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Dokumentenidentifikation DE102005021473B3 19.10.2006
Titel Vorrichtung zur Erzeugung von Wärme durch Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie
Anmelder John, Maik, 99734 Nordhausen, DE
Erfinder John, Maik, 99734 Nordhausen, DE
Vertreter Seckel, U., Ing. Pat.-Ing., Pat.-Anw., 06556 Artern
DE-Anmeldedatum 10.05.2005
DE-Aktenzeichen 102005021473
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse F24F 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24D 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G06F 1/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H05K 7/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H05B 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Erzeugung von Prozesswärme durch Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie vorgeschlagen, nach dem für die Energieumwandlung logische Knoten mit einem Programm für die Informationsverarbeitung genutzt werden, die gleichzeitig in dezentrale und/oder zentrale Informationsverarbeitungssysteme eines Netzwerks eingebunden sein können. Die dafür vorgeschlagene Heizeinrichtung besteht aus einem oder mehreren logischen Knoten für die Informationsverarbeitung, die so zu einem komplexen Netzwerk vernetzt sind, dass jeder logische Knoten untereinander und mit anderen externen Systemen und/oder übergeordneten Zentralsystemen kommunizierfähig ist und eine Rechnerarbeit verteilt oder selbstständig verarbeitet. Durch dieses Verfahren und die vorgeschlagene Heizeinrichtung wird die Elektroenergie zur Umwandlung in Prozesswärme mehrfach und effektiver genutzt, Abwärmeprobleme von Rechnerstationen problemlos gelöst, wobei die Heizeinrichtungen gleichzeitig als preisgünstige Computer fungieren können, die beachtliche Rechnerressourcen zu einem Bruchteil der Kosten von großen Servern oder Mainframs weltweit zur Verfügung stellen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzeugung von Wärme durch Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie.

Bei den gegenwärtig bekannten Vorrichtungen zur Erzeugung von Wärme durch Umwandlung einer elektrischen Energie in Wärmeenergie wird die aufwendig erzeugte elektrische Energie überwiegend mit Hilfe von ohmschen Widerständen in Wärmeenergie entsprechend dem Jouleschen Gesetz umgewandelt. Obwohl die Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie mit Hilfe der bekannten Vorrichtungen technisch auf eine einfache Weise realisiert werden kann, ist die Umwandlung von Elektroenergie in Wärmeenergie kostenaufwendig und damit unwirtschaftlich.

Allgemein bekannt ist aber auch, daß elektrische oder elektronische Bauelemente, wie u.a. Halbleiterbauelemente, während ihrer Betriebsweise Verlustwärme abgeben, die ungenutzt an die Umgebung abgegeben wird. Diese Verlustwärme führt aber bei größeren Anlagen, die mit Halbleiterbauelementen ausgestattet sind, zu erheblichen Abwärmeproblemen. Folglich sind vielfach zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der Halbleiterelemente entsprechende Maßnahmen vorgesehen, um diese Bauelemente vor Überhitzung zu schützen.

Insbesondere bei modernen Halbleiterbauelementen, die als logische Knoten für die Informationsverarbeitung zu einem Netzwerk vernetzt sind, wie unter anderem Mikrocomputer/-prozessoren, Programmable Logic Devices, RISC-Prozessoren oder andere geeignete Elemente, stellt die unvermeidbar auftretende Wärme, speziell bei modernen logischen Knoten mit einer großen Rechnerleistung vielfach ein sehr großes Abwärmeproblem dar.

Um bei diesen Bauelementen das Abwärmeproblem zu lösen, wird beispielsweise in der EP 0 109 834 A1 ein gekühltes elektronisches Bauelement vorgeschlagen, das mit einem Kühlmittelkreislauf versorgt ist, um das unerwünschte Abwärmeproblem zu lösen und damit diese Bauteile vor einer Überhitzung zu schützen.

Aus Ilg, Peter: Allianz-Konzern verwandelt Server in Heizkörper, Computer Zeitung, Ausgabe 03/2004, Seite 24 ist ein Wärmeaustauschverfahren bekannt, bei dem die Abwärme eines Rechenparks einerseits genutzt wird, um die Büroräume zu heizen und andererseits die Rechner zu kühlen. Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, die erwärmte Luft vom Rechner abzusaugen und einem Kühlregister also einer Wärmerückgewinnungsanlage zu zuführen, über die die gekühlte Luft wieder in den Raum eingeleitet und die gewonnene Wärme aus dem anderen Kreislauf zur Heizung der anderen Büroräume oder zur Erwärmung von Wasser genutzt wird.

