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Doppelnadelbarrige Kettenwirkmaschine - Dokument DE102005016079A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005016079A1 12.10.2006
Titel Doppelnadelbarrige Kettenwirkmaschine
Anmelder Karl Mayer Textile Machinery Ltd., Hutang, Wujin, CN
Erfinder Ott, Markus, 63110 Rodgau, DE
Vertreter Patentanwälte Knoblauch und Knoblauch, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 08.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016079
Offenlegungstag 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse D04B 23/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine doppelnadelbarrige Kettenwirkmaschine angegeben mit einer ersten Wirknadelfontur (10), einer im Abstand zur ersten Wirknadelfontur (10) angeordneten zweiten Wirknadelfontur (12), mindestens einer Legebarre (6, 7), deren Lochnadeln (8, 9) auf beiden Wirknadelfonturen (10, 12) Maschen bilden, einem Versatzantrieb, der in Maschinenrichtung eine Relativbewegung zwischen der Legebarre (6, 7) einerseits und den Wirknadelfonturen (10, 12) andererseits erzeugt, und einem Durchschwingantrieb (1), der als Durchschwingbewegung eine Relativbewegung zwischen der Legebarre (6, 7) und den Wirknadelfonturen (10, 12) in einer Richtung erzeugt, in der sich Legenadeln (8, 9) durch Nadelgassen zwischen Wirknadeln (12, 13) bewegen.
Man möchte eine derartige doppelnadelbarrige Kettenwirkmaschine mit hoher Geschwindigkeit betreiben können.
Hierzu ist vorgesehen, daß der Durchschwingantrieb (1) eine Kurvenscheibe (14) aufweist, deren Kurve die Relativbewegung steuert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine doppelnadelbarrige Kettenwirkmaschine mit einer ersten Wirknadelfontur, einer im Abstand zu ersten Wirknadelfontur angeordneten zweiten Wirknadelfontur, mindestens einer Legebarre, deren Lochnadeln auf beiden Wirknadelfonturen Maschen bilden, einem Versatzantrieb, der in Maschinenrichtung eine Relativbewegung zwischen der Legebarre einerseits und den Wirknadelfonturen andererseits erzeugt, und einem Durchschwingantrieb, der als Durchschwingbewegung eine Relativbewegung zwischen der Legebarre und den Wirknadelfonturen in einer Richtung erzeugt, in der sich Legenadeln durch Nadelgassen zwischen Wirknadeln bewegen.

Mit doppelnadelbarrigen Kettenwirkmaschinen werden in der Regel Abstandsgewirke hergestellt. Diese Art Kettengewirke bestehen aus einer vorderen Grundwarenseite, die mit Hilfe der ersten Wirknadelfontur erzeugt wird, und einer hinteren Grundwarenseite, die mit Hilfe der zweiten Wirknadelfontur erzeugt wird. Die beiden Grundwarenseiten werden durch Abstandsfäden, die auch Polfäden genannt werden, verbunden. Die Abstandsfäden werden dabei mit Hilfe der an der Legebarre befestigten Lochnadeln abwechselnd zu den beiden Grundwarenseiten geführt und dort eingebunden.

Wenn die Legebarre auf beiden Wirknadelfonturen Maschen bilden soll, dann wird sie vielfach so angesteuert, daß sie bei einem Zyklus der Wirknadeln insgesamt drei Durchschwingzyklen ausführen muß, siehe hierzu DE 21 34 279 A1. Die Legebarre steht zunächst mittig zwischen den beiden Wirknadelfonturen auf einer Durchschwingachse, wobei sich beide Wirknadelnfonturen in der Abschlagstellung befinden. Von dieser Mittelstellung aus erfolgt zunächst eine Ausweichbewegung der Legebarre in eine erste Richtung, so daß sich die Wirknadeln, die sich in der anderen Richtung befinden und die in die Legestellung gebracht werden sollen, nicht mehr unter der Legebarre oder, bei Verwendung mehrerer Legebarren, unter dem Legebarrenpaket befindet. Diese Stellung ist für die Unterlegung notwendig. Die Nadelbarre und somit die Wirknadeln können nun steigen, während die Unterlegung erfolgt.

