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Dokumentenidentifikation DE10058698B4 19.10.2006
Titel Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher
Anmelder Nuske, Andreas, 78166 Donaueschingen, DE;
Schiessle, Edmund, Prof., 73614 Schorndorf, DE
Erfinder Nuske, Andreas, 78166 Donaueschingen, DE;
Schiessle, Edmund, Prof., 73614 Schorndorf, DE
DE-Anmeldedatum 26.11.2000
DE-Aktenzeichen 10058698
Offenlegungstag 06.06.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse H04R 9/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04R 9/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]
1.Grund der Erfindung und Stand der Technik

In den Schriften DE 37 03 305 C1, DE 40 21 651 C1 und DE 197 25 373 A1 sind Antriebe für Flachlautsprecher (Erfinder: Schiessle, Ziegenberg, Nuske) beschrieben, die neben ihrem großen Gewichtsvorteil und ihrer zentrierunkritischen Konstruktion eine sehr kleine Bautiefe ermöglichen.

Wenn die Abmessungen des Lautsprechers kleiner sind als die Schallwellenlänge, benötigt man ein Gehäuse, das den unmittelbaren Druckausgleich zwischen der Vorderseite und der Rückseite der Membran verhindert. Die Größe des Gehäuses hat aber einen Einfluss auf das akustische Verhalten des Lautsprechers. Der Lautsprecher kann modellmäßig als ein Masse-Feder-Dämpfungs-System mit einer definierten Resonanzfrequenz betrachtet werden. Der Schallpegel nimmt unterhalb der Resonanzfrequenz stark ab. Sollen tiefe Frequenzen bis z.B. 50Hz übertragen werden, darf die Resonanzfrequenz des Systems nicht viel höher liegen. Wie aus der mechanischen Schwingungslehre bekannt, ist die Resonanzfrequenz umgekehrt proportional zur Wurzel aus der mechanischen Nachgiebigkeit. Diese setzt sich hier aus der Nachgiebigkeit der Sicke und Zentrierung sowie der Luftfeder (durch die Komprimierung der Luft im Gehäuse bedingt) zusammen. Damit ist eine Mindestgröße des Gehäuses festgelegt. An den Gehäusewänden entstehen außerdem akustische Reflexionen die klangverfälschend wirken können. Somit sollten Flachlautsprecher die konstruktiv so aufgebaut sind, dass sie eine Bautiefe von 3cm bis 8cm nicht überschreiten mit einem Gehäuse versehen werden, das dann allerdings den Vorteil der geringen Bautiefe relativiert.

Es wird nun vorgeschlagen, um den Vorteil der flachen Bauweise des Lautsprechers effizient nutzen zu können, das Gehäuse zu Verkleinerung und gleichzeitig den Luftdruck im Gehäuse so zu erniedrigen, dass sich im Extremfall das Gehäuse etwa auf die Größe des Lautsprechers reduzieren lässt. Die Resonanz wird dann nicht mehr durch die Größe des Gehäuses bestimmt, sondern durch den Luftdruck im Gehäuse.

In der Deutschen Patentschrift Nr. 923070 ist ein evakuiertes Gehäuse mit Lautsprecher beschrieben. Das Gehäuse kann, laut Erfinder, schematisch als Konservendose gedacht werden, deren Deckel so elastisch ist, dass er als Membran wirken kann während der Boden und die Seiten fest sind. Durch die Evakuierung des Lautsprechergehäuses lastet jedoch der atmosphärische Druck der Luft auf der Membran. Über den mechanischen Aufbau und die geometrische Form sowie über die mechanische Aufhängung der Membran und die möglichen akustischen Verzerrungen insbesonders bei mechanisch vorgespannter Membran wird in dieser Schrift nichts gesagt.

Die mechanische Druckkraft, entstanden durch die statische Druckdifferenz zwischen der Vorder- und Rückseite der Membran, muss dann durch geeignete physikalische Effekte konstruktiv kompensiert werden, wobei auch die elastomechanischen und hermetischen Eigenschaften der Membran und die hermetischen Eigenschaften der Gehäusewände zu beachten sind.

