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Dokumentenidentifikation DE60209126T2 26.10.2006
EP-Veröffentlichungsnummer 0001399940
Titel MINIATUR-LEISTUNGSSCHALTERPOL
Anmelder ABB Service S.r.l., Mailand/Milano, IT
Erfinder ANTONIAZZI, Alberto, I-20080 Zibido San Giacomo, IT;
RINCO, Franco, I-20092 Cinisello Balsamo, IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60209126
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.06.2002
EP-Aktenzeichen 027474345
WO-Anmeldetag 21.06.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/EP02/07041
WO-Veröffentlichungsnummer 2003001549
WO-Veröffentlichungsdatum 03.01.2003
EP-Offenlegungsdatum 24.03.2004
EP date of grant 08.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.10.2006
IPC-Hauptklasse H01H 73/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Miniaturleistungsschalterpol für Niedrigspannungsanwendungen, d.h. mit Betriebsspannungen von bis zum 1000 Volt.

Wie es bekannt ist, verwenden elektrische Niederspannungssysteme geeignete Schutzvorrichtungen, speziell im Stand der Technik als modulare Leistungsschalter oder Miniaturleistungsschalter bezeichnet.

Diese Leistungsschalter sind dimensionell dadurch gekennzeichnet, dass ihre Breite gleich ist, oder einer Vielzahl von der Breite des Standardmoduls abhängig von der Anzahl der verwendeten Pole, wie beschrieben durch die internationalen Standards und das sie normalerweise verwendet werden, indem sie auf geeigneten Stützelementen montiert werden, z.B. DIN-Schienen, die wiederum gewöhnlich innerhalb geeigneter Schaltschränke bereitgestellt werden.

Eines der Haupterfordernisse von modularen Leistungsschaltern, ob sie nun von der Reststrombauart oder der magnetothermalen Bauart seien, ist die Möglichkeit, geeignete Sicherheitsniveaus sicherzustellen, gegenüber irgendwelchen Fehlern oder Fehlfunktionen, die im System auftreten, mit raschen Auslösezeiten, während sie selbst den geringstmöglichen Raum einnehmen. Speziell wegen der Anwendungsart, für die sie bestimmt sind, ist es besonders begrüßenswert, dass der Raum den sie belegen so klein wie möglich ist, sodass es für einen gleichen zur Verfügung stehenden Raum möglich ist, die Anzahl der Vorrichtungen, die verwendet werden können zu erhöhen, oder den benötigten Raum für eine gleiche Anzahl von Vorrichtungen zu verringern.

Dieses Erfordernis ist speziell wichtig im Fall von Miniatur- oder modularen magnetothermalen Leistungsschaltern der Art, auf welche sich die vorliegende Erfindung bezieht, weil diese Vorrichtungen so ausgedacht sind, dass sie ein geeignetes Schutzniveau bereitstellen, sowohl gegen mögliche Überlastzustände, als auch vor allen Dingen gegen Ströme, die durch Kurzschlussfehler veranlasst werden; im Falle eines Kurzschlusses, erreichen die in Betracht stehenden Ströme gewöhnlich sehr hohe Werte, und ihre Unterbrechung erfordert geeignete elektrische und mechanische Stärkeeigenschaften, welche, um Erhalten zu werden, die Verwendung von Bauteilen erfordern, die geeignete Abmessungen aufweisen und die gemäß entsprechenden speziellen Konfigurationen angeordnet sind, was schließlich die Gesamtabmessungen des Leistungsschalters beeinträchtigt uns speziell seine Breite.

Gegenwärtig wurden in bekannten Arten von Miniaturleistungsschaltern, um einen akzeptablen Kompromiss zwischen dem Abmessungserfordernis und der zur Verfügung gestellten Leistung zu Erreichen, speziell was die Unterbrechungsleistung bei Kurzschlussbedingungen betrifft, auf der einen Seite Lösungen entwickelt, in welchen die Unterbrechungsleistung erhöht wurde, in dem die Abmessungen der verwendeten Bauteile erhöht wurden, und in dem spezielle konstruktive Konfigurationen angenommen wurden, die entsprechend die Breite des Leistungsschalters in Bezug auf die Breite eines Standardbasismoduls erhöhten, und andererseits wurde die Standardbreite beibehalten, aber Leistungsschalter mit verminderter Unterbrechungsleistung wurden vermarktet. Das Schriftstück EP 619592 zeigt einen solchen Leistungsschalter.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Niederspannungsminiaturleistungsschalterpool bereitzustellen, der es ermöglicht, die Nachteile des bekannten Standes der Technik zu vermeiden, welcher speziell im Bezug auf bekannte modulare Leistungsschalter, die eine Standardbreite aufweisen, es ermöglicht, beträchtlich seine Leistung zu erhöhen, spezieller seine Unterbrechungsleistung bei Kurzschlussbedingungen, ohne dadurch ein entsprechendes Anwachsen in den Abmessungen und speziell in der Breite zu erfordern.

