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Dokumentenidentifikation DE102004061212A1 12.10.2006
Titel Datenträger
Anmelder Merlaku, Kastriot, 80807 München, DE
Erfinder Merlaku, Kastriot, 80807 München, DE
DE-Anmeldedatum 20.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004061212
Offenlegungstag 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse G11B 7/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Datenträger, der durch ein neuartiges Verfahren beschrieben wird.
Der Durchmesser einer CD beträgt 12 cm. Die Daten sind auf einer spiralförmigen, von innen nach außen führenden Spur in Vertiefungen gespeichert. Diese Vertiefungen werden Pits (Täler) genannt. Sie sind 0,2 µm tief,0,6 µm breit und maximal 0,9 µm lang und durch Pressverfahren oder Laserstrahl erzeugt.
Ein ähnliches Verfahren, jedoch stark vereinfacht, wird hier auch genutzt. Anstatt des Laserstrahls wird der Tintenstrahl des Druckers benutzt, um die Datenspur auf einem Papierblatt oder Folie zu erzeugen.
Ein spezielles Programm wandelt eine Datei, z. B. einen Musik-Titel/Song, in Bestandteile um, die aus Punkten und Leerzeichen, wie sie auf einem CD-R mikroskopisch zu sehen wären, besteht. Es wird eine optische Spirale erzeugt, die wie eine CD-Scheibe optisch aussieht und ungefähr deren Größe aufweist (abhängig von der Dateigröße). Diese neue Datei wird als Bild-Datei dargestellt, die einfach aus unzähligen, spiralförmig angeordneten Punkten und Leerzeichen besteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Datenträger, der durch ein neuartiges Verfahren beschrieben wird.

Es gibt sehr viele Arten von Datenträgern, die verschiedene Eigenschaften aufweisen. Es gibt magnetische lesbare und schreibbare Datenträger (die bekannteste ist z.B. die herkömmliche Diskette, Festplatte), optische (CD, DVD), Magneto-Optische (Mini-Disk), mechanische (Schallplatte) etc.

Der in den Patentansprüchen 1 bis 23 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen extrem billigen und einfachen Datenträger zu schaffen, der für kurzen Informations-Austausch oder für Versuchzwecke geeignet ist.

Dieses Problem wird mit den in den Patentansprüchen 1 bis 23 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Vorteile der Erfindung sind:

  • – extrem billige Datenträger (weit unter einem Cent),
  • – die Datenträger sind sehr leicht wieder zu beschreiben oder zu löschen (die Folie oder Scheibe einfach mit Lösemittel abwischen – fertig),
  • – sehr gut geeignet für Informationen die nur für eine kurze Zeit gebraucht werden,
  • – schnelle und billige Kopiervorgang: es reicht das Einscannen des Datenträgers mit einen optischen Scanner und dann das Drucken mit einem herkömmlichen Tintenstrahl- oder Laserdrucker.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der 1 bis 3 erläutert. Es zeigen:

1 den neuartigen Datenträger,

2 das Schreibverfahren,

3 das Leseverfahren.

Der Durchmesser einer CD beträgt 12 cm. Die CD besteht aus Polycarbonat mit einer Dicke von 1,2 mm. Darin liegt eine reflektierende Aluminiumschicht. Sie ist einseitig mit Daten beschrieben und hat eine Speicherkapazität von 650 MByte bzw. 74 min. Abspielzeit.

Die Daten sind auf einer spiralförmigen, von Innen nach Außen, führenden Spur in Vertiefungen gespeichert. Diese Vertiefungen werden Pits(Täler) genannt. Sie sind 0,2 &mgr;m tief, 0,6 &mgr;m breit und maximal 0,9 &mgr;m lang.

Der Abstand zwischen den Spuren beträgt 1,6 &mgr;m. Die Zwischenräume zwischen den Pits werden Lands genannt. Bei einem CD-R generiert der Schreiblaser ein Muster aus Pits und Lands. Dazu schmilzt er an den jeweiligen Orten die Schreibsubstanz und verändert damit deren Lichtbrechung. Im Grunde wird also nichts anderes gemacht, als während der Pressung von kommerziellen Discs geschieht, nur, dass hier keine Pits gepresst werden, sondern die photosensitive Schreibschicht gezielt partiell lichtundurchlässig gemacht wird. Später beim Lesen resultiert die Verdunkelung der 'gebrannten' Stellen darin, dass der Laser des Abspielgerätes nicht mehr auf den metallischen Reflektor hinter der Schreibschicht trifft, sondern dass der Laserstrahl zerstreut wird – wodurch im Endeffekt und im Zusammenspiel mit den direkt zurückgeworfenen Lichtstrahlen dann das Muster aus Pits und Lands intern zu den abgespeicherten Informationen zurückkonvertiert werden kann.