Aus LANline, Ausgabe 03/2003 S.18 ist aber auch bekannt, logische Knoten fremder Ressourcen einem erweiterten, wenn auch beschränktem Benutzerkreis durch die Nutzung des Internets als Infrastruktur oder durch die Grid-Anwendung als zusätzliche Ressourcen per Outsourcing zur Verfügung zustellen und abrufen zu lassen. Diese Grid-Anwendungen sind gegenwärtig im wesentlichen nur im universitären Bereich, nämlich für die gemeinsame Arbeit an Forschungsproblemen über mehrere Supercomputig-Standorte hinweg, üblich. Rechnerverbünde, mit einer standort- und plattformübergreifende Kommunikation, die eine rechenintensive Anwendung von freien Ressourcen leisten und damit Unternehmen oder anderen Zweigen in Zeiten von Lastspitzen oder stark schwankendem Computing-Bedarf für die Nutzung für ein verteiltes Rechen kommerziell kurzfristig zur Verfügung gestellt werden können, sind zwar angedacht aber nicht gelöst. Darüber hinaus besteht weiterhin das unerwünsche Abwärmeproblem bei den Supercomputing-Standorten.

Aus Investment Perspektive I/2004, LAZARD; Grid Computing ist auch bekannt, daß durch die Möglichkeit von Grid Computing die weltweit verfügbare Rechnerkapazität von miteinander verbundenen Computern, deren Auslastung nach Schätzungen nur zu ca. 20% genutzt wird, zu identifizieren und rechenintensive Aufgaben, die vorher in kleineren "Tasks" portioniert wurden, auf die einzelnen nicht ausgelasteten Computer zu verteilen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher ein Vorrichtung zur Erzeugung von Wärme durch Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie bereitzustellen, bei der einerseits die Abwärmeprobleme von Rechnerstandorten für Informationsverarbeitung gelöst werden und die andererseits eine bessere wirtschaftliche Nutzung der eingesetzten elektrischen Energie möglich macht und die gleichzeitig die Vorraussetzung schafft, daß Ressourcen für die Informationsverarbeitung zur Verfügung gestellt werden können, die kurzfristig und auch kommerziell über einen Provider/Manager abrufbar sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit eine Vorrichtung gelöst, bei der für die Energieumwandlung logische Knoten, insbesondere Mikrocomputer/Mikroprozessoren oder Programmable Logic Devices, RISC-Prozessoren oder Halbleiterbauelemente, die über einen ohmschen Widerstand Wärmeenergie abgeben, eingesetzt werden, die mit sich selbst und/oder mindestens einem Netzwerk oder mindestens einem externen System über Elektrodenbewegung gekoppelt sind.

Mit der erfinderischen Vorrichtung wird für logische Knoten der Informationsverarbeitung ein völlig neues Anwendungsgebiet erschlossen, in dem die logische Knoten sowohl in die Informationsverarbeitung als auch zur direkten Erwärmung von gasförmigen, flüssigen oder festen Stoffen genutzt werden können. Folglich kann die eingesetzte elektrische Energie für die Arbeitsleistung der logischen Knoten sehr wirtschaftlich verwertet werden, wobei gleichzeitig das unerwünschte Abwärmeproblem bei logischen Knoten, das bis zur Zerstörung der logischen Knoten führen kann, gelöst wird, da die abgestrahlte Wärmeenergie beim Betreiben der logischen Knoten zweckgebunden und hilfsmittelfrei wirtschaftlich genutzt wird.

