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Dokumentenidentifikation DE19825624B4 12.10.2006
Titel Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu und Vorrichtung hierfür
Anmelder Soif Co., Ltd., Yokohama, JP
Erfinder Iwamoto, Hiroaki, Tanabe-Shi, JP
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Anmeldedatum 08.06.1998
DE-Aktenzeichen 19825624
Offenlegungstag 09.12.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.10.2006
IPC-Hauptklasse A23J 3/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A23L 1/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Herstellungsverfahren von gefrorenem Tofu und eine Vorrichtung hierfür.

Derzeit ist es bekannt, daß Bohnenquark bzw. Tofu in einem gefrorenen bzw. tiefgekühlten Zustand (nachfolgend als "gefrorener Tofu" bezeichnet) gelagert werden kann.

Die Herstellung des oben genannten gefrorenen Bohnenquarks bzw. Tofus wird in einem chargenweisen Herstellungsverfahren durchgeführt, das heißt einem Erzeugen von Sojabohnenmilch auf eine übliche Weise, einer Aufnahme der Sojabohnenmilch in einem Behälter mit einer gewissen Kapazität, einem Kühlen, einem Mischen mit einem Verdickungsmittel und Mischen mit einem Stockungs- bzw. Verfestigungsmittel. Danach wird die Mischung auf eine gewisse Temperatur für ein Reifen und Verfestigen bzw. Stocken erhitzt und gefroren, wie dies in der japanischen, nicht geprüften Patentveröffentlichung Nr. 5-316984 beschrieben ist. Beispiele der oben genannten Verdickungsmittel beinhalten Stärke und Gelatine. Beispiele der oben genannten Stockungs- bzw. Verfestigungsmittel beinhalten Calciumsulfat.

Da die Verdickungsmittel eine Funktion einer Verringerung des Verhältnisses vom freien Wasser in dem Wassergehalt des Bohnenquarks bzw. Tofus besitzen, um die innere Viskosität des Bohnenquarks zu vergrößern, kann die Abtrennung und Ausdehnung des zum Zeitpunkt des Frierens bzw. Tiefkühlens gebildeten Wassergehaltes reduziert werden und es kann daher vorzugsweise die innnere Struktur des Bohnenquarks zum Zeitpunkt des Auftauens aufrecht erhalten werden.

Die Sojabohnenmilch muß auf etwa 30°C abgekühlt werden, wenn sie dem Verdickungsmittel oder dem Verfestigungsmittel vermischt wird. Dies deshalb, da eine hohe Temperatur der Sojabohnenmilch eine übermäßig große Viskosität des Verdickungsmittels bewirkt, so daß ein homogenes Mischen des Verfestigungsmittels überaus schwierig wird, wobei dies in einer ungleichmäßigen Qualität des Tofu resultieren kann.

In dem obengenannten konventionellen Herstellungsverfahren sollte die Sojabohnenmilch, welche eine hohe Temperatur von etwa 70 bis 95°C unmittelbar nach ihrer Herstellung aufweist, auf etwa 30°C für ein Mischen mit einem Verdickungsmittel oder einem Stockungsmittel abgekühlt werden und darauf wiederum auf etwa 70 bis 95°C für das nachfolgende Reifen und Verfestigen aufgeheizt bzw. erwärmt werden und es ist daher unökonomisch im Hinblick auf den Wärmeeinsatz. Da darüberhinaus das bekannte Verfahren ein chargenweises Bearbeitungsverfahren ist, bringt es ein Problem mit sich, daß es eine lange Herstellungszeit erfordert. Da darüberhinaus Mischen und Rühren bei einem niedrigen Temperaturbereich durchgeführt werden, bringt es ein weiteres Problem der Tendenz mit sich, daß es eine große Menge eines Verdickungsmittels und eines Verfestigungsmittels erfordert.

Aus US 4,427,710 A ist ein Verfahren zum Herstellen eines Instant-Bohnenquarks oder -Tofus bekannt, bei dem der Tofu mit dem Schritt Mischen eines pulverisierten Sojabohnenmaterials mit einem Verdickungsmittel und dem Schritt Hinzufügen von Wasser und einem Verfestigungsmittel gebildet wird.