Ein ähnliches Verfahren, jedoch stark vereinfacht wird hier auch genutzt. Anstatt des Laserstrahls, wird die Tintenstrahl 1 des Druckers 2 benutzt um die Datenspur 3 auf einem Papierblatt 4 oder Folie zu erzeugen.

Ein spezielles Programm umwandelt eine Datei, z.B. ein Musik-Titel/Song in Bestandteile um, die aus Punkten 5 und Leerzeichen 6, wie sie auf einem CD-R mikroskopisch zu sehen wären, besteht. Es wird eine optische Spirale 7 erzeugt, die wie eine CD-Scheibe optisch aussieht und ungefähr deren Grösse aufweist (abhängig von der Dateigröße). Diese neue Datei wird als Bild-Datei dargestellt, die einfach aus unzählige, spiralförmig angeordneten Punkten und Leerzeichen besteht.

Man öffnet diese Bilddatei und druckt sie mit einem hochauflösenden Tintenstrahl- oder Laserdrucker aus. Am besten druckt man eine scheibeförmig geschnittenes Papierblatt 4 oder Folie mit einem CD-Drucker. Dieser Drucker weist ein Fach auf, an dem eine CD-Scheibe angelegt und mit Farb-Muster bedruckt werden kann. Die Farbe muss nicht unbedingt schwarz sein und kann auch so gewählt werden, dass sie die Lichtstrahlen reflektiert und der Hintergrund sie absorbiert.

Die Tinten-Tröpfen werden gezielt auf die Scheibe abgegeben und eine Spirale erzeugen. Selbstverständlich, dass dieser Vorgang mit sehr hohe Auflösung erfolgen soll. Bei heutigen Druckern, die eine Auflösung von 5800 und mehr dpi erreichen können ist das kein Problem. Diese Auflösung garantiert eine sehr hohe Dichte der gedruckten Punkte. Die Dichte liegt bei ca. 0,00436 mm (ca. 4 &mgr;m). Dadurch dass der Spur-Abstand 3 mal grösser sein wird, bedeutet, dass die Dateimenge, die mit diesem Druckerverfahren hergestellte Datenträger ca. 12 Mal kleiner wäre als bei einer CD-Scheibe. Immerhin können ca. 54 MB Daten, auf einer Papierscheibe, die 12 cm gross ist, Platz finden. Diese Datenmenge reicht z.B. für 20 Songs in MP3-Format aus.

Die fertig erstellte Scheibe (aus Papier, Folie oder Plastik/Polycarbonat, etc.) kann dann in einem optischem Laufwerk eingeschoben werden. Sie wird wie eine CD-Scheibe gedreht und abgelesen.

Das Ablesen der Scheibe kann auch ein Scanner übernehmen. Durch ein spezielles Programm müsste dann das Bild in eine Datei umgewandelt werden, die ursprünglich für den Schreibvorgang zerlegt worden war. Erst dann kann sie z.B. als Musik-Titel gehört werden.

Selbstverständlich, dass ein Datenträger mit dieser Methode erstellt, keinesfalls näher an eine CD-ROM oder DVD-Scheibe ran kommt. Die Datenmenge ist hier ziemlich klein und die Datenverlustgefahr ist ziemlich gross. Trotzdem, ist dieser Datenträger extrem billig, schnell und unproblematisch herstellbar oder kopierbar.


Anspruch[de]
Datenträger,

dadurch gekennzeichnet,

dass er aus mindestens

– einer Folie oder einem Papier-Blatt, die/das aus einem durch den Tintenstrahl- oder Laserdrucker bedruckbares Material besteht,

– gedruckten feinen Punkten und/oder Linien, die so angeordnet sind,

dass sie eine Daten-Information, die mit einem optischen Lese-Laufwerk oder optischen Scanner gelesen werden kann, bilden, wobei die Farbpunkte, die auf dem Datenträger eingespritzt sind und die Hintergrundfläche unterschiedliche Lichtreflexions-Eigenschaften aufweisen,

besteht.
Datenträger, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens einer Scheibe die durchsichtig oder lichtreflektierend ist, wobei die Daten durch fein gespritzte Farbe, die andere Lichteigenschaften als die der Scheibe aufweist, die dann durch einen optischen Laufwerk oder Scanner lesbar sind, Datenträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der Punkte und/oder Linien spiralförmig oder an mehreren konzentrischen Kreisen verteilt, kreisförmig ist. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationstragende Spur, wie bei einer CD-ROM spiralförmig angelegt ist und aus lichtreflektierende und nicht reflektierenden Mikro-Flächen/Punkten besteht. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationstragende Spur, wie bei einer Festplatte konzentrations-kreisförmig angelegt ist. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Farb-Punkte Licht-Reflektierend sind, wobei der Hintergrund eher Lichtabsorbierend gebaut ist. Verfahren zum Speichern von Daten auf einem Papierblatt oder einer Folie,

