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Dokumentenidentifikation DE60025568T2 26.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001106413
Titel Kühleranordnung
Anmelder Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Enomoto, Koji, Wako-shi, Saitama-ken, JP;
Yoshida, Suguru, Wako-shi, Saitama-ken, JP
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60025568
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.11.2000
EP-Aktenzeichen 001262252
EP-Offenlegungsdatum 13.06.2001
EP date of grant 18.01.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2006
IPC-Hauptklasse B60K 11/04(2006.01)A, F, I, 20060131, B, H, EP

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Kühlerbefestigungsstrukturen und insbesondere eine Kühlerbefestigungsstruktur, bei der ein Kühler nach hinten bewegt werden kann, wenn eine äußere Kraft auf den Kühler ausgeübt wird, welche einen bestimmten Wert überschreitet. Eine solche Befestigungsstruktur ist aus der US 4,541,645 A bekannt, welche den nächsten Stand der Technik gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet.

Verschiedene Kühlerbefestigungsstrukturen wurden bis jetzt in der Technik vorgeschlagen, wie sie beispielsweise in der "Kühlertragstrukur für ein Fahrzeug" betitelten japanischen Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift (Kokai) Nr. SHO-60-46335 und der "Kühlerhalterung mit einer Spalteinstellfunktion" betitelten japanischen Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift (Kokai) Nr. SHO-60-47826 offenbart sind.

Bei der in der Kokai Nr. SHO-60-46335 offenbarten Kühlertragstruktur ist der Bodenabschnitt des Kühlers an einem unteren Querelement durch Halterungen und elastische Elemente angebracht, während der Kühler an seinem oberen Abschnitt mit Vorsprungsabschnitten ausgebildet ist, welche in jeweilige elastische zylinderförmige Elemente eingesetzt sind, welche an einem oberen Querelement durch Halterungen und elastische Elemente angebracht sind.

Bei der in der Kokai Nr. SHO-60-47826 offenbarten Kühlerhalterung ist der untere Abschnitt des Kühlers an einem Fahrzeugkörper durch untere Kühlerhalterungen angebracht und sein oberer Abschnitt ist an dem Fahrzeugkörper durch Tragmetallbeschläge und eine obere Kühlerhalterung angebracht.

Kürzlich wurde im Stand der Technik vorgeschlagen, das Fahrzeug mit einer Dämpfungsvorrichtung auszustatten, wie z.B. einer Haube, deren vorderes Ende aus Kunststoff ausgebildet ist, oder einer Haube mit abgeschwächter Rahmensteifigkeit, um auf diese Weise ein Hindernis dank der Verformung der Haube während der Kollision der Haube gegen das zu schützende Hindernis vor einem zu starken Aufprall zu schützen.

Jedoch ist ungeachtet der Bereitstellung einer solchen Dämpfungsvorrichtung an der Haube die schützende Verformung der Haube durch den Kühler begrenzt, wenn der letztere unter der Haube angebracht ist.

Wo die Haube mit der oben erwähnten Dämpfungsvorrichtung mit der Kühlerbefestigungsstruktur der Kokai Nr. SHO-60-46335 kombiniert wird, kann zwischen der Haube und dem Kühler kein ausreichender Spalt oder Abstand vorgesehen werden, um auf diese Weise die auf das Hindernis einwirkende Aufprallkraft vollständig abzubauen. Zu diesem Zweck muss das Fahrzeug einen großen Maschinenraum oder Motorraum haben. Dies führt zu Nachteilen, da ein strukturelles Design des Fahrzeugs begrenzt ist und beispielsweise die Fahrzeuglänge zwangsläufig zunimmt mit einer daraus resultierenden Zunahme des Fahrzeuggewichts.

Sogar in einem Fall, wo die obige Haube mit der Kühlertragstruktur der Kokai Nr. SHO-60-47826 kombiniert wird, begegnet man ähnlichen Nachteilen wie jenen bei der Struktur der Kokai Nr. SHO-60-46335, auf Grund der Anordnung, bei der sich der Kühler infolge der Verformung der Haube nicht leicht nach hinten bewegen lässt oder der Kühler nicht zusammendrückbar ist.

