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Dokumentenidentifikation DE102005002577B3 12.10.2006
Titel Fahrerhaus für ein Nutzfahrzeug
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Secker, Walter, 71034 Böblingen, DE;
Vahl, Uwe, Dipl.-Ing. (FH), 71296 Heimsheim, DE
DE-Anmeldedatum 20.01.2005
DE-Aktenzeichen 102005002577
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B62D 33/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60R 7/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Fahrerhaus (1) für ein Nutzfahrzeug mit einem sich zumindest teilweise über die Fahrerhausbreite erstreckenden Stauraum (3), der im hinteren Bereich einer Fahrerhausseitenwand (2) oberhalb des Kotflügels (4) über eine offene Aussparung (5) der Fahrerhausseitenwand (2) von außen zugänglich ist, wobei in den Stauraum (3) ein von innen und außen beladbares Staufachmodul (6) ein- und ausschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fahrerhaus für ein Nutzfahrzeug mit einem sich zumindest teilweise über die Fahrerhausbreite erstreckenden Stauraum.

Aus der DE 35 45 502 C2 ist ein Fahrerhaus für ein Nutzfahrzeug der eingangs genannten Art bekannt. In der Seitenwand des Fahrerhauses sind im hinteren unteren Bereich auf beiden Seiten zum Kotflügel offene Aussparungen zur Aufnahme von Staukästen oder anderen Gerätschaften, wie Tanks, Gasflaschen oder Zusatzleitungen offenbart. Der jeweilige Staukasten ist dabei über einen schwenkbaren Deckel von außen zugänglich. Der schwenkbare Deckel ist als formgerechte Weiterbildung der Seitenwand ausgeführt. Hierdurch sind die im Stauraum der Aussparung einbringbaren Teile ohne Veränderung der Seitenwandkarosserie austauschbar. Aus der DE 102 44 796 B3 ist ebenfalls eine Tür- und/oder Wandblende bekannt, die einen Staukasten enthält. Zur Beladung des Staukastens ist in der Tür- und/oder Wandblende eine separate schwenkverstellbare Klappe integriert.

Bedingt durch die Abmessungen des Nutzfahrzeugs und eines daraus resultierenden zunehmend höher angeordneten Fahrerhauses sind die Staufächer in einer Höhe angeordnet, in der diese von kleineren Personen in der Tiefe nicht mehr erreichbar sind und daher nicht vollständig genutzt werden können. Bei nur von innen zugänglichen Staufächer besteht das Problem, dass schwere und zu verstauende Gegenstände, wie zum Beispiel ein Werkzeugkasten oder ein Feuerlöscher nicht verstaut werden können, da diese Gegenstände bei einer Innenbeladung über mehrere Stufen meist einhändig vorn Benutzer in den Innenraum des Fahrerhauses gehoben werden müssen. Von innen zugängliche Staufächer dienen daher im Allgemeinen der Aufnahme von kleinen und leichten Gegenständen, wie Lebensmittel, Straßenkarten, etc. Bei nur von außen zugänglichen Staufächern sind diese im allgemeinen durch ihre Kasten- oder Boxenform von außen nur teilweise und im hinteren Bereich nur schwer erreichbar.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, für ein Fahrerhaus eines Nutzfahrzeug der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere den Gebrauchswert des innen liegenden Stauraums erhöht.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß ist für eine vollständige Zugänglichkeit eines Stauraums im Fahrerhaus ein von innen und außen beladbares Staufachmodul vorgesehen, das in den Stauraum ein- und ausschiebbar angeordnet ist. Bei einem vollständig ausgeschobenen Staufachmodul ist dieses von außen über den gesamten Lade- und Stauraum erreichbar. Hierdurch können die zu verstauenden Gegenstände besonders einfach, ordentlich und sicher sowie platzsparend gepackt werden. Zudem ist das Staufachmodul im vollständig eingeschobenen Zustand von innen über den gesamten Lade- und Stauraum erreichbar. Dies ermöglicht ein sicheres Beladen des Stauraums, so dass ein Herausfallen der Gegenstände während der Fahrt vermieden wird.