Mit dieser Vorrichtung wird aber auch die Voraussetzung geschaffen, daß die Rechnerkapazität für die ständig zunehmende Datenmenge durch eine entsprechende Netzwerkausrichtung der logischen Knoten, beispielsweise mit Grids, fast unbegrenzt erweiterungsfähig ist. Durch den Einsatz der logischen Knoten in Vorrichtungen, die gleichzeitig zur Erwärmung von gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen genutzt werden und die an den unterschiedlichsten Standorten und zu einem Bruchteil der Kosten, beispielsweise als vernetzte Mikrocomputer/-prozessoren, deren Einzelleistung ähnlich einem Server-Cluster gebündelt weltweit verteilt stehen können und über ein entsprechendes Datenübertragungssystem angesteuert und verwaltet werden, ist die Voraussetzung gegeben, daß auf große Server oder Mainframs mit enormen Rechnerleistungen, die einerseits Abwärmeprobleme nach sich ziehen und andererseits einen großen Platzbedarf benötigen, zukünfig verzichtet werden kann.

Vielmehr, diese Vorrichtung eröffnet auch die Möglichkeit, daß die annähernd unbegrenzten geschaffenen Ressourcen kommerziell über einen Provider/Manager, der Aufträge entgegennimmt und auf die Ressorcen verteilt, in heterogenen oder homogenen Systemen zur Datenverarbeitung genutzt werden können, so daß die Nutzer eines Provider/Managers eigene Ressourcen zur Informationsverarbeitung nicht mehr unbedingt benötigen.

Mit der Einbindung der erfinderischen Vorrichtung in die dezentrale Netzwerkausrichtung und durch die immer kleineren und leistungsfähigeren logischen Knoten, die in der Informationsverarbeitung zur Anwendung kommen, ist bei einer entsprechenden Anzahl von betriebenen logischen Knoten eine Wärmekapazität erreichbar, die ausreichend ist, um eine Prozeßwärme zu erzeugen, die gleich der erzeugten Prozeßwärme ist, die mit den gegenwärtigen Verfahren zur Umwandlung von elektrischer Erergie in Wärmeenergie mit ohmschen Widerständen erreicht wird.

Darüber hinaus stellt der Erzeuger der Wärme noch Rechnerleistungen zur Verfügung, die von beliebigen Nutzern entgeltlich in Anspruch genommen werden können. Folglich kann der Erzeuger der Wärme mit Hilfe dieser Vorrichtung die Kosten zur Erzeugung der eigenen Wärme auch durch eine kommerzielle Verwertung von Rechnerleisten zusätzlich weiter senken. Die Abrechnung und Bezahlung der in Anspruch genommenen Rechnerleistung kann beispielsweise, wie bereits erwähnt, durch einen Provider/Manager erfolgen, der Aufträge entgegennimmt und verteilt. Dieses Abrechnungssystem kann ähnlich wie beim Verbrauch von Strom o.ä. erfolgen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfinderischen Vorrichtung sind die logischen Knoten einer Vorrichtung so miteinander zu einem komplexen Netzwerk vernetzt, daß jeder logische Knoten mit sich selbst und/oder die logischen Knoten untereinander und mit anderen externen Systemen und/oder mit einem oder mehreren übergeordneten Zentralsystemen kommunizierfähig ist und eine Rechnerarbeit verteilt oder selbständig verarbeitet. Mit dieser Vernetzung der logischen Knoten wird gewährleistet, daß die Vorrichtung nicht nur beim Abarbeiten eines Rechnerauftrags Wärme abgibt sondern auch dann, wenn kein Rechnerauftrag anliegt. Folglich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung beispielsweise als vollwertige Raumheizung, Heizung für die Erwärmung von Flüssigkeiten oder gasförmigen Medien, Heizung zur Erwärmung von Feststoffen oder ähnlichem genutzt werden.

Vorteilhaft ist es, wenn die abgegebene Wärmeenergie der logischen Knoten über die Rechnergeschwindigkeit pro Zeiteinheit der logischen Knoten und/oder durch die Betriebsspannung der logischen Knoten regelbar ist. In diesem Fall kann die abgegebene Wärme der logischen Knoten und damit die erzeugte Wärme einer Vorrichtung problemlos an die gewünschten Umgebungstemperaturen anpaßt werden.

Die Rechnergeschwindigkeit eines jeden logischen Knotens kann dabei u.a. durch die Taktgeschwindigkeit geregelt werden. Zu diesem Zweck ist bevorzugt die Taktgeschwindigkeit durch ein oder mehrere Stellglieder veränderbar, die aus einem oder mehreren externen Systemen beeinflußt sind, die mit der Umgebung der Heizeinrichtung und/oder mit einem zentralen übergeordneten System kommunizieren. Das oder die Stellglieder sind vorteilhafterweise Stellglieder, die die Ozillator-Frequenz des Taktgebers verändern.