Dieses Ziel und andere Aufgaben, welche nachfolgend klar werden, werden erreicht durch einen Einzelminiaturleistungsschalterpool, der aufweist:

  • – ein Gehäuse, auf welchem es zwei Anschlüsse zur Verbindung gibt, einen Eingang und einen Ausgang vom Leistungsschalter, für eine Phase eines elektrischen Niederspannungsschaltkreises, wobei das Gehäuse eine Vorderwand aufweist, von welcher ein Betätigungshebel vorspringt, eine Hinterwand zur Kopplung an ein Stützelement, zwei Seitenwände, die im Wesentlichen zueinander parallel sind und deren Abstand gleich ist dem eines Basismoduls M, eine obere Wand und eine untere Wand, wobei innerhalb des Gehäuses bereitgestellt sind:
  • – feste und bewegliche Kontaktmittel, die beiderseitig getrennt werden können, um den Stromfluss in der Phase zu unterbrechen;
  • – ein kinematischer Mechanismus, der betreibbar mit dem Betätigungshebel verbunden ist und der geeignet ist, die beweglichen Kontaktmittel zu bewegen;
  • – Lichtbogenlöschmittel;
  • – eine Vorrichtung zum Schutz gegen Kurzschlüsse, welche eine Spule aufweist und einen beweglichen Schlagbolzen, der geeignet ist um betreibbar mit dem kinematischen Mechanismus zusammen zu arbeiten;
  • – eine Vorrichtung zum Schutz gegen Überlasten, welche ein hitzeempfindliches Element aufweist, das geeignet ist betreibbar mit dem kinematischen Mechanismus zusammen zu arbeiten;
  • – wobei die festen und beweglichen Kontaktmittel ein erstes Paar von Kontakten aufweisen, welche einen ersten festen Kontakt und einen ersten beweglichen Kontakt aufweisen, und ein zweites Paar von Kontakten, die einen zweiten festen Kontakt und einen zweiten beweglichen Kontakt aufweisen, eine erste Lichtbogenlöschkammer und eine zweite Lichtbogenlöschkammer, die jeweils den ersten und zweiten Paaren von Kontakten zugeordnet sind, wobei die ersten und zweiten Kontaktpaare elektrisch hintereinander geschaltet sind, miteinander und dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Kontaktpaare von Strömen durchkreuzt werden, die die gleiche Richtung haben.

Auf diese Weise ist der Leistungsschalter gemäß der Erfindung dazu in der Lage eine funktionale Leistungsfähigkeit bereitzustellen, die beträchtlich verbessert ist in Bezug auf den bekannten Stand der Technik, während er für optimierte Raumerfordernisse sorgt.

Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden aus der Beschreibung der bevorzugten aber nicht ausschließlichen Ausführungsformen des Leistungsschalters gemäß der Erfindung klar werden, die lediglich als nicht beschränkendes Beispiel in den beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, worin:

1 eine perspektivische Ansicht des Leistungsschalters gemäß der Erfindung ist;

2 eine andere perspektivische Ansicht ist, die im Detail die Bauteile des Leistungsschalters aus 1 zeigt;

3 eine perspektivische Ansicht der Bauteile des Leistungsschalters gemäß der Erfindung ist, genommen entlang der gegenüberliegenden Seite mit Bezug auf 2;

4 eine schematische Ansicht der Anordnung der ersten Flusslinien des magnetischen Feldes außerhalb des Bogrens in Überspannungsbedingungen ist, wenn sich die Kontakte trennen;

5 ein Schaltplan des Leistungsschalters gemäß der Erfindung ist.