Aus JP 072 31 761 A ist ein Verfahren zum chargenweisen Herstellen eines gefrorenen Bohnenquarks bekannt, bei dem ein Verdickungsmittel und ein Verfestigungsmittel zu Sojamilch hoher Temperatur eingespritzt wird.

Aus JP 031 47 759 A ist ein gefrorenes Nahrungsmittel bekannt, das mit Bohnenquark gekocht ist und bei dem ein Verfestigungsmittel und ein Verdickungsmittel zu dem mit Bohnenquark gekochten Nahrungsmittel gegeben und dann das Lebensmittel gefroren wird.

JP 010 74 950 A offenbart die kontinuierliche Herstellung eines bohnenquarkähnlichen Eiweißrohmaterials, wobei eine Eiweißpaste, die Sojabohneneiweiß, Wasser (und soweit erforderlich ein Öl und Fett) und ein Eiweißkoagulat enthält, durch Dampf, der direkt in die Paste geblasen wird, erhitzt wird, während die Paste vorzugsweise durch eine Pipeline läuft, und wobei die erhitzte Eiweißpaste während sie durch ein wärmeleitendes Rohr läuft unter turbulenten Bedingungen abgekühlt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Bohnenquark bzw. Tofu und eine Vorrichtung hierfür zur Verfügung zu stellen, durch die es möglich ist, die Wärme der Sojabohnenmilch sinnvoll zu nutzten, die Produktionszeit beträchtlich zu reduzieren und die Menge des Verdickungsmittels und des Stockungs- bzw. Verfestigungsmittels zu reduzieren.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 4 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Diese und andere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden bei einer Lektüre der nachfolgenden detaillierten Beschreibung und aus den beigeschlossenen Zeichnungen ersichtlich werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist ein Systemdiagramm der gesamten Anordnung einer Ausführungsform einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Bohnenquark bzw. Tofu gemäß der vorliegenden Erfindung;

2 ist eine vergrößerte Ansicht, teilweise weggebrochen und im Schnitt, der Düseneinheit der Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung gemäß 1.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

In der vorliegenden Erfindung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Bohnenquark bzw. Tofu, worin ein Verdickungsmittel und ein Stockungs- bzw. Verfestigungsmittel zu Sojabohnenmilch hinzugefügt werden, gereift und verfestigt werden, um Bohnenquark bzw. Tofu zu erzeugen, und eingefroren bzw. tiefgekühlt werden, wird die Sojabohnenmilch kontinuierlich in einem fluiden Zustand gefördert, wobei das Verdickungsmittel und das Verfestigungsmittel kontinuierlich in diese eingebracht bzw. eingespritzt werden und nachfolgend in einen Reifungsabschnitt für ein Reifen und Stocken bzw. Verfestigen gebracht werden.

Die Temperatur von Sojabohnenmilch, wenn sie aus dem Behälter zugeführt wird, beträgt etwa 70 bis 95°C, wobei jedoch, da die Zeit zwischen dem Einspritzen des Verdickungsmittels und dem Einbringen in den Reifungsabschnitt eine sehr kurze Zeitdauer von etwa einigen Sekunden bis 20 Sekunden oder weniger, oder höchstens etwa eine Minute beträgt, der Effekt des Anstieges der Viskosität des Verdickungsmittels auf ein vernachlässigbares Ausmaß unterdrückt werden kann. Das heißt, daß, da ein bemerkenswerter Viskositätsanstieg bis einige Minuten nach einem Einspritzen eines Verdickungsmittels selbst in Sojabohnenmilch hoher Temperatur nicht beobachtet werden kann, der oben genannte, konventionelle nachteilige Effekt vermieden werden kann.

Es beträgt daher in der vorliegenden Erfindung der Zeitraum zwischen dem Einspritzen des Verdickungsmittels und dem Einbringen in den Reifungsabschnitt eine Minute oder weniger, bevorzugt 20 Sekunden oder weniger.

Bevorzugte Beispiele eines Verdickungsmittels umfassen Stärke, Gelatine und Pflanzengummi bzw. Kautschuk. Sie können alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden. Beim Einspritzen des Verdickungsmittels in Sojabohnenmilch ist bevorzugt, eine Lösung mit einer Konzentration von 30 bis 50 durch Auflösen von Stärke in warmem Wasser von etwa 60°C oder mehr oder durch Auflösen von Gelatine in warmen Wasser von etwa 50°C oder mehr herzustellen und 10 bis 15 Gew.-% der Lösung in Relation zu der Sojabohnenmilch einzuspritzen.

