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Dokumentenidentifikation DE10152402B4 12.10.2006
Titel Verfahren zum Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus plattenförmigem Ausgangsmaterial
Anmelder Wissner, Rolf, Dipl.-Ing., 37079 Göttingen, DE
Erfinder Wissner, Rolf, Dipl.-Ing., 37079 Göttingen, DE
Vertreter Rehberg Hüppe + Partner, 37073 Göttingen
DE-Anmeldedatum 24.10.2001
DE-Aktenzeichen 10152402
Offenlegungstag 08.05.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B26D 7/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B26D 7/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B26D 7/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B25B 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B27M 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus plattenförmigem Ausgangsmaterial, mit den Schritten: Anordnen mindestens eines Bogens aus einem Bahnenmaterial auf einer Spannplatte, Anordnen mindestens einer Platte des Ausgangsmaterials auf dem Bogen, Spannen des Ausgangsmaterials auf der Spannplatte, indem durch Absaugkanäle in der Spannplatte Luft abgesaugt wird, wobei der Bogen aus einem begrenzt luftdurchlässigen Bahnenmaterial besteht, Bearbeiten des Ausgangsmaterials mit einem materialabnehmenden Werkzeug, um die kleinteiligen Objekte herauszuarbeiten, wobei der Bogen nicht durchgehend um die Objekte herum durchstochen wird, Beenden des Spannens und Entfernen der kleinteiligen Objekte von der Spannplatte.

Eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art, deren Betriebsweise dem Verfahren der eingangs beschriebenen Art entspricht, ist aus der DE 40 30 113 A1 bekannt. Bei dieser Vorrichtung wird auf der Spannplatte, die mit Bohrungen zur Ausbildung der Absaugkanäle versehen ist, zunächst eine begrenzt luftdurchlässige Schicht angeordnet, bei der es sich um einen Bogen Filterpapier handelt. Auf dem Filterpapier wird dann eine Platte aus dem zu bearbeitenden Material angeordnet. Diese Platte wird durch Absaugen durch die Bohrungen in der Spannplatte mit Hilfe einer Vakuumpumpe gespannt, wobei sich das Vakuum in dem Filterpapier zwischen den einzelnen Bohrungen in der Spannplatte seitlich ausdehnt. Die Bohrungen von nur kleinem Durchmesser haben dabei eine Durchströmungsdrosselfunktion, die verhindert, dass das Vakuum zusammenbricht, wenn die Platte aus dem zu bearbeitendem Material nicht oberhalb aller Bohrungen in der Spannplatte angeordnet ist oder einzelne oder mehrere dieser Bohrungen beim Bearbeiten des plattenförmigen Ausgangsmaterials freigelegt werden. Nach dem Bearbeiten des Ausgangsmaterials, bei dem kleinteilige Objekte herausgearbeitet werden, wird die Absaugung durch die Bohrungen in der Spannplatte beendet. Hierdurch geht der Unterdruck im Bereich des Filterpapiers zurück, und die verbleibenden Reste des plattenförmigen Ausgangsmaterials sowie die hieraus herausgearbeiteten kleinteiligen Objekte können von der begrenzt luftdurchlässigen Schicht abgenommen werden. Es stellt sich jedoch heraus, dass dieses Abnehmen, insbesondere dann, wenn eine Vielzahl von kleinteiligen Objekten vorliegt, eine vergleichsweise lange Zeit in Anspruch nimmt, die von derselben Größenordnung sein kann, wie die Zeit, die zum Herausarbeiten der kleinteiligen Objekte aus dem plattenförmigen Ausgangsmaterial benötigt wurde. Mit anderen Worten geht die Zeit, die zum Abnehmen der kleinteiligen Objekte von der luftdurchlässigen Schicht bzw. der Spannplatte benötigt wird, ganz erheblich in die Taktzeit der bekannten Vorrichtung ein.

