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Dokumentenidentifikation DE102005016091A1 12.10.2006
Titel Arbeitsplatte mit austauschbarem Plattensegment
Anmelder Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, 76133 Karlsruhe, DE
Erfinder Henecka, Stefan, 76646 Bruchsal, DE
DE-Anmeldedatum 08.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016091
Offenlegungstag 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B25H 1/08(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Aufgabe ist es, eine Arbeitsplatte für einen Einsatz auch in beengten Raumverhältnissen vorzuschlagen. Die Aufgabe wird mit einer Arbeitsplatte (1) mit austauschbarem Plattensegment (4) gelöst, umfassend eine lineare spielfreie Zwangsführung (5) zur Führung des Plattensegments in eine Richtung parallel zur Tischplatte sowie Mittel (6) zur Arretierung des Plattensegments in einer Anschlagsposition.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Arbeitsplatte mit austauschbarem Plattensegment gemäß des ersten Patentanspruchs.

Werkbänke oder Tische mit Arbeitsplatten sind zentrale Bestandteile von Werkstätten, Labors oder sonstigen gewerblichen oder privat genutzten Arbeitsplätzen. Sie dienen in der Regel unterschiedlichsten Aufgaben wie z.B. für allgemeine Arbeiten auch am Schraubstock oder anderen Tischauf- und Anbauten, als Ablagen von z.B. sperrigen, zu bearbeitenden Gegenständen oder auch als Fundamente für Laboraufbauten oder Tischgeräte wie z.B. Tischbohrständer, kleinere Drehmaschinen oder Rührgeräte.

Insbesondere in beengten Raumverhältnissen, beispielsweise bei mobilen Werkstätten wie z.B. in Schiffen oder in Servicefahrzeugen, aber auch bei mobilen Labors steht oftmals ein nur sehr eingeschränktes Raumangebot zur Verfügung, was die maximal zur Verfügung stehende Fläche der Arbeitsplatten begrenzt. Dies schränkt insbesondere den Einsatz von Geräte und Aufbauten, die eine feste Montage auf einer Arbeitsplatte erfordern, in erheblichem Maße ein, es sei, man nimmt einen hohen Umrüstaufwand bei deren Montage und Demontage auf und von der Arbeitplatte in Kauf.

Davon ausgehend liegt die Aufgabe der Erfindung darin, eine Arbeitsplatte der vorgenannten Art vorzuschlagen, welche die vorgenannte Einschränkung beim Einsatz auch in beengten Raumverhältnissen nicht aufweist.

Die Aufgabe wird durch eine Arbeitplatte mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Die hierauf rückbezogenen Unteransprüche geben vorteilhafte Ausführungsformen der Arbeitsplatte wieder.

Ein wesentliches Merkmal der Erfindung umfasst ein austauschbares Plattensegment in der Arbeitsplatte. Dieses ist in einer linearen spielfreien Zwangsführung in einer entsprechenden Aussparung in der Arbeitsplattenfläche auswechselbar eingesetzt. Ist das Plattensegment in der Arbeitsplatte bis zu einer Anschlagposition, d.h. ganz eingesetzt, bilden vorzugsweise Plattensegment und Arbeitsplatte zusammen eine ebene Arbeitsfläche, unterbrochen lediglich von einem möglicherweise verbleibenden Spalt oder der Trennfuge zwischen Plattensegment und Arbeitsplattenaussparung. Dabei erstreckt sich die Aussparung vom Arbeitsplattenrand aus. Es sind Mittel vorgesehen die das Plattensegment in der vorgenannten Anschlagsposition arretieren, d.h. in der genannten Position fixieren. Die Führung des Plattensegments erfolgt in der Zwangsführung vorzugsweise in einer einzigen Richtung parallel zur Tischplatte und endet in einer Anschlagsposition.

Die Erfindung wird mit Ausführungsformen anhand folgender prinzipiellen Darstellungen näher erläutert. Es zeigen

1 eine Ansicht einer Ausführungsform mit Schwalbenschwanzführung und aufgesetzten Schraubstock,

2 eine prinzipielle Schnittdarstellung eines Labortisches mit Arbeitsplatte und austauschbarem Plattensegment vor dem Einschieben in die Arbeitsplatte (a) und in Anschlagsposition (b) sowie

3 eine beispielhafte Darstellung einer elektrischen und hydraulischen Verbindung zwischen Plattensegment und Arbeitsplatte.

Der Grundaufbau einer Arbeitsplatte 1 mit Labortisch oder Werkbank mit austauschbarem Plattensegment zeigt 1 und 2a und 2b. Die Arbeitsplatte 1 ist auf einen Tischrahmen 2 mit den Tischbeinen 3 montiert und weist eine rechteckige Aussparung aus, in die das Plattensegment 4 von einer Seite formschlüssig einschiebbar ist. 2a zeigt dabei das Plattensegment 4 außerhalb der Arbeitsplatte, d.h. vor dem Einbau (Einschieberichtung ist durch Doppelpfeil angedeutet), während 2b dieselbe Konfiguration mit dem bis zur Anschlagposition eingeschobenen Plattensegment 4.

