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Dokumentenidentifikation DE102005036786B3 12.10.2006
Titel Vorrichtung zum Antreiben einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Schild, Helmut, 61449 Steinbach, DE
DE-Anmeldedatum 02.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005036786
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse B41F 13/008(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 33/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche für zumindest ein Druck-/Lackwerk ein neuartiges Antriebskonzept von hoher Flexibilität beinhaltet. Gelöst wird das dadurch, indem ein Einzelantrieb an einem eine Druckform tragenden Zylinder 9, 10 angeordnet ist, an dem Zylinder 9, 10 ein zweiteiliges Kupplungszahnrad drehbar gelagert ist, das Kupplungszahnrad mit einem an einem vorgeordneten Gummituchzylinder 8 fixierten Eintriebszahnrad 13 in Eingriff ist, auf das mittels Hauptantrieb und Räderzug ein Eintrieb 17 eingespeist ist, und das Kupplungszahnrad 14 ist weiterhin getriebetechnisch mit einer nachgeordneten Farbwerkwalze des Farbwerkes 12 gekoppelt, auf die ein Abtrieb übertragbar ist, an dem Kupplungszahnrad sind zwei Schaltkupplungen angeordnet, die in verschiedenen Betriebsarten betreibbar sind, so dass verschiedene Antriebslösungen realisierbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial mit wenigstens einem Druck- und/oder Lackwerk nach dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.

Eine solche Verarbeitungsmaschine ist gemäß EP 0 812 683 A1 mit einem steuerbaren Direktantrieb für einen einzeln antreibbaren Zylinder bekannt. Von einem zumindest für den Transport des Bogenmaterials mittels Bogenführungszylindern vorgesehenen Räderzug einer Bogenoffsetdruckmaschine entkoppelt ist ein Plattenzylinder oder ein Gummituchzylinder zumindest eines Druckwerkes mittels Einzelantrieb in vorgebbarer Weise direkt antreibbar. Durch die einzelnen und unabhängig von übrigen Zylindern motorisch direkt antreibbaren Plattenzylinder werden neben drucktechnischen Korrekturmöglichkeiten auch weitere Vorgänge wie Plattenwechsel oder Reinigen von Zylindern realisiert. Das dem Plattenzylinder zugeordnete Farbwerk weist wenigstens eine Walze auf, welche mit einem motorischen Direktantrieb antreibbar ist. Alternativ sind bestimmte Farbwerkwalzen antriebsseitig mit dem Räderzug für den Bogentransport über den Hauptantrieb gekoppelt.

Aus DE 196 40 649 A1 ist ein Antrieb für eine Bogendruckmaschine bekannt, bei welcher die einzelnen Zylinder und/oder Trommeln und die in den einzelnen Druckwerken angeordneten Platten-/Formzylinder über einen gemeinsamen Räderzug mittels Hauptantrieb und vorgeschalteter Maschinensteuerung antreibbar sind. Den Platten-/Formzylindern sind jeweils eine fernbetätigbare Schaltkupplung sowie ein steuerbarer Antrieb zugeordnet. Die Walzen der Farb-/Feuchtwerke sind von den jeweils einen eigenen Antrieb aufweisenden Platten-/Formzylindern antreibbar und den einzelnen Antrieben sowie Schaltkupplungen ist eine mit dem Hauptantrieb sowie der Maschinensteuerung in Verbindung stehende Antriebssteuerung zugeordnet. In der Antriebssteuerung sind Programme zum Antreiben der Platten-/Formzylinder bei gelösten Schaltkupplungen sowie den damit in Verbindung stehenden Farb-/Feuchtwalzen zum Voreinfärben/Vorfeuchten abgelegt. In der Maschinensteuerung sind Programme zum Antreiben der übrigen Zylinder/Trommeln über den Hauptantrieb mit Räderzug bei gelösten Schaltkupplungen zum Waschen wenigstens eines der Zylinder bzw. einer Trommel abgelegt.

Gemäß US 2 545 836 ist ein Farbwerks- und bevorzugt ein Feuchtwerksantrieb für eine Offsetdruckmaschine bekannt. Die Druckmaschine weist einen Hauptantrieb mit einem Räderzug auf, welcher den Gegendruckzylinder, den Gummituchzylinder sowie den Plattenzylinder umfasst. Vom Plattenzylinder ist das Farbwerk in einer ersten Betriebsweise mittels Hauptantrieb und Räderzug getriebetechnisch gekoppelt antreibbar. In einer zweiten Betriebsweise wird das Farbwerk mittels Einzelantrieb eigenmotorisch angetrieben. Auf einer Welle sind dabei ein mit dem Plattenzylinderzahnrad in Eingriff stehendes Zahnrad und ein auf der Welle verschiebbares Ritzel angeordnet, welches endseitig je eine erste und eine zweite Kupplung aufweist. Die Kupplungen sind unter Formschluss betreibbar. In der ersten Schaltstellung ist das Ritzel mittels der ersten Kupplung über das Zahnrad mit dem Plattenzylinderzahnrad und somit mit dem Hauptantrieb mit Räderzug gekoppelt und von dem Ritzel erfolgt ein Antrieb in das Farbwerk. Dabei ist die zweite Kupplung gelöst. In der zweiten Schaltstellung ist das Ritzel über die erste Kupplung vom Hauptantrieb entkoppelt und ist mit der zweiten Kupplung gekoppelt. Die zweite Kupplung ist mit einem weiteren Zahnrad verbunden, welches mit dem Ritzel des Einzelantriebes in Eingriff ist.