Bevorzugte Beispiele eines Stockungs- bzw. Vertestigungsmittels umfassen Calciumsulfat und Bitterlauge. Es ist bevorzugt, eine wässrige Lösung mit einer Konzentration von etwa 10 % eines Verfestigungsmittels herzustellen und etwa 0,3 Gew.-% der wässrigen Lösung relativ zu der Sojabohnenmilch einzuspritzen.

Demgemäß ist die Menge eines Verdickungsmittels und eines Verfestigungsmittels ungefähr die Hälfte im Vergleich mit dem konventionellen, chargenweisen Herstellungsverfahren.

In der vorliegenden Erfindung ist es auch bevorzugt, das Verfestigungsmittel nach dem Einspritzen des Verdickungsmittels in die Sojabohnenmilch einzuspritzen. Es ist weiters bevorzugt, daß die Sojabohnenmilch durch einen Rührabschnitt nach dem Einspritzen des Verdickungsmittels bzw. nach dem Einspritzen des Verfestigungsmittels durchtritt, da es hilft, die Sojabohnenmilch homogen mit dem Verdickungsmittel und dem Verfestigungsmittel zu mischen.

Eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Bohnenquark bzw. Tofu gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei ein Verdickungsmittel und ein Stockungs- bzw. Verfestigungsmittel zu Sojabohnenmilch hinzugefügt, gereift und verfestigt werden, um Bohnenquark bzw. Tofu herzustellen, und eingefroren bzw. tiefgekühlt werden, umfaßt eine Transportleitung für eine kontinuierliche Förderung der Sojabohnenmilch aus einem Sojabohnenmilchbehälter zu einen Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt, welcher an die Transportleitung angeschlossen ist, einen Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitt, welcher an die Transportleitung angeschlossen ist, und einen Reifungsabschnitt, welcher am stromabwärtigen Ende der Transportleitung angeschlossen ist, für ein kontinuierliches Reifen und Verfestigen der Sojabohnenmilch von der Transportleitung.

Die Transportleitung fördert kontinuierlich die Sojabohnenmilch von dem Sojabohnenmilchbehälter bzw. -tank, wobei das Verdickungsmittel durch den Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt eingespritzt wird und das Verfestigungsmittel durch den Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitt eingespritzt wird, um die Sojabohnenmilch zu dem Reifungsabschnitt für ein kontinuierliches Reifen und Verfestigen zuzuführen. Bohnenquark bzw. Tofu (vor dem Tiefkühlen) wird, wie oben erwähnt, kontinuierlich hergestellt. Es ist hier bevorzugt, die Sojabohnenmilch zu dem Reifungsabschnitt in der Transportleitung in einer derart kurzen Zeitdauer von höchstens etwa einer Minute, vorzugsweise etwa einige Sekunden oder 20 Sekunden oder weniger, nach dem Mischen mit dem Verdickungsmittel zuzuführen.

Es ist gemäß der vorliegenden Erfindung weiters bevorzugt, daß die Transportleitung eine Rohrleitung umfaßt und daß der Reifungsabschnitt einen Förderer umfaßt.

Es ist in der vorliegenden Erfindung weiters bevorzugt, daß ein Rührabschnitt in der Rohrleitung an der stromabwärtigen Seite des Verdickungsmittel-Einspritzabschnitts bzw. an der stromabwärtigen Seite des Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitts vorgesehen ist, da diese Anordnung ein homogenes Mischen der Sojabohnenmilch mit dem Verdickungsmittel und dem Verfestigungsmittel erlaubt.

In der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, daß der Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt eine oder eine Vielzahl von Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten umfaßt und daß die Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten einen Verdickungsmittelbehälter bzw. -tank, eine Pumpe und einen Zuström-Düsenmechanismus für die Transportleitung umfassen.

In dem Fall, in dem zwei oder mehrere Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten vorgesehen sind, können mehrere Arten von Verdickungsmitteln in die Sojabohnenmilch durch Aufnahme von Verdickungsmitteln unterschiedlicher Arten in jede Einheit eingespritzt werden.

