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Dokumentenidentifikation DE69833398T2 19.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0000887181
Titel Bilderzeugungssystem mit hocheffizienter Medienbeladung
Anmelder Agfa Corp., Ridgefield Park, N.J., US
Erfinder Rombult, Philip A., Bradford, MA 01835, US;
Larsen, David B., Woburn, MA 01801, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69833398
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.06.1998
EP-Aktenzeichen 981101686
EP-Offenlegungsdatum 30.12.1998
EP date of grant 08.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.10.2006
IPC-Hauptklasse B41B 21/32(2006.01)A, F, I, 20050909, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G03F 7/20(2006.01)A, L, I, 20050909, B, H, EP   H04N 1/00(2006.01)A, L, I, 20050909, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Belichtungssysteme wie Filmbelichter und Plattenbelichter und insbesondere Belichtungssysteme mit hocheffizientem Beladen und Entladen von Medien.

Allgemeiner Stand der Technik

Moderne Filmbelichter und Plattenbelichter nutzen optische Abtaster zum Schreiben oder Aufzeichnen von Bildern für spätere Wiedergabe oder zum Auslesen eines im voraus aufgezeichneten Bildes bei vorgegebener Auflösungsrate. Solche Abtaster können Bilder auf verschiedenenartigen Medien wie strahlungsempfindlichem oder wärmeempfindlichem Papier oder Polymerfilmen, strahlungsempfindlichen oder wärmeempfindlichen Beschichtungen oder löschbaren Bilderzeugungsmaterialien, einer Druckplatte mit einer Unterlage aus Aluminium oder einem anderen Metall oder einem sonstigen Mediumtyp schreiben oder aufzeichnen oder im voraus aufgezeichnete Bilder aus solchen Medien auslesen. Das Medium wird in der Regel auf die flache oder gebogene Belichtungsoberfläche aufgelegt und dann mit einem optischen Strahlenbündel abgetastet. Als Hauptkomponenten moderner Filmbelichtungssysteme und Plattenbelichtungssysteme sind ein Bildprozessor, z.B. ein Personalcomputer oder eine Arbeitsstation, in dem ein Bild erzeugt und/oder bearbeitet wird, ein Rasterbildprozessor (RIP), in dem aus dem Bildprozessor zugeführte Datensignale in Signale umgewandelt werden, die durch ein die Abtastung des optischen Strahlenbündels auf dem Medium steuerndes Maschinen- oder Systemsteuergerät interpretiert werden können. Der Filmbelichter oder Plattenbelichter selbst umfasst in der Regel eine Maschine mit einer Abtastanordnung. Die Abtastanordnung kann zum Beispiel beweglich in einem Trommelzylinder, in dem das zu belichtende Medium oder schon belichtete Medium positioniert ist, angeordnet werden. Den aus dem RIP zugeführten Signalen und eigenen programmierten Anweisungen entsprechend erzeugt das Steuergerät Signale, die die optische Abtastung derart steuern, dass Bilder auf dem innerhalb des Trommelzylinders befestigten Medium geschrieben oder aus diesem Medium ausgelesen werden, indem ein oder mehrere Strahlenbündel die innere Umfangsoberfläche des sich während des Abtastvorgangs nicht drehenden Trommelzylinders abtasten. Eine typische Abtastanordnung eines Belichtersystems mit zylindrischer Trommel kann einen Drehspiegel oder eine andere optische Vorrichtung umfassen, der bzw. die das Lichtbündel in den Fachleuten allgemein bekannter Weise über die innere Umfangsoberfläche des Trommelzylinders richten. Moderne Belichtungssysteme umfassen in der Regel ebenfalls eine oft als Anlegeeinrichtung bezeichnete Ladevorrichtung, die Medien auf die Mediumstützfläche von zum Beispiel dem Trommelzylinder heranführt und dieser Stützfläche entnimmt.

Belichtungssysteme können noch andere Komponenten umfassen. In der Regel umfassen Belichtungssysteme eine Mediumlagereinrichtung, in der die durch den Belichter, z.B. den Filmbelichter oder Plattenbelichter, zu belichtenden Medien zur Verfügung gehalten werden. Eine weitere Komponente des Systems ist oft ein Prozessor für belichtete Medien, in dem durch den Belichter bebilderte Medien entwickelt oder einer sonstigen Bearbeitung unterzogen werden. Sind solche Komponenten im System integriert, muss das Belichtungssystem ferner mit Vorrichtungen, zum Beispiel elektromechanischen Einrichtungen, die das Medium von der Lagereinrichtung zur Ladevorrichtung des Belichters und anschließend vom Belichter zum Prozessor für belichtete Medien fördern, versehen werden. Zwecks eines effizienten Betriebs werden die Medien bei herkömmlichen Belichtungssystemen an einer Seite der Trommel auf zum Beispiel die Innenoberfläche eines Trommelzylinders herangeführt und werden die belichteten Medien an der anderen Seite der Trommel entnommen. Dadurch wird der Medienförderweg zwischen der Mediumlagereinrichtung und der Zuführöffnung der zylindrischen Trommel des Belichters kurz gehalten. In ihrem Streben, diesen Abstand möglichst kurz zu halten, versuchen Gestalter, die Mediumlagereinrichtung in nächster Nähe des Belichters zu positionieren. Bei solcher Ausgestaltung fördert die Mediumzufuhreinrichtung beim System in Betrieb einen Medienbogen von der Mediumlagereinrichtung zu einer Ladevorrichtung, die das Medium mit seiner Vorderkante nach vorne gerichtet an der der Lagereinrichtung nächst liegenden Seite der zylindrischen Trommel entlang bis auf die Stützfläche der zylindrischen Trommel heranführt. Die Ladevorrichtung verschiebt das Medium in die gewünschte Position auf der Innenoberfläche der zylindrischen Trommel, wo es anschließend durch die Abtastanordnung abgetastet wird.