Aus DE 102 32 111 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, die einen mit dem Formzylinder/Plattenzylinder gekoppelten Nebenantriebsmotor aufweist. Der Nebenantriebsmotor treibt ausschließlich zum Bebildern des Formzylinders diesen in einer Drehrichtung an. Ansonsten wird im Druckbetrieb der Formzylinder über den Hauptantrieb und Räderzug angetrieben und der Nebenantriebsmotor ist stillgesetzt. Hierzu ist zwischen dem Formzylinder und dem Antriebsrad des Übertragungszylinders eine einseitig wirkende Freilaufkupplung angeordnet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche für zumindest ein Druck-/Lackwerk ein neuartiges Antriebskonzept von hoher Flexibilität beinhaltet.

Gelöst wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale der jeweiligen Ansprüche 1 und 2. Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung weist nachstehende Vorteile auf:

Erstens ist eine kompakte Antriebslösung für einen mittels Einzelantrieb eigenmotorisch angetriebenen, eine Druckform tragenden Zylinder, insbesondere der Plattenzylinder in einem Offsetdruckwerk oder der Formzylinder in einem Lack- bzw. Flexodruckwerk, sowie deren Peripherie, insbesondere Farb-/Feuchtwerk bzw. Dosiersystem, realisierbar. Um die Anzahl der Zahnräder im Antrieb zu reduzieren ist am Druckform tragenden Zylinder lediglich ein zweiteilig ausgebildetes Kupplungszahnrad auf dessen Zylinderachse im Druck-/Lackierbetrieb frei drehbar angeordnet. Das Kupplungszahnrad besteht aus zwei Zahnrädern, die in zwei Rad ebenen angeordnet sind. Weiterhin ist dieser Antrieb mit einem kraftschlüssig wirkenden Schaltkupplungssystem, speziell einer zweiteiligen, einzeln schaltbaren Doppelkupplung, ausgeführt, die kostengünstig und relativ verschleißfrei ist.

Zweitens kann der die Druckform tragende Zylinder, insbesondere der Plattenzylinder bzw. der Formzylinder – bezogen auf seine Zylinderachse – radial bewegbar angeordnet sein und der Antrieb nebst Schaltkupplungssystem (zweiteilige Doppelkupplung) folgt dieser Schwenkbewegung. Hierzu ist bevorzugt eines der Zahnräder des Kupplungszahnrades auf dem Zapfen (alternativ der Zylinderschulter) und/oder im Exzenterlager des die Druckform tragenden Zylinders frei drehbar an geordnet und das andere Zahnrad ist an diesem Zahnrad drehbar gelagert.

Drittens kann das Farbwerk eines Druckwerkes bzw. die Dosiereinrichtung eines Lackwerkes – einschließlich eines Flexodruckwerkes – in einer ersten Betriebsart über den Hauptantrieb mit Räderzug (vorzugsweise für den Druck-/Lackierbetrieb), in einer zweiten Betriebsart über den Einzelantrieb des die Druckform tragenden Zylinders (vorzugsweise zum Farbwerk bzw. Lackwerk waschen, Farbe/Lack einlaufen lassen (einfärben)) jeweils angetrieben und in einer dritten Betriebsart – getrennt von Hauptantrieb und Einzelantrieb – stillgesetzt werden. Bei Vorhandensein eines Feuchtwerkes können bei entsprechender getriebetechni scher Kopplung diese Betriebsarten auf das Feuchtwerk übertragen werden.

Viertens ist zu nennen, dass unmittelbar bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses, beispielsweise einer geöffneten Schutzvorrichtung oder einem möglichen Ausfall eines Einzelantriebes für den die Druckform tragenden Zylinder (Plattenzylinder bzw. Formzylinder), eine Steuerungseinrichtung eine Betätigungseinrichtung einen Synchronbetrieb vorgibt, indem das jeweilige im Druck-/Lackwerk angeordnete Schaltkupplungssystem (zweiteilige Doppelkupplung) zwecks Synchronisation des im Normalbetrieb mittels Einzelantrieb eigenmotorisch angetriebenen, die Druckform tragenden Zylinders zu den weiteren mittels Hauptantrieb angetriebenen Zylindern/Trommeln unter Kraftschluss schließt. Gleichzeitig wird der Einzelantrieb des Druckform tragenden Zylinders (Platten-/Formzylinder) antriebslos, d.h. momentenlos geschaltet.

