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Dokumentenidentifikation DE69928698T2 05.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001144470
Titel THERMOSTABILE POLYETHERAMINE
Anmelder Dow Global Technologies, Inc., Midland, Mich., US
Erfinder BECKERDITE, M., John, Lake Jackson, US;
GLASS, W., Terry, Richwood, US;
SANFORD, F., Joe, Lake Jackson, US;
WANG, S., David, Taipei, TW;
WHITE, E., Jerry, Lake Jackson, US;
KEILLOR, T., Peter, Lake Jackson, US;
MOSEMAN, E., Thomas, Brazoria, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69928698
Vertragsstaaten BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.06.1999
EP-Aktenzeichen 999302243
WO-Anmeldetag 11.06.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/13302
WO-Veröffentlichungsnummer 2000001750
WO-Veröffentlichungsdatum 13.01.2000
EP-Offenlegungsdatum 17.10.2001
EP date of grant 30.11.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.10.2006
IPC-Hauptklasse C08G 2/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Polyether mit Hydroxylseitengruppen. Insbesondere betrifft die Erfindung hydroxyfunktionalisierte Polyetheramine oder Polyhydroxyaminoether (PHAE).

Hydroxyfunktionalisierte Polyetheramine sind bekannt und werden zum Beispiel in den US-Patenten 5,275,853 und 5,464,924 beschrieben. Diese Polyetheramine zeigen Sauerstoffübertragungsraten von 0,57 bis 19 (cm3 × mil)/(100 in2 × atm (O2) × Tag), und sind nützlich bei der Fertigung von Isolierbehältern und Schutzfolien und als Preß-, Extrudier- und Gießharze.

Bei hydroxyfunktionalisierten Polyetheraminen kann es manchmal zur Vernetzung kommen, wenn sie bei höheren Temperaturen gefertigt werden. Modifizierte, schmelzbeständige Polyetheramine wären zusammen mit einem Verfahren zu ihrer Herstellung eindeutig wünschenswert.

Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich in einer ersten Ausgestaltung um eine Zusammensetzung mit einer Mischung aus einer anorganischen Base, einer organischen Base, einem monofunktionellen organischen Nucleophil oder einem polyfunktionellen organischen Nucleophil und einem thermoplastischen hydroxyfunktionalisierten Polyetheramin mit der Formel: wobei jedes A unabhängig voneinander eine Amingruppe ist und jedes B unabhängig voneinander eine zweiwertige aromatische Gruppe ist; R1 Wasserstoff oder eine Hydrocarbylgruppe ist; jedes X unabhängig voneinander eine einwertige Gruppe ist; und n eine ganze Zahl von 5 bis 1000 ist.

In einer zweiten Ausgestaltung handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um ein Verfahren zur Herstellung einer Mischung, bei dem eine anorganische Base, eine organische Base, ein monofunktionelles organisches Nucleophil oder ein polyfunktionelles organisches Nucleophil mit einem Polyetheramin in Kontakt gebracht wird.

In einer dritten Ausgestaltung handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um eine Laminatstruktur, die ein oder mehr Schichten eines organischen Polymers und ein oder mehr Schichten der Zusammensetzung der ersten Ausgestaltung umfaßt.

In einer vierten Ausgestaltung handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um einen aus der Zusammensetzung der ersten Ausgestaltung oder der daraus bestehenden Laminatstruktur gefertigten Gegenstand, der in Form eines geformten oder coextrudierten Behälters oder als undurchlässige ein- oder mehrlagige Folie vorliegen kann. Der Gegenstand eignet sich zum Verpacken sauerstoffempfindlicher Materialien wie zum Beispiel Lebensmittel und Medikamente.

In einer fünften Ausgestaltung handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um einen aus der Zusammensetzung der ersten Ausgestaltung hergestellten Lack auf Lösungsmittel- oder Wasserbasis.

Diese hydroxyfunktionalisierten Polyetheraminmischungen sind schmelzbeständige Thermoplaste und zeigen Sauerstoffübertragungsraten unter 5,0 (cm3 × mil)/(100 in2 × atm × Tag).

Neben ihrer Verwendung als Isolierbehälter, Folien, Laminatstrukturen und Lacke sind die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen auch nützlich als Preß-, Extrudier- und Gießharze.

Bei bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist jedes A in der obigen Formel unabhängig voneinander eine Amingruppe, die repräsentiert wird durch eine der folgenden Formeln: wobei jedes R2 unabhängig voneinander eine Hydrocarbylgruppe, Heterohydrocarbylgruppe, inert substituierte Hydrocarbylgruppe oder inert substituierte Heterohydrocarbylgruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) Hydroxyl, Cyano, Halogen, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind); R3 und R4 unabhängig voneinander eine Hydrocarbylengruppe, Heterohydrocarbylengruppe, inert substituierte Hydrocarbylengruppe oder inert substituierte Heterohydrocarbylengruppe sind, wobei der Substituent (die Substituenten) Hydroxyl, Cyano, Halogen, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind), wobei Ethylen und p-Xylylen am meisten bevorzugt werden; jedes X unabhängig voneinander Wasserstoff, eine primäre, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe, eine Glycidyloxygruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Alkyl-, Heteroalkyl-, inert substituierte Alkyl- oder inert substituierte Heteroalkylgruppe, eine Aryl- oder inert substituierte Arylgruppe, eine Alkoxy- oder inert substituierte Alkoxygruppe; eine Aryloxy- oder inert substituierte Aryloxygruppe, eine Alkanthio- oder inert substituierte Alkanthiogruppe; eine Arenthio- oder inert substituierte Arenthiogruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) Hydroxyl, Cyano, Halogen, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind); oder repräsentiert wird durch eine der folgenden Formeln: wobei R5 unabhängig voneinander eine Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine inert substituierte Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine Aryl- oder inert substituierte Arylgruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) Cyano, Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind); R6 unabhängig voneinander Wasserstoff, eine Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine inert substituierte Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine Aryl- oder inert substituierte Arylgruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) derselbe ist (dieselben sind) wie bei R5; und R7 eine Alkylen- oder Heteroalkylengruppe, eine inert substituierte Alkylen- oder Heteroalkylengruppe, eine Arylen- oder inert substituierte Arylengruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) derselbe ist (dieselben sind) wie bei R3 und R4.

