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Dokumentenidentifikation DE102005014902A1 05.10.2006
Titel Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsteils und Verbindungsteil
Anmelder C. & E. Fein GmbH, 73529 Schwäbisch Gmünd, DE
Erfinder Gruber, Bruno, 82140 Olching, DE
Vertreter Witte, Weller & Partner, 70178 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 01.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005014902
Offenlegungstag 05.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.2006
IPC-Hauptklasse B27D 1/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse C09J 5/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B32B 3/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B32B 21/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein bekanntes Verbindungsteil zum Verbinden von Holzteilen weist ein ebenes Bauteil auf, an dem eine Holzfolie befestigt ist. Erfindungsgemäß wird die Holzfolie mit Vertiefungen versehen, die beim Einsetzvorgang des Verbindungsteils fortlaufend die Flächen der Holzteile bis zu den unteren Bereichen hin mit Kaltleim beschichten. Dadurch wird die Klebefläche des Verbindungsteils mit den Holzteilen vergrößert, was zu einer Erhöhung der Klebekraft zwischen den Holzteilen und dem Verbindungsteil führt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsteils gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verbindungsteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 20.

Aus der DE 102 50 096 A1 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsteils gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verbindungsteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 20 bekannt, wobei an einem Bauteil ein Holzfurnierteil befestigt ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Metallplättchen mittels Schmelzkleber mit Holzfolie zur Bildung eines Verbindungsteils kaschiert, wobei die Holzfolie auf dem Verbindungsteil mit Kaltleim bestrichen wird und das so vorbereitete Verbindungsteil in zwei zueinander weisende Schlitze von Holzteilen eingesetzt wird, um diese miteinander zu verbinden. Hierbei besteht jedoch das Problem, daß beim Einsetzen des Verbindungsteils in die Schlitze der Kaltleim teilweise wieder abgestreift wird, so daß tieferliegende Bereiche in den Holzteilen ungleichmäßig mit Kaltleim beschichtet werden, was eine verringerte Klebekraft zwischen den Holzteilen und dem Verbindungsteil zur Folge hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verbindungsteil so zu verbessern, daß mit geringem Aufwand die Klebekraft erhöht wird.

Diese Aufgabe wird durch die in den Patentansprüchen 1 und 20 angegebenen Merkmale gelöst.

Erfindungsgemäß wird die Holzfolie mit Vertiefungen versehen, die beim Einsetzvorgang des Verbindungsteils fortlaufend die Flächen der Holzteile bis zu den unteren Bereichen hin mit Kaltleim beschichten. Dadurch wird die Klebefläche des Verbindungsteils mit den Holzteilen vergrößert, was zu einer Erhöhung der Klebekraft zwischen den Holzteilen und dem Verbindungsteil führt.

Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen:

1 eine Perspektivansicht eines Verbindungsteils gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, und

2 eine Perspektivansicht eines Verbindungsteils gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.

Wie in 1 gezeigt ist, besteht ein Verbindungsteil 10 aus einem ebenen Bauteil 12, an dem mittels eines Klebemittels 14 eine Holzfolie 16 befestigt ist. In der bevorzugten Ausführungsform besteht das Bauteil 12 aus einer Platte aus Metall oder Kunststoff, wobei aber auch andere geeignete Materialien, außer Holz, einsetzbar sind. Das Klebemittel 14 ist bevorzugterweise Schmelzkleber.

Das Bauteil 12 ist in der gezeigten Ausführungsform rechteckig ausgebildet, wobei dieses aber auch in anderen Umrißformen, z.B. in einer Kreisform, Ellipsenform, Linsenform oder Quadratform ausgebildet sein kann.

Vertiefungen 18 sind in der Ausführungsform von 1 in Form von Nuten in die Holzfolie 16 eingebracht, die in einer Richtung im wesentlichen parallel zur Längskante 16a, das heißt in Einsetzrichtung des Verbindungsteils 10 in die Holzteile (nicht gezeigt), verlaufen. In der Ausführungsform von 1 sind die Vertiefungen 18 nur in Endbereichen 16E1 und 16E2 der Holzfolie 16 angeordnet.

In einer Modifikation der Ausführungsform von 1 sind die Vertiefungen 18 als Nuten, die in einer Richtung im wesentlichen parallel zur Breitenkante 16b verlaufen, angeordnet. In einer weiteren Modifkation der Ausführungsform von 1 verlaufen die Vertiefungen 18 diagonal.

In weiteren Modifikationen sind die Vertiefungen 18 als Nuten, die in Form von Rauten oder Karomustern ausgebildet sind, vorgesehen.

Die Ausführungsform von 2 unterscheidet sich von der Ausführungsform von 1 darin, daß die Vertiefungen 18 napfförmig oder kegelförmig ausgebildet. sind.

In beiden Ausführungsformen erstrecken sich die Vertiefungen 18 in Richtung der Dicke t über die gesamte Dicke t der Holzfolie 16 hinweg (in Form von Durchbrüchen) oder nur über einen Teil der Dicke t (in Form von Taschen).

Die Vertiefungen 18 erstrecken sich in anderen Außenführungsformen nicht nur in den Endbereichen 16E1 und 16E2 sondern über die gesamte Fläche der Holzfolie 16.

Die Vertiefungen 18 sind regelmäßig oder unregelmäßig angeordnet. Das Profil der Vertiefungen 18 ist rechteckig, halbrundförmig bzw. anderweitig gekrümmt oder dreieckig.

In einer weiteren Ausführungsform sind die Vertiefungen 18 in Form von Zeichen (z.B. in Form einer Bildmarke) und/oder Zahlen und/oder in Form von Buchstaben (z.B. in Form einer Wortmarke) ausgebildet.