In DE 40 38 544 wird eine Vorrichtung zur Herstellung von Druckplatten offenbart. Die hierin beschriebene Vorrichtung umfasst einen Kopiertisch mit zugehöriger Belichtungseinheit, wobei unkopierte Plattenrohlinge nacheinander dem Kopiertisch zugeführt werden. Die Vorrichtung umfasst ebenfalls eine Lagereinrichtung mit einer zum Lagern der Plattenrohlinge konfigurierten Gestaltung. Die Plattenrohlinge können über eine Fördereinrichtung in den Wirkbereich einer Anlegeeinrichtung und anschließend durch die Anlegeeinrichtung auf den Kopiertisch gefördert werden. Die Anlegeeinrichtung weist einen Saugrahmen mit Saugelementen auf, die durch Verschiebung des Saugrahmens einzelne Platten ansaugen und fördern.

In EP 0 750 998 wird eine Vorrichtung zur thermischen Wiedergabe von Bildern mit einem ein Bildempfangsmaterial und ein diesem Material überlagertes Farbgebermaterial tragenden Träger offenbart. Ein Materialauswahlmechanismus wählt ein Material aus einer Vielzahl von Materialvorratsrollen. Ein Materialausgabemechanismus fördert das Material aus der Vielzahl von Materialvorratsrollen zum Träger. Eine Ladevorrichtung sichert das automatische Laden und Entladen des Empfangsmaterials und Farbgebermaterials auf den bzw. von dem in Form einer zylindrischen Trommel vorliegenden Träger.

Nach Belichtung entnimmt die Ladevorrichtung das belichtete Medium der Innenoberfläche der zylindrischen Trommel und fördert es mit der Vorkante nach vorne gerichtet an der Ausgabeseite der Trommel zu einer Ausgabevorrichtung für belichtete Medien. Die Ausgabevorrichtung für belichtete Medien fordert das belichtete Medium dann mit dessen Vorkante nach vorne gerichtet weiter zum Prozessor für belichtete Medien. Der Prozessor für belichtete Medien ist in der Regel ebenfalls so gestaltet, dass er in nächster Nähe der Ausgabeseite der zylindrischen Trommel angeordnet werden kann, um den Förderweg des belichteten Mediums zu verringern. Das Medium wird dann in den Prozessor für belichtete Medien eingeführt und dort entwickelt.

Im typischen Arbeitsablauf herkömmlicher Belichtungssysteme bewegt sich die Mediumzufuhreinrichtung in der Regel nicht während der Positionierung des Mediums auf der zylindrischen Trommel sowie beim Entfernen des belichteten Mediums von der Trommel und während der Belichtung des Mediums. Erst nach Entnahme des belichteten Mediums von der Innenoberfläche der zylindrischen Trommel und oft erst nachdem das komplette belichtete Medium aus der zylindrischen Trommel entfernt worden ist, entnimmt die Mediumzufuhreinrichtung der Lagereinrichtung einen nächsten Mediumbogen und fördert es zur Ladevorrichtung. Seinerseits wird das belichtete Medium erst dann von der Innenoberfläche der zylindrischen Trommel zum Prozessor für belichtete Medien gefördert, nachdem letzterer geleert worden ist. Im Besonderen ist es so, dass wenn ein nächster belichteter Mediumbogen im Prozessor für belichtete Medien entwickelt wird, ein folgendes zu belichtendes Medium in der zylindrischen Trommel nach seiner Belichtung erst dann aus der zylindrischen Trommel entfernt wird, wenn das entwickelte belichtete Medium einmal aus dem Prozessor für belichtete Medien entfernt worden ist.

Da der Transport des Mediums aus der Lagereinrichtung zum Prozessor für belichtete Medien in herkömmlichen Systemen in eine Richtung erfolgt, d.h. der Mediumbogen wird mit nur einer Kante als Vorderkante durch die Anlage geführt, und das Medium an der der Lagereinrichtung nächst liegenden Seite der zylindrischen Trommel in die zylindrische Trommel eingeladen und an der dem Prozessor für belichtete Medien nächst liegenden Seite der zylindrischen Trommel entfernt wird, muss das belichtete Medium mit der Emulsionsseite nach oben gerichtet gelagert werden. Zwar ist es aus zahlreichen, den Fachleuten allgemein bekannten Gründen vorteilhaft, die Medien mit der Emulsionsseite nach unten gerichtet zu lagern, in herkömmlichen Systemen aber wird das Medium der Mediumtransportbahn halber immer mit der Emulsionsschichtseite nach oben gerichtet gelagert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist demgemäß das Bereitstellen eines Belichtungssystems, in dem das Medium mit verbesserter Effizienz ein- und ausgeladen wird.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist das Bereitstellen eines Belichtungssystems, das die Lagerung der Medien mit der Emulsionsschichtseite nach unten gerichtet vereinfacht.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist das Bereitstellen eines Belichtungssystems, das die Belichtung von Medien mit unterschiedlichem Format vereinfacht.

Weitere Aufgaben, Vorteile und neue Eigenschaften der vorliegenden Erfindung werden den Fachleuten aus dieser Patentoffenbarung, die die nachstehende ausführliche Beschreibung umfasst, und der Praxis der vorliegenden Erfindung ersichtlich. Zwar wird die vorliegende Erfindung im Nachstehenden anhand einer oder mehrerer bevorzugter Ausführungsformen beschrieben, es soll aber bemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt ist. Fachleuten, die Zugang zu den Lehren der vorliegenden Erfindung haben, wird es deutlich sein, dass innerhalb des hierin beschriebenen und in den Ansprüchen definierten Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung zusätzliche Ausgestaltungen, Modifikationen und Ausführungsformen und weitere Anwendungsgebiete möglich sind, für die die vorliegende Erfindung von großem Nutzen sein kann.

