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Dokumentenidentifikation DE202006008775U1 05.10.2006
Titel Lauf- und Spannrolle für Transportbänder zur Verwendung bei Bandförderern von Rotationsfalzanlagen für Druckmaschinen und bei Transport- und Fördersystemen
Anmelder Aschenbrenner, Martin, 85462 Eitting, DE
Vertreter Ruschke Hartmann Madgwick & Seide Patent- und Rechtsanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202006008775
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.10.2006
Registration date 31.08.2006
Application date from patent application 02.06.2006
IPC-Hauptklasse B65H 45/16(2006.01)A, F, I, 20060602, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 13/56(2006.01)A, L, I, 20060602, B, H, DE   B65H 23/14(2006.01)A, L, I, 20060602, B, H, DE   F16C 13/00(2006.01)A, L, I, 20060602, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Neuerung betrifft austauschbare Lauf- und Spannrollen für Transportbänder, wie sie im Oberbegriff des Schutzanspruches 1 angesprochen sind. Derartige Bandrollen sind aus dem Gebrauchsmuster 20207421.8 der Anmelderin vom 10.05.2002 bekannt.

Die im vorgenannten Stand der Technik dargestellten Bandrollen haben sich trotz der in der Gebrauchsmusterschrift beschriebenen Bemühungen um die Verbesserung derselben im Dauereinsatz als nicht wirklich dicht erwiesen, und zwar sowohl im Hinblick auf von außen eindringendem Staub als auch im Hinblick auf von innen nach außen austretendem Schmiermittel. Letzteres erweist sich vor allem in der Papier- und Druckindustrie als schwerwiegender Mangel, weil dadurch verursachte Verunreinigungen auf dem verarbeiteten Papier/Produkt für den Kunden unter keinen Umständen akzeptabel sind.

Hiernach ist es die der vorliegenden Neuerung zugrunde liegende Aufgabe, die bekannten austauschbaren Bandrollen dadurch weiter zu verbessern, dass die Dichtigkeit der Lageranordnung weiter entscheidend verbessert wird, ohne dass deshalb eine wesentliche Verteuerung in Kauf zu nehmen wäre. Zugleich sollen die Bandrollen derart ausgestaltet sein, dass sie leicht demontierbar sind und somit wiederaufbereitet bzw. repariert werden können, um einzelne Bandrollen nach einer werkstattmäßigen Überholung wieder verwenden zu können.

In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass große Druckmaschinen oder Rotationsfalzanlagen und dergleichen sehr viele solcher Bandrollen benötigen, die – trotz moderner Fertigungsmethoden und höchster Materialqualität – selbstverständlich immer nur eine begrenzte Lebensdauer haben.

Die Lösung des voranstehend aufgezeigten Problems wird nach der vorliegenden Neuerung durch die Merkmalskombination nach Schutzanspruch 1 erreicht. Im Dauertest solcher neuartiger Bandrollen haben diese sich trotz der überraschend einfachen Konstruktion als gegenüber herkömmlichen Bandrollen deutlich überlegen erwiesen, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Dichtigkeit der Lagerung in beiden Richtungen (sowohl gegenüber dem Eintritt von Staub ins Innere als auch gegenüber dem Austritt von Schmiermittel nach außen).

Bevorzugte Ausgestaltungen des erfinderischen Konzeptes sind in den Unteransprüchen definiert.

Ein besonders bevorzugtes konkretes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Darin ist die

1 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Lauf- und Spannrolle und

2 eine Explosionsansicht des gleichen Lagers zum Zwecke der besseren Sichtbarkeit bzw. des besseren Verständnisses.

Die 1 bzw. 2 zeigt die Steckachse 23 mit einem Mittelabschnitt 41 aus zwei Abschnitten/Absätzen 43 und 45 von jeweils unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlicher axialer Länge: Der in den Figuren weiter links liegende Absatz 43 ist etwas größer im Durchmesser und etwas kürzer in der axialen Länge als der Absatz 45: Beide zusammen passen genau in den entsprechend gestalteten gestuften Einstich 13 in der Stirnwandung 19, die am linken (proximalen) Ende des hülsenförmigen Rollenkörpers 21 radial einwärts vorspringt und neben den Absätzen 37 und 39 auch noch den vom Innenraum R ausgehenden Einstich 15 aufnimmt, der im endgültigen Zusammenbau der 1 die Depotkammer C ausbildet. Es ist grundsätzlich möglich, mehr als zwei Absätze 43, 45 bzw. 37, 39 vorzusehen, hat sich aber in der Praxis als nicht notwendig erwiesen, weil die zwei Absätze bereits für sich wie eine Labyrinth-Dichtung wirken.

Die 2 zeigt die Bandrolle im zusammengebauten Zustand: Zwei Rillenkugellager A bzw. B haben einen Innendurchmesser 47 entsprechend dem Außendurchmesser des distalen Endes 12 der Steckachse 23 und einen Außendurchmesser entsprechend dem Innendurchmesser des Rollenkörpers 21, d.h. letzterer ist auf der Steckachse gelagert. Die Distanzscheibe 25 bestimmt den axialen Abstand der Rillenkugellager A bzw. B, die jeweils innen offen und außen gedeckelt sind. Die beiden Rillenkugellager sind durch einen Seegerring 27 am distalen Ende der Steckachse 23 austauschbar festgelegt. Entsprechend sind die Kugellager auch am Innendurchmesser des Rollenkörpers 21 fixiert, und zwar durch den Seegerring 29, der einwärts vom distalen Ende des hülsenförmigen Rollenkörpers 21 an dessen Innendurchmesser angreift und somit die Depotkammer D für Kugellagerfett definiert, und zwar axial einwärts von dem Deckel 31 in Gestalt einer dicht passend in einen Einstich 49 eingesetzten Kunststoff-Abdeckung. Dieser Einstich 49 in der distalen Stirnfläche des Rollenkörpers 21 ist zur Mündung hin abgeschrägt, um jegliche Staubablagerung in diesem Bereich nach Möglichkeit zu vermeiden.