Bei den mehr bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist X 2-Hydroxyethylamino, Dimethylamino, Diethylamino, Piperidino, N-(2-Hydroxyethyl)piperazino, Methoxy, Ethoxy, Propoxy, 2-(Methoxy)ethoxy, 2-(Ethoxy)ethoxy, Benzyloxy, Phenyloxy, p-Methylphenyloxy, p-Methoxyphenoxy, 4-tert-Butylphenyloxy, Methylmercapto, Ethylmercapto, Propylmercapto, 2-(Methoxy)ethylmercapto, 2-(Ethoxy)ethylmercapto, Benzylmercapto, 2,3-Dihydroxypropylmercapto, Phenylmercapto, p-Methylphenylmercapto, Acetat, Benzoat, Acetamido oder Benzolsulfonamido; R1 ist Wasserstoff oder Methyl; R2 ist Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, 2-Hydroxyethyl, 3-Hydroxypropyl, 2-Hydroxypropyl, 2,3-Dihydroxypropyl, 2-(Acetamido)ethyl, Benzyl, Phenyl, p-Methoxyphenyl, p-Methylphenyl; R3 ist Ethylen, 1,2-Propylen oder 1,2-Butylen; und R4 ist Ethylen, 1,2-Propylen oder 1,2-Butylen, Propylen, Butylen, Hexamethylen, 1,4-Xylylen, 1,3-Xylylen, 1,4-Phenylen, 1,3-Phenylen oder 1,2-Phenylen; und B ist 1,4-Phenylen, 1,3-Phenylen, 1,2-Phenylen, Methylendiphenylen, Isopropylidendiphenylen, Oxydiphenylen, Thiodiphenylen, Carbonyldiphenylen, Diphenylfluoren oder &agr;-Methylstilben oder eine Kombination davon.

Die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten hydroxyfunktionalisierten Polyetheramine können hergestellt werden durch Umsetzen eines difunktionellen Amins mit einem Diglycidylether unter Bedingungen, die ausreichen, um die Amingruppen zur Bildung einer Polymerhauptkette mit Aminverknüpfungen, Etherverknüpfungen und Hydroxylseitengruppen zu veranlassen. Restliche Epoxy-Endgruppen, sofern noch vorhanden, können fakultativ mit einem monofunktionellen Nucleophil umgesetzt werden, so daß das isolierte Polyetheramin keine Gruppen mehr hat, die mit nucleophilen Arten reagieren können.

Im vorliegenden Zusammenhang steht der Begriff "Diglycidylether" für das Reaktionsprodukt eines aromatischen, aliphatischen oder Poly(alkylenoxid)-Diols mit Epichlorhydrin.

Die difunktionellen Amine, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen die bis-sekundären Amine und die primären Amine. Geeignete bis-sekundäre Amine umfassen Piperazin und substituierte Piperazine, zum Beispiel Dimethylpiperazin und 2-Methylamidopiperazin; Bis(N-methylamino)benzol, 1,2-Bis(N-methylamino)ethan und N,N'-bis(2-hydroxyethyl)ethylendiamin. Bevorzugte bis-sekundäre Amine sind Piperazin, Dimethylpiperazin und 1,2-Bis(N-methylamino)ethan. Das am meisten bevorzugte bis-sekundäre Amin ist Piperazin. Geeignete primäre Amine umfassen Anilin und substituierte Aniline, zum Beispiel 4-(Methylamido)anilin, 4-Methylanilin, 4-Methoxyanilin, 4-tert-Butylanilin, 3,4-Dimethoxyanilin, 3,4-Dimethylanilin; Alkylamine und substituierte Alkylamine, zum Beispiel Butylamin und Benzylamin; und Alkanolamine, zum Beispiel 2-Aminoethanol und 1-Aminopropan-2-ol. Bevorzugte primäre Amine sind Anilin, 4-Methoxyanilin, 4-tert-Butylanilin, Butylamin und 2-Aminoethanol. Die am meisten bevorzugten primären Amine sind 4-Methoxyanilin und 2-Aminoethanol.

Die Diglycidylether, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung zur Herstellung der Polyetheramine verwendet werden können, umfassen die Diglycidylether der amidhaltigen Bisphenole wie zum Beispiel N,N'-Bis(hydroxyphenyl)alkylendicarboxamide, N,N'-Bis(hydroxyphenyl)arylendicarboxamide, Bis(hydroxybenzamido)alkane oder Bis(hydroxybenzamido)arene, N-(Hydroxyphenyl)hydroxybenzamide, 2,2-Bis(hydroxyphenyl)acetamide, N,N'-Bis(3-hydroxyphenyl)glutaramid, N,N'-Bis(3-hydroxyphenyl)adipamid, 1,2-Bis(4-hydroxybenzamido)ethan, 1,3-Bis(4-hydroxybenzamid)benzol, N-(4-hydroxyphenyl)-4-hydroxybenzamid und 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)acetamid, 9,9-Bis(4-hydroxyphenyl)fluoren, Hydrochinon, Resorcinol, 4,4'-Sulfonyldiphenol, 4,4'-Thiodiphenol, 4,4'-Oxydiphenol, 4,4'-Dihydroxybenzophenon, Tetrabromisopropylidenbisphenol, Dihydroxydinitrofluorenylidendiphenylen, 4,4-Bis(4-hydroxyphenyl)methan, &agr;,&agr;-Bis(4-hydroxyphenyl)-ethylbenzol, 2,6-Dihydroxynaphthalin und 4,4'-Isopropylidenbisphenol (Bisphenol A). Mehr bevorzugte Diglycidylether sind die Diglycidylether von 9,9-Bis(4-hydroxyphenyl)fluoren, Hydrochinon, Resorcinol, 4,4'-Sulfonyldiphenol, 4,4'-Thiodiphenol, 4,4'-Oxydiphenol, 4,4'-Dihydroxybenzophenon, Tetrabromisopropylidenbisphenol, Dihydroxydinitrofluorenylidendiphenylen, 4,4'-Bisphenol, 4,4'-Dihydroxybiphenylenoxid, Bis(4-hydroxyphenyl)methan, &agr;,&agr;-Bis(4-hydroxyphenyl)ethylbenzol, 2,6-Dihydroxynaphthalin und 4,4'-Isopropylidenbisphenol (Bisphenol A). Die am meisten bevorzugten Diglycidylether sind die Diglycidylether von 4,4'-Isopropylidenbisphenol (Bisphenol A), 4,4'-Sulfonyldiphenol, 4,4'-Oxydiphenol, 4,4'-Dihydroxybenzophenon und 9,9-Bis(4-hydroxyphenyl)fluoren.