1 stellt die Ansicht der Erfindung in Einschubrichtung dar. Die Zwangsführung 5 umfasst zwei gegeneinander wirkende lineare spielfreie Führungsschienen für das Plattensegment 4, im Beispiel eine Schwalbenschwanzführung. Ferner ist mindestens eine Feststellschraube 6 als Mittel zur Arretierung des Plattensegments 4 in der Anschlagposition (vgl. 2b) vorgesehen. Die Feststellschraube wird von unten durch eine in den Tischrahmen 2 fest verankerten und/oder mit der Arbeitsplatte 1 fest verbundenen (z.B. verschraubten) Fundamentplatte 7 in Gewindeeinsätze 8 im eingesetzten Plattensegment eingeschraubt, wodurch das Plattensegment nicht nur in Anschlagposition fixiert wird sondern zusätzlich auch flächig an die Fundamentplatte 7 gepresst wird. Dadurch entsteht ein starres Fundament für einen Tischaufbau 9, beispielsweise einen Schraubstock (1), oder eine mit der Arbeitsplatte flächenbündige Arbeitsfläche (2b). Eine schaftförmige Verjüngung 10 sowie eine mit dieser zusammenwirkenden Verjüngung der Führungsbohrung 11 in der Fundamentplatte 7 verhindert ein Herausfallen der von unten angesetzten Feststellschrauben 6.

Alternativ zu den Feststellverschraubungen eigenen sich auch Verriegelungen durch Schieberiegel, Klemmverbindungen durch Anhebung der Fundamentplatte oder zwischen den beiden Schienen der Zwangsführungen sowie Rastverbindungen. Der besondere Vorteil der in Bezug auf die Rüstzeiten vergleichsweise aufwendigen Feststellschraubverbindung der vorgenannten Art liegt jedoch in der Schaffung von besonders stabilen Fundamenten für mit dem Plattensegment austauschbaren Tischaufbauten.

Vorzugsweise weisen die Zwangsführungen im Bereich der Arbeitsfläche einen Schutz vor eindringende Späne, Flüssigkeiten oder andere Verunreinigungen auf, vorzugsweise eine Schutzblechabdeckung oder eine Dichtlippe aus einem Elastomer, vorzugsweise fluchend zur Arbeitsfläche der Arbeitsplatte.

3 zeigt in einer prinzipiellen Schnittdarstellung eine elektrische und eine fluidische (pneumatische oder hydraulische) Verbindung zwischen Arbeitsplatte 1 oder einer mit der Arbeitsplatte fest verbundenen Komponente (Fundamentplatte 9) und Plattensegment.

Die elektrische Verbindung stellt ein Beispiel für eine stirnseitige Verbindung dar. Sie umfasst einen arbeitsplattenseitigen Stecker 12 und eine mit dieser zusammenwirkenden Muffe 13, stirnseitig eingesetzt in das Plattenelement 4. Der Stecker ist mit seinen Kontaktlaschen 14 in Richtung der in 2a angegebenen Verschieberichtung orientiert. Die Kabelverbindungen 15 werden in Nuten 16 unter die Arbeitsplatte und auf dem Plattensegment 4 zum Tischaufbau geführt.

Die dargestellte fluidische Verbindung repräsentiert Verbindungen, bei denen Kupplungsteile der Verbindung über eine Scherbewegung aufeinander geschoben werden. Sie umfasst zwei in Anschlagposition miteinander verbundene vorzugsweise auch fluchtende eingesetzte Rohrstutzen 17 als Kupplungsteile mit dazwischen liegender Stoßfläche. Ein Dichtungsring 18 dient für eine dichtende Verbindung zwischen den beiden Rohrleitungen. Diese Verbindung eignet sich besonders für die in 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen, da ein Anziehen der Feststellschrauben 6 in vorteilhafter Weise eine zusätzliche Pressung auf die Dichtung zwischen den beiden Rohrstutzen bewirkt.

Die vorgenannte Anordnung der Kupplungsteile der Verbindung ist beispielhaft. Es bietet sich grundsätzlich auch an, den genannten Dichtungsring 18 oder den Stecker 12 mit den Kontaktlaschen 14, d.h. die jeweils mechanisch empfindlicheren Kupplungsteile an dem Plattenelement 4 anzuordnen. Da aber das Plattenelement 4 als modulares Austauschteil insbesondere bei schweren Tischaufbauten des Öfteren transportiert, abgesetzt und eingelagert wird und damit im Vergleich zur Tischplatte 1 öfter mechanischen Stößen und Verschmutzungen ausgesetzt ist, empfiehlt es sich, die empfindlicheren Kupplungsteile Tischseitig vorzusehen

1
Arbeitsplatte
2
Tischrahmen
3
Tischbein
4
Plattensegment
5
Zwangsführung
6
Feststellschraube
7
Fundamentplatte
8
Gewindeeinsatz
9
Tischaufbau
10
Verjüngung
11
Führungsbohrung
12
Stecker
13
Muffe
14
Kontaktlasche
15
Kabelverbindung
16
Nut
17
Rohrstutzen
18
Dichtungsring


Anspruch[de]
Arbeitsplatte (1) mit austauschbarem Plattensegment (4), umfassend eine lineare spielfreie Zwangsführung (5) zur Führung des Plattensegments in eine Richtung parallel zur Tischplatte sowie Mittel (6) zur Arretierung des Plattensegments in einer Anschlagsposition. Arbeitsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Plattensegment ein Fundament für einen Tischaufbau (9) ist. Arbeitsplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel eine Rastverbindung, eine Riegelverbindung oder eine Schraubverbindung mit einer separaten Vorrichtung zum Betätigen der Mittel umfassen. Arbeitsplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (6) unterhalb der Arbeitsplatte bedienbar angeordnet ist. Arbeitsplatte nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Kupplungsteil fest mit der Arbeitsplatte verbunden ist und ausschließlich in der Anschlagposition mit einem zweiten, fest mit dem Plattensegment verbundenen Kupplungsteil eine elektrische, pneumatische und/oder hydraulische Verbindung zwischen Arbeitsplatte oder einer mit der Arbeitsplatte verbundenen Komponente und Plattensegment bildet. Arbeitsplatte nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwangsführung (5) zwei lineare und parallel zueinander angeordnete und gegeneinander orientierte Schwalbenschwanzgleitführungen umfasst.






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