Danach erfolgt die Überlegung, indem die Lochnadeln durch die Wirknadelfontur hindurch schwingen, bis sie sich vor den Nadelhaken befinden. Die Legebarre, die nun eine Überlegung durchführen soll, versetzt seitlich, also in Maschinenrichtung, legt die Fäden unter die Nadelhaken und schwingt zurück, während die Nadelbarre mit den Wirknadeln zu fallen beginnt. Nach dem Abschlag dieser Nadelbarre beginnt wiederum eine Ausweichbewegung der Legebarre, um die Lochnadeln wiederum in eine günstige Unterlegungsposition gegenüber der zweiten Wirknadelfontur zu bringen.

Dieser Bewegungsablauf der Legebarre wird von einer Steuereinrichtung beeinflußt, die praktisch mit der dreifachen Geschwindigkeit wie die Hauptwelle arbeiten muß. Mit anderen Worten muß eine vollständige Durchschwingbewegung während einer Umdrehung der Hauptwelle um 120° stattfinden. Es besteht somit eine dreifache Grundfrequenz einer Durchschwingbewegung der Legebarre gegenüber der Hauptwellendrehzahl.

Dies wird normalerweise so realisiert, daß eine Kurbel über ein Übersetzungsgetriebe mit der Maschinenhauptwelle verbunden ist. Die Kurbel steuert die Durchschwingbewegung. Sie dreht sich dreimal so schnell wie die Hauptwelle. Damit finden sich die Lochnadeln der Legebarre aber nur sehr kurz in einer Position, in der es möglich ist, eine Versatzbewegung durchzuführen, ohne mit den Wirknadeln zu kollidieren. Die Legebarre schwingt hierbei mit einer relativ hohen Geschwindigkeit vor die Nadelhaken, um eine Überlegung durchzuführen. Da die Rückschwungbewegung praktisch ohne Zeitverzögerung erfolgen muß, ist die Zeitspanne zum zeitlichen Versatz der Legebarre sehr kurz. Dies wiederum erfordert eine sehr große Beschleunigung der Legebarre in Versatzrichtung, damit die Fäden sicher von den Lochnadeln unter die Haken der Wirknadeln gelegt werden können. Dadurch wirkt sich die notwendige schnelle Versatzbewegung der Legebarre bei der Überlegung durch die hohe Belastung negativ auf das Mustergetriebe aus.

Alle diese Faktoren begrenzen die Arbeitsgeschwindigkeit einer derartigen Kettenwirkmaschine.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine doppelnadelbarrige Kettenwirkmaschine mit hoher Geschwindigkeit betreiben zu können.

Diese Aufgabe wird bei einer Kettenwirkmaschine der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Durchschwingantrieb eine Kurvenscheibe aufweist, deren Kurve die Relativbewegung steuert.

Mit einer derartigen Kurvenscheibe ist man nicht mehr auf eine Kurbel angewiesen. Dementsprechend ist man auch nicht mehr darauf angewiesen, eine Kurbel mit einer dreifachen Umdrehungsgeschwindigkeit rotieren zu lassen. Die Kurvenscheibe kann vielmehr mit einer geringeren Drehzahl als die Kurbel betrieben werden, so daß man durch die Drehzahl der Kurbel nicht mehr in der Arbeitsgeschwindigkeit der Kettenwirkmaschine begrenzt ist.

Vorzugsweise weist die Kurve mindestes drei Bewegungszyklen auf. In diesem Fall kann man die Kurvenscheibe mit der gleichen Drehzahl rotieren lassen wie die Hauptwelle. Wenn mehr als drei Bewegungszyklen vorgesehen sind, dann kann sich die Kurvenscheibe auch langsamer drehen. Bei drei Bewegungszyklen ist aber ein zufriedenstellendes Drehzahlverhalten erreicht.