Die anorganischen Basen, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Calciumoxid, Magnesiumoxid und Mischungen davon.

Die organischen Basen, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen Triethylendiamin und 1,5-Diazabicyclo(5.4.0)undec-7-en.

Die monofunktionellen organischen Nucleophile, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen ein monofunktionelles Amin, ein Hydroxyaren, ein Aryloxidsalz, eine Carbonsäure, ein Carbonsäuresalz, ein Thiol oder ein Thiolatsalz. Vorzugsweise ist das monofunktionelle Amin Dimethylamin, Diethylamin, Bis(2-hydroxyethyl)amin, Diphenylamin, Piperidin, N-(2-hydroxyethyl)piperazin, 2-Methylimidazol; das Hydroxyaren ist Phenol, Cresol, Methoxyphenol oder 4-tert-Butylphenol; das Aryloxidsalz ist Natrium- oder Kaliumphenat; die Carbonsäure ist Essigsäure oder Benzoesäure; das Carbonsäuresalz ist Natriumacetat, Kaliumacetat, Calciumacetat, Kupfer(II)acetat, Natriumpropionat, Kaliumpropionat, Calciumpropionat, Natriumbenzoat, Kaliumbenzoat, Natriumethylhexanoat, Kaliumethylhexanoat oder Calciumethylhexanoat; das Thiol ist 3-Mercapto-1,2-propandiol oder Thiophenol; und das Thiolatsalz ist Natrium- oder Kaliumbenzolthiolat.

Die polyfunktionellen organischen Nucleophile, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen ein polyfunktionelles Amin, eine polyfunktionelle Carbonsäure, ein polyfunktionelles Carbonsäuresalz, ein polyfunktionelles Phenol, ein polyfunktionelles Phenatsalz, ein polyfunktionelles Thiol, ein polyfunktionelles Thiolatsalz, eine Aminosäure oder ein Aminosäuresalz. Die bevorzugten polyfunktionellen organischen Nucleophile sind Ethylendiamin, Propylendiamin, Butylendiamin, Diethylentriamin, Triethylentetramin, Tetraethylenpentamin, Polyethylenamin, Citronensäure, Natrium- oder Kaliumcitrat, Glycin oder Natrium- oder Kaliumglycinat.

Das organische Nucleophil kann das Produkt der Reaktion eines Polyethylenpolyamins mit Ethylenoxid oder Propylenoxid oder eine Mischung solcher Produkte sein.

Im allgemeinen wird die anorganische Base, die organische Basie, das monofunktionelle organische Nucleophil oder das polyfunktionelle organische Nucleophil mit den thermoplastischen hydroxyfunktionalisierten Polyetheraminen nach herkömmlichen Trockenmischverfahren unter Verwendung herkömmlicher Mittel wie zum Beispiel einem Trommelmischer, oder einem Taumelmischer oder durch Schmelzmischen in einer geeigneten Vorrichtung wie zum Beispiel einem Innenmischer vom Banbury-Typ, einem Gummimischer, einem Ein- oder Doppelschneckenextruder oder einem Compoundierer gemischt.

Die anorganische Base, die organische Base, das monofunktionelle organische Nucleophil oder das polyfunktionelle organische Nucleophil können auch zusammen mit den thermoplastischen hydroxyfunktionalisierten Polyetheraminen in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst werden, und das Lösungsmittel kann dann abgedampft werden. Beispiele für geeignete Lösungsmittel umfassen 1-Methyl-2-pyrrolidinon (NMP) und Ether oder Hydroxyether wie zum Beispiel Diglyme, Triglyme, Diethylenglycolethylether, Diethylenglycolmethylether, Dipropylenglycolmethylether, Propylenglycolphenylether, Propylenglycolmethylether und Tripropylenglycolmethylether.

Ein weiteres geeignetes Verfahren zur Herstellung der Mischungen der vorliegenden Erfindung umfasst das Umsetzen eines difunktionellen Amins, eines Diglycidylethers und fakultativ eines monofunktionellen Amins und dann das Mischen des Reaktionsprodukts in situ mit einer anorganischen Base, einer organischen Base oder einem mono- oder polyfunktionellen organischen Nucleophil in einem Lösungsmittel, in einem geschmolzenen Zustand oder in einem Extruder.

Die in höchst vorteilhafter Weise mit dem hydroxyfunktionalisierten Polyether vermischte Menge an anorganischer Base, organischer Base, monofunktionellem organischem Nucleophil oder polyfunktionellem organischem Nucleophil hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, einschließlich der bei der Herstellung der Mischungen verwendeten speziellen Polymere sowie der gewünschten Eigenschaften der aus den Mischungen resultierenden Produkte. Typische Mengen können im Bereich von 0,1 bis 15 Gew-% der Mischung liegen. Vorzugsweise wird die anorganische Base, die organische Base, das monofunktionelle organische Nucleophil oder das polyfunktionelle organische Nucleophil in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, mehr bevorzugt von 0,5 bis 3,0 Gew.-% und am meisten bevorzugt von 0,1 bis 2,0 Gew.-% der Mischung verwendet.

Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann in Form eines Lacks auf Lösungsmittelbasis, eines Lacks auf Wasserbasis, eines Laminats, eines Schaumstoffs, einer Folie, eines Behälters oder eines geformten Gegenstands vorliegen.

Aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung hergestellte Folien haben im allgemeinen Sauerstoffübertragungsraten (OTR) von 0,05 bis 1,0 (cm3 × mil)/(100 in2 × atm × Tag) bei 25°C und 60% relativer Feuchte (ASTM D-3985) und Kohlendioxidübertragungsraten (CO2TR) von 0,5 bis 4,0 (cm3 × mil)/(100 in2 × atm × Tag) bei 23°C und 0% relativer Feuchte.