Fünftens ist eine deutliche Rüstzeitverkürzung durch die bereits genannten universellen Betriebszustände im jeweiligen Druck-/Lackwerk realisierbar. Insbesondere sind bisher einzeln bzw. sequentiell durchgeführte Arbeitsabläufe gesteuert und vorzugsweise gleichzeitig realisierbar. Die Verarbeitungsmaschine bzw. deren Druck-/Lackwerke weisen somit eine spürbar höhere Flexibilität auf.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigen schematisch:

1 eine Bogenrotationsdruckmaschine mit mehreren Druckwerken und einem Lackwerk,

2 eine Antriebseinrichtung für einen eine Druckform tragenden Zylinder (Platten-/Formzylinder).

Eine Bogenrotationsdruckmaschine ist beispielsweise mit einem Anleger 4, fünf Offsetdruckwerken 1, einem Lackwerk 2 sowie einem Ausleger 5 dargestellt. Jedes Offsetdruckwerk 1 weist in bekannter Weise ein Farbwerk 12 mit Farbwerkswalzen, einen eine Druckform tragenden Zylinder 10, hier als Plattenzylinder 10, und einen Gummituchzylinder 8 auf. Bei Bedarf ist jedem Plattenzylinder 10 ein Feuchtwerk zugeordnet.

Das Lackwerk 2 weist in bekannter Weise eine Dosiereinrichtung 11 für das zu verarbeitende Medium (Lack, Farbe), bevorzugt ein Kammerrakel mit zugeordneter, gerasterter Auftragwalze, sowie einen eine Druckform tragenden Zylinder 9, hier als Formzylinder 9, auf.

Plattenzylinder 10 und Formzylinder 9 tragen jeweils zumindest eine Druckform (einschließlich Lackform, Flexodruckform) und die Farbauftragwalzen des Farbwerkes 12 bzw. die Auftragwalze der Dosiereinrichtung 11 sind zu den Zylindern 10, 9 an-/abstellbar angeordnet. Für den Bogentransport in Förderrichtung 3 sind mehrere Bogenführungszylinder 6 vorgesehen. In jedem Druck- bzw. Lackwerk 1, 2 ist ein als Druckzylinder ausgebildeter Bogenführungszylinder 6 mit dem jeweiligen Gummituchzylinder 8 bzw. Formzylinder 9 in Funktionsverbindung, wobei im ersten Druckwerk 1 dem als Druckzylinder ausgebildeten Bogenführungszylinder 6 eine Anlagetrommel als Bogenführungszylinder 6 vorgeordnet ist. Für den Bogentransport sind zwischen den als Druckzylinder ausgebildeten Bogenführungszylindern 6 der Druck- bzw. Lackwerke 1, 2 weitere Bogenführungszylinder 6 als Transferzylinder angeordnet.

Jedem Gummituchzylinder 8, jedem Formzylinder 9 und jedem vorzugsweise als Druckzylinder ausgebildeten Bogenführungszylinder 6 ist eine Reinigungsvorrichtung 7 (Tuch- bzw. Bürstenwaschvorrichtung bzw. eine berührungslos arbeitende Klischeereinigungsvorrichtung) zugeordnet. Jedes Farbwerk 12 weist eine Farbwerkswascheinrichtung, beispielsweise ein auf den Walzenzug gerichtetes Waschmittelsprühsystem sowie eine anstellbare Rakeleinrichtung an einer in Drehrichtung des Plattenzylinders 10 letzten Farbwerkswalze auf.

Zumindest sämtliche Bogenführungszylinder 6 sind über einen nicht näher aufgezeigten Hauptantrieb (zumindest ein einspeisender Antriebsmotor) und einen Räderzug antriebsseitig miteinander gekoppelt (geschlossener Räderzug). Bei den Offsetdruckwerken 1 ist zusätzlich bevorzugt jeder Gummituchzylinder 8 in den geschlossenen Räderzug der Bogenführungszylinder 6 integriert und mittels Hauptantrieb antreibbar.

Bevorzugt jeder Plattenzylinder 10 und bevorzugt jeder Formzylinder 9 ist – vom Hauptantrieb und Räderzug mechanisch entkoppelt – durch je einen Einzelantrieb M, d.h. einen separaten Antriebsmotor antreibbar. Diese Einzelantriebe M sind über eine Steuerungseinrichtung 26 mit einer Maschinensteuerung gekoppelt und in vorgebbarer Weise gegenüber dem von Hauptantrieb und Räderzug (Bogenführungszylinder 6, Gummituchzylinder 8) einzeln, d.h. eigenmotorisch, antreibbar. Ein derartiger Einzelantrieb M weist einen lösbar endseitig an dem die Druckform (einschließlich Lackform, Flexodruckform) tragenden Zylinder 10, 9, speziell dem Plattenzylinder 10 bzw. Formzylinder 9, angeordneten Rotor und einen dazu konzentrisch angeordneten, am Seitengestell lösbar fixierten Stator auf.