Es ist eine technische Problemstellung der geometrischen Form und der mechanischen Stabilität des Gehäuses bei kleiner Bauweise und der geometrischen Form dem werkstofftechnischen Aufbau und der mechanischen Stabilität der Membran bei einem guten elektroakustischen Schwingungsverhalten einen verbesserten Lautsprecher zu schaffen.

Dies wird durch einen Elektrodynamischen Vakuum Flachlautsprecher mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 4, 6 oder 8 gelöst.

2.Konstruktiver Aufbau und physikalische Wirkungsweise der Erfindung

In 1 ist die einfachste Variante eines elektrodynamischen Vakuum-Flachlautsprechers dargestellt. Das Antriebssystem besteht aus einer Schwingspule 1.5 und dem zugehörigen Magnetsystem bestehend aus den beiden magnetisch axial polarisierten Permanentmagnetscheiben 1.1 und 1.2 sowie einer hochweichmagnetischen Metallscheibe 1.3 (Magnetfeldkonzentrator). Das Magnetsystem ist über den Magnetsystemträger 1.9 fest mit dem Gehäuseboden 1.15 verbunden. Die beiden Permanentmagnetscheiben sind so angeordnet, dass ihre gleichnamigen Pole in Richtung der Metallscheibe zeigen. Diese geometrische Anordnung bewirkt eine sehr starke Bündelung der magnetischen Feldlinien (Feldkonzentration) in Richtung der Schwingspule. Dieses Antriebssystem wurde schon in der Patentschrift DE 3703305C1 beschreiben. Zur Erzeugung höherer Schalldruckpegel können auch vorteilhaft komplexere Antriebssysteme, wie in Patentschrift DE 4021651C1 und DE 3936639C1 beschrieben, verwendet werden. Die Flachmembran 1.16 ist über Sickungen 1.12 mit dem Gehäuseoberteil 1.13 verbunden. Satt einer Flachmembran kann grundsätzlich auch eine Konusmembran verwendet werden. Die Schwingspule 1.5 ist über den Spulenträger 1.10 zentrisch mit der Unterseite der Membran 1.16 verbunden. Das Oberteil 1.13 und die Membran 1.16 und das Unterteil 1.15 bilden ein hermetisch geschlossenes Lautsprechergehäuse. Der Innenraum 1.11 kann über ein Ventil 1.14 bis auf einen sehr kleinen Restdruck ausgepumpt werden. Das Auspumpen eines Lautsprechergehäuses wurde auch in der Patentschrift Nr. 923070 von 1955 beschrieben. Die Anordnung ist schematisch wie eine Konservendose vorzustellen, deren Deckel so elastisch ist dass er als Membran wirken kann während der Boden und die Seiten fest sind. Durch die Evakuierung eines Lautsprechergehäuses lastet jedoch der atmosphärische Druck der Luft auf der Membran. Um eine vorspannungsfreie Aufhängung der Membran zu gewährleisten wird erfindungsgemäß auf der Membranunterseite (zentrisch im Spulenträgers 1.10) eine dritte magnetisch axial polarisierte Permanentmagnetscheibe 1.4 so angeordnet, dass ihre magnetische Polarisation und die magnetische Polarisation des obersten Permanentmagneten 1.1 des Magnetsystems so ausgerichtet ist, dass die jeweiligen magnetisch gleichnamigen Pole einander abstoßen und damit eine, zu der atmosphärischen Druckkraft, gleich große mechanische Gegenkraft bewirken. Diese sehr einfache und damit leichte Bauweise eines Vakuum-Lautsprechers bewirkt, dass die Spulenbewegung nach oben und nach unten, bei gleicher Anregungsamplitude, nicht vollständig symmetrisch abläuft, was zu leichten Verzerrungen in der Tonwiedergabe führen kann.