Vorzugsweise weist jeder Bewegungszyklus eine von einer Sinusform abweichende Form auf. Man ist also nicht mehr darauf angewiesen, die Durchschwingbewegung der Legebarre in Form einer Sinusform zu steuern. Vielmehr kann man die Legebarre in einigen Bereichen schneller bewegen als bei einer Sinusform. Damit steht in anderen Bereichen eine zeitliche Reserve zur Verfügung, die man ausnutzen kann, um die Legebarre hier langsamer bewegen zu lassen. Dies kann man beispielsweise dafür ausnutzen, für die Versatzbewegung der Legenadeln einen längeren Zeitraum vorzusehen. Dementsprechend kann die für eine Versatzbewegung der Legebarre notwendige Beschleunigung kleiner gehalten werden, was die Belastung der Maschine insgesamt kleiner hält.

Vorzugsweise sind die Bewegungszyklen gleich ausgebildet. Dies hat Vorteile bei der Fertigung der Kurvenscheibe. Auch die Montage der Kurvenscheibe in der Kettenwirkmaschine wird vereinfacht, weil man in der Zahl der Montagemöglichkeiten freier ist.

Bevorzugterweise weist die Kurve mindestens einen Stillstandsabschnitt mit einer vorbestimmten Länge auf, in dem eine Geschwindigkeit der Durchschwingbewegung nahezu Null ist. Die Kurve steuert also die Legebarre so an, daß die Durchschwingbewegung in bestimmten Positionen bei Erreichen einer Endstellung sozusagen unterbrochen ist. Hierbei ist allerdings kein absoluter Stillstand notwendig. Eine langsame Bewegung ist durchaus zulässig. Man kann aber diese Stillstandszeiten verwenden, um die Versatzbewegung der Lochnadeln zu bewirken. Wenn man die Versatzbewegung und die Durchschwingbewegung der Lochnadeln auf diese Weise entkoppeln kann, dann hat man mehr Möglichkeiten, die Fäden mit erhöhter Zuverlässigkeit um die Wirknadeln herum zu legen.

Hierbei ist bevorzugt, daß der Stillstandsabschnitt zwischen zwei Bewegungsabschnitten mit entgegengesetzten Bewegungsrichtungen angeordnet ist. Der Stillstandsabschnitt befindet sich also zwischen zwei Phasen der Bewegung, in denen die Lochnadeln zu einer Extremposition hin bzw. aus der Extremposition herausgeführt werden. Verglichen mit einer Sinuskurve wird hier erreicht, daß man den Zeitraum, in dem die Kurve ihren Maximalwert annimmt, erheblich verlängert wird.

Bevorzugterweise steuert die Kurve eine Extremposition der Legebarre in eine Richtung bei 30°, 150° und 270° und in die entgegengesetzte Richtung bei 90°, 210° und 330° an. Diese Winkel beziehen sich auf eine Ausgangsposition in der sich die Legebarre über und in Durchschwingrichtung mittig zwischen den beiden Wirknadelfonturen befindet.

Vorzugsweise weist die Kurvenscheibe zwei Steuerflächen auf, die in entgegengesetzte Antriebsrichtungen wirken. Die Kurvenscheibe bewirkt also eine Zwangsführung der Legebarre, so daß man in jeder Bewegungsphase sicher sein kann, daß die Legebarre die gewünschte Durchschwingbewegung durchführt. Man benötigt auch keine äußeren Kräfte, die beispielsweise durch Federn oder ähnliches hervorgerufen werden, um die Kurvenscheibe mit der Legebarre in Eingriff zu halten. Da man derartige Federkräfte nicht überwinden muß, sind die zum Antrieb der Legebarre notwendigen Kräfte kleiner.

Vorzugsweise weist jede Steuerfläche mit einer eigenen Rolle zusammen. Dies hält die Reibung zwischen der Kurvenscheibe und der Legebarre klein.

Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Kurvenscheibe topfförmig mit einer Umfangswand ausgebildet ist, wobei eine Steuerfläche an der Innenseite und eine Steuerfläche an der Außenseite der Umfangswand ausgebildet ist. Damit ist auf einfache Weise sichergestellt, daß jede Steuerfläche mit einer eigenen Rolle zusammenwirken kann, ohne daß sich die Rollen gegenseitig stören oder versehentlich an der anderen Steuerfläche zur Anlage kommen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:

1 bis 11 verschiedene Phasen bei einem Wirkzyklus.

In der Zeichnung zeigt in jeder Figur der Teil a eine Legebarrensteuerung nach dem Stand der Technik und der Teil b die Legebarrensteuerung nach der Erfindung. In Teil c ist übereinstimmend die Situation an der Wirkstelle dargestellt, die sich mit den beiden Legebarrensteuerungen ergibt.

Eine Legebarrensteuerung 1 nach der Erfindung weist einen Steuerhebel 2 auf, der um eine Achse 3 gegenüber einem maschinenfesten Träger 4 verschwenkbar ist. Der Steuerhebel 4 ist über einen Lenker 5 mit einer Gruppe von Legebarren 6, 7 verbunden, die synchron bewegt werden. Jede Legebarre weist eine Vielzahl von Lochnadeln 8, 9 auf, die senkrecht zur Zeichenebene hintereinander angeordnet sind.

In der Zeichnung unterhalb der Lochnadeln 8, 9 sind zwei Wirknadelfonturen angeordnet, nämlich eine vordere Wirknadelfontur 10 mit einer Vielzahl von Wirknadeln 11 und eine hinter Wirknadelfontur 12 mit einer Vielzahl von senkrecht zur Zeichenebene hintereinander angeordneten Wirknadeln 13.

Die Steuerung 1 weist eine Kurvenscheibe 14 auf, die sich um eine Achse 15 dreht. Die Achse 15 kann dabei mit der Achse einer Hauptwelle 16 übereinstimmen, so daß sich die Kurvenscheibe 14 mit der gleichen Geschwindigkeit dreht, wie die Hauptwelle 16. Dies wird durch den Hinweis "1 × /min" verdeutlicht.

Die Kurvenscheibe ist topfförmig mit einer Umfangswand 17 ausgebildet. Die Umfangswand weist eine innere Steuerfläche 18 auf, an der eine ortsfest am Steuerhebel 2 angeordnete erste Rolle 19 anliegt, und eine äußere Steuerfläche 20, an der eine ebenfalls am Steuerhebel 2 angeordnete zweite Rolle 21 anliegt. Bei einer Umdrehung der Kurvenscheibe 14 in Richtung eines Pfeiles 22, im vorliegenden Fall entgegen dem Uhrzeigersinn, wird also der Steuerhebel 2 um die Achse 3 hin und her verschwenkt. Die Bewegung ist dabei durch das Zusammenwirken der beiden Steuerflächen 18, 20 mit den beiden Rollen 19, 21 zwangsgeführt, d.h. die Kurvenscheibe 14 wirkt auf den Steuerhebel 2 in beide entgegengesetzte Bewegungsrichtungen.

Eine Steuerung 100 nach dem Stand der Technik weist ebenfalls einen maschinenfesten Träger 104 auf, in dem die Hauptwelle 116 gelagert ist. Über ein nicht näher dargestelltes Übersetzungsgetriebe treibt die Hauptwelle 116 eine Antriebswelle 122 mit der dreifachen Drehzahl an. An der Antriebswelle 122 ist über eine Kurbel 123 ein Lenker 105 befestigt, der in gleicher Weise wie die Kurbel 5 nach 1b auf die beiden Legebarren 6, 7 wirkt.

Aufgrund des Antriebs durch die Kurbel 123 führen die Legebarren 6, 7 bei einem Antrieb durch die Steuerung 100 eine sinusförmige Durchschwingbewegung durch, d.h. die Legebarren 6, 7 werden fortlaufend bewegt. An eine Auslenkung in einer Extremposition schließt sich sofort eine Rückschwungbewegung an. Dementsprechend steht in einer Extremposition, bei der die Lochnadeln 8, 9 Fäden um die Wirknadeln 11, 13 legen sollen, nur relativ wenig Zeit zur Verfügung.