Die Taktgeschwindigkeit kann aber auch durch einen Teiler verändert werden, der zwischen dem logischen Knoten und dem Taktgenerator geschaltet ist und der das Teilerverhältnis ändert, wenn die Betriebssoftware des logischen Knotens entsprechende Daten aus einem externen System oder Zentralsystem empfängt oder der logische Knoten auf den Teiler selbst einwirkt.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die abgegebene Wärmeenergie eines jeden logischen Knotens durch die Menge von Arbeitsbefehlen innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit geregelt ist.

Zu diesem Zweck ist bevorzugt jeder logische Knoten mit einem entsprechenden Programm versehen, das den logischen Knoten zyklisch in einen Leerlauf/Sleepphase versetzen.

Vorteilhafterweise ist die Leerlauf/Sleepphase über das Programm und durch externe Quellen beeinflußt.

Die externe Quelle ist bevorzugt ein übergeordnetes System, das mit der Umgebung der Vorrichtung kommuniziert und/oder ein zentrales System, das entsprechende Befehle an den logischen Knoten überträgt oder andersweitig auf den logischen Knoten einwirkt.

Damit ist auch gewährleistet, daß jeder logische Knoten im Leerlauf betrieben werden kann und auch dann Wärme erzeugt, wenn keine Arbeitsbefehle aus einem übergeordneten Zentralsystem anliegen oder das jeder logische Knoten Arbeitsbefehle ignorieren kann, wenn er einen Befehl aus seiner Betriebssoftware erhält, daß momentan keine Prozeßwärme erzeugt werden soll.

Die abgegebene Wärmemenge kann aber auch durch die Menge der zu verarbeitenden Informationen eines jeden logischen Knotens geregelt sein.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Kommunikation eines jeden logischen Knotens mit übergeordneten und/oder externen Systemen und/oder Zentralsystemen und/oder mit anderen logischen Knoten über allgemein bekannte Datenübertragungsverfahren. Damit kann die Vorrichtung individuell an die Art der verwendeten Knoten und bestehenden Datenübertragungsverfahren angepaßt werden. Beispielsweise kann die Datenübertragung für die Rechnerleistung über das Internet aus einem übergeordneten Zentralsystem und die temperaturabhängigen Befehle aus der Umgebung der Heizeinrichtung zur Beeinflussung der Taktgeschwindigkeit oder abzuarbeitenden Arbeitsbefehle innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit über eine Drahtverbindung oder drahtlos erfolgen.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Anzahl der vernetzten logischen Knoten in einer Vorrichtung aus der maximal abgegebenen Wärme eines einzelnen logischen Knotens und der notwendigen Heizleistung der Vorrichtung bestimmt.

Damit kann eine Vorrichtung und die Anzahl der notwendigen Vorrichtungen zum Erreichen des erforderlichen Wärmebedarfs, gleich welcher Art, unbhängig von der Leistungsfähigkeit der eingesetzten logischen Knoten problemlos an den maximal zu konzipierenden Wärmebedarf, die beispielsweise bei einer Raumheizung von dem Raumvolumen und der gewünschten Temperatur abhängig ist, ausgelegt werden.

Bei einer entsprechenden Ausführung der Vorrichtung kann die Vorrichtung zur Erwärmung von gasförmigen oder flüssigen Medien oder festen Stoffen ausgelegt werden. Folglich kann bei einer entsprechenden Isolierung der logischen Knoten die Heizeinrichtung in Feuchträumen oder staubbelasteten Räumen sowie zur direkten Erwärmung von Flüssigkeiten ausgeführt sein.

Die in einer Vorrichtung verwendeten logischen Knoten können in die Cluster-, Grid- oder vergleichbare Technologien eingebunden oder zusammengefaßt werden und können grenzüberschreitend durch geeignete Netzwerke zur Datenübertragung angesteuert und verwaltet werden.

Auf diese Weise werden die Vorrichtungen mit ihren logischen Knoten gleichzeitig preisgünstige Computer, die beachtliche Rechnerressourcen zur Verfügung stellen und die zu einem Bruchteil der Kosten großer Server oder Mainframs nutzbar sind und die ohne weiteren Raumbedarf aufstellbar sind, da diese Vorrichtung herkömmliche Heizeinrichtungen zur Erzeugung von Wärme ersetzen und in den Abmaßen gleich sein können.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.