dadurch gekennzeichnet,

dass

– mindestens ein PC-Programm, der ein Datenkonverter ist, der eine beliebige Datei, vorzugsweise eine Musik-Datei in eine Bild-Datei umwandeln kann, die ein optisches Spiralbild darstellt, das wie eine CD-Daten-Spur aussieht, die durch diese Datei auf einer CD-R mit einem CD-Brenner gebrannt gewesen wäre, die anstatt der Pits und Länder, schwarze Punkte und Leerzeichen aufweist,

– ein Papierblatt oder eine bedruckbare Folie mit einem Laser- oder Tintenstrahldrucker mit diese feinen Punkten und Leerzeichen gedruckt wird, wobei die Information als Bits und Bytes gespeichert sind, die dann durch einen optischen Lesegerät oder Laufwerk lesbar is.
Verfahren zum Lesen von Daten aus einem Papierblatt oder Folie, die mit dem Verfahren aus dem Anspruch 7 hergestellt worden ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass

– die mit Bits und Bytes fein bedruckte Folie oder das Papierblatt durch einen optischen Scanner gelesen wird,

– die feinen punktförmigen und/oder linienförmigen Bits und Bytes erkannt werden und in eine Computer-Datei umgewandelt werden.
Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druck-Auflösung der bedruckten Datenträger aus einem Papierblatt oder einer Folie sehr hoch ist. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Papierblatt oder die Folie wie eine CD-Scheibe geschnitten ist oder die Form einer CD-Scheibe aufweist. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die informationstragende Spur, die wie bei einer CD-ROM spiralförmig angelegt ist, auf einem CD- oder DVD-Laufwerk lesbar ist. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenträger-Farb-Spur mit einer Schutzfolie oder durch eine zweite durchsichtige Schutzscheibe geschützt ist. Datenträger nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie oder die andere Schutzscheibe leicht zu entfernen ist. Datenträger nach einem der Ansprüche 2 bis 7 oder 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe aus Kunststoff oder aus Papier/Photo-Papier besteht. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk mit mindestens eine optische Lese-Kopf, ein Datenträger-Aufnahme-Vorrichtung und ein Antriebs-Element, der ein scheibenförmigen Datenträger drehen kann,

dadurch gekennzeichnet,

– einem Druckkopf, der mit eine Tinten-Patrone gekoppelt ist,

– einem Drehteller, der eine Scheiben-Datenträger drehen kann,

– eine Steuereinheit, die mit eine Datenstromquelle gekoppelt ist und die den Druckkopf so steuert, dass er auf eine Datenträger-Fläche berührungslos Tinte in Form von Datenspuren, die ähnlich wie die Pits und Länder einer CD-ROM-Scheibe spiralförmig angeordnet sind, dass mindestens eine Farbe- oder Tinten-Druck-Patrone, deren Druckkopf-Steuerung mit eine Datenstrom-Einheit gekoppelt ist, wobei die Farbe oder die Tinte in Form von Datenspur während der Datenträger oder die Scheibe sich dreht, spiralförmig ähnlich wie die Datenspur einer CD-Scheibe, auf die Scheibe berührungslos aufgetragen wird, aufweist.
Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkopf mit einem Mechanismus gekoppelt ist, der sie radial während Schreiben, ähnlich wie der optische Lese-Kopf eines CD-Laufwerks, bewegt. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenträger-Scheibe ähnlich wie die CD-Scheibe oder in Form einer Scheibe, die aus Papier oder Plastik/Kunststoff gebaut ist. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe oder die Tinte eine spezielle Tinte ist, die sich sehr schnell trocknet. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Tinte wasserfest ist. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkopf der Druckpatrone ähnlich wie der Druckkopf eines Tintenstrahldruckers gebaut ist. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckpatrone austauschbar oder nachfüllbar ist. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach einem der Ansprüche 15 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufwerk das optische Lese-System aus einem optischen Lesekopf oder einem herkömmlichen Laser-Lesekopf wie das des CD-Laufwerks besteht. Datenträger-Schreib-/Lese-Gerät oder Laufwerk nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Lese-System aus mindestens einer Leuchtdiode oder Laserdiode, die die drehende Scheibe nach Tinten-Spuren abtastet, besteht.






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