Mit Hilfe der Kurvenscheibe 14 kann man nun eine Bewegung erzwingen, die von der Sinusform abweicht. Beispielsweise kann man die Bewegungen zwischen zwei maximalen Auslenkungen der Legebarren 6, 7 schneller ablaufen lassen, so daß in den Extrempositionen mehr Zeit zur Verfügung steht. In dieser Zeit kann man die Legebarren überhaupt nicht in der Durchschwingbewegung bewegen, so daß man hier ohne eine Störung durch eine Durchschwingbewegung eine Versatzbewegung durchführen kann.

Die Bewegungsabläufe sollen nun im einzelnen anhand der 1 bis 11 beschrieben werden.

1 zeigt den Ausgangspunkt eines Bewegungszyklus der Legebarren 6, 7. Hier wird der Startwinkel mit "0°" angegeben. Die Legebarren 6, 7 befinden sich in einer Mittelstellung. Wenn im folgenden von Richtungs- oder Positionsangaben die Rede ist, dann beziehen sich diese auf die Durchschwingrichtung, d.h. eine Relativbewegung der Lochnadeln 8, 9 relativ zu den Wirknadeln 11, 13 in der Zeichnung von rechts nach links bzw. links nach rechts. Abweichungen von dieser allgemeinen Richtungsangabe werden extra erwähnt.

Ausgehend von der in 1 dargestellten Mittelstellung, bei der die vordere Wirknadelfontur 10 gerade abgeschlagen hat, schwingen die Legebarren 6, 7 in eine Ausweichstellung über die vordere Wirknadelfontur 10, so daß die Wirknadeln 13 der hinteren Wirknadelfontur 12 Gelegenheit haben, zu steigen. Diese Position ist bei der Erfindung bei 30° erreicht (2). Im Stand der Technik ist diese Position bereits bei 13° erreicht. Alle Winkelangaben beziehen sich auf die Drehung der Hauptwelle.

Die Wirknadeln 13 steigen in Richtung eines Pfeiles 24 nach oben und stehen dann bei der Stellung von 3c in einer Position, in der die Lochnadeln 8, 9 in Richtung eines Pfeiles 25 einschwingen können. Die Lochnadeln 8, 9 können also durch Nadelgassen geführt werden, die zwischen den Wirknadeln 13 gebildet sind. Diese Situation ergibt sich sowohl im Stand der Technik als auch bei der Erfindung bei 54°.

In einer in 4 dargestellten Position befinden sich die Lochnadeln 8, 9 in einer Auswurfstellung. Dies ist eine Extremposition für die Lochnadeln 8, 9, in der eine Überlegung erfolgt, in dem die Legebarren 6, 7 in Maschinenrichtung versetzt werden, d.h. senkrecht zur Zeichenebene. Diese Position erreicht die Steuerung 1 nach der Erfindung bei 90°. Im Stand der Technik befindet sich diese Position bei 73° Umdrehung der Hauptwelle. Dementsprechend steht bei der Bewegungssteuerung durch die Steuerung 1 mehr Zeit für die Versatzbewegung der Legebarren 6, 7 zur Verfügung.

Im Anschluß an die Überlegung schwingen die Legebarren 6, 7 zurück. Dabei werden die Lochnadeln 8, 9 durch andere Nadelgassen zwischen den Wirknadeln 13 geführt. Die Legebarren schwingen über die Mittelstellung in Richtung auf die gegenüberliegende Wirknadelfontur 10 und über eine Ausweichstellung (5) zur ursprünglichen Ausgangsposition (Mittelstellung der Legebarren 6, 7), welche sich auf einer Drehwinkelstellung von etwa 180° befindet (6). In dieser Position findet der Abschlag der hinteren Wirknadeln 13 statt.