Weiterhin sind sogenannte Folienschneideplotter bekannt, bei denen ein Verbundmaterial bestehend aus einer selbstklebenden Folie und einer die Klebeseite der selbstklebenden Folie rückwärtig abdeckenden, durchgängigen Adeckschicht mit einem Trennmesser bearbeitet wird. D.h., die Materialbearbeitung erfolgt nicht materialabnehmend. Mit dem Trennmesser wird so in das Verbundmaterial eingestochen, dass zwar die selbstklebende Folie durchschnitten wird, dass aber die Abdeckschicht nicht vollständig durchstochen wird. Das fertig bearbeitete Ausgangsmaterial, aus dem beispielsweise selbstklebende Buchstaben herausgearbeitet wurden, kann aufgrund der noch zusammenhängenden Abdeckschicht mit den darauf klebenden Selbstklebebuchstaben sehr schnell aus dem Folienschneideplotter entfernt werden.

Aus der DE 197 36 424 A1 ist eine Schneidemaschine zum Schneiden von flächigem biegsamen Gut, wie Stoffen, Textilien oder dgl. bekannt. Dabei wird eine Schneideunterlage verwendet, die einen verformungsstabilen Träger, wie beispielsweise ein Polyestergewebe, aufweist. Der Träger trägt beidseitig ein homogenes Paket aus Fasern, das fest an dem Träger verankert ist. Der Aufbau der Schneidunterlage erlaubt eine luftdurchlässige Ausbildung und damit die Ansaugung des zu schneidenden Guts mittels einer Vakuum-Einrichtung, um das zu schneidende Gut unverrückbar gegen die Schneidunterlage anzulegen. Auf diese Weise ist das zu schneidende Gut beim Schneiden fixiert. Die Schneidunterlage kann in Form eines Transportbandes ausgebildet sein, um in einem Bereich des Transportbands vor der Schneidemaschine das zu schneidende Gut auf das Transportband aufzulegen und um das geschnittene Gut in einem Bereich des Transportbands nach der Schneidemaschine abzuräumen. Hierdurch wird die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht, da vorbereitende Handlungen für einen künftigen Schnitt und nachbereitende Handlungen für einen vorhergehenden Schnitt gleichzeitig mit dem Schneidvorgang durchgeführt werden können. Die bekannte Schneidemaschine ist nicht für das Material abnehmende Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus einem plattenförmigen Ausgangsmaterial vorgesehen, bei dem die Objekte allseitig mit Abstand zu dem verbleibenden Ausgangsmaterial freigelegt werden.

Aus der DE 37 09 373 C2 ist ein Verfahren zum Zuschneiden von Flachmaterialstücken bekannt, bei dem eine Tierhaut auf einer als Borstenbett ausgebildeten Trommelaußenfläche durch ein Vakuum gehalten und auf der Trommeloberfläche zugeschnitten wird. Nachdem der Schneidschritt abgeschlossen ist, wird das Vakuum, das die Haut an der Oberfläche der Trommel hält, abgeschaltet und die geschnittene Haut wird auf einen ebenen Entladeförderer abgegeben. Um die Abgabe der geschnittenen Haut von der Trommelaußenfläche aus auf den Förderer zu unterstützen, wird eine Pumpe, mit der zuvor das Vakuum aufgebracht wurde, vom Saug- in einen Druckbetrieb umgeschaltet, damit die geschnittene Haut von der Trommelaußenfläche auf den Förderer geblasen wird. Dieses bekannte Verfahren ist ebenfalls nicht zum Material abnehmenden Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus einem plattenförmigen Material vorgesehen, bei dem die Objekte allseitig mit Abstand zu dem verbleibenden Ausgangsmaterial freigelenkt werden.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus einem plattenförmigen Ausgangsmaterial aufzuzeigen, mit dem die Taktzeiten beim Herausarbeiten der kleinteiligen Objekte deutlich erhöht werden können

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Verfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, dass die kleinteiligen Objekte von der Spannplatte entfernt werden, indem sie mit dem Bogen von der Spannplatte seitlich auf eine mit der Unterseite des Bogens fludtende Abseitzplatte herüber gezogen werden, wobei beim Herunterziehen des Bogens von der Spannplatte Luft durch die Absaugkanäle in der Spannplatte ausgeblasen wird.