In der vorliegenden Erfindung ist es weiters bevorzugt, daß die Verdickungsmittel-Einspritzeinheit eine Vielzahl von umschaltbaren Verdickungsmittelbehältern zur Zufuhr des selben Verdickungsmittels umfaßt.

Da eine Vielzahl der umschaltbaren Verdickungsmittelbehälter vorgesehen sind, wie dies oben erwähnt wurde, kann eine Verdickungsmittellösung für eine Nachfüllung in einem Standby-Behälter vorbereitet werden, so daß eine gewünschte Menge eines Verdickungsmittels kontinuierlich zur Verfügung gestellt werden kann, ohne die kontinuierliche Förderung der Sojabohnenmilch zu unterbrechen.

Weiters ist es in der vorliegenden Erfindung bevorzugt, daß ein Rührmischer in dem Verdickungsmittelbehälter des Verdickungsmittel-Einspritzabschnitts installiert ist.

Durch Rühren der Verdickungsmittellösung in dem Verdickungsmittelbehälter mit dem oben genannten Rührmischer kann die Viskosität der Verdickungsmittellösung homogen gehalten werden. Wenn ein Rührmischerin jedem einer Vielzahl von Verdickungsmittelbehältern installiert ist, kann, da eine Verdickungmittellösung einer homogenen Viskosität immer in die Sojabohnenmilch eingespritzt werden kann, selbst wenn von einem Verdickungsmittelbehälter auf einen anderen umgeschaltet wird, die Qualität des gefrorenen Tofus konstant aufrecht erhalten werden.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.

1 ist ein Systemdiagramm einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Bohnenquark bzw. Tofu gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung umfaßt im wesentlichen eine Rohrleitung (Transportleitung) 10, einen Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt 20, welcher an die Rohrleitung 10 angeschlossen ist, einen Stockungs- bzw. Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitt 30, welcher an die Rohrleitung 10angeschlosen ist, und einer Reifungs-Fördereinrichtung (Reifungsabschnitt) 40, welcher an dem stromabwärtigen Ende der Rohrleitung 10 angeordnet ist. Der Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt 20 umfaßt zwei Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten 20e, 20f. Der Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitt 30 umfaßt eine Verfestigungsmittel-Einspritzeinheit 30a.

Das Anfangsende bzw. stromaufwärtige Ende der Rohrleitung 10 ist mit dem Sojabohnenmilchbehälter bzw. -tank 11 verbunden und das untere bzw. stromabwärtige Ende der Rohrleitung 10 ist an dem stromaufwärtigen Ende der Reifungs-Fördereinrichtung 40 angeordnet. Die Rohrleitung 10 ist mit einer Pumpe 12, Düseneinheiten (Zuström-Düsenmechanismen) 21e, 21f für die Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten 20e, 20f, einem Rührabschnitt 13, einer Düseneinheit 31 für die Verfestigungsmittel-Einspritzeinheit 30a, einem Rührabschnitt 14 und einem Umschaltventil 15 von der stromaufwärtigen Seite zur stromabwärtigen Seite versehen.

Als Beispiele der Rührabschnitte 13, 14 werden eine Ausbildung umfassend eine Stau- bzw. Ablenkplatte zur Ausbildung eines Labyrinths in Flugrichtung eines Fluids und eine Ausbildung umfassend eine Stau- bzw. Ablenkplatte zur Ausbildung einer Helix bzw. eines Wirbels in der Flugrichtung eines Fluids präsentiert. Gemäß diesen Ausbildungen der Rührabschnitte 13, 14 kann ein Fluid, welches durch das Innere der Rohrleitung 10 hindurchtritt, homogen gemischt werden.

Die Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten 20e, 20f sind mit der Rohrleitung 10 bei Verdickungsmittelbehältern 23ex, 23ey, 23fx, 23fy über die Pumpen 22e, 22f bzw. die Düseneinheiten 21e, 21f verbunden. Jeder der Verdickungsmittelbehälter 23ex, 23ey, 23fx, 23fy umfaßt einen eingebauten Rührmischer 25, welcher durch einen Motor M angetrieben und gedreht wird. Umschaltventile 24ex, 24ey und 24fx, 24fy sind zwischen den Verdickungsmittelbehältern 23ex, 23ey und 23fx, 23fy bzw. den Pumpen 22e und 22f vorgesehen.