Eine Vorrichtung, die am Beispiel einer allgemeinen Raumheizung erläutert wird, besteht aus einem Heizungskörper und einer Heizplatte. Auf der Heizplatte ist eine entsprechende Anzahl logischer Knoten, wie Microcomputer/-prozessoren, Programmable Logic Devices, RISC-Prozessoren oder andere geeignete Elemente für die Informationsverarbeitung, befestigt, die durch eine elektrische Quelle mit Elektroenergie versorgt werden. Jeder logische Knoten verfügt, wie üblich, über ein eigenes Programm, das bevorzugt eine Betriebssoftware ist. Die festgelegten logischen Knoten sind auf der Heizplatte miteinander so vernetzt, daß eine Kommunikation zwischen den logischen Knoten untereinander als auch mit anderen externen Systemen und mit einem oder mehreren übergeordneten Zentralsystemen möglich ist.

Mit der Vernetzung der logischen Knoten auf der Heizplatte entsteht damit ein Netzwerk, in welchen Rechneraufgaben aus dezentralen und/oder zentralen Informationsverarbeitungssystemen eines lokalen oder dezentralen Netzwerks verteilt verarbeitet werden können.

Zu diesem Zweck sind die logischen Knoten im Gehäuse der Raumheizung durch ansich bekannte Datenübertragungsverfahren in die Cluster-, Grid- oder vergleichbare Technologien eingebunden oder zusammengefaßt sind und somit durch geeignete Netzwerke zur Datenübertragung ansteuerbar und verwaltbar.

Die für jeden logischen Knoten erforderliche Betriebssoftware ist durch eine Software ergänzt, die in der Lage ist, mit einem System aus der Umgebung der Raumheizung zu kommunizieren und Daten von diesem System und/oder von einem übergeordneten Zentralsystem zu übernehmen, um die Rechnerlast des logischen Knotens zu beeinflussen.

Damit wird durch die proportionale Abhängigkeit zwischen Rechnerleistung und Abwärme die Wärmeerzeugung mittels der Raumheizung auf eine einfache Weise regelbar.

Wärmeerzeugung mittels der logischen Knoten kann aber auch durch Veränderung der Betriebsspannung eines jeden logischen Knotens beeinflußt werden.

Die anhand einer Raumheizung näher erläuterte Heizeinrichtung ist aber auch übertragbar auf Heizeinrichtungen, die zur Erwärmung von Flüssigkeiten, festen Stoffen oder anderen gasförmigen Stoffen dienen. In diesen Fällen erfolgt die Anordnung der zu einem Netzwerk vernetzten logischen Knoten geschützt oder wenn erforderlich auch flüssigkeitsgeschützt an die entsprechenden stationären Elemente einer Heizeinrichtung, die bei herkömmlichen Heizeinrichtungen zur Umwandlung von elektrischer Energie in Prozeßwärme mittels ohmschen Widerständen eingesetzt werden.

Zur kommerziellen Nutzung der Rechner- und Speicherressourcen einer oder mehrerer Vorrichtungen in heterogenen oder homogenen Systemen der Datenverarbeitung werden beispielsweise