Für eine möglichst einfache und schnelle Zugänglichkeit des Stauraums ist das Staufachmodul in Art eines Schlittens, eines gleitenden Wagens, eines Rollwagens oder einer Schublade in den Stauraum ein- oder ausschiebbar. Zweckmäßigerweise weist der Stauraum zur Führung des Staufachmoduls am Boden eine Führungsschiene auf. In Abhängigkeit von der Art der Schubbewegung des Staufachmoduls – gleitend, rollend, schiebend – kann zusätzlich oder alternativ zur Führungsschiene eine Führungsnut am Stauraumboden und/oder am Boden des Staufachmoduls vorgesehen sein. Bei einer Ausführung des Staufachmoduls als Schublade ist diese von einem Führungskanal umgeben, in welchen seitlich Führungsschienen angeordnet sind. Das Staufachmodul weist je nach Art der Führung entsprechende Führungselemente, z. B. Rollen, mindestens eine Schiene oder eine Nut am Boden auf.

Für eine sichere Positionierung und Halterung des Staufachmoduls weist dieses eine von innen und/oder außen betätigbare Arretierung oder Verriegelung auf. Beispielsweise ist die Verriegelung als eine Seilzugverriegelung, eine elektro-mechanische Verriegelung und/oder eine Rastverriegelung ausgebildet. Die Verriegelung erfolgt dabei sowohl in der vollständig geschlossenen als auch in der vollständig geöffneten Endstellung. Durch eine Arretierung in der vollständig geöffneten Endstellung kann das Staufachmodul sicher und ohne Verschieben beladen werden. Insbesondere ist in der vollständig geöffneten Endstellung eine Beladung des Staufachmoduls von außen mit beiden Händen des Benutzers möglich. In der vollständig geschlossenen Endstellung ist das Staufachmodul vor einem Verschieben während der Fahrt gesichert.

Um eine unberechtigte Benutzung des von außen zugänglichen Stauraums zu vermeiden, umfasst das Staufachmodul zudem eine von innen und/oder außen betätigbare Schließvorrichtung. Als Schließvorrichtung dient eine der herkömmlichen Schließ- oder Verriegelungsvorrichtungen, z. B. ein mechanischer Schlüssel, ein elektromechanisches Schloss, ein über Funk betätigbares Schloss.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Staufachmodul an der zur Fahrerhausseitenwand benachbarten Seitenwand ein geschlossenes Wandelement auf, das von außen formschlüssig in den Öffnungsrahmen der Aussparung anordbar ist. Das Wandelement weist insbesondere eine an die Außenkontur der betreffenden Fahrerhausseite angepasste Außenkontur und Oberflächenkontur auf. Dabei bildet das Wandelement in geschlossener Endlage des Staufachmoduls ein Außenbeplankungsteil der Fahrerhausseitenwand. Hierzu ist das Wandelement in den Öffnungsrahmen der Aussparung versenkbar angeordnet. Darüber hinaus ist das Wandelement zur Abdichtung des Stauraums gegenüber von außen eindringbaren Schmutz, Verunreinigungen und/oder Feuchte oder Nässe mit einer umlaufenden Dichtung versehen, die an den Öffnungsrahmen der Aussparung angepasst ist.

Alternativ kann anstelle des Wandelements, welches selbst ein Beplankungsteil der Fahrerhausseitenwand bildet, im Bereich der offenen Aussparung der Fahrerhausseitenwand eine nach außen schwenkbare Klappe angeordnet sein. Bedingt durch die Höhe des Fahrerhauses ist die separat ausgebildete Klappe nach unten auf schwenkbar ausgeführt. Je nach Ausführung der Klappe kann diese in eine horizontale Gebrauchslage schwenkbar gelagert sein. Dies ermöglicht eine Ablagefläche zur Beladung des Staufachmoduls. Alternativ kann die Klappe vollständig nach unten klappbar sein.