Die vorliegende Erfindung erfolgte im Hinblick auf die oben beschriebenen Unzulänglichkeiten der verwandten Technik. Es ist folglich ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Kühlerbefestigungsstruktur bereitzustellen, welche eine ausreichende Verringerung einer auf ein Hindernis ausgeübten Aufprallkraft ermöglicht, ohne die strukturelle Gestaltung zu beschränken.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Kühlerbefestigungsstruktur vorgesehen, welche dafür bestimmt ist, mit einem vorderen Teil eines Fahrzeugkörpers verbunden zu werden, wobei der vordere Teil ein oberes und ein unteres Querelement hat, welche Struktur umfasst: einen Kühler, welcher ein oberes Ende mit einem aufrechten Bolzen hat; einen vorderen Grill, welcher vor dem Kühler angeordnet ist und einen zu dem Kühler hin vorstehenden Vorsprung hat; eine untere Tragstruktur, welche an dem unteren Querelement angebracht ist, um ein unteres Ende des Kühlers derart zu stützen, dass der Kühler eine Kippbewegung in einer rückwärtigen Richtung des Fahrzeugkörpers machen kann; und eine obere Tragstruktur, welche an dem oberen Querelement angebracht ist und ein elastisches Tragmittel zum elastischen Stützen des aufrechten Bolzens hat, um dem Bolzen zu ermöglichen, sich von dem elastischen Mittel zu lösen, wenn auf den Kühler über den Vorsprung eine Aufprallkraft ausgeübt wird, welche größer als eine vorgegebene Größe ist.

Bei dieser Anordnung wird dann, wenn die Haube aus irgendwelchen Gründen verformt wird, wie z.B. dann, wenn die Haube gegen das Hindernis prallt, der vordere Grill nach hinten bewegt, um zu bewirken, dass seine Vorsprünge den Kühler drücken. Als Ergebnis wird eine Kraft, welche größer als der vorgegebene Wert ist, in einer rückwärtigen Richtung auf den Kühler ausgeübt und der obere Tragbolzen des Kühlers wird von dem elastischen Tragmittel gelöst und folglich wird der Kühler um eine Mitte des unteren Tragbolzens herum nach hinten gekippt. Somit wird eine durch das Hindernis ausgeübte Aufprallkraft innerhalb eines begrenzten Raums effektiv absorbiert und zur selben Zeit kann die Haube in einem ausreichenden Maß verformt werden.

In einer bevorzugten Form umfasst das elastische Tragmittel eine Halterung, welche fest an dem oberen Querelement befestigt ist und eine Montagebohrung hat, und ein elastisches Traggummielement, welches an der Montagebohrung angebracht ist und eine Eingriffsbohrung hat, um den oberen Tragbolzen in diese einzusetzen.

Diese und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung können aus der folgenden detaillierten Beschreibung leichter verstanden werden, wenn sie zusammen mit den beigefügten Zeichnungen verwendet wird, in welchen:

1 eine perspektivische Ansicht eines vorderen Teils eines Fahrzeugkörpers ist, welcher eine Kühlerbefestigungsstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet;

2 eine vergrößerte Querschnittsansicht längs einer Linie 2-2 der 1 ist, welche die Kühlerbefestigungsstruktur veranschaulicht;

3 eine perspektivische Explosionsansicht einer oberen Tragstruktur ist, welche einen Teil der Kühlerbefestigungsstruktur der 2 ausbildet;

4 eine vergrößerte Querschnittsansicht eines eine untere Tragstruktur bildenden Teils der Kühlerbefestigungsstruktur der 2 ist;

5A bis 5C schematische Teilansichten sind, welche eine Funktion der Kühlerbefestigungsstruktur bei einer Kollision eines Hindernisses mit dem Fahrzeugkörper veranschaulichen;

6A bis 6C schematische Draufsichten sind, welche eine Funktionsbeziehung zwischen einem Traggummi und einem oberen Tragbolzen der Kühlerbefestigungsstruktur bei einer Kollision des Hindernisses mit dem Fahrzeugkörper zeigen; und

7A und 7B schematische Ansichten sind, welche eine Funktion einer bekannten Kühlerbefestigungsstruktur im Vergleich zu der Erfindungsanordnung veranschaulichen.

Die folgende Beschreibung ist lediglich beispielhafter Natur und beabsichtigt keinesfalls, die Erfindung, seine Anwendung oder Verwendungen zu beschränken.