Kurze Darstellung der vorliegenden Erfindung

Gelöst werden die erfindungsgemäßen Aufgaben durch ein Belichtungssystem, in dem auf einer Stützfläche in einer Belichtungsposition gestützte Medien belichtet werden. Die Stützfläche kann flach oder gebogen sein und kann zum Beispiel die Innenfläche eines zylindrischen Trommelbelichters sein. Das System kann jeweils einen Mediumbogen bearbeiten, obgleich andere Ausführungsformen möglich sind. Das Belichtungssystem umfasst eine Lagereinrichtung, in der die zu belichtenden Medien gelagert werden. Die Lagereinrichtung umfasst vorzugsweise ein Mediumhandhabungsgerät, das es erlaubt, gleichzeitig mehrere Mediumformate zu lagern. In einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die Medien mit der Emulsionsschichtseite nach unten gerichtet in der Lagereinrichtung gelagert.

Das Mediumhandhabungsgerät wird einem Signal entsprechend durch ein Steuergerät gesteuert, wobei das Signal durch eine Eingabestation wie einen Personalcomputer oder ein anderes Bedienersteuersubsystem erzeugt wird und einen Bedienerbefehl in Bezug auf die Auswahl einer der verschiedenformatigen Medien verkörpert. Die Auswahl der Mediumgröße kann vom Bediener durch Eingeben eines Befehls in die Eingabestation, wobei die Station eine bestimmte Kassette im Mediumhandhabungsgerät identifiziert, durch Eingabe der erwünschten Größe selbst oder aber durch Eingabe eines sonstigen, durch das System als der erwünschten Mediengröße entsprechend interpretierten Betriebsparameters erfolgen.

Das Steuergerät steuert das Mediumhandhabungsgerät so, dass das ausgewählte Medium einer Einrichtung zur Verfügung gestellt wird, die das Medium der Lagereinrichtung entnimmt und zwecks dessen Belichtung zur Mediumstützfläche fördert. Das Steuergerät steuert also das Mediumhandhabungsgerät so, dass die Mediumzufuhreinrichtung des Systems Zugang zu den gelagerten Medien des ausgewählten Typs erhält und der Lagereinrichtung einen Bogen des betreffenden Mediums entnehmen und den Zuführungsprozess beginnen kann.

Die Mediumzufuhreinrichtung ist vorzugsweise ein Mediumgreifer, kann allerdings ein beliebiger anderer Typ von Einrichtung sein, die Medien einer erfindungsgemäßen Lagereinrichtung entnehmen und weiterfördern kann. Die Einrichtung fördert das zu belichtende Medium von der Lagereinrichtung zu einer Ladevorrichtung, die das Medium anschließend zur Belichtungsposition auf der Stützfläche weiterfördert. In einer vorteilhaften Ausgestaltung fördert die Mediumzufuhreinrichtung den zu belichtenden Mediumbogen von der Lagereinrichtung zu einer Position über der Stützfläche, allerdings aber nicht in Berührung damit. Da das Medium vorzugsweise mit der Emulsionsschichtseite nach unten gerichtet gelagert wird, ist die Zufuhreinrichtung vorzugsweise so ausgestaltet, dass sie das Medium an dessen Oberseite ergreift und somit verhütet wird, dass die Emulsionsseite des Mediums berührt wird. In der im Nachstehenden beschriebenen erfindungsgemäßen bevorzugten Ausführungsform ist die Zufuhreinrichtung mit Saugnäpfen ausgestattet, die während der Entnahme des Mediums aus der Lagereinrichtung und dessen Transport zur Ladevorrichtung nur mit der nicht-emulsionierten Seite des Mediums in Berührung kommen.

Die üblicherweise als Anlegeeinrichtung bezeichnete Ladevorrichtung fördert das zu belichtende Medium zur Belichtungsposition auf der Stützfläche und entfernt das Medium in der Regel nach beendeter Belichtung von der Stützfläche. Insbesondere bei zylindrischen Trommelbelichtern wird das zu belichtende Medium oft während der Positionierung des Mediums auf der Stützfläche sowie während der Entfernung des Mediums von der Stützfläche an der Stützfläche entlang geführt. Vorzugsweise werden die Vorderkante und Hinterkante des Mediums während des Heranführens auf die Stützfläche durch die Ladevorrichtung während der Entfernung des Mediums von der Stützfläche durch die Ladevorrichtung umgekehrt, d.h. die Vorderkante während des Heranführens des Mediums auf die Stützfläche wird die Hinterkante während der Entfernung des Mediums von der Stützfläche und die Hinterkante während des Heranführens des Mediums auf die Stützfläche wird die Vorderkante während der Entfernung des Mediums von der Stützfläche. Das Medium bewegt sich also in eine Richtung bei seiner Positionierung über der Stützfläche und in die andere Richtung bei seiner Entfernung von der Stützfläche.

Ein Maschinensteuergerät, das manchmal als Belichtungssystemsteuergerät bezeichnet wird, dient der Steuerung der Mediumzufuhreinrichtung und der Ladevorrichtung sowie anderer Systemkomponenten. Das Maschinensteuergerät ist an die Eingabestation gekoppelt und arbeitet in der Regel entsprechend vom Bediener an der Eingabestation eingegeben Befehlen, wie Auswahl der Auflösung und Mediumgröße.