Bei einem Offsetdruckwerk 1 ist an dem die Druckform tragenden Zylinder 10 (Plattenzylinder 10) ein zweiteiliges, gebildet aus einem ersten Zahnrad 15 in einer ersten Radebene und einem zweiten Zahnrad 16 in einer zweiten Radebene, Kupplungszahnrad 14 drehbar gelagert. Das Kupplungszahnrad 14 ist mit einem an dem vorgeordneten Gummituchzylinder 8 fixierten Eintriebszahnrad 13 in Eingriff. Der Gummituchzylinder 8 ist dem Plattenzylinder 10 unmittelbar benachbart. Auf das Eintriebszahnrad 13 wird mittels Hauptantrieb und Räderzug ein Eintrieb 17 eingespeist. Das Kupplungszahnrad 14 ist getriebetechnisch, beispielsweise mit einem Zahnrad- oder Zugmittelgetriebe, mit einer nachgeordneten Farbwerkwalze des Farbwerkes 12 gekoppelt, auf die ein Abtrieb 18 (vom Hauptantrieb) übertragbar ist.

Bevorzugt ist an dem zweiten Zahnrad 16 des Kupplungszahnrades 14 das erste Zahnrad 15 drehbar gelagert und zwischen beiden Zahnrädern 16, 15 ist eine erste Schaltkupplung 19 angeordnet. Vorzugsweise ist zwischen dem zweiten Zahnrad 16 des Kupplungszahnrades 14 und dem die Druckform tragenden Zylinder 10 eine zweite Schaltkupplung 20 angeordnet. Beide Schaltkupplungen 19, 20 bilden das Schaltkupplungssystem und sind vorzugsweise am zweiten Zahnrad 16 fixiert.

Die einzelnen Schaltstellungen der Schaltkupplungen 19, 20 sind unter Kraftschluss, vorzugsweise mittels je einer Federeinheit 27, 28, sowie mittels je einer auf die Schaltkupplungen 19, 20 wirkenden Betätigungseinrichtung 21, 22 realisierbar. Bevorzugt sind die Betätigungseinrichtungen 21, 22 pneumatisch aktivierbar. Die Betätigungseinheiten 21, 22 sind schaltungstechnisch mit der Steuerungseinrichtung 26 gekoppelt und erhalten von dieser die entsprechenden Ansteuersignale.

Die erste Schaltkupplung 19 ist in einer ersten Schaltstellung unter Kraftschluss mittels der ersten, konzentrisch zur Achse der Zylinder 10 (9) angeordneten Federeinheit 27 eingekuppelt, d.h. die beiden Zahnräder 15, 16 sind gekoppelt. In einer zweiten Schaltstellung ist die erste Schaltkupplung 19 mittels einer auf diese Schaltkupplung 19 wirkenden, von der Steuerungseinrichtung 26 aktivierbaren ersten Betätigungseinrichtung 21 ausgekuppelt, d.h. die beiden Zahnräder 15, 16 sind entkoppelt. Hierbei ist ein Ring 23 konzentrisch zur Achse der Zylinder 10, 9 angeordnet und vorzugsweise am zweiten Zahnrad 16 gelagert, wobei auf diesen Ring 23 die erste Betätigungseinrichtung 21 einwirken kann.

Die zweite Schaltkupplung 20 ist in einer ersten Schaltstellung mittels der zweiten, auf diese Schaltkupplung 20 wirkenden, von der Steuereinrichtung 26 aktivierbaren Betätigungseinrichtung 22 ausgekuppelt, d.h. das zweite Zahnrad 16 ist zum Zylinder 10 (9) entkoppelt. In einer zweiten Schaltstellung ist die zweite Schaltkupplung 20 unter Kraftschluss mittels der zweiten, konzentrisch zur Achse der Zylinder 10 (9) angeordneten Federeinheit 28 eingekuppelt, d.h. das Zahnrad 16 ist mit dem Zylinder 10 (9) gekoppelt. Hierbei sind konzentrisch zur Achse der Zylinder 10, 9 mehrere Übertragungselemente 29 vorgesehen, welche vorzugsweise am zweiten Zahnrad 16 gelagert sind. Den Übertragungselementen 29 ist die zweite Federeinheit 28 in Wirkverbindung zugeordnet, wobei die zweite Betätigungseinrichtung 22 auf die Übertragungselemente 29 einwirken kann.

Bei einem Lackwerk 2, alternativ einem Flexodruckwerk, weist der in vorgebbarer Weise zumindest gegenüber den Bogenführungszylindern eigenmotorisch antreibbare, die Druckform tragende Zylinder 9, hier der Formzylinder 9, einen Einzelantrieb M auf, der durch einen lösbar endseitig an dem Zylinder 9 angeordneten Rotor und einen dazu konzentrisch angeordneten, am Seitengestell lösbar fixierten Stator gebildet ist.

An dem die Druckform tragenden Zylinder 9 ist ein zweiteiliges, gebildet aus einem ersten Zahnrad 15 in einer ersten Radebene und einem zweiten Zahnrad 16 in einer zweiten Radebene, Kupplungszahnrad 14 drehbar gelagert.