Die Erfindung macht sich zunutze, dass bei einem gattungsgemäßen Verfahren ein Bogen aus Bahnenmaterial zwischen dem Ausgangsmaterial und der Spannplatte angeordnet wird, der beim Herausarbeiten der kleinteiligen Objekte aus dem Ausgangsmaterial nicht umlaufend um die kleinteiligen Objekte durchstochen wird. D. h., dieser Bogen ist noch zusammenhängend und kann zusammenhängend von der Spannplatte herunter gezogen werden, wobei, sofern dieses herunter Ziehen nicht zu schnell erfolgt, die kleinteiligen Objekte in definierter Relativlage mitgenommen werden. Durch Auswahl des bahnenförmigen Materials des Bogen kann die Haftreibung der kleinteiligen Objekte an dem Bogen auch erhöht werden. Es geht hier aber nicht darum, das Ausgangsmaterial auf dem Bogen aus Bahnenmaterial aufzukleben, um so zu einem Verbund ähnlich dem Ausgangsmaterial eines Folienschneideplotters zu kommen, so dass auch die kleinteiligen Objekte hinterher auf dem Bogen kleben. Vielmehr kommt das neue Verfahren ohne eine solche Verklebung aus, auch wenn Bahnenmaterial mit erhöhter Haftreibung eingesetzt wird. Entsprechend kann auf den Aufwand für die Verklebung und auch auf spezielles Bahnenmaterial für die Verklebung verzichtet werden. Auch verbliebene Reste des Ausgangsmaterials können mit dem Bogen des Bahnenmaterials von der Spannplatte entfernt werden. Ihre Entfernung kann aber auch bereits vorher vorgenommen werden, insbesondere dann, wenn es sich um größere zusammenhängende Abschnitte handelt.

In jedem Fall sind die kleinteiligen Objekte in kürzester Zeit von der Spannplatte entfernt, und dort kann eine neue Platte des Ausgangsmaterials für die Bearbeitung angeordnet werden.

Dies gilt auch dann, wenn der Bogen mit den kleinteiligen Objekten von der Vakuumspannplatte seitlich auf eine Abstützplatte herüber gezogen wird. Diese Abstützplatte kann die Platte eines verfahrbaren Tisches sein, mit dem die kleinteiligen Objekte in eine nächste Be- bzw. Verarbeitungsstation überführt werden. Idealerweise ist die Abstützplatte, auf die die kleinteiligen Objekte herüber gezogen werden, so angeordnet, dass sie mit der Unterseite des Bogens fluchtet. Hierdurch werden Stöße oder anderweitige Kräfte auf die kleinteiligen Objekte beim Übergang von der Spannplatte auf die Abstützplatte vermieden.

Die Abstützplatte kann auch ein Palettenboden sein und in dieser Form zum weiteren Transportieren und/oder Handhaben der kleinteiligen Objekte verwendet werden.

Bei dem neuen Verfahren wird beim herunter Ziehen des Bogens von der Vakuum-Spannplatte, die zuvor zum Spannen des plattenförmigen Ausgangsmaterials durch Unterdruck diente, Luft durch die Absaugkanäle in der Spannplatte ausgeblasen. Hierdurch entsteht ein Luftpolster unter dem die kleinteiligen Objekte tragenden Bogen, auf dem der Bogen mit besonders geringem Widerstand seitlich von der Spannplatte herunter gezogen werden kann.