In 1a wird eine Lösung vorgeschlagen bei der die oben beschriebenen Mängel beseitigt sind. Die dadurch bedingte etwas höhere Bauweise und die etwas höheren Kosten, durch die zusätzlichen Bauteile, werden in Kauf genommen. Zentriert über dem magnetisch axial polarisierten Permanentmagneten 1.4 wird ein ebenfalls magnetisch axial polarisierter Permanentmagnet 1.17 mit Hilfe eines drei- oder vierarmigen Kunststoff- oder Leichtmetall-Träger 1.18 fixiert. Der Permanentmagnet 1.17 ist so angeordnet, dass sein magnetischer Südpol in Richtung des magnetischen Nordpols des Permanentmagneten 1.4 weist. Durch diese geometrische und magnetische Anordnung der beiden Permanentmagnete wirkt auf den Permanentmagnet 1.4, und damit die Membran 1.16 auf seiner Vorderseite eine Zugkraft und auf seiner Rückseite eine Schubkraft, welche gerade die über die Membran 1.16 erzeugte aerostatische Druckkraft kompensiert so, dass die Membran mechanisch vorspannungsfrei aufgehängt ist. Wird nun die Schwingspule 1.5 mit einem NF-Signals beaufschlagt, schwingt sie durch die magnetische Wechselwirkung mit dem Magnetsystem. Damit schwingt auch die Membran 1.16 im Rhythmus des NF-Signals und erzeugt so eine analoge akustische Signalschwingung. Je nach Schwingungsrichtung nimmt die magnetische Anziehungskraft zwischen den Permanentmagneten 1.17 und 1.4 zu und synchron dazu die magnetische Abstoßungskraft zwischen den Permanentmagneten 1.4 und 1.1 ab, bzw. umgekehrt. Somit bleibt über den gesamten Schwingweg der Membran die magnetische Kraft zur Kompensation der aerostatischen Kraft konstant und verhindert dadurch die oben beschriebenen akustischen Verzerrungen.

In 2 ist eine Ausführungsform dargestellt die den oben beschriebenen Effekt vermeidet. Das Antriebssystem des Lautsprechers bestehend aus dem Magnetsystem 2.1, 2.2, 2.3 und der Schwingspule 2.9 ist geometrisch so angeordnet wie oben beschrieben. Das Magnetsystem ist mit einer Achse 2.6 aus einem nichtmagnetischen Material verbunden. Die Achse 2.6 ist an ihrem vorderen Ende mit der Membran 2.7 und an ihrem hinteren Ende über ein Magnetlager, bestehend aus dem inneren Lagermagneten 2.11 auf der Achse und dem ortsfesten äußeren Lagermagneten 2.12, reibungsfrei gelagert. Die Geometrie der Lagermagnete ist so gewählt, dass eine verlustfreie Axialbewegung möglich ist. Der Innenraum 2.8 des Lautsprechers ist wieder über das Ventil 2.15 evakuiert. Koaxial zur Achse 2.6 ist vor und hinter dem Antriebssystem je ein Permanentmagnet mit einer axialen magnetischen Polarisation angeordnet. Der Permanentmagnet 2.4 ist mit seinem magnetischen Nordpol auf den magnetischen Südpol des Permanentmagneten 2.3, des Antriebssystems ausgerichtet, während der Permanentmagnet 2.5 mit seinem magnetischen Südpol auf den magnetischen Südpol des Permanentmagneten 2.2, des Antriebssystems, ausgerichtet ist. Durch diese geometrische und magnetische Anordnung der Permanentmagnete wirkt auf das Magnetsystem 2.1, 2.2, 2.3 auf seiner Vorderseite eine Zugkraft und auf seiner Rückseite eine Schubkraft, welche gerade die über die Membran 2.7 erzeugte aerostatische Druckkraft kompensiert so, dass die Membran 2.7 mechanisch vorspannungsfrei aufgehängt ist. Wird nun die Schwingspule 2.9 mit einer NF-Signalschwingung beaufschlagt, schwingt das Magnetsystem, bedingt durch die magnetische Wechselwirkung zwischen Magnetsystem und Schwingspule, und damit auch die Membran, im Rhythmus des NF-Signals und erzeugt so eine analoge akustische Signalschwingung. Je nach Schwingungsrichtung nimmt dabei die magnetische Anziehungskraft zwischen den Permanentmagneten 2.3 u. 2.4 zu und synchron die magnetische Abstoßungskraft zwischen den Permanentmagneten 2.2 u. 2.5 ab, bzw. umgekehrt. Somit bleibt über den gesamten Schwingweg des Magnetsystems die magnetische Kraft zur Kompensation der aerostatischen Kraft konstant und verhindert dadurch akustische Verzerrungen.