  • – die über die logischen Knoten der Vorrichtung bereitgestellte Rechner- und Speicherressourcen im Verbund in dezentrale und/oder zentrale Informationsverarbeitungssysteme eines lokalen oder dezentralen Netzwerks eingebunden,
  • – die bereitgestellten Rechner- und Speicherressourcen durch den Betreiber von Vorrichtungen einem Provider/Manager gemeldet, der Aufträge zur Verarbeitung entgegennimmt und/oder vermittelt,
  • – der Provider/Manager verteilt die erhaltenen Aufträge in Abhängigkeit des signalisierten Bedarfs an Arbeitsleistung der logischen Knoten zur Bearbeitung an die bereitgestellten Rechner- und Speicherressourcen als Komplexaufgaben oder Teilaufgaben,
  • – durch den Provider/Manager wird die aufgewendete Leistung zur Abarbeitung einer erteilten Aufgabe durch die logischen Knoten einer Vorrichtung ermittelen,
  • – der Provider/Manager zahlt auf der Basis der ermittelten Aufwendungen der logischen Knoten an den Betreiber eine vertraglich vereinbarte Nutzungsgebühr für die Nutzung der bereitgestellten Rechner- und Speicherressourcen und
  • – der Provider/Manager berechtet die Gesamtkosten für die Erledigung des entgegengenommenen Auftrags an den Auftraggeber weiter oder läßt sich diese andersweitig vergüten.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Erzeugung von Wärme durch Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie, dadurch gekennzeichnet, daß für die Energieumwandlung logische Knoten, insbesondere Mikrocomputer/Mikroprozessoren oder Programmable Logic Devices, RISC-Prozessoren oder Halbleiterbauelemente, die über einen ohmschen Widerstand Wärmeenergie abgeben, eingesetzt werden, die mit sich selbst und/oder mindestens einem Netzwerk oder mindestens einem externen System über Elektrodenbewegung gekoppelt sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Knoten einer Vorrichtung so miteinander zu einem komplexen Netzwerk vernetzt sind, daß jeder logische Knoten mit sich selbst und/oder die logischen untereinander und mit anderen externen Systemen und/oder mit einem oder mehreren übergeordneten Zentralsystemen kommunizierfähig ist und eine Rechnerarbeit verteilt oder selbstständig verarbeitet. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die abzugebende Wärmeenergie der logischen Knoten über die Rechnergeschwindigkeit pro Zeiteinheit der logischen Knoten und/oder über die Betriebsspannung der logischen Knoten regelbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechnergeschwindigkeit eines jeden logischen Knotens über die Taktgeschwindigkeit geregelt ist. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktgeschwindigkeit durch ein oder mehrere Stellglieder veränderbar ist, die von einem oder mehreren externen Systemen ansteuerbar sind, die mit der Umgebung der Vorrichtung und/oder mit einem zentralen übergeordneten System kommunizieren. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das externe Stellglied ein Stellglied ist, das die Ozillator-Frequenz des Taktgebers verändert. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktgeschwindigkeit durch einen Teiler veränderbar ist, der zwischen dem logischen Knoten und dem Taktgenerator geschaltet ist und der das Teiler-Verhältnis ändert, wenn die Betriebssoftware des logischen Knotens entsprechende Daten aus einem externen System oder Zentralsystem empfängt oder der logische Knoten selbst oder eine externe Einrichtung auf den Teiler einwirkt. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abzugebende Wärmeenergie eines jeden logischen Knotens durch die Menge von Arbeitsbefehlen innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit geregelt ist. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder logische Knoten mit einem Programm versehen ist, das den logischen Knoten zyklisch in einen Leerlauf/Sleepphase versetzt. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Leerlauf/Sleepphase über das Programm und/oder durch externe Quellen beeinflußbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die externe Quelle ein übergeordnetes System ist, das mit der Umgebung der Vorrichtung kommuniziert und/oder ein zentrales System ist, das entsprechende Befehle an den logischen Knoten überträgt oder andersweitig auf den logischen Knoten einwirkt. Vorrichtung nach einem der Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die abzugebende Wärmemenge durch die Menge der zu verarbeitenden Informationen eines jeden logischen Knotens geregelt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikation eines jeden logischen Knotens mit übergeordneten und/oder externen Systemen und/oder Zentralsystemen und/oder mit anderen logischen Knoten über allgemein bekannte Datenübertragungsverfahren erfolgt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Anzahl der vernetzten logischen Knoten in einer Vorrichtung aus der maximal abzugebenden Wärme eines einzelnen logischen Knotens und der notwendigen Heizleistung der Vorrichtung ergibt. Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung eine Heizeinrichtung zur Erwärmung von gasförmigen oder flüssigen Medien oder festen Stoffen ist. Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Knoten Mikrocomputer/Mikroprozessoren oder Programmable Logic Devices, RISC-Prozessoren oder andere geeignete Elemente für die Informationsverarbeitung sind. Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die logischen Knoten der Heizeinrichtung in die Cluster-, Grid- oder vergleichbare Technologien eingebunden oder zusammengefaßt sind und durch geeignete Netzwerke zur Datenübertragung angesteuert und verwaltet sind.






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