Die Verdickungsmittelbehälter 23ex, 23ey, 23fx, 23fy nehmen ein Verdickungsmittel T1 oder ein Verdickungsmittel T2 einer vorbestimmten Konzentration entsprechend der Verdickungsmittel-Einspritzeinheit 20e oder 20f auf.

2 ist eine teilweise weggebrochene Ansicht im Schnitt der Düseneinheit 21e, welche an die Rohrleitung 10 angeschlossen ist. Die Düseneinheit 21f weist dieselbe Ausbildung wie die Düseneinheit 21e auf.

Die Düseneinheit 21e umfaßt ein Gehäuse 21a, eine Einspritzdüse 21c, ein Magnetventil 21b und eine Klammer bzw. Klemme 21d. Das Gehäuse 21a, welches eine T-Form aufweist, ist indirekt mit der Rohrleitung 10 verbunden. Die Einspritzdüse 21c ist mit dem zu der Pumpe 22e führenden Rohr über das Magnetventil 21b verbunden und ist auch in dem Gehäuse 21a aufgenommen. Ein Flansch 21a1 mit einer geneigten unteren Oberfläche ist an dem Verzweigungspunkt des Gehäuses 21a ausgebildet. Ein Flansch 21b1 mit einer geneigten oberen Oberfläche ist an dem kurzen Rohr des Magnetventils 21b festgelegt. Ein Flansch 21c1, welcher zwischen den Flanschen 21a1, 21b1 über eine Abdichtung 21d1, 21d1 zwischengeschaltet ist, ist an der Basis der Einspritzdüse 21c vorgesehen. Die Flansche 21a1, 21b1, 21c1 sind entfernbar über eine Klammer bzw. Klemme 21d miteinander verriegelt. Der Rand bzw. die Kante der Einspritzdüse 21c mündet geneigt zu der Richtung, in welcher ein Fluid von der Rohrleitung 10 (die durch den Pfeil K1 in 2 gezeigte Richtung) im Zentrum des Gehäuses 21a einströmt.

Die Klemme 21d umfaßt ein Paar von Armen und Schrauben (nicht dargestellt). Die Arme 21da, 21db, von welchen jeder eine, von oben gesehen, halbkreisförmige Form aufweist, sind an den Eckabschnitten miteinander verbunden und in Abstand voneinander angeordnet. Der Abstand (Durchmesser), welcher durch die Arme gebildet wird, kann durch die oben erwähnten Schrauben geöffnet oder geschlossen werden. Wie in 2 gezeigt, weisen die Arme im Querschnitt eine nutartige Form auf, um mit der geneigten Oberfläche der Flansche 21a1, 21b1 zur selben Zeit in Eingriff zu gelangen. Durch ein Drücken des Durchmessers der Arme (wodurch der Abstand zwischen den Armen geringer wird) werden der Flansch 21a1 und der Flansch 21b1 nahe benachbart unter Zwischenschaltung des Flansches 21c1 gehalten. Demgemäß sind die Flansche 21a1, 21b1, 21c1 miteinander verriegelt, um die an dem Flansch 21c1 festgelegte Einspritzdüse 21c zu fixieren. Andererseits werden durch ein Lösen der Durchmesser der Arme die Flansche 21a1, 21b1, 21c1 voneinander getrennt, um die Einspritzdüse 21c, welche an dem Flansch 21c1 festgelegt ist, aus dem Gehäuse 21a zu entfernen.

Wie dies aus den 1 und 2 ersichtlich ist, kann die Verdickungsmittel-Einspritzeinheit 20e kontinuierlich das Verdickungsmittel T1 entweder von dem Verdickungsmittelbehälter 23ex oder dem Verdickungsmittelbehälter 23ey in die Rohrleitung 10 über das Magnetventil 21b und die Einspritzdüse 21c der Düseneinheit 21e durch Öffnen von einem der zwei Umschaltventile 24ex, 24ey und Betrieb der Pumpe 22e (siehe den Pfeil K2, welcher in 2 gezeigt ist) einspritzen. In ähnlicher Weise kann die Verdickungsmittel-Einspritzeinheit 20f kontinuierlich das Verdickungsmittel T2 entweder aus dem Verdickungsmittelbehälter 23fx oder dem Verdickungsmittelbehälter 23fy zu der Rohrleitung 10 einspritzen.

