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Dokumentenidentifikation DE202006008797U1 28.09.2006
Titel Identifikationsmittel insbesondere zur Verwendung bei der Wiederfindung eines vermissten Kindes
Anmelder Molitor, Ingo, 35644 Hohenahr, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Böck - Tappe - Kirschner, 35390 Gießen
DE-Aktenzeichen 202006008797
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.09.2006
Registration date 24.08.2006
Application date from patent application 01.06.2006
IPC-Hauptklasse B42D 15/10(2006.01)A, F, I, 20060601, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Identifikationsmittel insbesondere zur Verwendung bei der Wiederfindung eines vermissten Kindes.

Für die Suche nach einem vermissten Kind ist es äußerst wichtig, dass die Polizei möglichst rasch Informationen über das Kind erhält, die es erlauben, eine Beschreibung des Kindes an weitere Polizeidienststellen und Grenzdienststellen zu verteilen.

Da die Aufsichtspersonen beim Feststellen des Verschwinden eines Kindes jedoch häufig in einen Zustand der Aufregung, der Verzweiflung oder des Schocks geraten, sind sie oft nicht in der Lage sind, der Polizei die relevanten Informationen mitzuteilen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin ein Identifikationsmittel bereit zu stellen, mit dem die vorstehend beschriebene Schwierigkeit beseitigt wird.

Diese Aufgabe wird durch das Identifikationsmittel nach Anspruch 1 und durch den Kartensatz nach Anspruch 11 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen definiert.

Das Identifikationsmittel zur Verwendung bei der Wiederfindung eines vermissten Kindes ist in der Art einer Karte ausgebildet, wobei die Karte personenspezifische Informationen trägt, die den Namen und körperliche Merkmale des Kindes umfassen. Grundsätzlich können auf der Karte alle nur denkbaren, geeigneten körperlichen Merkmale angegeben werden. Insbesondere kommen die Größe des Kindes, das Gewicht, die Augenfarbe, die Haarfarbe, unveränderliche Merkmale usw. in Frage.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform umfassen die personenspezifischen Informationen eine Abbildung des Kindes.

Vorzugsweise umfassen die personenspezifischen Informationen medizinische Informationen, wie die Blutgruppe des Kindes, bestehende Allergien, benötigte Medikamente oder dergleichen.

Beispielweise trägt die Karte Kontaktdaten, wie insbesondere eine Telefonnummer, mindestens einer Aufsichtsperson.

Bei einer speziellen Ausführungsvariante weist die Karte im Wesentlichen Kreditkartengröße auf, so dass es möglich ist, die Karte im Kreditkartenfach einer Geldbörse aufzubewahren. Durch das einheitliche Format eignen sich die Karten zur strukturierten und kompakten Anordnung z. B. in einer Box oder einem Kartenregister. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn eine mit der Betreuung einer großen Gruppe von Kindern betraute Aufsichtsperson viele Karten aufzubewahren hat, wie dies z. B. während Landschulheimaufenthalten von Schulklassen oder bei Ausflugsfahrten von Sport- oder Freizeitvereinen der Fall ist. Selbstverständlich kann die Karte bezüglich ihrer Form und Größe variiert werden. So ist es z. B. denkbar, Karten mit einer runden Form herzustellen.

Insbesondere handelt es sich bei der Abbildung des Kindes um eine Fotographie.

Bei einer speziellen Ausführungsform trägt die Karte einen Zugangscode zu einer Datenbank mit einem erweiterten Datensatz. Hinsichtlich der Wahl der in der Datenbank gespeicherten Informationen bestehen grundsätzlich keinerlei Einschränkungen. Vielmehr kommen grundsätzlich alle Informationen zur Bereitstellung in der Datenbank in Frage, die in irgendeiner Weise für Kind bzw. für die Wiederfindung des Kindes relevant sein können. Beispielsweise kann der Datensatz zusätzliche medizinische Details oder Informationen über bevorzugte Aufenthaltsorte, Kontaktorte oder Kontaktpersonen des Kindes beinhalten. Durch den z. B. in Form einer alphanumerischen Zeichenkette ausgebildeten Zugangscode sind die Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt. Besonders vorteilhaft wird der Datensatz in einem mit dem Internet verbundenen Rechner gespeichert, sodass der Datensatz von jedem Rechner mit Internetzugang zugänglich ist.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform trägt die Karte einen maschinenlesbaren Datenspeicher, insbesondere in Form eines Magnetstreifens, eines elektronischen Mikrochips oder eines Strickcodes. Auch hinsichtlich der Wahl der im Datenspeicher gespeicherten Informationen bestehen grundsätzlich keinerlei Einschränkungen, vielmehr kommen wiederum alle Informationen in Frage, die in irgendeiner Weise für das Kind bzw. für die Wiederfindung des Kindes relevant sein könnten.

Bei einer Ausführungsform enthalten die Personen spezifische Informationen biometrische Informationen, wie z. B. einen Fingerabdruck.

Beispielsweise sind die personenspezifischen Informationen durch Bedrucken, Folieren, Prägen oder Kaschieren auf einer Oberfläche der Karte aufgebracht, wobei selbstverständlich auch andere geeignete Verfahren in Frage kommen.