Filme und Laminatstrukturen können aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung mit Hilfe herkömmlicher Extrusionsverfahren gebildet werden, zum Beispiel durch Extrudieren mit Verteilerblock, Coextrudieren mit einer Coextrusionsdüse mit getrennten Zuführkanälen oder Kombinationen der beiden Verfahren, oder durch Lösungsmittelsprühen oder Lösungsgießen. Das Lösungsgießen ist ein wohlbekanntes Verfahren und wird zum Beispiel in dem "Plastics Engineering Handbook" der Society of the Plastics Industry, Inc., 4. Auflage, Seite 448, beschrieben.

Behälter und andere Formteile können aus den aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung bestehenden Folien oder Laminatstrukturen mit Hilfe herkömmlicher Fertigungsverfahren für thermoplastische Polymere gefertigt werden, zum Beispiel durch Formpressen, Spritzgießen, Extrudieren, Warmformen, Blasformen und Lösungsmittelgießen.

Im allgemeinen können Laminatstrukturen aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung durch Coextrudieren einer oder mehrerer Schichten eines organischen Polymers und einer oder mehrerer Schichten der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung gebildet werden, wobei die Schicht aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung an eine angrenzende Schicht aus einem organischen Polymer mit oder ohne Klebstoffschicht dazwischen geklebt wird. Laminatstrukturen können auch gebildet werden durch Coinjektion der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung mit einem organischen Polymer; in einigen Fällen können durch eine solche Coinjektion hergestellte Vorformlinge zu mehrlagigen Behältern blasgeformt werden.

Die Laminatstruktur kann ein dreilagiges Laminat sein mit einer ersten äußeren Schicht aus einem organischen Polymer, einer Kernschicht aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung und einer zweiten äußeren Schicht aus einem organischen Polymer, welches dasselbe ist wie das organische Polymer der ersten äußeren Schicht oder davon verschieden ist.

Die Laminatstruktur kann auch ein dreilagiges Laminat sein mit einer ersten äußeren Schicht aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, einer Kernschicht aus einem organischen Polymer und einer zweiten äußeren Schicht aus einem organischen Polymer, welches dasselbe ist wie das organische Polymer der Kernschicht oder davon verschieden ist.

Die Laminatstruktur kann auch ein dreilagiges Laminat sein mit einer ersten äußeren Schicht aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, einer Kernschicht aus einem organischen Polymer und einer zweiten äußeren Schicht aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung.

Die Laminatstruktur kann natürlich mehr als drei Schichten umfassen, einschließlich zum Beispiel fünflagiger Strukturen mit äußeren Schichten und einer Innenschicht aus einem organischen Polymer, die durch zwei Schichten aus der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung getrennt sind.

Organische Polymere, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung zur Herstellung der Laminatstruktur verwendet werden können, umfassen kristalline thermoplastische Polyester wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat (PET); Polyamide, Polyolefine und Polyolefine auf der Basis monovinylaromatischer Monomere.

Polyester und Verfahren zu ihrer Herstellung sind in der Technik wohlbekannt, und für die Zwecke dieser Erfindung wird darauf verwiesen. Zur Veranschaulichung und nicht zur Einschränkung sei insbesondere verwiesen auf die Seiten 1–62 von Band 12 der "Encyclopedia of Polymer Science and Engineering", überarbeitete Fassung von 1988, John Wiley & Sons.

Polyester, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen Poly(ethylenterephthalat) und Poly(ethylennaphthalin)dicarboxylat.

Polyamide, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen verschiedene Sorten von Nylon, wie zum Beispiel Nylon-6, Nylon-6,6 und Nylon-12.

Polyolefine, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen zum Beispiel Polyethylen niedriger Dichte, lineares Polyethylen niedriger Dichte, Polyethylen sehr niedriger Dichte, Polypropylen, Polybuten, Ethylen/Vinylacetat-Copolymere, Ethylen/Propylen-Copolymere und Ethylen/Buten-1-Copolymere.

Polyolefine auf der Basis monovinylaromatischer Monomere, die in der Praxis der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen Polystyrol, Polymethylstyrol, Styrol/Methylstyrol- oder Styrol/Chlorstyrol-Copolymere.

Andere organische Polymere vom Polyester- oder Polyamidtyp können in der Praxis der vorliegenden Erfindung ebenfalls zur Herstellung der Laminatstruktur verwendet werden. Solche Polymere umfassen Polyhexamethylenadipamid, Polycaprolacton, Polyhexamethylensebacamid, Polyethylen-2,6-naphthalat und Polyethylen-1,5-naphthalat, Polytetramethylen-1,2-dioxybenzoat und Copolymere von Ethylenterephthalat und Ethylenisophthalat.

Die Dicke jeder Schicht in der Laminatstruktur hängt von einer Anzahl von Faktoren ab, einschließlich des Verwendungszwecks, der in dem Behälter aufbewahrten Materialien, der Lagerdauer vor Gebrauch und der in jeder Schicht des Laminats verwendeten speziellen Zusammensetzung.

Im allgemeinen wird die Laminatstruktur eine Gesamtdicke von 0,5 bis 500 mil, vorzugsweise von 1,0 bis 250 mil haben; die Dicke der hydroxyfunktionalisierten Polyetheraminschicht(en) beträgt dabei von 0,05 bis 100 mil, vorzugsweise von 0,1 bis 50 mil; und die Dicke der Polyesterschichten) beträgt von 0,45 bis 400 mil, vorzugsweise von 0,9 bis 200 mil.

Die Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann auch durch ein reaktives Extrusionsverfahren, bei dem die Reaktionspartner unter den in dem US-Patent Nr. 4,612,156 beschriebenen Bedingungen in einen Extruder eingeleitet und darin umgesetzt werden, hergestellt und zu einem geformten Gegenstand gefertigt werden.

Die folgenden Arbeitsbeispiele dienen der Veranschaulichung der Erfindung und sollten nicht als ihren Umfang einschränkend ausgelegt werden. Wenn nicht anders angegeben, sind alle Teile und Prozentsätze Gewichtsteile bzw. Gewichtsprozent.