Auch beim Spannen mit Unterdruck kann der Bogen, der mit den kleinteiligen Objekten von der Spannplatte herunter gezogen wird, die einzige luftdurchlässige Schicht auf der Spannplatte ausbilden. Bevorzugt ist es aber, wenn der Bogen auf einer weiteren begrenzt luftdurchlässigen Schicht auf der Spannplatte angeordnet wird, die beim Entfernen des Bogens mit den kleinteiligen Objekten auf der Spannplatte verbleibt. Zu diesem Zweck kann die begrenzt luftdurchlässige Schicht beispielsweise mit einem Adhäsionsklebstoff auf der Spannplatte fixiert werden. Auch bei der aus der DE 40 30 113 A1 bekannten Vorrichtung wird die begrenzt luftdurchlässige Schicht möglichst mehrfach verwendet, um Kosten einzusparen, selbst wenn sie als Verbrauchsartikel aus Filterpapier ausgebildet ist. Bei dem neuen Verfahren ist es daher aus Kostengründen sinnvoll, die begrenzt luftdurchlässige Schicht nicht allein aus dem Bogen auszubilden, der mit den kleinteiligen Objekten von der Spannplatte herunter gezogen wird. Vielmehr ist es sinnvoll, nur einen möglichst geringen Teil der begrenzt luftdurchlässigen Schicht dem Bogen zuzuordnen. Der Rest kann als weitere Schicht aus Filterpapier beispielsweise mit einem Adhäsionsklebstoff auf der Spannplatte fixiert werden, so dass er über einen längeren Zeitraum, d. h. die Bearbeitung mehrerer Platten des Ausgangsmaterials hinweg benutzt werden kann. Bei dieser Verfahrensvariante wird die unterhalb des Bogens angeordnete weitere luftdurchlässige Schicht zudem durch den Bogen vor Beschädigungen durch das Material abnehmende Werkzeug, mit dem das Ausgangsmaterial bearbeitet wird, geschützt. Ihre Standzeit wird hierdurch erheblich erhöht.

Gleichzeitig stellt sich heraus, dass an das Bahnenmaterial für den Bogen, wenn dieses zusätzlich zu einer weiteren begrenzt luftdurchlässigen Schicht eingesetzt wird, nur geringe Anforderungen gestellt werden. So kann als Bahnenmaterial für den Bogen Zeitungspapier verwendet werden. Zeitungspapier steht insbesondere in Form von Zeitungspapierrestrollen, auf denen sich immer noch einige 100 m2 Zeitungspapier befinden, kostengünstig zur Verfügung. Es ist von seiner Luftdurchlässigkeit, seiner Stärke und seiner Stabilität völlig ausreichend, um die hier an den Bogen gestellten Anforderungen voll zu erfüllen.

Dabei wird der Bogen vorzugsweise von einer Vorratsrolle des Bahnenmaterials direkt auf die Spannplatte abgezogen.

Eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens kann eine an sich bekannte Vorrichtung, d. h. beispielsweise eine an sich bekannte Fräsmaschine sein. Für die bevorzugten Ausführungsformen des neuen Verfahrens sind aber gewisse Vorkehrungen auch bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu treffen. So ist eine Vorrichtung der eingangs beschrie benen Art dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsrichtung der Vakuumpumpe umkehrbar ist, um Luft durch die Absaugkanäle in der Spannplatte auszublasen.

Weiterhin kann eine Haltereinrichtung für eine Vorratsrolle von Bahnenmaterial in der Breite der Spannplatte vorgesehen sein, von der das Bahnenmaterial zum Abdecken der Spannplatte abziehbar ist.

Die Erfindung wird im folgenden anhand von zwei Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. In den Zeichnungen ist

1 eine schematische Seitenansicht der Durchführung eines neuen Verfahrens in einer ersten Ausführungsform und

2 eine schematische Seitenansicht der Durchführung des neuen Verfahrens in einer zweiten Ausführungsform auf einer neuen Vorrichtung.