Ferner wird ein Kartensatz vorgeschlagen, der mehrere, dem selben Kind zugeordnete Karten umfasst, wobei die einzelnen Karten des Satzes die personenspezifischen Informationen in jeweils unterschiedlichen Sprachen bereit stellen. Beispielsweise kann der Satz im Hinblick auf mögliche Auslandsaufenthalte aus den Karten mit den Sprachen der zu besuchenden Länder zusammengestellt werden.

Mittels der erfindungsgemäßen Karte erhält die Polizei sofortigen Zugriff auf Informationen zum vermissten Kind, wodurch die Einleitung der Suche nach dem Kind beschleunigt wird. Durch Verifizierung der Informationen auf der Karte lassen sich Fehler beim Informieren der Polizei von vorneherein ausschließen.

Nachfolgend wird eine Ausführungsform der Erfindung rein beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen noch etwas näher erläutert.

Es zeigen:

1: Die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Karte; und

2: die Rückansicht der erfindungsgemäßen Karte.

Auf die in 1 gezeigte Vorderseite 2 der erfindungsgemäßen Karte 1 ist eine rein figurativ dargestellte Fotographie 3 des Kindes aufgedruckt. Ferner sind auf der Vorderseite 2 der Name, das Geburtsdatum sowie die körperlichen Hauptmerkmale des Kindes in die hierfür vorgesehenen Felder eingetragen. Im Feld „Sprache" ist die Muttersprache des Kindes angegeben.

Zur Anfertigung der erfindungsgemäßen Karte 1 wird ein Rohdatenträger in einem Personalisierungsschritt mit den personenspezifische Daten eines Kindes versehen.

Als Rohdatenträger eignen sich insbesondere in Massenproduktion herstellbare, äußerlich identische und nicht voneinander unterscheidbare Kartenkörper, wie sie auch für Kreditkarten, oder Scheckkarten verwendet werden.

Derartige Kartenkörper werden üblicherweise auf der Grundlage von PVC-(Polyvinylchlorid-)Kunststoff hergestellt.

Da sich zumindest einige der personenspezifischen Informationen, wie etwa die Adresse, die Körpergröße u.s.w. mit der Zeit ändern können, empfiehlt es sich, in regelmäßigen Zeitabständen eine neue Karte 1 mit aktualisierten personenspezifischen Information anzufertigen.

2 zeigt die Rückseite 4 der erfindungsgemäßen Karte 1. Auf der Rückseite sind Felder für die vom Kind benötigten Medikamente und für medizinische Bemerkungen vorgesehen. Ferner ist die Adresse einschließlich der Straße und des Wohnortes des Kindes angegeben. Auf der Rückseite befinden sich auch die Felder für die Namen der Eltern sowie deren (nicht angegebenen) Festnetz und Mobiltelefonrufnummern. Die im Bereich des unteren Randes der Karte 1 abgebildete deutsche Staatsflagge 5 weist darauf hin, dass die personenspezifischen Informationen in deutscher Sprache angegeben sind.

Ebenfalls im Bereich des unteren Randes trägt die Karte 1 einen Zugangscode 6 zu einer Datenbank mit einem erweiterten Datensatz.

Welche Informationen auf der Vorderseite bzw. Rückseite der Karte angegeben sind, ist regelmäßig austauschbar.


Anspruch[de]
  1. Identifikationsmittel insbesondere zur Verwendung bei der Wiederfindung eines vermissten Kindes, dadurch gekennzeichnet, dass das Identifikationsmittel in der Art einer Karte ausgebildet ist, wobei die Karte personenspezifische Informationen trägt, die den Namen und körperliche Merkmale des Kindes umfassen.
  2. Identifikationsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die personenspezifische Informationen eine Abbildung des Kindes umfassen.
  3. Identifikationsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die personenspezifische Informationen medizinische Informationen, wie die Blutgruppe des Kindes, bestehende Allergien, benötigte Medikamente, oder dergleichen umfassen.
  4. Identifikationsmittel nach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte Kontaktdaten, wie insbesondere eine Telefonnummer, mindestens einer Aufsichtsperson trägt.
  5. Identifikationsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Karte im Wesentlichen Kreditkartengröße aufweist.
  6. Identifikationsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Abbildung um eine Photographie des Kindes handelt.
  7. Identifikationsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte einen Zugangscode zu einer Datenbank mit einem erweiterten Datensatz trägt.
  8. Identifikationsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Karte einen maschinenlesbaren Datenspeicher insbesondere in Form eines Magnetstreifens, eines elektronischen Mikrochips oder eines Strichcodes trägt.
  9. Identifikationsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die personenspezifische Informationen biometrische Informationen wie z.B. einen Fingerabdruck enthalten.
  10. Identifikationsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die personenspezifische Informationen durch Bedrucken, Folieren, Prägen oder Kaschieren auf eine Oberfläche der Karte aufgebracht sind.
  11. Kartensatz umfassend mehrere Karten nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Karten demselben Kind zugeordnet sind und wobei die einzelnen Karten die personenspezifische Informationen in jeweils unterschiedlichen Sprachen bereitstellen.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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