Beispiel 1 A. Herstellung eines Polymers

Ein Polyhydroxyaminoether-Polymer (PHAE-Polymer) wurde hergestellt aufgrund der Umsetzung des flüssigen Epoxidharzes (LER = liquid epoxy resin) D.E.R.TM 332 (ein flüssiger Diglycidylether von Bisphenol A) mit Ethanolamin (MEA) in einem Extruder ZSK-30 von Werner & Pfleiderer, der ein 30mm-Schneckenpaar mit einem Länge/Durchmesser-Verhältnis von 47:1 hatte. Der Extruder bestand aus 15 Trommelabschnitten mit 9 Heizzonen. Das Temperaturprofil war folgendes: Zone 1 (Trommelabschnitte 1 und 2) – 65°C; Zone 2 (Trommelabschnitte 3 und 4) – 110°C; Zone 3 (Trommelabschnitte 5 und 6) – 160°C; Zone 4 (Trommelabschnitte 7 und 8) – 180°C; Zone 5 (Trommelabschnitt 9) – 190°C; Zone 6 (Trommelabschnitte 10 und 11) – 190°C; Zonen 7 und 8 (Trommelabschnitte 12 bis 15) – 200°C; und Zone 9 (Extruderkopf) – 200°C. Die Schneckendrehzahl betrug 130 bis 150 U/min.

LER und MEA wurden mit stufenlos regelbaren Zahnradpumpen vom Typ Zenith HPB-5704 in Verbindung mit Verdrängungsvolumenzählern vom Typ Max 213–300 in den Trommelabschnitt 1 eingeleitet. Die Temperaturen der Aufgabeströme wurden mit Platin-RTD-Thermometern gemessen und die Zahnradpumpensollwerte wurden Dichtekorrekturen unterzogen, um genau geregelte Durchflußmengen zu erhalten. Der Gesamtdurchsatz der Reaktionspartner wurde auf 20 lbs./Std. bei einem LER/MEA-Molverhältnis von 0,971:1 geregelt.

Das Diethanolamin (DEA), ein Additiv zum Unterdrücken der Vernetzung, wurde in einer Menge von 2 Gew.-% der Mischung unter Verwendung von zwei 0,5-Liter-Spritzenpumpen vom Typ Isco LC-5000, die so synchronisiert waren, daß die eine einspritzt, während die andere sich füllt, in den Trommelabschnitt 14 eingeleitet.

Das resultierende Extrudat wurde mittels Zahnradpumpe, Siebpaket, Strangdüse, wassergefüllter Standkühlwanne und Stranggranulator (Pelletiermaschine) verarbeitet.

B. Prüfung der Wärmebeständigkeit

Die Wärmebeständigkeit des ein Mittel zum Unterdrücken der Vernetzung enthaltenden PHAE-Polymers wurde mit einer Antriebseinheit zum Messen des Drehmoments vom Typ Haake Reocord 9000 in Verbindung mit einer Mischkammer vom Typ Haake Reomix 600 gemessen. Die Antriebseinheit Reocord 9000 liefert eine Drehmomentmessung beim Mischen des Polymers bei geregelter Temperatur und Drehzahl.

Die Mischkammer wurde auf eine Metalltemperatur von 140°C vorgewärmt, und die Drehmomentanzeige wurde bei einer Drehzahl von 50 U/min auf Null gesetzt. Sechzig Gramm Polymer wurden über einen Zeitraum von 3 bis 4 Minuten in die Aufgabeöffnung der Kammer gegossen, wobei das Material durch die Rotoren in die Kammer gezogen wurde. Nach Aufgabe des gesamten Polymers wurde ein Kolben in die Aufgabeöffnung heruntergelassen, wodurch die Kammer geschlossen wurde. Der obere Bereich der geschlossenen Aufgabeöffnung wurde langsam mit Stickstoff gespült, um den Kontakt mit Sauerstoff zu miminieren. 10 Minuten nach Beginn der Polymerzugabe hatte die Drehmomentanzeige einen stabilen Zustand erreicht, und der Sollwert der Metalltemperaturregelung wurde auf 220°C erhöht. Der Beginn isothermer Drehmomentwerte (Zeit gleich null Minuten) wurde auf den Moment eingestellt, wo die Metalltemperatur den Sollwert von 220°C erreicht. Die Werte für Schmelztemperatur und Drehmoment wurden 83 Minuten aufgezeichnet. 10 Minuten nach der Zeit Null war das Drehmoment um 10 Prozent gesunken, und nach 30 Minuten war das Drehmoment um 17 Prozent gesunken. Die relativen Änderungen in den Drehmomentwerten 10 Minuten und 30 Minuten nach der Zeit Null sind in Tabelle I angegeben.

Beispiele 2 und 3

Zwei PHAE-Polymere wurden wie in Beispiel 1 hergestellt und ausgewertet, außer daß in den Extruder die in Tabelle I beschriebenen Additive eingeleitet wurden. Die relativen Änderungen in den Drehmomentwerten 10 Minuten und 30 Minuten nach der Zeit Null sind in Tabelle I angegeben.

Vergleichsbeispiel A A. Herstellung eines Polymers

Ein PHAE-Polymer wurde aufgrund der Umsetzung von LER und MEA gemäß Beispiel 1 hergestellt, nur daß das Molverhältnis von LER zu MEA 0,99:1 betrug und dem Polymer kein DEA beigemischt wurde.

Die in Beispiel 1 beschriebene Haake-Mischkammer wurde auf 140°C Metalltemperatur vorgewärmt, und die Drehmomentanzeige wurde bei einer Drehzahl von 50 U/min auf Null gesetzt. Sechzig Gramm Polymer wurden über einen Zeitraum von 3 bis 4 Minuten in die Aufgabeöffnung der Kammer gegossen, wobei das Material durch die Rotoren in die Kammer gezogen wurde. Nach Aufgabe des gesamten Polymers wurde ein Kolben in die Aufgabeöffnung heruntergelassen, wodurch die Kammer geschlossen wurde. Der obere Bereich der geschlossenen Aufgabeöffnung wurde langsam mit Stickstoff gespült, um den Kontakt mit Sauerstoff zu miminieren. 10 Minuten nach Beginn der Polymerzugabe hatte die Drehmomentanzeige einen stabilen Zustand erreicht, und der Sollwert der Metalltemperaturregelung wurde auf 220°C erhöht. Der Beginn isothermer Drehmomentwerte (Zeit gleich null Minuten) wurde auf den Moment eingestellt, wo die Metalltemperatur den Sollwert von 220°C erreicht. Die Werte für Schmelztemperatur und Drehmoment wurden 10 Minuten aufgezeichnet. 10 Minuten nach der Zeit Null war das Drehmoment um 522 Prozent gestiegen und das Material war geliert. Die relative Änderung im Drehmomentwert 10 Minuten nach der Zeit Null ist in Tabelle I angegeben.