Das Kupplungszahnrad 14 ist mit einem an einem vorgeordneten Bogenführungszylinder 6 fixierten Eintriebszahnrad 13 in Eingriff, auf das mittels Hauptantrieb und Räderzug ein Eintrieb 17 eingespeist wird. Bevorzugt trägt der dem Formzylinder 9 zugeordnete Bogenführungszylinder 6 (Gegendruckzylinder) das Eintriebszahnrad 13. Weiterhin ist das Kupplungszahnrad 14 getriebetechnisch, beispielsweise mit einem Zahnrad- oder Zugmittelgetriebe, mit einer nachgeordneten Auftragwalze einer Dosiereinrichtung 11 gekoppelt, auf die ein Abtrieb 18 (vom Hauptantrieb) übertragbar ist.

Bevorzugt ist an dem zweiten Zahnrad 16 des Kupplungszahnrades 14 das erste Zahnrad 15 drehbar gelagert und zwischen beiden Zahnrädern 16, 15 ist eine erste Schaltkupplung 19 angeordnet. Vorzugsweise ist zwischen dem zweiten Zahnrad 16 des Kupplungszahnrades 14 und dem Zylinder 9 (Formzylinder 9) eine zweite Schaltkupplung 20 angeordnet. Beide Schaltkupplungen 19, 20 bilden das Schaltkupplungssystem und sind vorzugsweise am zweiten Zahnrad 16 fixiert.

Die einzelnen Schaltstellungen der Schaltkupplungen 19, 20 sind unter Kraftschluss, vorzugsweise mittels je einer Federeinheit 27, 28, sowie mittels je einer auf die Schaltkupplungen 19, 20 wirkenden Betätigungseinrichtung 21, 22 realisierbar. Bevorzugt sind die Betätigungseinrichtungen 21, 22 pneumatisch aktivierbar. Die Betätigungseinheiten 21, 22 sind schaltungstechnisch mit der Steuerungseinrichtung 26 gekoppelt und erhalten von dieser die entsprechenden An- steuersignale.

Die erste Schaltkupplung 19 ist in einer ersten Schaltstellung unter Kraftschluss mittels der ersten, konzentrisch zur Achse der Zylinder 9 (10) angeordneten Federeinheit 27 eingekuppelt (Zahnräder 15, 16 sind gekoppelt) und in einer zweiten Schaltstellung mittels einer auf diese Schaltkupplung 19 wirkenden, von der Steuerungseinrichtung 26 aktivierbaren ersten Betätigungseinrichtung 21 ausgekuppelt (Zahnräder 15, 16 sind entkoppelt). Hierbei ist ein Ring 23 konzentrisch zur Achse der Zylinder 9 (10) angeordnet und vorzugsweise am zweiten Zahnrad 16 gelagert, wobei auf diesen Ring 23 die erste Betätigungseinrichtung 21 einwirken kann.

Die zweite Schaltkupplung 20 ist in einer ersten Schaltstellung mittels der zweiten, auf diese Schaltkupplung 20 wirkenden, von der Steuerungseinrichtung 26 aktivierbaren Betätigungseinrichtung 22 ausgekuppelt (Zahnrad 16 ist zum Zylinder 9 entkoppelt) und in einer zweiten Schaltstellung unter Kraftschluss mittels der zweiten, konzentrisch zur Achse der Zylinder 9 (10) angeordneten Federeinheit 28 eingekuppelt (Zahnrad 16 ist mit dem Zylinder 9 gekoppelt). Hierbei sind konzentrisch zur Achse der Zylinder 9 (10) mehrere Übertragungselemente 29 vorgesehen, welche vorzugsweise am zweiten Zahnrad 16 gelagert sind. Den Übertragungselementen 29 ist die zweite Federeinheit 28 in Wirkverbindung zugeordnet, wobei die zweite Betätigungseinrichtung 22 auf die Übertragungselemente 29 einwirken kann.

Gemäß 2 ist der Ring 23 mit einem Axiallager 24 zum Ableiten der von der Betätigungseinrichtung 21 eingeleiteten Kräfte abgestützt. Weiterhin ist zwischen dem ersten Zahnrad 15 und dem zweiten Zahnrad 16 ein weiteres Axiallager 24 vorgesehen. Das Kupplungszahnrad 14, speziell das zweite Zahnrad 16, ist mittele eines Radiallagers 25 auf dem jeweiligen Zylinder 10, 9 abgestützt. Das erste Zahnrad 15 ist ferner am zweiten Zahnrad 16 mit einem weiteren Radiallager 25 abgestützt.

Die bevorzugte Betriebsweise der Antriebsvorrichtung sowie der Schaltkupplungen 19, 20 ist im Druck-/Lackierbetrieb dadurch charakterisiert, dass in einer ersten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung 19 die ersten und zweiten Zahnräder 15,16 unter Kraftschluss (mittels Federeinheit 27) gekoppelt sind und in einer ersten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung 20 das zweite Zahnrad 16 mittels der auf die zweite Schaltkupplung 20 wirkenden zweiten Betätigungseinrichtung 22 vom Zylinder 10, 9 entkoppelt ist. Da das zweite Zahnrad 16 das erste Zahnrad 15 trägt ist das von beiden Zahnrädern 16, 15 gebildete Kupplungszahnrad 14 in dieser Ausbildung frei drehbar auf der Achse des jeweiligen Zylinders 9 bzw. 10 angeordnet.