Die Umschaltventile 24ex, 24ey (oder die Umschaltventile 24fx, 24fy) können die Verdickungsmittelbehälter 23ex, 23ey (oder die Verdickungsmittelbehälter 23fx, 23fy) während des Betriebs umschalten. Das Magnetventil 21b kann sicher das Verdickungsmittel T1 (oder das Verdickungsmittel T2) von der Pumpe 22e (oder der Pumpe 22f) unterbrechen oder in die Rohrleitung 10 einspritzen.

Die Verfestigungsmittel-Einspritzeinheit 30a ist mit der Rohrleitung 10 bei dem Verfestigungsmittelbehälter 33 über die Pumpe 32 und die Düseneinheit 31 verbunden. Die Düseneinheit 31 weist dieselbe Konfiguration wie die in 2 gezeigte Düseneinheit 21e auf. Das heißt, ein Gehäuse ist indirekt mit der Rohrleitung 10 verbunden. Und ein Magnetventil und eine Einspritzdüse sind entfernbar mit dem Gehäuse über eine Klemme verriegelt.

Der Vertestigungsmittelbehälter bzw. -tank 33 der Vertestigungsmittel-Einspritzeinheit 30a nimmt ein Vertestigungsmittel C einer vorbestimmten Konzentration auf, welches kontinuierlich in die Rohrleitung 10 über die Düseneinheit 31 durch Betätigung der Pumpe 32 eingespritzt werden kann.

Die Reifungs-Fördereinrichtung 40 umfaßt eine Antriebsrolle 41, eine Führungsrolle 42 und ein um dieses gewickeltes Förderband 43. Ein Paar von Führungsplatten 44, 44 ist an den beiden Seiten der Längsrichtung des Förderbandes 43 vorgesehen (1 zeigt nur eine der Führungsplatten 44). Die Führungsplatten 44, 44 sind über eine Trennplatte 44a an dem stromaufwärtigen Ende des Förderbandes 43 miteinander verbunden. Eine Dampfeinheit 46 mit einem Deckel ist über dem Förderband 43 vorgesehen. Die Reifungs-Fördereinrichtung 40 kann das Förderband 43 in der Richtung des Pfeiles K3 (siehe 1) durch Antreiben der Antriebsrolle 41 antreiben.

Der Betrieb der kontinuierlichen Herstellungsvorrichtung wird beschrieben. Sojabohnenmilch S ist in dem Sojabohnenmilchbehälter 11 aufgenommen und wird kontinuierlich aus diesem durch die Rohrleitung 10 durch Betrieb der Pumpe 12 und Öffnen des Umschaltventils 15 gefördert. Zu diesem Zeitpunkt spritzt eine Verdickungsmittel-Einspritzeinheit 20e kontinuierlich das Verdickungsmittel T1 in die Sojabohnenmilch S über die Düseneinheit 21e ein und es spritzt auch die andere Verdickungsmittel-Einspritzeinheit 20f kontinuierlich das Verdickungsmittel T2 in die Sojabohnenmilch S über die Düseneinheit 21f ein. Das Einspritzen eines Verdickungsmittels kann entweder eines der Verdickungsmittel T1 oder der Verdickungsmittel T2 sein.

Darüberhinaus spritzt die Verfestigungsmittel-Einspritzeinheit 30a kontinuierlich das Verfestigungsmittel C in die Sojabohnenmilch S über die Düseneinheit 31 ein.

Demgemäß wird die Sojabohnenmilch S, zu welcher die Verdickungsmittel T1, T2 und das Verfestigungsmittel C kontinuierlich während der Förderung in der Rohrleitung 10 eingespritzt werden, kontinuierlich auf die Reifungs-Fördereinrichtung 40 nach einem homogenen Mischen durch die Rührabschnitte 13, 14 aufgegeben.