In 3 ist eine Ausführungsform dargestellt bei dem das Magnetlager 2.11 und 2.12 aus 2 durch ein axiales reibungsarmes Gleitlager oder eine reibungsarme Gleitbuchse 3.6 ersetzt ist. Die Evakuierung des Lautsprecherinnenraumes 3.8 erfolgt über das Ventil 3.16. im Bodendeckel. Die physikalische Wirkungsweise ist analog zu den oben beschriebenen. In dieser Konstruktionsvariante spart man einen Permanentmagneten und nimmt dafür einen etwas höheren Reibungsverlust bei der Achsenbewegung in Kauf.

In 4 ist eine weitere interessante Variante eines Vakuum-Flachlautsprechers dargestellt. Das Antriebssystem, bestehend aus dem Magnetsystem 4.1, 4.2, 4.3 und der Schwingspule 4.9 ist identisch mit den bisher schon beschriebenen. Der Vakuum-Flachlautsprecher besteht nun aus zwei Membranen 4.6 und 4.7, verbunden über die nichtmagnetische Achse 4.11 die gleichzeitig auch Träger für das Magnetsystem des Antriebs ist. Der statische atmosphärische Druck lastet gleichzeitig auf den Membranen und erzeugt über jede Membran die gleiche aerostatische Kraft die sich durch die mechanische Achsenkopplung der beiden Membranen kompensiert und so eine mechanisch spannungsfreie Aufhängung der Membranen gestattet. Die Schallabstrahlung erfolgt so in zwei entgegengesetzte Richtungen. Durch die räumliche Distanz der beiden Membranen kommt es zu keiner hörbaren Überlagerung der Schallwellen. Zusätzlich kann man in dem Vakuum-Flachlautsprecher zwei weitere Permanentmagnete 4.4 und 4.5 vorsehen die magnetisch so angeordnet sind, dass jeweils ihre magnetischen Südpole den magnetischen Südpolen des Magnetsystems zugewandt sind. Damit wirken also auf das Antriebmagnetsystem symmetrische Schubkräfte, welche sich gegenseitig kompensieren und somit auch bei veränderlichen atmosphärischen Drucken, z.B. durch einen Höhenunterschied bewirkt, eine stabile mechanische Mittellage des Antriebmagnetsystems und eine mechanisch spannungsfreie Aufhängung der beiden Schallmembranen ermöglicht. Wird die Schwingspule 4.9 mit einer NF-Signalschwingung beaufschlagt, schwingt das Magnetsystem, bedingt durch die magnetische Wechselwirkung zwischen Antriebmagnetsystem und Schwingspule, und damit auch die beiden Membranen, im Rhythmus des NF-Signals, wobei sie pro Membran je eine akustische Signalschwingung erzeugen. Je nach Schwingungsrichtung nimmt dabei die magnetische Abstoßungskraft zwischen den Permanentmagneten 4.3 und 4.4 zu und synchron die magnetische Abstoßungskraft zwischen den Permanentmagneten 4.2 und 4.5 ab, oder aber auch umgekehrt. Damit bleibt über den gesamten Schwingweg des Magnetsystems und der zwei Membranen die magnetische Kraft zur Kompensation der aerostatischen Kraft konstant und verhindert dadurch wirkungsvoll die oben beschriebenen akustischen Verzerrungen. Außerdem begrenzen die Magnete 4.4 und 5.5 den Schwingweg der beiden Membranen und bewirken damit eine Schutzfunktion gegen eine zerstörend wirkende akustomechanische Überbelastung.

Ergänzend kann zu den 1 bis 4 gesagt werden dass die Permanentmagnete, die nicht zum Magnetsystem des Antriebs gehören auch durch kleine leichte Elektromagnete ersetzt werden können. Dies bedingt aber immer einen höheren elektrischen Energieverbrauch und ein höheres Gewicht. In 1 kann die Schwingspule 1.5 zeitgleich mit der Beaufschlagung durch einen NF-Strom mit einem geregelten Gleichstrom, aus einer Stromquelle mit einem hohen Innenwiderstand, überlagert werden. Die mit Gleichstrom gespeiste Spule bildet dann zusammen mit der weichmagnetischen Scheibe 1.3 einen Elektromagneten, der dann die Schwingspule 1.5 und damit die Membran 1.1 gegen den atmosphärischen Außendruck in der Gleichgewichtslage hält. Der Permanentmagnet 1.4 wird dann nicht mehr benötigt. Die Membran wird dadurch etwas leichter. Ein Nachteil könnte sein, dass durch den Gleichstrom und den NF-Strom die Schwingspule zu sehr thermisch belastet wird. Zusätzlich kann, in 1 bis 3 die Nulllage der Membran, falls notwendig, mit Hilfe eines optoelektronischen Abstandssensors, wie in der Patentschrift DE 196 04 086 C2 beschrieben, sensiert und dann mit einer Regelelektronik über den DC-Elektromagneten im akustischen Betrieb ausgeregelt und bei der Herstellung die Membranlage kalibriert werden kann, wenn gleichzeitig mit einem im Gehäuse integrierten Drucksensor der Restdruck im Gehäuse erfasst wird.