Auf 1 Bezug nehmend hat ein vorderer Körper 10 eines Fahrzeugkörpers vordere Kotflügel 11, 11, die jeweils einen vorderen Abschnitt von beiden Seiten des Fahrzeugkörpers ausbilden, eine Haube 12, welche einen oberen vorderen Abschnitt des Fahrzeugkörpers abdeckt, einen vorderen Grill 22, welcher eine vordere Fläche des Fahrzeugkörpers abdeckt, ein Paar Scheinwerfer 14, 14, welche an der vorderen Fläche des Fahrzeugkörpers angebracht sind und eine Stoßstange 15, welche an unteren Abschnitten der Scheinwerfer 14, 14 und des vorderen Grills 22 angebracht ist. Ein Motorraum 16 ist durch die vorderen Kotflügel 11, 11, die Haube 12, den vorderen Grill 22 und die Stoßstange 15 ausgebildet. Der vordere Körper 10 enthält darin die Kühlerbefestigungsstruktur 20. Die Bezugszahlen 17, 18 und 19 sind Vorderräder (eines der Vorderräder ist nicht zu sehen), einer Frontscheibe und Vordertüren (eine der Vordertüren ist nicht zu sehen) zugeordnet.

Die 2 und 3 zeigen die Kühlerbefestigungsstruktur 20 und eine obere Tragstruktur, welche dieser zugeordnet ist.

In den 2 und 3 besteht die Kühlerbefestigungsstruktur 20 aus dem vorderen Grill 22, welcher vor dem Kühler 21 angeordnet ist, einer oberen Tragstruktur 23, welche einen oberen Abschnitt des Kühlers 21 durch ein elastisches Tragmittel 31 abstützt, und einer unteren Tragstruktur 24, welche einen unteren Abschnitt des Kühlers 21 abstützt.

Der Kühler 21 hat einen Körper 25, dessen oberes Ende mit einem oberen Tragbolzen 26 versehen ist. Das untere Ende des Kühlerkörpers 25 ist mit einem unteren Tragbolzen 27 ausgebildet. Ein elektrischer Ventilator 28 ist an einer Rückseite des Kühlers 25 befestigt. Der vordere Grill 22 hat einen Vorsprung 29, welcher sich zu dem Kühler 21 hin erstreckt.

Der obere Abschnitt des Kühlers 21 ist durch die obere Tragstruktur 23 mittels des oberen Tragbolzens 26 fest abgestützt. Der untere Abschnitt des Kühlers 21 ist durch die untere Tragstruktur 24 mittels des unteren Tragbolzens 27 fest abgestützt.

Das elastische Tragmittel 31 besteht aus einer Halterung 34, deren eines Ende fest an einem oberen Querelement 32 befestigt ist. Das andere Ende der Halterung 34 ist mit einer Montagebohrung 35 ausgebildet. Wie in 3 gezeigt, ist die Montagebohrung 35 mit einem oberen Traggummi 36 versehen. Der Traggummi 36 ist mit einer Eingriffsöffnung 37 ausgebildet, mit welcher der obere Tragbolzen 26 im Eingriff ist.

Die Bezugszahlen 38, 38 sind Bolzen zugeordnet zum unbeweglichen Befestigen der Halterung 34 an dem oberen Querelement 32 und die Bezugszahlen 32a, 32a sind in dem oberen Querelement 32 ausgebildeten Gewindeabschnitten zugeordnet.

Die Halterung 32 ist so konfiguriert, dass sie ein im Wesentlichen flach ausgebildetes Element hat. Das eine Ende der Halterung 32 ist mit kleinen Bohrungen 34a, 34a ausgebildet, um den Bolzen 38, 38 dadurch zu ermöglichen, fest an dem oberen Querelement 32 befestigt zu werden, und auch sein anderes Ende ist mit einer Montagebohrung 35 ausgebildet, in welche der obere Traggummi 36 eingesetzt wird. Beide Seiten der Halterung 34 sind mit aufrechten Rippen 34b, 34c ausgebildet, um die Halterung 34 zu verstärken. Die Montagebohrung 35 ist so ausgebildet, dass sie eine längliche Kreiskonfiguration hat, welche mit Montageabschnitten 35a, 35a ausgebildet ist, welche jeweils vertiefte Abschnitte 35b, 35b haben, um die Verformung des oberen Traggummis 36 während des Einsetzens des oberen Tragbolzens 26 in die Eingriffsöffnung des oberen Traggummis 36 zu erleichtern.