In 1 sind die wesentlichen Teile einer Vorrichtung 1 skizziert, die zum Herausarbeiten von hier nicht dargestellten kleinteiligen Objekten aus einer Platte 2 von Ausgangsmaterial 3 dient. Die Vorrichtung 1 umfasst eine Spannplatte 4, durch Pfeile angedeutete Spannelemente 5 zum Spannen der Platte 2 auf der Spannplatte 4 und einen Bearbeitungskopf 6 mit einem rotierenden Werkzeug 7 zur eigentlichen materialabnehmenden Bearbeitung der Platte 2. Dem Werkzeugkopf 6 ist ein Spanabsauggehäuse 8 zugeordnet, dessen Unterseite sich an der Oberseite der Platte 2 abstützt und diese damit zusätzlich auf die Spannplatte 4 im Sinne eines Spannens der Platte 2 auf die Spannplatte 4 niederdrückt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist zwischen der Spannplatte 4 und der Platte 2 ein Bogen 9 aus Bahnenmaterial 10 angeordnet. Konkret handelt es sich um einen Bogen 9 aus Zeitungspapier 11. Auch bei seiner relativ geringen Dicke schützt der Bogen 9 die Spannplatte 4 vor dem Werkzeug 7, wenn mit dem Werkzeug 7 kleinteilige Objekte aus der Platte 2 herausgearbeitet werden, wobei die Platte 2 durchstochen wird. Dabei wird bei den erfindungsgemäßen Verfahren darauf geachtet, dass der Bogen 9 seinerseits beim Durchstechen der Platte 2 nicht vollständig durchstochen wird. Nach dem Bearbeiten der Platte 2, d. h. nach dem Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus der Platte 2 werden die Spannelemente 5 entfernt, und es wird auch der Werkzeugkopf 6 mit dem Spanabsauggehäuse 8 angehoben. Dann kann durch Herunterziehen des Bogens 9 von der Spannplatte 4 in Richtung eines Pfeils 12, d. h. um zwei Umlenkrollen 13 herum, die Gesamtheit der kleinteiligen Objekte, die sich zuvor auf der Spannplatte 4 befunden haben, in einen Auffangbehälter 14 überführt werden. Dabei darf der Bogen 9 zwar nicht zu schnell, d. h. unter den kleinteiligen Objekten hinweg gezogen werden, es ist im Vergleich zu einem manuellen Abnehmen der kleinteiligen Objekte von der Spannplatte 4 aber immer eine sehr große Zeitersparnis gegeben, und die Spannplatte 4 steht für die Aufnahme einer nächsten Platte 2 aus Ausgangsmaterial 3 und deren Verarbeitung sehr schnell wieder zur Verfügung.

Die in 2 skizzierte Ausführungsform des neuen Verfahrens ist in folgenden Punkten gegenüber der Ausführungsform gemäß 1 modifiziert. Die Spannplatte 4 ist mit Bohrungen 15 zur Ausbildung von Absaugkanälen 16 versehen, die an einem Verteiler 17 einer Vakuumpumpe 18 angeschlossen sind, was hier nur schematisch angedeutet ist. Direkt auf der Spannplatte 4 ist eine luftdurchlässige Schicht 19 vorgesehen, beispielsweise in Form eines Bogens Filterpapier, der mit Adhäsionsklebstoff auf der Oberfläche der Spannplatte 4 fixiert ist. Oberhalb der begrenzt luftdurchlässigen Schicht 19 verläuft der Bogen 9 aus Zeitungspapier 11, der seinerseits auch eine begrenzte Luftdurchlässigkeit aufweist. Durch Absaugen durch die Bohrungen 15 wird so ein Unterdruck an der Unterseite der Platte 2 hervorgerufen, der die Platte 2 unter Zwischenordnung des Bogens 9 und der begrenzt luftdurchlässigen Schicht 19 auf die Spannplatte 4 aufspannt. Die bis hierher beschriebene Vorrichtung kann daher auch als Vakuumspannplatte bezeichnet werden. Der Werkzeugkopf 6 ist hier zwar ohne das Spanabsauggehäuse 8 dargestellt. Aber auch in der Ausführungsform gemäß 2 wird in der Regel ein Spanabsauggehäuse 8 vorgesehen sein. Ein echter Unterschied ist wieder, dass der Bogen 9 von einer Vorratsrolle 20 abgezogen wird, die so gelagert ist, dass sie das Zeitungspapier 11 direkt in der Ebene der Spannplatte 4 anliefert. Von dem Bahnenmaterial 10 auf der Vorratsrolle 20 kann der Bogen 9 abgetrennt werden, sobald er auf die Spannplatte 4 bzw. die darauf angeordnete luftdurchlässige Schicht 19 aufgezogen wurde. Bevorzugt ist es aber, den Bogen 9 zunächst noch nicht abzutrennen. Vielmehr wird vorzugsweise erst die Bearbeitung der Platte 2 unter ihrer Vakuumspannung durchgeführt. Dann wird die Arbeitsrichtung der Vakuumpumpe 13 umgekehrt. Hierdurch wird nicht nur die Vakuumspannung aufgehoben, sondern es wird auch ein Luftpolster unter dem Bogen 9 hervorgerufen, auf dem der Bogen 9 mit den darauf befindlichen Objekten leicht seitlich in Richtung des Pfeils 12 auf eine Abstützplatte 21 herüber gezogen werden kann. Dabei zieht der Bogen 9 einen neuen Bogen 9 von der Vorratsrolle 20 ab und auf die Spannplatte 4 auf. Anschließend kann der erste Bogen 9 von dem neuen Bogen 9 zwischen der Abstützplatte 21 und der Spannplatte 4 abgetrennt werden. Dann wird die Arbeitsrichtung der Vakuumpumpe 18 wieder umgekehrt, um eine nächste Platte 2 auf dem neuen Bogen 9 zu spannen. Die Abstützplatte 21 kann dann gegen eine neue Abstützplatte 21 ausgetauscht werden. Die Abstützplatte 21, auf der sich der Bogen 9 mit den kleinteiligen Objekten befindet, kann in weitere Be- bzw. Verarbeitungsstationen überführt werden. Dazu ist vorteilhafterweise die Abstützplatte 21 Teil einer Palette 22 zum Handhaben der herausgearbeiteten kleinteiligen Objekte. Bei diesem Vorgehen schützt der Bogen 9 auch die begrenzt luftdurchlässige Schicht 19, die so über deutlich längere Zeiträume bei voller Funktion einsatzfähig ist, als wenn die Platte 2 direkt auf der begrenzt luftdurchlässigen Schicht 19 angeordnet würde.