Da bei den üblichen Durchmessern von Membranen sehr hohe aerostatische Kräfte auf ihnen lasten ist ein Einsatz von handelsüblichen Membranmaterialien aus elastomechanischen und aus hermetischen Gründen nicht ohne weiteres oder gar nicht möglich. Besonders geeignet erscheinen aber leichte doppelwandige außen metallisierte Nichtmetall-Membranen mit einer innenliegenden nichtmetallischen oder leichtmetallischen Hohlwabenstruktur oder nur einer einzelnen dünnen Leichtmetall-Membran mit entsprechend elastischen Randsickungen. Die einzelnen Gehäusekomponenten, versehen mit entsprechenden Dichtelementen, müssen aus festigkeitstechnischen und aus hermetischen Gründen aus einer entsprechenden Leichtmetall-Legierung, mit aus Gewichtsgründen minimierten Wandstärken, bestehen.

In 5 ist eine geometrische Anordnung aus verschiedenen Vakuum-Flachlautsprechern dargestellt. Da mit kleiner werdendem Lautsprechermembran-Durchmesser die aerostatischen Kräfte auf die Membran kleiner werden und die Vakuumdichtheit einfacher zu handhaben ist wird vorgeschlagen mehrere Vakuum-Flachlautsprecher, ausgeführt als Hochton-, Tiefton-Mitteltonlautsprecher (5.2 bis 5.4) gekennzeichnet durch verschiedene Membrandurchmesser, in einem gemeinsamen Normal-Gehäuse 5.1 einzubauen und elektrisch parallel anzusteuern.


Anspruch[de]
Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher

mit einem Antriebssystem bestehend aus einer beweglichen Schwingspule (1.5) und einem Magnetsystem, welches aus zwei magnetisch axial polarisierten Permanentmagnetscheiben (1.1, 1.2) und einer weichmagnetischen Metallscheibe (1.3) besteht, wobei die weichmagnetischen Metallscheibe (1.3) zwischen den zwei Permanentmagnetscheiben (1.1, 1.2) angeordnet ist und die gleichnamigen Pole der zwei Permanentmagnetscheiben (1.1, 1.2) in Richtung der weichmagnetischen Metallscheibe (1.3) zeigen,

mit einer Flachmembran (1.16), die mittels Sickungen (1.12) mit einem Gehäuseoberteil (1.13) verbunden ist,

wobei die Schwingspule (1.5) über einen Spulenträger (1.10) mit der Unterseite der Flachmembran (1.16) verbunden ist,

wobei die Flachmembran (1.16), die Sickungen (1.12), das Gehäuseoberteil (1.13) und ein Gehäuseunterteil (1.15) ein hermetisch geschlossenes Lautsprechergehäuse bilden und der Innenraum des Lautsprechergehäuses (1.11) über ein Ventil (1.14) bis auf einen sehr kleinen Restdruck ausgepumpt werden kann,

und mit einem auf der Unterseite der Flachmembran (1.16) fixierten axial polarisierten dritten Permanentmagneten (1.4).
Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach Anspruch 1 wobei zusätzlich zentrisch über dem magnetisch axial polarisierten dritten Magneten (1.4) ein magnetisch axial polarisierter vierten Magnet (1.17) mit Hilfe eines drei- oder vierarmigen Kunststoff oder Leichtmetallträgers (1.18) so fixiert wird, dass der magnetischer Südpol des vierten Magnets (1.17) in die Richtung des magnetischen Nordpol des dritten Magneten (1.4) weist, so dass dann durch diese geometrische und magnetische Anordnung auf den dritten Magneten (1.4) auf seine Vorderseite eine Zugkraft und auf seiner Rückseite eine Schubkraft wirkt, welche gerade die über die Membran (1.16) erzeugte aerostatische Druckkraft kompensiert. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach Anspruch 2 wobei über den gesamten Schwingweg des dritten Magneten (1.4) und damit der Membran (1.16) die magnetische Kraft zur Kompensation der aerostatischen Kraft konstant bleibt. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher

mit einem Antriebssystem bestehend aus einer beweglichen Schwingspule (1.5) und einem Magnetsystem, welches aus zwei magnetisch axial polarisierten Permanentmagnetscheiben (1.1, 1.2) und einer weichmagnetischen Metallscheibe (1.3) besteht, wobei die weichmagnetischen Metallscheibe (1.3) zwischen den zwei Permanentmagnetscheiben (1.1, 1.2) angeordnet ist und die gleichnamigen Pole der zwei Permanentmagnetscheiben (1.1, 1.2) in Richtung der weichmagnetischen Metallscheibe (1.3) zeigen,

mit einer Flachmembran (1.16), die mittels Sickungen (1.12) mit einem Gehäuseoberteil (1.13) verbunden ist,

wobei die Schwingspule (1.5) über einen Spulenträger (1.10) mit der Unterseite der Flachmembran (1.16) verbunden ist,

wobei die Flachmembran (1.16), die Sickungen (1.12), das Gehäuseoberteil (1.13) und ein Gehäuseunterteil (1.15) ein hermetisch geschlossenes Lautsprechergehäuse bilden und der Innenraum des Lautsprechergehäuses (1.11) über ein Ventil (1.14) bis auf einen sehr kleinen Restdruck ausgepumpt werden kann,

und versehen mit einer Schwingspule (1.5) die zeitgleich mit der Beaufschlagung durch einen NF-Strom mit einem geregelten Gleichstrom, aus einer Stromquelle mit einem hohen Innenwiderstand, überlagert wird, sodass die mit Gleichstrom gespeiste Spule zusammen mit der weichmagnetischen Scheibe (1.3) einen DC-Elektromagneten bildet, der dann durch die magnetische Kraft die Schwingspule (1.5) und damit die Membran (1.16) gegen den atmosphärischen Aussendruck in ihrer Gleichgewichtslage hält und versehen mit einem optoelektronischen Abstandssensor, der die Lage der Membran (1.16) so sensiert, dass die Membran-Nulllage mit einer Regelelektronik über den DC-Elektromagneten, während einer akustischen Pause, nachgeregelt werden kann.
Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach Anspruch 4 wobei bei der Herstellung des Vakuum-Flachlautsprechers die Membranlage unter Verwendung eines in das Gehäuse integrierten Drucksensors, zur Erfassung des Restdrucks, kalibriert werden kann. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher

Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher mit einem Antriebssystem bestehend aus mindestens einer Schwingspule (2.9), die mit einem Gehäusevorderteil (2.13) verbunden ist,

mindestens einem Magnetsystem, welches aus ersten und einer zweiten magnetisch axial polarisierten Permanentmagnetscheibe (2.2) und (2.3) und mindestens einer hochweichmagnetischen Metallscheibe (2.1) besteht, welche konstruktiv so angeordnet sind, dass die gleichnamigen Pole der Permanentmagnetscheiben (2.2) und (2.3) in Richtung der hochweichmagnetischen Metallscheibe (2.1) zeigen,

wobei eine Membran (2.7), das Gehäusevorderteil (2.13) und ein Gehäusehinterteil (2.14) ein hermetisch geschlossenes Gehäuse bilden und der Innenraum (2.8) über ein Ventil (2.15) bis auf einen sehr kleinen Restdruck ausgepumpt werden kann,

mit einer nichtmagnetischen Achse (2.6) welche an ihrem vorderen Ende mit der Membran (2.7) verbunden ist und an ihrem hinteren Ende über ein Permanentmagnetlager mit einem inneren Permanentmagneten (2.11), der mit der nichtmagnetischen Achse (2.6) verbunden ist, und einem äußeren Permanentmagneten (2.12)), der mit dem Gehäuse verbunden ist, berührungsfrei gelagert ist,