Vorzugsweise sichert das Maschinensteuergerät die gleichzeitige Steuerung der Zufuhreinrichtung, damit diese einen zu belichtenden Mediumbogen, z.B. eine erste Platte, von der Lagereinrichtung bis in eine Position nahe an der Stützfläche fördert, und der Ladevorrichtung, damit diese einen anderen zu belichtenden Mediumbogen, z.B. eine zweite Platte, zur Belichtungsposition auf der Stützfläche fördert. Die vorliegende Erfindung kennzeichnet sich ebenfalls dadurch, dass das Maschinensteuergerät die Zufuhreinrichtung so steuert, dass sie zum Beispiel den ersten Mediumbogen über der Stützfläche, jedoch nicht in Berührung damit, in einer sogenannten Pufferposition zurückhält, ehe der zweite Mediumbogen von der Stützfläche entfernt wird.

Ein weiteres Kennzeichen der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass das Maschinensteuergerät die Mediumzufuhreinrichtung vorzugsweise so steuert, dass zum Beispiel ein erster Mediumbogen von der Lagereinrichtung zu einer Position nahe an der Ladevorrichtung gefördert wird, nachdem die Ladevorrichtung damit angefangen hat, einen zweiten Mediumbogen zur Belichtungsposition auf der Stützfläche zu verschieben, allerdings ehe die Ladevorrichtung den belichteten zweiten Mediumbogen von der Stützfläche entfernt hat. Ferner ist das Steuergerät vorzugsweise so konfiguriert, dass es die Mediumzufuhreinrichtung so steuert, dass der erste Mediumbogen in einer Pufferposition, vorzugsweise nahe an der Ladevorrichtung, zurückgehalten wird, ehe der zweite Mediumbogen von der Stützfläche entfernt wird. Der Abstand zwischen Bogen und Ladevorrichtung kann anwendungsgerecht variieren, allerdings wird der erste Mediumbogen vorzugsweise zu einer Stelle gefördert, die näher an der Ladevorrichtung liegt als die Mediumzufuhreinrichtung, und vorzugsweise zu einer aus praktischer Sicht möglichst nahe an der Ladevorrichtung liegenden Stelle, wodurch wenn verlangt ein schnelles Anlegen auf die Stützfläche möglich ist.

Die vorliegende Erfindung kennzeichnet sich ferner dadurch, dass ein Mediumprozessor zur Bearbeitung des belichteten Mediums vorgesehen werden kann. Diesfalls wird eine Zufuhreinrichtung für belichtete Medien das belichtete Medium von der Ladevorrichtung zum Mediumprozessor führen. Das Maschinensteuergerät steuert die Zufuhreinrichtung für belichtete Medien so, dass sie einen belichteten Mediumbogen von der Ladevorrichtung zu einer Stelle nahe am Mediumprozessor fördert, ehe ein weiterer belichteter Mediumbogen vom Bildprozessor entfernt worden ist. Der Abstand zwischen Bogen und Mediumprozessor kann selbstverständlich anwendungsgerecht variieren, allerdings sollte der belichtete Mediumbogen zu einer Stelle gefördert werden, die näher am Mediumprozessor liegt als die Ladevorrichtung, und vorzugsweise zu einer aus praktischer Sicht möglichst nahe am Mediumprozessor liegenden Stelle, wodurch wenn verlangt ein schnelles Beladen des Mediumprozessors möglich ist.

Zweckmäßigerweise ist das Steuergerät ferner so konfiguriert, dass es die Zufuhreinrichtung für belichtete Medien so steuert, dass der belichtete Mediumbogen in einer Pufferposition zurückgehalten wird, ehe der andere belichtete Mediumbogen aus dem Bildprozessor entfernt wird. Das Steuergerät kann ebenfalls so konfiguriert werden, dass es die Mediumzufuhreinrichtung so steuert, dass diese einen ersten Mediumbogen von der Lagereinrichtung zur Ladevorrichtung fördert, gleichzeitig die Ladevorrichtung so steuert, dass diese einen zweiten Mediumbogen zur Belichtungsposition auf der Stützfläche fördert, und gleichzeitig die Zufuhreinrichtung für belichtete Medien so steuert, dass diese einen belichteten dritten Mediumbogen von der Ladevorrichtung zum Mediumprozessor fördert.

Die vorliegende Erfindung kennzeichnet sich ferner dadurch, dass die Mediumzufuhreinrichtung einen ersten Mediumbogen in einer Pufferposition zwischen der Lagereinrichtung und der Ladevorrichtung zurückhält, ehe die Ladevorrichtung einen zweiten Mediumbogen von der Stützfläche entfernt, und die Zufuhreinrichtung für belichtete Bogen einen belichteten dritten Mediumbogen in einer Pufferposition zwischen der Ladevorrichtung und dem Mediumprozessor zurückhält, ehe ein vierter Mediumbogen aus dem Mediumprozessor entfernt wird. Vorzugsweise erfolgt das Zurückhalten in beiden Einrichtungen gleichzeitig.

Kurzbeschreibung der Figuren

1 stellt ein erfindungsgemäßes Belichtungssystem dar.

2A stellt das Zuführen eines Mediumbogens im in 1 gezeigten erfindungsgemäßen System dar.

2B stellt das Beladen der zylindrischen Trommel des in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Systems mit einem Mediumbogen dar.

2C stellt das Zurückhalten in einer Pufferposition eines weiteren Mediumbogens im in 1 gezeigten erfindungsgemäßen System dar.

2D stellt das endgültige Positionieren des ersten Mediumbogens in der zylindrischen Trommel des in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Systems dar.

2E stellt das Verschieben der Ladevorrichtung in eine Position dar, die es ihr erlaubt, den belichteten ersten Mediumbogen von der zylindrischen Trommel des in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Systems zu entfernen.

2F stellt den Beginn der Entfernung des belichteten ersten Mediumbogens von der zylindrischen Trommel des in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Systems dar.

2G stellt das Zurückhalten in einer Pufferposition des aus der zylindrischen Trommel des in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Systems entfernten belichteten ersten Mediumbogens dar.