Für eine einfache Zugänglichkeit von außen weist die Außenoberfläche des Wandelements einen sich quer erstreckenden Absatz auf, der zumindest teilweise eine durch eine Vertiefung gebildete Griffzone aufweist. Mit anderen Worten: Das als Außenbeplankungselement ausgebildete Wandelement des Staufachmoduls weist eine integrierte Griffleiste auf. Bei einer Zugänglichkeit des Stauraums und des Staufachmoduls über eine separate Klappe in der Fahrerhausseite weist diese Klappe eine entsprechend ausgeführte integrierte Griffleiste oder -zone auf.

Bedingt durch das sowohl von außen als auch von innen zugängliche Staufachmodul und dessen verschiebbaren Anordnung bildet das Staufachmodul vorzugsweise eine Aufnahme für schwere Gegenstände, wie z. B. ein Bordwerkzeug, einen Wagenheber und/oder einen Feuerlöscher. Derartige Gegenstände sind von außen in einfacher und leicht zugänglicher Art und Weise beidhändig in das Staufachmodul verstaubar.

In einer einfachen Ausführungsform ist das Staufachmodul als ein Gitterfach ausgebildet, welches in Längsausrichtung ein- oder beidseitig mit einer zumindest teilweise schwenkbaren Seitenwand versehen ist. Durch die schwenkbare Seitenwand des Gitterfachs ist eine Beladung auch in einer niedrigen Höhe ermöglicht. Ein Hochheben von schweren zu verstauenden Gegenständen ist vermieden, da diese auf Bodenebene in das Staufachmodul verstaut werden können. Eine Ausführung des Staufachmoduls als Gitterfach ermöglicht zudem eine Fixierung in Art einer Verzurrung der im Staufachmodul verstauten Gegenstände ohne zusätzliche Ösen.

Alternativ kann das Staufachmodul als eine Box ausgebildet sein, welche in Längsausrichtung ein- oder beidseitig mit einer zumindest teilweise schwenkbaren Seitenwand versehen ist. Für ein Fixierung der Gegenstände in der Box sind hierzu beispielsweise als Fixiermittel Ösen oder dergleichen vorgesehen.

In einer möglichen Ausführungsform des Fahrerhauses weist dieses einen lang gestreckten Innenraum auf, der im Bereich hinter den Sitzen eine sich zumindest teilweise über die Fahrerhausbreite erstreckende Liegefläche umfasst, wobei das Staufachmodul in einen Kanal unterhalb der Liegefläche ein- und ausschiebbar ist. Vorzugsweise ist die Liegefläche um eine Schwenkachse schwenkbar angeordnet. Dies ermöglicht ein einfaches Verschließen des Staufachmoduls von oben und somit eine einfache Sicherung gegen ein Herausfallen der Gegenstände während der Fahrt. Alternativ kann bei einem herkömmlichen kurzen Fahrerhaus das Staufachmodul mit einem Deckel oder eine Klappe versehen sein, der bzw. die in Richtung der Abschlusswand des Fahrerhauses aufklappbar ist, so dass das Staufachmodul auch von innen beladbar ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigen:

1 schematisch ein Fahrerhaus in Seitenansicht mit einem von außen, mittels eines ein- und ausschiebbaren Staufachmoduls beladbaren Stauraum,

2 schematisch das Fahrerhaus in Frontansicht mit je einem Stauraum auf den Fahrerhausseitenwänden,

3 schematisch ein als Gitterfach ausgebildetes Staufachmodul in nach außen hin vollständig geschlossener und nach innen hin vollständig offenen Endstellung, und

4 schematisch ein als Gitterfach ausgebildetes Staufachmodul in einer nach außen teilweise geöffneten Stellung mit einer heruntergeklappten Seitenwand.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