Vom Hauptantrieb (mit Räderzug) erfolgt der Eintrieb 17 vom Eintriebszahnrad 13 (beim Offsetdruckwerk am Gummituchzylinder 8; beim Lackwerk am Bogenführungszylinder 6 fixiert) auf das erste, am zweiten Zahnrad 16 drehbar gelagerte Zahnrad 15 (Kupplungszahnrad 14), von diesem über die kraftschlüssig eingekuppelte erste Schaltkupplung 19 auf das zweite Zahnrad 16. Die zweite Schaltkupplung 20 am Zahnrad 16 ist geöffnet, so dass dieses Zahnrad 16 frei drehend auf der Zylinderachse des jeweiligen, die Druckform tragenden Zylinders 9, 10 angeordnet ist. Die Öffnung der zweiten Schaltkupplung 20 wird durch die Aktivierung der zweiten Betätigungseinrichtung 22 bewirkt, welche auf die Übertragungselemente 29 eine Kraft gegen die zweite Federeinheit 28 auf die zweite Schaltkupplung 20 einleitet. Von dem zweiten Zahnrad 16 erfolgt der Abtrieb 18 im Offsetdruckwerk 1 zum Farbwerk 12, bei Bedarf zum Feuchtwerk, und im Lackwerk 2 zur Dosiereinrichtung 11. Der die Druckform tragende Zylinder 10, 9 wird eigenmotorisch mittels Einzelantrieb M angetrieben.

Die bevorzugte Betriebsweise der Antriebsvorrichtung sowie der Schaltkupplungen 19, 20 zum Waschen des Farbwerks bzw. der Dosiereinrichtung 11 oder zum Farbe/Lack einlaufen lassen ist dadurch charakterisiert, dass in einer zweiten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung 19 das erste Zahnrad 15 vom zweiten Zahnrad 16 mittels der auf die erste Schaltkupplung 19 wirkenden Betätigungseinrichtung 21 entkoppelt ist und in einer zweiten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung 20 das zweite Zahnrad 16 unter Kraftschluss mittels der zweiten Federeinheit 28 mit dem Zylinder 10 gekoppelt ist. Dabei wird der vom Hauptantrieb eingespeiste Eintrieb 17 auf das erste Zahnrad 15 eingespeist, jedoch vom Zahnrad 15, welches – wie oben beschrieben – drehbar am zweiten Zahnrad 16 gelagert ist, nicht weiter übertragen. Das Zahnrad 15 dreht somit synchron zum Eintrieb 17 frei mit. Der die Druckform tragende, mittels Einzelantrieb M angetriebene Zylinder 10, 9 speist ein Antriebsmoment über die unter Kraftschluss mit dem zweiten Zahnrad 16 gekoppelte, zweite Schaltkupplung 20 auf das zweite Zahnrad 16 ein und von diesem erfolgt der Abtrieb 18 zum Farbwerk 12 bzw. zur Dosiereinrichtung 11.

Die bevorzugte Betriebsweise der Antriebsvorrichtung sowie der Schaltkupplungen 19, 20 zum Stillsetzen des Farbwerkes 12 bzw. der Dosiereinrichtung 11 ist dadurch charakterisiert, dass in einer zweiten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung 19 das erste Zahnrad 15 vom zweiten Zahnrad 16 mittels der auf die erste Schaltkupplung 19 wirkenden Betätigungseinrichtung 21 entkoppelt ist und in einer ersten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung 20 das zweite Zahnrad 16 mittels der auf die zweite Schaltkupplung 20 wirkenden Betätigungseinrichtung 22 vom Zylinder 10 entkoppelt ist. Die Betätigungseinrichtungen 21, 22 werden durch je ein Ansteuersignal der Steuerungseinrichtung 26 aktiviert. Der vom Hauptantrieb eingespeiste Eintrieb 17 wird auf das erste Zahnrad 15 eingespeist, jedoch vom Zahnrad 15, welches – wie oben beschrieben – drehbar am zweiten Zahnrad 16 gelagert ist, nicht weiter übertragen. Das Zahnrad 15 dreht somit synchron zum Eintrieb 17 frei mit. Die zweite Schaltkupplung 20 ist vom Zylinder 10, 9 entkoppelt, so dass auf das zweite Zahnrad 16 kein Antriebsmoment vom Einzelantrieb M übertragbar ist. Der Einzelantrieb M speist ein Antriebsmoment auf den die Druckform tragende, eigenmotorisch angetriebenen Zylinder 10, 9, so dass dieser unabhängig vom Hauptantrieb rotativ bewegbar ist. Vorzugsweise ist in dieser Betriebsweise ein Druckformwechsel in entsprechenden Winkelpositionen realisierbar.