2H zeigt, wie zwei Mediumbogen in einer Pufferposition zurückgehalten werden, während ein dritter Mediumbogen in der zylindrischen Trommel des in 1 gezeigten erfindungsgemäßen Systems positioniert wird.

Bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung

1 stellt ein erfindungsgemäßes Belichtungssystem dar. Das gezeigte Belichtungssystem umfasst einen Rechner 2, der nahezu jeder Typ von Rechner sein kann. Am Rechner 2 erfolgen die Erzeugung und Bearbeitung von Bildern. Der Rechner dient dem Bediener als allgemeine Eingabevorrichtung für das gezeigte Belichtungssystem. Beispielhaft können am Rechner 2 für einen bestimmten Arbeitszyklus eine vorgegebene Abtastauflösung und eine vorgegebene Mediumgröße ausgewählt werden.

Das Belichtungssystem umfasst ferner ein ebenfalls als Plattenstapellagereinrichtung bezeichnetes Plattenhandhabungsgerät 4, das durch das Steuergerät 7 für das Handhabungsgerät gesteuert wird. Im Plattenstapelhandhabungsgerät 4 werden verschiedenformatige Medien 10a-10d in zugehörigen Kassetten 4a-4d gelagert. Das Handhabungsgerät 4 umfasst ebenfalls einen Mediumanleger 4e, der die Kassetten mit den zu belichtenden Medien beschickt. Die Kassetten 4a-d sind vertikal beweglich, wodurch eine erwünschte Kassette unter der ebenfalls als Plattengreifer bezeichneten Mediumzufuhreinrichtung 5 positioniert werden und der Plattengreifer 5 das Medium der ausgewählten Größe ergreifen kann. Der Plattengreifer 5 ist Teil der Systemmaschine 12. Der Plattengreifer 5 fördert die einzelnen Mediumbogen dann zur Ladevorrichtung 50, die die zylindrische Trommel 20 mit dem Bogen beschickt.

Der Systembediener kann über die Tastatur oder die Maus des Rechners 2 eine erwünschte Plattengröße identifizieren oder auswählen, zum Beispiel eine der auf einem Bildschirm des Rechners 2 angezeigten Serie von Druckplattengrößen auswählen oder aber eine erwünschte Plattengröße oder die Nummer der Kassette, in der Platten der erwünschten Plattengröße gelagert sind, eingeben. Nach Identifikation oder Auswahl der erwünschten Plattengröße am Rechner 2 erzeugt der Rechner 2 ein Signal und überträgt es zum RIP 3, wo das Signal in ein für das Steuergerät 7 des Plattenhandhabungsgeräts geeignetes Signal umgesetzt wird. Diesem Signal entsprechend wird Steuergerät 7 das Plattenhandhabungsgerät 4 wie oben beschrieben so steuern, dass der Plattengreifer 5 die erwünschten Plattenformate ergreifen und zur Ladevorrichtung 50 der Maschine 12 fördern kann.

Der Plattengreifer 5 entnimmt der jeweiligen Kassette einen Mediumbogen, d.h. Kassette 4b in 1, indem er den Mediumbogen durch Aktivierung der Saugnäpfe 5a-5c aufhebt. Der Plattengreifer 5 fördert den der Kassette entnommenen Mediumbogen dann über die Quetschräder 54 und 56 zur Ladevorrichtung 50 der Maschine 12.

Bilder werden durch den Rechner 2 zum Rasterbildprozessor (RIP) 3 übertragen, wo die vom Rechner 2 eingespeisten digitalen Signale in Signale umgesetzt werden, die durch das Maschinensteuergerät 6 zur Steuerung der Maschine 12 gelesen werden können. Plattengreifer 5, Plattenstapelhandhabungsgerät 4 und Ladevorrichtung 50 wirken zusammen, um einzelne Mediumbogen, d.h. wie in 1 gezeigte einzelne Platten, vom Lagereinrichtungshandhabungsgerät 4 bis auf die Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 zu fördern. Ist das Medium einmal mittels Ladevorrichtung 50 auf Stützfläche 22 positioniert, so beginnt dessen Abtastung mit von einer (nicht gezeigten) beweglichen Abtastanordnung herrührender Abtaststrahlung entsprechend den Befehlen des Maschinensteuergeräts 6, das auf die aus RIP 3 empfangenen Signale anspricht.

Nach Aufbelichtung von grafischer Information oder Daten auf dem Mediumbogen, wird letzterer über die in Form der Quetschwalzen 70-74 dargestellte Zufuhreinrichtung für belichtete Medien zum Prozessor für belichtete Medien 9 gefördert. Die Entwicklung oder sonstige Verarbeitung des belichteten Mediums im Prozessor für belichtete Medien 9 wird entsprechend den aus RIP 3 empfangenen Signalen durch Prozessorsteuergerät 8 gesteuert. Der Prozessor für belichtete Medien 9 wird zwar als Plattenprozessor dargestellt, der Typ von Mediumprozessor wird selbstverständlich aber durch den zu belichtenden Mediumtyp bestimmt. Das verarbeitete Medium wird anschließend aus dem System entfernt.

2A zeigt den Beginnzustand der Zuführung einer Platte 10b1 mittels Plattengreifer 5 zur Ladevorrichtung 50. 2A bietet eine detailliertere Veranschaulichung des Plattengreifers 5. Wie es 2A zeigt, ist Plattengreifer 5 mit Saugnäpfen 5a-c bestückt. Durch Verteilung des durch die Wirkung der Saugnäpfe 5a-5c erzeugten Vakuums auf einen großen Teil der Oberfläche der Platte 10b1 wird Platte 10b1 von der Handhabungsgerätkassette 4b aufgehoben und wird die Platte 10b1 während deren Transports von Handhabungsgerät 4 zur Ladevorrichtung 50 durch die Näpfe festgehalten. Wie es 2A zeigt, sind Walzen oder Räder 5e-g vorgesehen, die Plattengreifer 5 zwischen Handhabungsgerät 4 und dem Außenrand der zylindrischen Trommel 20 leiten. Die Walzen 5e-g fahren über (nicht gezeigte) Bahnen oder Schienen, die die Bewegung der Walzen zwischen Handhabungsgerät 4 und Trommel 20 sichern.