Um bei Bedarf Kugellagerfett problemlos in den Bereich zwischen den Kugellagern einführen zu können, ist die Steckachse mit einer zentralen Längsbohrung versehen, die eine Schmiermittelbohrung 33 ausbildet und auf der Höhe des vorgenannten Zwischenbereiches in eine radiale Querbohrung 35 übergeht.

Das proximale Ende 10 der Steckachse 23 ist in eine entsprechend gestaltete Lagerbuchse einer verschwenkbaren Vierkanthalterung, z. B. eines Bandförderers oder dergl., einsetzbar. Dort wird die Steckachse durch einen nicht näher dargestellten zylinderförmigen Spann- oder Querstift verriegelt, der in eine Querbohrung in der Vierkanthalterung eingesetzt wird, um damit in die umlaufende kreissegmentartige Hohlkehle 11 der Steckachse 23 einzugreifen und letztere dadurch zu fixieren.

10
Proximales Ende von 23
11
Hohlkehle in 10 für Zylinderspannstift
12
Distales Ende von 23
13
Einstich, gestuft
15
Einstich von Innen
17
Durchtrittsöffnung in 14
19
Stirnwandung von 21
21
Rollenkörper
23
Steckachse
25
Distanzscheibe
27
Seegerring Nr. 1
29
Seegerring Nr. 2
31
Kunststoff-Abdeckung/Deckel
33
Schmiermittelbohrung
35
Querbohrung zu 33
37
Abschnitt 1 von 13
39
Abschnitt 2 von 13
41
Mittelabschnitt von 23
43
Absatz 1 von 41
45
Absatz 2 von 41
47
Innendurchmesser von A, B
49
Einstich
A
Rillenkugellager
B
Rillenkugellager
C
Depotkammer
D
Depotkammer
R
Innenraum Rollenkörper


Anspruch[de]
Lauf- und Spannrolle für Transportbänder zur Verwendung bei Bandförderern von Rotationsfalzanlagen für Druckmaschinen und bei Transport- und Fördersystemen etc., mit:

– einer zentralen, einseitig vorstehenden/gelagerten Steckachse (23),

– einem umlaufenden, im wesentlichen hülsenförmigen Rollenkörper (21),

– auf der Steckachse (23) aufsitzenden, zwischen Steckachse und Innenumfang des Rollenkörpers vorgesehenen Norm-Rillenkugellagern (A, B), die auswechselbar sind,

– sowie mit je einer Staubabdeckung (19, 31) auf beiden offenen Stirnseiten des Rollenkörpers (21),

dadurch gekennzeichnet, dass

der umlaufende hülsenförmige Rollenkörper (21) an seinem zur Steckachse (23) benachbarten proximalen Ende mit einer radial einwärts vorspringenden massiven Stirnwandung (19) versehen ist, in der zentral die axiale Durchtrittsöffnung (17) für die feststehende Steckachse vorgesehen ist,

dass die zentrale Durchtrittsöffnung (17) der Stirnwandung (19) als von deren Außenfläche abgehender gestufter Einstich (13) mit mindestens zwei annähernd gleich breiten Abschnitten (37, 39) mit unterschiedlichen Innendurchmessern ausgebildet ist,

und dass die Steckachse (23) mit einem verdickten Mittelabschnitt mit entsprechend zu dem gestuften Einstich (13) dicht passenden, axial zueinander versetzten benachbarten Absätzen (43, 45) versehen ist derart, dass der gestufte Einstich zusammen mit den mindestens zwei zueinander versetzten Absätzen des verdickten Mittelteils (41) der Steckachse (23) eine gegenüber Staub und Fett dichte Achsdurchführung an der proximalen massiven Stirnwandung (19) des Rollenkörpers (21) ausbildet.
Lauf- und Spannrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radial einwärts vorspringende massive Stirnwandung (19) des Rollenkörpers (21) einen vom Innenraum (R) ausgehenden, konzentrisch zur Mittelachse angeordneten rotationssymmetrischen Einstich (15) zur Ausbildung einer Depot-Kammer (C) für überschüssiges Kugellagerfett für das benachbarte Kugellager (A) aufweist. Lauf- und Spannrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenkörper (21) an dem von der Steckachse (23) entfernten distalen Ende einen axialen Überstand zur Ausbildung einer Depot-Kammer (D) für überschüssiges Kugellagerfett für das benachbarte Kugellager (B) aufweist. Lauf- und Spannrolle nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hohlzylindrische Innenraum (R) des Rollenkörpers (21) an dem von der Steckachse (23) entfernten bzw. distalen Ende durch einen eingepressten massiven Deckel, vorzugsweise aus Kunststoff, Fett- bzw. Staub-dicht abgesperrt ist. Lauf- und Spannrolle nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckachse (23) eine von ihrer außen liegenden Stirnfläche ausgehende zentrale Schmiermittelbohrung (33) aufweist, die mit einer endständigen, radial abgehenden Querbohrung (35) versehen ist, die zentral in den Spalt zwischen den Rillenkugellagern (A, B) im Innenraum (R) des Rollenkörpers (21) endet. Lauf- und Spannrolle nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Eingang zur Schmiermittelbohrung (33) ein Schmiermittelventil/-nippel in Gestalt eines federbelasteten Kugelrückschlagventils vorgesehen ist.






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