Die Umfangswand des oberen Traggummis 36 ist mit einer Ausnehmung 36a ausgebildet, welche an den Montageabschnitten 35a, 35a der Montagebohrung 35 angebracht ist. Die Eingriffsöffnung 37 des oberen Traggummis 36 ist mit einem Halteabschnitt 37a ausgebildet, in welchen der obere Tragbolzen 26 des Kühlers 21 eingesetzt ist, und einem Öffnungsabschnitt 37b, welcher zu einem hinteren Abschnitt des Fahrzeugs hin gerichtet ist, um das Lösen des oberen Tragbolzens 26 des Kühlers 21 von dem Halteabschnitt 37a zu erleichtern. Die Bezugszahlen 36b, 36b sind mittleren Abschnitten des oberen Traggummis 36 zugeordnet.

4 zeigt eine detaillierte Struktur der unteren Tragstruktur 24.

Die untere Tragstruktur 24 hat eine Tragstütze 43, welche fest an dem unteren Querelement 42 befestigt ist, und einen unteren Traggummi 44, welcher an der Tragstütze 43 befestigt ist, um den unteren Tragbolzen 27 des Kühlers 21 elastisch zu stützen. Der untere Traggummi 44 ist elastisch verformbar. Aus diesem Grund ist der Kühler 21 folglich derart abgestützt, dass er um eine Mitte des unteren Tragbolzens 27 kippt, wie in 4 durch eine Phantomlinie gezeigt.

Das untere Tragelement 42 ist vor dem Kühler 21 angeordnet und umfasst einen oberen Rahmen 46 und einen unteren Rahmen 47, an welchen ein Verstärkungselement 48 angebracht ist.

Die untere Tragstütze 43 hat einen Montageabschnitt 43a, durch welchen die untere Tragstütze 43 an dem unteren Querelement 42 angebracht ist, und einen Tragabschnitt 43b, um den unteren Traggummi 44 zu tragen.

Wie bereits erwähnt, besteht der untere Traggummi 44 aus einem elastisch verformbaren Gummi, welcher ein Paar Fußabschnitte 44a, die von der unteren Tragstütze 43 getragen sind, einen Ausnehmungsabschnitt 44b, mit welchem der untere Tragbolzen 27 des Kühlers 21 im Eingriff ist, und eine Tragfläche 44c zum Stützen des unteren Endes des Kühlers 21 hat.

Nun wird nachstehend die Funktion der oben behandelten Kühlerbefestigungsstruktur 20 unter Bezugnahme auf die 5A bis 5C beschrieben.

In der 5A kommt das Hindernis M aus einem oberen und vorderen Bereich des Fahrzeugkörpers, um dadurch in einer durch einen Pfeil ➀ angedeuteten Richtung gegen den Fahrzeugkörper zu prallen.

In 5B drückt das Hindernis M die Haube 12 zusammen, während es den vorderen Grill 22 zu einem hinteren Abschnitt des Fahrzeugkörpers drückt, wodurch der Vorsprung 29 des vorderen Grills 22 den oberen Abschnitt des Kühlers 21 rückwärts in eine durch einen Pfeil ➁ gezeigte Richtung drückt. In diesem Fall beginnt der Kühler 21 zu dem hinteren Abschnitt des Fahrzeugkörpers um die Mitte des unteren Tragbolzens 27 des Kühlers 21 in einer durch einen Pfeil ➂ gezeigten Richtung zu kippen.

In 5C drückt der Vorsprung 29 des vorderen Grills 22 den oberen Abschnitt des Kühlers 21 weiter und so wird der obere Tragbolzen 26 von dem elastischen Tragelement 31 gelöst, so dass der Kühler 21 in einer durch einen Pfeil ➃ gezeigten Richtung weiter nach hinten gekippt wird.

Da das obere Querelement 32 an dem hinteren Abschnitt des Kühlers 21 so angeordnet ist, dass es den Hub des Kühlers 21 während seiner Kippbewegung aufhält, kann der Kühler 21 während des obigen Kippschritts rückwärts kippen, ohne gegen das obige Querelement 32 zu prallen.

