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Dokumentenidentifikation DE69834373T2 28.09.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000905724
Titel Dielektrische keramische Zusammensetzung und dieselbe Verwendenter monolithischer keramischer Kondensator
Anmelder Murata Manufacturing Co., Ltd., Nagaokakyo, Kyoto, JP
Erfinder Matoba, Hiroaki, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP;
Sano, Harunobu, Nagaokakyo-shi, Kyoto-fu 617-8555, JP
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69834373
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.09.1998
EP-Aktenzeichen 981182355
EP-Offenlegungsdatum 31.03.1999
EP date of grant 03.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.09.2006
IPC-Hauptklasse H01G 4/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft dielektrische keramische Zusammensetzungen, insbesondere dielektrische keramische Zusammensetzungen zur Verwendung in monolithischen keramischen Kondensatoren mit inneren Elektroden, die im Wesentlichen aus Silber-Palladium (Ag-Pd) bestehen.

Stand der Technik

Keramische Kondensatoren für eine mit Temperaturkompensation verbundene Verwendung finden in Abstimmkreisen, Resonanzkreisen usw. breite Verwendung. Da keramische Kondensatoren mit kleiner Größe, einem geringen dielektrischen Verlust und stabilen dielektrischen Eigenschaften bevorzugt sind, weist dielektrische Keramik für solche Kondensator-Anwendungen vorzugsweise eine hohe spezifische induktive Kapazität und einen geringen dielektrischen Verlust, d. h. einen hohen Q-Wert, auf.

Monolithische keramische Kondensatoren, bei denen dielektrische keramische Zusammensetzungen mit den vorstehend genannten Eigenschaften verwendet werden, stehen in praktischer Verwendung. Da die Brenntemperatur für dielektrische Keramik jedoch 1300 °C bis 1400 °C hoch ist, muss als Material für innere Elektroden Palladium, Platin oder ein ähnliches Material mit einem hohen Schmelzpunkt verwendet werden. Diese Elektrodenmaterialien weisen das Problem hoher Preise auf.

Bei Ag-Pd handelt es sich um ein weniger kostspieliges Elektrodenmaterial als bei Pd und Pt. Der Schmelzpunkt von Ag liegt bei 961 °C. Die Kosten des Elektrodenmaterials fallen mit steigendem Ag-Gehalt der Elektrodenmaterials; die Brenntemperatur einer dielektrischen Keramik muss allerdings dementsprechend verringert werden. Insbesondere besteht Bedarf an einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung, die bei einer Brenntemperatur von bis zu etwa 1250 °C gebrannt werden kann.

JP 02267166 offenbart eine dielektrische keramische Zusammensetzung, umfassend eine Komponente der Formel: xBaO – yTiO2 – z[MecRe(1-c)]O3/2 wobei x + y + z = 1 und 0,01 ≤ c ≤ 0,2, und wobei Re eines von La, Pr, Nd und Sm ist, und wobei Me ein Seltenerdelement, das sich von La, Pr, Nd und Sm unterscheidet, ist.

Die Zusammensetzung umfasst ferner als zusätzliche Komponente V in der Form von V2O5 in einer Menge von bis zu 100 Gewichtsteilen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung, die eine hohe spezifische induktive Kapazität &egr;r und einen hohen Q-Wert aufweist, und die bei tiefen Temperaturen gesintert werden kann.

Um die vorstehend genannte Aufgabe zu lösen, wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 1 bereitgestellt. Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird eine dielektrische keramische Zusammensetzung, umfassend eine Hauptkomponente der folgenden Formel: xBaO – yTiO2 – zRe2O3 wobei x, y und z in mol-% angegeben sind; x + y + z = 100; (x, y, z) in einen polygonalen Bereich, der durch die vier Punkte A (39,5, 59,5, 1), B (1, 59,5, 39,5), C (1, 85, 14) und D (14, 85, 1) definiert ist, fällt; und Re wenigstens ein Seltenerdelement, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Tb, Dy, Ho, Er und Yb, ist,

und ferner umfassend V als eine Nebenkomponente in einer Menge &agr; von etwa 0,1 Gew.-% bis 15 Gew.-% in Form von V2O5, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, bereitgestellt.

