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Dokumentenidentifikation DE102006018904A1 02.11.2006
Titel Vorrichtung zur Aufhängung eines Stützlagers für eine Gelenkwelle bei einem Kraftfahrzeug
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder Forsell, Håkan, Södertälje, SE;
Karlsson, Peter, Södertälje, SE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Anmeldedatum 24.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006018904
Offenlegungstag 02.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.2006
IPC-Hauptklasse F16C 11/04(2006.01)A, F, I, 20060424, B, H, DE
Zusammenfassung Vorrichtung (10) zur Aufhängung eines Stützlagers für eine Gelenkwelle bei einem Kraftfahrzeug, die ein in ihrer Einsatzposition quer zur Gelenkwelle gerichtetes Tragblech (12), mit einem zum Tragen des Stützlagers gestalteten unteren Teil (14, 16) und einem zur Befestigung in einem tragenden Teil (24) des Fahrzeugs gestalteten oberen Teil, aufweist.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufhängung eines Stützlagers für eine Gelenkwelle bei einem Kraftfahrzeug, die ein in ihrer Einsatzposition quer zur Gelenkwelle gerichtetes Tragblech mit einem zur Befestigung in einem tragenden Teil des Fahrzeugs gestalteten oberen Teil und einem zum Tragen des Stützlagers gestalteten unteren Teil aufweist. Solche Tragbleche kommen beispielsweise zur Aufnahme eines Stützlagers für Gelenkzwischenwellen bei langen Kraftfahrzeugen zur Anwendung.

Tragbleche der eingangs genannten Art sind bereits bekannt. Bei diesen ist der obere Teil des Tragblechs direkt mit einem tragenden Teil des Fahrzeugs, z. B. einem Querträger des Fahrzeugrahmens, fest verbunden. Bei Betrieb des Fahrzeugs wird das Tragblech, beispielsweise beim Gasgeben und Bremsen, vor- und rückwärts gerichteten Biegevorgängen in der Längsrichtung des Fahrzeugs ausgesetzt. Dies wirkt sich nachteilig auf die Ermüdungsfestigkeit des Tragblechs aus und kann schließlich zu einem Bruch des Tragblechs mit darauf folgendem Ausfall des Antriebsstrangs und etwaiger Beschädigung in der Nähe vorhandener wesentlicher Antriebskomponenten des Fahrzeugs führen. Stützlagerbleche dieser Art weisen häufig eine feste Länge und einen verschiedenen Fahrzeugtypen angepassten Winkel auf.

In GB 629 502 ist eine andere Vorrichtung zur gelenkigen Aufhängung eines Gelenkwellenstützlagers beschrieben, die ein Tragjoch aufweist, das über Gummibuchsen elastisch in einem Rahmenteil in zwei Punkten oberhalb und seitlich des Stützlagers aufgehängt ist und eine Gabel aufweist, die mit ihren Schenkeln auf je einer Seite und über Nadellager gelenkig das Stützlager trägt. Das Stützlager wird hierdurch gelenkig um zwei parallel, quer verlaufende Achsen gelagert. Diese Konstruktion mit mehreren Lagern und Gelenkpunkten ist relativ kompliziert und damit teuer in der Herstellung. Zudem bietet die Konstruktion keine Möglichkeit zur Gestaltung eines teilbaren Modulsystems, bei dem ein oberer Teil der Konstruktion als ein gemeinsames Befestigungsteil für untere Teile, die unterschiedliche Länge (Höhe) zur Anpassung an einen aktuellen Abstand an die darunter liegende Gelenkwelle haben können, ausgeführt sein kann.

Kurzdarstellung der Erfindung

Ein Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Stützlager tragende Vorrichtung vorzuschlagen, die mit einer einfachen Konstruktion eine freie Nachgiebigkeit des Tragbleches in der Längsrichtung des Fahrzeugs gestattet, um Spannungen im Blech aufgrund solcher Bewegungen zu minimieren, die auftreten, wenn das Blech sich in der Längsrichtung bewegen will.

Ein weiterer Zweck besteht darin, eine einfache ein Stützlager tragende Vorrichtung vorzuschlagen, deren Konstruktion eine kostengünstige Anpassung der Höhe ihres Tragbleches an die aktuelle Platzierung des Stützlagers beim Fahrzeug gestattet.

Diese Zwecke erfüllt die eingangs genannte Vorrichtung gemäß der Erfindung durch die im Anspruch 1 aufgeführten kennzeichnenden Merkmale. Durch eine gelenkige Verbindung zwischen dem Tragblech und dem tragenden Fahrzeugteil wird eine Schwenkbewegung des ein Stützlager tragenden Teils des Tragblechs in der Längsrichtung des Fahrzeugs gestattet, wodurch ein Auftreten gefährlicher Spannungen im Tragblech verhindert werden.

Die vorgeschlagene Gelenkigkeit des Tragblechs bietet ferner die Möglichkeit zur Gestaltung einer zweiteiligen Modulkonfiguration der Aufhängungsvorrichtung, bei der ein oberer Teil des Tragblechs als ein dimensionsgemeinsames am Fahrzeug angebautes Befestigungsblech ausgeführt sein kann, das für mehrere Tragbleche von unterschiedlicher Gesamthöhe vorgesehen ist, während ein gelenkig damit verbundener unterer Teil des Tragblechs eine an den aktuellen Abstand zur Gelenkwelle individuell angepasste Höhe (Länge) aufweist.