Die Kühlerbefestigungsstruktur 20 funktioniert nämlich derart, dass beispielsweise dann, wenn das Hindernis M gegen die Haube 12 prallt, die Haube 12 verformt wird, während zur selben Zeit der vordere Grill 22 nach hinten gedrückt wird, um zu bewirken, dass der Vorsprung 29 den Kühler 21 in der selben Richtung drückt, wodurch dann, wenn auf den Kühler 21 eine äußere Kraft ausgeübt wird, welche größer als der vorgegebene Wert ist, in dem rückwärtigen Abschnitt des Fahrzeugkörpers der obere Tragbolzen 26 des Kühlers 21 von dem elastischen Tragmittel 31 gelöst wird, um auf diese Weise die Kippbewegung des Kühlers 21 nach hinten um die Mitte des oberen Tragbolzens 27 zu ermöglichen. Als Ergebnis kann sich die Haube 12 dann, wenn das Hindernis M gegen die Haube 12 prallt, in einem vorgegebenen Raum verformen, während sie den durch das Hindernis M ausgeübten Aufprall absorbiert, um auf diese Weise den auf das Hindernis M ausgeübten Stoß abzuschwächen. Aus diesem Grund ist beim strukturellen Design des Fahrzeugkörpers keine Einschränkung notwendig und der Fahrzeugkörper muss auch nicht länger oder schwerer sein. Folglich ist es möglich, die Kühlerbefestigungsstruktur 20 zu realisieren, welche es ermöglicht, innerhalb des gegebenen Raums die auf das Hindernis M ausgeübte mechanische Einwirkung ausreichend abzuschwächen.

Die 6A bis 6C zeigen einen Verformungszustand des elastischen Traggummis 36.

Wenn in 6A eine äußere Kraft in der durch einen Pfeil ➄ gezeigten rückwärtigen Richtung des Fahrzeugkörpers auf den oberen Tragbolzen 26 ausgeübt wird, wird die Eingriffsöffnung 37 des elastischen Traggummis 36 Kräften in durch Pfeile ➅ gezeigte Richtungen ausgesetzt, um die Öffnung 37b zu öffnen.

Wenn sich in 6B der obere Tragbolzen 26 in der rückwärtigen Richtung des Fahrzeugkörpers in einer durch einen Pfeil gezeigten Richtung bewegt, werden die mittleren Abschnitte 36b des elastischen Traggummis 36 in durch Pfeile ➇, ➇ gezeigte Richtungen verformt, da die Montagebohrung 35 der Halterung 34 die Vertiefungen 35b, 35b hat. Wenn die mittleren Abschnitte 36b, 36b in der obigen Weise verformt werden, nimmt eine Öffnungsweite A der Öffnung 37b zu und daher löst sich der obere Tragbolzen 26 leicht von dem Halteabschnitt 37a.

In 6C bewegt sich der obere Tragbolzen 26 weiter in der rückwärtigen Richtung des Fahrzeugkörpers, wie durch einen Pfeil ➈ gezeigt, und folglich löst sich der obere Tragbolzen 26 von dem elastischen Tragmittel 31 (siehe 2). Da nämlich die Montagebohrung 35 ausgebildet ist durch die Montageabschnitte 35a, 35a zum Stützen des Traggummis 36 und die Vertiefungen 35b, 35b, um dem Traggummi 36 zu gestatten, sich seitwärts aufzuweiten, kann der Traggummi 36 leicht verformt werden. Da ferner die Eingriffsbohrung 37 ausgebildet ist durch den Halteabschnitt 37b, an dem der obere Tragbolzen 26 angebracht ist, und den Öffnungsabschnitt 37b, welcher mit dem Halteabschnitt 37a zusammenhängt und in der rückwärtigen Richtung des Fahrzeugkörpers öffnet, ermöglicht es der Traggummi 36, den oberen Tragbolzen 26 des Kühlers 21 leicht von diesem zu lösen (siehe 2).

Eine bekannte Kühlerbefestigungsstruktur ist in den 7A und 7B zum Vergleich hinsichtlich der Funktion mit der oben beschriebenen Kühlerbefestigungsstruktur beispielhaft erläutert.

Wie in 7A gezeigt, hat die bekannte Kühlerbefestigungsstruktur 100 eine Struktur, bei der ein unterer Abschnitt eines Kühlers 104 abgestützt ist durch ein unteres Querelement 101 mittels einer Tragstütze 102, welche an dem unteren Querelement 101 befestigt ist, und eines unteren Traggummis 103, welcher das untere Ende des Kühlers 104 stützt, wohingegen ein oberes Ende des Kühlers 104 durch ein oberes Querelement 105 fest abgestützt ist, welches vor dem Kühler 104 angeordnet ist, mittels einer Halterung 106 und eines oberen Traggummis 107. Das Hindernis M prallt gegen eine Haube 108 von einer Vorderseite des Fahrzeugkörpers, wie durch einen Pfeil a gezeigt.