B. Prüfung der Sperrschicht

Eine zur Ermittlung der Sauerstoffübertragungsrate (O2TR) geeignete Folie wurde hergestellt durch Pressen von ungefähr 1,2 Gramm Polymer mit einem Druck von 10.000 lbs. in einer MTP-Presse von Tetrahedron Associates, Inc. bei 195°C für die Dauer von 5 Minuten. Die resultierende Folie hatte eine durchschnittliche Dicke von 3,96 mil und einen Durchmesser von 4 bis 6 Inch. Der O2TR-Wert der Folie wurde nach dem Verfahren gemäß ASTM D3985-81 auf einem Ox Tran 10/50 bei 24°C, einer relativen Feuchte von 63 Prozent auf der Sauerstoffseite der Folie und 63 Prozent auf der Stickstoffseite getestet. Der O2TR-Wert betrug 0,87 (cm3 × mil)/(100 in2 × Tag × atm O2) und ist in Tabelle IV aufgeführt.

Beispiel 4

Die in Beispiel 1 beschriebene Haake-Mischkammer wurde auf 140°C Metalltemperatur vorgewärmt, und die Drehmomentanzeige wurde bei einer Drehzahl von 50 U/min auf Null gesetzt. Das in Vergleichsbeispiel A hergestellte Polymer, 58,93 Gramm, wurde über einen Zeitraum von 3 bis 4 Minuten in die Aufgabeöffnung der Kammer gegossen, wobei das Material durch die Rotoren in die Kammer gezogen wurde. Mit dem Rest des Polymers wurden auch noch 1,066 Gramm 2-(2-Aminoethylamino)ethanol (AEEA) eingeleitet. Nach Aufgabe des gesamten Polymers und Amins wurde der Kolben in die Aufgabeöffnung heruntergelassen, wodurch die Kammer geschlossen wurde. Der obere Teil der geschlossenen Aufgabeöffnung wurde langsam mit Stickstoff gespült, um den Kontakt mit Sauerstoff zu minimieren. 20 Minuten nach Beginn der Polymerzugabe wurden die Materialien homogen gemischt, und der Sollwert der Metalltemperaturregelung wurde auf 220°C erhöht. Der Beginn der isothermen Drehmomentwerte (Zeit gleich null Minuten) wurde auf den Moment eingestellt, wo die Metalltemperatur den Sollwert von 220°C erreicht. Die Werte für Schmelztemperatur und Drehmoment wurden 100 Minuten aufgezeichnet. 10 Minuten nach der Zeit Null war das Drehmoment um 11 Prozent gesunken, und nach 30 Minuten war das Drehmoment um 34 Prozent gesunken. Die relativen Änderungen in den Drehmomentwerten 10 Minuten und 30 Minuten nach der Zeit Null sind in Tabelle II angegeben.

Beispiele 5–25

Mehrere PHAE-Polymere wurden nach dem in Beispiel 4 beschriebenen Verfahren hergestellt, nur daß die in die Haake-Mischkammer eingeleiteten Additive die in Tabelle II beschriebenen sind. Die relativen Änderungen in den Drehmomentwerten 10 Minuten und 30 Minuten nach der Zeit Null sind in Tabelle II angegeben.

Beispiel 26

Die in Beispiel 1 beschriebene Haake-Mischkammer wurde auf 150°C Metalltemperatur vorgewärmt, und die Drehmomentanzeige wurde bei einer Drehzahl von 50 U/min auf Null gesetzt. Fünfzig Gramm Polymer, das analog zu Beispiel 1 hergestellt wurde und bei dem es sich um das Polymerisationsprodukt von LER und MEA handelte und dem 0,5 Gew.-% Diethanolamin beigemischt waren, wurde über einen Zeitraum von 3 bis 4 Minuten in die Aufgabeöffnung der Kammer gegossen, wobei das Material durch die Rotoren in die Kammer gezogen wurde. Eine Zeit gleich null Minuten wurde am Ende der Zugabe des Polymers eingestellt. 5 Minuten nach der Zeit Null wurden 0,7615 Gramm Calciumethylhexanoat zugegeben. 10 Minuten nach der Zeit Null hatte die Drehmomentanzeige einen stabilen Zustand erreicht, und der Sollwert der Metalltemperaturregelung wurde von Hand in Abständen von 2 Minuten um 5°C auf 230°C erhöht. Die Werte für Schmelztemperatur und Drehmoment wurden 50 Minuten aufgezeichnet. Als sich das Polymer erwärmte, fiel der Drehmomentwert mit abnehmender Viskosität ab, bis es nach 47 Minuten bei minimalem Drehmoment zur Vernetzung kam, wonach die Drehmomentwerte mit zunehmender Gelierung wieder anstiegen. Die Zeit bei minimalem Drehmoment ist in Tabelle III angegeben.

Beispiele 27–30

Mehrere PHAE-Polymere wurden nach dem in Beispiel 26 beschriebenen Verfahren hergestellt und ausgewertet, nur daß 5 Minuten nach der Zeit Null die in Tabelle III beschriebenen Additive in die Haake-Mischkammer eingeleitet wurden. Die Zeit bei minimalem Drehmoment ist in Tabelle III angegeben.

Beispiel 31 A. Herstellung von PHAE-Polymer

Die in Beispiel 1 beschriebene Mischkammer wurde auf 140°C Metalltemperatur vorgewärmt, und die Drehmomentanzeige wurde bei einer Drehzahl von 50 U/min auf Null gesetzt. Das in Vergleichsbeispiel A hergestellte Polymer, 58,8 Gramm, wurde über einen Zeitraum von 3 bis 4 Minuten in die Aufgabeöffnung der Kammer gegossen, wobei das Material durch die Rotoren in die Kammer gezogen wurde. Mit dem Rest des Polymers wurden auch noch 1,221 Gramm AEEA eingeleitet. Nach Aufgabe des gesamten Polymers und Amins wurde der Kolben in die Aufgabeöffnung heruntergelassen, wodurch die Kammer geschlossen wurde. 20 Minuten nach Beginn der Polymerzugabe wurden die Materialien homogen gemischt, und die Mischung wurde aus der Mischkammer entnommen.