Die dielektrische keramische Zusammensetzung gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung weist eine spezifische induktive Kapazität &egr;r, die bei Raumtemperatur nicht weniger als etwa 30 beträgt, und einen Q-Wert, der bei 1 MHz nicht weniger als etwa 1000 beträgt, auf, und kann bei einer Temperatur von bis zu etwa 1250 °C gebrannt werden.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine dielektrische keramische Zusammensetzung, umfassend eine Hauptkomponente der folgenden Formel: xBaO – yTiO2 – z(RelaRell(1-a))2O3 wobei x, y und z in mol-% angegeben sind; x + y + z = 100; (x, y, z) in einen polygonalen Bereich, der durch die vier Punkte A (39,5, 59,5, 1), B (1, 59,5, 39,5), C (1, 85, 14) und D (14, 85, 1) definiert ist, fällt; 0,2 < a < 1,0; Rel wenigstens ein Seltenerdelement, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Tb, Dy, Ho, Er und Yb, ist; und Rell wenigstens ein Seltenerdelement, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus La, Pr, Nd und Sm, ist,

und ferner umfassend V als eine Nebenkomponente in einer Menge &agr; von etwa 0,1 Gew.-% bis 15 Gew.-% in Form von V2O5, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, bereitgestellt.

Die dielektrische keramische Zusammensetzung gemäß der zweiten Ausführungsform weist eine spezifische induktive Kapazität &egr;r, die bei Raumtemperatur nicht weniger als etwa 40 beträgt, und einen Q-Wert, der bei 1 MHz nicht weniger als etwa 1000 beträgt, auf, und kann bei einer Temperatur von bis zu etwa 1250 °C gebrannt werden.

Vorzugsweise ist in den dielektrischen keramischen Zusammensetzungen gemäß der ersten und/oder zweiten Ausführungsform der Erfindung Cu als eine Nebenkomponente in einer Menge &bgr; von nicht mehr als etwa 10 Gew.-% in Form von CuO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthalten, um die Brenntemperatur weiter zu erniedrigen.

Vorzugsweise ist in den dielektrischen keramischen Zusammensetzungen gemäß der ersten und/oder zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung Mn als eine Nebenkomponente in einer Menge &ggr; von nicht mehr als etwa 1 Gew.-% in Form von MnO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthalten, um den Q-Wert weiter zu erhöhen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN

1 zeigt ein ternäres Zusammensetzungsdiagramm, das den Zusammensetzungsbereich der Hauptkomponente der dielektrischen keramischen Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;

2 zeigt ein Schnittbild eines monolithischen keramischen Kondensators unter Verwendung einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung der Erfindung;

3 zeigt eine Aufsicht eines Laminats aus einer keramischen Schicht und einer Elektroden-Pastenschicht, die auf der keramischen Schicht aufgetragen ist, zur Verwendung bei der Herstellung des monolithischen keramischen Kondensators von 2; und

4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Vielzahl der Laminate von 3 zur Verwendung bei der Herstellung des monolithischen keramischen Kondensators von 2.

BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Nachstehend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand von Beispielen beschrieben.

Beispiel 1:

Bariumcarbonat (BaCO3), Titanoxid (TiO2), Seltenerdoxid (Re2O3), Vanadiumoxid (V2O5), Kupferoxid (CuO) und Mangancarbonat (MnCO3) wurden abgewogen, um so die in Tabelle 1 gezeigten dielektrischen keramischen Zusammensetzungen herzustellen. Jede Zusammensetzung wurde 16 Stunden mit Ethanol in einer Kugelmühle nass gemahlen. Das so erhaltene Gemisch wurde getrocknet und pulverisiert, gefolgt von Vorbrennen bei 1000 °C, um ein vorgebranntes Pulver zu erhalten. Eine geeignete Menge Polyvinylalkohol-Lösung wurde zu dem Pulver zugesetzt und damit gemischt. Das Gemisch wurde durch Rakeln zu einer Folie geformt, um eine keramische Rohfolie mit einer Dicke von 50 &mgr;m zu erhalten. Dreizehn so erhaltene keramische Rohfolien wurden schichtweise angeordnet und heißgepresst, um so ein Laminat zu erhalten. Aus dem Laminat wurde eine Scheibe mit einem Durchmesser von 14 mm und einer Dicke von 0,5 mm ausgestanzt. Die Scheibe wurde bei einer Temperatur von 300 °C behandelt, um Bindemittel auszubrennen, und anschließend bei der in Tabelle 1 gezeigten Brenntemperatur gebrannt, wodurch eine dielektrische Probe erhalten wurde.

Die so erhaltene dielektrische Probe wurde über ihre gesamte obere und untere Oberfläche mit Indium-Gallium (In-Ga), das als Elektrode dient, beschichtet, um einen Scheibenkondensator zu erhalten, der als Probe zur Auswertung diente. Es wurden die elektrostatische Kapazität (Cap) der Probe und der Q-Wert bei einer Frequenz von 1 MHz und einer Eingangsspannung von 1 Vrms gemessen. Ferner wurden der Durchmesser (D) und die Dicke (T) der Probe gemessen und die spezifische induktive Kapazität der Probe auf der Grundlage der gemessenen Werte von D und T berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

1 zeigt ein ternäres Zusammensetzungsdiagramm, das den Zusammensetzungsbereich der Hauptkomponente der dielektrischen keramischen Zusammensetzung gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. Der Zusammensetzungsbereich ist auf den polygonalen Bereich, der durch die Punkte A, B, C und D definiert ist, beschränkt. Der Grund für diese Beschränkung wird nachstehend mit Bezug auf 1 und Tabelle 1 beschrieben.

In einem Gebiet, das außerhalb des durch die Punkte A, B, C und D definierten polygonalen Bereichs liegt, ist die spezifische induktive Kapazität &egr;r kleiner als 30 und der Q-Wert bei 1 MHz ist kleiner als 1000; diese Bedingungen sind bei der praktischen Verwendung unvorteilhaft.

Ist der V-Gehalt kleiner als etwa 0,1 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so wird die dielektrische keramische Zusammensetzung bei einer Temperatur bis zu 1250 °C nicht gesintert, was unvorteilhaft ist. Ist der V-Gehalt höher als etwa 15 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so nimmt der Q-Wert ab, was unvorteilhaft ist.

Ist der Cu-Gehalt höher als etwa 10 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so nimmt der Q-Wert ab, was unvorteilhaft ist.

Ist der Mn-Gehalt höher als etwa 1 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so nimmt der Q-Wert ab, was unvorteilhaft ist.

Die Proben 42 bis 50 zeigen, insbesondere, einen Q-Wert von 10000 oder mehr, ein &egr;r von 50 oder mehr und eine Brenntemperatur von 1100 °C oder weniger. Vorzugsweise beträgt somit (x, y, z) (etwa 10, etwa 70, etwa 20), ist Re wenigstens eines von Ho und Er, liegt &agr; zwischen etwa 2 und etwa 4, liegt &bgr; zwischen etwa 2 und etwa 4 und ist &ggr; nicht größer als etwa 0,05.

Beispiel 2:

BaCO3, TiO2, Re2O3, V2O5, CuO und MnCO3 wurden abgewogen, um so die in Tabelle 2 gezeigten dielektrischen keramischen Zusammensetzungen herzustellen. Die Zusammensetzungen wurden auf eine ähnliche Weise wie in Beispiel 1 zu Folien geformt. Durch Sintern bei den entsprechenden Sintertemperaturen, die in Tabelle 2 gezeigt sind, wurden dielektrische Proben hergestellt.