Die Legebarren 6, 7 führen nun eine Ausweichbewegung in die andere Richtung durch, um den vorderen Wirknadeln 12 die Möglichkeit zum Aufsteigen zu geben (7). Die beim Ausweichen eingenommene Extremposition ist bei der Erfindung bei 210° erreicht. Im Stand der Technik beträgt der Winkel 193°.

Danach ergibt sich das Einschwingen der Legebarren 6, 7 nach vorne durch die Wirknadelfontur 10 hindurch (8), so daß sich bei einer Drehwinkelstellung von 270° (9b) der Auswurf vorne ergibt (9c). In dieser Stellung werden die Legebarren 6, 7 wieder seitlich versetzt und führen eine Überlegung durch, wobei die Fäden und die Nadelhaken der Wirknadeln 12 gelegt werden.

Die Legebarren 6, 7 schwingen im Anschluß in Richtung der hinteren Wirknadelfontur 12 zurück (10), wobei sie ihre Extremposition bei 330° erreichen. Danach schwingen sie wieder in Richtung auf die vordere Wirknadelfontur 10 zurück, so daß sie die in 11 dargestellte Mittelposition bei 360° erreichen. In dieser Stellung erfolgt der Abschlag der vorderen Wirknadeln 12.

Der gesamte Wirkvorgang vollzieht sich während einer vollen Umdrehung der Maschinenhauptwelle 16, wobei die Durchschwingbewegung der Legebarren 6, 7 ausschließlich durch eine einzige komplette Umdrehung der Kurvenscheibe 14 angesteuert werden.

Die Kurven, die durch die innere Steuerfläche 18 und die äußere Steuerfläche 20 gebildet sind, werden zur Koordinierung der Relativbewegungen zwischen den Legebarren 6, 7 und den Wirknadeln 11, 13 so optimiert, daß die Bewegungsabläufe zwischen Legebarren 6, 7 und Nadelfonturen 10, 12 zur gewünschten Zeit mit entsprechenden Verzögerungen und Beschleunigen erfolgen. Somit entsteht eine beeinflußbare Durchschwingbewegung der Legebarren.


Anspruch[de]
Doppelnadelbarrigen Kettenwirkmaschine mit einer ersten Wirknadelfontur, einer im Abstand zur ersten Wirknadelfontur angeordneten zweiten Wirknadelfontur, mindestens einer Legebarre, deren Lochnadeln auf beiden Wirknadelfonturen Maschen bilden, einem Versatzantrieb, der in Maschinenrichtung eine Relativbewegung zwischen der Legebarre einerseits und den Wirknadelfonturen andererseits erzeugt, und einem Durchschwingantrieb, der als Durchschwingbewegung eine Relativbewegung zwischen der Legebarre und den Wirknadelfonturen in einer Richtung erzeugt, in der sich Legenadeln durch Nadelgassen zwischen Wirknadeln bewegen, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchschwingantrieb (1) eine Kurvenscheibe (14) aufweist, deren Kurve die Relativbewegung steuert. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurve mindestes drei Bewegungszyklen aufweist. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bewegungszyklus eine von einer Sinusform abweichende Form aufweist. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungszyklen gleich ausgebildet sind. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurve mindestens einen Stillstandsabschnitt mit einer vorbestimmten Länge aufweist, in dem eine Geschwindigkeit der Durchschwingbewegung nahezu Null ist. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stillstandsabschnitt zwischen zwei Bewegungsabschnitten mit entgegengesetzten Bewegungsrichtungen angeordnet ist. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurve eine Extremposition der Legebarren (6, 7) in eine Richtung bei 30°, 150° und 270° und in die entgegengesetzte Richtung bei 90°, 210° und 330° ansteuert. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (14) zwei Steuerflächen (18, 20) aufweist, die in entgegengesetzte Antriebsrichtungen wirken. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Steuerfläche (18, 20) mit einer eigenen Rolle (19, 21) zusammenwirkt. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (14) topfförmig mit einer Umfangswand (17) ausgebildet ist, wobei eine Steuerfläche (18) an der Innenseite und eine Steuerfläche (20) an der Außenseite der Umfangswand (17) ausgebildet ist.






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