Indem die Förderzeit in der Rohrleitung 10 von der Düseneinheit 21e an der stromaufwärtigen Seite bis zu der Reifungs-Fördereinrichtung 40 ausreichend kurz gehalten wird, kann, selbst wenn die Sojabohnenmilch S in dem Sojabohnenmilchbehälter 11 eine hohe Temperatur von 70 bis 95°C aufweist und dieser ein Verdickungsmittel ohne Absenken der Temperatur zugesetzt wird, eine Sojabohnenmilch einer ausreichend homogenen Qualität zu der Reifungs-Fördereinrichtung 40 zugeführt werden, sodaß der Effekt eines Viskositätsanstieges der Verdickungsmittel T1 und T2 bis zu einem vernachlässigbaren Ausmaß unterdrückt werden kann.

Auf die Reifungs-Fördereinrichtung 40 wird durch Antrieb des Förderbandes 43 und Betrieb der Dampfeinheit 46 die von der Rohrleitung 10 zugeführte Sojabohnenmilch gefördert, während sie auf etwa 70 bis 95°C erhitzt wird, um kontinuierlich gereift und verfestigt zu werden. Darauf wird das Produkt an der stromabwärtigen Seite als Bohnenquark bzw. Tofu (vor einem Tiefkühlen) ausgebracht.

Der Bohnenquark vor dem Tiefkühlen, welcher von der Reifungs-Fördereinrichtung 40 ausgegeben wird, wird dann durch einen Wasserbehälter für ein Eliminieren des Verfestigungsmittels C als auch für ein Abkühlen durch einen Kühltemperaturbereich hindurchgeführt, in eine vorgegebene Größe geschnitten und einem Abkühlverfahren auf eine Tiefkühltemperatur unterworfen, um tiefgekühlten bzw. gefrorenen Bohnenquark bzw. Tofu zu erzeugen.

Wie oben erörtert, werden in einem Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Bohnenquark gemäß der vorliegenden Erfindung ein Verdickungsmittel und ein Verfestigungsmittel kontinuierlich zur Sojabohnenmilch zugesetzt und kontinuierlich gereift und verfestigt. Da die Verfahrensschritte zur Herstellung von Tofu aus Sojabohnenmilch kontinuierlich durchgeführt werden, kann auf die Kühlbehandlung und die Wärmebehandlung der Sojabohnenmilch verzichtet werden und es können derart vorteilhalte Effekte, wie eine vernünftige Wärmeausnutzung, eine drastische Reduktion der Herstellungszeit und eine Reduktion der Menge des Verdickungsmittels und des Verfestigungsmittels um die Hälfte realisiert werden.

Gemäß einer Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Bohnenquark nach der vorliegenden Erfindung kann durch die Kombination einer Transportlinie bzw. -leitung für eine kontinuierliche Förderung der Sojabohnenmilch, eines Verdickungsmittel-Einspritzabschnitts, eines Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitts und eines Reifungsabschnitts die oben genannte Erfindung des kontinuierlichen Herstellungsverfahrens glatt bzw. gleichmäßig durchgeführt werden.

In der oben erwähnten Ausführungsform kann ein Niveausensor zur Feststellung der angesammelten Menge der Sojabohnenmilch S in dem Sojabohnenmilchbehälter 11 vorgesehen sein. In ähnlicher Weise kann ein Niveausensor in den Verdickungsmittelbehältern 23ex, 23ey, 23fx, 23fy und dem Verfestigungsmittelbehälter 33 vorgesehen sein. Wenn der Rührabschnitt 14 an der stromabwärtigen Seite eine ausreichend hohe Mischfähigkeit aufweist, kann der Rührabschnitt 13 an der stromaufwärtigen Seite weggelassen werden.

Obwohl die zwei Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten 20e, 20f in der oben genannten Ausführungsform vorgesehen sind, ist die Konfiguration nicht darauf beschränkt. Eine einzelne Einheit oder drei oder mehr Einheiten können auch eingesetzt bzw. angewandt werden. In ähnlicher Weise können die Verdickungsmittelbehälter 23ex, 23ey (oder die Behälter 23fx, 23fy), welche an die Verdickungsmittel-Einspritzeinheit 20e (oder die Einspritzeinheit 20f) angeschlossen sind, lediglich einfach oder dreifach oder mehrfach vorgesehen sein. Darüberhinaus kann ein Rührmischer in den Verfestigungsmittelbehälter 33 wie in den oben erwähnten Verdickungsmittelbehältern 23ex, 23ey, 23fx, 23fy installiert sein, um ein Absetzen des Verfestigungsmittels C zu verhindern.