Die Vertiefungen 18 können durch Einprägen, Perforieren oder durch ein Aufrauhprozeß in die Holzfolie 16 eingebracht sein.

Obwohl in den gezeigten Ausführungsformen von 1 und 2 das Verbindungselement 10 die Holzfolie 16 nur auf einer Seite des Bauteils 12 aufweist, kann das Verbindungselement 10 die Holzfolie 16 in einer anderen Ausführungsform auf beiden Seiten des Bauteils 10 aufweisen. Die Vertiefungen 18 sind dann in beiden Holzfolien 16 ausgebildet.

Die Vertiefungen 18 können vor dem Verkleben der Holzfolie 16 mit dem Bauteil 12 in die Holzfolie 16 eingebracht werden oder nach dem Verkleben der Holzfolie 16 mit dem Bauteil 12 in die Holzfolie eingebracht werden.

Die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Verbindungsteils 10 wird nachstehend beschrieben.

Ein Leimwulst in Schlitzen von zwei miteinander verbindbaren Holzteilen (nicht gezeigt) füllt während des Einsetzvorgangs des Verbindungselements 10 fortlaufend die Vertiefungen 18 mit Kaltleim. Die Vertiefungen 18 wirken somit als Transportmittel für den Kaltleim, der dann bis zu den unteren Bereichen der Schlitze eingebracht wird.

In einer Modifikation des o.g. Verfahrens können die Vertiefungen 18 auch vor dem Einsetzvorgang des Verbindungsteils 10 in Schlitze von Holzteilen mit Kaltleim gefüllt werden.

Statt des Kaltleims kann auch ein anderes Klebemittel zum Verkleben des Verbindungsteils 10 mit Holzteilen verwendet werden.

Mischformen zwischen den beschriebenen Ausführungsformen und deren Modifikationen gehören zum Schutzumfang der vorliegenden Erfindung.


Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines Verbindungsteils (10) mit den Verfahrensschritten

Bereitstellen eines ebenen Bauteils (12), das aus einem anderen Material als Holz hergestellt ist,

Bereitstellen einer Holzfolie (16), und

Befestigen der Holzfolie (16) an wenigstens einer Seite des Bauteils (12) zur Bildung des Verbindungsteils (10),

gekennzeichnet durch den Verfahrensschritt

Einbringen von Vertiefungen (18) in die Holzfolie (16) des Verbindungsteils (10).
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einbringen der Vertiefungen (18) in die Holzfolie (16) vor dem Befestigen der Holzfolie (16) an dem Bauteil (12) ausgeführt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einbringen der Vertiefungen (18) in die Holzfolie (16) nach dem Befestigen der Holzfolie (16) an dem Bauteil (12) ausgeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Randbereiche (16E1, 16E2) der Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) auf der gesamten Fläche der Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzfolie (16) auf beiden Seiten des Bauteils (12) befestigt wird, und die Holzfolien (16) auf beiden Seiten des Bauteils (12) mit Vertiefungen (18) versehen werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Nuten in die Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Nuten so in die Holzfolie (16) eingebracht werden, daß diese im wesentlichen parallel zur Längskante (16a) der Holzfolie (16) verlaufen. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Nuten so in die Holzfolie (16) eingebracht werden, daß diese im wesentlichen parallel zur Breitenkante (16b) der Holzfolie (16) verlaufen. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Nuten so in die Holzfolie (16) eingebracht werden, daß diese im wesentlichen diagonal in der Holzfolie (16) verlaufen. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Rauten oder Karomustern in die Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) napfförmig oder kegelförmig ausgebildet werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) regelmäßig oder unregelmäßig in die Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) mit einem rechteckigen, halbrundförmigen oder dreieckigen Profil in die Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) durch Einprägen, Perforieren oder ein Aufrauhprozeß in die Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Zeichen und/oder Zahlen und/oder Buchstaben in die Holzfolie (16) eingebracht werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsteile (10) in einer Kreisform, einer Ellipsenform, einer Linsenform oder einer Quadratform hergestellt werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzfolie (16) mittels Schmelzkleber an dem ebenen Bauteil (12) befestigt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das ebene Bauteil (12) aus Metall oder Kunststoff hergestellt wird. Verbindungsteil, mit

einem ebenen Bauteil (12), das aus einem anderen Material als Holz besteht, und

einer Holzfolie (16), die an wenigstens einer Seite des Bauteils (12) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,

daß die Holzfolie (16) Vertiefungen (18) aufweist.
Verbindungsteil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzfolie (16) beidseitig des Bauteils (12) angeordnet ist. Verbindungsteil nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Randbereichen (16E1, 16E2) der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) auf der gesamten Fläche der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Nuten in der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, die Vertiefungen (18) in Form von Nuten im wesentlichen parallel zur Längskante (16a) der Holzfolie (16) verlaufen. Verbindungsteil nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, die Vertiefungen (18) in Form von Nuten im wesentlichen parallel zur Breitenkante (16b) der Holzfolie (16) verlaufen. Verbindungsteil nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, die Vertiefungen (18) in Form von Nuten diagonal in der Holzfolie (16) verlaufen. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Rauten oder Karomustern in der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) napfförmig oder kegelförmig ausgebildet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) regelmäßig oder unregelmäßig in der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) mit einem rechteckigen, halbrundförmigen oder dreieckigen Profil in der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen (18) in Form von Zeichen und/oder Zahlen und/oder Buchstaben in der Holzfolie (16) angeordnet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsteile (10) in einer Kreisform, einer Ellipsenform, einer Linsenform oder einer Quadratform ausgebildet sind. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzfolie (16) mittels Schmelzkleber an dem ebenen Bauteil (12) befestigt ist. Verbindungsteil nach einem der Ansprüche 20 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß das ebene Bauteil (12) aus Metall oder Kunststoff besteht.






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