Im Bezug auf die zitierten Figuren, umfasst der Miniaturleistungsschalterpol gemäß der Erfindung ein Gehäuse 1, welches aufweist: eine Vorderwand 2, von der ein Betätigungshebel 3 vorspringt, wobei der Hebel mit dem Gehäuse so gekoppelt ist, dass er sich ein ein bereitgestelltes Schwenkgelenk drehen kann; eine Rückwand 4 welche in geeigneter Weise geformt ist, um das Koppeln mit einer Stützführung zu erleichtern, die nicht gezeigt ist, z.B. einer DIN-Schiene; zwei Seitenwände 5 und 6, welche im Wesentlichen zueinander parallel sind und deren Abstand gleich dem eines Basismoduls M, die Breite des Leistungsschalters vorgibt; eine Oberwand 7 und eine Unterwand 8, ferner sind auf dem Gehäuse zwei Anschlüsse 9 vorhanden, von denen lediglich einer teilweise sichtbar ist in 1, mit entsprechenden Klemmanschlüssen zur Verbindung im Eingang und im Ausgang vom Leistungsschalter mit der Phase eines elektrischen Niederspannungsschaltkreises, den der Pol schützen soll; die Anschlüsse 9 können, wie in 1 gezeigt, an der Ober- und Unterwand bereitgestellt werden, oder können verschieden angeordnet sein.

Speziell ist das Basismodul, in dem die normalen Herstellertoleranzen in Betracht gezogen werden, gleich 17,5 mm, in Betracht gezogen werden, wie beschrieben durch den DIN-Standard DIN43880.

Die funktionalen Bauteile des Leistungsschalters sind innerhalb im Gehäuse 1 angeordnet, auf eine Weise die klar werden wird aus der nachfolgenden Beschreibung und weisen auf: feste und bewegliche Kontaktmittel, die beiderseitig getrennt werden können, um den Stromfluss in der Phase der Schaltung zu trennen; einen kinematischen Mechanismus an sich bekannt, allgemein bezeichnet durch das Bezugszeichen 10, welcher betreibbar mit dem Betätigungshebel 3 verbunden ist und geeignet ist, die beweglichen Kontaktmittel zu bewegen; Lichtbogenlöschmittel; eine Vorrichtung zum Schutz gegen beliebige Kurzschlussfehler; und eine Vorrichtung zum Schutz gegen Überlasten.

Speziell, entsprechend Ausführungsformen, die im Stand der Technik weitreichend bekannt sind, und deswegen nicht im Detail beschrieben werden, ist die Vorrichtung zum Schutz gegen Kurzschlüsse eine Vorrichtung der elektromagnetischen Bauart und umfasst eine Spule 11, welche um ein Stützelement 12 herumgewunden ist, einen Schlauchbolzen 13, welcher betreibbar der Spule 11 zugeordnet ist und lediglich teilweise in 2 und 3 gezeigt wird; wobei der Schlagbolzen 13 innerhalb der Windungen der Spule 11 angeordnet ist und sich entlang der Richtung bewegen kann, die die obere Wand 7 und die untere Wand 8 verbindet, sodass bei Kurzschlussbedingungen er betreibbar mit dem kinematischen Mechanismus 10 zusammenarbeitet, indem er ihn betätigt, und schließlich die Trennung der Kontakte und die Unterbrechung der Stromflüsse in der zu schützenden Phase bewirkt.

Wiederum umfasst die Vorrichtung zum Schutz gegen Überlasten ein hitzeempfindliches Element 14, z.B. ein Bimetallblech, welches elektrisch mit dem Verbindungsanschluss 9 verbunden ist; wobei das Element 14 betreibbar im kinematischen Mechanismus 10 so zusammenarbeiten kann, dass er es zum Auslösen bringen kann, wenn eine Überlast, die einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet, auftritt, und folglich ebenso die Trennung der Kontakte und Unterbrechung des Stromflusses in der Phase bewirkt.

Vorteilhaft umfassen in der Ausführungsform des Leistungsschalters gemäß der Erfindung die festen und beweglichen Kontaktmittel ein Paar von Kontakten, welche mit einem ersten festen Kontakt 15 und ersten beweglichen Kontakt 16 ausgestattet sind, welches elektrisch mit dem Element 14 über einen geeigneten Leiter verbunden ist, typischerweise eine nachgiebige Litze 19, und ein zweites Kontaktpaar, welches einen zweiten festen Kontakt 17 und einen zweiten beweglichen Kontakt 18 bereitstellt, wobei die zweit Kontaktpaare 1516 und 1718 elektrisch hintereinander geschaltet sind, auf eine Weise die im Einzelnen nachfolgend beschrieben werden wird.