1 zeigt ein Fahrerhaus 1 für ein Nutzfahrzeug in Seitenansicht, insbesondere die Fahrerhausseitenwand 2 auf der Fahrerseite. Zur Aufnahme von Gegenständen umfasst das Fahrerhaus 1 einen innen liegenden Stauraum 3. Der Stauraum 3 ist im hinteren Bereich der Fahrerhausseitenwand 2 oberhalb des Kotflügels 4 über eine offene Aussparung 5 der Fahrerhausseitenwand 2 von außen zugänglich. Der Stauraum 3 erstreckt sich zumindest teilweise über die Fahrerhausbreite, wie in 2 dargestellt. Bevorzugt weist das Fahrerhaus 1 auf der jeweiligen Fahrerhausseitenwand 2 einen zugehörigen Stauraum 3 auf.

Bedingt durch die besonders hohe Ausführung heutiger Fahrerhäuser ist der Stauraum 3 im allgemeinen nur schwer von außen zugänglich. Für eine vollständige Zugänglichkeit des Stauraums 3 ist daher ein von innen und außen beladbares Staufachmodul 6 vorgesehen. Auf der Fahrerseite ist das Staufachmodul 6 in der geschlossenen Endstellung gezeigt. Auf der Beifahrerseite ist das Staufachmodul 6 in der geöffneten Endstellung gezeigt.

Das Staufachmodul 6 ist in den Stauraum 3 ein- und ausschiebbar. Bei einem vollständig ausgeschobenen Staufachmodul 6 ist dieses von außen über den gesamten Laderaum erreichbar (siehe Beifahrerseite). Zudem ist das Staufachmodul 6 im vollständig eingeschobenen Zustand von innen über den gesamten Lade- und Stauraum erreichbar.

In einer möglichen Ausführungsform ist das Staufachmodul 6 in einen Schacht oder Kanal 7 einführbar. Der Kanal 7 erstreckt sich im Innenraum im Bereich hinter den Sitzen zumindest teilweise oder ganz über die Fahrerhausbreite. Der Kanal 7 kann nach oben hin offen ausgebildet sein. In dieser Ausführungsform umfasst das Staufachmodul 6 einen nicht näher dargestellten Deckel, der zur Außenwand des Fahrerhauses 1 aufklappbar ist, so dass ein Be- und Entladen ermöglicht ist.

In einer anderen Ausführungsform, insbesondere bei einem lang ausgestreckten Fahrerhaus 1 mit einer hinter den Sitzen angeordneten nicht näher dargestellten Liegefläche ist das Staufachmodul 6 in einen Kanal 7 unterhalb der Liegefläche ein- und ausschiebbar. Dabei ist die Liegefläche um eine Schwenkachse schwenkbar angeordnet und bildet den Deckel für den Kanal 7. Somit ist eine einfache Sicherung gegen ein Herausfallen der Gegenstände während der Fahrt gegeben.

3 und 4 zeigen das Staufachmodul 6 in vergrößerter Darstellung. Das Staufachmodul 6 weist für eine Anpassung an die Gestaltungsform der Außenbeplankung der Fahrerhausseitenwand 2 ein geschlossenes Wandelement 8 auf, das an der zur Fahrerhausseitenwand 2 benachbarten Seitenwand angeordnet ist.

Das Wandelement 8 ist von außen formschlüssig in den Öffnungsrahmen der Aussparung 5, insbesondere versenkbar anordbar. Für eine versenkbare Anordnung des Wandelements 8 in der Aussparung 5 weist diese einen Absatz 10 auf, der in 4 dargestellt ist.

In geschlossener Endlage des Staufachmoduls 6, d.h. im eingeschobenen Zustand, bildet das Wandelement 8 ein Außenbeplankungsteil der Fahrerhausseitenwand 2. Zur Abdichtung des Stauraums 3 gegenüber von außen eindringbaren Schmutz, Verunreinigungen, Feuchte oder Nässe ist das Wandelement 8 in nicht näher dargestellter Art und Weise mit einer umlaufenden Dichtung versehen, die an den Öffnungsrahmen der Aussparung 5 angepasst ist.

Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform kann anstelle des Wandelements 8 im Bereich der offenen Aussparung 5 der Fahrerhausseitenwand 2 eine nach außen schwenkbare, nicht näher dargestellte Klappe angeordnet sein. Eine derartige separat ausgebildete Klappe ist nach unten beispielsweise in eine horizontale Gebrauchslage auf schwenkbar ausgeführt. Dies ermöglicht eine Ablagefläche zur Beladung des Staufachmoduls 6. Alternativ kann die Klappe vollständig nach unten klappbar sein. Bei einer separaten Klappe ist das Staufachmodul 6 als eine verschiebbare und/oder herausnehmbare Box oder ein Kasten ausgebildet.

Für eine einfache Zugänglichkeit des Staufachmoduls 6 von außen weist die Außenoberfläche des Wandelements 8 einen sich quer erstreckenden Absatz 9 auf. Der Absatz 9 oder die Erhebung umfasst zumindest bereichsweise eine Vertiefung, die eine Griffzone oder Griffleiste bildet. Bei einer Zugänglichkeit des Stauraums 3 und des Staufachmoduls 6 über eine separate Klappe in der Fahrerhausseite 2 weist diese Klappe eine entsprechend ausgeführte integrierte Griffleiste oder -zone auf.

Das Staufachmodul 6 dient vorzugsweise der Aufnahme von schweren Gegenständen, wie z. B. eines Bordwerkzeugs, eines Wagenhebers und/oder eines Feuerlöschers. Zur Beladung des Staufachmoduls 6 mit derartig schweren Gegenständen ist bzw. sind mindestens eine oder beide Seitenwände 11 des Staufachmoduls 6 nach unten schwenkbar oder verschiebbar angeordnet, wie dies in der 4 gezeigt ist. Dabei ist die vordere Seitenwand 11 des Staufachmoduls 6 für eine Beladung in Höhe der Bodenebene in eine nach unten geöffnete Endstellung gebracht. Je nach Ausführung kann die Seitenwand 11 nach unten verschiebbar oder schwenkbar ausgeführt sein. Bei einer schwenkbaren Anordnung kann die Seitenwand 11 in eine horizontale Arbeitsebene gebracht werden, so dass eine zusätzliche Ablagefläche geschaffen ist.

Das Staufachmodul 6 ist beispielsweise als ein Gitterfach ausgeführt. Eine derartige Ausführung ermöglicht eine Fixierung in Art einer Verzurrung der im Staufachmodul 6 verstauten Gegenstände ohne zusätzliche Ösen. Alternativ kann das Staufachmodul 6 als eine Box (nicht näher dargestellt) ausgebildet sein.

Für die ein- und ausschiebbare Anordnung des Staufachmoduls 6 ist dieses in Art eines Schlittens, eines gleitenden Wagens, eines Rollwagens oder einer Schublade ausgeführt. Wie in

4 gezeigt, weist der Stauraum 3 zur Führung des Staufachmoduls 6 mindestens eine Führungsschiene 12 auf. In Abhängigkeit von der Art der Führung des Staufachmoduls 6 kann zusätzlich oder alternativ zur Führungsschiene 12 eine Führungsnut vorgesehen sein. Bei einer Ausführung des Staufachmoduls 6 als Schublade ist diese von einem Führungskanal, z. B. den Kanal 7, umgeben, in welchen seitlich Führungsschienen angeordnet sind. Das Staufachmodul 6 kann zur Führung zugehörige, nicht näher dargestellte Führungselemente, z. B. Rollen, Schiene oder eine Nut, aufweisen.