Obwohl ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Bohnenquark bzw. Tofu gemäß der vorliegenden Erfindung und eine Vorrichtung hiefür im Detail beschrieben wurden, ist die vorliegende Erfindung nicht auf diese Ausführungsform beschränkt, sondern kann in anderen speziellen Formen unter Modifikation des Umfanges des Geistes oder wesentlicher Merkmale hiervon verwirklicht werden.


Anspruch[de]
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu, wobei ein Verdickungsmittel (T1, T2) und ein Verfestigungsmittel (C) zu Sojabohnenmilch (S) hinzugefügt werden, diese reifen gelassen und verfestigt werden, um Tofu zu erzeugen, und gefroren werden, wobei das Verfahren die Schritte aufweist:

a) einen Schritt einer kontinuierlichen Förderung der Sojabohnenmilch (S) in einem fluiden Zustand;

b) einen Schritt eines kontinuierlichen Injizierens des Verdickungsmittels (T1, T2) und des Verfestigungsmittels (C) in die in fluidem Zustand geförderte Sojabohnenmilch (S);

c) einen Schritt eines Einbringens einer Mischung aus Sojabohnenmilch (S), Verdickungsmittel (T1, T2) und Vertestigungsmittel (C) in einen Reifungsabschnitt (40) innerhalb einer Minute nach dem Injizieren der Verdickungsmittel (T1, T2) und Reifen- und Verfestigenlassen der Mischung in dem Reifungsabschnitt; und

d) einen Schritt des Einfrierens der Mischung.
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach Anspruch 1, worin das Verfestigungsmittel (C) eingespritzt wird, nachdem das Verdickungsmittel (T1, T2) in die Sojabohnenmilch (S) eingespritzt worden ist. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach Anspruch 1 oder 2, aufweisend einen Schritt (13, 14) eines Rührens der Sojabohnenmilch (S) nach dem Einspritzen des Verdickungsmittels (T1, T2) und/oder nach dem Einspritzen des Verfestigungsmittels (C). Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, aufweisend:

einen Sojabohnenmilchbehälter (11) zur Aufnahme der Sojabohnenmilch (S);

eine Transportleitung (10) für eine kontinuierliche Förderung der Sojabohnenmilch (S) von dem Sojabohnenmilchbehälter (11);

einen an die Transportleitung (10) angeschlossenen Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt (20);

einen an die Transportleitung (10) angeschlossenen Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitt (30); und

einen Reifungsabschnitt (40), welcher am stromabwärtigen Ende der Transportleitung (10) angeschlossen ist.
Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach Anspruch 4, worin die Transportleitung eine Rohrleitung (10) und der Reifungsabschnitt einen Förderer (40) aufweist. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach Anspruch 5, aufweisend einen in der Rohrleitung (10) am stromabwärtigen Ende des Verdickungsmittel-Einspritzabschnitts (20) und/oder am stromabwärtigen Ende des Verfestigungsmittel-Einspritzabschnitts (30) vorgesehenen Rührabschnitt (13, 14). Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach einem der Ansprüche 4 bis 6, worin der Verdickungsmittel-Einspritzabschnitt (20) eine oder mehrere Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten (20e, 20f) aufweist und worin die Verdickungsmittel-Einspritzeinheiten (20e, 20f) einen Verdickungsmittelbehälter (23ex, 23ey, 23fx, 23fy), eine Pumpe (22e, 22f) und einen Zuström-Düsenmechanismus (21e, 21f) zu der Transportleitung (10) aufweisen. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach Anspruch 7, worin die Verdickungsmittel-Einspritzeinheit (20) eine Mehrzahl von schaltbaren Verdickungsmittelbehältern (23ex, 23ey, 23fx, 23fy) zur Zufuhr desselben Verdickungsmittels (T1, T2) aufweist. Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von gefrorenem Tofu nach Anspruch 7, worin ein Rührmischer (25) in dem Verdickungsmittelbehälter (23ex, 23ey, 23fx, 23fy) des Verdickungsmittel-Einspritzabschnitts (20e, 20f) installiert ist.






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