Speziell wie in 2 und 3 gezeigt, sind der erste feste Kontakt 15 und der zweite feste Kontakt 17 Seite an Seite in geeignetem Abstand entlang der Linie angeordnet, die die Seitenwände 5 und 6 schneidet, d.h. entlang der kürzesten Abmessung des Leistungsschalters, d.h. der Breite M; ferner sind die Kontakte 15 und 17 so angeordnet, dass die Oberflächen, welche sich für elektrische Kopplung den entsprechenden beweglichen Kontakten anbieten, zur Wand 8 zeigen und deswegen transversal zur Vorderwand und Hinterwand des Gehäuses liegen, ebenso wie zu den Seitenwänden.

Wiederum sind der erste bewegliche Kontakt 16 und der zweite bewegliche Kontakt 18 vorteilhaft mit Mitteln ausgestattet, von zwei konturierten Leitkörpern, welche strukturell voneinander getrennt sind und so montiert sind, dass sie auf einem Kontakthalter 29 des kinematischen Mechanismus 10 beabstandet sind, in einem Abstand, der dem Abstand zwischen den festen Kontakten 15 und 17 entspricht; der bewegliche Kontakthalter 29 ist innerhalb des Gehäuses angeordnet und rotiert um eine Achse 20 herum, die entlang einer Linie gerichtet ist, die die Seitenwände 5 und 6 verbindet und deswegen im Wesentlichen parallel zur Rotationswelle 21 des Betätigungshebels 3 ist.

In Verbindung weisen in der Ausführungsform des Leistungsschalters gemäß der Erfindung die Lichtbogenlöschmittel, zwei Lichtbogenlöschkammern 22 und 23 auf, von denen jede betreibbar einem Kontaktpaar zugeordnet ist, die durch Bezugszeichen 1516 und 1718 jeweils bezeichnet werden; wobei die Lichtbogenlöschkammern 22 und 23 beiderseits Seite an Seite proximat der Rückwand 4 angeordnet sind, sodass jede an die entsprechende Seitenwand 5 und 6 angrenzt, und welche durch eine Abtrennung 24 getrennt wird, die aus Kunststoffmaterial hergestellt ist, die zwischen ihnen eingefügt ist. Um die Führung und Löschung von beliebigen Lichtbögen zu optimieren, sind darüber hinaus zwei entsprechende Lichtbogenleiter bezeichnet durch die Bezugszeichen 2526 und 2728 jeweils jeder Kammer 22 und 23 zugeordnet. Speziell ist ein erster Lichtbogenleiter 25 elektrisch mit dem Verbindungsanschluss 9 verbunden und ist so geformt, dass sein freies Ende an der Basis der Kammer 22 angeordnet ist, während ein zweiter Bogenführungsleiter 26, auf welchem der erste Kontakt 15 befestigt ist, elektrisch mit der Spule 11 an einem Ende verbunden ist und ein weiteres Ende aufweist, das frei ist und am oberen Teil der Kammer 22 angeordnet ist. Wiederum werden die zwei Bogenführungsleiter, die der Kammer 23 zugeordnet sind, durch einen dritten Leiter 27 aufgebaut, welcher elektrisch mittels einer zweiten nachgiebigen Litze 19 mit dem zweiten beweglichen Kontakt 18 verbunden ist und der so konfiguriert ist, dass sein freies Ende an der Basis der Kammer 23 angeordnet ist, und durch einen vierten Leiter 28, auf welchem der zweite feste Kontakt 17 befestigt ist, wobei der zweite feste Kontakt elektrisch mit dem zweiten Anschluss 9 verbunden ist, und einen Teil hat, der am oberen Teil der Kammer 23 angeordnet ist.

Vorteilhaft verwendet der Leistungsschalter gemäß der Erfindung einen Ergänzungsleiter 30, dessen erstes Ende mit der Spule 11 verbunden ist und dessen zweites Ende mit dem Bogenführungsleiter 27 verbunden ist, der der Kammer 23 zugeordnet ist; speziell hat in der Ausführungsform, die in 2 und 3 gezeigt ist, der Ergänzungsleiter einen ersten Teil 31, in welchem ein Ende frei ist und mit der Spule verbunden ist, und im rechten Winkel zur Achse der Spule liegt, und einen zweiten Teil, welcher den ersten Teil 31 fortführt und darauf senkrecht entlang der Linie liegt, welche die Wände 7 und 8 verbindet, und so angeordnet ist, dass ein Teil davon lateral an die Spule 11 angrenzt, wobei sein freies Ende mit dem Leiter 27 verbunden ist. Entsprechend sind der erste feste Kontakt 15 und der zweite bewegliche Kontakt 18 elektrisch hintereinander geschaltet, mit der Zwischenfügung der Spule 11, des Ergänzungsleiters 30, dem Bogenführungsleiter 27 und der zweiten nachgiebigen Litze 19, die den Schaltkreis aus 5 bereitstellen.