Vorzugsweise ist das Tragblech im Verhältnis zum tragenden Fahrzeugteil schwenkbar gelagert über ein Scharnier, beispielsweise vom Typ eines Klavierscharniers oder eines mit diesem funktionsmäßig gleichwertigen Scharniers.

Andere kennzeichnende Merkmale und Vorteile der Vorrichtung gemäß der Erfindung gehen aus der nachstehenden ausführlichen Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung hervor.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

1 zeigt in Perspektivdarstellung eine ein Stützlager tragende Konstruktion gemäß der vorliegenden Erfindung.

Ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform

In 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 allgemeine eine Vorrichtung gemäß der Erfindung zur Aufhängung eines Stützlagers für eine Gelenkwelle bei einem Kraftfahrzeug. Die Vorrichtung 10 weist ein Tragblech 12 mit einem oberen, halbzylindrischen Lagerhalterteil 14 an dessen unterem Ende auf. Ein unterer halbzylindrischer Lagerhalterteil 16 ist durch eine Schraubenverbindung 18 fixierbar auf dem unteren Ende des Tragblechs 12, um zusammen mit dem oberen Lagerhalterteil 14 ein nicht dargestelltes Stützlager für eine Gelenkwelle zu halten und zu tragen. Das obere Ende des Tragblechs 12 ist über ein Scharnier 22 gelenkig verbunden mit einem Befestigungsblech 20. Das Befestigungsblech 20 ist an einem im Rahmen oder Gestell des Fahrzeugs befestigten Querträger 24 befestigt. Das Scharnier 22 ist in der dargestellten Ausführung vom Typ „Klavierscharnier", d. h. die gegeneinander gerichteten Enden des Tragblechs 12 und des Befestigungsblechs 20 weisen wechselweise und koaxial zu einander angeordnete Gelenkösen 26 beziehungsweise 28 auf, durch welche sich ein gewindeloser Teil einer als Scharnierzapfen dienenden, lang gestreckten Schraube 30, die mithilfe einer Sicherungsmutter fixiert ist.

Das das Stützlager tragende Tragblech 12 ist durch das quer verlaufende Scharnier 22 in der Längsrichtung der Gelenkwelle und damit des Fahrzeugs frei schwenkbar und kann dadurch solche Längsbewegungen aufnehmen und das Auftreten andernfalls schädlicher Ermüdungsspannungen im Tragblech verhindern. Das Tragblech 12 kann durch seine Schwenkbarkeit im Verhältnis zum Befestigungsblech 20 eine zweiteilige, modularisierte Lageraufhängungseinheit gestalten, wobei das obere Befestigungsblech 20 gemeinsam für Tragbleche 12 von unterschiedlicher Höhe h sein und mit diesen verbunden werden kann, um eine Anpassung an die Höhe der Einheit der aktuellen Fahrzeugkonfiguration zu gestatten.

Es liegt im Rahmen der Erfindung, ohne Abschritte vom Schutzumfang der nachstehenden Ansprüche das Scharnier auf unterschiedliche, in sich bekannte, funktionsbezogen analoge Weisen gestalten zu können.

10
Aufhängungsvorrichtung
12
Tragblech
14
Lagerhalterteil
16
Lagerhalterteil
18
Schraubenverbindung
20
Befestigungsblech
22
Scharnier
24
Tragendes Teil
26
Scharnierteil
28
Öse
30
Scharnierzapfen
32
Sicherungsmutter


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Aufhängung eines Stützlagers für eine Gelenkwelle bei einem Kraftfahrzeug, die ein in ihrer Einsatzposition quer zur Gelenkwelle gerichtetes Tragblech (12), mit einem oberen, zur Befestigung in einem tragenden Teil (24) des Fahrzeugs vorgesehenen Teil und einem unteren, zum Tragen des Stützlagers gestalteten Teil (14, 16), aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Tragblechs (12) gestaltet ist für eine gelenkige Verbindung mit dem tragenden Fahrzeugteil (24), um eine freie Schwenkbewegung des das Stützlager tragenden Teils (14, 16) in der Längsrichtung des Fahrzeugs zu gestatten. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil des Tragblechs (12) mindestens einen ersten Scharnierteil (26) an dessen oberer Kante aufweist, wobei der erste Scharnierteil (28) für eine gelenkige Verbindung mit mindestens einem, mit dem tragenden Teil (24) des Fahrzeugs verbundenen zweiten Scharnierteil (28) gestaltet ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Scharnierteil ein Scharnier (22) vom Typ „Klavierscharnier" mit sich ergänzenden und zusammenwirkenden Haken oder Ösen (26, 28) bilden, wobei sich durch letztere ein die Scharnierteile zusammenhaltender Scharnierzapfen (30) erstreckt. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharnierzapfen von einem gewindelosen Teil einer längs gestreckten Schraubenverbindung (30, 32) gebildet wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie als zweiteilige Moduleinheit gestaltet ist, wobei der zweite Scharnierteil (28) auf einem oberen, auf dem tragenden Teil (24) anbaubaren Befestigungsblech (20) von fester Höhe angeordnet ist, während der erste Scharnierteil (26) auf einem unteren Tragblech (12) von einer Höhe (h) angeordnet ist, die der aktuellen Position des zu tragenden Stützlagers angepasst ist.






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