Die bevorzugte Betriebsweise der Antriebsvorrichtung sowie der Schaltkupplungen 19, 20 ist bei Vorliegen eines sicherheitsrelevanten Ereignisses, beispielsweise bei einem Ausfall des Einzelantriebes M am Zylinder 10, 9, dadurch charakterisiert, dass in einer ersten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung 19 die ersten und zweiten Zahnräder 15,16 unter Kraftschluss (mittels erster Federeinheit 27) gekoppelt sind und in einer zweiten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung 20 das zweite Zahnrad 16 unter Kraftschluss (mittels zweiter Federeinheit 28) mit dem Zylinder 10 bzw. 9 gekoppelt ist. Die Betätigungseinrichtungen 21, 22 werden unmittelbar bei Eintritt eines sicherheitsrelevanten Ereignisses mittels Steuerungseinrichtung 26 antriebslos bzw. momentenlos geschaltet.

Vom Hauptantrieb (mit Räderzug) erfolgt der Eintrieb 17 vom Eintriebszahnrad 13 (beim Offsetdruckwerk am Gummituchzylinder 8; beim Lackwerk am Bogenführungszylinder 6 fixiert) auf das erste, am zweiten Zahnrad 16 drehbar gelagerte Zahnrad 15 (Kupplungszahnrad 14), von diesem über die kraftschlüssig eingekuppelte erste Schaltkupplung 19 auf das zweite Zahnrad 16. Die zweite Schaltkupplung 20 am Zahnrad 16 ist unter Kraftschluss geschlossen, so dass das Zahnrad 16 mit dem die Druckform tragenden Zylinder 10, 9 verbunden ist. Von dem zweiten Zahnrad 16 erfolgt der Abtrieb 18 im Offsetdruckwerk 1 zum Farbwerk 12, bei Bedarf zum Feuchtwerk, und im Lackwerk 2 zur Dosiereinrichtung 11. Der die Druckform tragende Zylinder 10, 9 wird somit bei dieser Betriebsart in den Hauptantrieb mit Räderzug integriert und synchron zu den Bogenführungszylindern 6 sowie Gummituchzylindern 8 angetrieben.

1
Offsetdruckwerk
2
Lackwerk
3
Förderrichtung
4
Anleger
5
Ausleger
6
Bogenführungszylinder
7
Reinigungsvorrichtung
8
Gummituchzylinder
9
Druckform tragender Zylinder/Formzylinder
10
Druckform tragender Zylinder/Plattenzylinder
11
Dosiereinrichtung
12
Farbwerk
13
Eintriebszahnrad
14
Kupplungszahnrad
15
erstes Zahnrad
16
zweites Zahnrad
17
Eintrieb
18
Abtrieb
19
erste Schaltkupplung
20
zweite Schaltkupplung
21
erste Betätigungseinrichtung
22
zweite Betätigungseinrichtung
23
Ring
24
Axiallager
25
Radiallager
26
Steuerungseinrichtung
27
erste Federeinheit
28
zweite Federeinheit
29
Übertragungselement
M
Einzelantrieb


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Antreiben einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial mit wenigstens einem Druck- und/oder Lackwerk, wobei jedes Druck-/Lackwerk je einen eine Druckform tragenden, mit einem Einzelantrieb gekoppelten Zylinder aufweist, dieser die Druckform tragende Zylinder von einem auf einen Räderzug der Zylinder und Trommeln (Bogenführungszylinder) für den Bogentransport sowie bei Druckwerken zusätzlich auf die Gummituchzylinder wirkenden Hauptantrieb mechanisch entkoppelt und in vorgebbarer Weise gegenüber den Bogenführungszylindern und Gummituchzylindern eigenmotorisch antreibbar ist, wobei dem eigenmotorisch angetriebenen, die Druckform tragenden Zylinder ein Farbwerk mit zumindest einer von Hauptantrieb und Räderzug antreibbaren Farbwerkwalze zugeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Einzelantrieb (M) einen lösbar endseitig an dem die Druckform tragenden Zylinder (10) angeordneten Rotor und einen dazu konzentrisch angeordneten, am Seitengestell lösbar fixierten Stator aufweist, dass an dem die Druckform tragenden Zylinder (10) ein zweiteiliges, gebildet aus einem ersten Zahnrad (15) in einer ersten Radebene und einem zweiten Zahnrad (16) in einer zweiten Radebene, Kupplungszahnrad (14) drehbar gelagert ist,

dass das Kupplungszahnrad (14) mit einem an einem vorgeordneten Gummituchzylinder (8) fixierten Eintriebszahnrad (13) in Eingriff ist, auf das mittels Hauptantrieb und Räderzug ein Eintrieb (17) eingespeist ist und das Kupplungszahnrad (14) getriebetechnisch mit einer nachgeordneten Farbwerkwalze des Farbwerkes (12) gekoppelt ist, auf die ein Abtrieb (18) übertragbar ist,

