fortsatz 12Fortsatz 13Steg 14Steg 15Vorsprung 16Vorsprung 17Aufnahmebereich 18Aufnahmebereich 19Aufnahmebereich 20Aufnahmebereich 21Aufnahmebereich 22Abstandshalter 23Aussparung 24Aussparung 25Aussparung 26Aussparung 27Schwenkbeschlag 28Befestigungsabschnitt 29Gewindebohrung 30Schraube 31Steg 32Steg 33Steg 34Steg 35Vorsprung 36Vorsprung 37Vorsprung 38Vorsprung 39Aufnahmebereich 40Aufnahmebereich 41Aufnahmebereich 42Schwenkbeschlag 43Befestigungsabschnitt 44Bohrung 45Klemmstück 46Gewindebohrung 47Schraube 48Aussparung 49Aussparung 50Aussparung 51Aussparung 52Aussparung 53Gewindebohrung 54Aussparung 55Aussparung 56Aussparung 57Schlosskasten 58Treibstange 59Aussparung 60Puffer 61Zwischenboden 62Zwischenboden 63Zwischenboden 64Aussparung 65Aussparung 66Aussparung 67Aussparung 68Aussparung 69Aussparung 70Befestigungsabschnitt 71Bohrung 72Bohrung 73Klemmmutter 74Klemmmutter 75Schraube 76Schraube 77Schließblech 78Aufnahmebereich 79Zwischenboden 80Aussparung 81Verklebung

Anspruch[de]
  1. Flügel einer Tür oder eines Fensters,

    mit zwei voneinander beabstandet parallelliegenden Scheiben, die randseitig durch ein zwischen den Scheiben liegendes und beide Scheiben verbindendendes, einen Tragrahmen bildendes Tragprofil gehalten sind, und

    mit einem Abstandshalterprofil, welches zwischen den Scheiben angeordnet ist,

    wobei mindestens ein Beschlag zwischen den Scheiben zumindest abschnittsweise verdeckt montierbar ist,

    wobei das Tragprofil einen Aufnahmebereich aufweist, in welchem der Beschlag zumindest abschnittsweise anordenbar ist, und

    wobei angrenzend an den Aufnahmebereich des Tragprofils mindestens ein weiterer Aufnahmeraum zur zumindest abschnittsweisen Anordnung des Beschlags zwischen den Scheiben vorhanden ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der weitere Aufnahmeraum zwischen dem Aufnahmebereich des Tragprofils und dem Abstandshalterprofil angeordnet ist,

    wobei der weitere Aufnahmeraum einteilig mit dem Tragprofil als Aufnahmekammer ausgebildet ist.
  2. Flügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich des Tragprofils universell an verschiedene Beschlagtypen und/oder Befestigungsarten anpassbar ist, indem im Bereich des Aufnahmebereichs bedarfsweise Öffnungen in die Wandung der Aufnahmekammer einbringbar sind.
  3. Flügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich des Tragprofils mehrere Aufnahmekammern aufweist.
  4. Flügel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zu montierende Beschlag, abhängig von der Größe und/oder dem Typ des Beschlags, in einer oder mehreren der Aufnahmekammern anordenbar ist.
  5. Flügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Wandung der Aufnahmekammer einbringbaren Öffnungen, abhängig von der Größe und/oder dem Typ des zu montierenden Beschlags, der Aufnahme und/oder der Befestigung des Beschlags im oder am Tragprofil dienen.
  6. Flügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschlag mittels mindestens einer Klemmschraubenverbindung ohne Verwendung weiterer Montageteile direkt in dem Tragprofil montierbar ist.
  7. Flügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, angrenzend an das Tragprofil, ein Verklebungsbereich mit Klebmaterial zwischen den Scheiben vorhanden ist, wobei das Tragprofil den Beschlag gegen das Klebmaterial abschirmt.
  8. Flügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragprofil eine Aufnahmeeinrichtung zur Montage einer Dichtungseinrichtung aufweist.
  9. Flügel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungseinrichtung durchgehend, d.h. auch im Bereich eines montierten Beschlags verläuft.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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