wobei das Magnetsystem mit der nichtmagnetischen Achse (2.6) verbunden ist,

und koaxial zur nichtmagnetischen Achse (2.6), jeweils vor und hinter dem Magnetsystem, ein erster und ein zweiter Permanentmagnet (2.4, 2.5) mit einer axial magnetischen Polarisation so angeordnet ist, dass der magnetische Nordpol des ersten Permanentmagneten (2.4) auf den magnetischen Südpol der ersten Permanentmagnetscheibe (2.3) und der magnetische Südpol des zweiten Permanentmagneten (2.5) auf den magnetischen Südpol der zweiten Permanentmagnetscheibe (2.2) so zeigt, dass die geometrische und magnetische Anordnung der Permanentmagnete kräftemäßig auf das Magnetsystem so wirkt, dass auf seiner Vorderseite eine magnetische Zugkraft und auf seiner Rückseite eine magnetische Schubkraft entsteht, welche dann die über die Membran (2.7) erzeugte aerostatische Druckkraft so kompensiert, dass die Membran (2.7) ohne mechanische Vorspannung aufgehängt ist, und über den Hubweg des Magnetsystems die magnetische Kraft zur Kompensation der aerostatischen Kraft konstant bleibt.
Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach Anspruch 4, wobei das Permanentmagnetlager durch ein axiales reibungsarmes Gleitlager oder eine reibungsarme Gleitbuchse (3.6) ersetzt wird. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher

mit einem Magnetsystem (4.1, 4.2, 4.3) und mindestens einer Schwingspule (4.9),

wobei ein erstes und ein zweites Gehäuseteil (4.12, 4.13) zusammen mit einer ersten und einer zweiten Membran (4.6, 4.7) ein hermetisch dichtes Gehäuse bilden,

wobei eine nichtmagnetische Achse (4.11) jeweils mit der Innenseite der ersten und der zweiten Membran (4.6, 4.7) verbunden ist, so dass der statische Atmosphärendruck, der gleichzeitig auf beiden Membranen lastet, über jede Membran die gleiche Kraft auf die nichtmagnetische Achse (4.11) erzeugt,

wobei die erste und die zweite Membran (4.6, 4.7) eine Schallabstrahlung in zwei entgegengesetzte Richtungen ermöglichen,

wobei ein und ein anderer Permanentmagnet (4.4, 4.5) magnetisch so angeordnet sind, dass ihre magnetischen Südpole den magnetischen Südpolen des Magnetsystems des Antriebs zugewandt sind, so dass bei NF-Schwingungen des Magnetsystems (4.1, 4.2, 4.3) je nach Hubrichtung die magnetische Abstoßungskraft zwischen den einem Permanentmagneten (4.3) und dem Magnetsystem (4.4) zunimmt und dazu synchron die Abstoßungskraft zwischen dem anderen Permanentmagneten (4.2) und dem Magnetsystem (4.5) abnimmt.
Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach Anspruch 6, wobei die Anordnung des einen und des anderen Permanentmagnets (4.4, 4.5) eine Begrenzung des Schwingweges der beiden Membranen und somit eine mechanische Schutzfunktion gegen eine mögliche zerstörende Überbelastung bewirkt wird. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach einem der Ansprüche 1-9 dadurch gekennzeichnet, dass die Flachmembran (1.16) aus einer elastischen Leichtmetallplatte mit Randsickungen (1.12) besteht. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach einem der Ansprüche 1-9 dadurch gekennzeichnet, dass die Flachmembran (1.16) aus zwei sandwichartig durch eine leichtmetallische oder nichtmetallische Wabenstruktur miteinander verbundenen Leichtmetallplatten mit gemeinsamen Randsickungen (1.12) besteht. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach einem der Ansprüche 1-9 dadurch gekennzeichnet, dass die Flachmembran (1.16) aus einer elastischen Kohlefaserverbundplatte mit Randsickungen (1.12) besteht. Elektrodynamischer Vakuum-Flachlautsprecher nach einem der Ansprüche 1-9 dadurch gekennzeichnet, dass die Flachmembran (1.16) auch durch eine konusförmige Membran mit Randsickungen ersetzt werden kann.






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