1
Vorrichtung
2
Platte
3
Ausgangsmaterial
4
Spannplatte
5
Spannelement
6
Werkzeugkopf
7
Werkzeug
8
Spanabsauggehäuse
9
Bogen
10
Bahnenmaterial
11
Zeitungspapier
12
Pfeil
13
Umlenkrolle
14
Auffangbehälter
15
Bohrung
16
Absaugkanal
17
Verteiler
18
Vakuumpumpe
19
Schicht
20
Vorratsrolle
21
Abstützplatte
22
Palette


Anspruch[de]
Verfahren zum Herausarbeiten von kleinteiligen Objekten aus plattenförmigem Ausgangsmaterial (3), mit den Schritten:

– Anordnen mindestens eines Bogens (9) aus einem Bahnenmaterial (10) auf einer Spannplatte (4),

– Anordnen mindestens einer Platte (2) des Ausgangsmaterials (3) auf dem Bogen (9),

– Spannen des Ausgangsmaterials (3) auf der Spannplatte (4), indem durch Absaugkanäle (16) in der Spannplatte (4) Luft abgesaugt wird, wobei der Bogen (9) aus einem begrenzt luftdurchlässigen Bahnenmaterial (10) besteht,

– Bearbeiten des Ausgangsmaterials mit einem materialabnehmenden Werkzeug (7), um die kleinteiligen Objekte herauszuarbeiten, wobei der Bogen (9) nicht durchgehend um die Objekte herum durchstochen wird,

– Beenden des Spannens und

– Entfernen der kleinteiligen Objekte von der Spannplatte (4), dadurch gekennzeichnet, dass die kleinteiligen Objekte von der Spannplatte (4) entfernt werden, indem sie mit dem Bogen (9) von der Spannplatte (4) seitlich auf eine mit der Unterseite des Bogens (9) fluchtende Abstützplatte (21) herüber gezogen werden, wobei beim herunter Ziehen des Bogens (9) von der Spannplatte (4) Luft durch die Absaugkanäle (16) in der Spannplatte (4) ausgeblasen wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützplatte (21) zum weiteren Transportieren und/oder Handhaben der kleinteiligen Objekte verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen (9) auf einer weiteren begrenzt luftdurchlässigen Schicht (19) auf der Spannplatte (4) angeordnet wird. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die begrenzt luftdurchlässige Schicht (19) auf der Spannplatte (4) fixiert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Bahnenmaterial (10) für den Bogen (9) Zeitungspapier (11) verwendet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen (9) von einer Vorratsrolle (20) des Bahnenmaterials (10) abgezogen wird.






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