Für eine sichere Positionierung des Staufachmoduls 6 weist dieses in nicht näher dargestellter Art und Weise eine von innen und/oder außen betätigbare Arretierung oder Verriegelung auf. Beispielsweise ist die Verriegelung als eine Seilzugverriegelung, eine elektro-mechanische Verriegelung und/oder eine Rastverriegelung ausgebildet. Die Arretierung kann dabei sowohl in der vollständig geschlossenen als auch in der vollständig geöffneten Endstellung oder einer beliebigen Zwischenstellung erfolgen. Durch eine Arretierung in der vollständig geöffneten Endstellung kann das Staufachmodul 6 sicher und ohne Verschieben beladen werden. In der vollständig geschlossenen Endstellung ist das Staufachmodul 6 vor einem Verschieben während der Fahrt gesichert.

Zum Schutz vor einem unberechtigten Zugriff auf die Gegenstände im Staufachmodul 6 umfasst dieses eine von innen und/oder außen betätigbare, nicht näher dargestellte Schließvorrichtung. Als Schließvorrichtung dient eine der herkömmlichen Schließ- oder Verriegelungsvorrichtungen, z. B. ein mechanischer Schlüssel, ein elektromechanisches Schloss, ein über Funk betätigbares Schloss.


Anspruch[de]
Fahrerhaus (1) für ein Nutzfahrzeug mit einem sich zumindest teilweise über die Fahrerhausbreite erstreckenden Stauraum (3), der im hinteren Bereich einer Fahrerhausseitenwand (2) oberhalb des Kotflügels (4) über eine offene Aussparung (5) der Fahrerhausseitenwand (2) von außen zugänglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Stauraum (3) ein von innen und außen beladbares Staufachmodul (6) ein- und ausschiebbar ist. Fahrerhaus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) in Art eines Schlittens, eines gleitenden Wagens, eines Rollwagens oder einer Schublade ein- oder ausschiebbar ist. Fahrerhaus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stauraum (3) zur Führung des Staufachmoduls (6) am Boden eine Führungsschiene (12) aufweist. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) eine von innen und/oder außen betätigbare Verriegelung aufweist. Fahrerhaus nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung als Seilzugverriegelung, eine elektro-mechanische Verriegelung und/oder eine Rastverriegelung ausgebildet ist. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) eine von innen und/oder außen betätigbare Schließvorrichtung umfasst. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) an der zur Fahrerhausseitenwand (2) benachbarten Seitenwand ein geschlossenes Wandelement (8) aufweist, das von außen formschlüssig in den Öffnungsrahmen der Aussparung (5) anordbar ist. Fahrerhaus nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in geschlossener Endlage des Staufachmoduls (6) das Wandelement (8) ein Außenbeplankungsteil der Fahrerhausseitenwand (2) bildet. Fahrerhaus nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenoberfläche des Wandelements (8) einen sich quer erstreckenden Absatz (9) aufweist, der zumindest teilweise eine durch eine Vertiefung gebildete Griffzone umfasst. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrerhausseitenwand (2) im Bereich der offenen Aussparung (5) eine nach außen schwenkbare Klappe aufweist. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) eine Aufnahme für ein Bordwerkzeug, einen Wagenheber und/oder einen Feuerlöscher bildet. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) als ein Gitterfach ausgebildet ist, welches in Längsausrichtung ein- oder beidseitig mit einer zumindest teilweise schwenkbaren Seitenwand (11) versehen ist. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Staufachmodul (6) als eine Box ausgebildet ist, welche in Längsausrichtung ein- oder beidseitig mit einer zumindest teilweise schwenkbaren Seitenwand (11) versehen ist. Fahrerhaus nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch einen lang gestreckten Innenraum, der eine sich zumindest teilweise über die Fahrerhausbreite erstreckende Liegefläche aufweist, wobei das Staufachmodul (6) in einen Kanal (7) unterhalb der Liegefläche ein- und ausschiebbar ist. Fahrerhaus nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Liegefläche um eine Schwenkachse schwenkbar angeordnet ist.






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