Auf diese Weise, sind deswegen aufgrund der Anordnung der verschiedenen Bauteile und des Aufbaus der elektrischen Verbindungen unter den Teilen, die zwei Kontaktpaare 1516 und 1718 elektrisch hintereinander geschaltet und nah zueinander angeordnet und so, dass sie unter normalen Betriebsbedingungen von Strömen gekreuzt werden, die die gleich Richtung haben.

Entsprechend, wenn sich die Kontakte aufgrund einer Kurzschlussbedingung trennen, werden zwei Lichtbögen, die schematisch mit den Bezugszeichen 40 in 4 bezeichnet und elektrisch hintereinander geschaltet zwischen den Kontaktpaaren 1516 und 1718 erzeugt; entsprechend werden die Paare von Kontaktführungsleitern, auf welchen sich die Wurzeln der Bögen 40 bewegen, durch entsprechende magnetische Felder beeinträchtigt, deren Flusslinien 41 die gleiche Richtung haben und sich wenigstens teilweise überlappen. Auf diese Weise arbeiten die Magnetfelder in synergetischer Weise zusammen, um eine Kraft zu erzeugen, die auf die Bögen einwirkt, und ihre schnellere und wirksamere Löschung ermöglicht. Speziell aufgrund der Gegenwart der zwei Kontaktpaare und der Überlappung der Magnetfelder, ist der Leistungsschalter gemäß der Erfindung in der Lage, den Stromfluss in der Phase von zwei Bereichen zu unterbrechen, die elektrisch hintereinander geschaltet sind, mit einer Unterbrechungsleistung, welche tatsächlich aufgrund des synergetischen oben erwähnten Effektes überraschend hoch ist, in einigen Fällen sogar höher als das Doppelte des Wertes der Unterbrechungsleistung eines einzigen Kontaktpaares, das Teil des Pols der vorliegenden Erfindung ist. In der Praxis wurde herausgefunden, dass der Leistungsschalter gemäß der Erfindung vollständig das beabsichtigte Ziel erreicht, weil aufgrund der Anordnung der verschiedenen Bauteile und des Aufbaus ihrer gegenseitigen elektrischen Verbindung er es ermöglicht, eine funktionale Leistungsfähigkeit zu erhalten, die beträchtlich in Bezug auf bekannte Leistungsschalter von gleichen Abmessungen erhöht ist und speziell von gleicher Breite. Ferner, zusätzlich zu den oben zitierten Vorteilen, sorgt die Möglichkeit zwei bewegliche Kontakte zu haben, die strukturell beiderseitig getrennt sind, dafür, Schutzauslösungen zu haben, wenngleich auch beschränkt, sogar auch wenn einer der beweglichen Kontakte, sich an einen entsprechenden festen Kontakt geschweißt hat.


Anspruch[de]
Ein Einzelminiaturleistungsschalterpols aufweisend:

– ein Gehäuse (1), auf welchem zwei Verbindungsanschlüsse (9) angeordnet sind, im Eingang und Ausgang vom Leistungsschalter, für eine Phase eines elektrischen Niederspannungsschaltkreises;

wobei das Gehäuse (1) eine Vorderwand (2) hat, von der ein Betätigungshebel (3) vorspringt, eine Hinterwand (4), zum Koppeln an ein Stützelement, zwei Seitenwände (5, 6), die im Wesentlichen zueinander parallel sind und deren Abstand gleich ist dem eines Basismoduls M, eine Oberwand (7) und eine Unterwand (8), wobei innerhalb des Gehäuses (1) bereitgestellt werden:

– feste (15, 17) und bewegliche (16, 18) Kontaktmittel, die voneinander getrennt werden können, um den Stromfluss in der Phase zu trennen;

– ein kinematischer Mechanismus (10) der betreibbar mit dem Betätigungshebel (3) verbunden ist und dazu geeignet ist, die beweglichen Kontaktmittel zu bewegen;

– Lichtbogenlöschmittel (22, 23);

– eine Vorrichtung zum Schutz gegenüber Kurzschlüssen, welche eine Spule (11) aufweist und einen beweglichen Schlagbolzen (13), der dazu geeignet ist, betreibbar mit dem kinematischen Mechanismus (10) zusammen zu arbeiten;