Wie schon oben erwähnt, kommt Plattengreifer 5 beim Aufheben und Weiterfördern von Platte 10b1 nur mit der Oberseite der Platte in Kontakt. Dadurch, dass die Platten mit der Emulsionsschichtseite nach unten gerichtet in Kassette 4b, sowie auch in den anderen Kassetten, gelagert sind, kommt die Emulsionsseite der Platte 10b1' nicht mit dem Vakuumverteiler 5h des Plattengreifers in Berührung. Wie es 2A zeigt, fördert Plattengreifer 5 Platte 10b1 in einem vorgegebenen Abstand über der zylindrischen Trommel 20 über die Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20. Wie es im Nachstehenden weiter beschrieben wird, kann eine Platte dank diesem Fördersystem einfacher in der Nähe der Ladevorrichtung 50 in einer Pufferposition zurückgehalten werden, wenn sich die Ladevorrichtung zur rechten Oberseite der zylindrischen Trommel 20 bewegt, d.h. sich in Wartestellung positioniert.

Indem sich Plattengreifer 5 zur Ladevorrichtung 50 bewegt, löst sich das durch die Saugnäpfe 5c erzeugte Vakuum, wodurch sich die Vorderkante der Platte 10b1 vom Vakuumverteiler 5h trennt und durch die Quetschwalzen 54 ergriffen wird. Unter Steuerung des Maschinensteuergeräts 6 drehen sich die Quetschwalzen 54 und führen die Vorderkante der Platte 10b1 bis zwischen den Leitquetschwalzen 56. Eine Sensoreinrichtung 60, die vorzugsweise eine Platte 10b1 bestrahlende lichtemittierende Diode (LED) und einen durch die Platte 10b1 reflektiertes Licht detektierenden Lichtsensor, zum Beispiel eine Fotodiode, enthält, detektiert den Durchgang der Vorderkante der Platte 10b1. Im Besonderen wird der Sensor im Moment, dass die Vorderkante der Platte das durch die LED emittierte Licht reflektiert, das reflektierte Licht nachweisen. Das reflektierte Licht wird dabei ein elektrisches Signal erzeugen und zum Maschinensteuergerät 6 übertragen, um das Steuergerät 6 über die Lage der Platte 10b1 zu informieren. Wie es 2A zeigt, steuert Maschinensteuergerät 6 die Quetschwalzen 54 und 56 so, dass sie die Vorderkante der Platte 10b1 zu einer vorgegebenen Position hinter der Sensoreinrichtung 60 führen, wo sie durch die Ladevorrichtung 50 ergriffen werden kann.

An jedem Ende der Trommel 20 ist eine Bahn oder Schiene 52 vorgesehen, auf der sich die Ladevorrichtung 50 während der Positionierung des Mediums auf der Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel und dessen Entfernung von der Stützfläche weiterbewegt. Eine Registerleiste 58, vorzugsweise des Typs beschrieben in der gleichzeitig am 6/4/97 eingereichten US-Patentanmeldung Seriennummer 08/868 720 (Attorney Docket #3175-017), deren Beschreibung als Verweisung in diese Schrift aufgenommen wird, befindet sich an der linken Oberseite der zylindrischen Trommel 20 und sichert das Positionieren der Vorderkante des Mediums 10b1, indem das Medium durch Ladevorrichtung 50 auf die Stützfläche 22 herangeführt wird. Die Trommel 20 ist vorzugsweise des Typs beschrieben in den gleichzeitig am 6/4/97 eingereichten US-Patentanmeldungen mit Seriennummern 08/867 128 und 08/868 526 (Attorney Docket #XP-0473 und #XP-0474), deren Beschreibungen als Verweisung in diese Schrift aufgenommen werden.

2B zeigt Platte 10b1, indem sie mit Vorderkante 10b1'' als erste und Hinterkante 10b1''' als letzte mit der Emulsionsseite 10b1' radial nach innen gerichtet auf die Innenoberfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 geladen wird. Während der Heranführung von Platte 10b1 wird eine weitere Platte 10b2 durch Plattengreifer 5 und die Quetschwalzen 54 und 56 zu einer Pufferposition über der Stützfläche 22 geführt. Die Vorderkante von Platte 10b2 wird mit der Emulsionsschichtseite 10b2' nach unten gerichtet bis im oben beschriebenen Abstand an Sensoreinrichtung 60 vorbei gefördert. Wie es 2B zeigt, wird die Platte in ihrer Pufferposition nicht mehr vom Plattengreifer 5 festgehalten. Plattengreifer 5 wird dann durch Steuergerät 6 so gesteuert, dass er zu einer Position über Kassette 4b zurückkehrt und dort eine neue Platte entnimmt und zur Ladevorrichtung 50 fördert, nachdem er Platte 10b2 freigegeben hat.

In 2C hat Ladevorrichtung 50 Platte 10b1 auf Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 herangeführt, allerdings muss Platte 10b1 nun noch in ihrer Endposition gebracht werden. Wie es 2C zeigt, wird die Emulsionsseite der Platte 10b1' innerhalb der zylindrischen Trommel 20 radial nach innen gerichtet positioniert. 2D zeigt die Endpositionierung der Platte 10b1 gegen die Registerleiste 58. Die Platte 10b2 wird in ihrer Pufferposition über der Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 zurückgehalten. Die Platte 10b1 kann nun durch eine (nicht gezeigte) Abtastanordnung abgetastet werden, wobei ein auf dem Medium 10b1 aufgezeichnetes Bild gelesen bzw. ein Bild auf dem Medium 10b1 aufgezeichnet wird.