B. Prüfung der Sperrschicht

Eine zur Ermittlung der Sauerstoffübertragungsrate (O2TR) geeignete Folie wurde hergestellt durch Pressen von ungefähr 1,2 Gramm Polymer mit einem Druck von 10.000 lbs. unter Verwendung der in Vergleichsbeispiel A beschriebenen Presse. Die resultierende Folie hatte eine Dicke von 3,10 mil und einen Durchmesser von 4 bis 6 Inch. Der O2TR-Wert der Folie wurde mit derselben Vorrichtung und demselben Verfahren wie in Vergleichsbeispiel A beschrieben bei 24°C, einer relativen Feuchte von 63 Prozent auf der Sauerstoffseite der Folie und 63 Prozent auf der Stickstoffseite getestet. Der O2TR-Wert betrug 0,73 (cm3 × mil)/(100 in2 × Tag × atm O2) und ist in Tabelle IV aufgeführt.

Beispiele 32–36

Mehrere PHAE-Polymere wurden nach dem in Beispiel 31 beschriebenen Verfahren hergestellt und ausgewertet, nur daß die in die Haake-Mischkammer eingeleiteten Additive die in Tabelle IV beschriebenen sind. Die O2TR-Ergebnisse sind in Tabelle IV aufgeführt.


Anspruch[de]
Zusammensetzung mit einer Mischung aus einer anorganischen Base, einer organischen Base, einem monofunktionellen organischen Nucleophil oder einem polyfunktionellen organischen Nucleophil und einem thermoplastischen hydroxyfunktionalisierten Polyetheramin mit der Formel: wobei jedes A unabhängig voneinander eine Amingruppe ist und jedes B unabhängig voneinander eine zweiwertige Hydrocarbylen- oder Heterohydrocarbylengruppe ist; R1 Wasserstoff oder eine Hydrocarbylgruppe ist; jedes X unabhängig voneinander eine einwertige Gruppe ist; und n eine ganze Zahl von 5 bis 1000 ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der A in der Formel des Polyetheramins repräsentiert wird durch eine der folgenden Formeln: wobei jedes R2 unabhängig voneinander eine Hydrocarbylgruppe, Heterohydrocarbylgruppe, inert substituierte Hydrocarbylgruppe oder inert substituierte Heterohydrocarbylgruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) Hydroxyl, Cyano, Halogen, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind); R3 und R4 unabhängig voneinander eine Hydrocarbylengruppe, Heterohydrocarbylengruppe, inert substituierte Hydrocarbylengruppe oder inert substituierte Heterohydrocarbylengruppe sind, wobei der Substituent (die Substituenten) Alkylamido, Hydroxy, Alkoxy, Halogen, Cyano, Aryloxy, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind). Zusammensetzung nach Anspruch 2, bei der X in der Formel des Polyetheramins unabhängig voneinander Wasserstoff, eine pimäre, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe, eine Glycidyloxygruppe, eine Hydroxylgruppe, eine Alkylgruppe, Heteroalkylgruppe, inert substituierte Alkylgruppe oder inert substituierte Heteroalkylgruppe, eine Arylgruppe oder eine inert substituierte Arylgruppe; eine Alkoxygruppe oder inert substituierte Alkoxygruppe; eine Aryloxygruppe oder inert substituierte Aryloxygruppe; eine Alkanthiogruppe oder inert substituierte Alkanthiogruppe; eine Arenthiogruppe oder inert substituerte Arenthiogruppe ist; wobei der Substituent (die Substituenten) Hydroxyl, Cyano, Halogen, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind). Zusammensetzung nach Anspruch 2, bei der X in der Formel des Polyetheramins unabhängig voneinander repräsentiert wird durch eine der folgenden Formeln: wobei R5 unabhängig voneinander eine Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine inert substituierte Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine Arylgruppe oder inert substituierte Arylgruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) Cyano, Halogen, Alkyl, Aryl, Alkoxy, Aryloxy, Alkylamido, Arylamido, Alkylcarbonyl oder Arylcarbonyl ist (sind); R6 unabhängig voneinander Wasserstoff, eine Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine inert substituierte Alkyl- oder Heteroalkylgruppe, eine Arylgruppe oder inert substituierte Arylgruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) derselbe ist (dieselben sind) wie bei R5; und R7 eine Alkylen- oder Heteroalkylengruppe, eine inert substituierte Alkylen- oder Heteroalkylengruppe, eine Arylengruppe oder inert substituierte Arylengruppe ist, wobei der Substituent (die Substituenten) derselbe ist (dieselben sind) wie bei R3 und R4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, bei der X in der Formel des Polyetheramins 2-Hydroxyethylamino, Dimethylamino, Diethylamino, Piperidino, N-(2-Hydroxyethyl)piperazino, Methoxy, Ethoxy, Propoxy, 2-(Methoxy)ethoxy, 2-(Ethoxy)ethoxy, Benzyloxy, Phenyloxy, p-Methylphenyloxy, p-Methoxyphenoxy, 4-tert-Butylphenyloxy, Methylmercapto, Ethylmercapto, Propylmercapto, 2-(Methoxy)ethylmercapto, 2-(Ethoxy)ethylmercapto, Benzylmercapto, 2,3-Dihydroxypropylmercapto, Phenylmercapto, p-Methylphenylmercapto, Acetat, Benzoat, Acetamido oder Benzolsulfonamido ist. Zusammensetzung nach Anspruch 2, bei der in der Formel des Polyetheramins R1 Wasserstoff oder Methyl ist; R2 Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, 2-Hydroxyethyl, 3-Hydroxypropyl, 2-Hydroxypropyl, 2,3-Dihydroxypropyl, 2-(Acetamido)ethyl, Benzyl, Phenyl, p-Methoxyphenyl, p-Methylphenyl ist; R3 Ethylen, 1,2-Propylen oder 1,2-Butylen ist; und R4 Ethylen, 1,2-Propylen oder 1,2-Butylen, Propylen, Butylen, Hexamethylen, 1,4-Xylylen, 1,3-Xylylen, 1,4-Phenylen, 1,3-Phenylen oder 1,2-Phenylen ist. Zusammensetzung nach Anspruch 2, bei der B in der Formel des Polyetheramins 1,4-Phenylen, 1,3-Phenylen, 1,2-Phenylen, Methylendiphenylen, Isopropylidendiphenylen, Oxydiphenylen, Thiodiphenylen, Carbonyldiphenylen, Diphenylfluoren