In 7B drückt das Hindernis M die Haube 108 zusammen, wie durch einen Pfeil b gezeigt. In diesem Fall wird die Haube 108 dazu veranlasst, gegen das obere Querelement 105 zu prallen und mit dem Kühler 104 in Kontakt gebracht zu werden. Somit wird auf das Hindernis M eine große Aufprallkraft ausgeübt. Wenn jedoch das obere Querelement 105 an einer Rückseite des Kühlers 104 angeordnet ist und das Hindernis M direkt in Kontakt mit dem Kühler 104 gebracht wird, ohne das obere Querelement 105 zu berühren, wird die auf das Hindernis M wirkende Aufprallkraft groß, da der obere Abschnitt des Kühlers 104 nicht um die Mitte des unteren Endes des Kühlers 104 kippen kann.

Obwohl in der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung der Kühler 21 so gezeigt und beschrieben ist, dass sein oberes Ende mit einem einzelnen aufrechten Tragbolzen 26 ausgebildet ist, welcher von einem einzelnen elastischen Tragmittel 31 abgestützt ist, ist das grundsätzliche Konzept der vorliegenden Erfindung nicht auf die oben behandelte Ausführungsform beschränkt und kann derart modifiziert sein, dass das obere Ende des Kühlers mit einer Mehrzahl von Bolzen ausgebildet ist, welche jeweils durch eine Mehrzahl von elastischen Tragmitteln getragen sind.

Es ist nunmehr aus der vorangehenden Beschreibung einzusehen, dass bei der oben behandelten Ausführungsform der vor dem Kühler angeordnete vordere Grill mit den sich zu dem Kühler hin erstreckenden Vorsprüngen ausgebildet ist und dass dann, wenn die Haube aus irgendwelchen Gründen, wie z.B. einen Aufprall gegen das Hindernis, verformt wird, der vordere Grill nach hinten gedrängt wird, um auf diese Weise zu bewirken, dass der Vorsprung den Kühler drückt. Als Ergebnis kann die Haube ausreichend verformt werden, während die Aufprallkraft des Hindernisses in dem begrenzten Raum absorbiert wird, und folglich kann die auf das Hindernis ausgeübte Aufprallkraft effektiv verringert werden, ohne eine Beschränkung im strukturellen Design des Fahrzeugkörpers zu bewirken und ohne die Länge und das Gewicht des Fahrzeugs zu erhöhen. Es ist nämlich möglich, eine Kühlerbefestigungsstruktur bereitzustellen, welche es ermöglicht, die auf das Hindernis ausgeübte Aufprallkraft in dem begrenzten Raum ausreichend zu verringern.


Anspruch[de]
Kühlerbefestigungsstruktur, welche dafür bestimmt ist, mit einem vorderen Teil eines Fahrzeugkörpers verbunden zu werden, wobei der vordere Teil ein oberes und ein unteres Querelement hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur umfasst:

einen Kühler (21), welcher ein oberes Ende mit einem aufrechten Bolzen (26) hat;

einen vorderen Grill (22), welcher vor dem Kühler angeordnet ist und einen zu dem Kühler hin vorstehenden Vorsprung (29) hat;

eine untere Tragstruktur (24), welche an dem unteren Querelement (42) angebracht ist, um ein unteres Ende des Kühlers derart zu stützen, dass der Kühler eine Kippbewegung in einer rückwärtigen Richtung des Fahrzeugs machen kann; und

eine obere Tragstruktur (23), welche an dem oberen Querelement (32) angebracht ist und ein elastisches Tragmittel zum elastischen Stützen des aufrechten Bolzens hat, um dem Bolzen zu ermöglichen, sich von dem elastischen Mittel zu lösen, wenn auf den Kühler über den Vorsprung eine Aufprallkraft ausgeübt wird, welche größer als eine vorgegebene Größe ist.
Kühlerbefestigungsstruktur nach Anspruch 1, wobei das elastische Tragmittel (31) eine Halterung (34) umfasst, welche fest an dem oberen Querelement (32) befestigt ist und eine Montagebohrung (35) hat, und einen Traggummi (36) umfasst, welcher an der Montagebohrung angebracht ist und eine Eingriffsöffnung (37) hat, um den Bolzen (26) darin zu stützen.






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