Die dielektrischen Proben wurden auf eine ähnliche Weise wie in Beispiel 1 mit In-Ga, das als Elektrode dient, beschichtet, um dadurch Proben zu erhalten. Es wurden die elektrostatische Kapazität (Cap) der Proben und der Q-Wert bei einer Frequenz von 1 MHz und einer Eingangsspannung von 1 Vrms gemessen. Ferner wurden der Durchmesser (D) und die Dicke (T) der Proben gemessen und die spezifische induktive Kapazität der Proben wurde auf der Grundlage der gemessenen Werte von D und T berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

Der Zusammensetzungsbereich der Hauptkomponente der dielektrischen keramischen Zusammensetzung gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann ebenfalls durch das ternäre Diagramm von 1 dargestellt werden. Der Zusammensetzungsbereich ist auf den polygonalen Bereich, der durch die Punkte A, B, C und D definiert ist, beschränkt. Der Grund für diese Beschränkung wird nachstehend mit Bezug auf 1 und Tabelle 2 beschrieben.

In einem Gebiet, das außerhalb des durch die Punkte A, B, C und D definierten polygonalen Bereichs liegt, ist die spezifische induktive Kapazität &egr;r kleiner als 40 oder der Q-Wert bei 1 MHz ist kleiner als 1000; diese Bedingungen sind bei der praktischen Verwendung unvorteilhaft.

Ist a etwa 0,2 oder etwa 1,0, so ist die spezifische induktive Kapazität &egr;r kleiner als 40 oder der Q-Wert bei 1 MHz ist kleiner als 1000; diese Bedingungen sind bei der praktischen Verwendung unvorteilhaft.

Ist der V-Gehalt kleiner als etwa 0,1 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so wird die dielektrische keramische Zusammensetzung bei einer Temperatur von bis zu 1250 °C nicht gesintert, was unvorteilhaft ist. Ist der V-Gehalt höher als etwa 15 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so nimmt der Q-Wert ab, was unvorteilhaft ist.

Ist der Cu-Gehalt höher als etwa 10 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so nimmt der Q-Wert ab, was unvorteilhaft ist.

Ist der Mn-Gehalt höher als etwa 1 Gew.-%, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, so nimmt der Q-Wert ab, was unvorteilhaft ist.

Bei den Beispielen 1 und 2 wurden die Bariumkomponente, die Titankomponente, die Seltenerdkomponente, die Vanadiumkomponente, die Kupferkomponente und die Mangankomponente alle miteinander gemischt und anschließend vorgebrannt. Bei einer anderen Ausführungsform können die Bariumkomponente, die Titankomponente und die Seltenerdkomponente miteinander gemischt und vorgebrannt werden, gefolgt von der Zugabe der Vanadiumkomponente, der Kupferkomponente und der Mangankomponente. Auch in diesem Fall sind die Wirkungen ähnlich wie die bei den Beispielen 1 und 2.

Bei den Barium-, Titan-, Seltenerd-, Vanadium-, Kupfer- und Mangankomponenten, die in den Beispielen 1 und 2 verwendet wurden, handelte es sich um BaCO3, TiO2, Re2O3, V2O5, CuO bzw. MnCO3, sie sind jedoch nicht auf diese beschränkt. Es können auch andere Verbindungen, Oxalate, Hydroxide, Alkoxide und dergleichen verwendet werden.

Beispiel 3:

Es wurde ein monolithischer keramischer Kondensator 10, wie er in 2 gezeigt ist, gemäß folgendem Verfahren hergestellt.

Bariumcarbonat (BaCO3), Titanoxid (TiO2), Seltenerdoxid (Re2O3), Vanadiumoxid (V2O5), Kupferoxid (CuO) und Mangancarbonat (MnCO3) wurden abgewogen, um so die in Tabelle 1 gezeigten dielektrischen keramischen Zusammensetzungen herzustellen. Jede Zusammensetzung wurde 16 Stunden mit Ethanol in einer Kugelmühle nass gemahlen. Das so erhaltene Gemisch wurde getrocknet und pulverisiert, gefolgt von Vorbrennen bei 1000 °C, um ein vorgebranntes Pulver zu erhalten. Eine geeignete Menge Polyvinylalkohol-Lösung wurde zu dem Pulver zugesetzt und damit gemischt. Das Gemisch wurde durch Rakeln zu einer Folie geformt, um eine keramische Rohfolie 14a mit einer Dicke von 50 &mgr;m zu ergeben.