oder &agr;-Methylstilben oder eine Kombination davon ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der das Polyetheramin das Reaktionsprodukt eines Diglycidylethers, eines difunktionellen Amins und fakultativ eines monofunktionellen Nucleophils ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der das organische Nucleophil ein monofunktionelles Nucleophil ist. Zusammensetzung nach Anspruch 9, bei der das monofunktionelle Nucleophil ein Amin, ein Hydroxyaren, ein Aryloxidsalz, eine Carbonsäure, ein Carbonsäuresalz, ein Thiol oder ein Thiolatsalz ist. Zusammensetzung nach Anspruch 10, bei der das Amin Dimethylamin, Diethylamin, Bis(2-hydroxyethyl)amin, Diphenylamin, Piperidin, N-(2-Hydroxyethyl)piperazin oder 2-Methylimidazol ist; das Hydroxyaren Phenol, Cresol, Methoxyphenol oder 4-tert-Butylphenol ist; das Aryloxidsalz Natrium- oder Kaliumphenolat ist; die Carbonsäure Essigsäure oder Benzoesäure ist; das Carbonsäuresalz Natriumacetat, Kaliumacetat, Calciumacetat, Kupfer(II)-acetat, Natriumpropionat, Kaliumpropionat, Calciumpropionat, Natriumbenzoat, Kaliumbenzoat, Natriumethylhexanoat, Kaliumethylhexanoat oder Calciumethylhexanoat ist; das Thiol 3-Mercapto-1,2-propandiol oder Benzolthiol ist; und das Thiolatsalz Natrium- oder Kaliumbenzolthiolat ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der das organische Nucleophil ein polyfunktionelles Nucleophil ist. Zusammensetzung nach Anspruch 12, bei der das polyfunktionelle Nucleophil ein polyfunktionelles Amin, eine polyfunktionelle Carbonsäure, ein polyfunktionelles Carbonsäuresalz, ein polyfunktionelles Phenol, ein polyfunktionelles Phenolatsalz, ein polyfunktionelles Thiol, ein polyfunktionelles Thiolatsalz, eine Aminosäure oder ein Aminosäuresalz ist. Zusammensetzung nach Anspruch 13, bei der das polyfunktionelle Amin Ethylendiamin, Propylendiamin, Butylendiamin, Diethylentriamin, Triethylentetraamin, Tetraethylenpentaamin oder Polyethylenpolyamin ist; die polyfunktionelle Carbonsäure Zitronensäure ist; das polyfunktionelle Carbonsäuresalz Natrium- oder Kaliumcitrat ist; die Aminosäure Glycin ist; und das Aminosäuresalz Natrium- oder Kaliumglycinat ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der das organische Nucleophil das Produkt der Umsetzung eines Polyethylenpolyamins mit Ethlyenoxid oder Propylenoxid oder eine Mischung solcher Produkte ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der die anorganische Base Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Calciumoxid oder Magnesiumoxid ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der die organische Base Triethylendiamin oder 1,5-Diazabicyclo(5.4.0)undec-7-en ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der die anorganische Base, die organische Base oder das organische Nucleophil, bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung, in einer Menge von 0,1 bis 15,0 Gew.-% vorhanden ist. Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei dem eine anorganische Base, eine organische Base oder ein mono- oder polyfunktionelles organisches Nucleophil mit einem Polyetheramin in Kontakt gebracht wird. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die anorganische Base, die organische Base, das monofunktionelle organische Nucleophil oder das polyfunktionelle organische Nucleophil dem Polyetheramin in einem geschmolzenen Zustand zugesetzt wird. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die anorganische Base, die organische Base, das monofunktionelle organische Nucleophil oder das polyfunktionelle organische Nucleophil in einem Extruder mit dem Polyetheramin gemischt wird. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die anorganische Base, die organische Base, das monofunktionelle organische Nucleophil oder das polyfunktionelle organische Nucleophil zusammen mit dem Polyetheramin in einem Lösungsmittel gelöst und das Lösungsmittel abgedampft wird. Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei dem zunächst ein difunktionelles Amin, ein Diglycidylether und fakultativ ein monofunktionelles Nucleophil umgesetzt werden und das Reaktionsprodukt in situ mit einer anorganischen Base, einer organischen Base, einem monofunktionellen organischen Nucleophil oder einem polyfunktionellen organischen Nucleophil in einem Lösungsmittel oder in einem geschmolzenen Zustand gemischt wird. Verfahren nach Anspruch 23, bei dem das difunktionelle Amin, der Diglycidylether und das optionale polyfunktionelle Nucleophil zunächst umgesetzt und dann in situ in einem Extruder mit der anorganischen Base, der organischen Base, dem monofunktionellen organischen Nucleophil oder dem polyfunktionellen organischen Nucleophil gemischt werden. Zusammensetzung nach Anspruch 1 in Form eines Lösungsmittellacks, eines Wasserlacks, eines Laminats, eines Schaumstoffs, eines Films, eines Behälters oder eines Formkörpers. Mehrlagige Struktur mit einander abwechselnden Schichten aus einem Polyester, Polyamid, Polyolefinen oder Polymeren auf der Basis aromatischer Monovinylmonomere und der Zusammensetzung nach Anspruch 1. Struktur nach Anspruch 26, bei der das Polyester Poly(ethylenterephthalat) oder Poly(ethylennaphthalindicarboxylat) ist. Struktur nach Anspruch 26 in Form einer extrudierten Feinfolie, einer extrusionsgeblasenen Folie, einer extrudierten Endlosfolie, eines warmgeformten Behälters oder einer spritzgegossenen oder extrusionsgeblasenen Flasche oder eines solchen Behälters.






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