2E ist 2D ähnlich, allerdings mit dem Unterschied, dass sich die Ladevorrichtung 50 zu einer Position zur Entfernung der Platte 10b1 nach beendeter Belichtung verschoben hat. Erneut ist zu bemerken, dass Platte 10b2 in ihrer Pufferposition zurückgehalten bleibt.

2F zeigt die Ladevorrichtung 50 zu Beginn der Entfernung der Platte 10b1 von der Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20. Es soll hier bemerkt werden, dass sich die Ladevorrichtung 50 beim Positionieren der Platte 10b1 auf die Stützfläche 22 im Uhrzeigersinn über die Schienen 52 bewegte, sich nun aber gegen den Uhrzeigersinn über die Schienen 52 bewegt, um Platte 10b1 von Stützfläche 22 zu entfernen. Demgemäß wird Kante 10b1'', die beim Positionieren der Platte 10b1 auf Stützfläche 22 die Vorderkante der Platte 10b1 war, wie es in 2B gezeigt wird, nun die Hinterkante der Platte 10b1 beim Entfernen der Platte von Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 durch Ladevorrichtung 50. Ähnlicherweise wird Kante 10b1', die beim Positionieren der Platte 10b1 auf Stützfläche 22 der Trommel 20 die Hinterkante der Platte 10b1 war, nun die Vorderkante der Platte 10b1 beim Entfernen der Platte von Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20.

2G zeigt Platte 10b1, nachdem sie durch Ladevorrichtung 50 von Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 entfernt und zur Zufuhreinrichtung für belichtete Medien, die Quetschwalzen 70-74 umfasst, gefördert worden ist. Die durch Steuergerät 6 gesteuerten Quetschwalzen 70-74 fördern Platte 10b1 zu einer Pufferposition in der Nähe des Plattenprozessors 9. Platte 10b1 wird in dieser Pufferposition zurückgehalten, bis die vorangehende Platte verarbeitet und aus dem Plattenprozessor 9 entfernt worden ist. Nach Entnahme einer verarbeiteten Platte aus Prozessor 9 werden die Quetschwalzen 70-74 durch Maschinensteuergerät 6 so gesteuert, dass sie Platte 10b1 zwecks deren Verarbeitung in Plattenprozessor 9 einführen.

2H zeigt Platte 10b1 in einer Pufferposition, in der sie zurückgehalten wird, bis sie in Plattenprozessor 9 eingeladen wird. Gleichzeitig wird Platte 10b2 durch Ladevorrichtung 50 auf Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 positioniert. Gleichzeitig wird eine dritte Platte 10b3 mit einer Emulsionsseite 10b3' über Stützfläche 22 der zylindrischen Trommel 20 in einer Pufferposition zurückgehalten. In diesem Zustand enthält das Belichtungssystem zwei Platten in Pufferposition und eine Platte, die zwecks ihrer Belichtung in der zylindrischen Trommel 20 positioniert wird.

Wie oben im Einzelnen beschrieben, verschafft die vorliegende Erfindung ein Belichtungssystem mit hocheffizientem Einlegen und Entladen von Medien. Das System vereinfacht die Lagerung des Mediums mit dessen Emulsionsschichtseite nach unten gerichtet sowie die Belichtung verschiedenformatiger Medien.

Es ist den Fachleuten auf diesem Gebiet ebenfalls klar, dass zwar die vorliegende Erfindung oben anhand einer oder mehrerer bevorzugter Ausführungsformen beschrieben wird, jedoch nicht darauf beschränkt ist. Verschiedene Kennzeichen und Gegenstände der oben beschriebenen Erfindung können einzeln oder kombiniert angewandt werden. Ferner ist zu bemerken, dass zwar die vorliegende Erfindung im Kontext ihrer Anwendung in einer vorgegebenen Umgebung und für vorgegebene Zwecke beschrieben worden ist, es jedoch den Fachleuten klar sein wird, dass die Nutzbarkeit der vorliegenden Erfindung nicht darauf beschränkt ist und sich die vorliegende Erfindung mit Vorteil in verschiedensten Umgebungen und Ausführungsformen anwenden lässt.


Anspruch[de]
Ein Belichtungssystem für die Belichtung von in einer Belichtungsposition auf einer Stützfläche (22) gestützten Medien (10b1), enthaltend:

– eine zum Lagern von zu belichtenden Medien gestaltete Lagereinrichtung (4),

– eine Ladevorrichtung (50), die so gestaltet ist, dass ein zu belichtendes Medium zur Belichtungsposition auf der Stützfläche gefördert wird und

eine Zufuhreinrichtung (5), die so gestaltet ist, dass sie das Medium von der Lagereinrichtung (4) der Ladevorrichtung (50) zuführt,

wobei die Zufuhreinrichtung so gestaltet ist, dass sie das zu belichtende Medium über die Stützfläche, allerdings nicht in Berührung damit, fördert und das Medium von der Lagereinrichtung (4) der Ladevorrichtung (50) zuführt,

dadurch gekennzeichnet, dass das Belichtungssystem ferner ein Maschinensteuergerät (6) umfasst, das die Zufuhreinrichtung (5) so steuert, dass sie ein nächstes zu belichtendes Medium (10b2) von der Lagereinrichtung (4) bis nahe an der Stützfläche fördert, und gleichzeitig die Ladevorrichtung (50) so steuert, dass sie das zu belichtende Medium zur Belichtungsposition auf der Stützfläche fördert.
Belichtungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (4) ferner so gestaltet ist, dass die Medien mit der Emulsionsschichtseite (10b1') nach unten gerichtet gelagert werden. Belichtungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung (5) ferner so gestaltet ist, dass sie das Medium fördert, ohne die Emulsionsseite des Mediums zu berühren. Belichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagereinrichtung (4) ein Mediumhandhabungsgerät umfasst, das es erlaubt, gleichzeitig mehrere Mediumformate zu lagern, wobei das Belichtungssystem ferner folgende Komponenten umfasst