– eine Vorrichtung zum Schutz gegen Überlasten, welche ein hitzeempfindliches Element aufweist, das geeignet ist, um betreibbar mit dem kinetischen Mechanismus (10) zusammen zu arbeiten;

wobei die fixen (15, 17) und beweglichen (16, 18) Kontaktmittel ein Kontaktpaar (15, 16) aufweisen, das einen ersten festen Kontakt (15) hat und einen ersten beweglichen Kontakt (16) und ein zweites Kontaktpaar (17, 18), das einen zweiten festen Kontakt (17) und einen zweiten beweglichen Kontakt (18) aufweist, eine erste Bogenlöschkammer (22) und eine zweite Bogenlöschkammer (23), die jeweils den ersten (15, 16) und zweiten (17, 18) Kontaktpaaren zugeordnet sind, wobei die ersten (15, 16) und zweiten (17, 18) Kontaktpaare mit einander elektrisch hintereinander geschaltet sind und dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Kontaktpaare im Betrieb von Strömen durchkreuzt werden, die die gleiche Richtung haben.
Der Leistungsschalter gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass das Basismodul M gleich ungefähr 17,5 mm ist. Der Leistungsschalter gemäß Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, dass der erste bewegliche Kontakt und die zweiten beweglichen Kontakte mit Mitteln von 2 konturierten Leitkörpern ausgestattet sind, welche strukturell voneinander getrennt sind. Der Leistungsschalter gemäß Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, dass die ersten und zweiten beweglichen Kontakte so montiert sind, dass sie voneinander beabstandet sind, auf einem Kontakthalter des kinematischen Mechanismus, wobei der Kontakthalter im Gehäuse so angeordnet ist, dass er sich um eine Achse dreht, die entlang einer Linie liegt, welche die Seitenwände verbindet. Der Leistungsschalter gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche gekennzeichnet dadurch, dass zwei entsprechenden Bogenführungsleiter den ersten und zweiten Bogenlöschkammern zugeordnet sind, wobei ein erster der Bogenführungsleiter elektrisch mit einem ersten Verbindungsanschluss verbunden ist und ein freies Ende aufweist, dass an einem Ende der ersten Kammer angeordnet ist, wobei ein zweiter der Bogenführungsleiter, auf welchem der erste feste Kontakt befestigt ist, ein erstes Ende aufweist, das elektrisch mit der Spule verbunden ist, und dessen zweites Ende am zweiten Ende der ersten Kammer angeordnet ist, wobei ein dritter Bogenführungsleiter elektrisch mittels eines Verbindungsleiters mit dem zweiten beweglichen Kontakt verbunden ist, und ein freies Ende hat, dass an einem Ende der zweiten Kammer angeordnet ist, ein vierter Führungsleiter, auf welchem der zweite bewegliche Kontakt befestigt ist, elektrisch mit einem zweiten Verbindungsanschluss verbunden ist und einen Teil hat, der am zweiten Ende der zweiten Kammer angeordnet ist. Der Leistungsschalter gemäß Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass die ersten und zweiten Kontaktpaare nah zueinander angeordnet sind, sodass wenn sich die jeweiligen Kontakte trennen, sich zwei entsprechende Lichtbögen ausbilden, welche elektrisch hintereinander angeordnet sind, wobei die Bögen auf den Bogenführungsleitern entsprechende magnetische Felder induzieren, deren Flusslinien die gleiche Richtung haben und sich wenigstens teilweise überlappen. Der Leistungsschalter gemäß irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, dass er einen Ergänzungsleiter aufweist, welcher einen ersten Teil hat, der entlang einer Linie liegt, die die oberen und unteren Wände verbindet und teilweise benachbart zur Spule ist, wobei ein Ende mit dem dritten Bogenführungsleiter verbunden ist, und einen zweiten Teil, welcher den ersten Teil fortführt und senkrecht dazu ist, und der ein Ende aufweist, das mit der Spule verbunden ist. Der Leistungsschalter gemäß Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, dass der erste feste Kontakt und der zweite bewegliche Kontakt hintereinander geschaltet sind, die Spule, der Ergängzungsleiter, der dritte Bogenführungsleiter und der Leiter zur Verbindung zwischen dem dritten Bogenführungsleiter und dem zweiten beweglichen Kontakt zwischen dem ersten festen Kontakt und dem zweiten beweglichen Kontakt zwischengefügt sind.






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