Anschließend wurde eine im Wesentlichen aus Pd-Ag bestehende elektrisch leitende Paste auf die keramische Rohfolie 14a gedruckt, um darauf eine elektrisch leitende Pastenschicht 16 zu bilden, die als innere Elektrode dient; siehe 3. Wie in 4 gezeigt, wurde eine Vielzahl der keramischen Rohfolien 14a, von denen jede die darauf aufgebrachte elektrisch leitende Pastenschicht 16 aufwies, auf eine solche Weise laminiert, dass die Seite einer Folie 14a, bei der die elektrisch leitende Pastenschicht 16 freiliegt, mit der Seite einer anderen Folie 14a, bei der die elektrisch leitende Pastenschicht 16 nicht freiliegt, abwechselt. Dadurch wurde ein wie in 2 gezeigtes Laminat erhalten. Dieses Laminat wurde bei 300 °C in Luft gewärmt, wodurch das Bindemittel ausgebrannt wurde, und anschließend 2 Stunden gebrannt. Anschließend wurden äußere Elektroden 18 an die entsprechenden Seiten des Laminats angebracht, um dadurch die freiliegenden inneren Elektroden 16 miteinander zu verbinden.

Durch Verwendung einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung von Beispiel 2 kann ebenfalls ein monolithischer keramischer Kondensator auf eine Weise, die der vorstehend beschriebenen ähnlich ist, hergestellt werden.

Wie vorstehend beschrieben ist, stellt die vorliegende Erfindung eine dielektrische keramische Zusammensetzung, die eine hohe spezifische induktiven Kapazität, &egr;r, von nicht weniger als 30 oder nicht weniger als 40 und einem hohen Q-Wert von nicht weniger als 1000 bei 1 MHz aufweist, und die bei einer niedrigen Temperatur von bis zu 1250 °C gebrannt werden kann, die also für monolithische keramische Kondensatoren mit inneren Elektroden aus Ag-Pd verwendet werden kann, bereit.


Anspruch[de]
  1. Dielektrische keramische Zusammensetzung, umfassend eine Hauptkomponente der folgenden Formel: xBaO – yTiO2 – z(RelaRell(1-a))2O3 wobei x, y und z in mol-% angegeben sind; x + y + z = 100; (x, y, z) in einen polygonalen Bereich, der durch die vier Punkte A (39,5, 59,5, 1), B (1, 59,5, 39,5), C (1, 85, 14) und D (14, 85, 1) definiert ist, fällt; 0,2 < a ≤ 1,0; Rel wenigstens ein Seltenerdelement, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Tb, Dy, Ho, Er und Yb, ist; und Rell wenigstens ein Seltenerdelement, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus La, Pr, Nd und Sm, ist,

    und ferner umfassend V als eine Nebenkomponente in einer Menge &agr;von etwa 0,1 Gew.-% bis 15 Gew.-% in Form von V2O5, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente.
  2. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei a gleich 1 ist.
  3. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, die Cu als eine Nebenkomponente in einer Menge &bgr; von nicht mehr als etwa 10 Gew.-% in Form von CuO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthält.
  4. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 2, die Mn als eine Nebenkomponente in einer Menge &ggr; von nicht mehr als etwa 1 Gew.-% in Form von MnO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthält.
  5. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 4, die Cu als eine Nebenkomponente in einer Menge &bgr; von nicht mehr als etwa 10 Gew.-% in Form von CuO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthält.
  6. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 5, wobei &agr; zwischen 2 und 4 liegt, &bgr; zwischen 2 und 4 liegt und &ggr; nicht größer als etwa 0,05 ist.
  7. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 6, wobei (x, y, z) etwa (10, 70, 20) ist und Rel wenigstens eines von Ho und Er ist.
  8. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei a kleiner als 1 ist.
  9. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 8, die Cu als eine Nebenkomponente in einer Menge &bgr; von nicht mehr als etwa 10 Gew.-% in Form von CuO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthält.
  10. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 8, die Mn als eine Nebenkomponente in einer Menge &ggr; von nicht mehr als etwa 1 Gew.-% in Form von MnO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthält.
  11. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 10, die Cu als eine Nebenkomponente in einer Menge &bgr; von nicht mehr als etwa 10 Gew.-% in Form von CuO, bezogen auf 100 Gew.-% der Hauptkomponente, enthält.
  12. Dielektrische keramische Zusammensetzung nach Anspruch 11, wobei &agr; zwischen 2 und 4 liegt, &bgr; zwischen 2 und 4 liegt und &ggr; nicht größer als etwa 0,05 ist.
  13. Monolithischer keramischer Kondensator, umfassend:

    eine keramische Schicht;

    eine Vielzahl innerer Elektroden, die im Inneren der keramischen Schicht eingebettet sind, wobei jede der Elektroden so angeordnet ist, dass sie von den anderen in der keramischen Schicht getrennt ist; und

    äußere Elektroden auf äußeren Oberflächen der keramischen Schicht, die mit den inneren Elektroden elektrisch leitend verbunden sind;

    wobei die keramische Schicht aus einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung nach Anspruch 1 besteht.
  14. Monolithischer keramischer Kondensator nach Anspruch 13, wobei die inneren Elektroden Pd-Ag sind.
  15. Monolithischer keramischer Kondensator, umfassend:

    eine keramische Schicht;

    eine Vielzahl innerer Elektroden, die im Inneren der keramischen Schicht eingebettet sind, wobei jede der Elektroden so angeordnet ist, dass sie von den anderen in der keramischen Schicht getrennt ist; und

    äußere Elektroden auf äußeren Oberflächen der keramischen Schicht, die mit den inneren Elektroden elektrisch leitend verbunden sind;

    wobei die keramische Schicht aus einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung nach Anspruch 2 besteht.
  16. Monolithischer keramischer Kondensator nach Anspruch 15, wobei die inneren Elektroden Pd-Ag sind.
  17. Monolithischer keramischer Kondensator, umfassend:

    eine keramische Schicht;

    eine Vielzahl innerer Elektroden, die im Inneren der keramischen Schicht eingebettet sind, wobei jede der Elektroden so angeordnet ist, dass sie von den anderen in der keramischen Schicht getrennt ist; und

    äußere Elektroden auf äußeren Oberflächen der keramischen Schicht, die mit den inneren Elektroden elektrisch leitend verbunden sind;

    wobei die keramische Schicht aus einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung nach Anspruch 6 besteht.
  18. Monolithischer keramischer Kondensator, umfassend:

    eine keramische Schicht;

    eine Vielzahl innerer Elektroden, die im Inneren der keramischen Schicht eingebettet sind, wobei jede der Elektroden so angeordnet ist, dass sie von den anderen in der keramischen Schicht getrennt ist; und

    äußere Elektroden auf äußeren Oberflächen der keramischen Schicht, die mit den inneren Elektroden elektrisch leitend verbunden sind;

    wobei die keramische Schicht aus einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung nach Anspruch 8 besteht.
  19. Monolithischer keramischer Kondensator nach Anspruch 18, wobei die inneren Elektroden Pd-Ag sind.
  20. Monolithischer keramischer Kondensator, umfassend:

    eine keramische Schicht;

    eine Vielzahl innerer Elektroden, die im Inneren der keramischen Schicht eingebettet sind, wobei jede der Elektroden so angeordnet ist, dass sie von den anderen in der keramischen Schicht getrennt ist; und

    äußere Elektroden auf äußeren Oberflächen der keramischen Schicht, die mit den inneren Elektroden elektrisch leitend verbunden sind;

    wobei die keramische Schicht aus einer dielektrischen keramischen Zusammensetzung nach Anspruch 11 besteht.
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