dass an dem zweiten Zahnrad (16) des Kupplungszahnrades (14) das erste Zahnrad (15) drehbar gelagert ist und zwischen beiden Zahnrädern (16, 15) eine fremd geschaltete erste Schaltkupplung (19) angeordnet ist, und

dass zwischen dem zweiten Zahnrad (16) des Kupplungszahnrades (14) und dem Zylinder (10) eine fremd geschaltete zweite Schaltkupplung (20) angeordnet ist.
Vorrichtung zum Antreiben einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial mit wenigstens einem Druck- und/oder Lackwerk, wobei jedes Druck-/ Lackwerk je einen eine Druckform tragenden, mit einem Einzelantrieb gekoppelten Zylinder aufweist, dieser die Druckform tragende Zylinder von einem auf einen Räderzug der Zylinder und Trommeln (Bogenführungszylinder) für den Bogentransport wirkenden Hauptantrieb mechanisch entkoppelt ist und in vorgebbarer Weise zumindest gegenüber den Bogenführungszylindern antreibbar ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Einzelantrieb (M) einen lösbar endseitig an dem die Druckform tragenden Zylinder (9) angeordneten Rotor und einen dazu konzentrisch angeordneten, am Seitengestell lösbar fixierten Stator aufweist, dass an dem die Druckform tragenden Zylinder (9) ein zweiteiliges, gebildet aus einem ersten Zahnrad (15) in einer ersten Radebene und einem zweiten Zahnrad (16) in einer zweiten Radebene, Kupplungszahnrad (14) drehbar gelagert ist,

dass das Kupplungszahnrad (14) mit einem an einem vorgeordneten Bogenführungszylinder (6) fixierten Eintriebszahnrad (13) in Eingriff ist, auf das mittels Hauptantrieb und Räderzug ein Eintrieb (17) eingespeist ist und das Kupplungszahnrad (14) getriebetechnisch mit einer nachgeordneten Auftragwalze einer Dosiereinrichtung (11) gekoppelt ist, auf die ein Abtrieb (18) übertragbar ist,

dass an dem zweiten Zahnrad (16) des Kupplungszahnrades (14) das erste Zahnrad (15) drehbar gelagert ist und zwischen beiden Zahnrädern (16, 15) eine fremd geschaltete erste Schaltkupplung (19) angeordnet ist, dass zwischen dem zweiten Zahnrad (16) des Kupplungszahnrades (14) und dem Zylinder (9) eine fremd geschaltete zweite Schaltkupplung (20) angeordnet ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schaltkupplung (19) mittels einer ersten Betätigungseinrichtung (21) schaltbar und die zweite Schaltkupplung (20) mittels einer zweiten Betätigungseinrichtung (22) jeweils schaltbar ist, wobei beide Betätigungseinrichtungen (21, 22) schaltungstechnisch mit einer Steuerungseinrichtung (26) gekoppelt sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Zahnräder (15, 16) des Kupplungszahnrades (14) in einer ersten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung (19) unter Kraftschluss eingekuppelt und in einer zweiten Schaltstellung mittels einer auf die Schaltkupplung (19) wirkenden ersten Betätigungseinrichtung (21) ausgekuppelt sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Zahnrad (16) des Kupplungszahnrades (14) und der die Druckform tragende Zylinder (10, 9) in einer ersten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung (20) mittels einer auf die Schaltkupplung (20) wirkenden zweiten Betätigungseinrichtung (22) ausgekuppelt und in einer zweiten Schaltstellung unter Kraftschluss eingekuppelt sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung (19) die ersten und zweiten Zahnräder (15, 16) unter Kraftschluss gekoppelt sind und in einer ersten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung (21) das zweite Zahnrad (16) mittels einer der auf die zweite Schaltkupplung (20) wirkenden Betätigungseinrichtung (21) vom Zylinder (10, 9) entkoppelt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zweiten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung (19) das erste Zahnrad (15) vom zweiten Zahnrad (16) mittels der auf die erste Schaltkupplung (19) wirkenden Betätigungseinrichtung (21) entkoppelt ist und in einer zweiten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung (20) das zweite Zahnrad (16) unter Kraftschluss mit dem Zylinder (10) gekoppelt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer zweiten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung (19) das erste Zahnrad (15) vom zweiten Zahnrad (16) mittels der auf die erste Schaltkupplung (19) wirkenden Betätigungseinrichtung (21) entkoppelt ist und in einer ersten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung (20) das zweite Zahnrad (16) mittels der auf die zweite Schaltkupplung (20) wirkenden Betätigungseinrichtung (21) vom Zylinder (10) entkoppelt ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Schaltstellung der ersten Schaltkupplung (19) die ersten und zweiten Zahnräder (15, 16) unter Kraftschluss gekoppelt sind und in einer zweiten Schaltstellung der zweiten Schaltkupplung (21) das zweite Zahnrad (16) unter Kraftschluss mit dem Zylinder (10) gekoppelt ist.






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