– eine Eingabestation (2), die so ausgestaltet ist, dass ein Befehl bezüglich der Auswahl eines der verschiedenformatigen Medien eingegeben werden kann und darauf ein den Befehl verkörperndes Signal erzeugt wird, und

– ein Steuergerät (7) für das Mediumhandhabungsgerät, das das Mediumhandhabungsgerät entsprechend dem Signal so steuert, dass die Zufuhreinrichtung Zugang auf das ausgewählte Medium erhält.
Belichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium eine Vorderkante (10b1'') und Hinterkante (10b1''') aufweist, indem die Ladevorrichtung das Medium bis auf die Stützfläche heranführt, und die Ladevorrichtung ferner so gestaltet ist, dass sie das Medium mit der Hinterkante nach vorne gerichtet von der Stützfläche entfernt. Belichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladevorrichtung (50) ferner so gestaltet ist, dass sie das zu belichtende Medium über die Stützfläche bis zur Belichtungsposition fördert. Belichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Maschinensteuergerät (6) so gestaltet ist, dass es die Zufuhreinrichtung (5) so steuert, dass sie das zu belichtende Medium in einer Pufferposition zurückhält, im Besonderen an einer Stelle über der Stützfläche, allerdings aber nicht in Berührung damit, ehe ein weiteres Medium von der Stützfläche entfernt wird. Belichtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, das ferner folgende Komponenten umfasst:

– einen Mediumprozessor (9), der so gestaltet ist, dass er jeweils einen belichteten Mediumbogen entwickelt,

– eine Zufuhreinrichtung für belichtete Medien (70, 72, 74), die so gestaltet ist, dass sie jeweils einen belichteten Mediumbogen von der Ladevorrichtung zum Mediumprozessor fördert, wobei das Steuergerät (6) so konfiguriert ist, dass es das Belichtungssystem so steuert, das die Mediumzufuhreinrichtung einen ersten Mediumbogen von der Lagereinrichtung zu einer Position nahe an der Ladevorrichtung fördert, nachdem die Ladevorrichtung damit angefangen hat, einen zweiten Mediumbogen zur Belichtungsposition auf der Stützfläche zu verschieben, und ehe die Ladevorrichtung den belichteten zweiten Mediumbogen von der Stützfläche entfernt hat.
Belichtungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät ferner so konfiguriert ist, dass es die Zufuhreinrichtung für belichtete Medien so steuert, dass sie einen belichteten dritten Mediumbogen (10b3) von der Ladevorrichtung zu einer Position nahe am Mediumprozessor fördert, ehe ein belichteter vierter Mediumbogen aus dem Bildprozessor entfernt worden ist. Belichtungssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät ferner so konfiguriert ist, dass es die Zufuhreinrichtung für belichtete Medien so steuert, dass der dritte Mediumbogen in einer Pufferposition zurückgehalten wird, ehe der vierte Mediumbogen aus dem Bildprozessor entfernt wird. Ein durch die nachstehenden Schritte gekennzeichnetes Verfahren zur Belichtung von in einer Belichtungsposition auf einer Stützfläche (22) gestützten Medien (10b1):

(a) Fördern (5) eines zu belichtenden Mediums zu einer Position über der Stützfläche, allerdings nicht in Berührung damit, und

(b) anschließendes Fördern des zu belichtenden Mediums zur Belichtungsposition auf der Stützfläche und gleichzeitiges Fördern eines weiteren zu belichtenden Mediums (10b2) bis nahe an der Stützfläche.
Belichtungsverfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium mit der Emulsionsschichtseite (10b1') nach unten gerichtet über die Stützfläche gefördert wird. Belichtungsverfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium über die Stützfläche gefördert wird, ohne dass die Emulsionsschicht des Mediums mit der Stützfläche in Berührung kommt. Belichtungsverfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium beim Heranführen des Mediums auf die Stützfläche eine Vorderkante (10b1'') und eine Hinterkante (10b1''') aufweist, wobei das Verfahren ferner den Schritt umfasst, in dem das Medium mit der Hinterkante nach vorne gerichtet von der Stützfläche entfernt wird. Belichtungsverfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt (b) das andere Medium gleichzeitig zur Position über der Stützfläche geführt wird, ohne allerdings damit in Berührung zu kommen. Belichtungsverfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, das ferner den Schritt umfasst, in dem das Medium in einer ersten Pufferposition über der Stützfläche, allerdings nicht in Berührung damit, zurückgehalten wird, ehe das andere Medium von der Stützfläche entfernt wird. Ein Verfahren zur Belichtung von Medien nach Anspruch 16, das ferner folgende Schritte umfasst:

– bogenweise Verschieben des Mediums von der ersten Pufferposition zur Belichtungsposition auf der Stützfläche und bogenweise Entfernen des belichteten Mediums von der Stützfläche,

– bogenweise Fördern des entfernten belichteten Mediums zu einer zweiten Pufferposition nahe am Mediumprozessor, und

– bogenweise Fördern des entfernten belichteten Mediums von der zweiten Pufferposition zum Mediumprozessor,

wobei ein erster Mediumbogen erst dann zur ersten Pufferposition gefördert wird, nachdem ein zweiter Mediumbogen zur Belichtungsposition auf der Stützfläche verschoben und ehe der zweite Mediumbogen von der Stützfläche entfernt wird.
Belichtungsverfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein belichteter dritter Mediumbogen (10b3) zur zweiten Pufferposition gefördert wird, ehe ein belichteter vierter Mediumbogen vom Bildprozessor entfernt wird.






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